Kirsch-Bananen Törtchen in Dekorbiskuit

Neben meinem Schreibtisch hängt ein Kalender mit Törtchenmotiven. Jetzt sagt ihr euch sicher: Wie sollte es auch anders sein! Diese Backverrückte muss sich natürlich auch noch Rezepte an die Wand hängen! 😀kiba-to%cc%88rtchen-2Ja, ihr habt recht! 😀 Aber ich liebe Inspiration und dieser Kalender von Törtchen Törtchen aus Köln, der Pâtisserie von Matthias Ludwigs, den wir alle aus „Das große Backen“ und anderen TV Produktionen kennen, liefert reichlich davon. Überhaupt waren die Bücher von M. Ludwigs, die ersten dieser Art, die in mein inzwischen brechend volles Bücherregal einzogen. Erste Törtchenrezepte auf diesem Blog habe ich nach seinen Rezepten nachgebacken. Und als meine fleißige Bloggerkollegin Mari zu ihrem Geburtstag auch noch so tolle Törtchen zubereitete klick , war ich endgültig angesteckt.kiba-to%cc%88rtchen-1

Auch für dieses Kirsch-Bananentörtchen habe ich mir Inspiration von Matthias Ludwigs geholt. Irgendwann, habe ich mir vorgenommen, werde ich noch einmal einen Pâtisseriekurs bei Törtchen Törtchen in Köln belegen und den Meister vielleicht persönlich kennen lernen.

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Ich mag die Kombination Kirsch-Banane total gern. Ihr kennt sicher auch alle  Kiba Saft. Den bestelle ich mir gern mal statt Dessert oder wenn wir ins Kino gehen.  Heute serviere ich euch die Kombi mal in Törtchenform, eingekleidet in einen Dekorbiskuit im Streifenlook. Gefüllt sind die Törtchen mit zwei Joghurtmousses aus Kirschen und Bananen, mit einem Kirschfruchtspiegel obenauf.

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Kirsch-Bananen Törtchen

Für 6 Dessertringe* mit 7 cm Ø

Rote Strukturmasse

  • 60 g geschmolzene Butter
  • 60 g Puderzucker
  • 2 Eiweiß Gr. M
  • 50 g Mehl
  • rote Lebensmittelfarbe (ich habe Gelfarbe von Wilton benutzt)

Butter und Puderzucker gut verrühren. Das (ungeschlagene) Eiweiß hinzugeben und ebenfalls unterrühren. Das Mehl einmelieren und Lebensmittelfarbe in gewünschter Farbe hinzufügen.

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Den Teig mit einer großen Palette oder einer Teigkarte 1-2 mm gleichmäßig dünn auf eine 30×40 cm Silikonmatte* streichen (Backpapier geht auch). Mit einem Zahnspachtel* (gibt’s günstig im Baumarkt 😉 )  diagonal durch die farbige Masse streichen, so dass ein Streifenmuster entsteht. Die Silikonmatte/ das Backpapier auf einer Platte liegend für mindestens ½ Stunde in den Gefrierschrank legen, damit das Muster später nicht durch den Biskuitteig verschmiert. In der Zwischenzeit den Biskuit zubereiten.

Biskuit

  • 3 Eiweiß Gr.L
  • 40 g Zucker
  • 60 g gemahlene Mandeln
  • 40 g Puderzucker
  • 1 Ei Gr. L
  • 2 Eigelb Gr. L
  • 70 g Mehl
  • 20 g flüssige Butter

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Die Butter in einem kleinen Topf schmelzen und beiseite stellen. Das Eiweiß und den Zucker steif schlagen und kurz zur Seite stellen. Gemahlene Mandeln, Puderzucker, das Ei und die Eigelbe in einer Schüssel mit dem Mixgerät sehr hell und schaumig schlagen. Danach ein Drittel des Eischnees unterheben. Sind die Massen angeglichen, den restlichen Eischnee dazugeben und das Mehl darüber sieben. Alles vorsichtig, aber sorgfältig unterheben. Anschließend 1-2 El. des Teiges zu der geschmolzenen Butter geben und verrühren. Diese Masse dann zum Teig geben und einarbeiten.

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Die Silikonmatte mit der gefrorenen Strukturmasse aus dem Eisschrank holen, auf ein Backblech legen und den Biskuitteig mit einer Palette oder Teigkarte zügig und gleichmäßig dick darauf verstreichen. Im heißen Backofen ca. 10-15 Minuten backen (habt ein Auge darauf!). Anschließend auf ein Backpapier stürzen und die Folie abziehen. Den Teig abkühlen lassen und dann in Streifen von 4 x 21 cm schneiden (geht gut mit großem Lineal und einem Pizzarollschneider). Aus dem restlichen Teig Kreise mit ca. 5 cm Ø ausstechen.

  • etwas Bananennektar zum Tränken

Die Dessertringe auf eine Platte stellen und möglichst mit Tortenrandfolie oder Backpapier auskleiden, das oben etwas übersteht. Die Teigstreifen mit dem Streifenmuster nach außen in die Ringe einpassen. Darauf achten, dass die Schnittenden dicht abschließen, damit keine Creme hinausläuft. Je einen kleinen Teigkreis als Boden einlegen. Den Biskuit mit einem Pinsel leicht mit Bananensaft tränken.

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Kirschmousse

  • 120 g Sauerkirschpüree
  • 40 g Zucker
  • 60 g Joghurt 10%
  • 2½ Blätter Gelatine
  • 125 g Schlagsahne
  • 40 g Kirschen  (frisch, Glas oder TK)

Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen. Für das Sauerkirschpüree gefrorene, frische oder Kirschen aus dem Glas pürieren und durch ein Sieb streichen. Kirschpüree abwiegen und zusammen mit dem Zucker in einem kleinen Topf leicht erhitzen. Die Gelatine darin auflösen, alles zum Joghurt geben und verrühren. Die Sahne cremig schlagen. Wenn die Kirschmasse höchstens handwarm ist, ein Drittel der Schlagsahne hineingeben und angleichen. Danach die restliche Schlagsahne unterziehen. Einige Kirschen je nach Größe halbieren oder vierteln und unter die Mousse heben. Die Kirschmousse in die vorbereiteten Törtchen füllen und diese in den Gefrierschrank stellen, während die Bananenmousse hergestellt wird.

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Bananenmousse

  • 150 g reife Banane  (ca. 1½ Bananen)
  • Saft ½ Zitrone
  • 125 g Joghurt 10%
  • 2½ Blätter Gelatine
  • 80 g weiße Kuvertüre
  • 20 g Zucker
  • 220 g Schlagsahne

Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen. Die Kuvertüre fein hacken. Bananen mit dem Zitronensaft mit einem Stabmixer fein pürieren. Bananenmasse in einem Topf erhitzen und die Gelatine darin auflösen. Alles über die gehackte Kuvertüre geben, einen Moment stehen lassen und dann verrühren. Die Schlagsahne mit dem Zucker cremig schlagen. Wenn die Bananenmasse höchstens handwarm ist, ein Drittel der Schlagsahne hineingeben und angleichen. Danach die restliche Sahne unterheben. Die Bananenmousse auf die Törtchen verteilen und diese anschließend in den Kühlschrank stellen. Wenn die Törtchen fest geworden sind den Guss zubereiten.

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Guss 

  • 150 g Kirschpüree (oder -saft)
  • 20 g Zucker
  • 2 Blätter rote o. weiße Gelatine

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Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen. Kirschpüree mit dem Zucker erhitzen und die Gelatine darin auflösen. Auf Zimmertemperatur abkühlen lassen und dann auf die Törtchen verteilen. Die Törtchen anschließend wieder kaltstellen. Vor dem Servieren mit Schlagsahne und Schokoladenelement, sowie etwas Goldflitter dekorieren.

Mit Klick auf das Rezeptfoto  gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF:

*MaLu's-PDF-Rezept

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Beim Dekorbiskuit hat sogar mein Mann mit Hand angelegt! Er ist berufsbedingt nämlich in der Lage freihändig supergerade Striche zu zeichnen. Ich mag ja ganz passabel zeichnen können, aber gerade Striche? Nee! Blumen, Früchte, natürliche und runde Formen. Kein Problem! Aber grafische Formen? Keine Chance! Mein Zeichenlehrer nannte mich immer die „Briefmarkenzeichnerin“, weil ich immer alles bis ins winzigste Detail male! Aber bitte keine geraden Striche! 😀

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Nun werden die Streifen im Biskuit ja nicht gezeichnet, sondern sie entstehen dadurch, dass man mit einem Zahnspachtel durch die Dekormasse zieht. Aber das dann doch bitte gerade!! Beim ersten „Streich“ habe ich mich ja noch getraut, aber da der Spachtel ja schmaler als die Matte ist, musste dies noch zwei Mal wiederholt werden. (Ihr seht es oben auf den Schritt für Schritt Fotos). Dabei sollte der Anschluss möglichst passend gezogen werden. Jetzt kam der Einsatz meines Mannes!! 😀 Beherzt und selbstbewusst legte er ohne zu zögern los! Hat er es toll hinbekommen, oder? 

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Es hat seinen Grund, dass ich hier nur ein Törtchen zeige, denn die restlichen wanderten sogleich in den Gefrierschrank, um sie zu meinem morgigen Geburtstag  zusammen mit Mousse au chocolat Törtchen  und einer Charlotte Exotic auf den Tisch zu bringen. Gute Planung ist eben alles 😉 !

Habt ein wundervolles Wochenende!

Liebste Grüße

Eure MaLu ♥♥♥

 

 

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Feine Schokoladen-Cassis Torte

Auf die Idee zu dieser Torte hat mich meine Tochter Tessa gebracht.

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Letzte Woche schickte sie mir ein Foto von Matthias Ludwigs Kölner Geschäft ‚Törtchen, Törtchen‘. Viele von euch wissen, dass ich schon mehrere Rezepte aus den Büchern von M. Ludwigs nachgebacken habe und dass ich ein ziemlich großer Fan von ihm bin. Auf die Frage, ob sie sich denn auch ein Törtchen gegönnt habe, schwärmte sie mir abends von einem superleckeren Teilchen vor. „Schokoladig und fruchtig …  du weißt schon Mama, dieses Törtchen mit Schokolade und Johannisbeeren vom Titelbild des Buches ‚Törtchen und Tartelettes‘ „. Ja, klar wusste ich welches sie meinte!

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So war der Plan geboren, dieses Törtchen nachzubacken. Aber weder hatte ich diese tropfenförmigen Backringe, noch wollte ich überhaupt kleine Törtchen machen. Mir schwebte eher eine kleine Torte vor. Gesagt, getan! Die Umsetzung war ganz einfach. Innerhalb eines Nachmittags war der Teig gebacken, die Cremes gerührt und alles zur Torte zusammengesetzt. Ab ging’s in den Frost.

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Ludwigs Originaltörtchen werden im gefrorenen Zustand mit Johannisbeergelee und frischen Beeren ausdekoriert. Da ich die Glanzglasur der Miroir Coco&Choco aber so liebe, habe ich umdisponiert. So schnell die Torte zuvor auch entstanden war, so viel Nerven kostete mich im Nachhinein dieser Entschluss 😀 ! Denn anders als bei meiner Miroir-Torte, habe ich nicht den richtigen Zeitpunkt zum Gießen der Mirror Glaze erwischt und so war sie beim ersten Übergießen zu dünn und rann durchsichtig über die Torte. Okay … Nerven behalten … die aufgefangene Glasur wieder aufgenommen und nochmal über die Torte gegossen. Öhm … räusper … reichte immer noch nicht … Schweißausbruch … nochmal das Ganze! Und dann … JA! So konnte ich es lassen! Na gut, damit wäre ich zwar mit Pauken und Trompeten durch die Konditorenprüfung gefallen, aber egal. War ja keine Prüfung und ich kein Konditor 😉 .

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Ich will auch gar nicht weiter vertiefen, dass die sommerlichenTemperaturen der weißen Schokodekoration nicht gerade zuträglich waren, und dass ich für die Fruchtdeko nur noch gefrorene Früchte hatte, die als sie auftauten, kleine rosa Seen auf der Schokoglasur bildeten, die sich während des Fotografierens ausbreiteten!! Aaarrrgghhh!!! :-/

Aber der Geschmack!! Der machte alle Nerven wieder glatt und besänftigte mein Gemüt. Tessa, du hattest Recht! Diese Kombination ist wirklich saulecker! Und wer seine Nerven schonen möchte, der lässt den Schokoglanzguss einfach weg. Siehe oben 😉 . Obwohl … chic sieht es ja doch aus, oder?

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Schokoladen-Cassis Torte

ø 16 cm

Schokoladenbiskuit

  • 70 g gemahlene Mandeln
  • 70 g Puderzucker
  • 2 Eier Gr. M
  • 3 Eiweiß Gr. M
  • 45 g Zucker
  • 55 g Mehl
  • 20 g dunkler Kakao
  • 25 g flüssige Butter

Den Backofen auf 180 Grad Umluft aufheizen. Mandeln, Puderzucker und die beiden ganzen Eier in einer Schüssel hell und cremig schlagen. Das Eiweß mit dem Zucker steifschlagen. Ein Drittel unter die Eiermasse ziehen. Mehl und Kakao mischen und darüber sieben. Zusammen mit dem restlichen Eischnee zügig, aber vorsichtig unterheben.  Einen Esslöffel dieser Masse mit der flüssigen, abgekühlten Butter verrühren und ebenfalls unterziehen. Den Teig gleichmäßig auf ein mit Backpapier oder Silikonmatte belegtes Blech streichen und 8-10 min bei 180 Grad Umluft backen. SchokobiskuitAbkühlen lassen und dann 2 Kreise mit 16 cm Durchmesser ausstechen/-schneiden. Der Rest des Biskuits kann so vernascht werden, eingefroren und/oder für Törtchen verwendet werden. Schoko-Cassis Torte_0010_1

Beerenkompott

  • 100 g Johannisbeeren
  • 10 ml Cassislikör
  • 40 g Gelierzucker 1:3

Johannisbeeren und Gelierzucker zusammen aufkochen und ca. 3 Minuten kochen lassen. Den Likör hinzufügen und noch einmal 1 Minute kochen. Abkühlen lassen.

Schokoladenmousse

  • 70 ml flüssige Sahne
  • 10 g Zucker
  • 100 g dunkle Kuvertüre, fein gehackt
  • 150 ml Schlagsahne

Die flüssige Sahne mit dem Zucker aufkochen und über die gehackte Kuvertüre gießen. Einen Moment stehenlassen, dann glattrühren und etwas abkühlen lassen. Die Sahne steif schlagen und unter die Schokomasse ziehen.

Cassismousse

  • 110 g Cassispüree (schwarze Johannisbeeren Püree) fertig gekauft (z.B. Boiron) oder selbst gemacht (ohne Kerne)
  • 3 Blatt Gelatine
  • 50 g Zucker
  • 260 g Schlagsahne

Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen. Ein Drittel des Cassispürees erwärmen und die eingeweichte Gelatine darin auflösen. Mit dem restlichen Püree verrühren. Sahne mit dem Zucker steifschlagen und unter das Cassispüree ziehen.

Aufbau

Einen Biskuitkreis auf einen Teller legen und einen Tortenring darum stellen. Diesen, wenn vorhanden, mit Tortenrandfolie auskleiden. Die Schokomousse einfüllen und mit dem zweiten Biskuitkreis bedecken. Mit einem Löffel das Cassispüree auf den Biskuit geben. Dabei den Rand etwa 1-2 cm frei lassen (nicht so wie ich 😉 ). Darüber nun das Cassismousse füllen und glattstreichen. Die Torte mit Folie o. ä. bedecken und mindestens über Nacht oder bis zum Tag des Servierens einfrieren.

Aufbau Cassis Torte

Glanzglasur

  • 3 ½ Blatt Gelatine
  • 140 g Zucker
  • 100 ml Wasser
  • 20 g dunkler Kakao
  • 80 ml flüssige Sahne

Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen.  Zucker und Wasser aufkochen. Dann rührt ihr den Kakao und die Sahne unter, zieht den Topf vom Herd und löst die ausgedrückte Gelatine in der heißen Flüssigkeit auf. Schoko-Cassis Torte_0170_1Gießt die Glasur noch einmal durch ein Sieb und lasst sie dann etwas abkühlen, rührt sie aber immer mal um, denn jetzt kommt es auf den richtigen Zeitpunkt an, um die gefrorene Torte mit der Glasur zu übergießen! Sie muss wie dicke Sahne fließen.

Stellt die gefrorene Torte auf ein Rost oder eine umgedrehte, etwas kleinere Kuchenform. Darunter sollte sich ein größerer Teller o. ä. befinden, der die überschüssige Glasur auffängt.Schoko-Cassis Torte_0173_1 Hat die Glanzglasur die richtige Temperatur bzw. Konsistenz erreicht gießt ihr die gleichmäßig über die gefrorene Torte. Sollte die Schicht nicht dick genug sein, gießt ihr die aufgefangene Flüssigkeit noch einmal durch ein Sieb und wiederholt die Prozedur. Sorry, aber bei der Aktion habe ich vergessen, Fotos zu machen 😉 .Schoko-Cassis Torte_0176-1 Wenn die Glasur angezogen hat, bitte NICHT mehr anfassen oder korrigieren! Man macht mehr kaputt, als dass man rettet! Stellt die Torte nun in den Kühlschrank, wo sie in Ruhe auftauen und die Glasur fest werden kann. Vor dem Servieren könnt ihr sie dann noch mit weißer Schokolade, Goldflitter, Beeren oder was euch so einfällt dekorieren.

Möchtet ihr auf die Glanzglasur verzichten, könnt ihr auch einfach nur Johannisbeerpüree leicht erwärmen und auf die gefrorene Oberfläche der Torte streichen. Mit Beeren dekoriert sie das auch sehr schön aus und erspart den Stress mit der Glanzglasur 😀 !

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Mit Klick auf den folgenden Link gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF-Rezeptansicht: Schokoladen-Cassis Torte

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Ich habe das Rezept ein wenig angepasst, aber im Nachhinein würde ich trotzdem noch einige technische Fehler korrigieren. Alles in allem bin ich aber zufrieden.  Matthias Ludwigs Backbücher stehen für mich für einfache, auch für den Laien machbare, Rezepte, die trotzdem raffiniert sind. Ich habe das Buch Törtchen & Tartelettes vor einiger Zeit rezensiert. Schaut mal bei Interesse in meiner Rubrik Bücherregal nach. – Was ich technisch nächstes Mal anders machen würde? Ich würde die anderthalbfache Menge Cassismousse machen, den Schokoteil zuvor einfrieren und ihn danach in einen 18er Tortenring stellen und dann mit der Cassismousse übergießen. So würde der Schokoteil von rosa Mousse umhüllt sein und ein glatter Rand entstehen. Naja … nächstes Mal … man lernt ja nie aus 😉 .

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Diese kleine Torte wandert auf jeden Fall in mein Repertoire für wiederholungswürdige Rezepte. Allein, weil die Zubereitung kinderleicht und nicht zeitaufwendig ist und nicht zuletzt, weil sie einfach sensationell lecker schmeckt. Wie Tessa bereits sagte: „Herrlich schokoladig und gleichzeitig fruchtig.“ Ich konnte mich nicht entscheiden, welche Schicht mir besser schmeckte 🙂 . Was meint ihr?

 

Ich wünsche euch einen herrlichen Sonntag!

Liebste Grüße Eure MaLu ♥♥♥

P.S.  Übrigens, das ist doch wieder eine Torte für Yushkas Calendar of Cakes Jahresevent, oder? Bitte schön, liebe Yushka! 😀

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P.P.S. Oh, ich bin ganz aufgeregt, denn mein kleines Schokoladen-Cassis Törtchen darf bei Emma’s Lieblingsstücke aufs Geburtstagsbuffet. Emma’s Blog ist nämlich ein Jahr geworden und das wollen wir doch alle zusammen mit unseren liebsten Leckereien feiern. Schaut unbedingt einmal bei ihr vorbei! Happy Birthday liebste Emma! ❤

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Quelle: Adapt. aus Törtchen & Tartelettes von M. Ludwigs

Brombeer Kuppeltorte mit Schönheitsfehlern und gestohlenem Whisky

Es gibt Zeiten, in denen Backen für mich Therapie ist. Die letzten Wochen waren solche Zeiten. Viele Ereignisse, persönlicher, familiärer und beruflicher Natur, schwirrten in meinem Kopf und in meinem Bauch herum. Das vergangene Wochenende, das uns in das Reich des Phantoms der Oper und in die Flensburger Brauerei führte, war einfach herrlich, bot aber natürlich auch wenig Entspannung.  Wenn so viel zusammen kommt, hilft es mir mich mit Sachen zu beschäftigen, die mich erden. Hausputz wäre eine Lösung, aber da ziehe ich das Backen aus naheliegenden Gründen vor 😉 . Teigrühren und Schneebesenschwingen ist mein Seelenbalsam und lässt meine Kreativität aufblühen ❤ . Brombeertorte_3694_1

Inspiriert zu dieser Torte wurde ich von den Brombeer-Whisky-Törtchen von Matthias Ludwigs aus diesem Buch klick. Doch statt vieler kleiner Törtchen hatte ich eine XXL-Version im Kopf. Nachdem ich bei meinen Eltern schon den Johannisbeerbusch geplündert hatte, waren jetzt die Brombeeren vom Knick dran. Groß, schwarz und (manche) süß. Okay, ich gebe zu , für diese Kuppeltorte musste die Brombeermenge durch Zukaufen aufgefüllt werden. Ihr seht, nach den Himmlischen Himbeer-Kokostörtchen, bleibt hier alles im rosaroten Bereich.

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Und was ist nun mit dem Whisky, fragt ihr euch? Tja, genau den hatte ich nicht. Und schließlich war dieser, meiner Meinung nach und der von M. Ludwigs auch, unverzichtbar. Wir sind jedoch eher Weinliebhaber mit einem kleinen Faible für Averna und Konsorten. Harte Sachen mögen wir nicht … dafür aber unser Freund und Nachbar umso lieber … der war aber gerade in Urlaub … und ich sollte das Haus hüten … ahnt ihr was 😉 ? Ja, ja ! Ich geb’s ja zu! Ich bin in den Keller geschlichen und hab mir ein Gläschen für den Kuchen abgefüllt 😀 . Nicht ohne nach der Rückkehr zu beichten, wohlgemerkt!! Als Wiedergutmachung gab’s natürlich ein großes Stück Torte für das ‚Opfer‘ .

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Fragt mich nicht, warum ich die Torte ausgerechnet in groß backen wollte! Und warum als Kuppeltorte?! Warum einfach, wenn’s auch kompliziert geht, könnte man auch sagen. Nein, das stimmt nicht! Kompliziert war’s nicht! Ich würde nur beim nächsten Mal einige Änderungen vornehmen, um den Schönheitsfehlern den Garaus zu machen. Aber dazu kommen wir noch. Genießen wir erstmal den Anblick der roten Kuppel mit der Sahne-Whisky-/Brombeerfüllung und mit ihren kleinen optischen Schwächen 😉 .

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Brombeer Kuppeltorte mit Whisky

Ihr benötigt eine Kuppelform (idealerweise aus Silikon) oder Schüssel mit einem Durchmesser von 18 cm, sowie eine Springform oder einen Tortenring in der selben Größe. Für die Füllung habe ich eine Tupperschale mit einem Durchmesser von 15 cm benutzt.  Selbstverständlich wäre aber auch ein Aufbau als ’normale‘ Schichttorte denkbar.

Whiskycreme:

  • 90 ml Sahne
  • 1 Eigelb
  • 10 g Zucker
  • 1 Blatt Gelatine, eingeweicht
  • 30 g weiße Kuvertüre, fein gehackt
  • 30 ml Whisky (möglichst selbst gekauft 😉 )

Sahne aufkochen. Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen. Eigelb und Zucker verrühren und die heiße Sahne unterrühren Zurück in den Topf gießen und unter Rühren auf ca. 85 Grad erhitzen bis die Creme eindickt. Vom Herd nehmen und die eingeweichte Gelatine unterrühren. Die heiße Masse über die gehackte Kuvertüre gießen, eine Minute stehen lassen und dann verrühren. Jetzt nur noch den Whisky unterrühren. Diese Masse in eine Tupperschüssel füllen und für ca. 1-2 Std. einfrieren (dabei darauf achten, dass die Schüssel gerade steht ..hüstel) . Gar nicht so einfach, wenn der Tiefkühlschrank so voll ist…

Whiskycreme

Brombeergelee

  • 125 g Brombeerpüree (o. Kerne)
  • 10 g Zucker
  • 1 Blatt Gelatine, eingeweicht

Ein Drittel des Brombeergelees erhitzen und mit dem Zucker und der eingeweichten Gelatine verrühren. Dann das restliche Püree unterrühren und die Masse auf die gefrorene Whiskycremeschicht gießen. Die Schüssel mit den beiden Schichten erneut ca. 2 Std. einfrieren.

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Brownieboden:

Ein Wort vorweg: Ich habe den Teig mit gehackten Nüssen gebacken. Im Originalrezept gab’s keine genaue Angabe. Der Geschmack ist lecker, aber mir war die Konsistenz zu grob. Optisch erinnerte er mich eher an Schwarzbrot 😉 . Ich habe ihn beim nächsten Mal mit gemahlenen Mandeln gebacken und da wurde er (nach meinem Geschmack) perfekt. Entscheidet selbst! 

  • 50 g dunkle Kuvertüre
  • 75 g Butter
  • 85 g Zucker
  • 1 Ei
  • 37 g Mehl
  • 25 g gehackte (besser: gemahlene ) Mandeln

Den Ofen auf 170 Grad vorheizen. Eine Backform oder einen -ring einfetten. Schokolade und Butter in einem Topf schmelzen. Ei und Zucker schaumig rühren. Die Schokoladenmasse unterziehen, das Mehl (und die Nüsse) ebenfalls unterrühren. Den Teig in die Form füllen und ca. 20 min. backen. Abkühlen lassen.

Brombeermousse:

  • 160 g Brombeerpüree (o. Kerne)
  • 4 Blätter Gelatine, eingeweicht
  • 10 ml Zitronensaft
  • 50 g Zucker
  • 250 ml Schlagsahne

Gelatine einweichen. Ein Drittel des Brombeerpürees mit dem Zucker erhitzen und die Gelatine darin auflösen. Das restliche Püree und den Zitronensaft hinzufügen und die Masse ein wenig abkühlen lassen. Währenddessen die Sahne steifschlagen. Das Brombeerpüree nach und nach unter die Schlagsahne ziehen.

Die Brombeermousse in die Kuppelform gießen. Ich hatte die Form zuvor mit Frischhaltefolie ausgekleidet, um die Torte später besser daraus lösen zu können. Das klappte auch wunderbar, nur leider bleiben die Abdrücke der Folie deutlich sichtbar 😦 . Ein weiterer Schönheitsfehler, der mir etwas quer lag. Ich würde es nächstes Mal ohne Folie machen.

Die gefrorene Brombeer-Whisky-Scheibe vorsichtig und möglichst waagerecht in die Mousse drücken. Nicht zu weit, damit sie später nicht von außen zu sehen ist! Die Mousse über der Scheibe glatt streichen und den Brownieboden auflegen. Die Torte für mindestens 4 Stunden einfrieren.

Aufbau Brombeertorte

Fruchtglasur:

  • 300 ml Johannisbeersaft
  • 120 g Gelierzucker (2:1)

Den Johannisbeersaft zusammen mit dem Gelierzucker erhitzen und ca. 1-2 Minuten kochen lassen. Abkühlen lassen. Dabei darauf achten, dass der rechte Zeitpunkt zum Überziehen getroffen wird, d. h. die Glasur sollte nicht zu heiß sein, sondern gerade anfangen zu gelieren. Dass ich die gefrorene Torte überzogen habe, war vielleicht keine so gute Idee, denn die Glasur rutschte an den  Seiten ab 😦 . Mit Hilfe meiner Freundin Renate, die mir rettend zur Seite stand, habe ich’s aber dann doch einigermaßen hingekriegt, indem wir die Prozedur dreimal wiederholt haben. Vielleicht hätte ich die Torte doch antauen lassen sollen. Für Ratschläge aus der Leserschaft bin ich offen 😉 . Beim Aufbau als gerade Schichttorte dürfte dieses Problem allerdings nicht auftauchen.

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Kleiner Trick: Einige frische Brombeeren und etwas Goldflitter und/oder Minzblättchen und schon wird der Blick etwas von den Schwächen abgelenkt 😉 😉 .

Mit Klick auf den folgenden Link gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF Rezeptansicht: Brombeer Kuppeltorte mit Whisky

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Der Geschmack der Torte ist sehr fein und der Whisky klingt nur sehr dezent an. Wenn Kinder mitessen kann er selbstverständlich weggelassen werden. Brombeertorte_3717_1

Und so enden diese beiden letzten Wochen für mich, genau wie die Ansicht dieser Brombeertorte: Etwas zerknickelt, aber am Ende ist doch alles gut 😀 !

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Ich wünsche euch ein erholsames Wochenende. Vielleicht haben wir ja Glück und bekommen noch einige Sonnenstrahlen ab 🙂 .

Macht es euch schön!

Eure MaLu ♥♥♥

Mit Klick auf den folgenden Link gelangt ihr zur PDF-Datei zum Ausdrucken des Rezepts -> Brombeer Kuppeltorte mit Whisky

Quelle: Frei nach Matthias Ludwigs, aus Törtchen & Tartelettes

Erdnuss-Karamellstreifen – mit Schokolade, nicht zu vergessen!

Einige von euch haben vielleicht mitbekommen, dass ich vor einiger Zeit in einer zauberhaften kleinen Kieler Chocolaterie mit Namen Schokodeern (norddeutsch: Schokoladenmädchen) zu einem Pralinenkurs war. Diesen Gutschein hatte mir mein Liebster im letzten Jahr schon geschenkt. Ihr könnt euch vorstellen wie lang die Warteliste dort war, dass ich jetzt erst den Termin bekam. Es hat sich aber absolut gelohnt zu warten! Ich habe viel Hintergrundwissen über Schokolade und Kakao bekommen. Wusstet ihr denn, dass Kuvertüre hochwertiger ist als Schokolade? Und dass wiederum weiße Schokolade hochwertiger ist als dunkle, da sie viel mehr wertvolle Kakaobutter enthält? Wir durften alles probieren (alle Sorten Kuvertüre, feinstes Honigmarzipan) und bekamen viele Kniffe (Schokolieren, verzieren, temperieren) gezeigt. Die Schokodeern verarbeitet ausschließlich Bioprodukte von ausgesuchter Qualität und glaubt mir, das schmeckt man! Eigentlich bin ich gar nicht soo ein großer Pralinenfan, aber ich muss sagen, dass ich eines Besseren belehrt wurde. Wenn ich es hier zu Hause hinbekomme, werde ich mit euch ein tolles Rezept teilen, dass ich dort gelernt habe.

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Kein Wunder also, dass ich ein wenig auf dem Schokoladentrip bin. In einer Zeit in der einem die mit prallen Früchten strotzenden Torten nur so um die Ohren fliegen, komme ich euch also mit Schokolade und Erdnuss 🙂 – Wer mich kennt weiß, dass ich bei dieser Kombination schwach werde. Gebt doch einfach mal ‚Erdnuss‘ links in der Suchleiste ein, da kommt der Beweis 😉 . Also konnte es gar nicht lange dauern, bis ich endlich dieses Rezept aus dem Törtchen, Törtchen Buch von Matthias Ludwigs backen würde.

 

Erdnuss-Karamellstreifen 

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Also, das war ja mal wieder etwas so recht nach meinem Geschmack 🙂 ! Ich habe das Rezept ein wenig umgewandelt und statt eines Marzipanbiskuit einen Erdnussbiskuit als Grundlage gebacken. Darauf thront eine absolut göttliche Mousse au Chocolat mit Erdnusscreme und gehackten Erdnüssen verfeinert.

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Ich habe mich erst etwas über die fertige Größe des Kuchens gewundert, die M. Ludwigs vorgeschlagen hat. Aber so ein Schnittchen von 3×12 cm hat es schon ganz schön in sich, sag ich euch! Für echte Chocoholics allerdings eine leichte Übung 😉 .

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Außerdem wollte ich doch endlich mal diese tollen kandierten Nüsse ausprobieren, die ich schon auf so vielen wunderschönen Patisserieteilchen bewundert habe.

Erdnussbiskuit

  • 30 g gemahlene Erdnüsse(ich habe sie selber gemahlen und sogar gesalzene genommen – wunderbar!)
  • 20 g Puderzucker
  • 1 Ei
  • 1 Eigelb
  • 1 Eiweiß
  • 20 g Zucker
  • 35 g Mehl 405
  • 10 g flüssige Butter
  • 30 g grob gehackte Erdnüsse

Den Backofen auf 180 Grad Umluft aufheizen und ein Backblech mit Backpapier oder Silikonmatte auslegen.

Die gemahlenen Erdnüsse mit dem Puderzucker mischen und zusammen mit dem Eigelb und dem ganzen Ei in einer Schüssel sehr schaumig rühren. Das Eiweiß mit dem Kristallzucker steif schlagen. Ein Drittel des Eischnees unter die Eigelbmasse rühren. Das restliche geschlagene Eiweiß darauf geben, mit dem Mehl übersieben und alles zusammen vorsichtig , aber sorgfältig unterheben. Einen Esslöffel der Masse mit der flüssigen Butter vermengen und ebenfalls unterheben. Den Teig mit einer Palette in einer Größe von etwa 15×26 cm verstreichen und gleichmäßig mit den gehackten Erdnüssen bestreuen. Für ca. 8-10 Minuten in den heißen Backofen schieben. Abkühlen lassen.

Erdnussbiskuit

 

Nun soll der Teig in einen Rahmen von 12×24 cm eingepasst werden. Leider besitze ich nur einen verstellbaren Rahmen von 20x24cm. Also musste ich mir etwas ausdenken und habe eine ‚Sperre‘ aus Alufolie gebastelt, um auf eine Breite von 12 cm zu kommen. Das funktionierte einwandfrei 🙂 .

Schoko-Erdnuss-Mousse

  • 130 g dunkle Kuvertüre 70%
  • 65 g Erdnussbutter fein
  • 2 Eigelb
  • 50 g Zucker
  • 2 Blatt Gelatine, eingeweicht
  • 310 g Schlagsahne
  • 30 g gehackte, geröstete Erdnüsse

Erst einmal weicht ihr die Gelatine in kaltem Wasser ein und schlagt die Sahne steif und stellt sie kalt. Dann bereitet ihr zwei Wasserbäder vor. In einer Schale schmelzt ihr die Zartbitterkuvertüre und die Erdnussbutter. Sie sollte in etwa 55 Grad haben. In der anderen Schale verrührt ihr die Eigelb mit dem Zucker bis, wie M. Ludwigs sich ausdrückt, die Hitze am Finger ’sticht‘. Damit erreicht ihr eine Pasteurisation.  Darin löst ihr die eingeweichte Gelatine auf. Anschließend wird die Masse mit der Küchenmaschine oder dem Mixer aufgeschlagen bis sie lauwarm ist. Nun rührt ihr ein Viertel der Schlagsahne unter die warme Schokoladenmasse. Wenn ihr diese glatt gerührt habt hebt ihr erst den Eigelbschaum und dann die restliche Sahne unter. Zum Schluss werden die gehackten Erdnüsse untergezogen.

Schoko-Erdnusscreme

Diese Schoko-Erdnussmousse gießt ihr jetzt auf den vorbereiteten Erdnussbiskuitboden, streicht sie schön glatt und friert den Kuchen für mindestens 4 Stunden ein.

Schokoladenspiegel 

  • 35 g Zucker
  • 30 ml Wasser
  • 10 g dunkles Kakaopulver
  • 25 g flüssige Sahne

Zucker, Wasser und Kakaopulver zusammen verrühren und aufkochen. Eine Minute köcheln lassen und dann die Sahne unterrühren. Weiter köcheln bis die Masse eindickt. Sie soll wie Sirup fließen. Das kann man gut testen indem man etwas auf einen Teller gibt und hinunter fließen lässt. Dann ist sie fertig. (Ich werde sie beim nächsten Mal noch etwas länger kochen lassen 😉 )

Schokospiegel

Wenn die Masse abgekühlt ist könnt ihr sie gleichmäßig auf den gefrorenen Kuchen streichen. So entsteht ein wunderschöne dunkler Spiegelglanz.

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Den fertigen Kuchen mit einem heißen Messer in 3×12 cm Schnitten schneiden.

Deko

  • 1/2 Erdnuss-Karamellriegel (z.B. Mr. Tom)
  • 1 Tasse Zucker
  • einige ganze Erdnüsse

 

Den Erdnussriegel grob hacken und auf die Schnitten streuen.

Für die karamellisierten Erdnüsse habe ich erst einen Versuchsaufbau gemacht 😀 . Dafür habe ich ein Backblech unter meinen Küchenschrank gestellt und mir Tesafilm zurecht gelegt. Die Erdnüsse auf Zahnstocher spießen. Ich warne euch – die Hälfte teilt sich dabei in zwei Teile :-/ !  Dann den Zucker mit einem Esslöffel Wasser in einem Topf kochen bis er karamellisiert. Nicht rühren! Vom Herd nehmen und warten bis das Karamell zäh fließt. Das geht am besten mit dem Ende eines Kochlöffelstiels. Vorsicht heiß!! Ist die richtige Konsistenz erreicht taucht ihr die Nüsse mit Hilfe des Zahnstochers in das Karamell und klebt ihn ‚kopfüber‘ an den Küchenoberschrank, so dass das Karamell aufs Blech tropfen kann.

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Lustig, oder? Klappte aber super. Wie ihr seht habe ich auch das Gleiche mit Haselnüssen ausprobiert. Die sind da wesentlich leichter zu handhaben. Aber warum einfach, wenn’s komplizierter geht,  nicht wahr 😉 ?

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Die Deko solltet ihr aber wirklich erst kurz vor dem Servieren aufbringen, da Karamell sehr stark Feuchtigkeit zieht und sich dann sang und klanglos auflöst. Noch etwas Goldauflage und die Erdnuss-Karamellstreifen haben sich angemessen feingemacht.

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Sie waren ein absoluter Genuss und ich habe sie bestimmt nicht zum letzten Mal gebacken. Schon allein deswegen nicht, weil mein Mann nichts davon abbekommen hat. Denn ich dachte: Er mag ja keine Cremesachen. – Oha! Böser Fehler! Mousse au chocolat macht da nämlich eine Ausnahme. Hm, als gute Ehefrau hätte ich das eigentlich wissen müssen :-/ . Na ja, ich werde dran arbeiten 😉 .

Zu eurer Beruhigung : Von den selbstgemachten Pralinen hat er aber etwas abbekommen!!

Liebste Grüße

Eure MaLu ♥♥♥

 

 

 

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