Erdbeer-Rhabarber Torte

Bevor wir nun alle in den „Ostereiersuchrausch“ geraten, möchte ich euch doch nicht ohne eine Torte in die Osterfeiertage schicken 😉 .

Eine richtige Ostertorte ist es eigentlich nicht geworden. Zumindest was die Optik angeht. Dafür fehlt ihr sowohl die Eiform der letztjährigen Torte, als auch die Osterdekoration. Irgendwie bin ich in diesem Jahr unbeabsichtigt im Osterdekostreik 😀 . Aber egal! Die Torte ist rund und zudem hat sie auch noch ein Loch in der Mitte!

Diese Form habe ich bestimmt schon ein halbes Jahr im Schrank liegen und nun durfte sie endlich in Einsatz kommen. Keine Ahnung, warum das so lange gedauert hat, dabei finde ich sie soo schick! Da sie aus Silikon ist, eignet sie sich natürlich fabelhaft für eine „Überkopf“-Torte mit Mirror Glaze. 🙂 Frühlingshafte Früchte standen auf dem Plan. Frischen Rhabarber gibt es inzwischen überall, frische Erdbeeren auch. Allerdings noch aus Spanien oder so. Ich habe diese nur zur Deko verwendet. Für die Füllung habe ich gefrorene Erdbeeren genommen.

Die Blümchendeko hätte ich eigentlich gern aus Fondant oder Blütenpaste gemacht. Leider hatte ich keines vorrätig, so dass ich kurzerhand auf echte Gänseblümchen zurückgegriffen habe. Unser jüngster Enkel Paul hat mir beim Pflücken tüchtig unter die Arme gegriffen 😉 und durfte zur Belohnung extra lange auf dem tollen, an der Eider gelegenen Spielplatz bei uns im Ort spielen, während wir die Frühlingssonne genossen haben.

Leider stand der kleine Mann zur Verkostung der Torte nicht mehr zur Verfügung, dafür sind unsere Freunde und besten Nachbarn erfolgreich und gänzlich selbstlos eingesprungen 😉 . Die Gänseblümchen haben wir, obwohl sie ungiftig und sogar gesund sind, dann aber doch vorher wieder herausgezupft 😉 .

Erdbeer-Rhabarber Torte

Ich habe diese Silikomart Saturn Form* verwendet – (alternativ: eine „einfache“ runde Form mit 18 cm Ø ) und diese Silikonform* für die Erdbeerfüllung

Erdbeerfüllung

  • 150 g Erdbeerpüree (Erdbeeren dafür pürieren und durch ein Sieb streichen)
  • 2 Teel. Zitronensaft
  • 15 g Puderzucker
  • 2 Blätter Gelatine
  • optional können 20 g des Erdbeerpürees durch Joghurt 10% ersetzt werden. Dann macht die Füllung etwas blasser.

Die Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen. Die restlichen Zutaten in einen kleinen Topf geben, erhitzen, vom Herd nehmen und die Gelatine darin auflösen. Die Silikonform mit den kleinen Mulden auf eine Platte stellen (dann kann man sie später besser transportieren).  Das Erdbeermasse in sieben Mulden der Silikonform verteilen und mindestens 4-5 Stunden, besser über Nacht einfrieren.

Glanzglasur

  • 5 Blätter Gelatine
  • 125 g Glucosesirup*
  • 63 g Wasser
  • 125 g Zucker
  • 83 g gezuckerte Kondensmilch, z.B. „Milchmädchen“
  • 125 g weiße Kuvertüre
  • rote Lebensmittelfarbe (ich verwende Gelfarben)

Die  Gelatine in  eiskaltem Wasser einweichen. Glucosesirup, Wasser und Zucker in einem Kochtopf zum Kochen bringen ( gut 100 Grad). Dann den Topf von der Platte ziehen und unter Rühren zunächst die gesüßte Kondensmilch hinzufügen, dann die Gelatine darin auflösen lassen und sogleich die weiße Kuvertüre dazugeben. Eine Minute warten, dann wieder Rühren, bis keine Klümpchen von der Kuvertüre mehr vorhanden sind. Nun die Lebensmittelfarbe einrühren. Die Masse kann nun mit dem Stabmixer durchgemixt werden, dabei möglichst keine Luftblasen zu erzeugen! Die Glasur anschließend durch ein Sieb gießen, um sicher letzte Klümpchen zu entfernen. Die Oberfläche des Mirror Glaze mit Frischhaltefolie bedecken und bis zur Verwendung in den Kühlschrank stellen.

Kokosbiskuit

Die Menge ist relativ reichlich, so dass einiges an Biskuit zum Naschen oder Einfrieren übrig bleibt. Wer das nicht möchte, könnte auch das Rezept halbieren und es in einer 20er Springform backen.

  • 2 Eiweiß Gr. M
  • 1 Prise Salz
  • 60 g Zucker
  • 2 Eigelb
  • 50 g Mehl
  • 20 g Kokosraspeln
  • 20 g geschmolzene Butter

Den Backofen auf 180 Grad Ober-/ Unterhitze vorheizen. Die Butter schmelzen und etwas abkühlen lassen. Das Eiweiß mit dem Salz und dem Zucker steifschlagen. Die Eigelbe sachte unterrühren. Das Mehl darüber sieben und zusammen mit den Kokosraspeln unterheben. 1 Esslöffel Teig mit der geschmolzenen Butter verrühren und ebenfalls unterheben. Den Teig etwa 1 cm dick auf ein mit Backpapier oder Silikonmatte belegtes Backblech streichen und ca. 10-12 Minuten backen. Abkühlen lassen und einen Kreis von ca. 18 cm Durchmesser ausstechen/ -schneiden. Um einen Ring zu erhalten, in der Mitte noch einen Kreis von  7-8 cm Durchmesser ausstechen. Der fertige Biskuitring sollte jetzt etwa 5 cm breit sein. (Solltet ihr keine Saturn-Ringform verwenden, braucht in der Mitte kein Kreis ausgestochen werden!)

Rhabarbermousse

  • ca. 600 g Rhabarber
  • 120 g Zucker
  • 170 g weiße Kuvertüre, geschmolzen
  • 3 Eigelbe
  • 60 g Zucker
  • 4 ½ Blätter Gelatine
  • 220 g Sahne
  • 2 Teel. Vanillezucker

Die Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen. – Den Rhabarber in feine Scheiben schneiden und zusammen mit dem Zucker in einem Topf köcheln lassen, bis er ganz zusammengefallen ist. Anschließend die Masse durch ein nicht zu feines Sieb streichen. Am einfachsten geht das natürlich mit einer „Flotten Lotte“*.

300 g des so gewonnenen Rhabarberpürees abwiegen und in einen Topf geben.  Die weiße Kuvertüre in der Microwelle oder überm Wasserbad schmelzen und bereit stellen. Die Eigelbe mit dem Zucker verrühren. Das Rhabarberpüree aufkochen lassen und unter Rühren zur Eigelbmasse geben. Zurück in den Topf gießen und bei milder Hitze stetig rührend auf höchstens 85 Grad bringen. Den Topf vom Herd ziehen und die Gelatine darin auflösen. Das Rhabarbercurd nun in drei Portionen mit der geschmolzenen weißen Kuvertüre verrühren. Die Schüssel in den Kühlschrank stellen und von Zeit zu Zeit umrühren. Wenn die Rhabarbermasse anfängt zu gelieren, die Sahne cremig schlagen und darunter ziehen.

Aufbau

Die Torte wird „über Kopf“ aufgebaut. – Die Silikonform auf einer Platte platzieren (z.B. dem Boden einer Springform) damit sie schön fest steht. – Die Rhabarbermousse einfüllen. Die gefrorenen Erdbeerhalbkugeln aus der Form lösen und rundherum verteilen. Dabei leicht in die Mousse drücken. Den Biskuitring auflegen und mit leichtem, gleichmäßigen Druck hineindrücken. Dadurch werden die Erdbeerhalbkugeln ebenfalls herunter gedrückt. Nur so weit drücken, bis die Rhabarbermousse und der Biskuit eine Ebene bilden! Die Torte mit Frischhaltefolie überziehen und eine Nacht einfrieren.

Am folgenden Tag zunächst die festgewordene Glanzglasur im Wasserbad auflösen. Noch einmal durch ein Sieb gießen und auf ca. 32 Grad abkühlen lassen. Dann die gefrorene Torte aus der Form lösen und auf einen Ring und/oder eine Schüssel platzieren, so dass die überschüssige Glasur abfließen kann. Die Glasur gleichmäßig über die Torte gießen. Dabei darauf achten, dass auch die Ränder komplett bedeckt sind. Die Glasur zieht durch die eiskalte Torte sogleich an. Deshalb dann bitte keine „Verschlimmbesserungen“ mehr vornehmen 😉 , denn sie würden später zu sehen sein! Die Torte auftauen lassen, dekorieren und servieren.

Mit Klick auf das Rezeptfoto gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF:

 

So eine eher kleine Torte (sie hat einen Durchmesser von 20 cm) eignet sich super für vier Personen. Und so haben wir in unserem sonnendurchfluteten Gartenpavillon Platz genommen und es uns schmecken lassen. Köstlich!!! Frühling ist doch was Herrliches, oder? Ich mag ihn viel lieber als den Sommer.

Leider hat uns mittlerweile die Sonne in Stich gelassen und Platz für Regen, Graupel und Wind gemacht. April, April eben! Aber wir lassen uns die Laune nicht verderben. Ich freue mich auf ein gemütliches Osterfrühstück mit unseren Kindern und ein paar arbeitsfreie Tage.

Euch wünsche ich ganz besonders schöne Osterfeiertage mit euren Lieblingsmenschen, reichlich Ostereiern und gutem Essen.

Frohe Ostern!

 Eure MaLu ♥♥♥

 

*Affiliatelink

Orangentorte mit Schokoladenknusperboden & Glanzglasur

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Die Zeit der Orangen neigt sich dem Ende entgegen, sicheres Zeichen auch für das Ende des Winters. Viele von uns warten wahrscheinlich schon händeringend auf die ersten Erdbeeren und den Spargel, doch dafür ist es, zumindest in unseren Gefilden, noch viiiel zu früh. Konzentrieren wir uns also auf das, was wir noch problemlos am Obststand bekommen, nämlich beispielweise Orangen 😉 .

Diese Torte, die euch unmissverständlich auf die enthaltene Frucht hinweisend, entgegenleuchtet, habe ich lange in meinem Kopf hin und her kreiert. Fruchtig sollte sie werden und irgendwie wollte ich auch eine Knusperschicht einarbeiten. Nach und nach formte sich der Plan und landete in meinem Notizbüchlein, das ich immer bei mir habe, falls mir etwas in den Sinn kommt. Was daraus geworden ist seht ihr hier 🙂 .

Wer meinen letzten Beitrag aufmerksam angeschaut hat, kommt diese Torte wahrscheinlich schon bekannt vor 😉 . Genau! Sie stand auf dem Geburtstags Kuchenbuffet meiner Tochter Tessa und fühlte sich dort, zwischen all ihren anderen leckeren Kuchen und Torten, ziemlich wohl. Der Grund, weswegen meine Torte beim Fototermin noch ein wenig verfroren aussieht ist der, dass meine Fotosession einen Tag vor dem Geburtstag stattfand. Um nun die Kühlung möglichst wenig zu unterbrechen, wurde sie, noch leicht im Inneren angefroren, im Bild festgehalten und wanderte anschließend sofort wieder in den Kühlschrank.

Die Kombination Orange und Schokolade ist ein Klassiker. Mit Recht, würde ich sagen, denn beides passt einfach fabelhaft zusammen. Für Schokogenuss sorgt der fluffige Schokoladenbiskuit auf dem ich eine Knusperschicht aus zarten Waffeln, Coco Pops und Schokolade gestrichen habe. Und in der herrlichen Orangenmousse nach einem Rezept von Bernd Siefert findet auch noch eine saftige Fruchtschicht Platz.

Orangentorte mit Schokoladenboden & Glanzglasur

Fruchtschicht (muss mindestens 4 Stunden eingefroren werden)

  • 260 g Orangenpüree aus ca. 4-5 Orangen (Zubereitung s. u.)
  • 1 El. Zitronensaft
  • 1 EL. Orangenlikör
  • ½ Teel fein abgeriebene Bio-Orangenschale
  • 20-30 g Zucker (je nach Süße der Orangen)
  • 1 El. Orangenmarmelade
  • 3½ Blätter Gelatine

Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Einen 18 cm – Tortenring  mit Frischhaltefolie bespannen und auf eine Platte setzen oder alternativ eine 18er Springform mit Folie auslegen. – Orangen mit einem Messer schälen und das Fruchtfleisch mit einem scharfen Messer in Filets herauslösen. Dabei den Saft auffangen. Es sollten keine Häutchen der Orangen hineingelangen! Die Orangenfilets mit einem Stabmixer fein pürieren. Orangenpüree mit dem Zitronensaft, dem Orangenschalenabrieb und dem Zucker erhitzen. Vom Herd nehmen und den Likör, sowie die Orangenmarmelade einrühren. Anschließend die Gelatine darin auflösen und die Fruchtmasse in den Tortenring bzw. die Springform füllen und einfrieren. Darauf achten, dass die Form waagerecht und gerade steht, damit die Fruchtscheibe später gleichmäßig dick ist.

Biskuit mit Knusperschicht (muss mindestens eine Stunde eingefroren werden)

  • 2 Eiweiß
  • 65 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 2 Eigelbe
  • 30 g Mehl
  • 25 g Stärke
  • 15 g Kakao
  • 10 g gemahlene Mandeln

Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Eiweiß mit Zucker und Salz steifschlagen. Die Eigelbe sachte einrühren. Mehl, Stärke und Kakao mischen und darüber sieben. Zusammen mit den gemahlenen Mandeln unterheben. Den Teig ca. 1 cm dick auf ein mit Backpapier oder Silikonmatte belegtes Blech streichen und ca. 10 Minuten backen. Anschließend mit einem Tortenring einen Kreis von 18 cm Durchmesser ausstechen. Den Biskuit in dem Ring belassen und die Knusperschicht zubereiten. Biskuitreste können vernascht werden 😉 .

  • 15 g Schoko-Puffreis (Coco-Pops)
  • 15 g Crepes dentelles* (zarte Waffelröllchen)
  • 70 g. geschmolzene dunkle Kuvertüre
  • 1 kl Teel. neutrales Öl (z.B. Sonnenblumenöl)

Kuvertüre schmelzen. Coco-Pops und Waffelröllchen mischen und leicht zerdrücken. Die geschmolzene Kuvertüre und das Öl darübergeben, vermengen und auf dem gebackenen, abgekühlten Biskuit verteilen. Glattstreichen und die Form noch einmal für 2 Minuten in den Backofen stellen. Abkühlen lassen und mindestens 1 Stunde einfrieren.

Orangencreme (Bernd Siefert)

  • 3½ Blätter Gelatine
  • 50 g Puderzucker
  • 3 Eigelbe Gr.L oder 4 Eigelbe Gr. M
  • 300 g frisch gepresster Orangensaft
  • 2 El. frisch gepresster Zitronensaft
  • feiner Abrieb von 1 ½ Bio Orangen
  • 210 g weiße Kuvertüre, fein gehackt
  • 430 g Schlagsahne

Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen.  Kuvertüre fein hacken. Eigelbe und Puderzucker in einer Schüssel verrühren. Orangen- und Zitronensaft, sowie der Abrieb der Orange in einem kleinen Topf aufkochen lassen und über die Eigelbmasse geben. Verrühren und wieder zurück in den Topf gießen. Bei milder Hitze unter ständigem Rühren auf 85 Grad erhitzen (mit einem Thermometer kontrollieren). Die Gelatine in die pasteurisierte Creme rühren und diese über die gehackte Kuvertüre geben. Eine Minute warten und dann glattrühren. In den Kühlschrank stellen, dabei immer einmal umrühren und schauen, wann sie beginnt zu gelieren. Dann erst die Sahne cremig schlagen und unter die Orangencreme heben.

Aufbau

Die Torte wird „über Kopf“ aufgebaut. Dafür einen Tortenring mit 20 cm Ø mit Frischhaltefolie bespannen, mit Tortenrandfolie auskleiden und auf eine Platte stellen oder eine entsprechende Springform verwenden. Circa ein Drittel der Orangencreme einfüllen. Die gefrorene Fruchtschichtplatte mittig platzieren (darauf achten, dass sie gerade und waagerecht liegt!) und diese mit wiederum ca. einem Drittel Orangencreme bedecken. Den gefrorenen Biskuit mit der Knusperseite nach unten einlegen und die Seiten mit der restlichen Orangencreme ausfüllen und glattstreichen. Die Torte mit Folie bedecken und über Nacht einfrieren.

Mirror Glaze – Glanzglasur

  • 6 Blätter Gelatine
  • 150 g Glucosesirup *
  • 75 g Wasser
  • 150 g Zucker
  • 100 g gesüßte Kondensmilch (z. B. ‚Milchmädchen‘)
  • 150 g weiße Kuvertüre, gehackt oder Pellets
  • orange Lebensmittelfarbe (ich habe Gelfarbe verwendet)
  • etwas weiße Lebensmittelfarbe* (Titanoxid)

Die  Gelatine in  eiskaltem Wasser einweichen. Glucosesirup, Wasser und Zucker in einem Kochtopf zum Kochen bringen ( gut 100 Grad). Dann den Topf von der Platte ziehen und unter Rühren zunächst die gesüßte Kondensmilch hinzufügen, dann die Gelatine darin auflösen lassen und sogleich die weiße Kuvertüre dazugeben. Eine Minute warten, dann wieder Rühren, bis keine Klümpchen von der Kuvertüre mehr vorhanden sind. Nun die orange Lebensmittelfarbe  und ganz wenig weiße Farbe unterrühren. Die Masse kann nun mit dem Stabmixer durchgemixt werden, jedoch ohne Luftblasen zu erzeugen! Die Glasur anschließend durch ein Sieb gießen, um sicher letzte Klümpchen zu entfernen. Die Oberfläche des Mirror Glaze mit Frischhaltefolie bedecken und bis zur Verwendung in den Kühlschrank stellen.

Fertigstellung

Die Mirror Glaze im Wasserbad erwärmen, so dass sie sich wieder verflüssigt. Vom Herd nehmen und warten bis sie ca. 35 Grad erreicht hat. Dann ist die richtige Verarbeitungstemperatur erreicht. Die gefrorene Torte etwas erhöht auf eine umgedrehte Schüssel o. ä. stellen, die wiederum auf einer Platte steht, die die überlaufende Glasur auffängt. Die Glanzglasur zügig und gleichmäßig, von der Mitte ausgehend über die gefrorene Torte gießen. Dabei nichts auslassen! Mit einer Palette noch einmal über die Oberfläche ziehen, um überschüssige Glasur ablaufen zu lassen. Das alles muss schnell gehen, da die Glasur auf der gefrorenen Torte schnell fest wird und jegliche Korrekturen und Unebenheiten sichtbar bleiben. Die Torte kann dann vorsichtig auf einen Teller gesetzt werden und muss nun 2-3 Stunden auftauen. Dann kann sie mit Schokoladenelementen dekoriert werden.

Mit Klick auf das Rezeptfoto gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF:

Als Schokoladendeko dienten mir, wie schon öfter, fertig gekaufte hauchdünne Schokoplättchen. Die sind total praktisch, wenn man sich die Arbeit des Temperierens der Schokolade sparen möchte 😉 . Die restliche Deko ist dann aber doch so entstanden 😉 .

In dieser Woche hatte ich mal wieder Spätdienst. Eigentlich unbeliebt bei mir, doch andererseits habe ich vormittags oft mehr Energie zum Backen und Bloggen. Und so sind wieder einige Leckereien entstanden (auch nicht so aufwändige wie diese Orangentorte 😉 )! Ihr werdet also auch in nächster Zeit hier mit Kuchen versorgt!

Doch nun wünsche ich euch allen ein schönes Wochenende, jede Menge Backspaß und immer ausreichend Kuchen auf dem Teller 😀 !

 

Herzlichst

Eure MaLu ♥♥♥

*Affiliatelink

 

Fleur d’Ivoire – Kuppeltorte aus weißer Schokolade, Kokos, Himbeeren und Kirschen

Wisst ihr was meine Tochter geantwortet hat, als ich ihr ein Foto dieser Torte geschickt habe?

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„Wow! Die sieht ja toll unecht aus!“

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Öhm!! 😀 Na, super!!  Könnt ihr euch vorstellen wie doof ich geguckt habe? 😀 „Unecht???!“, schrieb ich zurück. „Ja, so perfekt“, antwortete sie. „Cooles Foto“!

Okaaayyy … , dachte ich. Ist das jetzt gut oder schlecht? Na, ich denke mal ich buche das jetzt mal auf die positive Seite, oder? 😉

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Im Ernst, ich habe mich total gefreut, dass diese kleine Torte so leicht gelungen ist und war auch ein bisschen stolz darauf, als sie fertig vor mir stand 🙂 . Und tatsächlich ist sie wirklich nicht einmal schwer zuzubereiten!  fleur-divoire-3Wie ich bereits letzte Woche schrieb, habe bzw. nehme ich mir im Moment mal etwas Zeit für mich. Dabei habe ich mir wieder einige meiner tollen Pâtisserie Bücher vorgeknöpft. Das heutige Rezept stammt aus dem Buch GÂTEAUX* von Christophe Felder und Camille Lesecq. Dieses Prachtstück von einem Buch (in französischer Sprache) hatte ich mir bereits im letzten Jahr selber zum Geburtstag geschenkt und inzwischen stecken jede Menge Post-its darin 😉 . Doch nicht nur die Optik dieser Torte sprach mich an, sondern auch die Zutaten. Für Kokos bin ich immer zu haben, und Himbeeren und Kirschen sind ein schöner Gegenspieler zur süßen weißen Schokolade.

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Wie fast alle Kuppeltorten wird auch diese ‚über Kopf‘ aufgebaut. Weiße Schokoladenmousse, mit Himbeer- und Kirschsirup getränkte Kokosdacquoise (Makronen- bzw Baiserteig), sowie Himbeeren und Kirschen. In meinem Fall gefrorene Früchte, aber auch Kirschen aus dem Glas oder bestenfalls natürlich frische Früchte sind möglich. Der Zubereitung ging wirklich ziemlich einfach und schnell. In einem Rutsch werden die drei Kokosböden gebacken, zwischendurch der Sirup und die Mousse zubereitet und schon kann man die Torte zusammen mit den Früchten aufbauen. Danach geht’s für eine Nacht in den Tiefkühler.

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Ich habe mich bei der Garnitur an das Vorbild des Pâtissiers gehalten und aus weißer Schokolade runde Plättchen gemacht. (Meine lieben Follower auf Instagram finden hiermit die Auflösung des Rätsels 😉 ) Nur den Guss habe ich gegen eine weiße Glanzglasur ausgetauscht, da ich sie optisch so passend fand. Wer lieber das Original zubereiten möchte, für den habe ich das Rezept der Nappage ebenfalls aufgeschrieben. Ihr entscheidet dann einfach wie ihr es wünscht 🙂 .

 

Fleur d’Ivoire

 – Christophe Felder / Camille Lesecq –

Ich habe eine Silikon-Halbkugelform* mit 18 cm Ø  verwendet. Es geht aber auch jede andere Halbkugelform dieser Größe. Jedoch ist das Lösen der gefrorenen Torte aus einer Metall- oder Glasform etwas schwieriger.

Kokosteig (ich habe hier zwei Drittel des Originalrezeptes angegeben, da ich viel zu viel Teig hatte)

  • 20 g gemahlene Mandeln
  • 80 g Puderzucker
  • 17 g Mehl
  • 60 g Kokosraspeln
  • 103 g Eiweiß
  • 30 g Zucker
  • 30 g Kokosraspeln zum Überstreuen

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Backofen auf 190 Grad Ober-/ Unterhitze vorheizen. Auf der Rückseite eines Stück Backpapiers mit einem Zirkel drei Kreise mit 12, 14 und  16 cm Durchmesser zeichnen. –  Gemahlene Mandeln, Puderzucker, Mehl und Kokosraspeln mischen. Das Eiweiß mit dem Zucker steif schlagen und die Nuss-Zuckermischung unterheben. Den Teig in einen Spritzbeutel mit  10 mm Rundtülle füllen und damit spiralförmig drei Kreise in den o. g. Größen spritzen. Mit Kokosrapeln überstreuen und 10-15 Minuten backen. Dabei die Temperatur des Backofens auf 160 Grad reduzieren. Die Teigkreise auf dem Backpapier abkühlen lassen.

Roter Sirup

  • 50 g Himbeerpüree (Fertigprodukt oder selbstgemacht)
  • 50 g Kirschsaft
  • 25 g Zucker

Im Originalrezept köchelt man 100g Kirschen mit 10 g Zucker, lässt sie abtropfen und verwendet den gewonnenen Saft. Wenn ihr Kirschen aus dem Glas verwendet, geht natürlich auch der darin vorhandene Saft. – Für das Himbeerpüree einfach einige Himbeeren durch’s Sieb streichen oder ,falls vorhanden, ein Fertigprodukt verwenden. Die Menge des Sirups ist reichlich bemessen! Reste schmecken aber lecker in Mineralwasser, Smoothie oder Müsli. 

Weiße Mousse

  • 5 g Gelatine (3 Blätter)
  • 215 g weiße Kuvertüre, geschmolzen
  • 110 ml Vollmilch
  • 250 g Sahne 35 %

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Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen. Die weiße Kuvertüre in der Microwelle oder im Wasserbad schmelzen. Milch in einem kleinen Topf erhitzen, vom Herd nehmen und die Gelatine darin auflösen. Ein Drittel der heißen Milch in die weiße Kuvertüre gießen und glattrühren. Das zweite Drittel dazu geben, glattrühren und danach den Rest der Milch unterrühren. Die Sahne cremig schlagen. Wenn die Schokoladenmasse 30-35 Grad erreicht hat, die Sahne zügig unterziehen.

Aufbau

  • 100 g Kirschen (frisch, Glas oder TK)
  • 150 g Himbeeren (frisch oder TK)
  • Beides ist reichlich bemessen!

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Ein Drittel der weißen Mousse in die Halbkugelform gießen. Die kleinste Kokosteigscheibe einlegen – Hinweis: Zum Rand der Form sollte beim Einlegen der Teigscheiben immer ca. 1 cm Raum sein! Ggf. die Teigscheiben etwas kleiner schneiden, damit sie später nicht von außen zu sehen sind! – Die Teigscheibe mit dem Sirup tränken/bepinseln. Himbeeren und Kirschen dicht an dicht darauf verteilen. Alles mit dem zweiten Drittel der Mousse bedecken. Die mittlere Teigscheibe auflegen und mit Sirup tränken. Die restliche weißen Mousse darüber verteilen und mit der letzten und größten Teigscheibe abschließen (Sie bildet später den Boden der Torte). – Die Form mit Folie abdecken und eine Nacht einfrieren.

Schokoladendekor

  • 125 g weiße Kuvertüre
  • etwas Puderzucker oder Dekorschnee*
  • alternativ: fertige weiße (allerdings eckige) hauchdünne Schokoladentäfelchen

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Die weiße Kuvertüre zunächst temperieren. Eine gute Anleitung findet ihr bei Interesse hier: klick. Die fertig temperierte Schokolade dünn und gleichmäßig auf eine Folie streichen und kristallisieren lassen. Mit einem erwärmten runden Ausstecher Kreise in unterschiedlichen Größen ausstechen und diese bis zur Verwendung in einer geschlossenen Dose im Kühlschrank aufbewahren. – Vor dem Dekorieren der Torte werden die Scheibchen mit Puderzucker bzw. Dekorschnee (hält auch Feuchtigkeit stand) bepudert.

Weiße Mirror Glaze (Rezept von Ofenkieker)   (Für meine Variante der Fleur d’Ivoire)

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Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen. Wasser, Zucker und Glucosesirup zum Kochen bringen. Vom Herd ziehen, kurz etwas abkühlen lassen. Dann die Gelatine einrühren. Die gehackte Kuvertüre hinzufügen, einen Moment aufweichen lassen, danach die weiße Lebensmittelfarbe und die Sahne unterrühren. Mit einem Stabmixer aufemuglieren. Dabei möglichst keine Luft einarbeiten!

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Zum Gießen der Spiegelglasur sollte diese eine Temperatur von ca. 35 Grad C haben! Dafür die Torte aus der Form holen und auf ein Rost über ein Gefäß stellen, welches die überlaufende Glasur auffängt. Die Glasur gleichmäßig über die gefrorene Torte gießen. Nicht mehr anfassen! Die Glasur zieht sofort an und man würde jeglichen Eingriff später sehen! Die Torte vorsichtig auf eine Platte setzen und auftauen lassen. Mit den bepuderten Schokoladenscheiben dekorieren.

Alternativ:

Das Glasurrezept des Originals:

  • 10 g Gelatine
  • 150 g Wasser
  • 200 g Zucker
  • ¼ Orangenschale
  • ¼ Zitronenschale
  • ½ Vanilleschote

Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Wasser und Zucker in einen Kochtopf geben und die aufgeschlitzte Vanille, Orangen- und Zitronenschale hinzufügen. Alles zum Kochen bringen. Vom Herd nehmen, kurz abkühlen lassen und die gut ausgedrückte Gelatine in der warmen Flüssigkeit auflösen. Durch ein feines Sieb gießen. Die Fruchtglasur kann gut vortags zubereitet werden. Im Kühlschrank hält sie einige Zeit. Um die Glasur dann zu gießen muss sie im Wasserbad erwärmt werden. Auch sie soll auf die gefrorene Torte aufgetragen werden.

Mit Klick auf das Rezeptfoto gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF-Rezeptansicht:

*MaLu's-PDF-Rezept

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Die Fleur d’Ivoire, was frei übersetzt „Elfenbeinblume“ heißt, deren Name sich wahrscheinlich aber eher auf die weiße Schokolade ‚Ivoire‘ von Valhrona bezieht,  ist insbesondere durch die Garnitur der weißen Schokoladenplättchen ein echter Hingucker. Die zweite Überraschung folgt beim Anschnitt, durch den Kontrast vom strahlenden Weiß mit dem blutroten Inneren. Ich fand die weiße Glanzglasur deshalb sehr chic dazu. Doch ich würde die Torte auch gern noch einmal mit der Original Nappage, einer transparenten Fruchtglasur, probieren wollen.

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Die Torte mit der Mirror glaze hält sich sehr gut ein bis zwei Tage im Kühlschrank. Sie wird nur noch saftiger! Allerdings lösten sich dann auch einige der flach angesetzten Schokoplättchen und rutschten nach unten. Solltet ihr die Torte also erst am folgenden Tag servieren wollen, würde ich die Plättchen erst dann, unter Zuhilfenahme von einem winzigen Klecks Marmelade o.ä., ansetzen. Das Anschneiden mit solcher Deko ist natürlich auch eine Herausforderung 😀 , aber was nimmt man nicht alles für so eine grandiose Optik in Kauf 😉 !

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Passend zu dieser Torte fehlt uns dann nur noch der Schnee. Ich gebe zu, dass ich nicht versessen darauf bin, denn hier im Land zwischen den Meeren, bleibt er meist nicht lange liegen und wird bestenfalls matschig.

Euch wünsche ich nun ein erholsames Wochenende. Mit Schnee oder ohne, aber auf keinen Fall ohne leckeren Kuchen 😉 !

Liebste Grüße Eure MaLu

♥♥♥

 

Quelle: Gâteaux – Christophe Felder / Camille Lesecq

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Pierre Hermés SATINE Cheesecake

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Dieser Cheesecake, der hier in einem Gewand daherkommt, das ein wenig wie ein Lattenzaun anmutet 😉 , ist ganz was Feines!  Pierre Hermé, der Schöpfer dieser Kreation, hat mit seiner Satine-Serie eine Reihe fabelhafter Rezepte geschaffen, die allesamt die Aromen von Maracuja, Orange und Frischkäse beinhalten. Macarons, Desserts, Tartes – über 40 unterschiedliche Rezepte mit diesem Trio hat Hermé ersonnen.

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Ich hatte mich schon lange in dieses Rezept verguckt. Eva, die Kochpoetin, hat den Satine-Cheesecake bereits 2013 formvollendet verbloggt. Nun habe auch ich mich daran gewagt 🙂 . Ja, er ist aufwändig! Das lässt sich nicht leugnen. Aber es lohnt sich! Doch auch wer nicht den Anspruch hat, das genaue Original herzustellen, kann elegant Kurven schneiden und trotzdem ein überaus leckeres Ergebnis erzielen 😉 .  Dazu weiter unten mehr.

Der Geschmack allerdings lässt alle Mühe und Aufwand vergessen. Seidig und samtig schreibt Eva. Ja, sie hat recht! Fruchtig und knusprig ließen sich noch ergänzen. satine-cheesecake-4

Genau fünf Schichten sind zu absolvieren, bis diesem Genuss nichts mehr im Wege steht. Aber keine Bange, alles lässt sich Stück für Stück in aller Ruhe zubereiten. Zwischendurch gönnt sich das gute Stück auch ein bis zwei Schläfchen im Gefrierschrank. Finde ich immer praktisch, denn man kann weitermachen wenn man Zeit hat und die Torte ist an dem Tag so gut wie fertig, wenn man sie servieren möchte 🙂 . satine-cheesecake-7

Auf den Fotos sind die Schichten nicht ganz so deutlich zu sehen, wie ich es erhofft hatte und wie es im Buch dargestellt war. Es mag dem Umstand geschuldet sein, dass mein Cheesecake noch leicht gefroren war, als ich ihn anschnitt. Doch die Zeit eilte, die Arbeit rief und so mussten die Bilder in den Kasten 😉 .

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Bevor ich nun das Rezept verrate, noch einige Anmerkungen: Ich habe versucht, das Rezept so original wie möglich nachzubacken. Doch auch ich habe, wie z. B. bei der Orangenmarmelade und dem Glanzguss, kleine Abkürzungen in Bezug auf Zeit und Aufwand genommen. Und es ließe sich wohl noch mehr Zeit sparen: Statt des doppelt gebackenen Mürbeteigs könntet ihr beispielsweise einen einfachen Keksboden zubereiten. Auch die Glanzglasur ist eher ein optischer Aspekt, ebenso wie die weiße Schokoladendekoration. Gleichwohl unterscheiden sich aber auch Hermés Rezepte in seinen unterschiedlichen Büchern. Zu viel würde ich jedoch nicht ändern, man wird sonst Zugeständnisse an den Geschmack hinnehmen müssen. Denn, ein Original ist eben ein Original und das Auge isst ja bekanntlich ebenfalls mit 🙂 !

Satine – Cheesecake

Pierre Hermé

 

Für eine Form mit 18 – 20 cm Durchmesser berechnet

Mürbeteig

  • 75 g weiche Butter
  • 15 g gemahlene Mandeln
  • 50 g Puderzucker
  • etwas Vanillepulver
  • 30 g verschlagenes Ei
  • 1 Prise Salz
  • 125 Mehl Type 550

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Die Butter cremig rühren und nach und nach alle anderen Zutaten hinzufügen. Den Teig zu einem Ziegel formen, in Frischhaltefolie wickeln und 2 Stunden in den Kühlschrank legen. Anschließend 0,4 cm dick ausrollen und in Rechtecke von ca. 30 x 10 cm ausrollen. Diese auf Backpapier legen und bei 170 Grad ca. 20 Minuten goldbraun backen. Auskühlen lassen und in der Zwischenzeit den Biskuit backen.

Biskuitschicht

  • 1 Eiweiß Gr. L
  • 30 g Zucker
  • 1 Eigelb Gr. L
  • 15 g Mehl
  • 15 g Stärkemehl

biskuitschichtEin Backblech mit Backpapier belegen. Der Backofen auf 180 Grad  Ober-/ Unterhitze aufheizen. Eiweiß steifschlagen, dabei den Zucker einrieseln lassen. Das Eigelb sachte unterrühren. Mehl und Stärke darübersieben und unterheben. Den Teig in einen Spritzbeutel mit 10 mm Rundtülle füllen und eine Spirale mit ca. 18 cm Ø spritzen. Im Backofen ca. 10-12 Minuten backen.

Doppelt gebackener Mürbeteig

Mir erschien der Teig für meine 18 cm Form ein wenig zu dick. Daher habe ich die Mengen unten etwas angepasst:

  • 150 g gebackener Mürbeteig (20 cm Ø) – 100 g (bei 18 cm Ø)
  • 75 g weiche Butter (20 cm ) – 50 g (bei 18 cm Ø )

doppelt-gebackener-mu%cc%88rbeteig

150 g (bzw. 100 g) des vorbereiteten, gebackenen Mürbeteigs abwiegen (es bleibt dabei genug gebackener Mürbeteig übrig, den man nebenbei vernaschen kann 😉 ) und in einer Küchenmaschine pulverisieren. Die weiche Butter cremig rühren und das Mürbeteigpulver unterrühren bis eine ’streuselige‘ Masse entsteht. Eine Springform an den Rändern mit Backpapier auslegen, die Streusel hineinfüllen und festdrücken. Bei 170 Grad Ober-/ Unterhitze ca. 15-20 Minuten backen. In der Form abkühlen lassen. –

Cheesecakemasse

  • 300 g Frischkäse, z. B. Philadelphia
  • 90 g feiner Zucker
  • 15 g Mehl Type 550
  • 1 Eigelb Gr. L
  • 1 Ei Gr. L
  • 25 g flüssige Sahne

Frischkäse, Zucker und Mehl verrühren. Das verschlagene Ei und das Eigelb sacht unterrühren, ebenso die Sahne.

Aufbau I

  • 35 g Maracujapüree (ich: klick* oder aus frischen Maracujas, ohne Kerne)

satine-aufbau-i

Den Backofen auf 90 Grad Ober-/ Unterhitze vorheizen. Die vorbereitete Biskuitscheibe ggf. auf 16 cm Durchmesser zuschneiden (je nach Formgröße, die gewählt wurde). Die Blechseite mit dem Maracujapüree bestreichen und die getränkte Scheibe mittig auf den Mürbeteig legen (es soll rundherum 1 cm  zum Rand hin frei bleiben). Die Cheesecakemasse vorsichtig darüber geben und den Cheesecake 1 Stunde bei 90 Grad backen. Vollständig auskühlen lassen.

Leichte Frischkäsemasse

  • 3 g Gelatine ( 2 Blätter)
  • 43 g Zucker
  • 15 g Wasser
  • 1 großes Eigelb (oder 2 kleine)
  • 125 g Frischkäse
  • 8 g Puderzucker
  • 155 g Schlagsahne

leichte-frischka%cc%88secreme

Die Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen. Den Zucker mit 15 g Wasser in einem kleinen Topf zum Kochen bringen. Wenn der Sirup 120 Grad erreicht hat, diesen zum Eigelb geben und mit einem Mixer auf hoher Geschwindigkeit zu eine Sabayon verschlagen. Unter mittlerer Geschwindigkeit abkühlen lassen. Den Frischkäse mit dem Puderzucker verrühren und auf dem Wasserbad leicht erwärmen. Die Gelatine darin auflösen und danach die Sabayon unterrühren. Zum Schluss die geschlagene Sahne unterheben. Die Frischkäsecreme auf die Cheesecakemasse füllen. Die Form bis zum Erkalten in den Kühlschrank stellen, anschließend abgedeckt einfrieren.

Orangenmarmelade

Hier bin ich der Einfachheit halber vom Original abgewichen – Wenn’s eilt kann die Marmelade auch durch gekaufte (dann aber pürieren!) ersetzt werden 😉

  • 100 g Bio Orangenscheiben mit Schale
  • 200 g Orangenfruchtfleisch
  • 300 g Gelierzucker 1:1

Orangenscheiben und -fruchtfleisch pürieren und mit dem Gelierzucker nach Packungsanweisung zu Marmelade kochen. In ein Glas füllen und bis zur Verwendung beiseite stellen.

Weiße Schokoladen Deko

  • 120 g weiße Kuvertüre
  • 2 Prisen fein gemahlenes Fleur de Sel

Die Kuvertüre über einem Wasserbad temperieren und das fein gemahlene Salz hinzufügen. Die warme Kuvertüre dünn auf eine Acetatfolie oder Backpapier streichen. Eine zweite Folie darüber legen und auf einer Platte über Nacht in den Kühlschrank legen.

Aufbau II – Am nächsten Tag:

Die Torte aus dem Gefrierschrank nehmen und die Oberfläche mit 3-4 Esslöffeln der Orangenmarmelade bestreichen. Danach sollte die Torte abermals für mind. 2 Stunden eingefroren werden!

satine-aufbau-ii

Glanzglasur:

Das Originalrezept sieht eine Glanzglasur mit Pectine NH vor, einem Geliermittel auf pflanzlicher Basis, welches sehr häufig in der Pâtisserie verwendet wird. Leider gibt es das Pulver hierzulande nur in 1 kg. Behältern :-/ . Ich habe deshalb auf mein bewährtes Fruchtglasur Rezept von C. Felder zurück gegriffen. Da nicht „kriegsentscheidend“, denke ich, dass alternativ auch die Verwendung von Tortenguss (diese kleinen Tütchen) zu verantworten ist 😉 .

Die Glanzglasur nach Rezept oder Packungsanweisung zubereiten. Die Torte aus dem Gefrierschrank holen und aus der Form nehmen, auf eine Platte stellen und den Guss noch leicht warm auf der gefrorenen Orangenschicht verteilen. Die weiße Schokoladendeko in längliche Stücke brechen (siehe Foto). Ich habe diese Stücke mithilfe der restlichen Fruchtglasur am Rand der Torte angebracht. – Den Cheesecake ganz auftauen lassen (2-3 Stunden) und genießen 😊.

 

Mit Klick auf das Rezeptfoto gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF-Rezeptansicht:

*MaLu's-PDF-Rezept

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Der doppelt gebackene Mürbeteig ist sehr lecker. Mir erschien er vielleicht ein wenig zu dick geraten, weswegen ich das Rezept oben ein wenig angepasst habe. Wer gern etwas mehr Knusperteig mag, nimmt die größere Menge. Die Cheesecakeschichten sind wunderbar cremig und unterscheiden sich deutlich in ihrer Textur. Fabelhaft, die mit Maracujapüree getränkte Biskuitschicht ❤ ! Vielleicht würde ich beim nächsten Mal die Orangenmarmelade zusätzlich mit Maracujapüree zubereiten und den Zucker etwas reduzieren.

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Das Aromenspiel von Maracuja und Orange, getragen vom sahnigen Frischkäse. Dazu die leicht salzige weiße Schokolade – Monsieur Hermé weiß was gut ist 🙂 .

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Ich habe mein Satine Schätzchen jedenfalls nach dem Fotoshooting wieder der Gefriertruhe übergeben (nicht ohne vorher mein Probierstück genüsslich zu verspeisen 😉 ) und werde es zum geplanten Adventskaffeekränzchen wieder aus dem Kälteschlaf erwecken. Ich hoffe, ohne Qualitätseinbußen …. Drückt die Daumen!

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Nachdem nun der Winter so früh über uns eingebrochen ist, lädt die gemütliche Küche doch zum Backen ein, oder? Da wird einem kuschelig warm und was Leckeres zum Naschen gibt’s auch. Habt ihr etwa schon Weihnachtsplätzchen gebacken?! Ich an diesem Wochenende jedenfalls etwas Feines vor … davon aber ein anderes Mal mehr 😉 .

Macht es euch schön !

Alle Liebe Eure MaLu ♥♥♥

 

 

Quelle: ph10* – Pierre Hermé

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