Vanille – Heidelbeer Bûche de Noël

Alle Jahre wieder – inzwischen feiere ich das 5. Weihnachtsfest hier mit euch auf dem Blog. 2013 gerade mal mit einer Handvoll Lesern, ist es heute eine große Freude für mich, dass so viele von euch hier bei mir vorbeischauen, mich begleiten, Rezepte nachbacken und kommentieren. Ich danke euch von Herzen dafür ❤ !

Vanille-Heidelbeer Bûche de Noël

Weiße Weihnachten in Schleswig-Holstein? Ein eher seltenes Spektakel. Ihr wisst, ich mache mir nichts aus Schnee, die Farbe Weiß hingegen liebe ich sehr wohl. Und wenn ich auch sonst meistens meine Torten & Co. vor dunklem Hintergrund fotografiere, so breche ich heute mit dieser Tradition und schwelge in Weiß, Gold und Silber. Eben so richtig schön festlich 🙂 .

Vanille-Heidelbeer Bûche de Noël

Bereits im letzten Jahr habe ich eine Bûche de Noël aka „Weihnachts Holzscheit“ zubereitet. Welche Tradition dahinter steckt könnt ihr hier nochmal nachlesen klick. Und nachdem ich damals eine schokoladige Bûche in traditioneller „Holzscheitoptik“ gebacken habe, wird es in diesem Jahr etwas moderner. Rechtzeitig zur Winterzeit kam nämlich das neue Buch BÛCHES* von Christophe Felder und Camille Lesecq auf den Markt, aus dem ich das heutige Rezept entliehen habe. Leider zunächst ausschließlich in französischer Sprache. Wer dessen mächtig ist sollte es sich aber nicht entgehen lassen. Es ist ein Genuss es durchzublättern und in den wunderbaren Fotos und Ideen zu schwelgen.

Vanille-Heidelbeer Bûche de Noël

Meine Wahl fiel, wie ihr seht, auf eine Vanille-Heidelbeer Bûche. Sie ist nicht gar zu kompliziert, wenn ich auch nicht glaube, dass sich so kurz vor Weihnachten noch einer von euch daran macht, sie nachzubacken. Aber vielleicht im nächsten Jahr? Oder einfach mal so? Wer sagt, dass man außerhalb von Weihnachten keine Bûches essen darf 😉 . Wir essen ja schließlich auch Biskuitrollen und nichts anderes ist so eine Bûche.

Vanille-Heidelbeer Bûche de NoëlGeschmacklich ist die Bûche gar nicht unbedingt weihnachtlich, wenngleich man dies problemlos mit etwas Zimt in der Heidelbeerfüllung hinkriegen könnte. Die Hauptrolle jedoch spielt die Vanille, weswegen echte Vanilleschoten beim Zubereiten unerlässlich sind. Sehr lecker auch der Teig, der in einer Kastenform gebacken wird und Olivenöl und Zitrone enthält, was ihn lecker aromatisch und saftig macht. Sehr edel die weiße Mirror glaze mit den zarten feinen Baiserstangen und den silbernen Zuckerperlen.

Vanille-Heidelbeer Bûche de Noël

 

Vanille-Heidelbeer Bûche de Noël 

von Christophe Felder & Camille Lesecq

verwendete Formen: Kastenform 24 cm * , Bûche Form* (25x9x7 cm), kleiner Bûche Einleger* (22x6x5 cm)

Am Vortag

Heidelbeer-Einlage

  • 300 g Heidelbeeren (ich habe TK Bio-Heidelbeeren verwendet)
  • 60 g Zucker
  • 4 g Pektin (ich habe meines hier gekauft klick)

Die Heidelbeeren mit der Hälfte des Zuckers zu Kompott kochen. Die andere Hälfte des Zuckers mit dem Pektin vermischen, etwas Wasser dazugeben und verrühren. In das Heidelbeerkompott gießen und unter Rühren 3-4 Minuten kochen. Das Kompott anschließend in die kleine Bûche Einleger Form (s.o.) füllen und im Kühlschrank erstarren lassen. Danach mindestens 4 Stunden, besser über Nacht, einfrieren.

Biscuit Madeleine (kann auch gut einen Tag zuvor gebacken werden, dann lässt er sich leichter schneiden)

  • 50 g Butter
  • 2 Eier
  • 120 g Zucker
  • Abrieb einer Bio Zitrone
  • 25 g Milch
  • 5 g Zitronensaft
  • 75 g mildes Olivenöl
  • 125 g Mehl Type 405
  • 4 g Backpulver

Den Backofen auf 170 Grad vorheizen, die Kastenform sorgfältig fetten. – Die Butter schmelzen und etwas abkühlen lassen. Die Eier mit dem Zucker eine Minute kräftig verschlagen. Den Zitronenabrieb und die geschmolzene Butter untermixen. Anschließend die Milch, den Zitronensaft, und das Olivenöl einrühren. Mehl mit dem Backpulver vermischen, über die Masse sieben und vorsichtig einarbeiten. Den Teig in die vorbereitete Kastenform füllen und ca. 30 Minuten backen (Stäbchenprobe machen!). Den Kuchen aus der Form stürzen und komplett abkühlen lassen. Wenn er tags zuvor gebacken wird, nach dem Abkühlen in Folie wickeln.

Vanillemousse

  • 4 Blätter Gelatine
  • 3 Eigelbe
  • 50 g Zucker (für meinem Geschmack etwas mehr)
  • 150 ml Vollmilch
  • 25 g Creme double (ich habe Sahne genommen)
  • 1 Vanilleschote
  • 8 g flüssiges Vanilleextrakt
  • 450 g Schlagsahne 35%

(Hinweis: Die Zutatenmengen der Vanillemousse oben habe ich um die Hälfte des Originalrezeptes erhöht, da meine Form etwas größer ist, als die im Buch angegebene)

Die Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen. Die Eigelbe mit dem Zucker in einer Schüssel verrühren. Die Sahne mit der Creme double und  Vanilleschote und -mark aufkochen. Die heiße Sahne unter Rühren zur Eigelbmasse geben. Zurück in den Topf gießen und auf 82 bis höchstens 85 Grad erhitzen. Stetig Rühren! Danach durch ein Sieb in eine Schüssel gießen und die Gelatine darin auflösen. Das Vanilleextrakt hineinrühren und die Masse auf ca 25 Grad abkühlen lassen (Gelierzeitpunkt). Zwischendurch immer einmal durchrühren. Dann die Sahne cremig schlagen und unter die Vanillecreme ziehen.

Aufbau

Den Biscuit Madeleine in je zwei Schichten von 1 cm Dicke schneiden. Einen breiten Streifen in der Größe 8 x 24 cm, einen zweiten in der Größe 4 x 24 cm schneiden. – Etwa zwei Drittel der Vanillemousse in die Bûcheform füllen. Den gefrorene Heidelbeereinleger aus der Form lösen und in die Mousse drücken. Mit einer dünnen Schicht Vanillemousse bedecken. Dann den schmalen Biskuitstreifen mittig darüber auflegen und wiederum mit Vanillemousse bedecken. Zum Schluss den breiteren Biskuitstreifen auflegen und eventuelle Lücken seitlich mit Vanillemousse auffüllen. Die Form sollte jetzt plan gefüllt sein (kann sein, dass ein kleiner Rest Vanillemousse übrig bleibt). Alles mit Frischhaltefolie bedecken und zunächst im Kühlschrank erstarren lassen, anschließend über Nacht einfrieren.

Baiserstäbchen

  • 1 Eiweiß
  • 35 g Zucker
  • 35 g Puderzucker
  • 1 El. Kokosflocken

Den Backofen auf 90 Grad Ober-/Unterhitze aufheizen, ein Backblech mit Backpapier auslegen. Das Eiweiß mit dem Zucker steifschlagen. Den Puderzucker darüber sieben und vorsichtig unterheben. Die Baisermasse in einen Spritzbeutel mit 5 mm Rundtülle füllen und dünne Streifen auf das Backpapier spritzen. Dabei die Tülle 1-2 cm über der Oberfläche halten und die Masse wie einen Faden auf das Backpapier legen. So werden die Stäbchen schön gleichmäßig und gerade. Anschließend mit Puderzucker und Kokosflocken bestreuen und bei 90 Grad ca. 2 Stunden im Backofen trocknen lassen. Vollständig abkühlen lassen und sehr vorsichtig mithilfe eines Messers oder Spachtels vom Papier lösen, da die Stäbchen äußerst fragil sind! In einer Blechdose trocken aufbewahren.

Weiße Spiegelglasur

  • 4 ½ Bl. (8 g) Gelatine
  • 55 ml Wasser
  • 110 g Zucker
  • 110 g Glucose*
  • 1 Vanilleschote (ich ½)
  • 75 g gesüßte Kondensmilch (z.B. ‚Milchmädchen‘)
  • 125 gehackte, weiße Kuvertüre
  • weiße Lebensmittelfarbe*

Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen. Wasser, Zucker, Vanille und Glucosesirup zum Kochen bringen. Vom Herd ziehen, die Vanilleschote entfernen und die Kondensmilch und die Gelatine kurz einrühren. Die gehackte Kuvertüre hinzufügen, einen Moment aufweichen lassen und die Glasur anschließend mit weißer Lebensmittelfarbe einfärben. Mit einem Stabmixer aufemuglieren, dabei möglichst keine Luftblasen einarbeiten! Die Oberfläche der Glasur mit Folie bedecken und über Nacht kaltstellen.

Am nächsten Tag die Spiegelglasur im Wasserbad erwärmen, so dass sie sich wieder verflüssigt. Wenn sie gut 35 Grad erreicht hat, die gefrorene Vanille Bûche aus der Silikonform lösen und auf zwei umgedrehte Gläser stellen, die auf einem Tablett, das überschüssige Glasur auffangen kann, platziert wurden. Die Bûche gleichmäßig mit der Glasur übergießen und diese ablaufen lassen bis sie erstarrt. Die Bûche auf einen Teller stellen, auftauen lassen und mit den Baiserstäbchen und den silbernen Zuckerperlen dekorieren. Sie muss mindestens 3 Stunden auftauen. Die Bûche hält gut abgedeckt bis zum nächsten Tag im Kühlschrank. Am schönsten finde ich es aber immer, sie taggleich zu servieren.

Mit Klick auf das Rezeptfoto gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF:

Vanille-Heidelbeer Bûche de Noël

Die zarten Baiserstangen sind eine kleine Herausforderung, die man aber problemlos meistern kann, wenn man sie gut abkühlen lässt und sie sehr vorsichtig mithilfe einer Palette oder eines Spachtels vom Backpapier löst. Ansonsten ist die Zubereitung der Bûche relativ einfach, so dass dem optischen, wie auch kulinarischem Genuss nichts im Wege stehen sollte.

Vanille-Heidelbeer Bûche de Noël

Ich verabschiede mich mit diesem Beitrag in die Weihnachtspause. In den nächsten Tagen spielt meine Familie die Hauptrolle. Ich freue mich, wie immer wahnsinnig auf die gemeinsame Zeit mit unseren Kindern und Enkeln. Erfreulich auch, dass Heiligabend auf einen Sonntag fällt. Da gibt es keinen Einkaufsstress mehr und man bekommt dadurch noch einen richtigen Festtag dazu und das eben auch für diejenigen, die sonst in Geschäften, beim Friseur und vielen anderen Firmen hätten arbeiten müssen (mich inklusive 😉 ). Dankbar sollten wir aber allen sein, die auch während der Festtage für uns da sind, beispielsweise im Krankenhaus ❤ .

Vanille-Heidelbeer Bûche de Noël

Ihr Lieben, ich wünsche euch von Herzen ein unvergesslich schönes Weihnachtsfest  . Genießt die Zeit mit euren Lieblingsmenschen und mit eurer Familie. Schlemmt was das Zeug hält! Denkt jetzt nicht an Kalorien, sondern  freut euch an den kulinarischen Genüssen und nicht zuletzt, seid dankbar für alles was ihr habt, denn Dankbarkeit ist das Schönste überhaupt!

Fröhliche Weihnachten!

Eure MaLu ♥♥♥

 

 

Quelle: BÛCHES* – von Chr. Felder & C. Lesecq

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Spiced Honey Cakes – dilekerei {Rezension}

Natürlich werden im Hause MaLu nicht nur feine Torten gebacken, sondern auch liebend gern etwas Schnelles, was deshalb aber nicht minder köstlich sein muss. Nicht immer ist Zeit für eine aufwändige Torte und manchmal passt die auch gar nicht ins Thema.

Spiced honey cakes

Nehmen wir mal eine Einladung zum gemütlichen Bratapfelessen in Freundesrunde an. Da bringt doch jeder seine selbstgebackenen Weihnachtsplätzchen mit, denn eine Torte würde da definitiv aus dem Rahmen fallen. Da backe ich lieber schnell kleine Lebkuchen Gugelhupfe, Mini Pistazien Cupcakes oder ich probiere etwas Neues aus. Diesmal flatterte mir wie gerufen ein neues Backbuch ins Haus, aus dem ich dann unter anderem das heutige Rezept nachgebacken habe. Das Buch heißt dilekerei – Torten-Törtchen-Tartes von Dilek Topkara, erschienen im Heel Verlag.

Neben der (wohl austherapierten) Backformsucht kommt bei mir bekanntlich noch eine Backbuchsucht erschwerend hinzu! 😀 Erfreut blätterte ich also durch den Neueingang. Ich muss sagen, das Buch ist ein Augenschmaus! Die Fotos sind allesamt sehr stimmungsvoll, ästhetisch und sinnlich. Die Unterteilung in Torten, Törtchen und Tartes ist ja bereits am Titel erkennbar und so trifft der Leser nach einem Vorwort der Autorin, im ersten Teil auf Rezepte von Marmorkuchen, Chocolate Cheesecake, Türkischem Mokka-Kuchen, Choc Cherry Cake und Provence Rose Cake. Das sind zwar nicht alles Torten in dem Sinne wie ich es definieren würde, sondern eben auch Kastenkuchen und Gugelhupfe, aber sei’s drum, lecker sehen sie allemal aus!

Spiced honey cakes

Aus dem zweiten Teil, dem der Törtchen, habe ich das heute vorgestellte Rezept der Spiced Honey Cakes ausgewählt. Hier entdeckt man unter anderem Haselnuss-Windbeutel, Pistazien-Brownies, Carrot Cake Cupcakes, Kardamom- Mango-Passionsfrucht-Törtchen und türkische Apfeltaschen. Auch die Tarterezepte klingen ausnahmlos lecker, wie z. B. Almond Fruit Tartes, Pfirsich Schmand Tartes, Bienenstich Tartes und Zitronen-Baiser-Tartes.

Spiced honey cakes

Zwischendurch stellt Dilek Topkara in einer stimmungsvollen Bildstrecke ihr Café dilekerei in Berlin vor. Die Autorin, Tochter türkischer Eltern, ist in Deutschland geboren und aufgewachsen. Hier hat sie Lebensmitteltechnologie studiert, danach einige Jahre im Ausland gelebt und in London in verschiedenen Konditoreien das Cake Design erlernt. Nicht zuletzt hat ihr Vater, der Koch ist, ihr die Leidenschaft für’s Kochen und Backen nahegebracht. Und so ist sowohl ihr Buch, als auch ihr Café gleichermaßen englisch, türkisch und deutsch geprägt, was ich sehr interessant finde. Die Rezepte sind allesamt unkompliziert. Die Zutatenlisten übersichtlich und enthalten nichts, was nicht einfach zu besorgen wäre. Zudem ist ein kleines Extrakapitel mit Rezepten für Cremes und Füllungen angehängt.

Spiced honey cakes

Ich bin ein erklärter Fan der orientalischen Küche und deren Gewürze. Als erstes habe ich daher den Türkischen Mokka-Kuchen ausprobiert, der sogleich mein Interesse geweckt hatte. Leider hatte ich aber Pech mit meiner Gugelhupfform, denn der Kuchen wollte sich einfach nicht lösen. Am Ende hatte ich nur noch einen, wenn auch schmackhaften, Trümmerhaufen vorzuweisen  😦 . Ich habe mir aber vorgenommen, die Prozedur noch einmal zu wiederholen, eine andere Form zu wählen und das Rezept, bei Erfolg, hier auf dem Blog vorstellen.Spiced honey cakes

Die kleinen Spiced Honey Cakes dagegen waren ein voller Erfolg! Unglaublich saftig durch die getrockneten Cranberries, Orangen und Nüsse, aromatisch durch Honig und Gewürze. Bei der Dekoration der Küchlein bin ich ein wenig vom Original abgewichen. Jetzt um diese Zeit, gibt es in gut sortierten Supermärkten frische Cranberries zu kaufen. Diese habe ich mit Zuckersirup benetzt und in Zucker gewälzt, so dass ein glitzernder Frosteffekt entsteht. Zusammen mit Orangenzesten und Rosmarinspitzen bekommen die Küchlein nicht nur einen weihnachtlichen Look, sondern auch eine fruchtig-säuerliche Komponente, die bei allen Verkostern nicht nur wegen der Optik hochgelobt wurde.

Spiced honey cakes

Spiced Honey Cakes

von Dilek Topkara

Zutaten für 8-12Küchlein, je nach Größe der Backförmchen 

Teig

  • 100 g brauner Zucker
  • 90 g Mehl
  • 90 g Mandeln, gemahlen
  • 1 Teel. Backpulver
  • 1 Teel. Zimt
  • 1 Prise Salz
  • ½ Teel. Kardamom, gemahlen
  • 2 Messerspitzen Nelken, gemahlen
  • 30 g getrocknete Cranberries

 

  • 75 g Butter, geschmolzen
  • 70 g Honig
  • 1 Ei
  • 1Eigelb
  • 85 g Orangensaft
  • Abrieb von 2 Bio Orangen

Den Backofen auf 160-170 Grad vorheizen. Die trockenen Zutaten in einer Schüssel, die flüssigen in einer anderen Schüssel vermengen. Dann die beiden Schüsselinhalte kurz mit einem Spatel zusammenrühren. Den Teig in die Mulden einer Muffinform, einer  Minikastenform* oder kleinen Papierförmchen verteilen und ca. 25 Minuten im heißen Ofen backen. Gut abkühlen lassen.

Ganache & Garnitur

  • 40 g Sahne
  • 10 ml Orangensaft
  • Abrieb ½ Bio Orange
  • 90 g gehackte weiße Kuvertüre
  • frische Cranberries
  • Zucker
  • Orangenzesten
  • Rosmarinnadeln

Für die gezuckerten Cranberries zunächst einen Zuckersirup herstellen. Dafür etwas Wasser (ca. 50 g) und die gleiche Menge Zucker zusammen aufkochen und abkühlen lassen. Die frischen Cranberries mit Zuckersirup benetzen, abtropfen lassen, in einen Teller legen und mit Zucker bestreuen. Die Cranberries ein wenig im Zucker „herumrollen“ und dann trocknen lassen.

Für die Ganache 40 g Sahne mit dem Orangenabrieb aufkochen und über die Kuvertüre gießen. Einen Moment warten, dann umrühren und den Orangensaft hinzufügen. Die Küchlein mit der Ganache überziehen und mit den gezuckerten Cranberries, den Orangenzesten und den Rosmarinnadeln verzieren. Die Küchlein bleiben gut abgedeckt mehrere Tage saftig und lecker.

Mit Klick auf das Rezeptfoto gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF:

Dilek Topkara hat die Gewürz-Honigkuchen in Minikastenförmchen gebacken, die es ähnlich wie Muffinformen, auch als Blech* gibt. Ich hatte noch einige kleine Papierförmchen in Kastenform im Schrank, die ich bei der Gelegenheit gleich mal verwendet habe 😉 . Aber auch in Muffinförmchen lassen sich die Küchlein übrigens sehr gut backen. Hier seht ihr ein schnelles Fotos, das ich geschossen habe, bevor ich die Spices Honey Cakes zum Adventskaffee getragen habe. Statt der Ganache aus weißer Schokolade hatte ich Zuckerguss mit Orangensaft und -abrieb verwendet. Ich muss allerdings sagen, dass mir die Spiced Honey Cakes mit der Ganache deutlich besser und weniger süß geschmeckt haben. Klare Empfehlung für das Originalrezept!!Spiced honey cakes

Das Buch dilekerei eignet sich meiner Meinung nach auch für Anfänger.Vielleicht fehlt euch ja noch ein Geschenk für eifrige Bäcker 😉 . Es hat 176 Seiten und kostet 24,99 Euro. Ihr könnt es bei eurem Buchhändler kaufen, direkt beim Heel Verlag oder hier klick* bestellen.

Spiced honey cakes

Eines steht fest, das Rezept für diese Kuchen kommt in mein Kochbuch! Das will etwas heißen, denn dort werden nur erprobte und wirklich wiederholungswürdige Rezepte eingetragen. Zu Weihnachten werde ich sie definitiv wieder backen, zumal sie sich problemlos auch noch tagelang frisch halten ❤ .

Spiced honey cakes

Ich hoffe, euch hat diese kleine Rezension Freude gemacht und vielleicht hat der eine oder andere von euch jetzt noch eine kleine Anregung bekommen. Sei es für ein Geschenk oder für die Weihnachtsbäckerei.

Nur noch eine Woche bis Heiligabend –  geratet bloß nicht in Hektik! Denkt daran, dass nach Weihnachten das Leben weitergeht und man viele Dinge auf danach verschieben kann. Geht lieber mit euren Lieblingsmenschen einen Punsch trinken, geht im Schnee spazieren oder backt mit den Kindern Plätzchen.

Ich wünsche euch einen genussvollen 3. Advent

Eure MaLu ♥♥♥

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Himbeer – Panna cotta Torte „Iceberg“

2. Advent – Es weihnachtet schon sehr bei uns, denn heute ist der Tag an dem wir traditionell unseren Weihnachtsbaum holen. In den letzten zwei Wochen habe ich das Haus dekoriert, gebastelt und selbstverständlich auch gebacken! 

Und nachdem ich in der letzten Woche eher „schokokaramellig“ unterwegs war, habe ich heute etwas fruchtiges für euch. Ihr habt es bereits gelesen: Himbeere und Panna cotta, ein Dreamteam würde ich sagen ❤ . Ist es eine Torte, ein Dessert oder eine Bûche de noël? Entscheidet selbst – Sie ist ein bisschen von jedem 🙂 .

Wirklich außergewöhnlich ist diese schlichte, ungewöhnliche Form. Sie heißt „Venus“ und ich liebe sie ❤ ! Ihr seht, auch diesmal bin ich wieder meiner Silikonformsucht erlegen 😉 . Dazu passend gibt es verschiedene Aufleger. Dieser ist ein „Iceberg“ auf auf der Venus 😀 ! Ja, genau, der Aufleger heißt Iceberg. Warum, muss ich nicht erklären.

Und das Tollste ist: Ich habe mich seeehr bemüht, es nicht kompliziert zu machen, so dass auch nicht so Backerfahrene Erfolg haben dürften! 😀 Okay, ihr müsst zwischendurch wieder was einfrieren, aber beide Cremes sind in Nullkommanix zubereitet und auch der Mandelboden ist schnell gebacken. Die Panna cotta Schicht bekommt durch weißes Velvetspray und Perlglanz einen glitzernden Eislook. Die Himbeermousse eine glänzende Spiegelglasur, so rot wie der Mantel des Weihnachtsmanns ❤ .

Nachdem die Karamell-Schokoladentörtchen von letzter Woche von meinem Chef ja als „Kosakenzipfel“ betitelt wurden, kam ich diesmal mit dieser Torte ins Büro und wisst ihr was meine Kollegin fragte?: “ Hast du einen Gouda mit?!“ 😀 😀 😀  Ja, ja … die lieben Kollegen!

Na, so sieht ein Gouda jedenfalls nicht im Anschnitt aus 😉 . Hier seht ihr schön die verschiedenen Schichten. Vanilliges Panna cotta, Himbeermousse mit frischen Himbeeren (habe ich mal ausnahmsweise um diese Zeit gekauft – ist ja Weihnachten!) und die leckere Mandeldacquoise. Mmmmmh!

Himbeer – Panna cotta Torte

Ich habe diese beiden Formen verwendet: Venus* und Iceberg*

Panna cotta Aufleger

  • 110 g Sahne
  • 10 g Zucker
  • ¼ Vanilleschote
  • 1 Bl. Gelatine

Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen. Iceberg-Form am besten schon mal auf ein Brett oder kleine Tablett legen, damit man sie besser transportieren kann, wenn sie befüllt ist. Sahne in einen kleinen Topf geben. Vanilleschote aufschlitzen und das Mark und die leere Schote in die Sahne legen. Zucker hinzufügen und alles kurz aufkochen lassen. Vom Herd nehmen und 1-2 Minuten ziehen lassen. Die Vanilleschote entfernen, die Gelatine in der Sahne auflösen. Die Panna cotta vorsichtig in die Iceberg Form gießen. Zunächst im Kühlschrank fest werden lassen, danach mit Folie abgedeckt für mindestens 3 Stunden oder besser über Nacht einfrieren.

Mandeldacquoise

  • 50 g ungeschälte, gemahlene Mandeln
  • 40 g Puderzucker
  • 60 g Eiweiß (ca. 2 Eier Gr. M)
  • 20 g Zucker
  • 15 g Mehl
  • 1-2 El. gehackte Mandeln
  • etw. Puderzucker

Den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Die gemahlenen Mandeln mit dem Puderzucker vermischen. Das Eiweiß mit dem Zucker zu Eischnee verschlagen. Die Mandelmischung und das Mehl darüber geben und locker unterheben. Den Teig etwa 1 cm dick auf das Backblech spritzen oder streichen. Mit den gehackten Mandeln bestreuen und leicht mit Puderzucker übersieben. Im Backofen 15-20 Minuten backen und anschließend abkühlen lassen. Ein Rechteck in der Größe 24cm x 9 cm ausschneiden.

Himbeermousse

  • 300 g Himbeerpüree, selbstgemacht oder fertig gekauft*
  • 50 g Zucker
  • 160 g weiße Kuvertüre, gehackt
  • 4 Blätter Gelatine
  • 230 g Schlagsahne 32-35%
  • 125 g frische Himbeeren

Die Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen. Das Himbeerpüree zusammen mit dem Zucker aufkochen und anschließend über die gehackte weiße Kuvertüre geben. Einen Moment stehen lassen. Dann umrühren und die eingeweichte Gelatine darin auflösen. Anschließend mit dem Stabmixer einmal aufemulgieren. Die Schüssel in den Kühlschrank stellen und von Zeit zu Zeit umrühren. Wenn die Creme beginnt zu gelieren (ca. 30 Grad), die Sahne cremig (nicht steif) schlagen und unterziehen.

Die Himbeermousse in die ‚Venus‘ Silikonform füllen. Einen ganz kleinen Rest zurückhalten. Die Himbeeren „kopfüber“ in der Mousse verteilen und die kleine Öffnung der Beeren mit der restlichen Creme vollspritzen. Das Mandeldacquoise Rechteck auf die Himbeerfüllung legen und sachte eindrücken. Jetzt sollte die Oberfläche möglichst plan abschließen. Alles mit Frischhaltefolie bedecken und zunächst im Kühlschrank fest werden lassen, anschließend über Nacht einfrieren.

Mirror glaze

  • 5 Blätter Gelatine
  • 125 g Glucosesirup*
  • 63 g Wasser
  • 125 g Zucker
  • 83 g gezuckerte Kondensmilch, z.B. „Milchmädchen“
  • 125 g weiße Kuvertüre
  • rote Lebensmittelfarbe (ich verwende Gelfarben)

Die  Gelatine in  eiskaltem Wasser einweichen. Glucosesirup, Wasser und Zucker in einem Kochtopf zum Kochen bringen ( gut 100 Grad). Dann den Topf von der Platte ziehen und unter Rühren zunächst die gesüßte Kondensmilch hinzufügen, dann die Gelatine darin auflösen lassen und sogleich die weiße Kuvertüre dazugeben. Eine Minute warten, dann wieder Rühren, bis keine Klümpchen von der Kuvertüre mehr vorhanden sind. Nun die Lebensmittelfarbe einrühren. Die Masse kann nun mit dem Stabmixer durchgemixt werden, dabei möglichst keine Luftblasen zu erzeugen! Die Glasur anschließend durch ein Sieb gießen, um sicher letzte Klümpchen zu entfernen. Die Oberfläche des Mirror Glaze mit Frischhaltefolie bedecken und bis zur Verwendung in den Kühlschrank stellen.

Fertigstellung

Die Mirror glaze über dem Wasserbad oder in der Microwelle auf ca. 40 Grad erhitzen bis sie wieder flüssig ist. Wenn sie dann auf 35 Grad heruntergekühlt ist, ist sie bereit zum Gießen. Dafür die ‚Venus‘ Form aus dem Gefrierschrank nehmen und die hartgefrorene Himbeermousse herauslösen. Zwei umgedrehte Gläser o. ä. auf eine Schale zum Auffangen der überschüssigen Glasur stellen. Die gefrorene Torte darauf stellen und mit der Glanzglasur übergießen. Darauf achten, dass keine Lücken entstehen. Kurz abtropfen lassen und dann vorsichtig mithilfe von z.B. zwei Paletten auf einen Teller legen.

Das Velvetspray laut Anleitung schütteln und ggf. erwärmen.  Danach die gefrorene Panna cotta vorsichtig aus der ‚Iceberg‘ Form lösen, auf ein mit Folie belegtes Tablett legen und mit dem weißen Velvetspray besprühen. (Tipp: Ich gehe dafür immer kurz nach draußen, aber eine andere gute Möglichkeit das Mobiliar vor einem weißen Überzug zu schützen, ist das Übersprühen des Objekts in der geöffneten Spülmaschine 😉 ) . Abschließend die weiße Schicht mit dem Perlglanzspray zum Glitzern bringen. Die gefrorene Panna cotta Schicht vorsichtig auf die rote Torte setzen und diese 2-3 Stunden auftauen lassen (im Kühlschrank etwas länger). Um die Torte im schönsten Glanz zu präsentieren, sollte sie am selben Tag serviert werden.

Mit Klick auf das Rezeptfoto gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF:

Uns hat die Torte köstlich geschmeckt. Jeder der probierte, schloss die Augen und sagte „Mmmmmh“! Na, wenn das nicht alles sagt!

Dazu noch die schlichte und doch extravagante Optik. Damit könnt ihr Weihnachten bestimmt punkten. Und, was ich auch immer wichtig finde, nach einem üppigen Festessen mag doch selbst ein Dessertverweigerer ein bisschen was fruchtiges, oder?

Bei uns hat es heute Nacht geschneit ❄️❄️❄️ .  Ich bin kein großer Schneefan, aber wenn ich so rausschaue, da wird mir dann doch ganz weihnachtlich. Ist doch eine schöne Zeit, diese Vorweihnachtszeit, nicht wahr?

Genießt den zweiten Adventssonntag und seid herzlich gegrüßt

Eure MaLu ♥♥♥

*Affiliatelink /Werbelink   Wenn ihr über diesen Link etwas bestellt, kostet es euch keinen Cent mehr. Ich jedoch bekomme einen kleinen Prozentsatz des Kaufpreises als Provision. Mit diesem Miniverdienst aus der Werbung kann ich einen kleinen Teil meiner Unkosten für den Blog decken oder in neue Formen o. ä. investieren. Vielen Dank für eure Unterstützung !

Festliche Karamell-Schokoladen Törtchen

Enthält Werbung – Gehört ihr zu denen, die ihr Weihnachtsmenü schon perfekt organisiert haben oder seid ihr noch in der Planung? So oder so, ich hätte da eine Dessertidee für euch, mit der ihr eure Lieblingsmenschen verwöhnen könnt 😉 . Karamell-Schokoladen Törtchen Ein Dessert ist schließlich immer der krönende Abschluss eines feinen Menüs. Und gerade diesem letzten Gang misst man nicht ohne Grund große Bedeutung bei, da er den Gästen am frischesten in Erinnerung bleibt. Wenn man, wie ich, einen Foodblog schreibt, setzt man sich ganz automatisch schon früher mit diesem Thema auseinander. Da wird hin und her überlegt, welche Zutaten, welche Aromen, welche Form. Bereite ich wieder eine Bûche de noël zu, wie im letzten Jahr oder doch lieber feine Törtchen? Oder einfach beides?! 😀

Karamell-Schokoladen Törtchen

Immer wenn ich bei Cardin Deko, meinem Lieblings Pâtisserieshop, stöbere kann ich mich kaum entscheiden. Dort bekommt man eine schier unendliche Auswahl an Back- und Silikonformen und alles was man für das Pâtisserie Handwerk so braucht. Ich glaube ich leide an einer (nicht?) seltenen Form von Backformsucht 😀 !  Immer interessantere Designs werden entwickelt, die mein Backherz höher schlagen lassen.
Karamell-Schokoladen Törtchen

Sind diese Formen nicht wunderschön? Sie erinnern an Flammen oder Zwiebeltürme, nicht wahr? Nicht umsonst heißen sie wohl „Russian Tale“*. –  Scherzkekse, wie meinen Chef, erinnerten sie allerdings eher an Loriots „Kosakenzipfel“! Ich kann ihm da allerdings nicht widersprechen 😀 😀 ! Ihr kennt den Sketch doch bestimmt, oder?Karamell-Schokoladen Törtchen Doch egal in welcher Form, wer sagt bei Karamellmousse mit Schokoladenkern dann noch Nein? Noch dazu wenn das Ganze auf Pekanbrownie und Mürbeteigkeks thront und so wunderbar glänzt, leuchtet und funkelt 😉 ! Ob als Dessert oder als Törtchen zum Kaffee, das bleibt euch überlassen.

Karamell-Schokoladen Törtchen

Zutaten für 5 Törtchen der Form Russian Tale*

Schokoladenkugeln für die Einlage

Verwendete Form: Mini Trüffel*

  • 80 g Schokolade/Kuvertüre 70%
  • 50 g flüssige Sahne
  • 100 g Schlagsahne
  • 1 El. Likör (Kakaolikör, Baileys …)

Schokolade/Kuvertüre fein hacken. 50 g Sahne kurz aufkochen und über die Schokolade gießen. Kurz warten, dann verrühren und den Likör hinzufügen. 100 g Sahne cremig schlagen und, wenn die Schokoladenmasse etwa 40-45 Grad hat, unterheben. Die Schokoladenmousse in 5 Vertiefungen der Silikonform gießen und mindestens 4 Stunden einfrieren. Die Menge ist reichlich für die kleinen Kügelchen! Reste einfach in ein Schälchen füllen und als Dessert vernaschen.

Pekanbrownieteig

  • 60 g Butter
  • 75 g Schokolade 70 %
  • 2 Eier Gr. M
  • 60 g Zucker
  • 1 El. Mehl
  • 1 Prise Salz
  • 25 g gehackte Pekannüsse

Den Backofen auf 180 Grad Ober-/ Unterhitze vorheizen. Eine Springform mit 18-20 cm Ø fetten. Butter und Schokolade vorsichtig schmelzen und wieder leicht abkühlen lassen. Eier mit dem Zucker und dem Salz schaumig rühren. Die Schoko-Buttermischung sachte einrühren. Das Mehl darüber sieben und zusammen mit den gehackten Pekannüssen mit einem Teigschaber unterrühren. Den Teig in die Form füllen und 18-20 Minuten backen. Abkühlen lassen und 5 Kreise von ca. 5 cm Ø ausstechen.

Karamellcreme

  • 90 g Zucker
  • 120 g Milch
  • 80 g Sahne
  • etwas echte Vanille
  • 4 Eigelbe
  • 20 g Zucker
  • 1-2 Prisen Fleur de Sel
  • 4 Blätter Gelatine
  • 200 g Schlagsahne 35 %

Die Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen. Den Zucker in einem Topf bei mittlerer Hitze karamellisieren lassen. Gleichzeitig Milch und Sahne mit der Vanille in einem zweiten Topf erhitzen und die Eier mit 20 g Zucker in einer Schüssel verschlagen. Wenn der Zucker eine goldbraune Farbe erreicht hat, den Topf von der Platte ziehen und unter stetigem Rühren die heiße Sahnemilch dazu gießen. Vorsicht, die Milch kocht hoch! Rühren bis der Karamell gelöst ist. Die heiße Karamellmilch unter Rühren in das verrührte Eigelb gießen. Durch ein Sieb zurück in den Topf geben und auf mittlerer Hitze und unter stetigem Rühren auf 82-85 Grad erhitzen. Die Creme dickt jetzt etwas ein. Sofort vom Herd nehmen und in eine Schüssel füllen. Die Gelatine darin auflösen, das Fleur de Sel hinzufügen und gut verrühren. Die Karamellcreme in den Kühlschrank stellen und immer hin und wieder umrühren. Wenn der Gelierzeitpunkt erreicht ist, die Sahne cremig schlagen und unterheben.

Aufbau

Etwa Zweidrittel der fünf Russian Tale Förmchen mit Karamellmousse befüllen. Die gefrorenen Schokoladenmousse Kugeln aus der Form nehmen und vorsichtig in die Karamellmousse legen(zum Teil ist es schwer das richtige Maß zu finden, dass die Förmchen ausreichend befüllt  sind, aber auch nicht überlaufen 😉 ). Ggf. noch etwas Karamellmousse nachfüllen  und mit jeweils einem Pekanbrowniescheibchen abschließen. Die Form mit Folie abdecken und über Nacht einfrieren.

– Je nach Wunsch können die Törtchen am nächsten Tag mit Mirror glaze oder mit Velvetspray überzogen werden –

 

Schoko Mirror glaze

  • 200 g Zucker
  • 70 g Wasser
  • 80 g Glucosesirup
  • 80 g Kakao
  • 190 g flüssige Sahne
  • 6 Blätter Gelatine

Gelatine einweichen. Zucker, Wasser und Glucosesirup in einem Topf auf gut 100 Grad aufkochen. Sahne und Kakao verrühren und in die Zuckermasse rühren. Die eingeweichte Gelatine darin auflösen und die Glasur in einem hohen Gefäß mit dem Stabmixer kurz aufemulgieren, ohne zu viel Luft einzuarbeiten. Die Oberfläche mit Folie bedecken und die Glasur über Nacht in den Kühlschrank stellen. – Diese Glasur hat einen schönen Glanz und bleibt relativ weich auf den Törtchen.

– Ich habe die fertigen Törtchen auf kleine Mürbeteigscheiben gesetzt. Da man nur 5 Stück braucht, ist der Teig natürlich reichlich und der restliche Teig kann dann eingefroren, als Tarte oder als Plätzchen verbacken werden. – Wer wenig Zeit hat oder sich die Mühe nicht machen möchte, nimmt alternativ fertige Kekse 😉 –

 

Mürbeteigplättchen

  • 90 g Butter
  • 60 g Puderzucker
  • 25 g gemahlene Mandeln
  • 1 Prise Salz
  • 30 g verquirltes Ei
  • 150 g Mehl

Butter und Puderzucker verrühren. Die gemahlenen Mandeln und das verquirlte Ei kurz einrühren. Dann das Mehl und das Salz unterkneten. Den Teig in Frischhaltefolie verpackt für 1 Stunde in den Kühlschrank legen. -Nach der Kühlzeit den Backofen auf 170 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen, den Teig 3-4 mm dick ausrollen und Kreise von ca. 5-6 cm Ø ausstechen. 10-15 Minuten backen.

Fertigstellung

Die Schoko Mirror glaze über dem Wasserbad auf ca. 40 Grad erwärmen bis sie sich wieder verflüssigt. Wenn sie auf 35 Grad heruntergekühlt ist, ist sie bereit zum Gießen. Dann die Törtchen aus der Form lösen (ich habe immer nur ein oder zwei zur Zeit herausgenommen), auf ein Rost platzieren, das über einer Schale steht, und mit der Glanzglasur überziehen. Einen kurzen Moment abtropfen lassen. Vorsichtig, unter Zuhilfenahme einer kleinen Palette und eines Schaschlikspießes oder Zahnstocher, auf einen der Mürbeteigkekse stellen. Mit etwas Blattgold* verzieren. Die Törtchen müssen nun 2-3 Stunden auftauen. Sie halten sich gut abgedeckt bis zum nächsten Tag im Kühlschrank.Statt mit Glanzglasur können die Törtchen auch mit z. B. rotem Velvetspray* überzogen werden. Das geht natürlich deutlich schneller 😉 .

Mit Klick auf das Rezeptfoto gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF:

Karamell-Schokoladen Törtchen Rezept PDF

 

Karamell-Schokoladen Törtchen

Ich weiß, das Rezept ist lang und enthält einiges an Arbeitsschritten. Doch wer sich z. B. nicht an Mirror glaze wagt, der helfe sich mit Velvetspray. Da geht’s blitzschnell und die Törtchen sind chic verziert. Wie ich oben im Rezept schon schrieb, könnte man auch fertige Kekse verwenden, auf die man die Törtchen stellt. Noch einen Arbeitsschritt gespart.
Karamell-Schokoladen Törtchen

Silikonformen, wie z. B. die Russian Tale Form, machen es einem nämlich auch leicht. Sie sind total gut zu handhaben und können nach Gebrauch sogar problemlos in der Spülmaschine gereinigt werden. Schaut euch mal im Onlineshop von Cardin Deko um, denn dort gibt es zahlreiches Handwerkzeug für den Hobby- und Berufspâtissier.Karamell-Schokoladen Törtchen

So, meine Probe für ein Weihnachtsdessert lief ja schon mal bestens 🙂 ! Mein lieber Ehemann, der ‚Chocoholic‘, wird mit Schokolade beglückt und dass ich ein Karamell Fan bin, ist ja inzwischen ein offenes Geheimnis. Somit dürfte dies ein perfektes Törtchen sein.Karamell-Schokoladen Törtchen

Nun wünsche ich euch allen einen gemütlichen 1. Adventssonntag, ihr Lieben ❤

Herzliche Grüße

Eure MaLu ♥♥♥

 

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