Festliche Karamell-Schokoladen Törtchen

Enthält Werbung – Gehört ihr zu denen, die ihr Weihnachtsmenü schon perfekt organisiert haben oder seid ihr noch in der Planung? So oder so, ich hätte da eine Dessertidee für euch, mit der ihr eure Lieblingsmenschen verwöhnen könnt 😉 . Karamell-Schokoladen Törtchen Ein Dessert ist schließlich immer der krönende Abschluss eines feinen Menüs. Und gerade diesem letzten Gang misst man nicht ohne Grund große Bedeutung bei, da er den Gästen am frischesten in Erinnerung bleibt. Wenn man, wie ich, einen Foodblog schreibt, setzt man sich ganz automatisch schon früher mit diesem Thema auseinander. Da wird hin und her überlegt, welche Zutaten, welche Aromen, welche Form. Bereite ich wieder eine Bûche de noël zu, wie im letzten Jahr oder doch lieber feine Törtchen? Oder einfach beides?! 😀

Karamell-Schokoladen Törtchen

Immer wenn ich bei Cardin Deko, meinem Lieblings Pâtisserieshop, stöbere kann ich mich kaum entscheiden. Dort bekommt man eine schier unendliche Auswahl an Back- und Silikonformen und alles was man für das Pâtisserie Handwerk so braucht. Ich glaube ich leide an einer (nicht?) seltenen Form von Backformsucht 😀 !  Immer interessantere Designs werden entwickelt, die mein Backherz höher schlagen lassen.
Karamell-Schokoladen Törtchen

Sind diese Formen nicht wunderschön? Sie erinnern an Flammen oder Zwiebeltürme, nicht wahr? Nicht umsonst heißen sie wohl „Russian Tale“*. –  Scherzkekse, wie meinen Chef, erinnerten sie allerdings eher an Loriots „Kosakenzipfel“! Ich kann ihm da allerdings nicht widersprechen 😀 😀 ! Ihr kennt den Sketch doch bestimmt, oder?Karamell-Schokoladen Törtchen Doch egal in welcher Form, wer sagt bei Karamellmousse mit Schokoladenkern dann noch Nein? Noch dazu wenn das Ganze auf Pekanbrownie und Mürbeteigkeks thront und so wunderbar glänzt, leuchtet und funkelt 😉 ! Ob als Dessert oder als Törtchen zum Kaffee, das bleibt euch überlassen.

Karamell-Schokoladen Törtchen

Zutaten für 5 Törtchen der Form Russian Tale*

Schokoladenkugeln für die Einlage

Verwendete Form: Mini Trüffel*

  • 80 g Schokolade/Kuvertüre 70%
  • 50 g flüssige Sahne
  • 100 g Schlagsahne
  • 1 El. Likör (Kakaolikör, Baileys …)

Schokolade/Kuvertüre fein hacken. 50 g Sahne kurz aufkochen und über die Schokolade gießen. Kurz warten, dann verrühren und den Likör hinzufügen. 100 g Sahne cremig schlagen und, wenn die Schokoladenmasse etwa 40-45 Grad hat, unterheben. Die Schokoladenmousse in 5 Vertiefungen der Silikonform gießen und mindestens 4 Stunden einfrieren. Die Menge ist reichlich für die kleinen Kügelchen! Reste einfach in ein Schälchen füllen und als Dessert vernaschen.

Pekanbrownieteig

  • 60 g Butter
  • 75 g Schokolade 70 %
  • 2 Eier Gr. M
  • 60 g Zucker
  • 1 El. Mehl
  • 1 Prise Salz
  • 25 g gehackte Pekannüsse

Den Backofen auf 180 Grad Ober-/ Unterhitze vorheizen. Eine Springform mit 18-20 cm Ø fetten. Butter und Schokolade vorsichtig schmelzen und wieder leicht abkühlen lassen. Eier mit dem Zucker und dem Salz schaumig rühren. Die Schoko-Buttermischung sachte einrühren. Das Mehl darüber sieben und zusammen mit den gehackten Pekannüssen mit einem Teigschaber unterrühren. Den Teig in die Form füllen und 18-20 Minuten backen. Abkühlen lassen und 5 Kreise von ca. 5 cm Ø ausstechen.

Karamellcreme

  • 90 g Zucker
  • 120 g Milch
  • 80 g Sahne
  • etwas echte Vanille
  • 4 Eigelbe
  • 20 g Zucker
  • 1-2 Prisen Fleur de Sel
  • 4 Blätter Gelatine
  • 200 g Schlagsahne 35 %

Die Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen. Den Zucker in einem Topf bei mittlerer Hitze karamellisieren lassen. Gleichzeitig Milch und Sahne mit der Vanille in einem zweiten Topf erhitzen und die Eier mit 20 g Zucker in einer Schüssel verschlagen. Wenn der Zucker eine goldbraune Farbe erreicht hat, den Topf von der Platte ziehen und unter stetigem Rühren die heiße Sahnemilch dazu gießen. Vorsicht, die Milch kocht hoch! Rühren bis der Karamell gelöst ist. Die heiße Karamellmilch unter Rühren in das verrührte Eigelb gießen. Durch ein Sieb zurück in den Topf geben und auf mittlerer Hitze und unter stetigem Rühren auf 82-85 Grad erhitzen. Die Creme dickt jetzt etwas ein. Sofort vom Herd nehmen und in eine Schüssel füllen. Die Gelatine darin auflösen, das Fleur de Sel hinzufügen und gut verrühren. Die Karamellcreme in den Kühlschrank stellen und immer hin und wieder umrühren. Wenn der Gelierzeitpunkt erreicht ist, die Sahne cremig schlagen und unterheben.

Aufbau

Etwa Zweidrittel der fünf Russian Tale Förmchen mit Karamellmousse befüllen. Die gefrorenen Schokoladenmousse Kugeln aus der Form nehmen und vorsichtig in die Karamellmousse legen(zum Teil ist es schwer das richtige Maß zu finden, dass die Förmchen ausreichend befüllt  sind, aber auch nicht überlaufen 😉 ). Ggf. noch etwas Karamellmousse nachfüllen  und mit jeweils einem Pekanbrowniescheibchen abschließen. Die Form mit Folie abdecken und über Nacht einfrieren.

– Je nach Wunsch können die Törtchen am nächsten Tag mit Mirror glaze oder mit Velvetspray überzogen werden –

 

Schoko Mirror glaze

  • 200 g Zucker
  • 70 g Wasser
  • 80 g Glucosesirup
  • 80 g Kakao
  • 190 g flüssige Sahne
  • 6 Blätter Gelatine

Gelatine einweichen. Zucker, Wasser und Glucosesirup in einem Topf auf gut 100 Grad aufkochen. Sahne und Kakao verrühren und in die Zuckermasse rühren. Die eingeweichte Gelatine darin auflösen und die Glasur in einem hohen Gefäß mit dem Stabmixer kurz aufemulgieren, ohne zu viel Luft einzuarbeiten. Die Oberfläche mit Folie bedecken und die Glasur über Nacht in den Kühlschrank stellen. – Diese Glasur hat einen schönen Glanz und bleibt relativ weich auf den Törtchen.

– Ich habe die fertigen Törtchen auf kleine Mürbeteigscheiben gesetzt. Da man nur 5 Stück braucht, ist der Teig natürlich reichlich und der restliche Teig kann dann eingefroren, als Tarte oder als Plätzchen verbacken werden. – Wer wenig Zeit hat oder sich die Mühe nicht machen möchte, nimmt alternativ fertige Kekse 😉 –

 

Mürbeteigplättchen

  • 90 g Butter
  • 60 g Puderzucker
  • 25 g gemahlene Mandeln
  • 1 Prise Salz
  • 30 g verquirltes Ei
  • 150 g Mehl

Butter und Puderzucker verrühren. Die gemahlenen Mandeln und das verquirlte Ei kurz einrühren. Dann das Mehl und das Salz unterkneten. Den Teig in Frischhaltefolie verpackt für 1 Stunde in den Kühlschrank legen. -Nach der Kühlzeit den Backofen auf 170 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen, den Teig 3-4 mm dick ausrollen und Kreise von ca. 5-6 cm Ø ausstechen. 10-15 Minuten backen.

Fertigstellung

Die Schoko Mirror glaze über dem Wasserbad auf ca. 40 Grad erwärmen bis sie sich wieder verflüssigt. Wenn sie auf 35 Grad heruntergekühlt ist, ist sie bereit zum Gießen. Dann die Törtchen aus der Form lösen (ich habe immer nur ein oder zwei zur Zeit herausgenommen), auf ein Rost platzieren, das über einer Schale steht, und mit der Glanzglasur überziehen. Einen kurzen Moment abtropfen lassen. Vorsichtig, unter Zuhilfenahme einer kleinen Palette und eines Schaschlikspießes oder Zahnstocher, auf einen der Mürbeteigkekse stellen. Mit etwas Blattgold* verzieren. Die Törtchen müssen nun 2-3 Stunden auftauen. Sie halten sich gut abgedeckt bis zum nächsten Tag im Kühlschrank.Statt mit Glanzglasur können die Törtchen auch mit z. B. rotem Velvetspray* überzogen werden. Das geht natürlich deutlich schneller 😉 .

Mit Klick auf das Rezeptfoto gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF:

Karamell-Schokoladen Törtchen Rezept PDF

 

Karamell-Schokoladen Törtchen

Ich weiß, das Rezept ist lang und enthält einiges an Arbeitsschritten. Doch wer sich z. B. nicht an Mirror glaze wagt, der helfe sich mit Velvetspray. Da geht’s blitzschnell und die Törtchen sind chic verziert. Wie ich oben im Rezept schon schrieb, könnte man auch fertige Kekse verwenden, auf die man die Törtchen stellt. Noch einen Arbeitsschritt gespart.
Karamell-Schokoladen Törtchen

Silikonformen, wie z. B. die Russian Tale Form, machen es einem nämlich auch leicht. Sie sind total gut zu handhaben und können nach Gebrauch sogar problemlos in der Spülmaschine gereinigt werden. Schaut euch mal im Onlineshop von Cardin Deko um, denn dort gibt es zahlreiches Handwerkzeug für den Hobby- und Berufspâtissier.Karamell-Schokoladen Törtchen

So, meine Probe für ein Weihnachtsdessert lief ja schon mal bestens 🙂 ! Mein lieber Ehemann, der ‚Chocoholic‘, wird mit Schokolade beglückt und dass ich ein Karamell Fan bin, ist ja inzwischen ein offenes Geheimnis. Somit dürfte dies ein perfektes Törtchen sein.Karamell-Schokoladen Törtchen

Nun wünsche ich euch allen einen gemütlichen 1. Adventssonntag, ihr Lieben ❤

Herzliche Grüße

Eure MaLu ♥♥♥

 

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Feurige Herzen in feinem Glas

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Denkt ihr, ich nasche nur Kuchen und Torte?! 😉

Nix da! Ich habe nämlich zusätzlich eine Schwäche für Kekse, für Knuspriges und für Scharfes! Im Ernst, ich liebe scharfes, würziges Essen. An meinem Platz am Esstisch ist die Pfeffermühle nie weit. In unserer Familie sind wir uns da Gottseidank einig, aber so mancher Gast hat hier schon nach dem ersten Bissen nach Luft geschnappt 🙂 .  Aber keine Angst, ganz so schlimm wird’s heute nicht. Auch wenn die Überschrift und die Farbe der leckeren scharfen Keksherzen etwas anderes vermuten lassen, denn ihr selber habt die Würze diese Knabbergebäcks ja selber in der Hand.

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Aber bevor wir zu den feurigen Herzen kommen; wie findet ihr dieses tolle Keksglas? Ist das nicht sensationell?! Als mich Marie von Personello* anschrieb und mich auf diese individuell geschliffene Keksdose und den Personello Cookie Wettbewerb aufmerksam machte, hatte ich mich sofort darin verliebt ❤ . Sogleich machte ich mich daran, mein persönliches Glas zu gestalten. Aus neun verschiedenen Vorlagen habe ich dann meinen Favoriten ausgewählt und laaange überlegt was ich denn nun da reinschreiben lasse 😀 . Das Ergebnis seht ihr hier.

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Nur drei Tage später hatte ich MEIN Glas schon in der Hand. Und ich war selig! Richtig chic finde ich es ❤ . Eigentlich wäre das auch ein tolles Weihnachtsgeschenk, oder? Aber pssst! Nichts verraten 😉 !

Doch nun zu den Keksen. Mein Sohn (ja, ja diesmal haben er und ich zusammen gebacken. Das heißt, ich habe gebacken und er hat Tipps gegeben und probiert 😉 ). Wir waren begeistert von der Mürbheit und Würze. Mmmh!

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Die feurigen Herzen sind tolle Begleiter zu einem Glas Wein oder Bier. Die Schärfe könnt ihr problemlos anpassen, in dem ihr mehr oder weniger Chili verwendet. Ich empfehle euch aber unbedingt das geräucherte Paprikapulver, das Pimenton de la Vera, zu verwenden, denn es gibt den Keksen diesen unvergleichlichen Geschmack. Genauso wie das Maldon Salt, das man sowieso im Haus haben sollte. Es kommt aus England und besteht aus sehr zarten Meersalzkristallen, die nicht nur dekorativ sind, sondern auch angenehm und eher mild salzen. Beide Zutaten bekommt man mittlerweile in gut sortierten Supermärkten.

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Feurige Herzen

Zutaten  (ca. 25-30 Stück)

  • 60 g Parmesan
  • 50 g gemahlene Walnüsse oder Pekannüsse
  • 60 g weiche Butter
  • 1 Teel. Paprikapulver edelsüß
  • 1 Teel. Pimentón de la Vera (geräuchertes Paprikapulver) scharf
  • ½ Teel. getrock. Chiliflocken (Pul Biber)
  • ½ Teel. getr. Thymian oder Kräuter der Provence
  • 1 Messersp. Salz
  • 60 g Mehl

Zum Bestreuen: 

  • ca. 30 Pekannüsse
  • Chiliflocken (Pul Biber)
  • Fleur de Sel (ich habe Maldon Salz verwendet)

Feurige Herzen-Collage Kopie

Parmesan fein reiben. Nüsse ggf. fein mahlen. Die weiche Butter mit den Gewürzen cremig rühren und das Mehl hinzufügen. Alles zu einem Teig verarbeiten.  1-2 Esslöffel Wasser hinzufügen und die gemahlenen Nüsse einarbeiten. Den Teig, in Frischhaltefolie gewickelt, für eine Viertelstunde in den Kühlschrank legen. Währenddessen den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze aufheizen. 2 Backbleche mit Backpapier auslegen. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ca. 2-3 mm dünn ausrollen und Herzen ausstechen. Mein Ausstecher ist 4×7 cm groß aber natürlich könnt ihr auch einen anderen nehmen 😉 .  Die Herzchen auf dem Backblech verteilen, auf jedes eine Pekannuss drücken und die Kekse mit Chiliflocken und Fleur de Sel bestreuen. Bei 180 Grad 10-12 Minuten backen. Komplett auskühlen lassen und in einem gut verschlossenen Behältnis aufbewahren.

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Mit Klick auf das Rezeptbild gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF-Rezeptansicht:

Feurige Herzen

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Habt ihr schon angefangen Weihnachtsplätzchen zu backen? So langsam wird’s ja Zeit. Aber immer nur süß? Och nöö 😉 ! Ich finde, zu Punsch und Glühwein passen die feurigen Herzen mindestens genauso gut wie Lebkuchen und Spekulatius. Ich gebe allerdings zu, dass ich auch ohne Wein oder Anlass beim Vorbeigehen gern mal in das Keksglas lange, um von den scharfen Teilchen zu naschen. Sie sind so lecker und sehen darin allzu einladend aus.

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♥♥♥

Ihr Lieben, über dieses Wochenende ist ein großer Schatten gefallen 😦  . Ich habe lange überlegt, ob ich es hier überhaupt hingehört, denn dies ist ein Blog über „die süßen Seiten“ des Lebens. Doch so ganz kann ich es einfach nicht ignorieren was in meiner Lieblingsstadt Paris geschehen ist. Ich denke, wir alle sind mit unseren Gedanken bei den Opfern des Terrors. Ihnen gilt unser ganzes Mitgefühl ♥ . Scharfe Herzen54Auch wenn wir als Einzelne die Welt nicht besser machen können, so können wir wenigstens versuchen, in unserem engsten Umfeld Gutes zu tun und Menschen Liebe und Freude zu schenken. Und genau das ist es, was mich überzeugt hat, auch heute ein Rezept für euch zu posten. Wir lassen uns nicht unterkriegen, oder?!

In diesem Sinne wünsche ich euch einen friedlichen Sonntag

Herzlichst Eure MaLu ♥♥♥

* Ich bedanke mich bei der Fa. Personello für das zum Cookie Wettbewerb zur Verfügung gestellte Keksglas. Meine Meinung dazu bleibt davon gänzlich unberührt. Ihr wisst aber, dass ich hier sowieso nur Dinge anpreise, die mir wirklich gut gefallen. Ach, und drückt mir doch die Daumen für den Cookie-Wettberweb, ja?! 😉

Quelle: Adapt. aus ke:xs

 

 

 

Mexikanische Krokanttorte – Das Jahr beginnt lecker!

 

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Der Entschluss, diesen Kuchen am Neujahrsmorgen zu backen, kam so plötzlich, wie eine Silvesterrakete in die Luft geht!

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Apropos Silvester – seit ihr gut ins neue Jahr gerutscht? Eher feuchtfröhlich und tanzend oder ruhig und besinnlich? Bei mir war es letzteres, weswegen ich am Neujahrsmorgen auch spontan Lust auf Kuchenbacken hatte. Na gut, es war auch ein wenig Backtherapie dabei. So ein Jahreswechsel macht doch immer etwas melancholisch und das vergangene Jahr hat wohl doch Spuren auf meiner Seele hinterlassen. Das Werkeln in der Küche ist da immer hilfreich. Es macht Spaß und erdet mich einfach 🙂 . Und wenn dann etwas sooo Leckeres dabei herauskommt, dann macht es doppelt so viel Sinn.

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Dieser Torte bin ich zum ersten Mal bei Mari to Kazuo begegnet. Mari hat mich so neugierig darauf gemacht, dass ich mir das Rezept, das ursprünglich aus dem Buch „Backen-Die 100 besten Rezepte aus aller Welt“ von C. Teubner stammt, auf meiner Nachbackliste gespeichert habe. Und in der Tat – diese mexikanische Krokanttorte ist der HAMMER! Krokanttorte_0062_b

Der Biskuit ist zart und saftig, die Creme zart und das Pekannusskrokant so schön crunchy. Man sieht es dieser Torte vielleicht nicht an, aber sie ist eine Geschmacksüberraschung, denn der Biskuit wird mit Orangensaft und einem Hauch Rum getränkt ❤ . Deshalb: Ran an die Rührschüsseln – Ausreden werden nicht akzeptiert 😉 !

Mexikanische Krokanttorte

für eine Springform mit 18 cm Durchmesser

Teig:

  • 2 Eigelbe
  • 20 g Zucker (A)
  • Abrieb einer Bio Limette (Ich habe eine Zitrone verwendet)
  • 1 Prise Salz
  • 2 Eiweiße
  • 30 g Zucker (B)
  • 30 g Mehl
  • 10 g Speisestärke
  • 15 g gemahlene Mandeln

Den Backofen auf 190 Grad (Ober-Unterhitze) aufheizen. Die Springform mit Backpapier auslegen. Die Eigelbe mit dem Zucker (A), der Limettenschale und dem Salz schaumig rühren. Das Eiweiß steifschlagen und währenddessen den Zucker (B) hinzufügen. Dann hebt ihr den Eischnee unter die Eigelbmasse. Anschließend siebt das Mehl und die Stärke darüber und hebt beides zusammen mit den gemahlenen Mandeln unter die Eimasse. Den Teig in der Springform glattstreichen und 20-25 min. bei 190 Grad backen. Kurz abkühlen lassen und dann aus der Form nehmen. Dann entweder die Backhaut entfernen oder (wie ich) den Biskuit ‚andersherum‘ auf dem Kuchenteller platzieren.

Biskuit

Tränke:

  • Abrieb einer Bio Orange
  • Saft einer Orange
  • Saft einer Limette (ich: Zitrone)
  • 2 El Wasser
  • 2 El. Honig (ich: Lavendelhonig)
  • 5 – 30 ml brauner Rum (ich: 1 El.)

Alle Zutaten in einem kleinen Topf kurz aufkochen. Einen Moment abkühlen lassen.  Den Biskuit mit einem spitzen Messer mehrmals einstechen, dann kann die Flüssigkeit besser einsickern. Nun die Tränke esslöffelweise über den Kuchen geben und ihn gut durchziehen lassen.

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Vanillecreme:

  • 125 ml Vollmilch
  • Mark 1/4 Vanilleschote
  • 15 g Zucker (A)
  • 1Eigelb
  • 12 g Speisestärke
  • 1 Eiweiß
  • 25 g Zucker (B)

Die Milch mit der Vanille und dem Zucker (A) in einem Topf aufkochen lassen. Das Eigelb mit dem Stärkemehl verrühren und dieses dann mit zwei Esslöffeln von der heißen Milch glattrühren. Das Eiweiß mit dem Zucker (B) steifschlagen. Die angerührte Eigelbmasse in die heiße Milch rühren und zusammen erneut aufkochen lassen. Den Topf vom Herd ziehen und den Eischnee sofort unter die heiße Vanillecreme heben. Den getränkten Kuchen sogleich mit der noch warmen Creme komplett bestreichen.

Creme Krokanttorte

Krokant:

  • 75 g Zucker
  • 75 g Pekannüsse (halbiert)

Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Den Zucker in einem Topf bei mittlerer Hitze golden karamellisieren lassen. Zeitgleich die halbierten Pekannüsse in einer kleinen Pfanne erwärmen. Hat der Zucker die richtige Farbe erlangt rührt ihr die Pekannüsse unter, so dass sie rundherum mit dem Karamell überzogen werden. Danach gleich auf das vorbereitete Backpapier geben und mit einem geölten Löffelrücken glattstreichen. Wenn die Nüsse abgekühlt sind, in einen Gefrierbeutel füllen und mit einem Nudelholz o. ä. grob zerstoßen.

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Die vorbereitete Torte komplett mit dem Pekannusskrokant bestreuen. Dies würde ich aber erst kurz vor dem Servieren machen, da sich das Karamell sonst nach und nach auflöst. Schmecken tut’s trotzdem, aber wir möchten ja den Knuspereffekt, oder 😉 ?

Mit Klick auf den folgenden Link gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF-Rezeptansicht: Mexikanische Krokanttorte

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Als ich gerade dabei war, den Krokant auf der Torte zu verteilen klingelte meine Freundin Renate an der Tür und brachte mir das unvermeidliche Silvesterglückskleetöpfchen . Wir wollten ein wenig klönen, konnten uns aber nicht recht konzentrieren, denn der Duft und der Anblick ließ uns das Wasser im Mund zusammen laufen. Mist, ich musste den Kuchen ja noch fotografieren :-/ ! Kurz entschlossen vertagten wir unseren Klönschnack um eine Stunde und so landete eines der Kleeblätter im Rampenlicht.

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Und dann war es endlich soweit. Was soll ich sagen … zu dritt haben wir fast die ganze Torte aufgegessen (schäm)!! Während ich diesen Beitrag schreibe, musste dann auch das letzte Stück ‚dran glauben‘ . Diese sensationell fruchtige, zarte und doch gleichzeitig knusprige mexikanische Krokanttorte durfte den zweiten Tag des Jahres 2015 nicht erleben … was kann man sich als Torte mehr wünschen 😉 ?

Ich jedenfalls wünsche euch ein Jahr in dem sich eure Wünsche erfüllen mögen und ihr gesund und munter bleibt ❤ . Danke an Mari für die Anregung zu diesem Rezept. Du bist ein Quell der Inspiration!

Alles Liebe und herzliche Grüße

Eure MaLu ♥♥♥

 

P.S.: Ach ja! Die Gewinner der LandGang-Magazin Verlosung stehen fest. Je eine Ausgabe LandGang-Unser schöner Norden, Jan/Feb. ’15 haben gewonnen: Eva die Kochpoetin, Heidi die Feinschmeckerin, Katrin von Geschmacks-Sinn, Sabine von Berry Lovely und Mia he. Von den beiden letzteren benötige ich bitte noch ihre Adresse!

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Herzlichen Glückwunsch!

Die Zeitschriften machen sich in der nächsten Woche auf den Weg zu euch 🙂 .

 

Quelle: Christian Teubner – „Backen – Die 100 besten Rezepte aus aller Welt“