Mandelkrokanttarte mit Aprikosenkompott & Vanilleganache

Bekanntlich gibt es ja neben den bekannten Geschmacksrichtungen, die wir Menschen kennen, wie Süß, Sauer, Salzig und Bitter, inzwischen auch Umami. Nein, ich habe keine Tarte mit Umami Aroma gebacken! 😀 Worauf ich hinaus wollte ist, dass ich davon überzeugt von einem Geschmackssinn für Knusprig gibt 😉 !
Mandelkrokanttarte mit Aprikosen & Vanilleganache

Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber ich habe manchmal einfach Appetit auf etwas Knuspriges. Ich liebe einfach dieses Crunchgefühl im Mund! Ja, ich weiß, ein Geschmackssinn ist das wohl nicht, aber immerhin eine Vorliebe 😉 . Und diese Vorliebe für Knuspriges teile ich mit meiner lieben Bloggerfreundin Sarah von Das Knusperstübchen. Viele von euch kennen sie bzw. ihren Blog bereits, denn sie ist überaus erfolgreich und das nicht ohne Grund ❤  . Wir kennen uns bereits aus frühesten Bloganfangstagen und seit einigen Jahren schon veranstaltet sie nun schon regelmäßig ein Blogevent mit Namen Knuspersommer, bei dem jeder mitmachen kann und in dem die verschiedensten Sommerrezepte zusammengetragen werden.

Mandelkrokanttarte mit Aprikosen & Vanilleganache

Ehrensache, dass ich auch in diesem Jahr wieder dabei bin 🙂 ! Und mit der Tradition eine Tarte zum Event mitzubringen, will ich auch diesmal nicht brechen. Ja, das Knuspern, das liebe ich nämlich an Tartes besonders. Und die heutige Tarte knuspert nicht nur durch den Mürbeteig, sondern durch herrlich kandierten Mandelkrokant. Selbstgemacht aus der Pfanne und absolut süchtigmachend lecker!

Mandelkrokanttarte mit Aprikosen & Vanilleganache

Zwischen Tarteboden und Mandelkrokant verstecken sich aber noch drei zusätzliche Schichten, die auch nicht zu verachten sind! Als da wären eine Mandelfrangipaneschicht, eine Fruchtschicht aus Aprikosen, Physalis und frischen Johannisbeeren, gewürzt mit Zitronenthymian und einer umwerfenden Vanilleganache mit weißer Schokolade. Wer möchte da nicht zugreifen ? 😀

Mandelkrokanttarte mit Aprikosen & Vanilleganache

Mandelkrokant Tarte mit Aprikosenkompott & Vanilleganache

Zutaten für eine Tarteform* 11 x 35 cm mit Hebeboden

Vanilleganache (sollte am Tag zuvor zubereitet werden!)

  • 120 g weiße Kuvertüre
  • 80 g flüssige Sahne 35 %
  • 1 Vanilleschote
  • 190 g kalte flüssige Sahne 35%

Die weiße Kuvertüre fein hacken und in der Microwelle oder über einem Wasserbad vorsichtig schmelzen (ca. 40 Grad). Die flüssige Sahne mit der Vanilleschote aufkochen. Die Vanilleschote entfernen und die heiße Sahne in drei Portionen zur geschmolzenen Kuvertüre geben. Zwischendurch immer glattrühren. Anschließend die kalte Sahne hinzufügen und alles gut verrühren. Die Ganache muss nun gut abgedeckt eine Nacht im Kühlschrank verbleiben.

Mandelkrokant 

  • 100 g gehackte Mandeln
  • 60 g Zucker
  • 20 g Wasser

Die gehackten Mandeln kurz in der Pfanne anrösten. Herausnehmen und den Zucker und das Wasser hineingeben. Köcheln lassen bis 120 Grad (ein heller Sirup). Die Herdplatte nicht zu heiß einstellen! Die Mandeln zum kochenden Sirup hinzufügen und unter Rühren 2-3 Minuten goldbraun karamellisieren lassen. Das Mandelkrokant locker auf einem Blatt Backpapier verteilen und komplett abkühlen lassen. In einem gut verschlossenen Gläschen trocken (!) aufbewahren und nicht schon vorher alles aufnaschen 😉 !

Aprikosenkompott

  • 450 g Aprikosen, entsteint und in Stücke geschnitten
  • 100 g Physalis, geputzt und halbiert
  • Abrieb einer ½ Bio Zitrone
  • Saft einer Zitrone
  • 1 El. Zitronenthymianblättchen
  • Zucker – Menge nach Geschmack und Süße der Aprikosen
  • 1 El Speisestärke

Vorbereitete Aprikosen und Physalis zusammen mit der Zitrone, dem Zitronenthymian und Zucker in einem Topf zu Kompott köcheln lassen. Die Speisestärke mit ca. 2 Essl. kaltem Wasser verrühren und unter das Kompott geben. Kurz aufköcheln lassen bis das Kompott andickt. Vom Herd und das Kompott komplett abkühlen lassen. (Ich habe es nochmal durch ein Sieb passiert, aber ich finde, das ist nicht unbedingt nötig.)

Mandelmürbeteig

  • 75 g weiche Butter
  • 50 g Puderzucker
  • 15 g gemahlene Mandeln
  • etwas Vanille
  • 130 g Mehl Type 550
  • 30 g (ca. 1/2 verschlagenes) Ei (restliches Ei für die Frangipane aufbewahren)
  • 1 Prise Salz

Butter und Puderzucker cremig rühren, anschließend die übrigen Zutaten hinzufügen und schnell zu einem glatten Teig verarbeiten. In Frischhaltefolie wickeln und mindestens 2 Stunden in den Kühlschrank legen.

Nach der Ruhezeit den Teig etwa 3-4 mm dick ausrollen. Eine längliche Tarteform fetten und den Teig darin auslegen. Den Backofen auf 190 Grad Ober- / Unterhitze vorheizen. Die Ränder sauber abschneiden und die so vorbereitete Tarte für 10 Minuten ins Tiefkühlfach stellen. In der Zwischenzeit die Mandelfrangipane zubereiten.

Mandelfrangipane

  • 40 g gemahlene Mandeln
  • 20 g verschlagenes Ei (Rest vom Mürbeteig)
  • 40 g weiche Butter
  • 40 g Zucker
  • 1 El. Amaretto

Alle Zutaten zu einer cremigen Masse mixen und auf dem Boden der Tarte verstreichen. Im heißen Backofen ca. 20 Minuten goldbraun backen.

Abkühlen lassen und anschließend das Aprikosenkompott auf der Frangipaneschicht verteilen.

  • 50-100 g rote Johannisbeeren auf der Oberfläche verteilen.

Die Vanilleganache mit dem Mixgerät genau wie Schlagsahne, aber nur auf mittlerer Stufe, aufschlagen bis sie fest ist. Nicht zu lange! Die Ganache in einen Spritzbeutel füllen und die Tarte damit verzieren.

Kurz vor dem Servieren üppig mit Mandelkrokant bestreuen.

Mit Klick auf das Rezeptfoto gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF:

Rezept Mandelkrokant Tarte mit Aprikosenkompott & VanilleganacheMandelkrokanttarte mit Aprikosen & VanilleganacheMandelkrokanttarte mit Aprikosen & Vanilleganache

Natürlich kann man die Kompottfüllung auch variieren, je nach Jahreszeit und Fruchtangebot. Und auch die Nusssorte, die ihr verwendet, könnt ihr austauschen. Je nach Geschmack z.B. durch Haselnüsse, Pistazien oder Pecannüsse ersetzen. Den Krokant hätte ich einfach so weglöffeln können 😉 ! Gottseidank war genug da! Solltet ihr etwas übrig behalten, würde ich es in einem kleinen Marmeladengläschen aufbewahren. Ich nehme einfach lieber Glasbehälter als Plastikdosen, weil ich finde, dass das Aroma der Speisen darin besser erhalten bleibt.

Mandelkrokanttarte mit Aprikosen & Vanilleganache

Nun werde ich mal mein Rezept rasch bei der lieben Sarah abliefern. Auch ihr solltet unbedingt mal bei ihr vorbeischauen, denn inzwischen sind schon ein paar Knuspersommer Rezepte zusammen gekommen.

Euch allen wünsche ich ein schönes Wochenende und sende euch ganz liebe Grüße

Eure MaLu ♥♥♥

 

Quelle Vanilleganache: Bavette

*Affiliatelink /Werbelink

 

Saftiger Karamell-Apfelkuchen

Hui! In dieser Woche sind wir hier im Norden ordentlich durchgepustet worden! Eigentlich könnte man sagen, dass wir von allem etwas hatten: Sonne, Wind, Schnee, Hagel, Regen …. Kurz gesagt, es war Zeit, es sich zu Hause gemütlich zu machen 🙂 .karamell-apfelkuchen-1

Und was gibt es noch Schöneres, als der Duft von frisch gebackenem Apfelkuchen, wenn der Wind um’s Haus heult? – Apfelkuchen UND frisch gekochtes Karamell!! 😀 Voilà, hier habt ihr einen saftigen, frischen Karamell-Apfelkuchen mit knusprigen Mandeln 🙂 . Damit trotzt ihr dem miesesten Wetter!

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Die Idee dazu lieferte mein schickes, französisches Buch Caramel* von Christophe Adam, das mein Mann mir zum letzten Geburtstag geschenkt hat. Dort bin ich über die Zubereitung von Poudre de caramel = Karamellpulver und ein passendes Cake-Rezept gestolpert. Das Poudre de caramel ist schnell und einfach zubereitet. Nach rund 10 Minuten ist der Zucker zu Karamell verkocht und muss nun nur noch abkühlen und gemahlen werden. Es schenkt dem Teig eine feine Karamellnote und färbt ihn entsprechend karamellbraun.  karamell-apfelkuchen-3a

In einer Guglhupfform zubereitet, hat das Cake Rezept dann zwar gut funktioniert, doch leider blieb der halbe Kuchen in der Form hängen 😦 . Na klar wurde trotzdem probiert und für gut befunden, doch irgendwie fehlte etwas. Die Sache mit dem Karamellpulver ließ mich aber nicht los und so bereitete ich noch eine Portion davon zu und generierte mein eigenes Rezept 😉 .

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Diesmal kombinierte ich den Karamellteig mit gewürzten Apfelscheiben, knusprigen Nussblättchen und herrlichem Salzkaramell, das ich nach dem bewährten und umwerfend leckeren Rezept meiner lieben Bloggerkollegin La Pâticesse zubereitet habe klick.  Mmmh, was für ein herrlicher Wintergenuss, so ein Karamell-Apfelkuchen.

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Karamell-Apfelkuchen

Für eine Springform mit 24 cm Durchmesser

Karamellpulver (nach Chr. Adam)

  • 200 g feiner Zucker

Ein großes Stück Backpapier auf der Arbeitsfläche ausbreiten. Den Zucker in einem nicht zu kleinen Topf geben und bei mittlerer Hitze zu Karamell kochen. Lasst euch Zeit, damit der Zucker nicht anbrennt! Wenn er hellbraun ist und karamellig duftet (wer ein Zuckerthermometer besitzt: bei ca. 150-160 Grad) gießt ihr das Karamell auf das bereitgelegte Backpapier, verstreicht es zu einer dünnen Schicht und lasst es komplett abkühlen und aushärten. Anschließend grob zerbrechen und in einer Küchenmaschine, mit Messer ausgestattet (ich habe meinen Thermomix verwendet), zu nicht zu feinem Pulver zermahlen. In einer gut schließenden Dose trocken aufbewahren.

karamellpulver

Hinweis: Vorsicht HEISS!!! Man kann sich wirklich schlimm verbrennen! – Ich verwende zum Karamellkochen einen Olivenholzschaber. – Kristallisierter Zucker lässt sich dabei mit einem wassergetränkten Pinsel gut vom inneren Topfrand entfernen. -Das Karamellpulver kann nicht nur zum Backen, sondern auch überall dort, wo man z.B. Zucker überstreut, verwendet werden und gibt dort deutlich mehr Geschmack als (brauner) Zucker.

Marinierte Äpfel:

  • 3 säuerliche Äpfel (z.B. Cox oder Boskoop)
  • Saft einer Zitrone
  • 30 g Zucker
  • ½ Teel. gem. Zimt
  • ½ Teel. gem. Kardamom

marinierte-apfelscheiben

Die Zitrone auspressen und mit dem Zucker und den Gewürzen verrühren. Die Äpfel schälen, das Kerngehäuse ausstechen. Die Äpfel in 3-4 mm dicke Scheiben schneiden und mit der Marinade übergießen.

Teig:

Alle Zutaten sollten Raumtemperatur haben.

  • 60 g Rohrohrzucker
  • 100 g weiche Butter
  • 3 Eier
  • ½ Teel. gemahlene Vanille
  • 1 Prise Salz
  • 100 g Creme fraiche
  • 150 g Dinkelmehl Type 630
  • 7 g Backpulver (½ Tütchen)
  • 80 g gemahlenes Karamellpulver (siehe Rezept oben)

Den Backofen auf 180 Grad Ober- / Unterhitze vorheizen. Butter und Zucker schaumig schlagen. Nach und nach die Eier, Vanille und Salz hinzufügen. Die Creme fraiche einrühren. Dann das mit dem Backpulver vermischte Mehl über den Teig sieben und verrühren. Zum Schluss das Karamellpulver einarbeiten.

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Den Teig in eine gefettete und am Boden mit Backpapier ausgelegte Springform füllen. Die marinierten Äpfel etwas abtropfen lassen und kreisförmig, wie ein Fächer, auf dem Teig verteilen. Anschließend die Äpfel noch einmal mit Zimtpulver bestreuen. karamell-apfelkuchen_0095aDen Kuchen in den Ofen schieben und ca. 35-40 Minuten bei 180 Grad backen. Macht bitte eine Stäbchenprobe! Abkühlen lassen.

 

Belag:

  • 30-40 g gehobelte Mandeln (Haselnüsse)
  • etwas Puderzucker und Zimtpulver
  • Karamellsauce ( z. B. fertig gekauft oder (deutlich besser) nach diesem Rezept klick zubereitet)

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Die Nussblättchen in einer Pfanne hellbraun rösten, dabei zum Schluss etwas mit Puderzucker und Zimt übersieben  und leicht karamellisieren lassen (nicht so heiß!). Den Kuchen mit dem Karamell bestreichen ( sollte das Karamell zu fest sein, einfach etwas erwärmen)  und mit den gerösteten Nussblättchen bestreuen. Der Karamell-Apfelkuchen schmeckt frisch und auch noch am nächsten Tag am allerbesten. Wer mag, serviert etwa Schlagsahne dazu 😉 .

Mit Klick auf das Rezeptfoto gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF-Rezeptansicht:

*MaLu's-PDF-Rezept

Das Wichtigste bei der Karamellzubereitung sind Achtsamkeit und Geduld. Nicht zu schnell, nicht zu heiß und immer ein Auge drauf haben lautet die Devise! Sehr schnell wird das Karamell sonst zu dunkel, wird bitter und unbrauchbar.

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Das Poudre de caramel, das Karamellpulver, ist eine echte Entdeckung! Ich habe noch etwas übrig behalten und werde es demnächst einmal auf Waffeln oder Pfannkuchen streuen. Oder wie wäre es mit Joghurt oder Müsli? Ich denke, es gibt reichlich Einsatzmöglichkeiten und euch fällt bestimmt noch einiges ein.

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Etwas mehr Ruhe und Frieden sind hier seit Anfang des Jahres eingekehrt. Die Tage sind kurz und der Energielevel niedrig. Da tut es gut, dass es nach dem turbulenten letzten Jahr, nun endlich etwas ruhiger ist. Mein Bedarf an schlechten Nachrichten ist nämlich restlos gedeckt! Ich genieße nun die langen Abende mit meinem Mann zusammen. Jeder von uns kommt endlich mal zu den Dingen, die er sich schon immer einmal vorgenommen hat (Papiere sortieren, Fotos sichten, Bücher und Zeitschriften lesen). Herrlich! Ich habe das Gefühl, wieder ein wenig zu genesen. Ich hoffe, die Phase hält noch ein wenig an…karamell-apfelkuchen-6b

Mein nächstes Backprojekt ist auch schon in Planung. Jetzt am Wochenende werde ich es ausprobieren und kann’s kaum erwarten. Drückt mal die Daumen, dass es klappt. Wenn es auch nur halb so gut schmeckt, wie ich es mir vorstelle, dann könnt ihr euch ebenfalls schon drauf freuen 🙂 .

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Ich wünsche euch ein schönes, erholsames Wochenende! Der Winter hat ja vielerorts mit Schnee Einzug gehalten. Macht es euch also schön gemütlich und backt euch einen lecker saftigen Karamell-Apfelkuchen 😉

Herzlichst Eure MaLu

♥♥♥

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Blitzschnelle kernige Knusperkekse

Diese Woche habe ich nun  endlich meine Weihnachtdeko fertiggestellt … habe an der Weihnachtstorte „gebastelt“ und reichlich Kekse gebacken –  Natürlich wieder einmal die unvermeidlichen Heidesand und Herrenkringel 😀 , sowie dieses Glas voller kerniger Knusperkekse! Nicht so überaus weihnachtlich, aber dafür knusperlecker! 🙂kernige-knusperkekse-5a

 

Und da ich angesichts all der oben genannten Aktivitäten noch meinen Job im Labor, eine Familie und Freunde habe, fällt das heutige Rezept ein wenig unspektakulärer aus. Macht aber nichts, denn diese superschnell zuzubereitenden Knusperkekse aus Kernen und Nüssen wollte ich euch nicht vorenthalten, denn ihr werdet es lieben ❤ .

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Die Knusperkekse habe ich im letzten Jahr bei unserer Freundin Silke probiert und musste sie sofort um das Rezept bitten, so lecker fand ich die. Ich habe es dann nur um ein paar Kleinigkeiten  erweitert und glaube, das es das schnellste Keksrezept ist, das ich jemals gebacken habe 😀 ! Ich stelle  immer wieder fest, dass ich „schlichte“ Kekse ohne viel Ch Chi liebe.

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Blitzschnelle kernige Knusperkekse

Zutaten:

  • 250 g Sonnenblumenkerne
  • 100 g gehobelte Mandeln
  • 25 g Kürbiskerne
  • 100 g brauner Zucker
  • 1 Ei
  • 1 Pr. Salz

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Backofen auf 180 Grad Ober- / Unterhitze vorheizen. Ei, Salz und Zucker schaumig schlagen. Die Kerne mit einem Löffel unterrühren. Das Backblech mit Backpapier belegen. Mit einem Teelöffel kleine Teighäufchen darauf setzen und mit der Löffelunterseite etwas flachdrücken. Im Backofen ca. 10-15 Minuten goldbraun backen (Haltet die Augen auf! Jeder Backofen ist anders.) . Komplett abkühlen lassen und in einer Blechdose aufbewahren.

Mit Klick auf das Rezeptfoto gelangt ihr zur druck- und speicherbaren PDF-Rezeptansicht:*MaLu's-PDF-Rezept

 

kernige-knusperkekse-2 Ich denke, das Rezept lässt auch Spielraum für verschiedene andere Kern- und Nussvariationen. Haselnüsse, Sesam, vielleicht auch getrocknete Früchte? Muss ich auch mal ausprobieren! Kekse knuspern kann auch gesund sein 😉 .

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An diesem Wochenende besorgen wir dann auch schon unseren Weihnachtsbaum. Das ist früh, doch das ist so Tradition! Er darf dann bis zum Fest bei uns im Garten „wohnen“ 😀 . Die Weihnachtstorte geht in die Endplanung und ich gehe jetzt mal Kekse knuspern 😉 !

Habt ein schönes 2. Adventswochenende!

Liebe Grüße Eure MaLu ♥♥♥

Brioche in der Konservendose & knusprige Bostocks aus Briochescheiben

Heute habe ich gleich zwei Rezepte für euch. Gleichermaßen für’s Frühstück oder für die Kaffeezeit 🙂 . Und das Beste: Ihr braucht nicht einmal eine Kuchenform dafür. Denn das Brioche (1. Rezept) , dieses lecker zarte und buttrige „Weißbrot“ aus Frankreich, nimmt mit einer Konservendose vorlieb. Das Ergebnis? Kreisrunde Briochescheiben, die ihr entweder zum Frühstück genießen könnt oder daraus ( 2. Rezept)  Bostocks backen könnt. Saftig getränkte und knusprig überbackene Briochescheiben mit leckerer Mandelschicht.
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Von meiner Vorliebe für französisches Brioche habe ich euch ja bereits mehrfach erzählt. Wenn Tessa und ich in Paris sind, freue ich mich immer ganz besonders auf’s Frühstücken.Denn dann gibt’s für mich grundsätzlich ein frisches Croissant und ein Brioche au sucre. Schön mit Butter und einer heißen Tasse Tee. Mmmmh! ❤  und schon bin  ich im 7. Himmel! Meine Rezept für kleine Brioches au sucre findet ihr übrigens hier: klick und ein weiteres für Kokosbrioches hier: klick.

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Das Backen in einer Konservendose, war auch für mich Neuland. Aber wie ihr seht, ist der Anblick des ’nackigen‘ Brioches ganz ansehnlich geworden 😉 . Da die Dose mit Backpapier ausgelegt wird, plumpst das Brioche auch problemlos dort heraus. Was die Gehzeit angeht, ist es dann doch etwas anspruchsvoller, denn es möchte sich etwas Zeit nehmen. Ich habe es nicht ausprobiert, doch da es auch mit den Brioche au  sucre funktioniert, sollte es auch möglich sein, den Teig nach der ersten Ruhezeit und nachdem er in die Dose gewandert ist, über Nacht in den Kühlschrank zu stellen und erst am nächsten Morgen zu backen. Vielleicht probiert ihr es mal aus!

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Frisch gebacken ist das Brioche ein flauschiger Traum und es reicht mir, einfach nur Butter darauf zu streichen. Aber auch mit Käse oder Marmelade esse ich es total gerne.

 

Brioche in der Konservendose gebacken

Als Backform benötigt ihr eine handelsübliche große Konservendose 10×12 cm

  • 270 g Mehl Type 405 oder 550
  • 30 g Puderzucker
  • 1 gestrichener Teel. Meersalz
  • 1 Ei Gr. L
  • 100 g lauwarme Milch
  • 10 g Frischhefe
  • 40 g geschmolzene Butter
  • 1 Eigelb und etwas Milch zum Bestreichen
  • 1-2 Teel. Hagelzucker

Die Hefe in er lauwarmen Milch auflösen. Die Butter schmelzen und beiseite stellen. Mehl und Puderzucker vermischen. Salz und Ei hinzufügen und mit dem Knethaken der Küchenmaschine vermengen. Dabei die Milch mit der Hefe hinzugeben, ebenso die geschmolzene Butter. Den Teig kneten lassen bis er Blasen wirft und sich vom Schüsselrand löst. Der Teig ist relativ weich und etwas klebrig. Mit etwas Mehl bepudern und abgedeckt an einem warmen Ort 2 Stunden gehen lassen (je nach Raumtemperatur etwas länger). briocheteigDie Konservendose leicht fetten und mit Backpapier auslegen.  Durch das Fetten klebt das Papier gut an den Wänden der Dose. Das Backpapier sollte oben ca. 8-10 cm überstehen, weil  der Teig über den Dosenrand hinaus steigt. (Bitte achtet darauf, dass ihr euch nicht am Dosenrand verletzt!)  Hat sich der Teig nach der Ruhezeit verdoppelt, drückt ihr mit bemehlten Händen das Gas  heraus und lasst ihn in die Dose plumpsen. Danach sollte er noch eine Stunde gehen. Dann den Backofen auf 180 Grad Ober- / Unterhitze vorheizen und die Teigoberfläche mit der Eiermilch bestreichen und mit Hagelzucker bestreuen. Im heißen Backofen, im unteren Bereich, ca. 30-40 Minuten goldbraun backen. Ggf. etwas länger, jeder Backofen ist anders! Das Brioche auf einem Rost ganz abkühlen lassen, in Scheiben schneiden und genießen 🙂 .

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Mit Klick auf das Rezeptfoto gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF-Rezeptansicht:

*MaLu's-PDF-Rezept

 

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♦♦♦

Mein lieber Mann dagegen ist kein so großer Brioche-Fan wie ich . Er isst gern unser selbstgebackenes Roggen-Dinkelbrot oder Baguettebrötchen. Soll er doch! Denn ich weiß ganz genau, was ich aus übriggebliebenem Brioche zaubere. Damit krieg ich ihn dann nämlich doch 😉 !

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Habt ihr tatsächlich Briochescheiben übrig behalten?! Sind sie sogar altbacken geworden? Macht nix! – Umso besser 😉 ! Denn dann kommt der zweite Auftritt des Brioches. Als sogenannter Bostock (ich habe nicht ergründen können woher der Name stammt), erblüht eine Briochescheibe zu ungeahnter Schönheit und Genuss. Sie wird mit einem aromatischem Sirup getränkt und erhält so eine fabelhafte Saftigkeit. Anschließend wird sie mit einer Mandelcreme bestrichen und knusprigen Mandelblättchen bedeckt. Nach dem Backen folgt eine Schicht Puderzucker und dann darf genossen werden.

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Im Pâtisserie Buch von William Curley habe ich noch eine Variante mit Maronen und Sesamsaat entdeckt. Maronen hatte ich leider nicht, aber hier seht ihr die Bostocks einmal im Sesamgewand.

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Bostocks

Zutaten für 6-8  Brioche Scheiben

Sirup zum Tränken

  • 100 ml Wasser
  • 120 g Zucker
  • Mark 1 Vanilleschote
  • Schale einer halben Bio Orange
  • optional 1 Teel. Orangenblütenwasser

Wasser mit dem Zucker in einen kleinen Topf geben. Die Vanilleschote aufschlitzen und das Mark ins Zuckerwasser geben. Ebenso die Orangenschale. Alles zusammen aufkochen und 10 Minuten leise köcheln lassen. Anschließend nach Wunsch das Orangenblütenwasser hinzufügen, die Orangenschale entfernen und den Sirup bis zur Verwendung in ein sauberes Marmeladengläschen füllen. Darin können dann Reste des Sirups noch einige Wochen im Kühlschrank aufbewahrt werden.

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Mandelcreme

  • 50 g sehr weiche Butter
  • 50 g Puderzucker
  • 50 g gemahlene Mandeln
  • 1 gestr. Teel. Speisestärke
  • 1 Ei
  • einige Tropfen Bittermandelaroma

Alle Zutaten in einer Schüssel zu einer Creme verschlagen.

Das Brioche (es darf/sollte gern altbacken sein) in ca. 2 cm dicke Scheiben schneiden und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Die Scheiben großzügig mit dem Sirup tränken. Die Mandelcreme auf den Scheiben verteilen und diese mit:

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  • 50 g gehobelte Mandelblättchen
  • ggf. schwarze und weiße Sesamsaat

bestreuen. Den Backofen auf 180 Grad Ober- /Unterhitze aufheizen und die Bostocks ca. 20-25 Minuten goldbraun backen. bostocks-iiiLeicht abkühlen lassen und mit Puderzucker übersieben. Die Bostocks schmecken am besten frisch und noch leicht warm. Als fruchtige Abwandlung kann man auch gewürfelte, getrocknete Früchte oder Maronen unter die Mandelcreme rühren.

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*MaLu's-PDF-Rezept

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In Frankreich wird der Sirup zum Tränken der Bostocks häufig mit Orangenblütenwasser aromatisiert. Wenn mein Mann und ich bei Brigitte und Michel in der Provence sind, bereitet Brigitte unsere Frühstücks Crêpes ebenfalls damit zu . Für uns Deutschen ist das ein ungewohntes Aroma, doch dank unserer liebsten französischen Freunde haben wir es lieben gelernt. Solltet ihr es ausprobieren, seid also mit der Dosierung erst einmal vorsichtig.

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Jetzt aber rasch an den Frühstücktisch 🙂 ! Und dazu passend verabschiede ich mich heute mit einer meiner liebsten Gedichtstrophen von Joachim Ringelnatz:

„Aus meiner tiefsten Seele zieht

mit Nasenflügelbeben

ein ungeheurer Appetit

nach Frühstück und nach Leben!“

In diesem Sinne wünsche ich euch ein wundervolles Wochenende

Eure MaLu ♥♥♥

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