Orangentorte mit Schokoladenknusperboden & Glanzglasur

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Die Zeit der Orangen neigt sich dem Ende entgegen, sicheres Zeichen auch für das Ende des Winters. Viele von uns warten wahrscheinlich schon händeringend auf die ersten Erdbeeren und den Spargel, doch dafür ist es, zumindest in unseren Gefilden, noch viiiel zu früh. Konzentrieren wir uns also auf das, was wir noch problemlos am Obststand bekommen, nämlich beispielweise Orangen 😉 .

Diese Torte, die euch unmissverständlich auf die enthaltene Frucht hinweisend, entgegenleuchtet, habe ich lange in meinem Kopf hin und her kreiert. Fruchtig sollte sie werden und irgendwie wollte ich auch eine Knusperschicht einarbeiten. Nach und nach formte sich der Plan und landete in meinem Notizbüchlein, das ich immer bei mir habe, falls mir etwas in den Sinn kommt. Was daraus geworden ist seht ihr hier 🙂 .

Wer meinen letzten Beitrag aufmerksam angeschaut hat, kommt diese Torte wahrscheinlich schon bekannt vor 😉 . Genau! Sie stand auf dem Geburtstags Kuchenbuffet meiner Tochter Tessa und fühlte sich dort, zwischen all ihren anderen leckeren Kuchen und Torten, ziemlich wohl. Der Grund, weswegen meine Torte beim Fototermin noch ein wenig verfroren aussieht ist der, dass meine Fotosession einen Tag vor dem Geburtstag stattfand. Um nun die Kühlung möglichst wenig zu unterbrechen, wurde sie, noch leicht im Inneren angefroren, im Bild festgehalten und wanderte anschließend sofort wieder in den Kühlschrank.

Die Kombination Orange und Schokolade ist ein Klassiker. Mit Recht, würde ich sagen, denn beides passt einfach fabelhaft zusammen. Für Schokogenuss sorgt der fluffige Schokoladenbiskuit auf dem ich eine Knusperschicht aus zarten Waffeln, Coco Pops und Schokolade gestrichen habe. Und in der herrlichen Orangenmousse nach einem Rezept von Bernd Siefert findet auch noch eine saftige Fruchtschicht Platz.

Orangentorte mit Schokoladenboden & Glanzglasur

Fruchtschicht (muss mindestens 4 Stunden eingefroren werden)

  • 260 g Orangenpüree aus ca. 4-5 Orangen (Zubereitung s. u.)
  • 1 El. Zitronensaft
  • 1 EL. Orangenlikör
  • ½ Teel fein abgeriebene Bio-Orangenschale
  • 20-30 g Zucker (je nach Süße der Orangen)
  • 1 El. Orangenmarmelade
  • 3½ Blätter Gelatine

Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Einen 18 cm – Tortenring  mit Frischhaltefolie bespannen und auf eine Platte setzen oder alternativ eine 18er Springform mit Folie auslegen. – Orangen mit einem Messer schälen und das Fruchtfleisch mit einem scharfen Messer in Filets herauslösen. Dabei den Saft auffangen. Es sollten keine Häutchen der Orangen hineingelangen! Die Orangenfilets mit einem Stabmixer fein pürieren. Orangenpüree mit dem Zitronensaft, dem Orangenschalenabrieb und dem Zucker erhitzen. Vom Herd nehmen und den Likör, sowie die Orangenmarmelade einrühren. Anschließend die Gelatine darin auflösen und die Fruchtmasse in den Tortenring bzw. die Springform füllen und einfrieren. Darauf achten, dass die Form waagerecht und gerade steht, damit die Fruchtscheibe später gleichmäßig dick ist.

Biskuit mit Knusperschicht (muss mindestens eine Stunde eingefroren werden)

  • 2 Eiweiß
  • 65 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 2 Eigelbe
  • 30 g Mehl
  • 25 g Stärke
  • 15 g Kakao
  • 10 g gemahlene Mandeln

Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Eiweiß mit Zucker und Salz steifschlagen. Die Eigelbe sachte einrühren. Mehl, Stärke und Kakao mischen und darüber sieben. Zusammen mit den gemahlenen Mandeln unterheben. Den Teig ca. 1 cm dick auf ein mit Backpapier oder Silikonmatte belegtes Blech streichen und ca. 10 Minuten backen. Anschließend mit einem Tortenring einen Kreis von 18 cm Durchmesser ausstechen. Den Biskuit in dem Ring belassen und die Knusperschicht zubereiten. Biskuitreste können vernascht werden 😉 .

  • 15 g Schoko-Puffreis (Coco-Pops)
  • 15 g Crepes dentelles* (zarte Waffelröllchen)
  • 70 g. geschmolzene dunkle Kuvertüre
  • 1 kl Teel. neutrales Öl (z.B. Sonnenblumenöl)

Kuvertüre schmelzen. Coco-Pops und Waffelröllchen mischen und leicht zerdrücken. Die geschmolzene Kuvertüre und das Öl darübergeben, vermengen und auf dem gebackenen, abgekühlten Biskuit verteilen. Glattstreichen und die Form noch einmal für 2 Minuten in den Backofen stellen. Abkühlen lassen und mindestens 1 Stunde einfrieren.

Orangencreme (Bernd Siefert)

  • 3½ Blätter Gelatine
  • 50 g Puderzucker
  • 3 Eigelbe Gr.L oder 4 Eigelbe Gr. M
  • 300 g frisch gepresster Orangensaft
  • 2 El. frisch gepresster Zitronensaft
  • feiner Abrieb von 1 ½ Bio Orangen
  • 210 g weiße Kuvertüre, fein gehackt
  • 430 g Schlagsahne

Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen.  Kuvertüre fein hacken. Eigelbe und Puderzucker in einer Schüssel verrühren. Orangen- und Zitronensaft, sowie der Abrieb der Orange in einem kleinen Topf aufkochen lassen und über die Eigelbmasse geben. Verrühren und wieder zurück in den Topf gießen. Bei milder Hitze unter ständigem Rühren auf 85 Grad erhitzen (mit einem Thermometer kontrollieren). Die Gelatine in die pasteurisierte Creme rühren und diese über die gehackte Kuvertüre geben. Eine Minute warten und dann glattrühren. In den Kühlschrank stellen, dabei immer einmal umrühren und schauen, wann sie beginnt zu gelieren. Dann erst die Sahne cremig schlagen und unter die Orangencreme heben.

Aufbau

Die Torte wird „über Kopf“ aufgebaut. Dafür einen Tortenring mit 20 cm Ø mit Frischhaltefolie bespannen, mit Tortenrandfolie auskleiden und auf eine Platte stellen oder eine entsprechende Springform verwenden. Circa ein Drittel der Orangencreme einfüllen. Die gefrorene Fruchtschichtplatte mittig platzieren (darauf achten, dass sie gerade und waagerecht liegt!) und diese mit wiederum ca. einem Drittel Orangencreme bedecken. Den gefrorenen Biskuit mit der Knusperseite nach unten einlegen und die Seiten mit der restlichen Orangencreme ausfüllen und glattstreichen. Die Torte mit Folie bedecken und über Nacht einfrieren.

Mirror Glaze – Glanzglasur

  • 6 Blätter Gelatine
  • 150 g Glucosesirup *
  • 75 g Wasser
  • 150 g Zucker
  • 100 g gesüßte Kondensmilch (z. B. ‚Milchmädchen‘)
  • 150 g weiße Kuvertüre, gehackt oder Pellets
  • orange Lebensmittelfarbe (ich habe Gelfarbe verwendet)
  • etwas weiße Lebensmittelfarbe* (Titanoxid)

Die  Gelatine in  eiskaltem Wasser einweichen. Glucosesirup, Wasser und Zucker in einem Kochtopf zum Kochen bringen ( gut 100 Grad). Dann den Topf von der Platte ziehen und unter Rühren zunächst die gesüßte Kondensmilch hinzufügen, dann die Gelatine darin auflösen lassen und sogleich die weiße Kuvertüre dazugeben. Eine Minute warten, dann wieder Rühren, bis keine Klümpchen von der Kuvertüre mehr vorhanden sind. Nun die orange Lebensmittelfarbe  und ganz wenig weiße Farbe unterrühren. Die Masse kann nun mit dem Stabmixer durchgemixt werden, jedoch ohne Luftblasen zu erzeugen! Die Glasur anschließend durch ein Sieb gießen, um sicher letzte Klümpchen zu entfernen. Die Oberfläche des Mirror Glaze mit Frischhaltefolie bedecken und bis zur Verwendung in den Kühlschrank stellen.

Fertigstellung

Die Mirror Glaze im Wasserbad erwärmen, so dass sie sich wieder verflüssigt. Vom Herd nehmen und warten bis sie ca. 35 Grad erreicht hat. Dann ist die richtige Verarbeitungstemperatur erreicht. Die gefrorene Torte etwas erhöht auf eine umgedrehte Schüssel o. ä. stellen, die wiederum auf einer Platte steht, die die überlaufende Glasur auffängt. Die Glanzglasur zügig und gleichmäßig, von der Mitte ausgehend über die gefrorene Torte gießen. Dabei nichts auslassen! Mit einer Palette noch einmal über die Oberfläche ziehen, um überschüssige Glasur ablaufen zu lassen. Das alles muss schnell gehen, da die Glasur auf der gefrorenen Torte schnell fest wird und jegliche Korrekturen und Unebenheiten sichtbar bleiben. Die Torte kann dann vorsichtig auf einen Teller gesetzt werden und muss nun 2-3 Stunden auftauen. Dann kann sie mit Schokoladenelementen dekoriert werden.

Mit Klick auf das Rezeptfoto gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF:

Als Schokoladendeko dienten mir, wie schon öfter, fertig gekaufte hauchdünne Schokoplättchen. Die sind total praktisch, wenn man sich die Arbeit des Temperierens der Schokolade sparen möchte 😉 . Die restliche Deko ist dann aber doch so entstanden 😉 .

In dieser Woche hatte ich mal wieder Spätdienst. Eigentlich unbeliebt bei mir, doch andererseits habe ich vormittags oft mehr Energie zum Backen und Bloggen. Und so sind wieder einige Leckereien entstanden (auch nicht so aufwändige wie diese Orangentorte 😉 )! Ihr werdet also auch in nächster Zeit hier mit Kuchen versorgt!

Doch nun wünsche ich euch allen ein schönes Wochenende, jede Menge Backspaß und immer ausreichend Kuchen auf dem Teller 😀 !

 

Herzlichst

Eure MaLu ♥♥♥

*Affiliatelink

 

Fleur d’Ivoire – Kuppeltorte aus weißer Schokolade, Kokos, Himbeeren und Kirschen

Wisst ihr was meine Tochter geantwortet hat, als ich ihr ein Foto dieser Torte geschickt habe?

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„Wow! Die sieht ja toll unecht aus!“

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Öhm!! 😀 Na, super!!  Könnt ihr euch vorstellen wie doof ich geguckt habe? 😀 „Unecht???!“, schrieb ich zurück. „Ja, so perfekt“, antwortete sie. „Cooles Foto“!

Okaaayyy … , dachte ich. Ist das jetzt gut oder schlecht? Na, ich denke mal ich buche das jetzt mal auf die positive Seite, oder? 😉

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Im Ernst, ich habe mich total gefreut, dass diese kleine Torte so leicht gelungen ist und war auch ein bisschen stolz darauf, als sie fertig vor mir stand 🙂 . Und tatsächlich ist sie wirklich nicht einmal schwer zuzubereiten!  fleur-divoire-3Wie ich bereits letzte Woche schrieb, habe bzw. nehme ich mir im Moment mal etwas Zeit für mich. Dabei habe ich mir wieder einige meiner tollen Pâtisserie Bücher vorgeknöpft. Das heutige Rezept stammt aus dem Buch GÂTEAUX* von Christophe Felder und Camille Lesecq. Dieses Prachtstück von einem Buch (in französischer Sprache) hatte ich mir bereits im letzten Jahr selber zum Geburtstag geschenkt und inzwischen stecken jede Menge Post-its darin 😉 . Doch nicht nur die Optik dieser Torte sprach mich an, sondern auch die Zutaten. Für Kokos bin ich immer zu haben, und Himbeeren und Kirschen sind ein schöner Gegenspieler zur süßen weißen Schokolade.

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Wie fast alle Kuppeltorten wird auch diese ‚über Kopf‘ aufgebaut. Weiße Schokoladenmousse, mit Himbeer- und Kirschsirup getränkte Kokosdacquoise (Makronen- bzw Baiserteig), sowie Himbeeren und Kirschen. In meinem Fall gefrorene Früchte, aber auch Kirschen aus dem Glas oder bestenfalls natürlich frische Früchte sind möglich. Der Zubereitung ging wirklich ziemlich einfach und schnell. In einem Rutsch werden die drei Kokosböden gebacken, zwischendurch der Sirup und die Mousse zubereitet und schon kann man die Torte zusammen mit den Früchten aufbauen. Danach geht’s für eine Nacht in den Tiefkühler.

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Ich habe mich bei der Garnitur an das Vorbild des Pâtissiers gehalten und aus weißer Schokolade runde Plättchen gemacht. (Meine lieben Follower auf Instagram finden hiermit die Auflösung des Rätsels 😉 ) Nur den Guss habe ich gegen eine weiße Glanzglasur ausgetauscht, da ich sie optisch so passend fand. Wer lieber das Original zubereiten möchte, für den habe ich das Rezept der Nappage ebenfalls aufgeschrieben. Ihr entscheidet dann einfach wie ihr es wünscht 🙂 .

 

Fleur d’Ivoire

 – Christophe Felder / Camille Lesecq –

Ich habe eine Silikon-Halbkugelform* mit 18 cm Ø  verwendet. Es geht aber auch jede andere Halbkugelform dieser Größe. Jedoch ist das Lösen der gefrorenen Torte aus einer Metall- oder Glasform etwas schwieriger.

Kokosteig (ich habe hier zwei Drittel des Originalrezeptes angegeben, da ich viel zu viel Teig hatte)

  • 20 g gemahlene Mandeln
  • 80 g Puderzucker
  • 17 g Mehl
  • 60 g Kokosraspeln
  • 103 g Eiweiß
  • 30 g Zucker
  • 30 g Kokosraspeln zum Überstreuen

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Backofen auf 190 Grad Ober-/ Unterhitze vorheizen. Auf der Rückseite eines Stück Backpapiers mit einem Zirkel drei Kreise mit 12, 14 und  16 cm Durchmesser zeichnen. –  Gemahlene Mandeln, Puderzucker, Mehl und Kokosraspeln mischen. Das Eiweiß mit dem Zucker steif schlagen und die Nuss-Zuckermischung unterheben. Den Teig in einen Spritzbeutel mit  10 mm Rundtülle füllen und damit spiralförmig drei Kreise in den o. g. Größen spritzen. Mit Kokosrapeln überstreuen und 10-15 Minuten backen. Dabei die Temperatur des Backofens auf 160 Grad reduzieren. Die Teigkreise auf dem Backpapier abkühlen lassen.

Roter Sirup

  • 50 g Himbeerpüree (Fertigprodukt oder selbstgemacht)
  • 50 g Kirschsaft
  • 25 g Zucker

Im Originalrezept köchelt man 100g Kirschen mit 10 g Zucker, lässt sie abtropfen und verwendet den gewonnenen Saft. Wenn ihr Kirschen aus dem Glas verwendet, geht natürlich auch der darin vorhandene Saft. – Für das Himbeerpüree einfach einige Himbeeren durch’s Sieb streichen oder ,falls vorhanden, ein Fertigprodukt verwenden. Die Menge des Sirups ist reichlich bemessen! Reste schmecken aber lecker in Mineralwasser, Smoothie oder Müsli. 

Weiße Mousse

  • 5 g Gelatine (3 Blätter)
  • 215 g weiße Kuvertüre, geschmolzen
  • 110 ml Vollmilch
  • 250 g Sahne 35 %

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Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen. Die weiße Kuvertüre in der Microwelle oder im Wasserbad schmelzen. Milch in einem kleinen Topf erhitzen, vom Herd nehmen und die Gelatine darin auflösen. Ein Drittel der heißen Milch in die weiße Kuvertüre gießen und glattrühren. Das zweite Drittel dazu geben, glattrühren und danach den Rest der Milch unterrühren. Die Sahne cremig schlagen. Wenn die Schokoladenmasse 30-35 Grad erreicht hat, die Sahne zügig unterziehen.

Aufbau

  • 100 g Kirschen (frisch, Glas oder TK)
  • 150 g Himbeeren (frisch oder TK)
  • Beides ist reichlich bemessen!

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Ein Drittel der weißen Mousse in die Halbkugelform gießen. Die kleinste Kokosteigscheibe einlegen – Hinweis: Zum Rand der Form sollte beim Einlegen der Teigscheiben immer ca. 1 cm Raum sein! Ggf. die Teigscheiben etwas kleiner schneiden, damit sie später nicht von außen zu sehen sind! – Die Teigscheibe mit dem Sirup tränken/bepinseln. Himbeeren und Kirschen dicht an dicht darauf verteilen. Alles mit dem zweiten Drittel der Mousse bedecken. Die mittlere Teigscheibe auflegen und mit Sirup tränken. Die restliche weißen Mousse darüber verteilen und mit der letzten und größten Teigscheibe abschließen (Sie bildet später den Boden der Torte). – Die Form mit Folie abdecken und eine Nacht einfrieren.

Schokoladendekor

  • 125 g weiße Kuvertüre
  • etwas Puderzucker oder Dekorschnee*
  • alternativ: fertige weiße (allerdings eckige) hauchdünne Schokoladentäfelchen

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Die weiße Kuvertüre zunächst temperieren. Eine gute Anleitung findet ihr bei Interesse hier: klick. Die fertig temperierte Schokolade dünn und gleichmäßig auf eine Folie streichen und kristallisieren lassen. Mit einem erwärmten runden Ausstecher Kreise in unterschiedlichen Größen ausstechen und diese bis zur Verwendung in einer geschlossenen Dose im Kühlschrank aufbewahren. – Vor dem Dekorieren der Torte werden die Scheibchen mit Puderzucker bzw. Dekorschnee (hält auch Feuchtigkeit stand) bepudert.

Weiße Mirror Glaze (Rezept von Ofenkieker)   (Für meine Variante der Fleur d’Ivoire)

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Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen. Wasser, Zucker und Glucosesirup zum Kochen bringen. Vom Herd ziehen, kurz etwas abkühlen lassen. Dann die Gelatine einrühren. Die gehackte Kuvertüre hinzufügen, einen Moment aufweichen lassen, danach die weiße Lebensmittelfarbe und die Sahne unterrühren. Mit einem Stabmixer aufemuglieren. Dabei möglichst keine Luft einarbeiten!

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Zum Gießen der Spiegelglasur sollte diese eine Temperatur von ca. 35 Grad C haben! Dafür die Torte aus der Form holen und auf ein Rost über ein Gefäß stellen, welches die überlaufende Glasur auffängt. Die Glasur gleichmäßig über die gefrorene Torte gießen. Nicht mehr anfassen! Die Glasur zieht sofort an und man würde jeglichen Eingriff später sehen! Die Torte vorsichtig auf eine Platte setzen und auftauen lassen. Mit den bepuderten Schokoladenscheiben dekorieren.

Alternativ:

Das Glasurrezept des Originals:

  • 10 g Gelatine
  • 150 g Wasser
  • 200 g Zucker
  • ¼ Orangenschale
  • ¼ Zitronenschale
  • ½ Vanilleschote

Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Wasser und Zucker in einen Kochtopf geben und die aufgeschlitzte Vanille, Orangen- und Zitronenschale hinzufügen. Alles zum Kochen bringen. Vom Herd nehmen, kurz abkühlen lassen und die gut ausgedrückte Gelatine in der warmen Flüssigkeit auflösen. Durch ein feines Sieb gießen. Die Fruchtglasur kann gut vortags zubereitet werden. Im Kühlschrank hält sie einige Zeit. Um die Glasur dann zu gießen muss sie im Wasserbad erwärmt werden. Auch sie soll auf die gefrorene Torte aufgetragen werden.

Mit Klick auf das Rezeptfoto gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF-Rezeptansicht:

*MaLu's-PDF-Rezept

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Die Fleur d’Ivoire, was frei übersetzt „Elfenbeinblume“ heißt, deren Name sich wahrscheinlich aber eher auf die weiße Schokolade ‚Ivoire‘ von Valhrona bezieht,  ist insbesondere durch die Garnitur der weißen Schokoladenplättchen ein echter Hingucker. Die zweite Überraschung folgt beim Anschnitt, durch den Kontrast vom strahlenden Weiß mit dem blutroten Inneren. Ich fand die weiße Glanzglasur deshalb sehr chic dazu. Doch ich würde die Torte auch gern noch einmal mit der Original Nappage, einer transparenten Fruchtglasur, probieren wollen.

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Die Torte mit der Mirror glaze hält sich sehr gut ein bis zwei Tage im Kühlschrank. Sie wird nur noch saftiger! Allerdings lösten sich dann auch einige der flach angesetzten Schokoplättchen und rutschten nach unten. Solltet ihr die Torte also erst am folgenden Tag servieren wollen, würde ich die Plättchen erst dann, unter Zuhilfenahme von einem winzigen Klecks Marmelade o.ä., ansetzen. Das Anschneiden mit solcher Deko ist natürlich auch eine Herausforderung 😀 , aber was nimmt man nicht alles für so eine grandiose Optik in Kauf 😉 !

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Passend zu dieser Torte fehlt uns dann nur noch der Schnee. Ich gebe zu, dass ich nicht versessen darauf bin, denn hier im Land zwischen den Meeren, bleibt er meist nicht lange liegen und wird bestenfalls matschig.

Euch wünsche ich nun ein erholsames Wochenende. Mit Schnee oder ohne, aber auf keinen Fall ohne leckeren Kuchen 😉 !

Liebste Grüße Eure MaLu

♥♥♥

 

Quelle: Gâteaux – Christophe Felder / Camille Lesecq

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Mango-Himbeer-Kokos Kuppeltörtchen – Sonne im November

◊ Diese Törtchen sind wie Sonnenschein mitten im grauen November ◊

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Monat elf des Calendar of Ingredients – Ich bin ein bisschen stolz auf mich, denn ich habe es bisher (wenn auch oft in letzter Minute 😉 ) in jedem Monat geschafft, ein Rezept mit den angesagten „Ingredients“ beizutragen. Wenn man das Foto oben betrachtet könnte man meinen, ich hätte alle drei geforderten Zutaten in diesen Törtchen untergebracht. Stimmt aber nicht, denn ich habe ein bisschen gemogelt 😉 . Statt der eigentlich gewünschten Banane habe ich nämlich Himbeeren eingeschmuggelt. Passte einfach besser, hatte ich noch da und mag ich auch einfach lieber. Bananen esse ich am liebsten pur.

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Mango und Kokos habe ich aber sehr gerne verwendet, denn beides liebe ich sehr! Wie so oft hatte ich noch gar kein festes Konzept, als ich mit den Törtchen anfing. Tatsächlich sind die Himbeeren nur da hinein geraten, weil ich Platz in meinem Gefrierschrank brauchte 😀 ! War aber eine super Entscheidung, sag ich euch!

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Und hier seht ihr auch schon das rote Himbeerherz, der Mangotörtchen ❤ . Und diese grandiose, fruchtige Kombi thront auf auf einem hammerleckeren Knusperkokosboden. So lecker, dass wir uns um die Reste gerissen haben 😀 .

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Also wenn ihr noch ein richtig tolles Dessert für Weihnachten sucht, das man gut vorbereiten kann. Voilà!

Mango-Himbeer-Kokos Kuppeltörtchen

Zutaten für 6 Törtchen

Ich habe diese Silikonformen verwendet: klick* und klick*

  1. Tag:

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  • 100 g Mangopüree (hierfür Fruchtfleisch mit einem Zauberstab fein pürieren und durchpassieren)
  • 50 g Maracujapüree (ohne Kerne)
  • 20 g Zucker
  • 2 Blätter Gelatine
  • 50 g gefrorene Himbeeren

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Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen. Mango- und Maracujapüree zusammen mit dem Zucker in einem kleinen Topf erwärmen. Den Topf vom Herd ziehen und die Gelatine in dem Fruchtpüree auflösen. Die noch gefrorenen Himbeeren zwischen den Fingern zerbröseln und kurz unterrühren. Fruchtmasse in die Silikon-Halbkugelmulden verteilen, mit Frischhaltefolie abdecken und mindestens 4 Stunden einfrieren.

Glanzglasur (Rezept von Dessert Julien)

  • 100 g Zucker
  • 50 g Wasser
  • 100 g Glucosesirup*
  • 67 g ungesüßte Kondensmilch 10%
  • 3 Blätter Gelatine
  • gelbe Lebensmittelfarbe, optionalglanzglasur

Die Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen. Zucker, Wasser und Glucosesirup in einem Topf bis auf 103 Grad erhitzen. Die Kondensmilch hinzufügen und anschließend die Gelatine in der Glasur auflösen. Farbe nach Wunsch zugeben. Die Glasur, mit Frischhaltefolie bedeckt, über Nacht in den Kühlschrank stellen.

2. Tag:

Biskuit

  • 2 Eiweiß Gr. M
  • 2 Eigelb Gr. M
  • 40 g Zucker
  • 40 g Mehl
  • etw. gemahlene Vanille
  • Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze aufheizen – Ein Backblech mit einer Silikonmatte oder Backpapier auslegen. Eiweiß mit der Hälfte des Zuckers steif schlagen. Eigelb mit dem restlichen Zucker hellschaumig schlagen. Eigelbmasse sachte unter den Eischnee rühren. Das Mehl mit der Vanille über die Eimasse sieben und vorsichtig unterheben. Den Teig mithilfe einer Palette gleichmäßig, knapp 1 cm dick auf das vorbereitete Blech streichen und  ca. 8 Minuten hellbraun backen.

Knusperschicht

Kokosflocken in einer kleinen Pfanne ohne Fett hellbraun rösten,  die Waffelröllchen zerbröseln. Die Kuvertüre im Wasserbad auflösen und die Kokosflocken, sowie die Waffelbrösel unterrühren.

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Die Knuspermasse gleichmäßig auf dem Biskuit verteilen und den Knusperbiskuit anschließend kalt stellen.

Mangocreme

  • 175 g Mangopüree (fein püriert und durchpassiert oder Fertigprodukt*)
  • 1 Esslöffel Zitronensaft
  • 40-50 g Zucker, bzw. nach Geschmack und Süße der Mango
  • 4 Blätter Gelatine
  • 50 g Joghurt 10 %
  • 120 g Schlagsahne, cremig geschlagen

Die Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen. Ein Drittel des Mangopürees mit dem Zucker und dem Zitronensaft in einem kleinen Topf erwärmen und die Gelatine darin auflösen. Das restliche Mangopüree hinzufügen und alles in eine Schüssel geben. Die Sahne cremig schlagen (Nicht steif! Dann lässt sie sich besser unterziehen). Wenn die Mangocreme etwa 35 Grad hat (sich noch warm anfühlt) die Schlagsahne und den Joghurt unterheben.

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Die Mangocreme in die Silikonform füllen. Diese nur bis 1 cm zum Rand Rand befüllen, Sonst läuft die Creme später über! Die gefrorenen kleinen Mango-Himbeer Halbkugeln aus der Form nehmen und mit der Wölbung nach unten, mittig in die Mangocreme setzen. Nicht so drücken, sie sinken von allen in der Creme ein. Einfach von oben fallen lassen 😉 . Aus dem Knusperbiskuit Kreise von ca. 6 cm Durchmesser ausstechen und vorsichtig mit der Knusperschicht nach unten auf die Törtchen legen. Die Form mit Frischhaltefolie bedecken und mindestens eine Nacht einfrieren.

3. Tag:

Die Glanzglasur über dem Wasserbad oder in der Microwelle erwärmen (bis höchstens 40 Grad). Die Törtchen aus dem Gefrierschrank holen, aus der Form nehmen und auf ein Gitter stellen, welches auf einem Teller oder Schale steht, legen. Die Törtchen mit der ca. 30 Grad warmen Glasur übergießen und anschließend nach Wunsch dekorieren. Die Törtchen brauchen etwa 2-3 Stunden zum Auftauen. Im Kühlschrank entsprechend länger.

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Mit Klick auf das Rezeptfoto gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF-Rezeptansicht:

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Das Rezept der Glanzglasur habe von dem fabelhaften französischen Blog Les Desserts de Julien, den ich sehr bewundere und dessen Werke ich stets bestaune 🙂 .

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Die Törtchen halten aufgetaut auch noch bis zum nächsten Tag im Kühlschrank. Der Boden ist dann etwas feuchter, was aber nicht nur ich sehr lecker fand. Ich glaube, diese Törtchen werden unser Weihnachtsdessert, denn sie sind so herrlich leicht und fruchtig. Die passen auch noch nach einem üppigen Schlemmermahl hinein 😉 .

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Schön wäre auch eine Himbeer-Deko gewesen, doch die gefrorenen Himbeeren werden beim Auftauen matschig und frische wollte ich zu dieser Jahreszeit nicht kaufen. Ansonsten mag ich es, wenn man bereits von außen sieht, was einen erwartet. Die Mangos, die es zur Zeit zu kaufen gibt, sind unglaublich lecker. Wer aber keine bekommt oder sich die Mühe des Durchpassierens sparen möchte, kann natürlich auch auf fertige Fruchtpürees ausweichen.

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Jetzt reiche ich noch meinen Beitrag für den CoI im November bei meiner Bloggerkollegin Claudia von Ofenkieker ein, die in diesem Monat die Gastgeberin war. Und dann geht’s ab in das erste Adventswochenende! Oh, oh, ich mag’s gar nicht sagen, aber mit meiner Weihnachtsdeko bin ich nicht wirklich weitergekommen … 😉

Macht es euch schön und seid ganz lieb gegrüßt

Eure MaLu

♥♥♥

 

 

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Vanilletörtchen mit Orangen-Sanddornkern auf Kürbiskernbiskuit

Da waren’s nur noch sechs …. 😉 – So könnte die heutige Überschrift auch lauten

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Warum? – Weil ich zu Beginn auf acht wunderschöne Törtchen gehofft habe…

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Tja, wer sich dann aber zu ungeschickt anstellt, dem landen dann schon mal zwei der acht Törtchen, frisch glasiert, auf dem Kopf :-/vanilleto%cc%88rtchen-mit-orangen-sanddornkern_0022

Aber mal ehrlich: Eigentlich habe ich mich total gefreut, dass das ganze Unternehmen überhaupt so tadellos geklappt hat. Wenn man sich nämlich etwas vor dem geistigen Auge ausgemalt hat, sich ein Rezept dazu ausgedacht hat und dann noch etwas so Feines dabei herauskommt, da kann man sich doch nur noch glücklich schätzen, oder? Ich bin es jedenfalls wenn ich diese Fotos so anschaue ❤ .

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Mitte Oktober brachte mich mein geschätzter Bloggerkollege Michael mit seinem No Bake Cheesecake mit Sanddorn auf die Idee, endlich mal meinen Sanddornsaft Vorrat aus dem Schrank zu holen und für ein schickes, herbstliches Rezept einzusetzen. Gleichwohl wartete meine Stone-Silikonform* auf ihren ersten Einsatz. Gesagt, getan – hier präsentiere ich euch mein Ergebnis 🙂 .

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Diese kleinen Schmuckstücke bestehen aus einer sahnigen Vanillecreme, gefüllt mit einem Kern aus Orangen und Sanddornaromen, auf einem Biskuit aus gemahlenen Kürbiskernen, die es inzwischen schon fertig zu kaufen gibt. Den Glanz bekommen die Törtchen durch die gefärbte Mirror Glaze und die Goldakzente. Kann der Herbst schöner sein?

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Vanilletörtchen mit Orangen-Sanddornkern

Zutaten für 8 Törtchen

Orangen-Sanddornkern

  • 60 g Sanddornsaft 100% (in Reformhäusern oder hier*)
  • ½ Teel. feiner Abrieb einer Bio-Orange
  • 30 g Zucker
  • 50 g Mascarpone
  • 50 g Schlagsahne
  • 1 ½ Blätter Gelatine

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Die Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen. Den Sanddornsaft mit dem Orangenabrieb und dem Zucker in einem kleinen Topf erwärmen. Die eingeweichte Gelatine darin auflösen. Den Saft unter die Mascarpone rühren. Die Sahne schlagen und unter die Mascarponecreme heben. Die Orangen-Sanddorncreme in die Mulden der Silikonform* verteilen und mindestens 4 Stunden einfrieren.

Mirror Glaze

  • 8 g Gelatine (ich habe 5 Blätter verwendet)
  • 120 g Glucosesirup*
  • 60 g Wasser
  • 120 g Zucker
  • 80 g gesüßte Kondensmilch (z.B. ‚Milchmädchen‘)
  • 120 g weiße Kuvertüre (gehackt oder Callets)
  • gelbe, orange und schwarze Lebensmittelfarbe (ich habe diese Gelfarben* verwendet)

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Die Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen. Glucosesirup, Wasser und Zucker in einem Kochtopf zum Kochen bringen ( gut 100 Grad). Dann den Topf von der Platte ziehen und unter Rühren zunächst die gesüßte Kondensmilch hinzufügen, dann die Gelatine darin auflösen lassen und sogleich die weiße Kuvertüre dazugeben. Eine Minute warten, dann wieder Rühren, bis keine Klümpchen von Kuvertüre mehr vorhanden sind. Nun die Lebensmittelfarbe unterrühren, bis die von euch gewünschte orange Farbe erreicht ist. (Die schwarze Farbe wird erst zu einem späteren Zeitpunkt eingesetzt!) Die Glasur anschließend durch ein Sieb gießen, um letzte Klümpchen zu entfernen. Die Oberfläche des Mirror Glaze mit Frischhaltefolie bedecken und bis zur Verwendung in den Kühlschrank stellen.

Vanillemousse

  • 100 g Sahne
  • 100 g Vollmilch
  • 1 Vanilleschote
  • 50 g Zucker
  • 1 Essl. Speisestärke
  • 3 Eigelbe
  • 3 ½ Blätter Gelatine
  • 50 g Mascarpone
  • 180 g Schlagsahne
  • 1 Teel. Vanillezucker

vanillecreme

Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen. Sahne und Milch in einen Topf geben. Die Vanilleschote aufschlitzen, das Mark und die Schote zur Sahnemilch geben und diese zum Kochen bringen. Parallel dazu die Eigelbe mit dem Zucker und der Speisestärke in einer Schüssel verschlagen. Die heiße Milch unter die Eimasse rühren (vorher die Vanilleschote entfernen). Die Creme durch ein Sieb zurück in den Topf geben und bei milder (!) Hitze erwärmen. Dabei kontinuierlich mit dem Schneebesen rühren bis die Masse eindickt. 1-2 Minuten auf ca. 84 Grad halten, vom Herd nehmen und die eingeweichte Gelatine unterrühren. Die Vanillecreme anschließend in eine flache Schale gießen (so ist die Oberfläche größer und die Creme kühlt schneller ab). Die Oberfläche der Creme mit Frischhaltefolie bedecken und im Kühlschrank auf Raumtemperatur abkühlen lassen. – Danach die abgekühlte Vanillecreme und die Mascarpone verrühren. Die Sahne mit dem Vanillezucker aufschlagen und sorgfältig unterheben. Die Vanillemousse in einen Spritzbeutel mit 10-12 mm Rundtülle füllen und die Stone-Silikonform* damit befüllen. Darauf achten, dass die Form an den äußeren Rändern komplett mit Creme ausgefüllt ist und keine Luftlöcher entstehen. Dabei aber noch genug Platz für die Orangen-Sanddorn Einlage lassen. Diese nehmt ihr nun im gefrorenen Zustand aus der Form und drückt sie in die Vanillemousse, aber nicht zu weit nach unten! Die Oberfläche der Stoneform sollte nun plan abschließen. Dazu diese mit einer kleinen Palette* glattstreichen und die gefüllte Silikonform über Nacht einfrieren. Tipp: Ich stelle die Form vorher schon auf ein kleines Tablett oder Brett in den Kühlschrank bis die Creme fest ist. Erst dann geht’s in den Gefrierschrank. So bin ich sicher, dass nichts im Inneren verrutscht 😉 .

Kürbiskernbiskuit

  • 2 Eigelbe
  • 20 g Zucker
  • 2 Eiweiß
  • 1 Prise Salz
  • 20 g Zucker
  • 30 g gemahlene Kürbiskerne
  • 35 g Mehl
  • 10 g geschmolzene Butter

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Den Backofen auf 180 Grad Ober-  Unterhitze vorheizen. Eigelbe und 20 g Zucker hellschaumig schlagen. Eiweiß mit Salz und 20 g Zucker steif schlagen und auf die Eigelbmasse geben. Das Mehl darüber sieben und zusammen mit den gemahlenen Kürbiskernen unterheben. Einen Esslöffel des Teiges mit der geschmolzenen Butter verrühren und alles zurück zum Teig geben und ebenfalls unterheben. Den Teig in den Maßen von ca. 20×25 cm auf ein mit Backpapier belegtes Blech streichen und 8-10 Minuten bei 180 Grad backen. Abkühlen lassen und Kreise von ca. 5 cm Durchmesser ausstechen.

Fertigstellung

  • ca. 1 Essl. Sanddornmarmelade (habe ich aus etwas Sanddornsaft und Gelierzucker selber gekocht – alternativ Orangenmarmelade)

Vorbereitung: 8 umgedrehte Eierbecher (oder ähnliches) auf einer flachen Schale verteilen. – Das Mirror Glaze über einem Wasserbad auf ca. 40 Grad erwärmen. 2 Esslöffel abfüllen und mit etwas schwarzer Lebensmittelfarbe einfärben und in ein kleines Plastiktütchen füllen.. –  Die gefrorene Vanillemousse aus der Stone-Silikonform herauslösen und mit der glatten Seite nach oben auf die Eierbecher platzieren. Wenn die Glasur eine Temperatur von 32-35 Grad hat übergießt ihr die gefrorenen Törtchen mit der orangen Glasur (achtet darauf, dass ihr nichts frei lasst!) Anschließend sofort eine winzige Spitze des Tütchens mit der schwarzen Glasur abschneiden und ein Muster auf die Törtchen „malen“. -Die Kürbiskernbiskuitscheibchen mit etwas (Sanddorn)-Marmelade bestreichen und auf einer Platte (die in den Kühlschrank passt) bereit legen.  Nun kommt das Kniffeligste 😉 ! Mithilfe von möglichst zwei Paletten o.ä. legt ihr nun jeweils ein Törtchen auf einen Biskuitkreis. Alternativ könnte man mit einem Zahnstocher in das Törtchen stechen und es vorsichtig herüber heben (das habe ich aber bisher nur bei kleineren, leichteren Projekten ausprobiert!) – Etwas Goldflitter für die Garnitur. – Die mit Mirror Glaze überzogenen Törtchen sollten noch am selben Tag serviert werden!

glasur

Wem das alles zu kompliziert ist oder wer einen anderen Look wünscht, der kann die gefrorenen Törtchen alternativ auch mit weißem Velvetspray* besprühen und mit kleinen Pünktchen aus erwärmter Sanddornmarmelade und Goldflitter dekorieren. – Diese Variante hält auch ein-bis zwei Tage im Kühlschrank.

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Mit Klick auf das Rezeptfoto gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF-Rezeptansicht:

*MaLu's-PDF-Rezept

 

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Und hier seht ihr eine Variation in weißem Kleid – die Winter Variante quasi 😀 .

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Wer die Mirror Glaze, aus welchen Gründen auch immer, auslassen möchte. Für den ist diese Variante vielleicht eine schöne Alternative. Hier werden die gefrorenen Vanilletörtchen Rohlinge einfach mit weißem Velvet Spray* besprüht. Sie besteht aus Kakaobutter und es gibt sie in verschiedenen Farben. Okay, es ist nicht ganz billig, doch wenn man die Düse nach Gebrauch fein sauber macht, hält es viele Törtchen lang 😉 .

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Sanddorn ist sehr Vitamin C haltig und gedeiht hier im Norden auf unseren Sandböden ausgesprochen gut. Seine Säure und sein intensives Aroma passen sich, meiner Meinung nach, sehr gut dem der Orange an.  Die sanfte Vanille umhüllt den aromatischen Kern aufs Feinste und rundet den Geschmack ab. Die Törtchen eigenen sich gleichermaßen als Dessert und Kuchen auf dem Kaffeetisch.

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Wenn wir nach Rügen fahren, trinken wir den Sanddornsaft besonders gern als heißen Punsch. Daher kommen auch immer einige Flaschen mit ins Gepäck nach Hause. Ein Fläschchen Sanddornsaft hatte ich noch über den Sommer gerettet 😉 . Hier, in diesen Törtchen, kommt er nun zu Ehren … der Rest wird zusammen mit einer Zimtstange und einem Schuss Amaretto zu Punsch verarbeitet. Wie’s aussieht, müssen wir wohl bald mal wieder an die Küste, um Nachschub zu holen 😉 .

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Unsere Urlaubswoche hat mir unglaublich gut getan. Auch wenn das Wetter herbstlich war – wir haben schöne Sachen unternommen und einfach mal entspannt.

Uns allen wünsche ich nun ein gemütliches und ebenfalls entspanntes Wochenende.

Herzlichst Eure MaLu ♥♥♥

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