Rustikale Apfeltarte mit Pistazien – Backen in der Winterzeit {Rezension}

Nach der eher aufwändigen Matcha-Limetten Torte aus der letzten Woche, wird es heute richtig gemütlich hier 😉 . Kommt, wir machen eine  Kerze an, kochen uns einen leckeren Tee, vielleicht noch etwas gute Musik und dazu ein wunderbares Backbuch. Und anschließend gehts ab in die Backstube, denn heute backen wir einen Apfelkuchen ❤ !Rustikale Apfeltarte mit PistazienDas Rezept für diese Apfeltarte (die eigentlich eine Birnentarte sein sollte 😉 ) habe ich aus dem wunderschönen Buch Backen in der Winterzeit von Theresa Baumgärtner. Es ist brandneu herausgekommen und bereits das vierte Buch der bekannten Foodbloggerin und Fernsehköchin. Vor vier Wochen durfte ich bei der Buchpremiere in Hamburg dabei sein und konnte dort bereits einige Leckereien aus dem Buch verkosten. Theresas Rezepte kenne ich bereits aus meinen ersten Bloganfängen. Erinnert ihr euch an die Shortbread Rezepte? Die waren aus Theresas erstem Buch, das sie mit ihrer Mutter Lucia zusammen herausgebracht hat. Damals entstand ein erster zaghafter Kontakt. Dann, vor zwei Jahren, konnte ich Theresa in ihrer Wahlheimat Luxemburg persönlich kennenlernen. Wir trafen uns auf einen Kaffee mitten in der lebhaften und hübschen Stadt, wo wir fröhlich plauderten und sie uns mit tollen Tipps über Luxemburg versorgte. Ihre Hochzeit stand damals kurz bevor und aufgeregt zeigte sie mir ihre Vorbereitungen für die Blumendekoration. Alles selbstgemacht! Überhaupt, diese junge Frau ist ein Multitalent! Kochen, Backen, Dekorieren, Bloggen, Fernseh- und Backvorführungen auf Messen, das alles meistert sie noch neben Familie und kleinem Sohn!

Buchpremiere "Backen in der Winterzeit" von Theresa Baumgärtner

Hier seht ihr ein paar Impressionen von dem gelungenen Pemierenabend ❤ . Der Brandstätter Verlag und Theresa haben es geschafft, mitten im Oktober Weihnachtsatmosphäre zu zaubern. Leckere Zwiebeltarte mit Ziegenkäse, Apfeltarte und Carrot Cake, alles Rezepte aus Theresas Buch, wurden verkostet. Wunderschön gestaltete natürliche Gestecke und Kerzen zauberten eine gemütliche Atmosphäre. Man fühlte sich wie auf einer Familienfeier 🙂 . Theresas sympathischer Mann, ihr süßer kleiner Sohn und ihre Eltern, alle waren dabei! Theresa war aufgeregt und begrüßte uns alle aufs herzlichste. Sie und ihre Mutter erzählten dann wie das Buch entstanden ist, wie wichtig die Familie, der Genuss und gute, natürliche Zutaten für sie sind. Man wurde von ihrer Leidenschaft förmlich mitgerissen!  Auch Marina Jerkovic, die Fotografin der stimmungsvollen Fotos, durften wir kennenlernen und kleinen Anekdoten vom Entstehen einiger Fotos lauschen. So ein Backbuch herauszugeben ist ganz schon aufregend 😀 !Rezension "Backen in der Winterzeit" von Theresa BaumgärtnerZu Hause angekommen habe ich das Buch dann in Ruhe durchgeblättert. Auffallend schön, der hochwertige rote Leineneinband mit Lesebändchen mit dem zarten Kranz auf dem Titel, den Theresa ebenfalls selbst gestaltet hat. Der Inhalt ist in vier Abschnitte gegliedert: LAND – inspiriert vom Alten Land, Theresas Heimat, KÜSTE – die Normandie, zu der die Autorin eine enge Freundschaft pflegt, BERGE – hier wird Weihnachten in der Tiroler Winterlandschaft gefeiert und STADT – stimmungsvolle Bilder aus Stockholm. Eine winterliche (nicht nur weihnachtliche!) Backreise mit rund 80 Rezepten aus natürlichen, möglichst regionalen, Zutaten, wie Dinkelmehl, Honig, Rohrzucker, Nüsse und Früchte der Saison. Und immer steht der Genuss im Vordergrund! Ein stimmungsvolles Foto auf der einen und das Rezept auf der anderen Seite, aber auch zauberhafte Fotos der jeweiligen Gegend, aus der die Rezepte stammen. So finden sich sowohl typisch deutsche Rezepte, wie z. B. Apfelkuchen mit Altländer Herbstprinz Äpfeln oder Pastinakentörtchen, als auch Original französische Madeleines und Haselnuss Financiers, Tiroler Nussmuffins und eine Weihnachtstorte, sowie schwedische Zimt-Cardamom Buns, rosa Törtchen und Fröknäcke. Die Auswahl der Rezepte ist vielfältig, klassisch, nicht unbedingt neu und doch mitreißend, appetitlich und absolut nachbackenswert!  Am Anfang des Buches werden alle verwendeten Zutaten noch einmal detailiert besprochen und zu fast allen Rezepten gibt’s einen kleinen Tipp der Autorin. Besonders schön finde ich die kleinen Geschichten in jedem Kapitel und die persönlichen Fotos von Theresa und ihrer Familie.  Es ist ein echtes Wohlfühlbuch, in dem man auch gern blättert, wenn man nicht unbedingt ein Rezept sucht, sondern einfach nur eine schöne Stimmung.Rezension "Backen in der Winterzeit" von Theresa Baumgärtner

Doch nun geht es, wie versprochen, an’s Backen 🙂 . Eigentlich ist diese Apfeltarte ja eine Birnentarte 😉 , ihr habt es vielleicht oben schon auf einem Foto bemerkt. Da ich aber kein soo großer Birnenfan bin und sie auch nicht so gut vertrage, habe ich mich für Äpfel entschieden. Ganz nach Theresas Motto: Cox Orange Äpfel direkt aus unserem Garten. ❤  Tatsächlich habe ich die Tarte bereits zum zweiten Mal gebacken. Beim ersten Backen habe ich die kleinen roten Äpfelchen, die ihr auf den Fotos als Deko seht verwendet. Sie stammen von unserem wirklich uraltem Apfelbaum mit Namen „Purpurroter Cousinot“, den schon meine Oma oder Uroma gepflanzt hat.

Rustikale Apfeltarte mit PistazienAllerdings muss ich sagen, dass ein Cox Orange doch noch aromatischer ist. Außerdem hatte ich für die Glasur Lavendelhonig verwendet, der mir im Nachhinein zu intensiv schmeckte. Auch die Backzeit habe ich beim zweiten Anlauf angepasst. Ich backe nicht sehr gern mit Umluft, weswegen die Pistazien ihr schönes Grün verloren hatten, was ich sehr schade fand. Nun, bei dieser zweiten Tarte gelang alles nach Wunsch 🙂 .

Rustikale Apfeltarte mit Pistazien

Der Mürbeteig war herrlich knusprig, die Pistazien-Mandelfüllung saftig und Äpfel, Honig und Pistazien herrlich aromatisch ❤ .

Rustikale Apfeltarte mit Pistazien

Apfeltarte mit Pistazien 

Zutaten für eine Tarteform* 11×35 cm mit Hebeboden

Teig

  • 100 g weiche Butter
  • 60 g Rohrohrzucker
  • 1 Prise Meersalz
  • 60 g gemahlene, geschälte Mandeln
  • 3 El mildes Olivenöl
  • 140 g Dinkelmehl, Type 630

Die Tarteform gut einfetten. Butter und Zucker mit dem Rührgerät cremig aufschlagen. Das Salz und die gemahlenen Mandeln,sowie das Olivenöl unterrühren. Nach und nach das Dinkelmehl dazugeben. Der Teig ist relativ weich und kann am einfachsten mit einem breiten Löffel oder mit den Händen in die Tarteform gedrückt werden. Dabei einen schönen Rand formen und die Tarte anschließend mit Frischhaltefolie abgedeckt für ca. 10-15 Minuten in den Gefrierschrank stellen.  – In der Zeit den Backofen auf 175 Grad Ober-/ Unterhitze vorheizen. – Den gekühlten, festen Teig nun 15 Minuten im heißen Ofen vorbacken.

Belag

  • 60 g weiche Butter
  • 60 g Rohrohrzucker
  • 1 Ei Gr. L
  • 30 g grüne Pistazienkerne, gemahlen
  • 30 g gemahlene Mandeln
  • 2 gehäufte Teel.  Dinkelmehl
  • 3 Äpfel (ich habe Cox Orange verwendet)

Pistazienkerne mahlen. Butter und Zucker schaumig aufschlagen. Das Ei hinzufügen und unterrühren. Nun die gemahlenen Pistazien und Mandeln, sowie das Mehl dazugeben und zu einer cremigen Masse verrühren. Diese Nussmasse auf der vorgebackenen Tarte verteilen. Die (nicht zu großen) Äpfel schälen, halbieren und das Kerngehäuse entfernen (klappt gut mit einem Kugelausstecher* für Melonen). Die Oberfläche leicht einritzen.  Die Apfelhälften auf die Nusscreme setzen und die Tarte  25-30 Minuten bei 175 Grad Ober-/Unterhitze backen.

Zum Bestreichen

  • 15 g Butter
  • 20 g Honig
  • 20-30 g grüne Pistazienkerne
  • optional einige gehackte getrocknete Cranberries

Die Butter und den Honig in einem kleinen Topf erwärmen und verrühren. Die Pistazienkerne hinzufügen. Nach der o. g. Backzeit, die Tarte aus dem Backofen nehmen und die Oberfläche noch heiß mit der Honigbutter bestreichen. Die Pistazien locker auf der Tarte verteilen und noch einmal für ca. 5-7 Minuten weiterbacken. Die Tarte auf einem Rost abkühlen lassen und ggf. mit Cranberries bestreuen. Sie schmeckt frisch fabelhaft, aber auch noch ein bis zwei Tage später superlecker.

Mit Klick auf das Rezeptfoto gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF:

Rustikale Apfeltarte mit Pistazien

Diese Tarte werde ich sicher nicht zum letzten Mal gebacken haben, so lecker war sie! Es zeigt sich mal wieder, dass in erster Linie gute und hochwertige Zutaten zu besten Ergebnissen führen. Es muss nicht immer aufwändig sein, um gut zu schmecken. – Dieses schöne Buch von Theresa Brandstätter möchte ich mit guten Gewissen weiter empfehlen. Es bietet vielfältige Rezepte, die nicht schwer nachzubacken sind. Da wird auch der Backanfänger glücklich. Es ist ein sehr atmosphärisches Buch, das eine gemütliche und liebevolle Stimmung vermittelt, eben einfach typisch Theresa ist ❤ .

Rezension "Backen in der Winterzeit" von Theresa Baumgärtner

Ihr könnt es beim Buchhändler eures Vertrauens, direkt beim Brandstätter Verlag  oder bei Amazon* kaufen.

Und ich denke, es wäre auch ein feines (Weihnachts)Geschenk für einen lieben Menschen ❤ .

Rustikale Apfeltarte mit Pistazien

So, ihr Lieben, ich hoffe, diese kleine Buchbesprechung hat euch Spaß gemacht und ihr habt Lust zum Backen bekommen. Ich wünsche euch ein erholsames Wochenende!

Macht es euch schön!

Eure MaLu ♥♥♥

 

Quelle: Adaption aus dem Buch BACKEN IN DER WINTERZEIT von Theresa Baumgärtner.  – Ich bedanke mich beim Brandstätter Verlag für das kostenlose Rezensionsexemplar. 

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Erdbeer-Pfirsich Torte mit saftigem Mandelboden

Es ist unübersehbar, ich bin im Erdbeerrausch 😀 ! Ich kann mich nur wiederholen: Ich liebe diese roten Früchtchen einfach! Vielleicht liegt es daran, dass die Zeit der frischen, sonnengereiften Beeren bei uns so kurz ist. Jedenfalls möchte ich sie ausnutzen und so viele Erdbeeren wie möglich  naschen und verarbeiten.Erdbeer-Pfirsich Torte mit saftigem Mandelboden

Heute habe ich eine Torte für euch, die zur Hälfte eine Tarte ist. Der Mürbeteigboden spricht schon mal dafür 😉 . Er ist gefüllt mit einer leckeren Mandelcrememasse, genannt Frangipane, in der sich schon mal die erste Portion Erdbeeren dieser Torte versteckt haben.

Erdbeer-Pfirsich Torte mit saftigem Mandelboden

Und dann geht die Tarte in eine Torte über 😉 . Denn auf der Frangipane thront sowohl eine Pfirsichmousse, als auch eine leckere Erdbeerpüreeschicht. Klingt das gut? Die Erdbeerhälften, tanzten vor Glück jedenfalls Ringelreigen um diese feine Creme 😀 . Nun sollten alle doch glücklich sein …

Erdbeer-Pfirsich Torte mit saftigem Mandelboden

… nur mich störte eine Kleinigkeit. Ich hätte mir ehrlich gesagt gewünscht, dass die Pfirsichcreme ein klein wenig deutlicher nach Pfirsich geschmeckt hätte. Versteht mich nicht falsch, sie ist total lecker, mit einem Hauch Rosenwasser, welches perfekt zum Pfirsicharoma passt, aber ein klein wenig „pfirsicher“ wäre toll gewesen … vielleicht hätten sie reifer sein müssen …  ja, ja,  ich hör‘ schon auf zu nörgeln 😀 !

Erdbeer-Pfirsich Torte mit saftigem Mandelboden

Erdbeer-Pfirsichtorte mit saftigem Mandelboden

Zutaten für eine Torte mit 22 cm Ø

Erdbeerschicht

Springform oder Tortenring* mit 18 cm Ø

  • 270 g Erdbeeren, geputzt
  • 30 g Zucker
  • 1 El Zitronensaft
  • 4 Bl. Gelatine

Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen lassen. Einen Tortenring von unten mit Frischhaltefolie bespannen oder den Springformboden mit Folie auslegen. Wenn vorhanden mit Tortenrandfolie* auskleiden, das erleichtert später das Entnehmen aus der Form und lässt den Rand schön glatt werden. – Erdbeeren, Zucker und Zitronensaft mit einem Stabmixer o.ä. pürieren. (-> 20 g des Erdbeerpürees für die spätere Marmorierung abfüllen und beiseite stellen! )  Die eingeweichte Gelatine in einem kleinen Topf auf milder Hitze auflösen und nach und nach mit dem Erdbeerpüree verrühren. Dieses anschließend in die vorbereitete Form gießen und in den Gefrierschrank stellen (gerade!) bis die Oberfläche der Erdbeerschicht angefroren ist (ca. ½-1 Std.). Dann die Pfirsichmousse zubereiten.

Pfirsichmousse

  • 220 g Pfirsichpüree, von reifen Pfirsichen
  • 40 g Zucker (je nach Süße der Pfirsiche)
  • 2-3 Teel. Rosenwasser
  • 4 Bl. Gelatine
  • 200 g Schlagsahne
  • 20 g Zucker

Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen. Für das Pfirsichpüree die Haut der reifen Pfirsiche abziehen (ggf. kurz überbrühen) und das Pfirsichfruchtfleisch zusammen mit dem Zucker und dem Rosenwasser pürieren. Ein Drittel des Pürees in einem kleinen Topf erwärmen und die Gelatine darin auflösen. Mit dem restlichen Pfirsichpüree verrühren. Die Sahne mit dem Zucker cremig schlagen und unter das Pfirsichpüree ziehen. Die Pfirsichmousse auf die angefrorenen Erdbeerpüreeschicht gießen und glattstreichen. Mit dem beiseite gestelltem Erdbeerpüree Kleckse auf die Oberfläche tropfen und mit einem Schaschlickspieß marmorieren. Die Form mit Folie abdecken und am besten über Nacht einfrieren.

Mürbeteig  (C. Felder)

Ich habe so einen Tartering* 22 cm und eine Airmat* verwendet, eine entsprechende Tarteform geht aber auch!

  • 80 g Puderzucker
  • 120 g weiche Butter
  • 25 g gemahlene Mandeln
  • 1 Prise Salz
  • etwas Vanille
  • 1 Ei Gr. M
  • 200 g Mehl

Puderzucker und Butter cremig rühren, Mandeln, Salz, Vanille und Mehl hinzufügen und zusammen mit dem Ei zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig zu einem Ziegel formen, in Frischhaltefolie wickeln und 1-2 Stunden in den Kühlschrank legen. – Anschließend den Backofen auf 180 Grad Ober-/ Unterhitze aufheizen. Den Teig  3 mm dick ausrollen und die Form bzw. den Ring damit auslegen. Die Kanten sauber abschneiden und den Boden mit einer Gabel mehrfach einstechen. 15 min. vorbacken. In der Zwischenzeit Erdbeeren und Frangipane vorbereiten. – Es bleibt noch Teig übrig, der entweder eingefroren und/oder z.B. für Tartelettes oder Kekse verwendet werden kann.

 

Frangipanefüllung (C.Felder)

  • 70 g weiche Butter
  • 70 g gemahlene Mandeln
  • 70 g Zucker
  • 1 Ei
  • 1 Essl. braunen Rum
  • 150 g Erdbeeren, halbiert

Butter, Zucker, Mandeln und Ei kräftig miteinander verschlagen, so dass eine luftige Creme entseht. Den Rum unterrühren und die Frangipane auf dem vorbereiteten, leicht abgekühlten Mürbeteigboden verstreichen. Die halbierten Erdbeeren in die Creme drücken und verteilen. Die Tarte weitere 35 Minuten bei 180 Grad fertig backen und anschließend komplett abkühlen lassen.

Fertigstellung

  • ca. 300 g möglichst gleich große frische Erdbeeren
  • einige Minzeblättchen
  • 1-2 El Erdbeermarmelade

Die Erdbeeren putzen und halbieren. Den Tortenboden dünn mit Marmelade bestreichen. Die eingefrorene Pfirsich-Erdbeerschicht vorsichtig aus der Form befreien und mittig auf den Kuchenboden platzieren. Die halbierten Erdbeeren rundherum legen. Ggf. mit etwas Marmelade „ankleben“. Zwischen jede Erdbeere ein Minzblatt stecken. Die Torte auftauen lassen. Bei Zimmertemperatur ca. 2-3 Std., im Kühlschrank entsprechend länger. Sie kann am selben Tag serviert werden, schmeckt köstlich und ist optisch am schönsten. Am nächsten Tag ist sie dann herrlich durchgezogen und der Mürbeteig bleibt trotzdem recht knusprig. Die Oberfläche der Creme sieht allerdings am ersten Tag am schönsten aus, finde ich 😉 .

Mit Klick auf das Rezeptfoto gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF:

Erdbeer-Pfirsich Torte mit saftigem Mandelboden

Achtet also unbedingt auf saftige reife Pfirsiche, damit das Aroma in der Creme eingefangen wird! Ich könnte mir vorstellen, dass diese auch mit aromatischen Aprikosen gut schmeckt. Hm, … müsste ich mal ausprobieren … 😉 .

Erdbeer-Pfirsich Torte mit saftigem Mandelboden

Wie ich bereits letzte Woche berichtete, besuchten wir Samstag die Eröffnung der NordArt, Nordeuropas größte moderne Kunstausstellung. In einer alten Gießerei und in stillgelegten Fabrikhallen bekommen zahlreiche Künstler die Möglichkeit ihre absolut erstaunlichen und z. T. überwältigende Werke auszustellen. Im angeschlossenen idyllischen Park lässt sich flanieren und weiter staunen. Ich kann es jedem von euch, der sich auch nur ansatzweise für Kunst erwärmen kann, nur ans Herz legen, sich das einmal anzuschauen! Wir verlebten einen traumhaften Eröffnungsabend und werden die Ausstellung sicher noch einmal besuchen. Hat zwar nichts mit Backen zu tun, aber vielleicht freut sich jemand, der jetzt im Sommer unser schönes Schleswig-Holstein besucht, über diesen kleinen Tipp 🙂 . Ein kleines Café dort bietet übrigens auch (selbstgebackenen ?) Kuchen an. Vielleicht laufen wir uns sogar dort mal über den Weg? 😉

Erdbeer-Pfirsich Torte mit saftigem Mandelboden

Und auch an diesem Wochenende ist wieder Kultur bei uns angesagt. Der Chor, in dem mein Mann singt, hat 175jähriges Jubiläum und gibt ein tolles Konzert. Klar, dass ich da natürlich (möglichst) in der ersten Reihe sitze 🙂 . Ist doch schön, wenn jeder (s)ein Hobby hat, nicht wahr?

 

Ein wunderschönes Wochenende wünscht euch

Eure MaLu ♥♥♥

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Rhabarber-Erdbeer Flan Tarte mit Orangenbaiser

Noch ist Rhabarber Saison und so gibt es noch schnell noch ein Rezept für eine Tarte, die nicht allzu aufwendig ist, dafür aber mit sinnlichen Reizen nicht geizt 😉 .Rhabarber-Erdbeer Flan Tarte mit Orangenbaiser

Mal wieder ein Rezept aus dem Buch Gateaux*, wovon ich euch schon ein paar Mal erzählt und daraus nachgebacken habe. 😉 Ich stehe ja total auf Baiser! Schon als Kind mochte ich diese Baisertörtchen vom Bäcker, mit Früchten gefüllt. Wobei mir die Früchte meist nicht so wichtig waren. Ich liebte es, das trockene Baiser einfach nur so zu naschen. Ich war wohl schon immer eine Zuckerschnute, seufz 😀 !

Rhabarber-Erdbeer Flan Tarte mit Orangenbaiser

Das Baiser hier auf der Tarte ist aber überbacken und zart. Und auch in diesem „Aggregatzustand“ kann ich ihm nicht widerstehen. Zudem wird noch etwas Orangenschale integriert, was ich als Kombi zum Rhabarber sehr spannend fand. Bei meiner Tarte haben sich zusätzlich, anders als beim Originalrezept, noch ein paar Erdbeeren eingeschmuggelt, weil mein Gartenrhabarber noch nicht so freigiebig war.

Rhabarber-Erdbeer Flan Tarte mit Orangenbaiser

Tatsächlich fehlte aber nicht viel, dass es diese Rhabarber-Erdbeer Flan Tarte beinahe nicht auf den Blog geschafft hätte. Wären da nicht meine „Mitesser“ und „Probierer“ gewesen, die vehement dafür gestimmt haben! 😀  Der Grund war, dass ich nicht ganz zufrieden war. Mir war der Boden einfach nicht knusprig genug! An den Rändern schon, aber in der Mitte … 😦 . Im Nachhinein hätte ich ihn besser vorbacken sollen …  oder eine andere Form verwenden sollen. So ein Flan ist ja eine Art Pudding, der im Backofen stockt. Da ist die Saftigkeit in Kombination mit Rhabarber natürlich gegeben und erwünscht. Das ist auch perfekt und superschmackhaft gelungen. Nur für meinen Geschmack hätte der Teig eben … ihr wisst schon 😉 . Vielleicht bin ich auch zu perfektionistisch.

Rhabarber-Erdbeer Flan Tarte mit Orangenbaiser

Unbestritten und einig war ich mit meinen Verkostern, dass die Tarte unheimlich lecker ist und die Orangennote einfach toll passt.

 

Rhabarber-Erdbeer Flan Tarte mit Orangenbaiser

C. Felder & C. Lesecq

Zutaten für eine quadratische Form 20×20 cm oder einen entsprechenden Tartering (siehe Hinweis)

Mürbeteig

  • 90 g weiche Butter
  • 1 g Salz (die 3 g vom Originalrez. waren mir zu viel)
  • 30 g Zucker
  • 150 g Mehl
  • etwas Vanille
  • 30 g Wasser
  • 10 g verquirltes Ei

Alle Zutaten, bis auf Wasser und Ei zwischen den Händen verreiben. Das Wasser und das Ei sachte einarbeiten. Den Teig in Frischhaltefolie verpackt für 2 Stunden in den Kühlschrank legen.

Die Form fetten. Den Teig auf einer bemehlten Fläche 3-4 mm dick aurrollen und den Boden der Form damit auslegen. Aus dem Teigrest Rollen formen und einen kleinen, ca. 1-2 cm hohen Rand  daraus formen. Damit die Kanten schön gerade werden schneide ich sie immer noch einmal rundherum mit einem kleinen Rollmesser gerade. Die Form kurz in den Kühlschrank stellen, während das Obst vorbereitet wird. Den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze aufheizen.

Hinweis: Für meinen Geschmack hätte der Boden am Ende knuspriger sein können. Ich würde ihn beim nächsten Mal entweder in einem Tartering* auf einer speziellen Backmatte* für knuspriges Gebäck backen oder ihn alternativ einfach 10 Minuten vorbacken.

  •  200 g Rhabarber, geputzt und in ca. ½ -1 cm Scheiben geschnitten
  • 100 g Erdbeeren, geviertelt  (Im Originalrezept wird ausschließlich Rhabarber verwendet! )
  • 30 g Semmelbrösel
  • 30 g gemahlene Mandeln

Semmelbrösel und gemahlenen Mandeln vermengen und die Tarte damit ausstreuen. Die Rhabarberstückchen und ggf. die Erdbeeren darauf verteilen.

Flan

  • 125 g Vollmilch
  • 125 g Sahne
  • 10 g Stärkemehl
  • 15 g Mehl
  • 35 g Zucker
  • 1 Eigelb
  • 2 Teel. Orangenlikör (z.B. Cointreau)

Alle Zutaten in einer Schüssel mit einem Schneebesen verrühren und die Rhabarberstücke damit übergießen. Die Tarte ca. 35 Minuten bei 180 Grad backen.  Aus dem Ofen nehmen und die Temperatur auf 200 Grad erhöhen.

Orangenbaiser

  • 100 g Eiweiß
  • 130 g Zucker
  • Schalenabrieb einer ½ Bio Orange
  • Puderzucker zum Übersieben

Die Schale der Bio Orange fein abreiben. Das Eiweiß steif schlagen, dabei nach und nach den Zucker, sowie den Orangenabrieb (ein bisschen für die Deko zurückbehalten!)  hinzufügen, bis der Eischnee schön fest ist. Die Eischneemasse in einen Spritzbeutel mit St. Honoré Tülle* füllen und wie auf dem Foto auf die Tarte dressieren. Die Tarte noch einmal bei 200 Grad Ober-/Unterhitze ca. 7-8 Minuten überbacken. Vor dem Servieren mit Puderzucker besieben und mit den restlichen Orangenzesten bestreuen.

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Rhabarber-Erdbeer Flan Tarte mit Orangenbaiser

So eine Tarte mit Baiser schmeckt natürlich am selben Tag am besten. Und ich rate euch, wie gesagt, an den Boden einige Minuten vorzubacken. Dann müsste sie perfekt werden 🙂 . Zumindest nach meinem Geschmack. Unsere Freunde dagegen fanden sie so wie sie war gerade lecker. Geschmackssache, halt 😉.

Rhabarber-Erdbeer Flan Tarte mit Orangenbaiser

Wie macht ihr es eigentlich? Friert ihr euch einen Rhabarbervorrat ein? Oder genießt ihr ihn nur wenn er Saison hat? Ich stelle immer fest, dass ich wenn ich Pflaumen oder Rhabarber einfriere, oft doch keine Kuchen außerhalb der jeweiligen Saison damit backe, sondern höchstens Desserts damit zubereite.  Ist das bei euch anders? Backt ihr problemlos im November Rhabarber- und im Mai Pflaumenkuchen??

Rhabarber-Erdbeer Flan Tarte mit Orangenbaiser

Wie auch immer, genießen wir jetzt die Leckereien, die uns jetzt frisch auf dem Markt angeboten werden. So sind sie am schmackhaftesten und gesündesten.

Ich wünsche euch ein wunderschönes Wochenende und einen liebevollen Muttertag!

Herzlichst Eure MaLu ♥♥♥

Cremige Karamell-Erdnuss Tarte mit gerösteten Nüssen

So, nun wird’s aber höchste Zeit für eine neue Leckerei!

Der Grund für den kleinen Aussetzer hier ist der, dass wir das vergangene Wochenende in Hamburg bei meiner Tochter verbracht haben. Und das bei herrlichstem Frühlingswetter!  Ja ja, wenn Engel reisen 😉 ! Man glaubt es gar nicht, dass wir dort zwischendurch sogar geschwitzt haben in unseren Wintermänteln, denn in dieser Woche ist es hier nun wieder so kalt geworden.

Am Freitag wurde im VIENNA, unserem absoluten Lieblingslokal, fürstlich geschlemmt und gebührend auf den Geburtstag meiner Tochter angestoßen 😉 . Samstag sind wir nach einem köstlichen Frühstück bei meiner Tochter, gemütlich durchs frühlingshafte Altona gebummelt, über die Marktzeit in der Fabrik geschlendert und  haben im Frischeparadies, in der Großen Elbstraße, meinen Fruchtpüreevorrat aufgefüllt. Danach galt es dann, bei Tessa eine sensationell leckere Kuchenschlacht zu schlagen 😀 ! Meine Tochter tritt da wohl in meine Fußstapfen, würde ich sagen! Hier ein kleines Handyfoto als Beweis für ihr Talent.

Jetzt könnt ihr euch vorstellen, dass ich nicht dazu gekommen bin, ein neues Rezept mit euch zu teilen. Dabei habe ich gebacken! Sogar eine ganze Menge! Tja, und hier hätten wir dann schon einmal eines der Projekte: Eine Tarte Caramel et fruit sec – eine Karamelltarte mit Nüssen und Kakaonips.

Dieses Rezept von Christophe Adam hatte ich bereits länger auf meiner Nachbackliste: Da ich aber mal wieder Lust auf Erdnüsse, meine (inzwischen nicht mehr so heimlichen) Leidenschaft hatte, ersetzte ich die vorgegebenen Hasel- und Pecannüsse durch meine Lieblinge und gab zusätzlich etwas Erdnussbutter in die Karamell-Mascarpone Creme.  Dies stellte sich als eine gute Idee heraus, denn das Ergebnis war gleichsam köstlich!! Ein klein wenig erinnert das Ganze nun an Snickers, nur viiiieeel feiner!

Und das Tolle ist, dass der golden gebackene Mürbeteig auch nach einem Tag im Kühlschrank noch knusprig bleibt und der himmlischen Creme einen köstlichen Rahmen gibt. Da möchte man doch gleich zur Kuchengabel greifen, oder? 😉  Aber erstmal gibt’s jetzt das Rezept …

Karamell-Erdnuss Tarte

Für eine Tarteform mit Hebeboden* 22-24 cm Ø

Karamell-Mascarpone Creme:

  • 125 g feiner Zucker
  • 160 g Sahne 35 %
  • 1 Prise Fleur de Sel
  • 80 g Butter in Würfeln
  • 3 g Gelatine (2 Blätter)
  • 60 g Erdnussbutter
  • 180 g Mascarpone

karamell-mascarpone-creme

Die Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen. Den Zucker in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze karamellisieren lassen. Währenddessen die Sahne mit dem Salz in einem anderen Topf erhitzen. Wenn der Zucker bernsteinfarben karamellisiert ist, die heiße Sahne hinzugießen und gut rühren (Hitze reduzieren). Vorsicht! Die Sahne kocht sprudelnd hoch – Verbrennungsgefahr!! Nach und nach die Butterwürfel unterrühren und mit einem Stabmixer aufemulgieren. Die Gelatine im Karamell auflösen und auf 40 Grad abkühlen lassen. –  In einer Schüssel die Mascarpone mit der Erdnussbutter verrühren, das Karamell hinzufügen und alles zu einer glatten Creme verrühren. Die Oberfläche der Creme mit Frischhaltefolie bedecken und für 2 Stunden in den Kühlschrank stellen.

Mürbeteig:

  • 65 g weiche Butter
  • 45 g Puderzucker
  • 15 g gemahlene Mandeln
  • 30 g verschlagenes Ei (ca. ½ Ei)
  • 1 Prise gemahlene Vanille
  • 1 Prise Salz
  • 100 g Mehl

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Butter und Puderzucker verrühren, die restlichen Zutaten hinzufügen und schnell zu einem glatten Teig verarbeiten. In Frischhaltefolie gewickelt mindestens 1 Stunde in den Kühlschrank legen. Anschließend auf einer bemehlten Oberfläche 3 mm dick ausrollen, in eine gefettete Tarteform einlegen und den Boden der Tarte mit einer Gabel mehrfach einstechen. Das verhindert später das Aufgehen des Teiges. Die so vorbereitete Tarte für ca. 10 Minuten in den Gefrierschrank stellen (dieser Vorgang erspart das Blindbacken). Währenddessen den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Nach der Ruhezeit die Tarte im heißen Backofen ca. 20-25 Minuten schön goldbraun backen. Auf einem Rost auskühlen lassen.

Karamellguss

  • 100 g feiner Zucker
  • 30 g Glucosesirup*
  • 35 g Wasser
  • 215 g Sahne
  • 1 Prise Salz
  • 25 g Vollmilchkuvertüre* (fein gehackt oder Callets)
  • 2,5 g Gelatine (1½ Blätter)

karamellguss

Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen. Die Schokolade ggf. fein hacken. Zucker, Glucose und Wasser auf mittlerer Hitze karamellisieren lassen. Parallel dazu in einem separaten Topf die Sahne mit dem Salz erhitzen. Hat das Karamell eine Bernsteinfarbe angenommen, die heiße Sahne einrühren -> siehe Beschreibung für die Karamellcreme oben!  Das fertige Karamell einige Minuten stehen lassen und dann über die fein gehackte Schokolade gießen. Mit einem Stabmixer aufemulgieren und die Gelatine unterrühren. Den Guss handwarm abkühlen lassen.

Fertigstellung:

Die Karamell-Mascarpone Creme aus dem Kühlschrank nehmen und auf den Boden der Tarte verstreichen oder in einen Spritzbeutel füllen und spiralförmig in die Tarte spritzen. Die Oberfläche schön glatt machen! Die Cremeschicht sollte 2-3 mm unter dem Tarterand enden (damit noch Platz für den Karamellguss ist).Den handwarm abgekühlten Karamellguss auf der Tarte verteilen und diese in den Kühlschrank stellen.

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  • 50 g gesalzene Erdnüsse
  • 30 g feiner Zucker
  • 10 g gehackte Mandeln
  • 10 g Kakaonips*

karamell-erdnuss-tarte-40Zucker in einer Pfanne schmelzen. Die Erdnüsse hinzufügen und rühren bis sie karamellisieren. Auf Backpapier oder einer Silikonmatte verteilen und abkühlen lassen. – Die gehackten Mandeln in einer Pfanne ohne Zusätze goldbraun rösten.garnitur-karamell-erdnusstarteDie karamellisierten Erdnüsse, die gehackten Mandeln und die Kakaonips auf der Tarteoberfläche verteilen. Die Tarte kann nun serviert werden, ist aber auch am nächsten Tag noch sehr schön knusprig. Bitte im Kühlschrank lagern!

Mit Klick auf das Rezeptfoto gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF:

*MaLu's-PDF-Rezept

Das war ja eine Tarte für mich, sage ich euch! Mmmh! Endlich konnte ich meiner Erdnusslust wieder fröhnen 😀 !

So einen Mini-Ausflug über’s Wochenende sollte man eigentlich viel öfter einmal unternehmen. Es sind so kleine Fluchten aus dem Alltagstrott, die Körper und Seele gut tun.  Und Zeit mit den Lieblingsmenschen zu verbringen, ist sowieso Gold wert, oder?

In diesem Sinne wünsche ich euch nun ein himmlisches Wochenende! Macht es euch schön und seid  ganz lieb gegrüßt!

Eure MaLu

♥♥♥

 

 

Adaption der Tarte Caramel et fruit sec – Christophe Adam

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