Orangentorte mit Schokoladenknusperboden & Glanzglasur

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Die Zeit der Orangen neigt sich dem Ende entgegen, sicheres Zeichen auch für das Ende des Winters. Viele von uns warten wahrscheinlich schon händeringend auf die ersten Erdbeeren und den Spargel, doch dafür ist es, zumindest in unseren Gefilden, noch viiiel zu früh. Konzentrieren wir uns also auf das, was wir noch problemlos am Obststand bekommen, nämlich beispielweise Orangen 😉 .

Diese Torte, die euch unmissverständlich auf die enthaltene Frucht hinweisend, entgegenleuchtet, habe ich lange in meinem Kopf hin und her kreiert. Fruchtig sollte sie werden und irgendwie wollte ich auch eine Knusperschicht einarbeiten. Nach und nach formte sich der Plan und landete in meinem Notizbüchlein, das ich immer bei mir habe, falls mir etwas in den Sinn kommt. Was daraus geworden ist seht ihr hier 🙂 .

Wer meinen letzten Beitrag aufmerksam angeschaut hat, kommt diese Torte wahrscheinlich schon bekannt vor 😉 . Genau! Sie stand auf dem Geburtstags Kuchenbuffet meiner Tochter Tessa und fühlte sich dort, zwischen all ihren anderen leckeren Kuchen und Torten, ziemlich wohl. Der Grund, weswegen meine Torte beim Fototermin noch ein wenig verfroren aussieht ist der, dass meine Fotosession einen Tag vor dem Geburtstag stattfand. Um nun die Kühlung möglichst wenig zu unterbrechen, wurde sie, noch leicht im Inneren angefroren, im Bild festgehalten und wanderte anschließend sofort wieder in den Kühlschrank.

Die Kombination Orange und Schokolade ist ein Klassiker. Mit Recht, würde ich sagen, denn beides passt einfach fabelhaft zusammen. Für Schokogenuss sorgt der fluffige Schokoladenbiskuit auf dem ich eine Knusperschicht aus zarten Waffeln, Coco Pops und Schokolade gestrichen habe. Und in der herrlichen Orangenmousse nach einem Rezept von Bernd Siefert findet auch noch eine saftige Fruchtschicht Platz.

Orangentorte mit Schokoladenboden & Glanzglasur

Fruchtschicht (muss mindestens 4 Stunden eingefroren werden)

  • 260 g Orangenpüree aus ca. 4-5 Orangen (Zubereitung s. u.)
  • 1 El. Zitronensaft
  • 1 EL. Orangenlikör
  • ½ Teel fein abgeriebene Bio-Orangenschale
  • 20-30 g Zucker (je nach Süße der Orangen)
  • 1 El. Orangenmarmelade
  • 3½ Blätter Gelatine

Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Einen 18 cm – Tortenring  mit Frischhaltefolie bespannen und auf eine Platte setzen oder alternativ eine 18er Springform mit Folie auslegen. – Orangen mit einem Messer schälen und das Fruchtfleisch mit einem scharfen Messer in Filets herauslösen. Dabei den Saft auffangen. Es sollten keine Häutchen der Orangen hineingelangen! Die Orangenfilets mit einem Stabmixer fein pürieren. Orangenpüree mit dem Zitronensaft, dem Orangenschalenabrieb und dem Zucker erhitzen. Vom Herd nehmen und den Likör, sowie die Orangenmarmelade einrühren. Anschließend die Gelatine darin auflösen und die Fruchtmasse in den Tortenring bzw. die Springform füllen und einfrieren. Darauf achten, dass die Form waagerecht und gerade steht, damit die Fruchtscheibe später gleichmäßig dick ist.

Biskuit mit Knusperschicht (muss mindestens eine Stunde eingefroren werden)

  • 2 Eiweiß
  • 65 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 2 Eigelbe
  • 30 g Mehl
  • 25 g Stärke
  • 15 g Kakao
  • 10 g gemahlene Mandeln

Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Eiweiß mit Zucker und Salz steifschlagen. Die Eigelbe sachte einrühren. Mehl, Stärke und Kakao mischen und darüber sieben. Zusammen mit den gemahlenen Mandeln unterheben. Den Teig ca. 1 cm dick auf ein mit Backpapier oder Silikonmatte belegtes Blech streichen und ca. 10 Minuten backen. Anschließend mit einem Tortenring einen Kreis von 18 cm Durchmesser ausstechen. Den Biskuit in dem Ring belassen und die Knusperschicht zubereiten. Biskuitreste können vernascht werden 😉 .

  • 15 g Schoko-Puffreis (Coco-Pops)
  • 15 g Crepes dentelles* (zarte Waffelröllchen)
  • 70 g. geschmolzene dunkle Kuvertüre
  • 1 kl Teel. neutrales Öl (z.B. Sonnenblumenöl)

Kuvertüre schmelzen. Coco-Pops und Waffelröllchen mischen und leicht zerdrücken. Die geschmolzene Kuvertüre und das Öl darübergeben, vermengen und auf dem gebackenen, abgekühlten Biskuit verteilen. Glattstreichen und die Form noch einmal für 2 Minuten in den Backofen stellen. Abkühlen lassen und mindestens 1 Stunde einfrieren.

Orangencreme (Bernd Siefert)

  • 3½ Blätter Gelatine
  • 50 g Puderzucker
  • 3 Eigelbe Gr.L oder 4 Eigelbe Gr. M
  • 300 g frisch gepresster Orangensaft
  • 2 El. frisch gepresster Zitronensaft
  • feiner Abrieb von 1 ½ Bio Orangen
  • 210 g weiße Kuvertüre, fein gehackt
  • 430 g Schlagsahne

Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen.  Kuvertüre fein hacken. Eigelbe und Puderzucker in einer Schüssel verrühren. Orangen- und Zitronensaft, sowie der Abrieb der Orange in einem kleinen Topf aufkochen lassen und über die Eigelbmasse geben. Verrühren und wieder zurück in den Topf gießen. Bei milder Hitze unter ständigem Rühren auf 85 Grad erhitzen (mit einem Thermometer kontrollieren). Die Gelatine in die pasteurisierte Creme rühren und diese über die gehackte Kuvertüre geben. Eine Minute warten und dann glattrühren. In den Kühlschrank stellen, dabei immer einmal umrühren und schauen, wann sie beginnt zu gelieren. Dann erst die Sahne cremig schlagen und unter die Orangencreme heben.

Aufbau

Die Torte wird „über Kopf“ aufgebaut. Dafür einen Tortenring mit 20 cm Ø mit Frischhaltefolie bespannen, mit Tortenrandfolie auskleiden und auf eine Platte stellen oder eine entsprechende Springform verwenden. Circa ein Drittel der Orangencreme einfüllen. Die gefrorene Fruchtschichtplatte mittig platzieren (darauf achten, dass sie gerade und waagerecht liegt!) und diese mit wiederum ca. einem Drittel Orangencreme bedecken. Den gefrorenen Biskuit mit der Knusperseite nach unten einlegen und die Seiten mit der restlichen Orangencreme ausfüllen und glattstreichen. Die Torte mit Folie bedecken und über Nacht einfrieren.

Mirror Glaze – Glanzglasur

  • 6 Blätter Gelatine
  • 150 g Glucosesirup *
  • 75 g Wasser
  • 150 g Zucker
  • 100 g gesüßte Kondensmilch (z. B. ‚Milchmädchen‘)
  • 150 g weiße Kuvertüre, gehackt oder Pellets
  • orange Lebensmittelfarbe (ich habe Gelfarbe verwendet)
  • etwas weiße Lebensmittelfarbe* (Titanoxid)

Die  Gelatine in  eiskaltem Wasser einweichen. Glucosesirup, Wasser und Zucker in einem Kochtopf zum Kochen bringen ( gut 100 Grad). Dann den Topf von der Platte ziehen und unter Rühren zunächst die gesüßte Kondensmilch hinzufügen, dann die Gelatine darin auflösen lassen und sogleich die weiße Kuvertüre dazugeben. Eine Minute warten, dann wieder Rühren, bis keine Klümpchen von der Kuvertüre mehr vorhanden sind. Nun die orange Lebensmittelfarbe  und ganz wenig weiße Farbe unterrühren. Die Masse kann nun mit dem Stabmixer durchgemixt werden, jedoch ohne Luftblasen zu erzeugen! Die Glasur anschließend durch ein Sieb gießen, um sicher letzte Klümpchen zu entfernen. Die Oberfläche des Mirror Glaze mit Frischhaltefolie bedecken und bis zur Verwendung in den Kühlschrank stellen.

Fertigstellung

Die Mirror Glaze im Wasserbad erwärmen, so dass sie sich wieder verflüssigt. Vom Herd nehmen und warten bis sie ca. 35 Grad erreicht hat. Dann ist die richtige Verarbeitungstemperatur erreicht. Die gefrorene Torte etwas erhöht auf eine umgedrehte Schüssel o. ä. stellen, die wiederum auf einer Platte steht, die die überlaufende Glasur auffängt. Die Glanzglasur zügig und gleichmäßig, von der Mitte ausgehend über die gefrorene Torte gießen. Dabei nichts auslassen! Mit einer Palette noch einmal über die Oberfläche ziehen, um überschüssige Glasur ablaufen zu lassen. Das alles muss schnell gehen, da die Glasur auf der gefrorenen Torte schnell fest wird und jegliche Korrekturen und Unebenheiten sichtbar bleiben. Die Torte kann dann vorsichtig auf einen Teller gesetzt werden und muss nun 2-3 Stunden auftauen. Dann kann sie mit Schokoladenelementen dekoriert werden.

Mit Klick auf das Rezeptfoto gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF:

Als Schokoladendeko dienten mir, wie schon öfter, fertig gekaufte hauchdünne Schokoplättchen. Die sind total praktisch, wenn man sich die Arbeit des Temperierens der Schokolade sparen möchte 😉 . Die restliche Deko ist dann aber doch so entstanden 😉 .

In dieser Woche hatte ich mal wieder Spätdienst. Eigentlich unbeliebt bei mir, doch andererseits habe ich vormittags oft mehr Energie zum Backen und Bloggen. Und so sind wieder einige Leckereien entstanden (auch nicht so aufwändige wie diese Orangentorte 😉 )! Ihr werdet also auch in nächster Zeit hier mit Kuchen versorgt!

Doch nun wünsche ich euch allen ein schönes Wochenende, jede Menge Backspaß und immer ausreichend Kuchen auf dem Teller 😀 !

 

Herzlichst

Eure MaLu ♥♥♥

*Affiliatelink

 

Mousse au chocolat Törtchen mit Timut Pfeffer

Timut Pfeffer? Nie gehört! Geht’s euch genauso?mousse-au-chocolat-to%cc%88rtchen-mit-timutpfeffer-1

Fragt mich nicht, wo ich über den Timut Pfeffer gestolpert bin 😀 !  Ich kannte ihn jedenfalls nicht. Doch irgendwo hatte ich gelesen, dass Timut Pfeffer mit seinen Zitrusaromen, neben zahlreichen anderen Verwendungszwecken, wunderbar zu Schokolade und Fruchtzubereitungen passe. Das weckte mein Interesse derart, dass ich auf die Suche ging und das Internet durchforstete. Suchergebnisse gab es massenweise, meistens Bezugsquellen. Also wohl doch nicht so unbekannt, wie er mir zuvor erschien 😉 . Ich Unwissende ließ mich also belehren, dass der Timut Pfeffer aus Nepal stamme und eine Variante des Szechuanpfeffers sei. Eigentlich ist er gar kein echter Pfeffer, sondern gehört zu den Rautengewächsen, wie z. B. auch die Zitrone. Ich bin weiß Gott kein Botaniker, aber möglicherweise besteht hier ein Zusammenhang mit dem intensiven Zitrusaroma, welches man dem Timut Pfeffer nachsagt. timut-pfefferLogisch, dass ich mir umgehend ein Tütchen dieses Pfeffers bestellte klick*  😉 . Kaum angekommen, steckte ich neugierig meine Nase hinein 😉 .  Und tatsächlich! Ein sagenhafter Duft von Grapefruit kam mir entgegen! Sensationell!! Ich hatte natürlich auch von seinem weniger scharfen, dafür eher leicht betäubendem Gefühl auf der Zunge gelesen und konnte dies nach dem Probieren bestätigen. Aber keine Angst! Verarbeitet merkt man davon nichts mehr. Dafür kann man in seinem feinen Aroma schwelgen, mit denen er so zart unseren Geschmacks – bzw. Geruchssinn streichelt.

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Als ich mir nun Gedanken um ein Rezept, rund um den Timut Pfeffer machte, war mir klar, dass es ein Schokoladentörtchen werden sollte. Einfach, weil ich die angepriesene Kombination ausprobieren wollte. Ich hatte von meiner Fleur d’Ivoire Torte noch weiße Mirror glaze übrig und so kombinierte ich die Timut-Mousse au chocolat mit einem Zitronenbällchen (Grapefruit wäre auch toll gewesen, hatte ich aber nicht in Bio Qualität vorrätig).

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Das Problem war, dass ich keine Ahnung hatte wie viel Timut Pfeffer ich einsetzen sollte. Ich schätze mal, es war Anfängerglück, dass es auf Anhieb geglückt ist. Beim ersten Bissen befürchtete ich noch, dass ich die Dosierung zu niedrig angesetzt hatte. Die Mousse war herrlich schokoladig … aber dann … sozusagen im Abgang 😉 , da kam das Timut Aroma! So fein, aber deutlich schmeckbar! Sensationell!!

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Mousse au chocolat Törtchen mit Timut Pfeffer

Zutaten für 8 Törtchen

Für die Mousse au chocolat habe ich die Stoneform* verwendet (alternativ: GEM Form*) – Für die Zitronenbällchen: Mini-Trüffel Form*

Brownieboden

  • 2 Eier
  • 50 g Zucker
  • 80 g Butter
  • 100 g dunkle Schokoladenkuvertüre
  • 40 g Mehl
  • 15 g dunkler Backkakao
  • 1 Prise Salz

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Den Backofen auf 180 Grad Ober- / Unterhitze vorheizen. Die Butter und die Kuvertüre zusammen über einem Wasserbad oder in der Microwelle schmelzen. Leicht abkühlen lassen. Die Eier und den Zucker schaumig schlagen. Die Butter-Schokoladenmischung einrühren. Mehl, Kakao und Salz darüber sieben und mit einem Schneebesen kurz unterrühren. Den Teig in eine 22 x 22 cm Form füllen und 10-15 Minuten backen. Falls ihr eine andere Form verwendet: Der Teig sollte nicht dicker als 1 cm sein! Abkühlen lassen. Danach 8 Kreise von  ca. 6 cm Durchmesser ausstechen und bereit legen. – Reste des Brownies können vernascht oder eingefroren werden.

Mousse au chocolat mit Timutpfeffer

  • 2 g Timut Pfeffer* (etwa ein gehäufter Teelöffel)
  • 120 g Milch
  • 30 g flüssige Sahne
  • 1 Eigelb
  • 25 g Zucker
  • 2 Blätter Gelatine
  • 180 g dunkle Kuvertüre, geschmolzen
  • 280 g Schlagsahne

Den Timut Pfeffer in einem Mörser zerstoßen. Die Milch mit der flüssigen Sahne und dem zerstoßenen Timut Pfeffer in einen Topf geben und zum Kochen bringen. Die Herdplatte ausschalten und die Mischung mindestens 10 Minuten ziehen lassen.  Währenddessen das Eigelb mit dem Zucker in einer Schüssel verschlagen. Die Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen. Die Kuvertüre über dem Wasserbad oder in der Microwelle vorsichtig schmelzen. 280 g Sahne cremig schlagen und bis zur Verwendung in den Kühlschrank stellen. Die Pfeffermilch erneut zum Kochen bringen. Diese, mit dem Timut Pfeffer aromatisierte, heiße Milch, durch ein feines Sieb über die Eigelbmasse gießen und verrühren. Alles zurück in den Topf gießen und wiederum bei mittlerer Temperatureinstellung erhitzen, bis die Masse leicht eindickt. Die eingeweichte Gelatine in der Pfeffermilch auflösen und diese in drei Portionen über die geschmolzene Kuvertüre geben.mousse-au-chocolat-creme-1mousse-au-chocolat-creme-2 Dabei zwischendurch immer wieder glattrühren. Wenn die Schokoladenmasse eine Temperatur von 40 Grad hat, die bereitgestellte Schlagsahne sanft unterziehen, so dass eine cremig feine Textur entsteht. Die Mousse in einen großen Spritzbeutel einfüllen und die Silikonformen jeweils zu ca. ¾ damit füllen. Darauf achten, dass später von außen keine Luftblasen sichtbar sind! Je eine Browniescheibe in jede Mulde drücken, die möglichst dann plan mit der Oberfläche abschließt. Die Form mit Frischhaltefolie abgedeckt, möglichst auf einem Tablett, mindestens eine Nacht in den Gefrierschrank stellen.

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Zitronenbällchen

  • 45 g flüssige Sahne
  • Zesten/Abrieb einer Bio Zitrone oder Grapefruit
  • 40 g Joghurt 10 %
  • 15 g Zitronensaft oder Grapefruitsaft
  • 30 g Zucker
  • 1½ Blätter Gelatine
  • 100 g Schlagsahne

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Die Sahne mit den Zitronenzesten in einem kleinen Topf ca. 5 Minuten leicht köcheln lassen. Währenddessen die Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen. Joghurt, Zitronensaft und Zucker verrühren. Die Gelatine in der warmen Zitronensahne auflösen und diese durch ein Sieb zum Joghurt gießen. 100 g Sahne cremig aufschlagen und unter die noch warme Zitronenmasse ziehen. Die Zitronencreme in einen Spritzbeutel füllen und die Kugel-Silikonformen damit füllen. Die Oberfläche sauber abstreifen. Die Form auf ein Tablett stellen und mit Frischhaltefolie bedeckt mindestens eine Nacht einfrieren.

Weiße Mirror Glaze (Rezept von Ofenkieker)

Diese Menge ist reichlich! Die Glasur hält sich aber einige Tage im Kühlschrank oder einfach für’s nächste Projekt einfrieren und dann wieder langsam im Wasserbad oder der Microwelle erwärmen.

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Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen. Wasser, Zucker und Glucosesirup zum Kochen bringen. Vom Herd ziehen, kurz etwas abkühlen lassen. Dann die Gelatine einrühren. Die gehackte Kuvertüre hinzufügen, einen Moment aufweichen lassen, danach die weiße Lebensmittelfarbe und die Sahne unterrühren. Mit einem Stabmixer aufemuglieren. Dabei möglichst keine Luft einarbeiten!

Fertigstellung

Die Velvetspraydose laut Anleitung leicht erwärmen ( auf der Heizung oder im warmen Wasserbad) und dann 1-2 Minuten schütteln. Die gefrorenen Mousse au chocolat Törtchen aus der Silikonform lösen, auf eine Unterlage stellen und mit dem Spray besprühen. Achtet darauf, das Umfeld gut mit Papier o. ä. auszulegen, damit ihr hinterher nicht die Küche putzen müsst 😉 .

Die gefrorenen Zitronenkugeln ebenfalls aus den Silikonformen drücken, auf ein Rost mit Teller darunter setzen und mit der weißen Glanzglasur überziehen. Die Mirror glaze sollte dafür ca. 35 Grad haben. Sobald die Glasur fest ist, die Zitronenbällchen auf die Schokoladentörtchen setzen und nach Belieben dekorieren. Die Törtchen müssen nun ca. 2 Stunden auftauen.

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Mit Klick auf das Rezeptfoto gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF:

 

*MaLu's-PDF-Rezept

Der Brownieboden ist übrigens lecker saftig und die Reste eignen sich prima zum Vernaschen 😉 . Mein Mann und ich waren gleichermaßen begeistert beim Verkosten 🙂 . Eines ist sicher: Dieser Timut Pfeffer ist eine echte Entdeckung und ich hüte ihn wie meinen Augapfel. Damit werde ich sicher noch nicht das letzte Mal ‚gebacken‘ haben! Ich bin ganz ehrlich begeistert. Und jeder, dem ich das Tütchen mit den kleinen dunklen getrockneten Beeren unter die Nase halte, reißt überrascht die Augen auf und staunt über das Aroma.

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Ein paar Törtchen habe ich noch im Froster 😉 . Ich werde sie zu meinem Geburtstag als Dessert servieren und bin schon gespannt, was meine Gäste dazu sagen. Das ist das Tolle an diesen Silikonformen. Man kann die Törtchen frühzeitig entspannt zubereiten und an dem Tag garnieren und auftauen, wenn sich Besuch in Anmarsch ist.

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Ich wünsche euch einen schönen, entspannten Sonntag 🙂

Liebste Grüße

Eure MaLu

♥♥♥

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Schokoladen-Vanilletarte mit karamellisierten Pecannüssen

Ist hier jemand im neuen Jahr auf Diät?!

Tja, dann seid ihr hier falsch! 😀 Ich starte nach den üppigen Feiertagen nämlich gänzlich schamlos mit einer supercremigen Schokoladen-Vanilletarte mit knackigen karamellisierten Pecannüssen 😀 !

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Ich hoffe, ihr seid alle gut ins Neue Jahr gekommen und freut euch nun auf neue Rezepte und leckere Köstlichkeiten 🙂 . Zugegeben, auch ich muss/möchte im neuen Jahr wieder ein wenig an meiner schlanken Linie arbeiten, aber ganz ehrlich, was wäre ein Leben ohne Genuss 😉 ? Letztlich kommt es doch immer auf das Maß der Dinge an, nicht wahr? Bevor wir uns also die Laune verderben lassen, schlage ich vor, in aller Gemütlichkeit in die Küche zu gehen und diese Köstlichkeit zu backen, um hinterher ein Stückchen dieser einfach umwerfenden Tarte mit allen Sinnen zu genießen und unseren Lieben ein seliges Lächeln zu entlocken ❤ .schokoladen-vanilletarte-mit-karamellisierten-pekannu%cc%88ssen-3

Lecker und köstlich, das sind Eigenschaften, die ich euch für diese Tarte auf jeden Fall versprechen kann! Das Rezept habe ich schon lange auf meiner Liste und als ich nun während des kleinen Urlaubs zwischen den Feiertagen ein wenig Zeit hatte, habe ich es mir endlich vorgenommen.  Douceur lactée heißt die Tarte von Grégory Quéré und ich habe es vor langer Zeit in meiner französischen Pâtisserie Zeitschrift Pâtisseries & Compagnies entdeckt. Ich habe mich weitgehend an das Original gehalten, nur bei den Mengen und bei den karamellisierten Pecannüssen musste bzw. habe ich etwas geändert.

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Die Tarte erinnert ansonsten im Aufbau stark an die Unendliche Vanilletarte von Pierre Hermé. Und dass die einfach sagenhaft lecker schmeckt und mit Recht euer Liebling in 2016 war, spricht dann auch schon wieder für diese Schoko-Vanilletarte. Eingebettet in einen zartknusprigen Haselnussmürbeteig liegt ein mit Vanillesirup getränkte Biskuitschicht in einem Vanilleganachebett. Es folgt eine Knusperschicht aus karamellisierten Pecannussen. Und dann kommt der Knaller! Bedeckt wird diese mit einer samtigen und cremigen Schokoladenschicht, die ihresgleichen sucht. Namelaka nennt sich dieses Schokoladenglück, dass nach meinem Empfinden, noch leckerer ist als eine Mousse au chocolat. Namelaka ist japanisch und heißt so viel wie „ultracremig“ und wurde in der Valhrona School entwickelt. Valhrona ist ein Hersteller hochwertiger Schokolade und Kakaoprodukte. Leider hatte ich keine Schokoladenkuvertüre dieses Herstellers zur Hand, doch auch die von mir verwendete Callebaut Kuvertüre hat ein wunderbares Ergebnis geliefert.schokoladen-vanilletarte-mit-karamellisierten-pekannu%cc%88ssen-8Wichtig dabei ist, möglichst genau auf die Kakaoprozente zu achten, damit die Creme eben auch ultracremig gelingt. Diese Information habe ich aus meinem Buch ‚Schokolade-Die Kochschule‘, denn in dem Originalrezept aus der Zeitschrift standen leider keine detaillierten Angaben. Wie wichtig die genaue Einhaltung ist, wurde mir klar, als ich merkte, dass die Mengenangabe der Namelaka für meine Tarte nicht reichte 😦 . Was nun? Ich habe meine halbfertige Tarte kurzerhand eingefroren und eine neue Portion (etwas weniger als die Hälfte) gekocht. Da ich nicht mehr so viel Kuvertüre hatte, war ich bei den Mengenangaben ein wenig zu „unbekümmert“, wodurch die zweite Portion Namelaka etwas fester geriet. War nicht so schlimm, denn wenn man die Creme sachte rührt und Temperatur annehmen lässt, ließ sie sich trotzdem noch gut verarbeiten. Der Grund für die etwas unregelmäßigen Wellen und Wogen auf meiner Tarte liegt also in dieser Ursache begründet 😉 . Aus dem Grund kann ich aber nun versichern, dass der Einfrierprozess der Tarte nicht geschadet hat 😉 . schokoladen-vanilletarte-mit-karamellisierten-pekannu%cc%88ssen-9

Ihr seht also, auch für mich ist jedes Rezept ein Experiment und eine Lernaufgabe. Und ich freue mich immer, wenn dann trotz kleiner Stolpersteine und Anfängerfehler, ein so köstliches Endergebnis vor der Kamera steht.

Schokoladen-Vanilletarte mit karamellisierten Pecannüssen

Für eine Tarteform* mit Hebeboden – 24 cm Ø

Namelaka – Schokoladencreme (Tags zuvor zubereiten!)

(Dies ist die doppelte Rezeptmenge des Originalrezepts, da die einfache Menge bei mir nicht ausreichte! Nun blieb allerdings ein Rest zum Vernaschen übrig 😉 . Entscheidet selbst, wie dick ihr die Namelakaschicht wünscht )

  • 5 g Gelatine (3 Blätter)
  • 350 g Schokoladenkuvertüre (ich habe Callebaut 54,5 % * verwendet)
  • 200 g Vollmilch
  • 10 g Glucosesirup*
  • 400 g flüssige Sahne 35 %

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Die Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen. Die Schokoladenkuvertüre ggf. hacken und im Wasserbad oder der Microwelle auflösen (45 Grad). Die Milch mit der Glucose erhitzen, vom Herd nehmen und die Gelatine darin auflösen. Die heiße Milch mit einem Spatel in drei Schritten unter die geschmolzene Schokolade rühren. Keinen Schreck bekommen, wenn die Schokolade zuerst etwas fester und trockener wird. Immer schön weiterrühren, bis sie glatt gerührt ist. Anschließend die kalte Sahne zur Schokoladencreme geben und mithilfe eines Mixstabs aufemulgieren, ohne dabei unnötig Luft unterzurühren. Die Oberfläche der Namelaka mit Frischhaltefolie bedecken und über Nacht im Kühlschrank fest werden lassen.

Vanillesirup (kann auch einen Tag vorher zubereitet werden)

  • 150 g Wasser
  • ½ aufgeschlitzte Vanilleschote
  • 75 g Zucker
  • 1 El. Rum

Alle Zutaten, bis auf den Rum, in einem kleinen Topf zum Kochen bringen und einige Minuten köcheln lassen. Den Rum hinzufügen und den Sirup in ein Marmeladenglas füllen. Bis zur Verwendung in den Kühlschrank stellen.

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  • 75 g weiche Butter
  • 45 g Puderzucker
  • 25 g gemahlene Haselnüsse
  • 25 g verschlagenes Ei (ca. ½ Ei)
  • 1 Prise Salz
  • 125 g Mehl

Die weiche Butter mit dem Puderzucker cremig rühren, die weiteren Zutaten eines nach dem anderen dazugeben und schnell zu einem glatten Teig verarbeiten. Eine Kugel formen, flachdrücken und in Frischhaltefolie verpackt mindestens 1 Stunde in den Kühlschrank legen.

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Nach der Ruhezeit den Backofen auf 170 Grad Umluft aufheizen. Den Teig dünn ausrollen und in eine gefettete Tarteform (24 cm Ø) legen. Den Teig mit einer Gabel mehrfach leicht einstechen, mit Backpapier auslegen und Backerbsen oder Keramikperlen* einfüllen. 10 Minuten vorbacken. Danach die Perlen und das Backpapier entfernen und die Tarte abermals 10-12 Minuten goldbraun backen. Aus der Form entfernen und auf einem Rost auskühlen lassen.

Biskuiteinlage

  • 2 Eigelb Gr. M
  • 50 g Zucker
  • 2 Eiweiß Gr. M
  • 25 g Mehl
  • 20 g Stärkemehl

Den Backofen auf 180 Grad Ober- /Unterhitze heizen. Das Eigelb mit der Hälfte der Zuckermenge hellschaumig mixen. Das Eiweiß mit dem restlichen Zucker zu Eischnee schlagen. Stärke und Mehl über den Eischnee sieben und zusammen mit der Eigelbmasse unterheben. Den Teig entweder auf ein mit Backpapier oder Silikonmatte ausgelegtes Blech streichen, oder in eine Spritztüte mit 10 mm Tülle füllen und eine Spirale von mindestens 24 cm Durchmesser spritzen. Den Biskuit ca. 8-10 Minuten hellbraun backen., danach auskühlen lassen. -> In der Zwischenzeit die Vanilleganache zubereiten.

biskuitscheibe

Vanilleganache

  • 160 g weiße Kuvertüre, geschmolzen  (ich habe Callebaut Callets weiß* verwendet)
  • 160 g flüssige Sahne 35 %
  • 1 Vanilleschote

Sahne mit der aufgeschlitzten Vanilleschote aufkochen, Herdplatte ausstellen und  alles 30 Minuten ziehen lassen. Dann in drei Portionen (s. o.) über die geschmolzene weiße Schokoladenkuvertüre gießen und glattrühren.

Aufbau I

Die Haselnusstarte auf eine Platte/ Teller stellen. Den Biskuitkreis ggf. zuschneiden, damit er genau in die Tarte passt (geht gut mit einer Schere).  Anschließend satt von beiden Seiten mit dem Vanillesirup tränken. Ein Drittel der Vanilleganache in die Tarte füllen, den getränkten Biskuitkreis hineinlegen und mit der restlichen Vanilleganache übergießen. Mindestens 2 Stunden in den Kühlschrank stellen. -> In der Zwischenzeit die Pecannüsse karamellisieren.

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Karamellisierte Pecannüsse

  • 150 g ganze Pecannüsse
  • 75 g Zucker
  • 30 g Wasser

Die Pecannüsse auf einem Blech im 170 Grad heißen Backofen 15 Minuten rösten. Zucker und Wasser in einen kleinen Topf geben und auf mittlerer Hitze zum Kochen bringen. Sobald der Zucker karamellisiert (golden wird), die gerösteten Pecannüsse hinzufügen, verrühren und anschließend auf einer Silikonmatte oder Backpapier ausbreiten. Vorsicht heiß!! Abkühlen lassen. Einige Pecannüsse für die Dekoration beiseite legen, die restlichen karamellisierten Nüsse von Hand oder in einem Blitzhacker o. ä. nicht zu fein hacken. Sie sollen ja noch Biss haben!

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Aufbau II

Die vorbereitete Tarte aus dem Kühlschrank holen und mit den gehackten, karamellisierten Pecannüssen bedecken. Die Namelaka ebenfalls aus der Kühlung holen und in einen Spritzbeutel mit St.Honoré Tülle* füllen (natürlich geht auch eine andere Tülle). Die Tarteoberfläche wellenförmig mit der Namelaka bedecken. Die Tarte ist nun servierbereit. Möchte man sie noch mit braunem Velvetspray* besprühen, sollte die Tarte vorher für mindestens eine Stunde tiefgefroren werden! – Hinweis: Die Tarte kann in diesem Zustand auch für einige Tage eingefroren werden. Ich habe sie erst einmal unbedeckt hart frieren lassen und sie dann erst mit Folie bedeckt und gut verpackt tiefgefroren.

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Vor dem Servieren habe ich sie mit dünnen Schokoladenblättchen und den zurückgelegten karamellisierten Pecannüssen garniert.

Mit Klick auf das Rezeptfoto gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren Rezeptansicht:

*MaLu's-PDF-Rezept

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Ja, ihr habt recht! Die Zubereitung ist aufwändig und es braucht seine Zeit, bis dieser Leckerbissen auf dem Tisch steht. Doch ich werde nicht müde zu erklären, dass es sich lohnt! Sicher, solche Torten sind kein Projekt für den Kaffeebesuch, der sich kurzfristig zum Sonntagnachmittag eingeladen hat. Doch wenn ihr mehr Raum für Planung habt, könnt ihr viele der einzelnen Schritte problemlos in aller Ruhe ein bis drei Tage vorher zubereiten.

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Ich höre immer wieder von LeserInnen und NachbäckerInnen, die darüber erstaunt waren, wie einfach es dann letztendlich doch war und wie groß der Stolz, die Freude und der Genuss hinterher ist 🙂 . Mir geht’s übrigens genauso 😉 .schokoladen-vanilletarte-mit-karamellisierten-pekannu%cc%88ssen-10

Die Tarte wurde mir von meinen VerkosterInnen förmlich aus der Hand gerissen 😀 ! Und alle, wirklich alle waren restlos begeistert! Die Cremigkeit, das Knistern der karamellisierten Nüsse und die Geschmackskomposition ist schlicht umwerfend ❤ .

Übrigens sieht die Torte auch ohne Velvetspray besprüht schön aus! Ihr müsst also diese kostspielige Ausgabe nicht unbedingt tätigen. Ich wollte die Optik nur gern so nah wie möglich am Original 😉 .schokoladen-vanilletarte-mit-karamellisierten-pekannu%cc%88ssen-7

Hach, ich freue mich, dass ich es nun doch noch geschafft habe, euch diesen Beitrag am ersten „normalen“ Wochenende im Jahr zu präsentieren. Ich bin heute früh aufgewacht, habe mir Tee gekocht und bin in an meinen Schreibtisch geschlichen 😀 ! Jetzt wird’s aber Zeit für ein leckeres Sonntagmorgen Frühstück!

Macht es euch schön und erhaltet euch die Lust auf Genuss!

Herzlichst Eure MaLu

♥♥♥

 

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Glänzende Schoko-Tannenbaum Cupcakes

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Ihr Lieben,

ganz kurz vor Heiligabend und am Ende des Jahres möchte ich noch einmal Danke sagen !

Dieses Jahr 2016 hat es mir nicht immer leicht gemacht. Wenn ihr hier meine Blogbeiträge lest und in den Leckereien schwelgt, dann scheint alles süß und leicht zu sein. Das ist es natürlich auch meist so, doch in diesem Jahr musste ich mir oft genug die Zeit für meinen Blog stehlen, weil meine Familie mich brauchte. Allen voran meine Eltern, die (was wir immer vermeiden wollten) in ein Pflegeheim ziehen mussten. Leider kam dann doch das Unvermeidliche und wir mussten im Sommer Abschied von meinem geliebten Papa nehmen. – Schlechte Nachrichten und Sorgen gaben sich ein regelmäßiges Stelldichein. Unser Opi-Kater Pummi verließ uns für immer und das Weltgeschehen tat ein übriges dazu.

Doch da waren zum Glück auch all die lieben Menschen, die mich umgeben und begleiten. Mein geliebter Mann , der mich immer tapfer mit meinem Blog teilt 😉 , unsere geliebten Kinder  und Enkelkinder , die immer für Überraschungen gut und unser größtes Glück sind. Meine beiden besten Freundinnen Renate und Barbara , die mit mir durch dick und dünn gehen und mir IMMER treu zur Seite stehen, obwohl ich oft so wenig Zeit für sie habe. Und dann seid IHR  es, meine LeserInnen und BloggerkollegInnen, die mich mit all euren Kommentaren, Emails und Fotos von nachgebackenen Köstlichkeiten überrascht und erfreut. Glaubt mir, ich lese jedes einzelne Wort und jedes ist für mich von Bedeutung! Mir ist bewusst, dass ihr euch, um mir zu schreiben, kostbare Zeit genommen habt. Das ist gerade heutzutage, in dieser hektischen Zeit, ein großes Geschenk!

♥ DANKE 

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Ein kleines feines Weihnachtsrezept habe ich euch dann heute doch noch mitgebracht. Vielleicht findet ihr sogar noch Zeit, diese hübschen glänzenden Tannenbaum-Cupcakes zu zaubern. Sie sind wirklich nicht aufwändig und ein dekorativer, leckerer Tischschmuck für die Feiertage (und sonst einfach bis zum nächsten Weihnachtsfest merken 😉 ). Sie bestehen aus saftigen Schokomuffins mit Frischkäse-Vanille Frosting. Der „Tannenbaum“ wird einfach aus fertigen Eiswaffeln, die mit Schokolade bestrichen und bestreut wurden, gezaubert. Etwas glänzende Golddeko und schon darf sich jeder Gast über einen eigenen kleinen Schoko-Tannenbaum freuen 🙂 .

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Schoko-Tannenbaum Cupcakes

Zutaten für ca. 12 Cupcakes

Schoko-Muffins

  • 75 g weiche Butter
  • 120 g brauner Zucker
  • 2 Eier
  • 100 g Frischkäse
  • 40 g dunkler Backkakao
  • 160 g Mehl
  • 2 gestrichene Teel. Backpulver
  • 100 g Milch

Den Backofen auf 180 Grad Ober- / Unterhitze vorheizen. Eine Muffinform mit goldfarbenen Papierförmchen bestücken. Butter und Zucker sehr schaumig schlagen. Nach und nach die Eier untermixen. Den Frischkäse kurz unterrühren. Das mit dem Backpulver vermischte Mehl und den Kakao über die Masse sieben und zusammen mit der Milch unterrühren. Den Teig in die Papierförmchen füllen. Das klappt besonders sauber mithilfe eines Spritzbeutels ohne Tülle. Die Muffins ca. 15 Minuten bei 180 Grad backen (Stäbchenprobe machen). Abkühlen lassen.

Schoko-Tannenbäume

  • 12 fertig gekaufte Eiswaffeln
  • 130 g geschmolzene dunkle Kuvertüre
  • 70 g geriebene dunkle Kuvertüre

14o g Kuvertüre über einem Wasserbad schmelzen. 80 g Kuvertüre mit einer Reibe oder Raspel (Microplane o. ä.) mahlen. Die schräge Öffnung der Eiswaffeln (so vorhanden) vorsichtig in kleinen Stückchen abbrechen, damit die Tannenbäume später gerade stehen. Die so vorbereiteten Eiswaffeln mit Kuvertüre bestreichen und anschließend rundherum mit der geriebenen Schokolade bestreuen. Hinweis: Die Kuvertüre darf dabei nicht zu heiß sein, damit die Schokoflöckchen nicht schmelzen!! Vorsichtig auf ein Rost stellen und trocknen lassen.

tannenbaum-cupcakes-zubereitung

Frosting

  • 85 g Butter (Raumtemperatur)
  • 100 g Puderzucker
  • 100 g Frischkäse
  • echte Vanille oder -extrakt

Die Butter mit dem Puderzucker und der Vanille hellschaumig mixen. Den Frischkäse vorsichtig mit einem Schneebesen oder einem Teigschaber unter die Buttercreme rühren. Nicht zu sehr rühren!! Das Frosting in einen Spritzbeutel mit französischer Tülle füllen und ggf. noch einmal kurz in den Kühlschrank legen.

Fertigstellung

 

Das Frosting in Tupfen auf den Muffins verteilen und die vorbereiteten Schokowaffeln darauf platzieren. tannenbaum-cupcakes-frostingDie Cupcakes mit goldenem Perlglanzpuder und kleinen goldenen Perlchen bestreuen. Eine Zuckerkugel auf die Spitze kleben ( … das kann man auch lassen, wenn man seine Nerven schonen möchte 😀 ).

Mit Klick auf das Rezeptfoto gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF-Rezeptansicht:

*MaLu's-PDF-Rezept

 

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Mit diesem Beitrag verabschiede ich mich von euch in den Weihnachtsurlaub.

Ich wünsche euch von Herzen ein fröhliches, besinnliches, glückliches Weihnachtsfest. Bleibt bzw. werdet gesund und denkt auch an all die Menschen, die in diesen Tagen einsam und traurig sind. Lasst uns im neuen Jahr Respekt und Toleranz walten lassen und hoffen, dass sie auch uns zuteil werden.  Beten wir um Frieden – die Welt hat es nötig!

Frohe Weihnachten!

Eure MaLu

♥♥♥

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