Kirsch-Bananen Törtchen in Dekorbiskuit

Neben meinem Schreibtisch hängt ein Kalender mit Törtchenmotiven. Jetzt sagt ihr euch sicher: Wie sollte es auch anders sein! Diese Backverrückte muss sich natürlich auch noch Rezepte an die Wand hängen! 😀kiba-to%cc%88rtchen-2Ja, ihr habt recht! 😀 Aber ich liebe Inspiration und dieser Kalender von Törtchen Törtchen aus Köln, der Pâtisserie von Matthias Ludwigs, den wir alle aus „Das große Backen“ und anderen TV Produktionen kennen, liefert reichlich davon. Überhaupt waren die Bücher von M. Ludwigs, die ersten dieser Art, die in mein inzwischen brechend volles Bücherregal einzogen. Erste Törtchenrezepte auf diesem Blog habe ich nach seinen Rezepten nachgebacken. Und als meine fleißige Bloggerkollegin Mari zu ihrem Geburtstag auch noch so tolle Törtchen zubereitete klick , war ich endgültig angesteckt.kiba-to%cc%88rtchen-1

Auch für dieses Kirsch-Bananentörtchen habe ich mir Inspiration von Matthias Ludwigs geholt. Irgendwann, habe ich mir vorgenommen, werde ich noch einmal einen Pâtisseriekurs bei Törtchen Törtchen in Köln belegen und den Meister vielleicht persönlich kennen lernen.

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Ich mag die Kombination Kirsch-Banane total gern. Ihr kennt sicher auch alle  Kiba Saft. Den bestelle ich mir gern mal statt Dessert oder wenn wir ins Kino gehen.  Heute serviere ich euch die Kombi mal in Törtchenform, eingekleidet in einen Dekorbiskuit im Streifenlook. Gefüllt sind die Törtchen mit zwei Joghurtmousses aus Kirschen und Bananen, mit einem Kirschfruchtspiegel obenauf.

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Kirsch-Bananen Törtchen

Für 6 Dessertringe* mit 7 cm Ø

Rote Strukturmasse

  • 60 g geschmolzene Butter
  • 60 g Puderzucker
  • 2 Eiweiß Gr. M
  • 50 g Mehl
  • rote Lebensmittelfarbe (ich habe Gelfarbe von Wilton benutzt)

Butter und Puderzucker gut verrühren. Das (ungeschlagene) Eiweiß hinzugeben und ebenfalls unterrühren. Das Mehl einmelieren und Lebensmittelfarbe in gewünschter Farbe hinzufügen.

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Den Teig mit einer großen Palette oder einer Teigkarte 1-2 mm gleichmäßig dünn auf eine 30×40 cm Silikonmatte* streichen (Backpapier geht auch). Mit einem Zahnspachtel* (gibt’s günstig im Baumarkt 😉 )  diagonal durch die farbige Masse streichen, so dass ein Streifenmuster entsteht. Die Silikonmatte/ das Backpapier auf einer Platte liegend für mindestens ½ Stunde in den Gefrierschrank legen, damit das Muster später nicht durch den Biskuitteig verschmiert. In der Zwischenzeit den Biskuit zubereiten.

Biskuit

  • 3 Eiweiß Gr.L
  • 40 g Zucker
  • 60 g gemahlene Mandeln
  • 40 g Puderzucker
  • 1 Ei Gr. L
  • 2 Eigelb Gr. L
  • 70 g Mehl
  • 20 g flüssige Butter

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Die Butter in einem kleinen Topf schmelzen und beiseite stellen. Das Eiweiß und den Zucker steif schlagen und kurz zur Seite stellen. Gemahlene Mandeln, Puderzucker, das Ei und die Eigelbe in einer Schüssel mit dem Mixgerät sehr hell und schaumig schlagen. Danach ein Drittel des Eischnees unterheben. Sind die Massen angeglichen, den restlichen Eischnee dazugeben und das Mehl darüber sieben. Alles vorsichtig, aber sorgfältig unterheben. Anschließend 1-2 El. des Teiges zu der geschmolzenen Butter geben und verrühren. Diese Masse dann zum Teig geben und einarbeiten.

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Die Silikonmatte mit der gefrorenen Strukturmasse aus dem Eisschrank holen, auf ein Backblech legen und den Biskuitteig mit einer Palette oder Teigkarte zügig und gleichmäßig dick darauf verstreichen. Im heißen Backofen ca. 10-15 Minuten backen (habt ein Auge darauf!). Anschließend auf ein Backpapier stürzen und die Folie abziehen. Den Teig abkühlen lassen und dann in Streifen von 4 x 21 cm schneiden (geht gut mit großem Lineal und einem Pizzarollschneider). Aus dem restlichen Teig Kreise mit ca. 5 cm Ø ausstechen.

  • etwas Bananennektar zum Tränken

Die Dessertringe auf eine Platte stellen und möglichst mit Tortenrandfolie oder Backpapier auskleiden, das oben etwas übersteht. Die Teigstreifen mit dem Streifenmuster nach außen in die Ringe einpassen. Darauf achten, dass die Schnittenden dicht abschließen, damit keine Creme hinausläuft. Je einen kleinen Teigkreis als Boden einlegen. Den Biskuit mit einem Pinsel leicht mit Bananensaft tränken.

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Kirschmousse

  • 120 g Sauerkirschpüree
  • 40 g Zucker
  • 60 g Joghurt 10%
  • 2½ Blätter Gelatine
  • 125 g Schlagsahne
  • 40 g Kirschen  (frisch, Glas oder TK)

Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen. Für das Sauerkirschpüree gefrorene, frische oder Kirschen aus dem Glas pürieren und durch ein Sieb streichen. Kirschpüree abwiegen und zusammen mit dem Zucker in einem kleinen Topf leicht erhitzen. Die Gelatine darin auflösen, alles zum Joghurt geben und verrühren. Die Sahne cremig schlagen. Wenn die Kirschmasse höchstens handwarm ist, ein Drittel der Schlagsahne hineingeben und angleichen. Danach die restliche Schlagsahne unterziehen. Einige Kirschen je nach Größe halbieren oder vierteln und unter die Mousse heben. Die Kirschmousse in die vorbereiteten Törtchen füllen und diese in den Gefrierschrank stellen, während die Bananenmousse hergestellt wird.

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Bananenmousse

  • 150 g reife Banane  (ca. 1½ Bananen)
  • Saft ½ Zitrone
  • 125 g Joghurt 10%
  • 2½ Blätter Gelatine
  • 80 g weiße Kuvertüre
  • 20 g Zucker
  • 220 g Schlagsahne

Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen. Die Kuvertüre fein hacken. Bananen mit dem Zitronensaft mit einem Stabmixer fein pürieren. Bananenmasse in einem Topf erhitzen und die Gelatine darin auflösen. Alles über die gehackte Kuvertüre geben, einen Moment stehen lassen und dann verrühren. Die Schlagsahne mit dem Zucker cremig schlagen. Wenn die Bananenmasse höchstens handwarm ist, ein Drittel der Schlagsahne hineingeben und angleichen. Danach die restliche Sahne unterheben. Die Bananenmousse auf die Törtchen verteilen und diese anschließend in den Kühlschrank stellen. Wenn die Törtchen fest geworden sind den Guss zubereiten.

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Guss 

  • 150 g Kirschpüree (oder -saft)
  • 20 g Zucker
  • 2 Blätter rote o. weiße Gelatine

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Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen. Kirschpüree mit dem Zucker erhitzen und die Gelatine darin auflösen. Auf Zimmertemperatur abkühlen lassen und dann auf die Törtchen verteilen. Die Törtchen anschließend wieder kaltstellen. Vor dem Servieren mit Schlagsahne und Schokoladenelement, sowie etwas Goldflitter dekorieren.

Mit Klick auf das Rezeptfoto  gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF:

*MaLu's-PDF-Rezept

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Beim Dekorbiskuit hat sogar mein Mann mit Hand angelegt! Er ist berufsbedingt nämlich in der Lage freihändig supergerade Striche zu zeichnen. Ich mag ja ganz passabel zeichnen können, aber gerade Striche? Nee! Blumen, Früchte, natürliche und runde Formen. Kein Problem! Aber grafische Formen? Keine Chance! Mein Zeichenlehrer nannte mich immer die „Briefmarkenzeichnerin“, weil ich immer alles bis ins winzigste Detail male! Aber bitte keine geraden Striche! 😀

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Nun werden die Streifen im Biskuit ja nicht gezeichnet, sondern sie entstehen dadurch, dass man mit einem Zahnspachtel durch die Dekormasse zieht. Aber das dann doch bitte gerade!! Beim ersten „Streich“ habe ich mich ja noch getraut, aber da der Spachtel ja schmaler als die Matte ist, musste dies noch zwei Mal wiederholt werden. (Ihr seht es oben auf den Schritt für Schritt Fotos). Dabei sollte der Anschluss möglichst passend gezogen werden. Jetzt kam der Einsatz meines Mannes!! 😀 Beherzt und selbstbewusst legte er ohne zu zögern los! Hat er es toll hinbekommen, oder? 

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Es hat seinen Grund, dass ich hier nur ein Törtchen zeige, denn die restlichen wanderten sogleich in den Gefrierschrank, um sie zu meinem morgigen Geburtstag  zusammen mit Mousse au chocolat Törtchen  und einer Charlotte Exotic auf den Tisch zu bringen. Gute Planung ist eben alles 😉 !

Habt ein wundervolles Wochenende!

Liebste Grüße

Eure MaLu ♥♥♥

 

 

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Pflaumen-Orangen Torte – jetzt wird aufgeräumt!

Alles muss raus! Jetzt werden die Lager geräumt!

Pflaumen-Orangen Torte_0050t-1Nein, keine Angst 😀 ! Ihr seid nicht in einen Blogger Sommerschlussverkauf geraten. Der Grund für meine Parole ist: Wir wollen demnächst renovieren. Da es sich dabei, unter anderem, um unseren Hauswirtschaftsraum handelt, in dem wir Vorräte und Gefrierschrank stehen haben, möchte ich dafür sorgen, dass wir mit ‚leichtem Gepäck’ umräumen können. Das Schlimmste ist aber, dass ich gestehen muss, dass die Pflaumen für die heutige Torte nicht seit einem Jahr in UNSEREM Gefrierschrank lagerten, sondern in dem unserer Nachbarin! Wie peinlich! Sie musste mich mehrfach daran erinnern, dass da doch noch Zwetschgen und Kürbismus wären. Öhm, inzwischen gibt es ja schon frische zu kaufen, kopfschüttel !  Okay, also wurde kurzerhand Kürbissuppe gekocht und , wie ihr seht, Pflaumentorte gebacken 🙂 .

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Das Rezept hatte ich in einer älteren Ausgabe des Sweet Dreams Magazins gesehen und als Inspiration abgespeichert. Letztlich habe ich mich dann auch fast an die Vorgaben gehalten, nur halt in etwas kleinerem Format mit ein paar kleinen Anpassungen meinerseits. Durch das Einfrieren unserer Zwetschgen ist mir dann auch die Farbe der Pflaumenmousse nicht so ganz nach der Mütze, aber ich denke, wenn man frische Pflaumen verwendet, dann müsste sie etwas rosiger ausfallen. Ich glaube, dass das Originalrezept von Bernd Siefert stammt, bin aber nicht ganz sicher.

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Ich erzähl euch mal wie sie aufgebaut ist. Zunächst wird ein Walnussbiskuit gebacken, der überaus lecker und duftig ist. Zusätzlich wird dieser mit Orangenschale gewürzt. Genau wie die Pflaumenmousse aus pürierten Pflaumen oder Zwetschgen. Hier kommt auch noch Zimt dazu, wobei ich deutlich sagen muss, dass sich dadurch ein … wie soll ich sagen … weihnachtlicher Geschmack nicht leugnen lässt 😉 . Das ist durchaus nicht negativ gemeint. Ganz im Gegenteil!! Die Orangenmousse ist einfach herrlich und rundet die Kombination ab. Ich finde die Torte einfach köstlich und konnte nicht genug davon bekommen :-D. Bernd Sieferts (?) Vorschlag, den Tortenrand mit Plättchen aus weißer, mit Kakao überpuderter Schokolade zu dekorieren, brachte mich auf die Idee, endlich meine, schon seit Ewigkeiten im Schrank liegende, Transferfolie mit Notendesign einzusetzen ( ihr merkt schon, ich bin tatsächlich in Aufräumstimmung 😉 ) Endlich würde sie ihre Bestimmung finden. Das wurde zwar eine ziemlich wilde Aktion, denn eigentlich wollte ich die Plättchen ganz unkonventionell geformt haben, aber irgendwie wollten die nicht, wie ich wollte und so wurden es halt Dreiecke (naja sowas ähnliches jedenfalls) 😀 . Kann man machen – muss man aber nicht. Die Torte schmeckt so oder so einfach nur lecker!

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Pflaumen-Orangen Torte

 

Walnussbiskuit:

18 cm ø

  • 2 Eier Gr. M, getrennt
  • 1 Prise Salz
  • 70 g Zucker
  • 50 g Mehl
  • 1 gestr. Teel. Backpulver
  • 25 g gemahlene, geröstete Walnüsse
  • Abrieb einer ½ Bio Orange
  • 25 g gebräunte Butter

Backofen auf 180 Grad Ober-/ Unterhitze vorheizen. Die Butter in einem kleinen Topf bräunen und etwas abkühlen lassen. Eier trennen und das Eiweiß mit dem Salz und dem Zucker steifschlagen. Die Eigelbe unterrühren und das gesiebte Mehl, Backpulver, Orangenabrieb und die gemahlenen Nüsse unterheben. Einen Esslöffel der Masse unter die gebräunte Butter rühren und dann unter den Teig heben. In eine, nur am Boden gefettete, Springform ( 18 cm) geben und 17-20 Minuten backen. Auf einem Rost abkühlen lassen und dann einmal waagerecht durchschneiden.

Walnussbiskuit

Pflaumenmousse:

  • 3 Blatt Gelatine
  • 250 g Pflaumenpüree
  • etwas Vanille (Extrakt oder gemahlen)
  • Saft einer halben Bio Orange
  • 50 g Zucker
  • Zimt nach Geschmack
  • 100 g Schlagsahne

Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen. Sahne steifschlagen. Pflaumenpüree mit Zucker, Zimt und Vanille verrühren. Orangensaft und 3 El. Pflaumenpüree in einem kleinen Topf erwärmen und die Gelatine darin auflösen. Mit dem übrigen Pflaumenpüree verrühren und kalt stellen. Wenn die Masse zu gelieren beginnt, die steif geschlagene Sahne unterheben.

Pflaumenmousse

Orangenmousse:

  • 3 ½ Blatt Gelatine
  • 100 g Ricotta
  • 150 g Joghurt
  • 60 g Zucker
  • Saft und Abrieb einer Bio Orange
  • 100 g Schlagsahne

Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen. Sahne steifschlagen. Ricotta und Joghurt zusammen mir dem Orangenabrieb verrühren. Orangensaft und 2 El Joghurtmasse in einem kleinen Topf erwärmen und die Gelatine darin auflösen. Mit der restlichen Joghurtcreme verrühren und kalt stellen. Wenn die Masse zu gelieren beginnt, die steif geschlagene Sahne unterheben.

Orangenmousse

Aufbau:

  • je 2 El. Pflaumenmus und Orangenmarmelade

Ersten Biskuitboden auf einen Teller legen und einen Tortenring darum stellen. Biskuit mit Pflaumenmus bestreichen und dann die Pflaumenmousse einfüllen. Den zweiten Biskuitboden darauflegen und mit Orangenmarmelade bestreichen. Die Orangenmousse einfüllen und glattstreichen. Die Torte für mindestens 3 Stunden kalt stellen oder über Nacht.

Tortenaufbau

Für die Dekoration Pflaumen in sehr feine Scheiben schneiden und fächerförmig auflegen. Ggf. mit Fruchtglasur bestreichen. Das macht sie haltbar und glänzend. Für die Schokoladenblättchen, weiße Kuvertüre schmelzen und entweder auf Transferfolie (gibt es im Fachhandel) oder auf Backpapier ausstreichen und mit Kakao bepudern. Einige Stunden in den Kühlschrank stellen und mit einem angewärmten, scharfen Messer in passende Stücke schneiden. Mit Fruchtglasur oder erwärmter Aprikosenmarmelade seitlich an die Torte ‚kleben‘.

Mit Klick auf den folgenden Link gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF-Rezeptansicht: Pflaumen-Orangen Torte

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Wen die weiße Schokoladendeko schreckt, könnte z. B. auch die  Seiten mit etwas Sahne einstreichen und mit gehackten Walnüssen bestreuen, mit dünnen Orangenscheiben bekleben oder einfach so nackig lassen. So oder so ist Torte einfach herzustellen und schmeckt super frisch und lecker.

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Wie gut, dass ich noch ein Stückchen im Kühlschrank habe, denn wenn ich die Fotos so sehe, bekomme ich gleich wieder Appetit 🙂 . Eine Tüte mit Zwetschgen wartet jetzt noch im Nachbarkühlschrank … na, mal sehen was ich daraus noch zaubere 😉 .

Ich wünsche euch eine wunderbares, köstliches Wochenende

Eure MaLu ♥♥♥

Mit diesem Rezept nehme ich gerne am Küchenplausch -Event ‚Fruchtige Rezepte‘ teil.

 

fruchtige Rezepte

 

Quelle: Adapt. aus Sweet Dreams Magazin

 

Very Berry – Waldfrucht-Schokoladen-Torte

Heute folgt nun die vorerst letzte Geburtstagstorte dieses Monats. Sie ist für meinen Sohn Thies und für ihn habe ich mich noch einmal richtig ins Zeug gelegt, wie ihr seht:

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Zu (nicht nur) diesem Anlass checkte dann auch meine Tochter Tessa im Hotel Mama ein. Nun muss man wissen, dass, wenn sie und ich zusammentreffen, innerhalb kürzester Zeit eine Backorgie stattfindet. Auch Tessa ist mit dem ‚Back-Gen‘ ausgestattet und gemeinsam verwandeln wir die Küche in eine Kreativwerkstatt, die wir erst abends müde, glücklich und restlos überzuckert verlassen. Sämtlicher männlicher Anhang wird links liegen gelassen und bleibt sich selbst überlassen. Einzig Pauli, Tessas Kaninchen, ist es erlaubt uns beim Backen Gesellschaft zu leisten. (Er ist schon süß, oder?)

Pauli Kopie

Bevor ihr jetzt aber beginnt, unsere männlichen Familienmitglieder zu bedauern, seid versichert, dass sie im Anschluss immer mit einer ausreichenden Menge gebackener Köstlichkeiten getröstet werden ;-).

Während unseres Backwahns werden Unmengen von Tee konsumiert und zwischen Teig rollen und Creme rühren haben Mutter und Tochter endlich mal Zeit zum Plaudern und zum Planen des gemeinsamen Backprojekts … Aber psst! … Das ist ja noch geheim!

Das Rezept der schönen Waldbeeren-Schokoladen-Torte habe ich übrigens aus diesem sehr zu empfehlenden Buch: Törtchen & Tartelettes von Matthias Ludwigs*

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Da ich ja bekanntermaßen an einer Backbuchsammelsucht leide, MUSSTE ich es mir neulich kaufen ;-). Nun ist es ja so, (ich weiß nicht, ob es euch auch so geht?) dass man oft nur ein oder zwei Rezepte nachkocht oder -backt. Bei diesem Buch habe ich mich entschlossen es anders zu machen. Es gefällt mir so gut, dass ich in nächster Zeit vorhabe, das eine oder andere Rezept auszuprobieren und hier vorzustellen. Wie findet ihr das?

*Affiliate Link

So, jetzt geht’s aber los:

Diese hübsche Torte ist natürlich nicht mal eben so nebenbei zu backen. Sie ist etwas zeitaufwändiger, aber ich finde, das Ergebnis ist es wert. Sie schmeckt wirklich sensationell! Unten befindet sich ein knuspriger Mürbeteig, gefüllt mit Schokolade und darauf thront eine Waldbeerenmousse, die mit Fruchtglasur überzogen wird. Umrandet wird dann alles dekorativ mit frischen Früchten.

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Diese Torte sollte bzw. muss man möglichst am Vortag beginnen zuzubereiten!

Ein bisschen was ummodeln musste ich aber schon, da ich keine, wie im Buch angegebene, Backform in 20 cm Durchmesser habe. Ich habe die Zutaten passend für meine 24er Form umgerechnet.

Am Vortag:

Teig:

  • 180 g Mehl
  • 100 g Butter
  • 75 g Zucker
  • 1 Eigelb
  • 1 Prise Salz

Die Zutaten miteinander zu einem glatten Teig verkneten und eine halbe Stunde in Kühlschrank legen. Danach ausrollen und in einer Tarteform oder Springform mit 24 cm Durchmesser 15-20 min. blindbacken (so wie hier klick ).

Waldfruchtmousse:

  • 300 g gefrorene Mischfrüchte (Johannisbeeren,Himbeeren, Brombeeren usw.)   In der passenden Jahreszeit natürlich gerne frisch.
  • 3 Blätter Gelatine
  • 2 Eigelbe
  • 25 g Zucker
  • 270 ml Sahne, cremig geschlagen
  • Zur Deko:  je 1 Schachtel z. B. Brombeeren,Himbeeren und/oder Heidelbeeren  →   Also auf jeden Fall möglichst frische Früchte, mit denen man später den Rand belegt.  IMG_2116

Die gefrorenen Früchte auftauen lassen und möglichst fein mixen.  Danach durch ein Sieb passieren, damit keine Kerne in die Mousse kommen. Ein Drittel des Pürees in einem Topf erwärmen und die Gelatine darin auflösen. Danach das restliche Drittel hinzufügen. Die Sahne leicht cremig schlagen. In einer anderen Schüssel die Eigelbe mit dem Zucker weißschaumig schlagen. Zuerst den Eigelbschaum und dann die Sahne unter das Fruchtpüree heben. In eine Springform oder einen Ring mit 20 cm Durchmesser füllen und abgedeckt bis zum nächsten Tag einfrieren.

Schokoladenfüllung:

  • 280 ml Sahne
  • 20 g Honig
  • 200 g dunkle Kuvertüre
  • 65 g Milchschokolade

Sahne und Honig aufkochen. Vom Herd nehmen und die gehackte Schokolade hinzufügen. 2 Minuten stehen lassen, danach zu einer homogenen Masse verrühren und diese in den vorgebackenen Tarteboden füllen. Bei Raumtemperatur fest werden lassen. Am besten über Nacht.

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Am nächsten Tag:

Nun soll die Torte ‚zusammengesetzt‘ werden. Dafür muss man die noch flüssige Fruchtglasur bereithalten. Der richtige Zeitpunkt ist gefragt! Der Guss muss abgekühlt genug sein, aber noch nicht gelieren.Er darf aber auch nicht zu heiß sein, weil sonst die Mousse schmelzen würde.

Fruchtglasur:

  • 250 ml roter Saft (z. B. Johannisbeer- oder Kirschsaft)
  • 1 Päckchen Tortenguss
  • 2 El Zucker

Den Tortenguss nach Packungsanweisung zubereiten. Soweit abkühlen lassen, dass sie noch nicht zu sehr geliert und dann über die gefrorene Mousse gießen.

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Tjaa, und das ist das, was mir dann beinahe zum Verhängnis geworden ist! Denn ich hatte vergessen Saft zu kaufen. Gottseidank hatte ich aber noch einen roten Smoothie im Kühlschrank. Den konnte ich auch ohne weiteres einsetzen. – Hab ich dann auch. –  Aber, als ich den Guss dann über die gefrorene Mousse gießen wollte,( mein Mann sollte das live fotografieren) da war der Akku der Kamera alle! Oh weh!! Da hättet ihr mich aber mal in Hektik erleben können! Also Akku raus, 5 Minuten aufladen und dabei verzweifelt auf die gnadenlos vor sich hin gelierende Fruchtglasur starren. Ja, und dann konnten wir’s gerade noch so retten:

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Und jetzt kommt die zweite Feuerprobe: Nun müsst ihr mit Hilfe eines Kuchenretters und einer Palette oder so, diese gefrorene, mit Tortenguss überzogene Mousse auf die vorbereitete Schokoladentarte heben. Das erwies sich dann aber als gar nicht so schwierig. Man muss nur die Nerven behalten :-D!

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So, jetzt noch eine halbe bis eine Stunde in den Kühlschrank, damit der Guss fest wird. Danach wir der Rand mit Beeren oder Früchten belegt. Fertig!!

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Wunderschön, oder? Und sooo lecker! Hat echt Spaß gemacht!

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Thies‘ Kommentar zu seiner Geburtstagstorte:

Boaahh, die schmeckt ja echt heftig!! 

Na, wenn das kein Kompliment ist!   –  Allerliebste Grüße

Eure MaLu ♥♥♥