Winterliche Schokoladentorte mit Cranberries, Orange & Rosmarin

Moin, ihr Lieben! Die Weihnachts- und Feiertagspause ist um und es geht wieder frisch an’s Werk. Nicht, dass ich faul gewesen wäre, aber so eine kleine Schaffenspause manchmal ganz gut für Familie, Kopf und Kreativität 😉 .

Schokoladentorte mit Cranberries, Orange & Rosmarin

Aber nein, eine Kalorienpause werde ich hier nicht einlegen 😀 ! Wie ihr seht, lasse ich nicht locker mit meinen Bemühungen, euch zu verführen ❤ .Schokoladentorte mit Cranberries, Orange & Rosmarin

Kann ich euch mit dieser sündhaft leckeren, schokoladencremigen Torte mit Cranberries, Orange und Rosmarin locken??? 🙂 Wer kann da ans Abnehmen denken? Ich jedenfalls nicht!! Auch wenn die Feiertagsschlemmerei an meinen Hüften ebenfalls nicht ganz spurlos vorbeigegangen sind, ein kleines Törtchen in der Woche, verteilt auf viele Leckermäuler, darf man sich doch gönnen, oder? Kommt, ich schneide einfach mal ein Stückchen ab 😉 Schokoladentorte mit Cranberries, Orange & Rosmarin

Sieht das nicht verführerisch aus? Die cremige Milchschokoladenmousse mit einem Hauch Rosmarinaroma habe ich nach einem Rezept von Matthias Ludwigs zubereitet. Dazu das herbsäuerliche Cranberrykompott und saftig getränkter Orangenbiskuit – ein echter Leckerbissen!

Schokoladentorte mit Cranberries, Orange & Rosmarin

Wenn auch geschmacklich keine Notwendigkeit, so doch ein optischer Clou: die Baiserstangen, die wie ein Zaun um die Torte herum angeordnet sind. Mein Mann nannte die Torte daraufhin „Alcatraz“ 😀 !

Schokoladentorte mit Cranberries, Orange & Rosmarin

Schokoladentorte mit Cranberries, Orange und Rosmarin

Cranberryschicht

  • 200 g Cranberries
  • 75 g frisch gepresster Orangensaft
  • Abrieb einer ½ Bio Orange
  • 150 g Gelierzucker 1:2
  • 1 Blatt Gelatine

Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen. Die Cranberries waschen und mit dem Orangensaft in einem Topf kochen bis sie alle geplatzt sind. Den Orangenabrieb und den Gelierzucker hinzufügen und nach Packungsanleitung (ca. 4 min) unter Rühren sprudelnd kochen lassen. Vom Herd nehmen und einen Moment abkühlen lassen, dann die Gelatine darin auflösen. Das Cranberrykompott in eine Silikonform* oder einen Ring mit 16  cm. Durchmesser füllen, glattstreichen und mindestens 4 Stunden, am besten über Nacht, einfrieren.

Baiserstangen

  • 2 Eiweiß (ca. 70 g)
  • 1 Prise Salz
  • 70 g feiner Zucker
  • 60 g Puderzucker

Backofen auf 80-90 Grad Umluft vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.- Eiweiß in eine blitzsaubere, fettfrei Schüssel geben, Salz hinzufügen und mit dem Mixgerät/Küchenmaschine aufschlagen. Dabei nach und nach den Zucker hinzufügen. Anschließend den Puderzucker über den Eischnee sieben und vorsichtig mit einem Teigschaber unterheben. Die Baisermasse in einen Spritzbeutel mit 8 mm Rundtülle* füllen und lange, möglichst gleichmäßige Streifen auf das Backpapier spritzen. Das klappt am besten, wenn man die Tülle 1-2 cm über der Oberfläche hält und die Masse gewissermaßen wie einen Faden auf das Backpapier legt. Die Baiserstangen ca. 1 – 1,5 Stunden im Backofen trocknen lassen. Dabei die Backofentür einen ganz kleinen Spalt offen lassen (Messer o.ä. einklemmen.)

Orangenbiskuit

  • 3 Eier, getrennt
  • 75 g Zucker
  • 70 g Mehl
  • 15 g gemahlene Mandeln
  • Abrieb einer Bio Orange
  • 1 El Butter, geschmolzen

Backofen auf 180 Grad Ober- / Unterhitze vorheizen. Eier trennen. Butter schmelzen. Eiweiß mit dem Zucker steifschlagen.  Das Eigelb sachte einrühren. Das gesiebte Mehl und die gemahlenen Mandeln darübergeben und mit dem Orangenabrieb unterheben. Zwischendurch einen Esslöffel Teig mit der geschmolzenen Butter verrühren und ebenfalls mit unterheben. Den Teig mithilfe einer großen Palette etwa 1 cm dick auf ein, mit Backpapier oder Silikonmatte* belegtes Blech streichen und bei 180 Grad ca. 12-15 min backen. Abkühlen lassen und zwei Kreise von 16 cm Durchmesser ausschneiden.

Tränke und Garnitur

  • Frisch gepresster Saft einer Orange
  • 10 g Zucker

Orangensaft und Zucker in einem kleinen Topf aufkochen und anschließend abkühlen lassen

  • einige frische Cranberries
  • Zucker

Für die gezuckerten Cranberries zunächst einen Zuckersirup herstellen. Dafür etwas Wasser (ca. 50 g) und die gleiche Menge Zucker zusammen aufkochen und abkühlen lassen. Die frischen Cranberries mit Zuckersirup benetzen, abtropfen lassen, in einen Teller legen und mit Zucker bestreuen. Die Cranberries ein wenig im Zucker „herumrollen“ und dann trocknen lassen.

Milchschokoladenmousse mit Rosmarin (Matthias Ludwigs)

  • 150 g flüssige Sahne
  • 15 g Zucker
  • 15 g Rosmarin
  • 3 Blätter Gelatine
  • 360 g Milchschokoladen Kuvertüre* 33-38%
  • 15 g Kakaobutter (alternativ weiße Kuvertüre)
  • 330 g Schlagsahne

Die flüssige Sahne mit dem Zucker und dem Rosmarin aufkochen. Vom Herd nehmen und 10 Minuten ziehen lassen. Die Schokoladenkuvertüre im Wassserbad oder der Microwelle schmelzen. Die Rosmarinsahne nach 10 Minuten durch ein Sieb gießen, 140 Gramm abwiegen und abermals kurz aufkochen. Die Kakaobutter und die Gelatine einrühren und die Sahne anschließend in drei Portionen zur Kuvertüre geben. Dabei nach jeder Portion glattrühren. 330 g Sahne cremig schlagen. Wenn die Temperatur der Schokoladenmasse ca. 35 Grad hat, die Sahne unterheben. Die Hälfte der Mousse in einen Einmalspritzbeutel ohne Tülle füllen.

Fertigstellung

Den Rand eines Tortenringes oder einer Springform mit 18 cm Durchmesser mit breiter Tortenrandfolie* auskleiden. Den ersten Biskuitkreis mittig einlegen und mit dem Orangensaft tränken. Die gefrorene Cranberrscheibe aus der Form lösen und auf den Biskuit legen. Die Ränder rund um Biskuit und Cranberryschicht mit Schokoladenmousse füllen. Das geht besonders gut mit dem Spritzbeutel. Die Form ein wenig rütteln, damit alle Zwischenräume ausgefüllt sind. Dann eine ca. 1 cm dicke Schicht Schokoladenmousse einfüllen. Darauf den zweiten Biskuit legen und ebenfalls tränken. Wiederum die Zwischenräume mithilfe der Spritztüte füllen und anschließend den gesamten Rest der Schokoladenmousse einfüllen. Erneut die Form vorsichtig rütteln, um Hohlräume zu vermeiden. Die Torte nun für mindestens drei Stunden im Kühlschrank fest werden lassen. (Wer möchte, kann sie an dieser Stelle auch einfrieren).

Die Baisergarnitur sollte möglichst nicht zu lange vor dem Servieren aufgebracht werden, da der Baiser mit der Zeit weich wird. Dafür die Stangen in verschieden lange Stücke schneiden. Den Tortenrand lösen, die Tortenrandfolie abziehen und den seitlichen Rand mit den Baiserstangen dekorieren. Das Zentrum der Torte mit den gezuckerten Cranberries und Rosmarinspitzen verzieren.

Mit Klick auf das Rezeptfoto gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF:

Schokoladentorte mit Cranberries, Orange & Rosmarin

Die Torte ist wirklich nicht schwer zuzubereiten und wer keine Lust, Zeit oder Geduld für die Baiserdekoration mitbringt, lässt sie einfach weg und hat trotzdem den vollen Genuss 🙂 . Außerhalb der Cranberry Saison wären übrigens auch Kirschen als Alternative dazu denkbar.

Schokoladentorte mit Cranberries, Orange & Rosmarin

Der Alltag hat uns wieder, die Arbeit im Labor läuft auf Hochtouren. Ja, es ist Erkältungszeit! Auch meinen Mann hatte über die Feiertage eine ordentliche (Männer-) Grippe erwischt 😉 . Gottseidank bin ich bisher verschont geblieben und ich hoffe, dass es so bleibt! Schließlich habe ich auch schon wieder ein paar Ideen für leckere Backwerke im Kopf und einige Bücher mit feinen Nachbackprojekten am Start.  Ich freu‘ mich drauf!

Schokoladentorte mit Cranberries, Orange & Rosmarin

Ich wünsche euch ein gemütliches Januar-Wochenende. Bleibt gesund, backt einen Kuchen und macht es euch schön!

Liebste Grüße

♥♥♥

 

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Frohe Weihnachten – Mandel-Marzipanguglhupf mit Cranberries

Meine Lieben,

es ist Heiligabend Morgen und möglicherweise habt ihr jetzt anderes zu tun, als Backblogs zu lesen 😉 . Aber egal ob heute oder einige Tage später, ich möchte euch ein wunderbares, friedvolles und glückliches Weihnachtsfest wünschen. Und ich möchte mich bei euch für eure Treue, eure lieben und aufbauenden Kommentare und netten Mails bedanken. Sie bedeuten mir wirklich unendlich viel und ich lese sie alle mit Aufmerksamkeit. Danke an alle, die mir Fotos ihrer nachgebackenen Köstlichkeiten schickten. Über jedes habe ich mich riesig gefreut 🙂 . Egal ob Leser oder BloggerkollegInnen: Ihr seid mir alle ans Herz gewachsen.

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Na klar macht so ein Blog viel Arbeit, aber jede Minute macht mir Freude, umso mehr wenn ich meine ‚Werke‘ dann mit euch teilen darf. Deshalb möchte ich mich auch von Herzen bei meinem lieben Mann, meiner Familie und meinen lieben Freundinnen bedanken. Für eure Geduld mit mir, wenn ich mal wieder stundenlang vor dem Computer sitze, wenn ich am Telefon kurz angebunden bin, weil ich gerade am Macarons spritzen bin oder wenn ich mal wieder von nichts anderem rede, als vom Backen, Bloggen oder meinen neuesten Ideen. Dafür danke ich euch!

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Doch ich habe euch auch noch ein schnelles, feines Rezept für einen weihnachtlichen Guglhupf mitgebracht. Eigentlich kann man ihn auch außerhalb von Weihnachten backen, wenn man z. B, das Lebkuchengewürz weglässt. Dann schmeckt er immer noch absolut lecker marzipanig. Über meine Marzipanleidenschaft konntet ihr ja bereits hier lesen klick und dass ich Guglhupfe liebe habt ihr auch schon gemerkt 😉 .

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Er ist herrlich locker, duftet nach Marzipan und Lebkuchen. Knusprige Mandelblättchen umhüllen ihn und Cranberries geben den kleinen säuerlichen Kick. Bekommt ihr noch Gäste zwischen oder an den Feiertagen? Dieser Guglhupf macht sicher alle glücklich, ist schnell zubereitet und hält locker einige Tage.

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Mandel-Marzipanguglhupf mit Cranberries

Wichtig: Alle Zutaten sollten Zimmertemperatur haben!

Teig:

  • 250 g Butter
  • 220 g Zucker
  • 5 Eier Gr. M
  • 130 g Marzipanrohmasse
  • 150 g Sahne
  • einige Tropfen Bittermandelöl
  • 250 g Mehl
  • 1 Prise Salz
  • 1 Tüte Backpulver
  • 2 Teel. Lebkuchengewürz
  • einige Tropfen Bittermandelöl
  • 50 ml Amaretto
  • 30 g geröstete, gehackte Mandelblättchen
  • 120 g grob. gehackte, getrocknete Cranberries
  • eine Handvoll Mandelblättchen zum Ausstreuen der Form

Für die Garnitur:

  • 220 g Puderzucker
  • frisch gepresster Zitronensaft
  • ganze Mandeln
  • getrocknete Cranberries
  • Pistazien
  • Rosmarinzweiglein

Backofen auf 180 Grad vorheizen.- Fettet eine Guglhupfform gut aus und streut sie mit Mandelblättchen aus, so dass diese am Boden und Rand der Form kleben bleiben. – 5o g Mandelblättchen in einer Pfanne kurz hellbraun anrösten und hinterher hacken. – Weiche Butter und Zucker mit dem Mixgerät sehr schaumig rühren. Dabei nach und nach die Eier hinzufügen und jedes mindestens eine halbe Minute untermixen, so dass eine fluffige Masse entsteht. Marzipan, Bittermandelöl und Sahne separat ebenfalls zu einer cremigen Masse aufschlagen. Ist die Marzipanrohmasse zu fest, hilft es sie zuvor grob zu raspeln oder im Ofen oder Microwelle leicht zu erwärmen. Fügt die aufgeschlagene Marzipanmasse zur Eimasse hinzu. Mischt das Mehl mit dem Backpulver, dem Salz und dem Lebkuchengewürz und siebt es darüber. Gießt den Amaretto dazu und verrührt alles zu einem glatten Teig. Zum Schluss hebt ihr die gerösteten Mandeln und die grob gehackten, getrockneten Cranberries unter.  Füllt den Teig in die vorbereitete Guglhupfform und backt den Kuchen ca. 40-45 Minuten bei 180 Grad (Stäbchenprobe machen!)

Mit Klick auf das Rezeptbild gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF-Rezeptansicht:

*MaLu's-PDF-Rezept

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Riecht ihr nicht förmlich diesen weihnachtlichen Duft des Kuchens? Hört ihr nicht schon die Weihnachtsglocken läuten? – Dieses Weihnachtsfest erlebe ich sehr bewusst, denn ich kann es wieder mit meinem Mann gemeinsam zu Hause feiern. Dafür bin ich sehr dankbar – im letzten Jahr, als er so krank war, war dies nicht so sicher. Denken wir also heute auch an die Menschen, die nicht so glücklich sein dürfen. – Und freuen wir uns über strahlende Kinderaugen, leuchtende Tannenbäume und darüber, dass wir gesund und munter sind.

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So, und wenn ihr alle artig wart, dann muss der Weihnachtsmann heute Abend kein so ein ernstes Gesicht machen. Dann kann er seine Rute und den Sack mit Kohlen auf dem Schlitten liegen lassen …

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… dann packt er all seine schönen Geschenke für euch aus und freut sich über all die freundlichen und lieben Menschen 😀 .

Frohe Weihnachten

Ich verabschiede mich hiermit in die Weihnachtspause, denn die nächsten Tage gehören meiner Familie. Wir sehen bzw. lesen uns wieder im neuen Jahr 2016. Ich hoffe ihr seid dann alle wieder dabei, wenn hier wieder gebacken wird was das Zeug hält 😉 .

Ich umarme euch und wünsche euch wunderschöne Feiertage. Bleibt bzw. werdet gesund und kommt gut ins neue Jahr!

Liebste Grüße

Eure MaLu ♥♥♥

Blutorangenkuchen mit Rosmarin

So, der Alltag hat mich zurück! Nach zwei Wochen wunderbarster Erholung und Entspannung zusammen mit meinem Schatz an der mecklenburgischen Ostseeküste ‚darf‘ ich endlich wieder ins Büro 😉 . Aber ganz ehrlich? Es ist okay! Endlich wieder Normalität 🙂 . Und endlich wieder backen!!! Juchuu! Ich war kaum zu Hause, da wurde die Rührschüssel schon aus ihrem dunklen Versteck geholt und innerhalb kürzester Zeit lief der Mixer wieder auf Hochtouren! Wenn mich jemand gesehen hätte … tz, tz, tz 😀

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Diesen tollen Blutorangenkuchen hatte ich nämlich schon seit drei Wochen im Hinterkopf. Ich hatte ihn nämlich bei der lieben Eva von Ichmussbacken (hihi, der Name ist auch bei ihr Programm 😉 ) entdeckt und war sogleich entflammt. Blutorangenkuchen klingt ja schon mal nach einem saftigen Winterkuchen. Aber mit Rosmarin, das fand ich spannend! Einige von euch wissen ja, dass ich Backen mit Kräutern sehr mag. In ihrem Beitrag, hat mir Eva diesen Kuchen dann endgültig schmackhaft gemacht und als ich auf dem Markt von Bad Doberan Blutorangen entdeckte, wanderten sie sofort in meine Einkaufstasche. Rosmarin habe ich noch im Garten (nein, er ist noch nicht erfroren), also konnte ich gleich loslegen.

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Wenn man an der Ostsee ‚Urlaub‘ macht, stolpert man früher oder später über Sanddorn und dessen Erzeugnisse. Ich liebe ja jetzt im Winter diesen köstlichen heißen Sanddornpunsch mit einem Schuss Amaretto  . Habt ihr den mal probiert? Der ist lecker, sag ich euch!! Und was lag da näher, als die Blutorangentränke für den Kuchen zusätzlich mit etwas Sanddorn aufzupeppen.Heiligendamm Jan.2015-1 Wenn ihr aber keinen Sanddornsaft bekommt ist das auch nicht schlimm.  Dann wird der Geschmack schön ‚orangig‘ denn ich habe zusätzlich noch etwas Orangenschale in den Teig gerieben.

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Apropos Geschmack! Da ist ja noch der Rosmarin. Eva hatte statt 3 Zweiglein Rosmarin sicherheitshalber nur zwei verwendet und fand den Geschmack genau richtig. Ich habe es ihr nachgetan, muss allerdings sagen, dass das Rosmarinaroma für meinen Geschmack ruhig stärker hätte sein können. Nun weiß ich ja aber auch nicht wie groß Evas Zweiglein waren. 😉 Deshalb habe ich die Rosmarinnadeln, die ich verwendet habe gewogen, so dass ihr selber entscheiden könnt, ob ihr noch was drauflegen möchtet.

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Leider waren auch meine, genau wie Evas Blutorangen, nicht so schön ‚blutig‘ wie erhofft, so dass der Zuckerguss nicht die tolle rosa Farbe annehmen wollte. In dem Fall könnt ihr euch jedoch mit etwas Grenadine oder ein wenig Lebensmittelfarbe helfen, wenn ihr möchtet. Ein paar Granatapfelkerne runden die Optik des rosa Traums noch einmal ab ♥.

Blutorangenkuchen mit Rosmarin 

Teig:

  • 225 g weiche Butter
  • 220 g Zucker
  • 3 Eier
  • 2-3 Blutorangen, filetiert (ca. 120 g Fruchtfilets)
  • 2-3 Rosmarinzweige (ich hatte 3 g Nadeln, dann ist der Rosmaringeschmack sehr dezent)
  • 300 g Mehl
  • 2 Teel. Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • abgerieb. Schale einer Bio-(Blut)Orange

Backofen auf 180 Grad Ober/Unterhitze aufheizen. Gugelhupfform gut einfetten.  Die Schale einer Orange abreiben. Die Blutorangen abschälen und filetierten, d. h. mit einem scharfen Messer nur das Fruchtfleisch herauslösen. Dabei die Orange über ein Schüsselchen halten, da sie sehr saftet. Es darf keine Haut oder Weißes dranbleiben! Blutorangenkuchen 0071-1 Die Rosmarinzweige abstreifen und die Nadeln klein hacken. Zusammen mit den Orangenfilets in einem Blitzhacker oder mit dem Mixstab pürieren.

Butter und Zucker schaumig schlagen bis die Masse sehr hell und luftig ist, nach und nach die Eier untermixen. Danach das Orangen-Rosmarinpüree und den Orangenschalenabrieb hinzufügen und unterrühren.

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Das mit dem Backpulver und dem Salz vermischte Mehl darübersieben und alles zu einem glatten Teig verrühren. Diesen in die vorbereitete Gugelhupfform füllen und ca. 40 – 45 Minuten (Stäbchenprobe!) bei 180 Grad backen.

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Währenddessen den Sirup zum Tränken des Kuchens vorbereiten.

Tränke:

  • Saft von 4 Blutorangen / ca. 300 ml  (ich: 1 Blutorange/ Rest Sanddornsaft)
  • 1-2 El Zucker

Saft und Zucker in einem kleinen Topf aufkochen und danach noch ca. 10-15 Minuten köcheln lassen, bis sich der Sirup um ein Drittel reduziert hat. Wie bereits oben angemerkt, habe ich nur eine Blutorange ausgepresst und die restliche Menge durch Sanddornsaft ersetzt. Die Zuckermenge muss dann angepasst werden.

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Den heißen Kuchen auf ein Rost stürzen und dieses über einen Teller stellen, damit die Tränke darauf tropfen kann. Mit einem Schaschlikspieß oder einem spitzen Messer mehrfach in den Kuchen stechen und mit einem Löffel den noch warmen Saftsirup darüber träufeln.

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Nun sollte der gut getränkte Blutorangenkuchen ganz auskühlen. Ich habe ihn über Nacht stehen lassen. Das ist aber nicht zwingend notwendig.

Guss:

  • 250 g Puderzucker
  • Saft einer Blutorange
  • ggf. Grenadine oder pinke Lebensmittelfarbe
  • Granatapfelkerne

Den Puderzucker mit wenig Blutorangensaft zu einem dickflüssigen (!) Guss anrühren. Achtung! Er muss wirklich dickflüssig sein! Wenn die Färbung des Saftes nicht ausreicht, kann man auf Wunsch mit etwas Granatapfelsirup oder pinker Lebensmittelfarbe nachhelfen 😉 . Die Granatapfelkerne auf den, noch feuchten Guss, verteilen.

Bei Klick auf den folgenden Link gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF-Rezeptansicht: Blutorangenkuchen mit Rosmarin

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Hach, war das schön mit der Schürze, umhüllt von köstlichem Kuchenduft in der Küche zu stehen! Und nachdem der Guss dekorativ über den Kuchen geflossen war, wurden schnell noch ein paar Fotos geschossen und dann ging’s für ihn schon auf Reisen, hin zu meinen Eltern. Mein Vater sah nur den Zuckerguss und war sofort Feuer und Flamme 🙂 . Dass da Rosmarin im Kuchen war, war ihm erstens gar nicht aufgefallen und zweitens sowieso egal, so gut hat er ihm geschmeckt 🙂 . So macht Backen Spaß!

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Danke, liebe Eva, dass du mich auf diesen Kuchen neugierig gemacht hast, auch wenn bei der Zubereitung tatsächlich dein Blut floss :-/ . Es hat sich wirklich gelohnt ihn nachzubacken, so schön saftig und aromatisch ist er. Und dabei so schnell gemacht! Vielleicht findet ihr auch auf dem Markt ein paar Blutorangen. Dann denkt an diesen Kuchen 😉 !

Ich wünsche euch ein richtig gemütliches Wochenende. Kuschelt euch aufs Sofa oder macht einen Spaziergang im Schnee (so welcher da ist) . Und dann gibt’s lecker Kaffee und Kuchen, oder 😉 ?

Liebste Grüße

Eure MaLu ♥♥♥

 

 

Quelle: adapt. aus ‚What Katie ate‘