Tarte Valbonnaise – Mandelmakronentarte mit Orange

Der Winter hat uns fest im Griff. Hier oben im Norden sind wir zwar von dem schweren Sturm in dieser Woche verschont geblieben, doch Schnee, Regen und Wind waren auch hier nicht gerade gemütlich. So „durfte“ ich in dieser Woche nicht nur bei Schneefall nach Hamburg fahren, sondern am nächsten Tag auch gleich in die andere Richtung nach Flensburg. Einmal quer durch unser schönes Bundesland 😉 .

Tarte Valbonnaise - Mandelmakronentarte mit Orange

Die Fahrt nach Hamburg bescherte mir trotz Winterwetter einen wunderschönen Tag mit meiner Tochter Tessa. So ein Mutter-Tochter Tag ist für mich pure Freude ❤ ! Wie Freundinnen durchstreifen wir Läden und Cafés und genießen jeden Augenblick zusammen. Es wird geschlemmt und geschnackt (norddeutsch für: sich unterhalten) bis wir beide müde sind. Bei der Gelegenheit habe ich dann gleich mal meinen Vorrat an Fruchtpürees aufgefüllt. Fünf verschiedene Sorten aus zwei verschiedenen Geschäften wanderten in den Einkaufskorb (Himbeere, Aprikose, schwarze Johannisbeere, Maracuja und Yuzu) Insbesondere Letzteres habe ich nicht nur ewig gesucht, sondern nun auch noch zum Schnäppchenpreis ergattert, worüber ich mich noch immer freue!

Tarte Valbonnaise - Mandelmakronentarte mit Orange

Die Fahrt gen Norden hatte leider keinen schönen Anlass, denn sie führte mich ins Krankenhaus, in dem sowohl mein Bruder, als auch meine Mutter eingeliefert worden waren 😦 . Ich hoffe sehr, dass beide bald wieder auf den Beinen sind! Tarte Valbonnaise - Mandelmakronentarte mit Orange

Doch nun zu dem Rezept, das ich euch heute mitgebracht habe. Ein herrlich saftiger Winterkuchen, mit köstlichem Orangenaroma! Immer wieder musste ich mir ein Stückchen davon abschneiden 😉 . Die Tarte Valbonnaise wurde von ihrem Erfinder Christian Camprini nach der südfranzösischen Stadt Valbonne benannt. Das vorliegende Rezept ist von Christophe Michalak und ich habe es auf dem schönen Blog C’est du gâteau entdeckt. Dieser Kuchen war vor einigen Jahren einmal Teil der französischen Kochshow ‚Dans la peau d’un chef‘. Dementsprechend kursieren zahlreiche Beiträge von französischen Blogs darüber im Internet. Auf YouTube könnt ihr sogar dem Pâtissier C. Michalak selbst bei der Zubereitung dieser Tarte zuschauen klick 😉 .

Tarte Valbonnaise - Mandelmakronentarte mit Orange

Die Zubereitung ist nicht sehr schwierig. Alles lief prima, einzig die Backzeit fand ich (und auch einige meiner französischen Bloggerkollegen) zu kurz. Nach dem Vorbacken soll die Tarte eigentlich nur 8 Minuten backen. Da war meine noch total hell und weich. Selbst als ich sie nach 13 Minuten aus dem Ofen holte und den Tortenring entfernte, war sie relativ blass. Ich machte einige Fotos, aber letztlich habe ich sie zwischendurch noch einmal in den Ofen gesteckt und ein paar Minuten nachgebacken. Ob’s an meinem Tortenring lag oder meinem Backofen, ich weiß es nicht. Sicher ist, dass die Tarte Valbonnaise wirklich köstlich schmeckt 🙂 . Tarte Valbonnaise - Mandelmakronentarte mit Orange

So sah die Tarte übrigens nach 13 Minuten Backzeit aus – ein wenig blass um die Nase, wie ich fand 😉 .

 

Tarte Valbonnaise – Mandelmakronentarte mit Orange

– Christophe Michalak –

Zutaten für einen Tortenring* mit 18-20 cm Ø                    *Rezept enthält Affiliate-/Werbelinks

Shortbreadteig

  • 35 g Puderzucker
  • 2 g feines Salz
  • 2 g Fleur de Sel (ich: 1 g)
  • 100 g Mehl Type 550
  • 20 g Speisestärke
  • Abrieb einer Bio Limette (ich: Zitrone)
  • Mark 1 Vanilleschote
  • 110 g Butter

Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Einen Tortenring mit 18/20 cm ø (oder verstellbaren Tortenring*) buttern. Puderzucker, Salz, Mehl, Stärke, Vanille und Limettenschale in einer Schüssel kurz vermischen. Die Butter in kleine Würfelschneiden, hinzufügen und alle Zutaten sorgfältig, aber nicht zu lange (!) verkneten. Den Teig zwischen zwei Schichten Backpapier legen und 5 mm dick ausrollen. Die obere Backpapierschicht abziehen und den Teig mithilfe des Tortenrings ausstechen. Das Backpapier samt Teig und Tortenring auf ein Backblech ziehen und  10 Minuten vorbacken. Wenn der Teig aus dem Ofen kommt, den Ring ein klein wenig rütteln bzw. drehen, damit er sich vom vorgebackenen Shortbread löst. Aber bitte ganz vorsichtig! Dann abkühlen lassen.

Orangen-Mandelcreme

  • 60 g gemahlene Mandeln
  • 40 g Puderzucker
  • 3 El. Orangenmarmelade mit Schale (ich: Mandarine/Zimt*)
  • 1 El. Orangenblütenwasser
  • 1 Prise Fleur de Sel

Mandeln und Puderzucker vermengen. Orangenmarmelade, Orangenblütenwasser und Fleur de Sel hinzufügen und alles zu einer Paste verrühren. Diese am besten in einen Einmalspritzbeutel* ohne Tülle füllen. Bis zur Verwendung beiseite legen.

Mandeldacquoise

  • 100 g Puderzucker
  • 100 g gemahlene, gebleichte Mandeln
  • 120 g Eiweiß (von 2-3 Eiern, je nach Größe)
  • 20 g Zucker
  • 1 Prise feines Salz

Puderzucker und gemahlene Mandeln miteinander vermischen. Das Eiweiß in einer sauberen, fettfreien Schüssel zusammen mit dem Salz zu Eischnee schlagen, dabei den Zucker hinzurieseln lassen. Das Puderzucker-Mandelgemisch darüber geben und vorsichtig unterheben. Nicht zu stark rühren, die Masse soll ja nicht zusammenfallen.  Auch diesen Teig in einen Einmalspritzbeutel füllen.

Hinweis: Man kann beide Cremes auch ohne Spritzbeutel auftragen, doch ich finde es arbeitet sich damit sehr viel leichter und sauberer.

Aufbau

  • 150 g Mandelstifte ( ich: 100 g)
  • grober Abrieb einer Bio Orange
  • Puderzucker

Einen Backpapierstreifen von ca. 65 x 7 cm ausschneiden und mit etwas flüssiger Butter bestreichen und mit Zucker bestreuen. Überschüssigen Zucker abschütteln und den Tortenring mit dem Streifen auskleiden, so dass das Papier zwischen Shortbread und Ring positioniert ist (Zuckerschicht nach innen gerichtet). Nun die Orangen-Mandelcreme zur Hand nehmen und spiralförmig von innen nach außen auf den Mürbeteigboden spritzen. 1 cm Rand frei lassen! Danach mit der Mandeldacquoise den Zwischenraum am Rand füllen. Anschließend den Rest auf dem Kuchen verteilen und glattstreichen. Die Mandelstifte auf der Oberfläche verteilen und den Kuchen mit Puderzucker übersieben. Bei 200 Grad ca. 15-20 Minuten backen. Im Originalrezept heißt es 8 Minuten – Mir war das viel zu wenig! Sollte die Oberfläche, wenn ihr ihn länger backt, zu dunkel werden, einfach mit Alufolie abdecken.

Den Kuchen aus dem Ofen nehmen, den Ring und das Backpapier vorsichtig entfernen (die Tarte ist noch sehr zerbrechlich) und die Oberfläche mit Orangenzesten bestreuen. Vor dem Anschnitt vollständig abkühlen lassen!

Die Tarte Valbonnaise schmeckt frisch, hält sich aber auch noch mehrere Tage später sehr lecker und saftig.

Mit Klick auf das Rezeptfoto gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF:

Rezept - Tarte Valbonnaise - Chr. Michalak

Nach einigen Minuten Nachbackzeit war die Tarte Valbonnaise dann goldbraun. So gefiel sie mir besser. Entscheidet selbst, wie ihr sie am liebsten mögt. 🙂

Tarte Valbonnaise - Mandelmakronentarte mit Orange

Ich empfehle euch unbedingt hochwertige Orangenmarmelade zu verwenden! Auch gerne, besser gesagt unbedingt, mit darin enthaltener Orangenschale. Die Tarte ist für sich ja eher süß und selbst wenn man ansonsten kein Fan von bitterer Orangenmarmelade ist, muss ich sagen, dass sie zu dieser Tarte perfekt passt. Ich habe eine Mandarinen/Zimt Fruchtkonfitüre verwendet, die ich vor einiger Zeit von einer lieben Leserin geschenkt bekommen habe. Sie fertigt in Schwaben verschiedenste feine Konfitüren an und so habe ich die Gelegenheit genutzt, diese auszuprobieren. Auch diese passte köstlich zu der Tarte.

Tarte Valbonnaise - Mandelmakronentarte mit Orange

Nun wünsche ich euch nicht nur einen gemütlichen Sonntag und eine schöne Woche, sondern auch ganz bald ein Stück dieser knusprigen und gleichsam saftigen Tarte auf euren Kuchenteller 😉 . Ihr werdet sie lieben!

Liebste Grüße Eure MaLu ♥♥♥

 

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Winterliche Schokoladentorte mit Cranberries, Orange & Rosmarin

Moin, ihr Lieben! Die Weihnachts- und Feiertagspause ist um und es geht wieder frisch an’s Werk. Nicht, dass ich faul gewesen wäre, aber so eine kleine Schaffenspause manchmal ganz gut für Familie, Kopf und Kreativität 😉 .

Schokoladentorte mit Cranberries, Orange & Rosmarin

Aber nein, eine Kalorienpause werde ich hier nicht einlegen 😀 ! Wie ihr seht, lasse ich nicht locker mit meinen Bemühungen, euch zu verführen ❤ .Schokoladentorte mit Cranberries, Orange & Rosmarin

Kann ich euch mit dieser sündhaft leckeren, schokoladencremigen Torte mit Cranberries, Orange und Rosmarin locken??? 🙂 Wer kann da ans Abnehmen denken? Ich jedenfalls nicht!! Auch wenn die Feiertagsschlemmerei an meinen Hüften ebenfalls nicht ganz spurlos vorbeigegangen sind, ein kleines Törtchen in der Woche, verteilt auf viele Leckermäuler, darf man sich doch gönnen, oder? Kommt, ich schneide einfach mal ein Stückchen ab 😉 Schokoladentorte mit Cranberries, Orange & Rosmarin

Sieht das nicht verführerisch aus? Die cremige Milchschokoladenmousse mit einem Hauch Rosmarinaroma habe ich nach einem Rezept von Matthias Ludwigs zubereitet. Dazu das herbsäuerliche Cranberrykompott und saftig getränkter Orangenbiskuit – ein echter Leckerbissen!

Schokoladentorte mit Cranberries, Orange & Rosmarin

Wenn auch geschmacklich keine Notwendigkeit, so doch ein optischer Clou: die Baiserstangen, die wie ein Zaun um die Torte herum angeordnet sind. Mein Mann nannte die Torte daraufhin „Alcatraz“ 😀 !

Schokoladentorte mit Cranberries, Orange & Rosmarin

Schokoladentorte mit Cranberries, Orange und Rosmarin

Cranberryschicht

  • 200 g Cranberries
  • 75 g frisch gepresster Orangensaft
  • Abrieb einer ½ Bio Orange
  • 150 g Gelierzucker 1:2
  • 1 Blatt Gelatine

Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen. Die Cranberries waschen und mit dem Orangensaft in einem Topf kochen bis sie alle geplatzt sind. Den Orangenabrieb und den Gelierzucker hinzufügen und nach Packungsanleitung (ca. 4 min) unter Rühren sprudelnd kochen lassen. Vom Herd nehmen und einen Moment abkühlen lassen, dann die Gelatine darin auflösen. Das Cranberrykompott in eine Silikonform* oder einen Ring mit 16  cm. Durchmesser füllen, glattstreichen und mindestens 4 Stunden, am besten über Nacht, einfrieren.

Baiserstangen

  • 2 Eiweiß (ca. 70 g)
  • 1 Prise Salz
  • 70 g feiner Zucker
  • 60 g Puderzucker

Backofen auf 80-90 Grad Umluft vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.- Eiweiß in eine blitzsaubere, fettfrei Schüssel geben, Salz hinzufügen und mit dem Mixgerät/Küchenmaschine aufschlagen. Dabei nach und nach den Zucker hinzufügen. Anschließend den Puderzucker über den Eischnee sieben und vorsichtig mit einem Teigschaber unterheben. Die Baisermasse in einen Spritzbeutel mit 8 mm Rundtülle* füllen und lange, möglichst gleichmäßige Streifen auf das Backpapier spritzen. Das klappt am besten, wenn man die Tülle 1-2 cm über der Oberfläche hält und die Masse gewissermaßen wie einen Faden auf das Backpapier legt. Die Baiserstangen ca. 1 – 1,5 Stunden im Backofen trocknen lassen. Dabei die Backofentür einen ganz kleinen Spalt offen lassen (Messer o.ä. einklemmen.)

Orangenbiskuit

  • 3 Eier, getrennt
  • 75 g Zucker
  • 70 g Mehl
  • 15 g gemahlene Mandeln
  • Abrieb einer Bio Orange
  • 1 El Butter, geschmolzen

Backofen auf 180 Grad Ober- / Unterhitze vorheizen. Eier trennen. Butter schmelzen. Eiweiß mit dem Zucker steifschlagen.  Das Eigelb sachte einrühren. Das gesiebte Mehl und die gemahlenen Mandeln darübergeben und mit dem Orangenabrieb unterheben. Zwischendurch einen Esslöffel Teig mit der geschmolzenen Butter verrühren und ebenfalls mit unterheben. Den Teig mithilfe einer großen Palette etwa 1 cm dick auf ein, mit Backpapier oder Silikonmatte* belegtes Blech streichen und bei 180 Grad ca. 12-15 min backen. Abkühlen lassen und zwei Kreise von 16 cm Durchmesser ausschneiden.

Tränke und Garnitur

  • Frisch gepresster Saft einer Orange
  • 10 g Zucker

Orangensaft und Zucker in einem kleinen Topf aufkochen und anschließend abkühlen lassen

  • einige frische Cranberries
  • Zucker

Für die gezuckerten Cranberries zunächst einen Zuckersirup herstellen. Dafür etwas Wasser (ca. 50 g) und die gleiche Menge Zucker zusammen aufkochen und abkühlen lassen. Die frischen Cranberries mit Zuckersirup benetzen, abtropfen lassen, in einen Teller legen und mit Zucker bestreuen. Die Cranberries ein wenig im Zucker „herumrollen“ und dann trocknen lassen.

Milchschokoladenmousse mit Rosmarin (Matthias Ludwigs)

  • 150 g flüssige Sahne
  • 15 g Zucker
  • 15 g Rosmarin
  • 3 Blätter Gelatine
  • 360 g Milchschokoladen Kuvertüre* 33-38%
  • 15 g Kakaobutter (alternativ weiße Kuvertüre)
  • 330 g Schlagsahne

Die flüssige Sahne mit dem Zucker und dem Rosmarin aufkochen. Vom Herd nehmen und 10 Minuten ziehen lassen. Die Schokoladenkuvertüre im Wassserbad oder der Microwelle schmelzen. Die Rosmarinsahne nach 10 Minuten durch ein Sieb gießen, 140 Gramm abwiegen und abermals kurz aufkochen. Die Kakaobutter und die Gelatine einrühren und die Sahne anschließend in drei Portionen zur Kuvertüre geben. Dabei nach jeder Portion glattrühren. 330 g Sahne cremig schlagen. Wenn die Temperatur der Schokoladenmasse ca. 35 Grad hat, die Sahne unterheben. Die Hälfte der Mousse in einen Einmalspritzbeutel ohne Tülle füllen.

Fertigstellung

Den Rand eines Tortenringes oder einer Springform mit 18 cm Durchmesser mit breiter Tortenrandfolie* auskleiden. Den ersten Biskuitkreis mittig einlegen und mit dem Orangensaft tränken. Die gefrorene Cranberrscheibe aus der Form lösen und auf den Biskuit legen. Die Ränder rund um Biskuit und Cranberryschicht mit Schokoladenmousse füllen. Das geht besonders gut mit dem Spritzbeutel. Die Form ein wenig rütteln, damit alle Zwischenräume ausgefüllt sind. Dann eine ca. 1 cm dicke Schicht Schokoladenmousse einfüllen. Darauf den zweiten Biskuit legen und ebenfalls tränken. Wiederum die Zwischenräume mithilfe der Spritztüte füllen und anschließend den gesamten Rest der Schokoladenmousse einfüllen. Erneut die Form vorsichtig rütteln, um Hohlräume zu vermeiden. Die Torte nun für mindestens drei Stunden im Kühlschrank fest werden lassen. (Wer möchte, kann sie an dieser Stelle auch einfrieren).

Die Baisergarnitur sollte möglichst nicht zu lange vor dem Servieren aufgebracht werden, da der Baiser mit der Zeit weich wird. Dafür die Stangen in verschieden lange Stücke schneiden. Den Tortenrand lösen, die Tortenrandfolie abziehen und den seitlichen Rand mit den Baiserstangen dekorieren. Das Zentrum der Torte mit den gezuckerten Cranberries und Rosmarinspitzen verzieren.

Mit Klick auf das Rezeptfoto gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF:

Schokoladentorte mit Cranberries, Orange & Rosmarin

Die Torte ist wirklich nicht schwer zuzubereiten und wer keine Lust, Zeit oder Geduld für die Baiserdekoration mitbringt, lässt sie einfach weg und hat trotzdem den vollen Genuss 🙂 . Außerhalb der Cranberry Saison wären übrigens auch Kirschen als Alternative dazu denkbar.

Schokoladentorte mit Cranberries, Orange & Rosmarin

Der Alltag hat uns wieder, die Arbeit im Labor läuft auf Hochtouren. Ja, es ist Erkältungszeit! Auch meinen Mann hatte über die Feiertage eine ordentliche (Männer-) Grippe erwischt 😉 . Gottseidank bin ich bisher verschont geblieben und ich hoffe, dass es so bleibt! Schließlich habe ich auch schon wieder ein paar Ideen für leckere Backwerke im Kopf und einige Bücher mit feinen Nachbackprojekten am Start.  Ich freu‘ mich drauf!

Schokoladentorte mit Cranberries, Orange & Rosmarin

Ich wünsche euch ein gemütliches Januar-Wochenende. Bleibt gesund, backt einen Kuchen und macht es euch schön!

Liebste Grüße

♥♥♥

 

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Rustikale Apfeltarte mit Pistazien – Backen in der Winterzeit {Rezension}

Nach der eher aufwändigen Matcha-Limetten Torte aus der letzten Woche, wird es heute richtig gemütlich hier 😉 . Kommt, wir machen eine  Kerze an, kochen uns einen leckeren Tee, vielleicht noch etwas gute Musik und dazu ein wunderbares Backbuch. Und anschließend gehts ab in die Backstube, denn heute backen wir einen Apfelkuchen ❤ !Rustikale Apfeltarte mit PistazienDas Rezept für diese Apfeltarte (die eigentlich eine Birnentarte sein sollte 😉 ) habe ich aus dem wunderschönen Buch Backen in der Winterzeit von Theresa Baumgärtner. Es ist brandneu herausgekommen und bereits das vierte Buch der bekannten Foodbloggerin und Fernsehköchin. Vor vier Wochen durfte ich bei der Buchpremiere in Hamburg dabei sein und konnte dort bereits einige Leckereien aus dem Buch verkosten. Theresas Rezepte kenne ich bereits aus meinen ersten Bloganfängen. Erinnert ihr euch an die Shortbread Rezepte? Die waren aus Theresas erstem Buch, das sie mit ihrer Mutter Lucia zusammen herausgebracht hat. Damals entstand ein erster zaghafter Kontakt. Dann, vor zwei Jahren, konnte ich Theresa in ihrer Wahlheimat Luxemburg persönlich kennenlernen. Wir trafen uns auf einen Kaffee mitten in der lebhaften und hübschen Stadt, wo wir fröhlich plauderten und sie uns mit tollen Tipps über Luxemburg versorgte. Ihre Hochzeit stand damals kurz bevor und aufgeregt zeigte sie mir ihre Vorbereitungen für die Blumendekoration. Alles selbstgemacht! Überhaupt, diese junge Frau ist ein Multitalent! Kochen, Backen, Dekorieren, Bloggen, Fernseh- und Backvorführungen auf Messen, das alles meistert sie noch neben Familie und kleinem Sohn!

Buchpremiere "Backen in der Winterzeit" von Theresa Baumgärtner

Hier seht ihr ein paar Impressionen von dem gelungenen Pemierenabend ❤ . Der Brandstätter Verlag und Theresa haben es geschafft, mitten im Oktober Weihnachtsatmosphäre zu zaubern. Leckere Zwiebeltarte mit Ziegenkäse, Apfeltarte und Carrot Cake, alles Rezepte aus Theresas Buch, wurden verkostet. Wunderschön gestaltete natürliche Gestecke und Kerzen zauberten eine gemütliche Atmosphäre. Man fühlte sich wie auf einer Familienfeier 🙂 . Theresas sympathischer Mann, ihr süßer kleiner Sohn und ihre Eltern, alle waren dabei! Theresa war aufgeregt und begrüßte uns alle aufs herzlichste. Sie und ihre Mutter erzählten dann wie das Buch entstanden ist, wie wichtig die Familie, der Genuss und gute, natürliche Zutaten für sie sind. Man wurde von ihrer Leidenschaft förmlich mitgerissen!  Auch Marina Jerkovic, die Fotografin der stimmungsvollen Fotos, durften wir kennenlernen und kleinen Anekdoten vom Entstehen einiger Fotos lauschen. So ein Backbuch herauszugeben ist ganz schon aufregend 😀 !Rezension "Backen in der Winterzeit" von Theresa BaumgärtnerZu Hause angekommen habe ich das Buch dann in Ruhe durchgeblättert. Auffallend schön, der hochwertige rote Leineneinband mit Lesebändchen mit dem zarten Kranz auf dem Titel, den Theresa ebenfalls selbst gestaltet hat. Der Inhalt ist in vier Abschnitte gegliedert: LAND – inspiriert vom Alten Land, Theresas Heimat, KÜSTE – die Normandie, zu der die Autorin eine enge Freundschaft pflegt, BERGE – hier wird Weihnachten in der Tiroler Winterlandschaft gefeiert und STADT – stimmungsvolle Bilder aus Stockholm. Eine winterliche (nicht nur weihnachtliche!) Backreise mit rund 80 Rezepten aus natürlichen, möglichst regionalen, Zutaten, wie Dinkelmehl, Honig, Rohrzucker, Nüsse und Früchte der Saison. Und immer steht der Genuss im Vordergrund! Ein stimmungsvolles Foto auf der einen und das Rezept auf der anderen Seite, aber auch zauberhafte Fotos der jeweiligen Gegend, aus der die Rezepte stammen. So finden sich sowohl typisch deutsche Rezepte, wie z. B. Apfelkuchen mit Altländer Herbstprinz Äpfeln oder Pastinakentörtchen, als auch Original französische Madeleines und Haselnuss Financiers, Tiroler Nussmuffins und eine Weihnachtstorte, sowie schwedische Zimt-Cardamom Buns, rosa Törtchen und Fröknäcke. Die Auswahl der Rezepte ist vielfältig, klassisch, nicht unbedingt neu und doch mitreißend, appetitlich und absolut nachbackenswert!  Am Anfang des Buches werden alle verwendeten Zutaten noch einmal detailiert besprochen und zu fast allen Rezepten gibt’s einen kleinen Tipp der Autorin. Besonders schön finde ich die kleinen Geschichten in jedem Kapitel und die persönlichen Fotos von Theresa und ihrer Familie.  Es ist ein echtes Wohlfühlbuch, in dem man auch gern blättert, wenn man nicht unbedingt ein Rezept sucht, sondern einfach nur eine schöne Stimmung.Rezension "Backen in der Winterzeit" von Theresa Baumgärtner

Doch nun geht es, wie versprochen, an’s Backen 🙂 . Eigentlich ist diese Apfeltarte ja eine Birnentarte 😉 , ihr habt es vielleicht oben schon auf einem Foto bemerkt. Da ich aber kein soo großer Birnenfan bin und sie auch nicht so gut vertrage, habe ich mich für Äpfel entschieden. Ganz nach Theresas Motto: Cox Orange Äpfel direkt aus unserem Garten. ❤  Tatsächlich habe ich die Tarte bereits zum zweiten Mal gebacken. Beim ersten Backen habe ich die kleinen roten Äpfelchen, die ihr auf den Fotos als Deko seht verwendet. Sie stammen von unserem wirklich uraltem Apfelbaum mit Namen „Purpurroter Cousinot“, den schon meine Oma oder Uroma gepflanzt hat.

Rustikale Apfeltarte mit PistazienAllerdings muss ich sagen, dass ein Cox Orange doch noch aromatischer ist. Außerdem hatte ich für die Glasur Lavendelhonig verwendet, der mir im Nachhinein zu intensiv schmeckte. Auch die Backzeit habe ich beim zweiten Anlauf angepasst. Ich backe nicht sehr gern mit Umluft, weswegen die Pistazien ihr schönes Grün verloren hatten, was ich sehr schade fand. Nun, bei dieser zweiten Tarte gelang alles nach Wunsch 🙂 .

Rustikale Apfeltarte mit Pistazien

Der Mürbeteig war herrlich knusprig, die Pistazien-Mandelfüllung saftig und Äpfel, Honig und Pistazien herrlich aromatisch ❤ .

Rustikale Apfeltarte mit Pistazien

Apfeltarte mit Pistazien 

Zutaten für eine Tarteform* 11×35 cm mit Hebeboden

Teig

  • 100 g weiche Butter
  • 60 g Rohrohrzucker
  • 1 Prise Meersalz
  • 60 g gemahlene, geschälte Mandeln
  • 3 El mildes Olivenöl
  • 140 g Dinkelmehl, Type 630

Die Tarteform gut einfetten. Butter und Zucker mit dem Rührgerät cremig aufschlagen. Das Salz und die gemahlenen Mandeln,sowie das Olivenöl unterrühren. Nach und nach das Dinkelmehl dazugeben. Der Teig ist relativ weich und kann am einfachsten mit einem breiten Löffel oder mit den Händen in die Tarteform gedrückt werden. Dabei einen schönen Rand formen und die Tarte anschließend mit Frischhaltefolie abgedeckt für ca. 10-15 Minuten in den Gefrierschrank stellen.  – In der Zeit den Backofen auf 175 Grad Ober-/ Unterhitze vorheizen. – Den gekühlten, festen Teig nun 15 Minuten im heißen Ofen vorbacken.

Belag

  • 60 g weiche Butter
  • 60 g Rohrohrzucker
  • 1 Ei Gr. L
  • 30 g grüne Pistazienkerne, gemahlen
  • 30 g gemahlene Mandeln
  • 2 gehäufte Teel.  Dinkelmehl
  • 3 Äpfel (ich habe Cox Orange verwendet)

Pistazienkerne mahlen. Butter und Zucker schaumig aufschlagen. Das Ei hinzufügen und unterrühren. Nun die gemahlenen Pistazien und Mandeln, sowie das Mehl dazugeben und zu einer cremigen Masse verrühren. Diese Nussmasse auf der vorgebackenen Tarte verteilen. Die (nicht zu großen) Äpfel schälen, halbieren und das Kerngehäuse entfernen (klappt gut mit einem Kugelausstecher* für Melonen). Die Oberfläche leicht einritzen.  Die Apfelhälften auf die Nusscreme setzen und die Tarte  25-30 Minuten bei 175 Grad Ober-/Unterhitze backen.

Zum Bestreichen

  • 15 g Butter
  • 20 g Honig
  • 20-30 g grüne Pistazienkerne
  • optional einige gehackte getrocknete Cranberries

Die Butter und den Honig in einem kleinen Topf erwärmen und verrühren. Die Pistazienkerne hinzufügen. Nach der o. g. Backzeit, die Tarte aus dem Backofen nehmen und die Oberfläche noch heiß mit der Honigbutter bestreichen. Die Pistazien locker auf der Tarte verteilen und noch einmal für ca. 5-7 Minuten weiterbacken. Die Tarte auf einem Rost abkühlen lassen und ggf. mit Cranberries bestreuen. Sie schmeckt frisch fabelhaft, aber auch noch ein bis zwei Tage später superlecker.

Mit Klick auf das Rezeptfoto gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF:

Rustikale Apfeltarte mit Pistazien

Diese Tarte werde ich sicher nicht zum letzten Mal gebacken haben, so lecker war sie! Es zeigt sich mal wieder, dass in erster Linie gute und hochwertige Zutaten zu besten Ergebnissen führen. Es muss nicht immer aufwändig sein, um gut zu schmecken. – Dieses schöne Buch von Theresa Brandstätter möchte ich mit guten Gewissen weiter empfehlen. Es bietet vielfältige Rezepte, die nicht schwer nachzubacken sind. Da wird auch der Backanfänger glücklich. Es ist ein sehr atmosphärisches Buch, das eine gemütliche und liebevolle Stimmung vermittelt, eben einfach typisch Theresa ist ❤ .

Rezension "Backen in der Winterzeit" von Theresa Baumgärtner

Ihr könnt es beim Buchhändler eures Vertrauens, direkt beim Brandstätter Verlag  oder bei Amazon* kaufen.

Und ich denke, es wäre auch ein feines (Weihnachts)Geschenk für einen lieben Menschen ❤ .

Rustikale Apfeltarte mit Pistazien

So, ihr Lieben, ich hoffe, diese kleine Buchbesprechung hat euch Spaß gemacht und ihr habt Lust zum Backen bekommen. Ich wünsche euch ein erholsames Wochenende!

Macht es euch schön!

Eure MaLu ♥♥♥

 

Quelle: Adaption aus dem Buch BACKEN IN DER WINTERZEIT von Theresa Baumgärtner.  – Ich bedanke mich beim Brandstätter Verlag für das kostenlose Rezensionsexemplar. 

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