Kokostörtchen mit weißer Schokolade, Pflaume & Timut

Hatte ich euch letzte Woche Törtchen versprochen? – Okay! Ich halte Wort! 😉  Bühne frei für meine Kokostörtchen mit weißer Schokoladen, Pflaume und Timutpfeffer.Kokostörtchen mit weißer Schokolade, Pflaume & TimutIch habe letzte Woche ein paar Überlegungen angestellt, dann den Vorratsschrank durchforstet und einen Blick auf meine zahlreichen Silikonformen riskiert 😀 ! Die Wahl fiel auf Kokosmilch und auf eine Würfelform, die ich schon seit mindestens zwei Jahren in der Schublade habe. Höchste Zeit also, sie bzw. die darin entstandenen Törtchen ins Licht der Welt zu heben.Kokostörtchen mit weißer Schokolade, Pflaume & Timut

Wie ihr wisst, bin ich von Kindesbeinen an eine große Kokosliebhaberin. Ob frisch aus der harten Nussschale gepellt, am Strand von Alassio, ob als Schokoriegel, als Makrone oder als Dessert. Ich liebe Kokos in jeder Form. Kokosmilch findet man also immer bei mir im Vorratsschrank. Was hat noch Saison? Pflaumen! Ich habe echt überlegt, ob das zusammen eigentlich geht. Ich kann euch versichern: Es geht sogar ausgesprochen gut!Kokostörtchen mit weißer Schokolade, Pflaume & Timut

Die Füllung aus Pflaumenpüree mit etwas Brombeergelee habe ich mit meinem geliebten Timutpfeffer* aromatisiert. Viele von euch erinnern sich vielleicht noch an die oberleckeren Schokoladentörtchen, bei denen ich dieses aromatische Gewürz zum ersten Mal ausprobiert habe oder an die schicken Macarons, bei denen ich den Timut mit Zitrone kombiniert habe. Auch bei dieser Fruchtfüllung fand ich das zitronige Aroma des Timuts sehr spannend.

Kokostörtchen mit weißer Schokolade, Pflaume & TimutUnd ganz nach dem Motto: „Das Runde muss ins Eckige“ 😉 , habe ich die Füllung als Kugelform in die Würfel platziert. Dieser thront auf einer Schicht von zartem Schoko-Sesam Biskuit, der die Aromen perfekt schokonussig abrundet. Ihr merkt schon, ich bin ehrlich begeistert! ❤ Schließlich ist ja immer so ein kleines Roulettespiel, wenn man der Phantasie freien Lauf lässt. Da kann es auch mal daneben gehen oder einfach zu viel des Guten sein. Doch bei diesen Törtchen stimmt für meinen Geschmack wirklich alles. 🙂Kokostörtchen mit weißer Schokolade, Pflaume & TimutDoch diese Törtchenkreation lässt auch Raum für kleine Änderungen in Geschmack und Optik. Ihr habt keine Würfelform? Macht nichts! Es geht auch z.B. in einer Halbkugel Silikonform. Ihr habt keinen Timutpfeffer (oder mögt ihn nicht)? Wie wär’s ganz klassisch mit Zimt?

Kokostörtchen mit weißer Schokolade, Pflaume & Timut

Zutaten für 8 Törtchen – Ich habe folgende Formen verwendet: Silikomart Mini-Trüffel* und Silikomart Kubus*

Pflaumenkugeln (als Füllung)

  • 150 g Pflaumenpüree (dafür habe ich Pflaumen/Zwetschen kurz aufgekocht, dann püriert und durchpassiert)
  • 50 g Beerengelee (ich habe selbstgemachtes Brombeergelee verwendet)
  • 1 gestrichener El. (1,5 g) Timutpfeffer*  – ersatzweise ca. 5-7 cm Zimtstange
  • 1 El. Zucker (bzw. nach Geschmack)
  • 1 ½ Blätter Gelatine

Pflaumenpüree wie oben angegeben herstellen und abwiegen. Zusammen mit dem Beerengelee, dem Zucker und dem zerstoßenen Timutpfeffer (oder der Zimststange) in einem Topf ganz kurz aufkochen lassen, dann vom Herd nehmen und 15 Minuten ziehen lassen (so nimmt das Fruchtpüree die Gewürzaromen an). Die Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen. Das Pflaumenpüree durch ein Sieb passieren, im Topf leicht erwärmen und die Gelatine darin auflösen. Das Fruchtpüree in die Mulden der Kugelsilikonform verteilen (gelingt am besten mit einem kleinen Einmalspritzbeutel*) und für mindestens 6 Stunden oder über Nacht einfrieren.

Am nächsten Tag

Kokosmousse

  • 250 ml Kokosmilch
  • 3 Eigelbe Gr. L
  • 20 g Zucker
  • 4 ½ Blätter Gelatine
  • 170 g fein gehackte, weiße Kuvertüre*
  • 350 g Schlagsahne

Die Gelatineblätter in eiskaltem Wasser einweichen. Die Kokosmilch in einem kleinen Topf zum Kochen bringen. Die Eigelbe mit dem Zucker in einer separaten Schüssel cremig rühren. Die heiße Kokosmilch unter stetigem Rühren langsam zur Eimasse gießen. Das Ganze durch ein Sieb zurück in den Topf geben und unter ständigem Rühren bei milder Hitze und unter Beobachtung der Temperatur auf 85 Grad bringen. Nicht mehr!! Die Creme dickt jetzt etwas an und kann eine saubere Schüssel gefüllt werden. Die eingeweichte Gelatine in der Creme auflösen und die gehackte weiße Kuvertüre hinzufügen. Zwei Minuten stehen lassen, dann umrühren. Die Sahne cremig schlagen und unter die Kokoscreme ziehen. Die Kokosmousse sogleich in die acht Vertiefungen der Silikonform füllen (etwa ½ cm unter den Rand). Die eingefrorenen Fruchtkugeln aus der Silionform lösen und je eine Kugel in die Mitte eines Kokosmoussewürfels drücken. Die Oberfläche der Form mit einer Palette glatt abziehen, mit Frischhaltefolie abdecken und über Nacht einfrieren.

Sirup (dieser dient später dazu, die Kokosflocken auf den gefrorenen Törtchen zu halten)

  • 100 ml Wasser
  • 120 g Zucker
  • ½ Blatt Gelatine

Wasser und Zucker aufkochen, bis sich der Zucker gelöst hat. In ein Marmeladenglas füllen und die Gelatine darin auflösen. Abkühlen lassen und bis zum nächsten Tag aufbewahren.

Am nächsten Tag

Schoko-Sesam Biskuit

  • 1 Ei Gr. L
  • 1 Eigelb
  • 20 g gemahlene Mandeln
  • 15 g gemahlener schwarzer Sesam (ersatzweise Mohn)
  • 1 Eiweiß Gr. L
  • 20 g Zucker
  • 30 g Mehl
  • 10 g dunkler Backkakao
  • 15 g geschmolzene Butter
  • Kokosflocken zum Garnieren

Den Backofen auf 200 Grad Ober- / Unterhitze aufheizen. Ein Backblech mit einer Silikonmatte oder Backpapier belegen. Die Butter schmelzen und bereitstellen. Das Ei mit dem Eigelb, dem Puderzucker und den gemahlenen Mandeln und Sesam hellschaumig schlagen. Das Eiweiß mit dem Zucker zu Eischnee schlagen. Den Eischnee auf die Eigelbmasse geben und mit dem Mehl und dem Kakao übersieben. Vorsichtig unterheben. Zwischendurch 1 Esslöffel Teig mit der geschmolzenen Butter verrühren und ebenfalls unterheben. Den Teig mit einer Palette gleichmäßig (!) auf dem Blech verstreichen und ca. 8-10 Minuten backen. Den Biskuit auf ein bereitgelegtes Stück Backpapier stürzen. Papier bzw. Folie abziehen und leicht abkühlen lassen. Anschließend mit einem Messer oder einem Ausstecher* in 8 Quadrate mit 6 cm Kantenlänge schneiden. Diese Kanten, sowie die untere Backhautseite jedes Quadrats in die Kokosflocken drücken. Durch die Feuchtigkeit des warmen Teiges bleiben die Flocken kleben und sorgen unter anderem dafür, dass die Unterseite der Törtchen später nicht am Teller festklebt.

Fertigstellung

  • Sirup (s. o.)
  • 150 g Kokosflocken
  • 30 g weiße Kuvertüre, geschmolzen
  • 1-2 El Beerengelee

Den Sirup in der Microwelle ganz leicht erwärmen, so dass er sich verflüssigt, ebenso die weiße Schokolade schmelzen. Die Kokosflocken in eine Schale geben. Die Schokoladenbiskuitquadrate bereitlegen. – Die eingefrorenen Kokoswürfel (immer nur einen oder zwei zur Zeit) aus der Silikonform lösen, dünn mit dem Zuckersirup  bestreichen und sogleich in den Kokosflocken wälzen (die untere Seite bleibt frei). Für dieses Handling ist ein Zahnstocher hilfreich, den man oben in den gefrorenen Würfel sticht. Auf diese Weise kann man den Würfel problemlos mit zwei Händen sicher drehen und transportieren. Einen kleinen Klecks weiße Schokolade in die Mitte eines Biskuitquadrats geben und den Kokoswürfel darauf platzieren. Die Schokolade hält den Würfel sicher auf dem Biskuit. Der Zahnstocher kann jetzt entfernt werden und das kleine Loch mit Kokosflocken überdeckt werden 😉 . Sind alle acht Törtchen fertig, das Beerengelee ganz leicht erwärmen und mithilfe eines kleinen Spritzbeutels Pünktchen auf die Oberseite des Törtchens spritzen.

Die Törtchen müssen jetzt nur noch auftauen und können dann serviert werden. Sie halten sich aber auch, in einem fest verschlossenen Behälter, ein bis zwei Tage ohne Einbußen von Geschmack und Optik im Kühlschrank.

Mit Klick auf das Rezeptfoto gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF:

Kokostörtchen Rezept

Kokostörtchen mit weißer Schokolade, Pflaume & Timut

Auch als Dessert nach einem feinen Menü machen die Törtchen eine gut Figur. In einem gut verschlossenen Behälter können sie vorbereitet, eine Nacht im Kühlschrank auf ihren Auftritt warten. Finde ich auch ganz praktisch! 🙂

Kokostörtchen mit weißer Schokolade, Pflaume & Timut

Bei uns war in dieser Woche (außer Törtchen backen) Gartenarbeit angesagt. Mein Mann hat viele Meter Hecke gerodet. Echte Knochenarbeit! Schön, wenn man da die Unterstützung der Nachbarn hat ❤ . Jetzt hat’s wieder ordentlich Luft gegeben und vielleicht findet jetzt ja wieder ein Obstbaum einen Platz bei uns. Habt ihr eine Empfehlung? Es darf kein zu großer Baum sein/werden!

Kokostörtchen mit weißer Schokolade, Pflaume & Timut

Das Wetter scheint an diesem Wochenende mit dem darauffolgenden Brückentag leider gar nicht zu werden. Naja, dann ruhen wir uns eben aus oder räumen mal versteckte Ecken auf …. 😉

Herzliche Grüße

Eure MaLu ♥♥♥

 

Und weil die Farben so schön passend sind, nehme ich am Black&White Blogevent der Schokoladenfee teil und gratuliere Alex herzlich zum 5jährigen Bloggeburtstag 😘

 

*Affiliatelink /Werbelink – Wenn ihr über diesen Link etwas bestellt, kostet es euch keinen Cent mehr. Ich jedoch bekomme einen kleinen Prozentsatz des Kaufpreises als Provision. Mit diesem Miniverdienst aus der Werbung kann ich einen kleinen Teil meiner Unkosten für den Blog decken oder in neue Formen o. ä. investieren. Vielen Dank für eure Unterstützung  !

Mohn-Marzipan Törtchen mit Himbeerspirale

Zu den heutigen Törtchen oder besser gesagt zu der Dekoration der heutigen Törtchen bin ich auf eher untypische Weise gekommen 😉 .Mohn-Marzipan Törtchen mit Himbeere

Birgit, eine eifrige „Nachbäckerin“ und begnadete Törtchenproduzentin (einige ihrer Werke findet ihr in der ‚Nachgebacken‘ Galerie),  schrieb mir neulich eine überraschende Email, in der sie um Hilfe rief. Sie hatte sich eine schicke Silikonform mit Namen „Tourbillon“ zugelegt, wollte diese gern ausprobieren und wendete sich nun mangels Rezept und Inspiration, an mich.Mohn-Marzipan Törtchen mit Himbeerspirale Auf die hübschen Tourbillon Formen hatte ich (wie könnte es anders sein) bereits längst ein Auge geworden 😉 .  Sie erinnert an diese Törtchen mit den Spiralen obendrauf, die auf einem drehenden Plattenspieler von kunstfertigen Pâtissiers gezaubert werden. Mal abgesehen davon, dass die Besitzer von Plattenspielern bestimmt ziemlich viel dagegen hätten, wenn eifrige BäckerInnen das Ansinnen äußerten, darauf ein Törtchen mit Sahne verzieren zu wollen, würde ich auf diese Weise eine Spirale wohl  erst nach mindestens 500 Übungstörtchen auch nur annähernd vernünftig hinbekommen. In Kenntnis dessen haben sich also findige Produktentwickler Silikonformen ausgedacht, mit deren Hilfe Menschen wie mir, im Handumdrehen so perfekte kleine, mittlere oder große Spiralen gelingen, wie sie hier zu sehen sind. Mohn-Marzipan Törtchen mit Himbeere

Doch zurück zu Birgit – Als sie erfuhr, dass ich diese Förmchen nicht mein eigen nenne, schnitt sie eines von ihren kurzerhand in der Mitte durch und schickte es mir per Post zu! Eine Frau der Tat, kann ich da nur sagen 😀 ! Da konnte ich mich natürlich nicht lumpen lassen und habe mir etwas ausgedacht. Das Ergebnis präsentiere ich euch hier und heute:

Mohn-Marzipan Törtchen mit HimbeereDie Tourbillon* Förmchen füllte ich mit Himbeer Curd. Das Törtchen selbst, das ich in der Stone* Form zubereitete, besteht aus einer Mohn-Marzipan Mousse mit Himbeerfüllung auf Mohnbiskuit. Auch wenn diese Formen wirklich super professionell wirken, könnt ihr selbstverständlich auch eine andere Form verwenden. Vielleicht habt ihr ja z. B. Halbkugelformen o. ä. bereits im Schrank 😉 . Mohn-Marzipan Törtchen mit Himbeere

Mohn-Marzipan Törtchen mit Himbeere

Zutaten für 8 Törtchen 

Himbeer-Einlage (möglichst am Vortag zubereiten)

  • 150 g Himbeerpüree (ohne Kernchen)
  • 20 g Zucker
  • 2 Bl. Gelatine

Die Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen. Himbeerpüree mit dem Zucker erwärmen und die eingeweichte Gelatine darin auflösen. Die Menge auf 8 Vertiefungen der Petit Fours* Silikonform verteilen und ebenfalls einfrieren.

Rote Spirale aus Himbeer Curd 

  • 1 Ei (55g)
  • 50 g Himbeerpüree (ohne Kernchen)
  • 30 g Zucker
  • 45 g Butter, kalt in Würfeln
  • 1 Blatt Gelatine

Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen. Die Tourbillon* Silikonfom auf ein flaches Tablett* stellen. –  Ei, Himbeerpüree und Zucker über einem Wasserbad unter ständigem Rühren auf ca. 80 Grad erhitzen, bis es eindickt. Die Schüssel von der Hitze nehmen und die eingeweichte Gelatine einrühren. Das Curd mit dem Mixstab aufmixen und nach und nach die Butter einarbeiten. Durch ein Sieb passieren und acht Vertiefungen der Silikonform mit Himbeer Curd füllen. Die Form ganz vorsichtig rütteln, damit eventuelle Luftblasen entweichen können oder die Spirale mit einem Schaschlickspieß nachfahren. Mit Frischhaltefolie abdecken und mehrere Stunden einfrieren, am besten über Nacht.

Mohnbiskuit

  • 1 Eiweiß Gr. L
  • 1 Prise Salz
  • 30 g Zucker
  • 1 Eigelb
  • 30 g Mehl
  • 20 g gemahlener Mohn (fertig gekauft z.B. bei Edeka oder im Reformhaus, kein Mohn Back!)
  • 10 g geschmolzene Butter

Den Backofen auf 180 Grad Umluft aufheizen. Eiweiß, Salz und Zucker zu steifem Eischnee schlagen. Das Eigelb sachte einrühren. Das Mehl darüber sieben und zusammen mit dem gemahlenen Mohn unterheben. Ein Esslöffel Teig mit der geschmolzenen Butter verrühren und ebenfalls unterheben. Den Teig  gleichmäßig in einem Rechteck von Din A4 Größe auf ein mit Backpapier oder Silikonmatte belegtes Blech streichen und ca. 8-10 Minuten bei 180 Grad backen. Abkühlen lassen und Kreise mit ca. 4 cm Durchmesser ausstechen.

Mohnmousse

  • 200 g Vollmilch
  • 30 g Marzipanrohmasse
  • 50 g Zucker
  • 2 Eigelb
  • 1 gestrichener Teel. Stärkemehl
  • 3 Blätter Gelatine
  • 30 g gemahlener Mohn (s.o.)
  • optional: 2-3 Tropfen Bittermandelaroma
  • 180 g Schlagsahne

Die Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen. Die Marzipanrohmasse raspeln und zusammen mit der Milch in einem Topf zum Kochen bringen. Die Eigelbe mit dem Zucker und der Stärke verrühren. Die heiße Milch unter Rühren dazugießen. Die Eimilch zurück in den Topf gießen und bei milder Hitze und unter ständigem Rühren auf höchstens 85 Grad erhitzen bis sie etwas eindickt. Den Topf von der Hitze nehmen, die Gelatine hinzufügen und unterrühren. Anschließend den gemahlenen Mohn hinzufügen. Nach Geschmack kann nun noch mit Bittermandelaroma abgeschmeckt werden. Die Mohncreme auf ca. 30 Grad abkühlen lassen. Die Sahne cremig schlagen und unterheben.

Aufbau

Die Stone* Silikonform auf ein möglichst flaches Tablett*  stellen (das ermöglicht sicheres Transportieren zum Eisfach 😉 ). Die Vertiefungen zu ca. ¾ mit Mohnmousse füllen. Das gelingt am saubersten, wenn man die Mousse in einen (Einmal)Spritzbeutel füllt. Die gefrorenen Himbeereinlagen aus der Petit Fours Form lösen und in die Mohnmousse drücken. Einen Tupfen Mohnmousse darauf geben und diesen mit je einem zuvor ausgestochenen Mohnbiskuit Kreis bedecken. Ggf. noch etwas Mohnmousse nachfüllen. Die Formen sollten komplett und ohne Einschluss von Luftblasen gefüllt sein. Mit Frischhaltefolie abdecken und eine Nacht einfrieren.

Transparente Glanzglasur

  • 190 g Glucosesirup*
  • 150 g Wasser
  • 150 g Zucker
  • 8 Blätter Gelatine

Die Gelatine einweichen. Wasser, Zucker und Glucose in einem Topf zum Kochen bringen und ca. 2 Minuten bei etwas über 100 Grad köcheln lassen. Den Sirup in ein anderes Gefäß umfüllen. Wenn er weniger als 80 Grad erreicht hat, die Gelatine darin auflösen und die Glanzglasur auf etwa 30 Grad abkühlen lassen.

Dann die gefrorenen Mohntörtchen aus der Form lösen, auf z.B. einen umgedrehten Eierbecher oder ein Rost platzieren. Darunter sollte ein Teller o. ä. zum Auffangen der überschüssigen Glasur stehen. Die Glanzglasur gleichmäßig über die Törtchen gießen. Dabei darauf achten, dass die ganze Oberfläche bedeckt ist. Die Glasur wird auf der gefrorenen Oberfläche sogleich fest. Jetzt können die Törtchen mithilfe eine kleinen Palette auf einen Teller oder kleine  Törtchenuntersetzer* aus Pappe gesetzt werden.

Die gefrorenen Himbeer Curd Spiralen aus der ‚Tourbillonform‘ nehmen und ggf. mit rotem Velvetspray* einsprühen. Die Spiralen auf die Törtchen legen. Nun müssen die Mohntörtchen vor dem Servieren noch ca. 2-3 Stunden bei Zimmertemperatur auftauen. Sie halten sich in einem gut verschlossenen Behälter problemlos einen weiteren Tag im Kühlschrank.

– Alternativ zur Stoneform könnten diese Törtchen auch in einer Silikon-Halbkugelformen* zubereitet werden und wer keine Tourbillionform hat, dekoriert die Törtchen einfach z. B. mit frischen Himbeeren 🙂 .

Mit Klick auf das Rezeptfoto gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF:

Mohn-Marzipan Törtchen RezeptMohn-Marzipan Törtchen mit Himbeerspirale in Tourbillion FormMir lag daran, dass die „Mohnmusterung“ beim Törtchen sichtbar bleibt. Wollte also nicht, dass sie mit Mirror glaze oder Velvetspray übertüncht würde. Also überlegte ich mir ein Rezept für eine farblose Mirror glaze, das glücklicherweise gleich funktioniert hat 🙂 . Meine Freundin Renate war beim Überziehen der Törtchen dabei und half beim Fotografieren. Sie freute sich mit mir, als der erste Prototyp glänzend vor uns stand ❤ . Auch nach zwei Tagen hielt die transparente Glanzglasur unverändert.

Mohn-Marzipan Törtchen mit HimbeereAn dieser Stelle ein dickes Dankeschön an Birgit für die Silikonform, die sie mir zur Verfügung gestellt hat ❤ . Nun hoffe ich natürlich, dass Birgit und euch die Törtchen gefallen. Und für alle, die nicht extra eine Tourbillion Form kaufen möchten (oder mal eben zugeschickt bekommen 😉 ) schmecken die Törtchen natürlich auch einfach mit frischen Himbeeren garniert lecker 😉 . Die Intensität des Marzipangeschmacks lässt sich mithilfe von Bittermandelaroma nach Belieben variieren.Mohn-Marzipan Törtchen mit Himbeere

Wir werden uns an diesem Wochenende mal „in die Beeren“ machen. Soll heißen, wir fahren zum benachbarten Himbeerhof und pflücken Beeren was das Zeug hält 😀 !

Euch ein feines Wochenende bzw. eine schöne Ferienzeit!

Liebste Grüße

Eure MaLu ♥♥♥

 

*Affiliatelink : Wenn ihr über diesen Link etwas bestellt, kostet es euch keinen Cent mehr! Ich jedoch bekomme einen kleinen Prozentsatz des Kaufpreises gutgeschrieben. Mit diesem Miniverdienst aus der Werbung kann ich einen kleinen Teil meiner Unkosten für den Blog decken und immer mal wieder in neue Formen investieren. Vielen Dank für eure Unterstützung  !

Himbeer-Matcha Törtchen

Der Beitrag enthält Werbung – Mit diesen Törtchen zieht nun endgültig der Sommer mit seinen herrlichen Farben hier ein. Grün  wie Gras oder besser grün wie Matcha, gepaart mit Himbeeren – Rosarot  als frische Früchte, als Himbeermousse oder Fruchtgelee. Eine cremige Vanilleschicht hat sich, gut versteckt, dazugesellt und trägt zum runden Geschmack bei.

Himbeer-Matcha Törtchen Ganz ähnliche Törtchen haben meine Tochter Tessa und ich bereits vor zwei Jahren in Paris in der Pâtisserie des rêves gegessen – und nie vergessen! Damals noch mit dem Vorbehalt bestellt, dass ich ja eigentlich keinen Matcha Tee mag, waren Tessa und ich  so begeistert vom Äußeren der Törtchen, dass wir uns trotzdem eines zum Probieren bestellten. Wir waren erstaunt und gleichsam begeistert! Dieses etwas herbe Matchapulver korrespondierte einfach hinreißend zu den süßen Himbeeren. Ich mag also doch Matcha! 😉Himbeer-Matcha Törtchen Dies ist nicht das Originalrezept! Ich habe einfach nur versucht, mich zu erinnern und zumindest etwas Ähnliches zu kreieren. Wie immer habe ich einfach einmal angefangen und eines nachmittags die Himbeer-Vanillefüllungen für die Törtchen vorbereitet. Habe meine Rezepte durchforstet und mir Gedanken gemacht, ob ich es wohl hinbekomme, dass der Biskuit diese tolle Matchaschicht bei sich behält :-D.

Himbeer-Matcha Törtchen Ich wählte das Mandelbiskuitrezept von Matthias Ludwigs, weil ich damit beste Erfahrungen gemacht habe, übersiebte den frischen Biskuit mit Matcha und schnitt ihn in Streifen.  Dann bereitete eine herrliche Himbeermousse mit italienischer Meringue vor , „baute“ die Törtchen in Dessertringen zusammen und versenkte den eingefrorenen Himbeer-Vanillekern in der Mousse. Nun noch ein paar Stunden in den Kühlschrank und dann wurde es spannend. Würden meine Törtchen den Pariser Vorbilder ähneln?Himbeer-Matcha Törtchen

Der Moment, in dem man dann die Dessertinge und die Folie entfernt, die Törtchen anschneidet und alles ist so wie man es sich vorgestellt hat – einfach unvergleichlich! Was habe ich mich gefreut! ❤  Klar, es ist nicht das Original und ich möchte mir auch nicht anmaßen, dass meine Törtchen da herankommen, doch ich war mehr als zufrieden und glaubt mir: Sie schmecken einfach himmlisch!

Himbeer-Matcha Törtchen

Himbeer-Matcha Törtchen

Zutaten für 6 Törtchen –  6 Dessertringe* 7,5 cm Ø / H 5,5 cm

Himbeer-Vanille Einlage 

Diese sollten am Tag zuvor zubereitet werden. Ich habe eine Silikon-Minimuffinform* verwendet

1.Schicht

  • 100 g Himbeerpüree (ohne Kerne)
  • 15 g Zucker
  • 1 Bl. Gelatine
  • 1 Teel. Rosenwasser (optional)

Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen. Ein Drittel des Himbeerpürees zusammen mit dem Zucker in einem kleinen Topf erwärmen und die eingeweichte Gelatine darin auflösen. Vom Herd nehmen und nach und nach das restliche Himbeerpüree und das Rosenwasser unterrühren. Die Fruchtmasse ca. 1 cm hoch in sechs Vertiefungen der Silikonform verteilen und 1-2 Std. einfrieren.2. Schicht

  • 90 g Sahne
  • 1 Eigelb
  • 10 g Zucker
  • etwas echte Vanille
  • 1 Blatt Gelatine
  • 20 g weiße Schokolade, fein gehackt

Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen. Die Sahne mit der Vanille in einem kleinen Topf aufkochen. Das Eigelb mit dem Zucker schaumig rühren. Die heiße Sahne unter stetigem Rühren zur Eigelbmasse geben. Alles zurück in den Topf füllen, unter Rühren und bei milder Hitze bis auf 85 Grad bringen (nicht mehr!). Die Vanillecreme dickt jetzt etwas an. Sofort vom Herd nehmen und die Gelatine darin auflösen. Die Creme über die gehackte Schokolade gießen und glattrühren. Leicht abkühlen lassen und auf die sechs, mit gefrorenem Himbeerpüree gefüllten, Vertiefungen verteilen. Die Form abdecken und erneut, am besten über Nacht, einfrieren.

Mandelbiskuit (M. Ludwigs) mit Matcha

  • 60 g gemahlene Mandeln
  • 40 g Puderzucker
  • 1 Ei Gr. M
  • 2 Eigelb
  • 4 Eiweiß
  • 45 g Zucker
  • 70 g Mehl
  • 20 g flüssige Butter
  • ca. 2-3 El. Matchatee (ich habe Aiya Tsuki¹ verwendet)

Den Backofen auf 180 Grad Umluft aufheizen. Ein flaches Backblech o.ä.  mit einer Silikonmatte* auslegen. Die Butter schmelzen. – Mandeln, Puderzucker, Ei und Eigelb hellschaumig schlagen. Das Eiweiß mit dem Zucker zu Eischnee schlagen. Ein Drittel des Eischnees unter die Eigelbmasse ziehen. Dann den restlichen Eischnee darauf geben, mit dem Mehl übersieben und alles vorsichtig unterheben. Zwischendurch einen Esslöffel Teig mit der flüssigen Butter verrühren und ebenfalls unterziehen. Den Teig gleichmäßig auf der gesamten Silikonmatte ausstreichen und ca. 10-12 Minuten backen. Anschließend 5-10 Minuten abkühlen lassen und dann auf ein Backpapier stürzen. Die Silikonmatte vorsichtig abziehen. Den Biskuit auf der Seite großzügig mit dem Matchatee übersieben. Der Biskuit sollte dafür frisch, aber nicht mehr warm sein! Ein Blatt Backpapier darüberlegen und mit den Händen den Matcha sanft an den Biskuit drücken. Backpapier wieder abziehen. Anschließend vorsichtig mit einem scharfen Messer und einem großen Lineal sechs Streifen von 4 cm Breite und ca. 20-21 cm Länge schneiden, sowie sechs Kreise von ca. 4-5 cm Durchmesser für den Boden der Törtchen ausstechen. Vorsichtig vorgehen, damit der Matchatee nicht von der Biskuitoberfläche abgeschüttelt wird 😉 .

Himbeermousse

  • 5 Blätter Gelatine
  • 70 g Eiweiß (ca. 2 Eier)
  • 30 g Wasser
  • 125 g Zucker
  • 210 g Himbeerpüree (ohne Kerne)
  • 1 El. Zitronensaft
  • 140 g Schlagsahne

Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen – Dann zunächst eine italienische Meringue zubereiten: Dafür den Zucker und das Wasser in einem Topf zum Kochen bringen. Das Eiweiß in eine fettfreie Schüssel füllen. Wenn der Zuckersirup ca. 115 Grad erreicht hat, anfangen das Eiweiß mit dem Mixgerät zu schlagen. Hat der Sirup 120 Grad erreicht, wird er in dünnem Strahl unter ständigem, schnellen Mixen in en Eischnee eingerührt. Weitermixen bis die Meringue auf mindestens 30 Grad heruntergekühlt ist. Kurz beiseite stellen. – Himbeerpüree mit Zucker und Zitronensaft verrühren. Ein Drittel der Himbeermasse in einem Topf erwärmen und die Gelatine darin auflösen. Nach und nach mit dem restlichen Fruchtpüree verrühren. Die Sahne cremig schlagen und unter die Himbeermasse ziehen, anschließend sogleich auch die Meringue unterheben. Die Himbeermousse am besten in einen großen Einmal-Spritzbeutel füllen. Es geht aber auch ohne ;-).

Aufbau

Die sechs Dessertringe auf einen flachen Teller oder ein Tablett stellen und mit Tortenrandfolie* o. ä. auslegen. Die vorbereiteten Biskuitstreifen vorsichtig mit der Matchaseite nach außen in die Ringe einpassen. Die schmalen Schnittkanten sollten möglichst aufeinandertreffen. Einen Biskuitkreis als Boden einlegen. Eine 1-2 cm dicke Schicht Himbeermousse einfüllen. Die gefrorenen Himbeer-Vanille Einlagen aus der Silikonform befreien und mit der Vanilleschicht nach unten in die Mousse drücken. Anschließend die Törtchen bis ca. 1 cm über dem Biskuitrand hinaus mit Himbeermousse auffüllen. Die Törtchen in den Kühlschrank stellen bis die Mousse fest geworden ist (gerne über Nacht).

  • 3-4 El. Himbeergelee (selbstgemacht oder gekauft)
  •  frische Himbeeren
  • ggf.  Perlglanzpuder*
  • z. B. Verbenenblättchen

Die Ringe vor dem Servieren von den Törtchen abziehen und die Tortenrandfolie entfernen. Das Himbeergelee etwas erwärmen, damit es sich besser verarbeiten lässt (Microwelle). Etwas Gelee auf der Himbeermousse Oberfläche verteilen und frische Himbeeren darauf setzen. Mit Perlglanzpuder bestäuben und mit einem Verbenenblättchen dekorieren oder einfach nach eigenem Wunsch garnieren.Die Törtchen halten sich in einem gut verschlossenem Gefäß problemlos 1-2 Tage im Kühlschrank.

Mit Klick auf das Rezeptfoto gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF:

Rezept - Himbeer-Matcha Törtchen // MaLu's Köstlichkeiten

Himbeer-Matcha Törtchen

Schön ist auch, dass die Törtchen sich mindestens 1-2 Tage im Kühlschrank halten. Ihr wisst ja, ich mag keinen Stress wenn der Besuch vor der Tür steht 😉 . Lieber in Ruhe alles vorbereiten und dann „aus dem Hut zaubern“! Mein Mann fragte, wie ich es denn den dunklen Streifen zwischen Himbeermousse und Matchabiskuit hinbekommen hätte?! 😀 Der entsteht durch die Feuchtigkeit der Mousse einfach mal von selbst! Praktisch, nicht? 😉Himbeer-Matcha Törtchen Da wir am Wochenende einerseits das schöne Wetter genossen haben und andererseits an einer tollen Stadtführung teilgenommen haben (davon ein anderes Mal mehr 😉 ), erscheint das heutige Rezept ausnahmsweise einmal an einem Montag. Manchmal muss man eben Prioritäten setzen 😀 !Himbeer-Matcha EntremetNun wünsche ich euch noch eine schöne Woche. Habt ihr Urlaub – genießt ihn! Müsst ihr arbeiten – versüßt euch den Alltag 😉 .

Ganz liebe Grüße

Eure MaLu 

 

*Affiliatelink/Werbelink

¹Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit aiya-Tee.

Vanilletorte mit Kirsche und Pistazie auf Knusperboden

Diese Torte hat mich ein „paar“ Nerven gekostet. Nein, nicht DIESE Torte, sondern die beiden davor! 😀  Zwei Testtorten hat es gebraucht, bis ich zufrieden war.

Vanilletorte mit Kirsche und Pistazie auf Knusperboden

Eine Vorstellung vom Äußeren hatte ich zwar vorher bereits im Kopf, doch bei den beiden ersten Tortenvarianten wechselten die Cremes sowohl die Aromen, als auch die Konsistenzen und auch der Biskuit bekam nach und nach eine andere Textur. Ja, so ist das manchmal und so ist das wohl immer, wenn ICH sich etwas in den Kopf gesetzt habe 😀 ! Da wird dann auch einfach mal eine Woche nichts verblogt, weil ich einfach nicht zufrieden war. Außerdem möchte ich doch, dass ihr ein tolles Rezept von mir bekommt . Ist doch klar !

Vanilletorte mit Kirsche und Pistazie auf KnusperbodenFür die schöne, schlicht edle Eclipse – Silikonform* sollte es eine jahreszeitlich passende, aber trotzdem im ganzen restlichen Jahr zu verwirklichende Torte werden. Die erste Torte hatte für meinen Geschmack einfach zu viele Aromen. Ich hatte noch Schokolade integriert und Kräuter zu den Kirschen kombiniert. Das war eindeutig zu viel. Man wusste gar nicht wo man hinschmecken sollte 😉 .

Vanilletorte mit Kirsche und Pistazie auf Knusperboden

Bei der zweiten Torte war ich eigentlich schon bei der aktuellen Aromenkombi angekommen, doch war mir die Creme zu süß und zu weich und die Knusperschicht zu dick. Ich lerne immer wieder dazu …

Vanilletorte mit Kirsche und Pistazie auf Knusperboden

Aber jetzt!! Jetzt ist sie perfekt, wie mir meine Testesser einheitlich bestätigten. Selten habe ich so viel begeistertes Feedback bekommen, wie bei dieser Torte. Freu!! 🙂

Die Torte besteht aus einer cremigen Vanillemousse, die einen Kern aus, mit Amarenakirschen und Bittermandel gewürztem, Kirschpüree und einer samtigen Pistaziencreme, umschließt. Das alles ist gebettet auf einem Pistazienbiskuit mit Knuspereffekt. Verwendet bitte für die Mousse unbedingt echte Vanillestangen! Auch wenn die Preise zur Zeit in die Höhe schießen. Es lohnt sich wirklich!

Vanilletorte mit Kirsche und Pistazie auf Knusperboden

Und noch ein Wort zur Knusperschicht. Zumeist verwendet man in der französischen Pâtisserie für den Knuspereffekt sogenannte Crêpes dentelle*, das sind sehr zarte Karamellwaffelröllchen, die, nebenbei gesagt, absolut süchtig machen. So zart wie ein Hauch von Nichts 😀 . Sie sind hier aber manchmal schwierig zu beschaffen, es sei denn man bestellt sie online oder wohnt in einer größeren Stadt. Beim Blick in meinen Küchenschrank fielen mir nun diese zarten Dinkelflakes in die Hände, die es beim Drogeriediscounter zu kaufen gibt. Eine echte Entdeckung und fabelhafte Alternative, wie sich herausstellte. Ich liebe dieses zarte Knistern bei einer solchen Torte, die zur Hauptsache eine cremige Beschaffenheit hat. Zudem sind sie nicht so süß. – Wem übrigens, wie bei mir, die Pistazienschicht nicht grün genug ist, der helfe mit etwas grüner Lebensmittelfarbe nach 😉 .

Vanilletorte mit Kirsche und Pistazie auf Knusperboden

Vanilletorte mit Kirsche und Pistazie

Zutaten für die Silikomart Eclipse Form* oder eine entsprechende Form mit 18 cm Ø

TAG 1

Kirschschicht

  • 150 g entsteinte Sauerkirschen (frisch o. gefroren)
  • 5 Amarenakirschen
  • 10 g Zucker (bzw. nach Geschmack)
  • 2-3 Tropfen Bittermandelaroma
  • 2 Bl. Gelatine

Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen. Einen Tortenring* (oder eine entsprechende Form) mit 14 cm ø von einer Seite mit Folie bespannen und mit Tortenrandfolie* auslegen. (Das erleichtert das spätere Entformen) . Kirschen, Amarenakirschen und Zucker zusammen pürieren. Das Püree in einen Topf geben und ca. 3 Minuten köcheln lassen. Vom Herd nehmen, kurz etwas abkühlen lassen und dann das Bittermandelaroma und die Gelatine einrühren. Das Kirschpüree in die Form gießen und mindestens 1-2 Stunden tiefgefrieren. (Die Form gerade hinstellen, damit die Schicht nicht schief wird!)

Pistazienschicht

  • 30 g Pistazienpaste (gekauft oder selbstgemacht)
  • 50 g griech. Joghurt 10%
  • ggf. grüne Lebensmittelfarbe
  • 1 Blatt Gelatine
  • 80 g Schlagsahne
  • 1 gestrichener El. Zucker

Gelatine einweichen. Pistazienpaste und Joghurt cremig rühren. (Wer möchte, kann etwas grüne Lebensmittelfarbe verwenden). Schlagsahne mit dem Zucker cremig schlagen. Die Gelatine in einem kleinen Topf bei milder Hitze auflösen und nach und nach mit der Pistaziencreme verrühren. Die Schlagsahne unterheben. Den Tortenring mit der gefrorenen Kirschschicht aus dem Tiefkühlschrank holen und die Pistaziencreme darauf glattstreichen. Die Form mit den beiden Schichten anschließend wieder einfrieren (am besten über Nacht).

Mirror glaze

  • 3 Blätter Gelatine
  • 75 g Glucosesirup*
  • 35 g Wasser
  • 75 g Zucker
  • 50 g gesüßte Kondensmilch, z. B. Milchmädchen®
  • 75 g fein gehackte weiße Kuvertüre
  • rote und schwarze Lebensmittelfarbe (ich verwende Gelfarben)

Die  Gelatine in  eiskaltem Wasser einweichen. Glucosesirup, Wasser und Zucker in einem Kochtopf zum Kochen bringen (auf gut 100 Grad). Dann den Topf von der Platte ziehen und unter Rühren zunächst die gesüßte Kondensmilch hinzufügen, dann die Gelatine darin auflösen lassen und sogleich die weiße Kuvertüre dazugeben. Eine Minute warten, dann wieder Rühren, bis keine Klümpchen von der Kuvertüre mehr vorhanden sind. Nun die Lebensmittelfarbe einrühren. Ich habe nur eine superwinzige Menge schwarz verwendet! Die Glasur anschließend durch ein Sieb gießen, um sicher letzte Klümpchen zu entfernen. Die Masse in einem hohen Gefäß mit dem Stabmixer aufschlagen, dabei möglichst keine Luftblasen einarbeiten!  Die Oberfläche der Mirror Glaze mit Frischhaltefolie bedecken und bis zur Verwendung in den Kühlschrank stellen.

TAG 2

Pistazienbiskuit mit Knusperschicht

  • 1 großes Ei, getrennt
  • 20 g Zucker
  • 20 g Mehl
  • 1 Teel. gemahlene Pistazien

Den Backofen auf 180 Grad Ober- / Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Silikonmatte oder Backpapier auslegen. Das Ei trennen. Das Eiweiß mit dem Zucker zu festem Eischnee schlagen. Das Eigelb sachte einrühren. Das Mehl darübersieben, ebenso die gem. Pistazien. Alles vorsichtig unterheben und den Teig ca. 1 cm dick gleichmäßig auf das vorbereitete Blech streichen. Bei 180 Grad etwa 10-12 Minuten backen. In der Zwischenzeit die Knusperschicht vorbereiten.

Die Kuvertüre in der Microwelle oder über dem Wasserbad schmelzen. Die Flakes leicht zerdrücken und mit den Pistazien vermischen. Die weiße Schokolade einrühren. – Aus dem noch warmen Biskuit einen Kreis von 14-15 cm ausstechen, die Knuspermasse darauf verteilen und ganz leicht mit der flachen Seite eines Löffels andrücken. Übertehenden Biskuitteig entfernen. Während die Vanillecreme zubereitet wird, sollte diese Teigplatte mit Knusperschicht eingefroren werden. Dann lässt sie sich später besser „händeln“.

Vanillemousse

  • 200 g Milch
  • 110 g Sahne
  • ½-1 Vanilleschote (je nach Größe)
  • 5 Eigelbe
  • 100 g Zucker
  • 5 Blätter Gelatine
  • 220 g Schlagsahne 45 %

Zunächst wird eine Creme anglaise (Englische Creme) zubereitet: Dafür die Gelatineblätter einweichen. Milch, Sahne und das Vanillemark und -schote in einem Topf zum Kochen bringen. Die Eigelbe mit dem Zucker cremig schlagen. Die heiße Sahnemilch unter stetigem Rühren langsam zur Eimasse gießen (die Vanilleschote zuvor entfernen). Das Ganze nun zurück in den Topf geben und unter ständigem Rühren bei milder Hitze und unter Beobachtung der Temperatur auf 85 Grad bringen. Nicht mehr!! Die Creme dickt jetzt etwas an und kann durch ein Sieb in eine saubere Schüssel gefüllt werden. Die eingeweichte Gelatine in der Creme auflösen und die Schüssel bis zum Gelierzeitpunkt in den Kühlschrank stellen. Dabei zwischendurch immer einmal umrühren und kontrollieren, wann die Gelatine beginnt anzuziehen. Dann die Sahne cremig schlagen und nach und nach in die Vanillecreme einarbeiten. Die Vanillemousse in einen großen Einmalspritzbeutel füllen.

Aufbau 

Die Torte wird „über Kopf“ aufgebaut: Die Eclipseform etwa zur Hälfte mit Vanillemousse füllen. Die gefrorene Kirsch-Pistazienschicht aus dem Ring entfernen und genau in die Mitte der Eclipseform legen. Leicht herunterdrücken (Kirschschicht nach unten!). Nun den gebogenen Rand der Eclipseform aufsetzen und eine weitere Schicht Vanillemousse auftragen. Dabei darauf achten, dass nirgends Luftblasen entstehen. Nun die gefrorene Biskuitteigschicht mit der Knusperseite nach unten vorsichtig in die Vanillemousse drücken. Eventuelle Lücken oder unausgefüllte Ränder können jetzt noch mit Vanillemousse ausgespritzt werden. Mit einem leichten, vorsichtigen Rütteln können letzte „Luftlöcher“ geschlossen werden. Die Form mit Frischhaltefolie bedecken und über Nacht einfrieren. – Beim Aufbau in einer „normalen“ Springform geht man übrigens genauso vor.

TAG 3

Fertigstellung

  • rote Mirror glaze (s. o.)
  • weißes Velvetspray*
  • frische Kirschen
  • gehackte grüne Pistazien
  • Blätter von der Minze, Melisse oder Verbene

Die Mirror glaze in der Microwelle oder einem Wasserbad vorsichtig erwärmen, bis sie sich wieder verflüssigt. Das Velvetspray gut schütteln (Anleitung beachten). Die Torte aus dem Gefrierschrank nehmen und aus der Form befreien . Ein Drittel leicht mit etwas Frischhaltefolie abdecken und die restliche Torte gleichmäßig mit dem Velvetspray besprühen. Ich mache das immer draußen 😉 –  Ansonsten Umgebung gut abdecken!

Die Torte anschließend erhöht auf einen Teller o. ä.  setzen, der herabfließende Glasur auffangen kann. Wenn die Mirror glaze ca. 32-35 Grad erreicht hat, das restliche Drittel der Torte damit übergießen. Überschüssige Glasur sofort und vorsichtig mit einer Palette abstreifen und/oder ablaufen lassen. Die Glasur zieht auf der gefrorenen Torte sogleich an. Den Übergang von der weißen Velvetschicht und der Spiegelglasur mit Kirschen, Blättchen und gehackten Pistazien dekorieren. – Die Torte muss nun mindestens 3 Stunden auftauen. Im Kühlschrank entsprechend länger. Ich würde die Torte am selben Tag servieren. Das heißt nicht, dass sie am nächsten Tag nicht mehr schön ist, doch ich finde, dass die Mirror glaze dann oft anfängt leicht zu schwächeln.

Mit Klick auf das Rezeptfoto gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF:

Rezept PDF Vanilletorte mit Kirsche & Pistazie

Zugegeben, ein wenig Geduld muss man mitbringen für so eine feine Torte. Aber ihr wisst ja, das hat auch Vorteile. Man kann bereits Mitte der Woche in aller Ruhe Stück für Stück mit der Zubereitung anfangen und zaubert dann am Wochenende eine Torte auf den Tisch, die wie Vanilleeis mit Amarenkirschen und Pistaziencrumble schmeckt .

Vanilletorte mit Kirsche und Pistazie auf KnusperbodenSelbstverständlich kann man das Rezept auch in einer ganz normalen Form verwirklichen. Denkt aber daran, die Ränder der Form dann vorher mit Tortenrandfolie auszulegen. Das sieht einfach schöner und sauberer aus, sowohl was Velvetspray, als auch Mirror glaze angeht. Doch egal in welcher Form, diese Torte ist mein ganz besonderer Liebling geworden . Die Aromen der feinen Vanille, der Amarenaduft der Kirschen und der Geschmack der Pistaziencreme auf knisterndem Biskuit harmonieren meiner Ansicht nach ganz fabelhaft. Ich bin gespannt, was ihr dazu sagt 🙂 .Vanilletorte mit Kirsche und Pistazie auf Knusperboden

Ganz fabelhaft hat in dieser Woche auch unser Sohn seine Dissertation zum Abschluss gebracht und hat sich damit seine Doktorwürde in Philosophie verdient. Wir sind unheimlich stolz auf ihn, denn er hat Jahre der Arbeit und sein ganzes Herzblut dort hinein gesteckt. Ein großer Schritt ist getan und wir freuen uns von Herzen mit ihm – Ebenfalls einen großen Schritt wagt meine Nichte. Sie heiratet an diesem Wochenende ihren Liebsten und auch mit ihnen freuen wir uns sehr. Ihr seht, es gibt hier viel zu feiern … nicht nur eine gelungene Tortenepisode, haha!! 😀

Vanilletorte mit Kirsche und Pistazie auf Knusperboden

Euch allen wünsche ich ein ebenso glückliches und fröhliches Wochenende ❤

Macht es euch schön und seid herzlich gegrüßt

Eure MaLu ♥♥♥

*Affiliatelink/Werbelink