Kirsch-Bananen Törtchen in Dekorbiskuit

Neben meinem Schreibtisch hängt ein Kalender mit Törtchenmotiven. Jetzt sagt ihr euch sicher: Wie sollte es auch anders sein! Diese Backverrückte muss sich natürlich auch noch Rezepte an die Wand hängen! 😀kiba-to%cc%88rtchen-2Ja, ihr habt recht! 😀 Aber ich liebe Inspiration und dieser Kalender von Törtchen Törtchen aus Köln, der Pâtisserie von Matthias Ludwigs, den wir alle aus „Das große Backen“ und anderen TV Produktionen kennen, liefert reichlich davon. Überhaupt waren die Bücher von M. Ludwigs, die ersten dieser Art, die in mein inzwischen brechend volles Bücherregal einzogen. Erste Törtchenrezepte auf diesem Blog habe ich nach seinen Rezepten nachgebacken. Und als meine fleißige Bloggerkollegin Mari zu ihrem Geburtstag auch noch so tolle Törtchen zubereitete klick , war ich endgültig angesteckt.kiba-to%cc%88rtchen-1

Auch für dieses Kirsch-Bananentörtchen habe ich mir Inspiration von Matthias Ludwigs geholt. Irgendwann, habe ich mir vorgenommen, werde ich noch einmal einen Pâtisseriekurs bei Törtchen Törtchen in Köln belegen und den Meister vielleicht persönlich kennen lernen.

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Ich mag die Kombination Kirsch-Banane total gern. Ihr kennt sicher auch alle  Kiba Saft. Den bestelle ich mir gern mal statt Dessert oder wenn wir ins Kino gehen.  Heute serviere ich euch die Kombi mal in Törtchenform, eingekleidet in einen Dekorbiskuit im Streifenlook. Gefüllt sind die Törtchen mit zwei Joghurtmousses aus Kirschen und Bananen, mit einem Kirschfruchtspiegel obenauf.

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Kirsch-Bananen Törtchen

Für 6 Dessertringe* mit 7 cm Ø

Rote Strukturmasse

  • 60 g geschmolzene Butter
  • 60 g Puderzucker
  • 2 Eiweiß Gr. M
  • 50 g Mehl
  • rote Lebensmittelfarbe (ich habe Gelfarbe von Wilton benutzt)

Butter und Puderzucker gut verrühren. Das (ungeschlagene) Eiweiß hinzugeben und ebenfalls unterrühren. Das Mehl einmelieren und Lebensmittelfarbe in gewünschter Farbe hinzufügen.

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Den Teig mit einer großen Palette oder einer Teigkarte 1-2 mm gleichmäßig dünn auf eine 30×40 cm Silikonmatte* streichen (Backpapier geht auch). Mit einem Zahnspachtel* (gibt’s günstig im Baumarkt 😉 )  diagonal durch die farbige Masse streichen, so dass ein Streifenmuster entsteht. Die Silikonmatte/ das Backpapier auf einer Platte liegend für mindestens ½ Stunde in den Gefrierschrank legen, damit das Muster später nicht durch den Biskuitteig verschmiert. In der Zwischenzeit den Biskuit zubereiten.

Biskuit

  • 3 Eiweiß Gr.L
  • 40 g Zucker
  • 60 g gemahlene Mandeln
  • 40 g Puderzucker
  • 1 Ei Gr. L
  • 2 Eigelb Gr. L
  • 70 g Mehl
  • 20 g flüssige Butter

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Die Butter in einem kleinen Topf schmelzen und beiseite stellen. Das Eiweiß und den Zucker steif schlagen und kurz zur Seite stellen. Gemahlene Mandeln, Puderzucker, das Ei und die Eigelbe in einer Schüssel mit dem Mixgerät sehr hell und schaumig schlagen. Danach ein Drittel des Eischnees unterheben. Sind die Massen angeglichen, den restlichen Eischnee dazugeben und das Mehl darüber sieben. Alles vorsichtig, aber sorgfältig unterheben. Anschließend 1-2 El. des Teiges zu der geschmolzenen Butter geben und verrühren. Diese Masse dann zum Teig geben und einarbeiten.

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Die Silikonmatte mit der gefrorenen Strukturmasse aus dem Eisschrank holen, auf ein Backblech legen und den Biskuitteig mit einer Palette oder Teigkarte zügig und gleichmäßig dick darauf verstreichen. Im heißen Backofen ca. 10-15 Minuten backen (habt ein Auge darauf!). Anschließend auf ein Backpapier stürzen und die Folie abziehen. Den Teig abkühlen lassen und dann in Streifen von 4 x 21 cm schneiden (geht gut mit großem Lineal und einem Pizzarollschneider). Aus dem restlichen Teig Kreise mit ca. 5 cm Ø ausstechen.

  • etwas Bananennektar zum Tränken

Die Dessertringe auf eine Platte stellen und möglichst mit Tortenrandfolie oder Backpapier auskleiden, das oben etwas übersteht. Die Teigstreifen mit dem Streifenmuster nach außen in die Ringe einpassen. Darauf achten, dass die Schnittenden dicht abschließen, damit keine Creme hinausläuft. Je einen kleinen Teigkreis als Boden einlegen. Den Biskuit mit einem Pinsel leicht mit Bananensaft tränken.

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Kirschmousse

  • 120 g Sauerkirschpüree
  • 40 g Zucker
  • 60 g Joghurt 10%
  • 2½ Blätter Gelatine
  • 125 g Schlagsahne
  • 40 g Kirschen  (frisch, Glas oder TK)

Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen. Für das Sauerkirschpüree gefrorene, frische oder Kirschen aus dem Glas pürieren und durch ein Sieb streichen. Kirschpüree abwiegen und zusammen mit dem Zucker in einem kleinen Topf leicht erhitzen. Die Gelatine darin auflösen, alles zum Joghurt geben und verrühren. Die Sahne cremig schlagen. Wenn die Kirschmasse höchstens handwarm ist, ein Drittel der Schlagsahne hineingeben und angleichen. Danach die restliche Schlagsahne unterziehen. Einige Kirschen je nach Größe halbieren oder vierteln und unter die Mousse heben. Die Kirschmousse in die vorbereiteten Törtchen füllen und diese in den Gefrierschrank stellen, während die Bananenmousse hergestellt wird.

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Bananenmousse

  • 150 g reife Banane  (ca. 1½ Bananen)
  • Saft ½ Zitrone
  • 125 g Joghurt 10%
  • 2½ Blätter Gelatine
  • 80 g weiße Kuvertüre
  • 20 g Zucker
  • 220 g Schlagsahne

Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen. Die Kuvertüre fein hacken. Bananen mit dem Zitronensaft mit einem Stabmixer fein pürieren. Bananenmasse in einem Topf erhitzen und die Gelatine darin auflösen. Alles über die gehackte Kuvertüre geben, einen Moment stehen lassen und dann verrühren. Die Schlagsahne mit dem Zucker cremig schlagen. Wenn die Bananenmasse höchstens handwarm ist, ein Drittel der Schlagsahne hineingeben und angleichen. Danach die restliche Sahne unterheben. Die Bananenmousse auf die Törtchen verteilen und diese anschließend in den Kühlschrank stellen. Wenn die Törtchen fest geworden sind den Guss zubereiten.

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Guss 

  • 150 g Kirschpüree (oder -saft)
  • 20 g Zucker
  • 2 Blätter rote o. weiße Gelatine

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Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen. Kirschpüree mit dem Zucker erhitzen und die Gelatine darin auflösen. Auf Zimmertemperatur abkühlen lassen und dann auf die Törtchen verteilen. Die Törtchen anschließend wieder kaltstellen. Vor dem Servieren mit Schlagsahne und Schokoladenelement, sowie etwas Goldflitter dekorieren.

Mit Klick auf das Rezeptfoto  gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF:

*MaLu's-PDF-Rezept

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Beim Dekorbiskuit hat sogar mein Mann mit Hand angelegt! Er ist berufsbedingt nämlich in der Lage freihändig supergerade Striche zu zeichnen. Ich mag ja ganz passabel zeichnen können, aber gerade Striche? Nee! Blumen, Früchte, natürliche und runde Formen. Kein Problem! Aber grafische Formen? Keine Chance! Mein Zeichenlehrer nannte mich immer die „Briefmarkenzeichnerin“, weil ich immer alles bis ins winzigste Detail male! Aber bitte keine geraden Striche! 😀

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Nun werden die Streifen im Biskuit ja nicht gezeichnet, sondern sie entstehen dadurch, dass man mit einem Zahnspachtel durch die Dekormasse zieht. Aber das dann doch bitte gerade!! Beim ersten „Streich“ habe ich mich ja noch getraut, aber da der Spachtel ja schmaler als die Matte ist, musste dies noch zwei Mal wiederholt werden. (Ihr seht es oben auf den Schritt für Schritt Fotos). Dabei sollte der Anschluss möglichst passend gezogen werden. Jetzt kam der Einsatz meines Mannes!! 😀 Beherzt und selbstbewusst legte er ohne zu zögern los! Hat er es toll hinbekommen, oder? 

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Es hat seinen Grund, dass ich hier nur ein Törtchen zeige, denn die restlichen wanderten sogleich in den Gefrierschrank, um sie zu meinem morgigen Geburtstag  zusammen mit Mousse au chocolat Törtchen  und einer Charlotte Exotic auf den Tisch zu bringen. Gute Planung ist eben alles 😉 !

Habt ein wundervolles Wochenende!

Liebste Grüße

Eure MaLu ♥♥♥

 

 

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Törtchen mit weißer Schokomousse und Früchten

Eine meiner Lieblingsbeschäftigung ist das Stöbern in meinen Back- und Kochbüchern. Und glaubt mir, da habe ich reichlich Auswahl!!

Die Törtchen, die ich heute für euch gebacken habe, sind aus dem Buch SCHOKOLADE – Die Kochschule von Frédéric Bau, ein Buch aus dem reichlich Post-its hervor blitzen, die auf Rezepte hinweisen, die gern mal nachbacken würde. Vielleicht sollte ich meinen Chef mal nach Sonderurlaub zum Backen fragen 😀 ?

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Diese süßen Törtchen reizten mich besonders, weil sie  A: Dunklen Kakao B: Weiße Schokolade und C: Früchte enthalten. Das kann doch eigentlich nur gut schmecken, oder?

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Noch besser ist, dass sie gar nicht kompliziert und schnell gebacken sind. Einfach nur Schokostreusel herstellen – backen – weiße Schokomousse zubereiten – kaltstellen – und kurz vor dem Servieren mit Früchten belegen – Fertig!

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Dem Rezept nach sollten sie mit Koriander garniert werden, den ich leider nicht bekommen habe. Hier musste mein Zitronenthymian herhalten, der sich dann glücklicherweise als adäquater Begleiter erwies.

Habt ihr Lust bekommen? Na dann zeig ich euch mal wie’s geht:

Kakaostreusel:

  • 75 g gem. Mandeln
  • 75 g Mehl
  • 10 g dkl. Kakao
  • 75 g brauner Zucker
  • 1 -2 g Fleur de Sel (im Rezept standen 3 g. Das war mir zu viel)
  • 75 g Butter

Die trockenen Zutaten in einer großen Schüssel vermengen,die in Würfel geschnittene Butter hinzufügen und alle Zutaten mit den Händen so lange verreiben bis eine schöne Steuselmasse entstanden ist, die in etwa so aussehen sollte:

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Jetzt stellt ihr die Schüssel für eine halbe Stunde in den Gefrierschrank. In der Zwischenzeit bereitet ihr ein Backblech mit einer Lage Backpapier vor und buttert 6-7 Dessertringe leicht aus und stellt sie darauf. Der Backofen wird auf 170 Grad aufgeheizt.  Nach der Kühlzeit verteilt ihr die Streuselmasse in den Ringen und backt sie für ca. 20 Minuten. Im Buch stand 10 – 15 Minuten. Das war für meinen Ofen zu kurz. Habt also ein Auge drauf!

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Bei mir kam es so hin, dass ich 7 Dessertringe mit 6 cm Durchmesser füllen konnte. Dadurch hatte ich einen Extrakuchen übrig, aus dem ich kein Törtchen machte, sondern den ich später zum Garnieren benutzen konnte.

Während die Schokostreusel auskühlen (die Ringe drumherum lassen!), könnt ihr die weiße Mousse zubereiten.

Weiße Schokoladenmousse:

  • 3 g Gelatine ( das waren bei mir 2 Blätter)
  • 150 g weiße Schokolade
  • 90 ml Vollmilch
  • 160 g Sahne
  • Fruchtmark einer Maracuja

Die Gelatine 5 – 10 Minuten in sehr kaltem Wasser einweichen. Die weiße Schokoladen fein hacken und im Wasserbad schmelzen. Die Milch aufkochen, vom Herd ziehen und die Gelatine einrühren. Nun ein Drittel der heißen Milch unter ständigem Rühren mit einem Teigschaber unter die geschmolzene Schokolade rühren, dann wieder ein Drittel unterrühren und dann mit dem Rest glattrühren.

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Jetzt muss die Schokoladenmasse auf ca. 30 Grad abkühlen! Das Maracujafruchtfleisch durch ein Sieb streichen. Erst wenn die Schokolade heruntergekühlt ist, schlagt ihr die Sahne cremig und hebt sie zusammen mit dem Maracujasaft vorsichtig in drei Portionen mit einem Schneebesen unter die Schokoladenmasse.

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Die Schokomousse sogleich auf die 6 Streuselböden geben und abgedeckt für mindestens 2 Stunden in den Kühlschrank stellen.

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Kurz vorm Servieren werden die Törtchen vorsichtig aus den Formen gelöst. Schneidet ihr die Ananas und die Mango in kleine Würfelchen. Den einen übrig gebliebenen Streuselboden zerkrümeln. Die Törtchen mit den Früchten und den Streuseln garnieren und mit Koriander oder Zitronenthymian bestreuen.

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Knuspriger Schokostreuselboden mit einer zarten Mousse, die kräftig nach weißer Schokolade schmeckt. Die Früchte geben die Frische und die Kräuter den feinen Akzent.

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Tja, und da ich leider keinen Sonderurlaub zum Backen habe, muss ich wohl oder übel morgen wieder ins Büro. Aber vorher genießen wir alle noch einmal den schönen restlichen Sonntag – hoffentlich mit leckerem Kuchen!

Macht es euch schön!

Liebste Grüße

Eure MaLu ♥♥♥

Sanddorn-Kokos-Törtchen

Jetzt im Winter, in der Erkältungszeit brauchen wir doch alle Vitamine. Und da ich, als verantwortungsvolle Bloggerin, doch immer um eure Gesundheit bemüht bin, habe ich ein Törtchenrezept ausgewählt, das euch diese Extraportion Vitamin C  liefert. Gesunde Törtchen???  Najaa….irgendwie muss man die Lust auf Kuchen doch rechtfertigen, oder ? 😉

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Und Sanddornsaft ist nachweislich sehr gesund! – Also! Sag ich doch!

Mit diesen Törtchen führe ich meine Nachbackserie aus dem Buch Törtchen und Tartelettes von Matthias Ludwigs fort. Hier könnt ihr mehr über das Buch erfahren klick.

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Ich habe schon drei andere Rezepte daraus gebacken. Die Waldfrucht-Schokoladen-Tarte Limetten-Basilikum-Tartelettes und die Aprikosen-Pistazientorte. Alle sind mir, dank der ausgezeichneten Anleitung des Autoren, ohne größere Probleme gelungen.

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Diese hübschen Sanddorn-Kokos-Törtchen, sind zur Hälfte umhüllt mit einem Schokobiskuit, haben ein Herz aus Kokoscreme und bestehen zum größten Teil aus einer sehr leckeren Sanddornmousse.  Der Aufbau so eines Törtchens macht allerdings Dessertringe nötig. Diese musste ich erst einmal anschaffen, was aber kein Problem war KLICK*.Es gibt sie mittlerweile schon im Supermarkt oder beim Kaffeeröster ;-). Den Einsatz einer kleinen Silikonform für den Kokoskern kennt ihr bereits von meinen Heidelbeertörtchen. Ich finde, es lohnt sich diese Formen anzuschaffen KLICK*.

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Letztes Jahr waren mein Mann und ich ein paar Tage auf der schönen Insel Rügen. Wer einmal dort war, kann nicht anders, als über Sanddorn und dessen Produkten in all seinen Variationen, zu stolpern. Er wächst dort auf dem sandigen Ostseestrandboden der Sonneninsel und ist unglaublich Vitamin C  haltig. Wir haben uns dort einige Flaschen Direktsaft mitgenommen, der in diesem Rezept nun zum Einsatz kommt. Den Rest der angebrochenen Flasche haben wir als leckeren heißen Punsch mit Zimt getrunken. Seehr zu empfehlen – gerade jetzt im Winter!

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Ich habe nur das halbe Rezept vom Original, also 5 Törtchen zubereitet. Die Mengenangaben sind im folgenden Rezept danach ausgerichtet.

Zunächst wird die Kokoscreme zubereitet, denn sie muss erst noch eingefroren werden.

  • 90 ml Kokosmilch
  • 1,5  Blätter Gelatine
  • 30 g gesüßte Kokoscreme
  • 1 El weißen Rum

Ich muss allerdings sagen, dass ich keine gesüßte Kokoscreme bekommen habe und deshalb einfach 120 ml Kokosmilch mit 1-2 El. Zucker gesüßt, verwendet habe. Ging auch, dennoch würde ich  es beim nächsten Mal mit Kokoscreme zubereiten, diese ist etwas reichhaltiger und ‚runder‘ im Geschmack.

Die Gelatine 5 Minuten in sehr kaltem Wasser einweichen. Ein Drittel der Kokosmilch wird erhitzt und darin wird die eingeweichte Gelatine aufgelöst. Diese Masse dann unter die restliche Kokosmilch rühren und in kleine Silikonformen o. ä.  mit einem Durchmesser von ca. 4 cm füllen. Meine Förmchen waren wohl etwas kleiner als die von Herrn Ludwigs, daher habe ich mit der Menge 6 Stück füllen können. Diese mindestens 4 Std. einfrieren.

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Danach backt man einen Schokoladenbiskuit. Den Backofen auf 180 Grad Umluft vorheizen.

  • 3 Eiweiß (ein Eigelb davon wird später noch für die Creme benötigt!)
  • 45 g Zucker
  • 70 g gemahlene Mandeln
  • 70 g Puderzucker
  • 2 Eier Gr. M
  • 55 g. Mehl
  • 20 g Kakao
  • 25 g flüssige Butter

Die 3 Eiweiße mit dem Zucker steif schlagen und beiseite stellen. Dann Mandeln, Puderzucker und die 2 Eier schlagen bis die Masse hell und luftig ist.  Unter diese Mandelmasse wird ein Drittel des Eischnees gerührt, der Rest obendrauf gegeben und darüber das Mehl und der Kakao gesiebt. Alles vorsichtig unterheben. Die flüssige Butter mit einem El. der Masse verrühren und ebenfalls unter den Teig ziehen.Den Teig auf ein mit Backpapier belegtes Blech streichen und bei 180 Grad Umluft 8-12 Minuten backen. Der Teig soll wattig sein, nicht trocken.Backpapier abziehen und abkühlen lassen.

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Wenn die Kokoscreme durchgefroren ist geht’s weiter. Jetzt kommt die Bastelstunde :-D.

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Aus dem Biskuit werden nun Streifen geschnitten, die genau zur Hälfte in die Dessertringe gelegt werden. Meine Ringe haben einen Durchmesser von 7.5 cm. Ich habe also 5 Streifen in der Größe 12  x 4 cm geschnitten. Das geht sehr gut mit einem Pizzaschneider. Zusätzlich habe ich  5 Halbmonde ausgestochen. Ich hatte noch einen alten Keksausstecher. Hier muss ich einfügen, dass ich probieren werde den Aufbau des Törtchens beim nächsten Mal anders zu machen.  Diesmal habe ich, laut Anleitung, den Streifen längs in die Form gelegt und den ausgestochenen Mond passgenau daran gelegt. Was mir dabei hinterher nicht gefiel war, dass dann doch etwas von der Sanddorncreme zwischen die Nahtstellen gelaufen war. Nächstes Mal werde ich einen Halbkreis aus Bisquit unten in den Ring legen und den Teigstreifen darauf. Man wird sehen ob’s dann besser wird. – Zusätzlich werden, für den späteren Boden, Quadrate in der Größte der Dessertringe ausgeschnitten. Das geht gut mit einer sauberen Schere.

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Wie ihr seht, hatte ich genug Teig für 6 Törtchen. Später stellte sich aber heraus, dass die Menge der Sanddornmousse nur für 5 Törtchen reichte. Meine Ringe sind aber auch etwas größer, als die die im Rezept angegeben waren.

Zutaten für die Sanddornmousse:

  • 75 ml Sanddornsaft (ich habe Direktsaft verwendet, da er schön kräftig ist)
  • 2 Blatt Gelatine
  • 1 El Honig
  • 1 Eigelb
  • 30 g Zucker
  • 150 ml Schlagsahne

Gelatine in sehr kaltem Wasser 5 Minuten einweichen. Sahne cremig schlagen und kaltstellen. Einen Teil des Sanddornsaftes mit dem Honig in einem kleinen Topf erhitzen und die ausgedrückte Gelatine darin auflösen. Dann den restlichen Saft hinzugeben.  Eigelb und Zucker über einem Wasserbad erwärmen, vom Herd nehmen und dann hellschaumig schlagen. Diese Eimasse, sowie die Schlagsahne unter die Sanddorncreme heben und die Dessertringe zur Häfte damit füllen. Jetzt legt ihr je eines der gefrorenen Kokosteilchen vorsichtig in die Mitte der Förmchen und füllt mit Sanddorncreme bis knapp zum Rand des Schokoteigstreifens auf. Jetzt nur noch die zurechtgeschnittenen Teigquadrate darauf platzieren und wieder geht’s für mindestens 4 Stunden in den Tiefkühlschrank.

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Den überzähligen Schokobiskuit naschte ich dann so zwischendurch weg. Er schmeckt wirklich auch pur lecker!  Schließlich musste ich ja noch warten, bis die kleinen Kunstwerke aus ihren Ringen befreit werden konnten. Bei mir dauerte das Warten bis zum nächsten Tag. – Ich war gespannt!

Und so sahen sie dann aus:IMG_2925_bearbeitet-1

Nicht perfekt, aber mit etwas Deko, kein Problem 😉

Für die Deko habe ich 100 g Zucker unter Zugabe von 2 El Wasser karamellisieren lassen. Währenddessen habe ich 3 El gehackte Mandeln in einer Pfanne leicht angeröstet und, als der Zucker sich golden färbte, ins Karamell gegeben. Diesen Mandelkaramell habe ich auf eine Silikonmatte gegossen, blitzschnell mit Backpapier bedeckt und mit einem Nudelholz flachgerollt. Man muss wirklich schnell sein, weil der Karamell schnell hart wird.

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Anschließend mit dem Messer zerschneiden oder einfach in Stücke brechen. Vorsicht!! Sehr, sehr lecker! Nicht alles aufnaschen 😀 , sondern die Törtchen mit einer Physalis und dem Karamell dekorieren. Dann sieht man die kleinen Schwachstellen gar nicht mehr 😉

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Die Kombination aus leichtem Schokobiskuit und dem charakteristischem Geschmack des Sanddorns ist wirklich exquisit.

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Tja, und so lecker kann etwas Gesundes aussehen 😉

Ich wünsch‘ euch was 🙂

Liebste Grüße

Eure MaLu ♥♥♥

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