MERVEILLEUX ! – Baisertörtchen mit Salzkaramell & Erdnusskrokant

Wer mit mir auf Reisen geht, muss sich darauf einstellen, vor jedem Schaufenster einer Pâtisserie stehenbleiben zu müssen, mein „Hach!“ und „Guck mal!“ anzuhören, die Kamera klicken zu hören und, je nach Grad der Begeisterung, in das erwählte Geschäft eintreten zu müssen 😉 . 
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Mein Mann kann auf jedenfalls ein Lied davon singen, erträgt aber geduldig meine Recherchen, den anschließenden Spazierweg/ Marsch zum Ort meiner Sehnsüchte, und sei es in die hintersten Ecken unseres Urlaubsortes. Die Recherchen für unseren letzten Kurzurlaub konnte ich mir diesmal sogar sparen, denn die ebenfalls ‚backverrückte‘ Emma 😉 hatte mich mit ihrem Blogbeitrag über ihre Lieblingsstadt Brügge, erstens total neugierig gemacht und mir zweitens tolle Tipps für einen Trip in die wunderschöne belgische Stadt praktisch auf dem Silbertablett serviert ❤ .

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Tatsächlich haben wir uns dann kurzentschlossen für ein verlängertes Wochenende in einem gemütlichen Brügger Bed & Breakfast eingemietet und haben vier wunderschöne Tage in dieser sehenswerten Stadt verbracht. Das Wetter spielte mit und so gingen wir auf Entdeckung und klapperten all die tollen Tipps, die Emma uns gegeben hatte, ab. Wir genossen, in einer kleinen Brauerei direkt an einem der Kanäle sitzend, leckeres belgisches Bier mit Namen Bourgogne des Flandres, aßen Belgische Waffeln mit Karamellsauce, naschten belgische Schokolade und landeten schließlich in der Pâtisserie Aux Merveilleux de Fred (ebenfalls ein Tipp von Emma). Merveilleux - Baisertörtchen mit Salzkaramell & Erdnusskrokant | MaLu's Köstlichkeiten

Le Merveilleux – das heißt auf französisch “ das Wunderbare“ und wird „mɛʀvɛjø“ gesprochen  😉 .  Dieser Name ist definitiv Programm im Aux Merveilleux de Fred. Frédéric Vaucamps, der Gründer dieser Pâtisserien, hat sich dort hauptsächlich auf die so benannten Törtchen spezialisiert. Baiserschichten, die mit Sahnecreme bestrichen und in verschiedenste Streuseln gewälzt werden, sind neben riesigen, flauschigen Brioches und großen, wie kleinen Baisers, der Renner. Die Kunden standen zum Teil bis auf die Straße Schlange. Wir hatten aber Glück und ergatterten sogar ein Plätzchen im Café und bestellten uns verschiedene Mini-Merveilleux. Da ich mit meiner Tochter in Paris das Glück hatte, diese Törtchen bereits probieren zu haben, wusste ich was mich für ein Leckerbissen erwartete 🙂 . Ich als Baiser Liebhaberin war im 7. Himmel. „Die muss ich zu Hause unbedingt auch einmal ausprobieren!“, rief ich und mein Mann grinste 😉 .

Aux Merveilleux de Fred, Brügge - ImpressionenIch habe mir anschließend noch die Nase an der Schaufensterscheibe plattgedrückt, denn dort darf man bei der Entstehung der Merveilleux Törtchen zuschauen. „Zack, zack“ und in Teamwork ging es dort flott voran! – Zu Hause angekommen – nein, schon während des Urlaubs – machte ich mir Gedanken, wie meine Interpretation der Merveilleux aussehen könnte. Der leckere Mandelkrokant von meiner Aprikosentarte der letzten Woche und die Tatsache, dass mir das Karamell – Merveilleux bei „Fred“ am besten geschmeckt hat, gaben den Ausschlag. – Voilà, hier sind „meine“ Merveilleux 🙂 !Merveilleux - Baisertörtchen mit Salzkaramell & Erdnusskrokant | MaLu's Köstlichkeiten

 

Merveilleux – Baisertörtchen mit Salzkaramell & Erdnusskrokant

Fur 8-10 Merveilleux Törtchen (ca. Schokokussgröße 😉 )

Baiser

  • 2 Eiweiß (ca. 70 g)
  • 70 g Zucker
  • 70 g Puderzucker
  • 1 Prise Salz

Den Backofen auf 90 Grad aufheizen. Backblech mit Backpapier auslegen. Das Eiweiß mit dem Salz in einer fettfreien Schüssel steifschlagen, dabei nach und nach den Zucker dazurieseln lassen. Den Puderzucker darüber sieben und vorsichtig unterheben ohne dabei den Eischnee zusammenfallen zu lassen! Die Baisermasse in einen Spritzbeutel mit einer großen Lochtülle (14 mm) füllen. Mit senkrecht gestellter Spitze Kreise von 5-6cm Durchmesser spritzen, dabei jeweils mit einer kleinen kreisförmigen Bewegung abschließen, damit keine Zipfel entstehen (die können aber zur Not auch anschließend mit einem Messer abgezogen werden 😉 ). Die Baisers nun 1:30 h bei 90 grad trocknen lassen. Danach bei geöffneter Backofentür abkühlen lassen. Währenddessen den Erdnusskrokant herstellen.

Erdnusskrokant

  • 150 g gehackte, gesalzene Erdnüsse
  • 90 g Zucker
  • 30 ml Wasser

Die Erdnüsse hacken. Den Zucker mit dem Wasser in einen Topf oder eine Pfanne geben und zum Kochen bringen. Hat der Zuckersirup 120 Grad erreicht, die gehackten Erdnüsse hinzufügen und bei mittlerer Hitze, unter ständigem Rühren goldbraun karamellisieren lassen. Auf einer Silikonmatte oder einem Stück Backpapier ausbreiten und komplett abkühlen lassen. Anschließend in einem sauberen Marmeladenglas aufbewahren. Sollte der Krokant zu sehr zusammenkleben, einfach in einen Gefrierbeutel füllen und sachte mit dem Nudelholz darauf klopfen 😉 .

Salzkaramell

Das Salzkaramell habe ich nach dem Rezept von La Pâticesse hergestellt KLICK . Es schmeckt einfach fabelhaft! Wer wenig Zeit hat kann aber auch gekauftes Karamell (z.B. von Bonne Maman) verwenden.

Karamellsahne

  • 100 g Salzkaramellcreme (s. o. )
  • 50 g Mascarpone
  • 280 g Schlagsahne 35%

Die Karamellcreme mit der Mascarpone verrühren. Die Sahne steif schlagen und unter die Karamellcreme ziehen.

Aufbau

Den Erdnusskrokant in einer Schüssel bereitstellen, ebenso das Salzkaramell. – Ein Merveilleux besteht immer aus zwei Baisers. Dafür den ersten Baiser in die Hand nehmen und mithilfe einer kleinen Palette* darauf etwas Karamellsahne kuppelförmig aufstreichen. Eine kleine Mulde in die Mitte der Sahne drücken und dorthinein etwas Salzkaramell füllen. Sollte das Salzkaramell zu fest zum Verarbeiten sein, einfach wenige Sekunden in der Microwelle erwärmen. Auf diese Schicht wird nun der zweite Baiser gesetzt. Anschließend alles komplett mit einer nicht zu dicken Schicht (ca. 5 mm) Karamellsahne bestrichen, die nun rundherum mit dem Erdnusskrokant bedeckt wird. Am besten man legt das Merveilleux einfach in die Schüssel mit  dem Krokant und wälzt es vorsichtig darin. Da ist Fingerspitzengefühl  gefragt 😉 . Je kühler die Hände und die Umgebung, desto leichter ist die Verarbeitung. Das Törtchen vorsichtig herausnehmen, auf eine Platte setzen und sogleich in den Kühlschrank stellen.  – Bis zum Servieren sollten die Merveilleux mindestens 2 Stunden durchziehen. Am folgenden Tag sind sie richtig schön soft. Länger haben sie bei uns nicht überlebt, daher kann ich keine Aussagen über weitere Haltbarkeit geben 😉 .

Merveilleux - Baisertörtchen mit Salzkaramell & Erdnusskrokant | MaLu's Köstlichkeiten

Mit Klick auf das Rezeptfoto gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF:

REZEPT: Merveilleux - Baisertörtchen mit Salzkaramell & Erdnusskrokant | MaLu's Köstlichkeiten

Merveilleux - Baisertörtchen mit Salzkaramell & Erdnusskrokant | MaLu's Köstlichkeiten

Ganz besonders liebe ich den Crunch des Krokants und das Spiel von Süß und Salzig bei meinen Törtchen, denn durch das Baiser sind Merveilleux generell ziemlich süß. Beim Zubereiten der ersten Törtchen war ich noch etwas ungelenk und man sollte besser auch nicht zimperlich mit dem gleichzeitigen Einschmieren der Baisers und der Hände sein 😀 , aber gute Vorbereitung ist alles. Wenn man alle Zutaten bereitstellt sollte es kein Problem sein.  Und natürlich sind alle möglichen Varianten denkbar. Mein Mann mochte Merveilleux mit Schokoladenraspeln am liebsten (wer hätte das gedacht :-b) . Mir kommen da massenweise Ideen, aber ganz ehrlich? Ich bin soooo begeistert von meinen Erdnuss-Karamell Merveilleux, dass ich restlos selig bin und am liebsten alle alleine gegessen hätte 😀 !
Merveilleux - Baisertörtchen mit Salzkaramell & Erdnusskrokant | MaLu's Köstlichkeiten

Habt ihr nun auch Lust auf Merveilleux und auf Brügge mit all den wunderbaren Leckereien bekommen? Dann kann ich es euch beides nur ans Herz legen. Und um einen Vorgeschmack zu bekommen, solltet ihr unbedingt mal diese Törtchen backen. Für mich steht jedenfalls fest, dieses wird nicht das letzte Merveilleux Rezept hier sein!

Meine kleinen Knusper-Merveilleux reiche ich schnell noch bei Sarah im Knusperstübchen ein. Sie feiert, wie jedes Jahr ein tolles Blogevent und sammelt dabei sommerliche Knusperrezepte aus der ganzen Welt 🙂 .

Macht es euch schön!

Eure MaLu ♥♥♥

Schoko-Kokos Würfel – leckere Häppchen für Chocoholics

Ahoj! ihr Lieben!

Ich weiß, eine eher ungewöhnliche Begrüßung hier, doch das hat natürlich seinen Grund 😉 . Wie bereits letzte Woche angekündigt, hatten wir uns etwas Tolles vorgenommen und das war eine Reise nach Prag .

Diese kleine Reise habe ich meinem Liebsten zum wohlverdienten (Un)Ruhestand geschenkt. (Ruhe wird mein lebhafter Mann garantiert nicht finden 😀 😀 )! Jedenfalls haben wir kurz nach seinem letzten Arbeitstag unsere Koffer gepackt und sind gen Süd-Osten in die Goldene Stadt an der Moldau aufgebrochen. Fünf Tage waren wir bei durchweg einfach traumhaftem Wetter unterwegs und haben uns diese lebhafte tschechische Metropole angesehen. Auch wenn mich leider die ganze Zeit eine furchtbare Erkältung gequält hat, haben wir wunderschöne Tage verlebt, kulinarische Delikatessen genossen und viel gesehen. Hier ein ganz kleiner Einblick für euch 🙂 .

Doch nun zu der kulinarischen Köstlichkeit, die ich euch heute mitgebracht habe. Das sind keine Trdelník (das ist dieses gedrehte gezuckerte Gebäck, was ich da oben nasche), noch sind es Koláči – Kolatschen, (gefüllte Hefeteigfladen) oder Böhmische Buchteln (Gottogott, hoffentlich hab‘ ich das alles richtig geschrieben!) . Auch wenn das alles sehr lecker ist. Ich serviere euch heute cremig schokoladige

Schoko-Kokos Würfel  

Drei köstliche Schichten könnt ihr genießen: Einen knusprig, buttrigen Sablé breton, eine himmlisch cremige Schokoladenganache mit Kokosmilch und eine, mit gerösteten Kokosflocken bestreute Meringue Schicht. 

Diese kleinen Leckerbissen waren so schnell verschwunden, dass ich fast nichts abbekommen hätte. Das ist so richtig was für Schokoliebhaber 🙂 .

 

Schoko-Kokos Würfel

Zutaten für eine eckige Form 22×22 cm mit Hebeboden (z.B. klick*) 

Teig (Sablé breton) P. Conticini

  • 175 g gesalzene Butter, geschmolzen
  • 90 g Puderzucker
  • 80 g gemahlene geschälte Mandeln
  • 2 Eigelbe (Eiweiß aufbewahren!)
  • 125 g Mehl
  • 1 Prise Meersalz

Den Backofen auf 175 Grad Ober-/ Unterhitze vorheizen. Die Backform fetten. Wenn keine Form mit Hebeboden verwendet wird, sollte die Form so mit Backpapier ausgelegt werden, dass man später den Kuchen damit aus der Form herausheben kann! – Puderzucker, Mandeln und die geschmolzene, abgekühlte Butter in einer Schüssel schaumig rühren. Das Eigelb hinzufügen, danach das Mehl und das Salz ergänzen und den alles gut verrühren. Den Teig mit den Händen oder einem Teigschaber in die Form drücken und 15-20 Minuten backen. In der Form auskühlen lassen.

{Tipp: Eine Leserin hat statt einer quadratischen zwei 16er Springformen verwendet}

Schokoladenganache

  • 300 g hochwertige dunkle Schokoladenkuvertüre (ich: klick*)
  • 40 g Butter
  • 150 g Kokosmilch
  • 50 ml Sahne
  • 150 g Mascarpone (Raumtemperatur)

Schokolade und Butter über dem Wasserbad schmelzen. Kokosmilch und Sahne aufkochen und in drei Portionen zur Schokolade geben. Jedesmal gut glattrühren. Zum Schluss die Mascarpone unterrühren. Die Ganache auf dem abgekühlten Teig streichen und in den Kühlschrank stellen.

Italienische Meringue

  • 2 Eiweiß
  • 1 Prise Salz
  • 95 g Zucker
  • 40 ml Wasser

Zucker und Wasser in einem Topf bei mittlerer Hitze zum Kochen bringen. Köcheln lassen (ohne umzurühren) bis der Zuckersirup eine Temperatur von 180 Grad erreicht hat. Dann beginnen, das Eiweiß mit dem Salz zu Eischnee schlagen. Den Zuckersirup, der inzwischen 12o Grad heiß ist, in feinem Strahl während des Mixens in den Eischnee fließen lassen. Weiterschlagen bis die Meringue auf gut 30 Grad abgekühlt ist. Anschließend glatt auf der Schokoladenganache verstreichen.

  • 45 g Kokosflocken

Die Kokosflocken in einer Pfanne ohne Fett hellbraun rösten und die Meringueschicht damit bestreuen. Den Kuchen im Kühlschrank ganz abkühlen lassen. Kurz vor dem Servieren den Kuchen aus der Form heben und in ca. 4 x4 cm Würfel schneiden. Nach jedem Schnitt das Messer sauberwischen!  Die Würfel sollten kühl serviert werden, um zu vermeiden, dass die Baiserschicht herunterrutscht.

Mit Klick auf das Rezeptfoto gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF:

Leider kann ich nun keine Angaben machen, wie lange dieser Kuchen hält … er war einfach zu schnell weg 😉 ! Da er aber gar nicht kompliziert zuzubereiten ist, backen wir halt einen neuen, nicht wahr 😉 ?

Tja, für uns bricht nun eine neue Zeit an, denn mein Mann ist ja ab jetzt immer zu Hause und ich bin mal gespannt, wie wir beiden damit klar kommen 😉 . Ich muss aber ja noch ein paar Jährchen arbeiten und so kann ich ich ja vielleicht in Zukunft darauf freuen, das ein Teil der Hausarbeit nun schon getan ist, wenn ich heimkomme 😉 😉 😉 .

Ahoj!

ganz liebe Grüße und einen sonnigen Sonntag 😉

Eure MaLu ♥♥♥

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Genießerreise durch Frankreich und Italien

Ihr Lieben!

Ich melde mich zurück von zweieinhalb Wochen wunderschönstem Urlaub in Frankreich und Italien.

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Hach, 17 Tage gefüllt mit Sonne, Entdeckungen, Entspannung, kulinarischen Genüssen und unglaublich lieben Menschen ❤ . Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll – am besten am Anfang 😉 .

Ihr wisst ja, dass wir mindestens einmal im Jahr nach Italien fahren „müssen“. Es ist halt die Heimat meines Mannes, der zwar Deutscher ist, aber in Italien aufgewachsen ist und dadurch im Herzen Italiener bleibt. Durch ihn habe auch ich mich in dieses wunderschöne Land verliebt. In diesem Jahr sollte das Ganze nun aber anders verlaufen, denn ich habe ja noch eine zweite Liebe, nämlich die zu Frankreich. Leider war ich viel zu selten dort, sicher auch wegen der Sprachbarriere, denn mein bisschen Schulfranzösisch lässt doch sehr zu wünschen übrig. Da ich mich aber schon in Paris erfolgreich ‚durchgeschlagen‘ hatte, fasste ich diesmal Mut. Ein bisschen Überzeugungsarbeit musste ich bei meinem Mann allerdings vorab leisten 😉 😉 .  Ich wollte unbedingt einmal ins Elsass und in die Provence, bevor wir nach Italien in unser geliebtes Alassio in Ligurien fahren würden.

P1060863_bearbeitet-1 Unsere ersten Urlaubstage verbrachten wir also in Colmar, in einem winzigen typisch elsässischem Häuschen mitten in der Innenstadt. Das Bummeln durch die Altstadt, die mit Kanälen durchzogen ist und die von Fachwerkhäusern mit gut erhaltenden historischen Fassaden gesäumt werden, war ein Genuss. P1060858_bearbeitet-1 Die Sonne schien und wir machten Halt und tranken ein Gläschen Wein (Vin d’Alsace) und genossen die Elsässer Spezialitäten. Jetzt konnte ich zum ersten Mal meine dürftigen Französischkenntnisse hervorkramen 😀 . Allerdings sprechen hier doch viele auch Deutsch. In einem Restaurant, das uns unsere Vermieterin empfohlen hatte, habe ich den weltbesten Flammkuchen gegessen. So knusprig und lecker! P1060841_bearbeitet-1 Endlich konnte ich einmal Iles flottantes, ’schwimmende Inseln‘ aus Eischnee auf Creme anglaise mit köstlichem Mandelkaramell übergossen, probieren. P1060842_bearbeitet-1 Nicht zu vergessen den allgegenwärtigen Kouglof P1060891_bearbeitet-1 und die Brezeln, den Munsterkäse, das Sauerkraut und, und, und…  Ehrensache, dass wir uns bei einem Weinbauern mit köstlichem Gewürztraminer eindeckten 😉 . Was ich zuvor nicht wusste war, dass das Elsass die Heimat unglaublich vieler Störche ist. Fast auf jedem Kirchturm war ein Nest zu entdecken. P1060860_bearbeitet-1

Kennt ihr die wunderschönen gusseisernen Töpfe von STAUB? Nur wenige Kilometer von Colmar entfernt, im benachbarten Turckheim, findet man ein Outlet dieser Firma. Hier haben wir uns einen lange gehegten Wunsch erfüllt und uns einen STAUB Cocotte in basilikumgrün geleistet. In 2. Wahl bekommt man ihn dort mit ca. 30 % Ermäßigung. Zwar ist er damit auch noch ziemlich teuer, aber unser Schätzchen geben wir nicht mehr her 😉 ! Hier ein kleiner Blick in den Laden.

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◊◊◊

 

Nach drei Tagen zogen wir dann weiter durch die Schweiz, über Lyon, in die Provence. Genau genommen nach Vaison La Romaine, einer französischen Kleinstadt in der Region Provence-Alpes-Côtes d’Azur, in der es eine große Ausgrabungsstätte römischer Anlagen zu sehen gibt. Ein wunderschönes provencalisches Haus eines liebenswerten Ehepaares erwartete uns hier.

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Wir wurden von Brigitte und ihrem Mann Michel buchstäblich mit offenen Armen und offenen Herzen empfangen.  Die ‚Chemie‘ stimmte sofort zwischen uns. Ein Hund, der schneeweißer Kater  Bizou mit den verschiedenfarbigen Augen

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und das süße, zahme Kaninchen namens Chocolat,P1070040_bearbeitet-1 das im Garten hoppelte, leben dort einträchtig nebeneinander. Wir wohnten in einem Zimmer, das nach Lavendel duftete, mit Aussicht auf die provencalischen Berge und bekamen von Brigitte ein Frühstück serviert, das seinesgleichen suchte. Wir waren im Himmel gelandet ❤ !

Von Vaison La Romaine aus starteten wir nun unsere Ausflüge durch die Provence. Leider waren wir für die Lavendelblüte noch ein winziges bisschen zu früh. 1-2 Wochen später wäre es perfekt gewesen. Dafür blühte überall der Ginster und die ganze warme Luft war erfüllt von seinem Duft. Der provencalische Markt im benachbarten Nyons hat uns unglaublich gut gefallen. Was es da alles zu sehen, zu riechen und zu schmecken gab! Markt Nyons

Danach besichtigten wir das Schloss von Grignan und die Chocolaterie Le Comptoir de Mathilde in Tulette, wo ich mir ein Gläschen Praliné Noisette mitnahm. Pictures_2487_bearbeitet-1Pictures_2482_bearbeitet-1

Am nächsten Tag reisten wir nach Avignon. Am bekanntesten ist dort der Papstpalast und natürlich die berühmte und besungene Pont d’Avignon, die ja nur noch zur Hälfte besteht, da sie schon 1660 von Hochwasser zerstört wurde.

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Pont Saint-Bénézet

Ihr ahnt ja nicht, wie heiß es war, als wir die Fotos gemacht haben 😀 ! Ein wunderschöner Park oberhalb des Papstpalastes bot uns angenehmen Schatten.

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Doch es zog uns dann doch weiter und so stiegen wir ins klimatisierte Auto und fuhren weiter durch die wunderschöne Landschaft nach Orange. Pictures_2269_bearbeitet-1

Eine entzückende Stadt mit einem überwältigenden Römischen Theater aus dem 1. Jhd. n. Chr., das immer noch für Konzerte u. ä.  genutzt wird. Hier informierten wir uns mit einem Audioguide, der uns total faszinierend in die alten Zeiten zurück katapultierte. Absolut sehenswert! P1070014_bearbeitet-1

Ach, es gibt noch so viel zu erzählen! Die Nougatherstellung  bei Le Chaudron d’Or in Montélimar,P1060943_bearbeitet-1

das unglaublich leckere Essen, in dem von Brigitte empfohlenen Bio Restaurant O’Naturelles in Vaison La Romaine

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und immer wieder die schier grenzenlose Freundlichkeit von Brigitte und Michel.

Merci, Merci beaucoup, ❤  an dieser Stelle noch einmal an Brigitte! Wir konnten uns beim Abschied kaum trennen und es floss sogar ein kleines Tränchen. Wir kommen ganz bestimmt wieder!

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Es wartete aber ja noch unser drittes Ziel auf uns, nämlich unser geliebtes Alassio, das an der italienischen Rivieraküste zwischen Genua und Ventimiglia liegt. Hier sind wir schon zahlreiche Male gewesen, dies ist der Ort an dem ich vor vielen Jahren zum ersten Mal von meiner, damals noch ganz frischen Liebe 😉 , Italien gezeigt bekam. Vielleicht hängt auch deshalb unser ❤ an diesem Ort.

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Alassio

Unsere Wohnung lag sensationell, direkt am Strand, nur der Corso, die Flaniermeile, die es in jedem italienischen Ort gibt, war zu überqueren. Aus dem Fenster sahen wir das Meer und den Strand, nachts hörte man nur die Wellen. Herrlich!

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Alassio, Via Roma – Abendlicher Blick aus unserem Fenster

Die Ankunft hier empfanden wir wie eine Vollbremsung nach all den entdeckungsreichen Touren und allen neuen Erfahrungen. Hier hieß es, sich erst einmal auf die italienische Zeiteinteilung einstellen. Es war immer noch unglaublich warm und so haben wir viel geschlafen, am Strand unter dem Sonnenschirm gelegen und im Meer gebadet. Wir fuhren zum  Olivenbauern unseres Vertrauens, Frantoio Bestoso  in die Berge nach Stellanello, wo es auch eine total urige Trattoria gibt, in der mein Mann grundsätzlich (angeblich köstliches :-/ ) Coniglio alla Ligure verspeist, nicht ohne (ebenfalls grundsätzlich 😉 ) von mir einen Rüffel zu kassieren, weil ich doch Kaninchen so liebe. Allerdings nicht gebraten!!

Stellanello ist nur ein winziges Dörfchen in den Bergen hinter Andora, jedoch empfinden wir es jedesmal als magischen Ort. Hier steht die Zeit still und wir können Stunden an dem Bach, der an dem Örtchen vorbei fließt, verbringen. Hier hört man nur das Plätschern des Wassers und das Summen der Libellen. Ich habe zig Fotos gemacht! Hier ein kleiner Einblick:

Stellanello

Stellanello

Hier kommt die Seele wirklich zur Ruhe.

Doch ein Termin lag noch an. Und zwar einen Besuch bei unseren lieben, italienischen Freunden Gisella und Raffaele. Das ganze Jahr freuen wir uns darauf, sie wiederzusehen. Gisella ist eine ‚Sandkastenfreundin‘ meines Mannes und wohnt in Mondovì immer noch in der Nähe von Fossano im Piemont, wo sie gemeinsam aufgewachsen sind. Also fuhren wir an einem Tag die gut 100 km gen Norden nach Mondovì, ein wunderschönes historisches Städtchen, das in den piemontesischen Bergen liegt.

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Mondovi

Schon von weitem sieht man die Kirchtürme der Stadt. Nach einer herzlichen Begrüßung luden uns Gisella und Raffaele zu einem delikatem Mahl ins Ristorante La Borsarella ein, wo wir nicht nur himmlisch saßen, sondern auch genauso gut speisten.

Menü

Extra für die deutsche Foodbloggerin 😉 wurde ein köstlicher Dessertteller zusammengestellt. Lecker, oder?   Apropos:  Gisella hat an diesem Tag ein deutsches Wort dazugelernt! Neben ‚Achtung, Achtung‚ und ‚Kartoffel‚ konnte sie nach diesem Menü das Wort ‚Lecker‘ in ihren Wortschatz aufnehmen 😀 . Das spricht doch für sich…

Danach zeigten sie uns das Castell von Carrù in dem noch heute, der Legende nach, die Dama Blu spukt. Sie war die Frau des Grafen von Carrù und wurde durch einen Pfeilschuss ermordet. Damals trug sie ein blaues Kleid und noch heute sucht sie ihren Mörder. Nach ihr benannt wurden auch die Baci della Dama Blu, eine köstliche Süßigkeit, die in der ansässigen Pasticceria Durando hergestellt werden. Wir haben uns dort eine Erfrischung genehmigt und ich habe die zauberhaften Bäckereien bewundert. Als mein Mann die beiden Damen darüber informierte, dass auch meine Liebe dem Backen gilt, gab es eine herrliches Tohuwabohu, ein Fototermin und eine Handvoll Baci 🙂 . Danke, nochmal ! Soo lieb!!  Pictures_2215_bearbeitet-1

 

Danach mussten wir uns leider auch schon von Gisella und Raffaele verabschieden. Die beiden haben uns wieder einmal einen unvergesslichen Tag bereitet.

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Mille grazie per la bellissima giornata e un grande abbraccio a Gisella e Raffaele! ❤ ❤

Aber jeder Urlaub geht einmal zu Ende. Wer bis hier mit dem Lesen durchgehalten hat, hat eine Ahnung davon bekommen, wie sehr wir diese Tage genossen haben. Gebacken wurde hier heute zwar nicht, aber ich hoffe es hat euch trotzdem Spaß gemacht, uns auf unserem Rückblick auf die Reise durch Frankreich und Italien zu begleiten. Mit dem Wahrzeichen von Alassio, den beiden küssenden Fischen verabschiede ich mich von Euch…

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…und wünsche euch einen wundervollen Sonntag ❤ .

Liebste Grüße

Eure MaLu ♥♥♥

Paris mon amour – Patisserien, Köstlichkeiten und Schätze

Bonjour ihr Lieben!

Oui, oui ich bin zurück aus Paris! Meine Tochter und ich haben 4 wundervolle Tage hinter uns und glaubt mir, mein Blutzuckerspiegel ist immer noch hoch 😉 !

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Abflughalle um 5:45 – noch etwas müde

 

Wenn zwei Mädels wie wir losgelassen werden, dann ist keine Pâtisserie vor uns sicher. Das Wetter hat uns zwar einen kleinen Strich durch die Rechnung gemacht, aber davon haben wir uns nicht unterkriegen lassen. Wozu gibt’s schließlich Regenjacken? Wir hatten das Glück eine winzig kleine Wohnung im vierten Stock (ohne Lift!) mitten im Marais bewohnen zu dürfen, also mitten im beliebten und belebten Jüdischen Zentrum Paris‘ mit seinen vielen kleinen Läden und Cafés.Von dort aus haben wir meist zu Fuß die ganze Stadt erkundet, haben Shoppingbummel gemacht, Sightseeing und natürlich Pâtisserien ausgekundschaftet 😉 .

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Boulangerie Beaumarchais – Bastille

Da wir uns im letzten Jahr schon durch all die namenhaften Genusstempel wie Ladurée, Lenôtre und Pierre Hermé gefuttert hatten, hatten wir uns diesmal eigentlich nur La Pâtisserie des Rêves fest vorgenommen und ansonsten alle, die uns so auf dem Weg begegneten. Nicht zuletzt unsere ‚Frühstückspâtisserie‘ Miss Manon, die wir uneingeschränkt weiterempfehlen können.

Hier seht ihr mal eine kleine Auswahl an Köstlichkeiten, die wir leider nicht alle probieren konnten:

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Ach, ich könnte noch zig Fotos einfügen (entschuldigt die Qualität, denn ich hatte nur meine kleine Digitalkamera mitgenommen und das Wetter hat das übrige erledigt), mit Köstlichkeiten eine schöner und leckerer als  die andere ❤ . Nicht zu vergessen, die Baguettes, Croissants, Briôche und Viennois:

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La Pâtisserie des Rêves stach allerdings wirklich heraus. Im strömenden Regen stolperten wir in den von außen etwas unscheinbaren Laden

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La Patisserie des Reves

und wurden von einem exklusiven, futuristischem und dennoch gastlichem Ambiente überrascht.

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La Patisserie des Reves

Die überaus freundliche und hilfsbereite Verkäuferin stand uns mit Rat und Tat zur Seite und so verließen wir das Geschäft mit ‚fetter Beute‘  😀 . Wir hatten uns, unter anderem (Briôche und Kouign amann), ein Tablett mit einer Auswahl an Miniaturausgaben der Originale ausgesucht, um sie kurze Zeit später (oh Wunder, die Sonne schien!) auf einer Parkbank genüsslich schwesterlich zu teilen. Kinder, was für ein Genuss!! Da schmeckte man wirklich den Unterschied! Foto 10.05.14 15 00 10

Ihr meint, die sähen gegenüber den oben gezeigten Fotos ja nicht besonders spektakulär aus? Das vielleicht nicht, aber der Geschmack! Unvergleichlich! Es müssen wirklich die besten Zutaten sein, die hier verwendet wurden.

Aber nicht nur ans Kuchen essen haben wir gedacht, sondern auch ans Kuchen backen. Da stand für uns natürlich das Traditionsgeschäft für Gastronomie- und Küchenbedarf DEHILLERIN auf dem Programm. Dieser Laden ist gleichzeitig Fundgrube und Museum in einem. Hier ist die Welt stehen geblieben, zumindest was die Einrichtung angeht. Ansonsten bekommt man alles was das Herz eines Koches oder Bäckers begehrt. Hier kaufen sogar Sterneköche ein.

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E. Dehillerin

Aber nicht nur die, sondern auch Tessa und ich 😉 . Und das nicht zu knapp! Aber auch einige Ecken weiter begegneten uns noch weitere tolle Geschäfte mit einer wahnsinnigen Auswahl, darunter La Bovida und nicht zuletzt MORA. Ein paar Schritte weiter findet sich ein ebenfalls alteingesessenes Geschäft für Gourmets, nämlich G. Detou. Diesen Tipp fanden wir in dem ebenfalls neu erstandenen Backbuch von Christophe Felder. Hier gibts alle Zutaten für Pâtisserie und Küche, die man längst nicht überall bekommt. Gut, dass das Limit des Koffergewichts beschränkt ist, kann ich da nur sagen ;-).

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G. Detou

 

Ja, ja, ich weiß! Jetzt wollt ihr natürlich wissen, was ich so mitgebracht habe. Na, dann schaut mal:

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Geht doch eigentlich, oder? Na gut, das sind natürlich nur die Backsachen – von den anderen Schätzen und den Pfunden auf der Hüfte wollen wir mal lieber nicht sprechen … 😉 .

Hier möchte ich meinen Bericht schließen. Heute gibt’s mal kein Rezept, denn das würde die Länge des Posts doch etwas sprengen und außerdem möchte ich mich jetzt noch etwas zu meinem lieben Mann setzen, der schließlich die letzten Tage hier allein die Stellung halten musste.

Diese kleine Reise ,mit meiner lieben Tessa, in eine der schönsten Städte Europas, war mal wieder eine kleine, wertvolle Perle auf meiner Lebenskette, für die ich sehr dankbar bin.

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Au revoir, ihr Lieben! Schön, dass ihr hier bei mir vobeigeschaut habt ❤ !

Eure MaLu ♥♥♥