Lemon Curd Cupcakes zur Englischen Woche bei Holz&Hefe

Hallo ihr Lieben!

Ja, ihr habt richtig gesehen ;-) – das da oben auf dem Cupcake sind Eheringe!

Hihi, wer jetzt denkt, dass ich einen Sweet table für eine Hochzeit arrangiert habe, der liegt gar nicht mal so falsch. Nur, dass diejenigen, anlässlich deren Hochzeit ich diese Lemon Curd Cupcakes gebacken habe, diese wohl nie zu Gesicht bekommen ;-) .

Na, dann werde ich das Rätsel mal auflösen ;-)  . Ich bin heute mit meinem Cupcake Rezept zu Gast bei Marileen von Holz&Hefe. Marileen ist ein bekennender Royal-Fan und eine England Liebhaberin. Eingeweihte ahnen es jetzt schon ;-) : Die Hochzeit von Prinz Harry mit seiner wunderschönen Meghan steht unmittelbar bevor. Dies hat Marileen zum Anlass genommen „9 delicious days“ – eine Englische Woche auf ihrem Blog Holz&Hefe zu veranstalten. Sie hatte die Idee 7 Bloggerinnen einzuladen,  die passend dazu ein typisch englisches Rezept zubereiten und uns die Wartezeit bis zum 19. Mai, dem Tag der Trauung, verkürzen.

Mir fiel sogleich Lemon Curd ein. Diese typisch englische Zitronencreme aus Zitronen, Eier, Butter und Zucker. Egal ob als Brotaufstrich oder als Tortenfüllung. Die Briten lieben Lemon Curd! Es ist so vielseitig und lecker. Ich bereite es immer extra etwas saurer zu, dann schmeckt es noch frischer und bildet einen schönen Kontrast zum süßen Kuchen. Und da es auf vielen Hochzeiten anstatt einer Riesen Hochzeitstorte tolle Sweet Tables mit verschiedenen Küchlein und Cupcakes gibt, habe ich mich für letztere entschieden.

Mit dem Curd habe ich die sowohl Cupcakes gefüllt, als auch die (nicht so süße) Puddingbuttercreme damit zubereitet. Und nicht nur wer diese leckeren Cupcakes nachbacken möchte, sondern alle die Marileens tollen Blog kennenlernen möchten, sollten sich jetzt gleich einmal zu Marileen herüber klicken und umschauen!

Hier geht’s zum Rezept: KLICK

Seid ihr auch Royal Fans und schaut euch die Hochzeit von Harry und Meghan am 19. Mai im TV an? Ich bin gespannt auf eure Meinung zu solchen Events ;-) ! So oder so – ob auf einem Wedding Sweet Table oder auf dem heimischen Kaffeetisch. Lemon Curd Cupcakes schmecken schließlich immer!

Habt einen schönen Sonntag und eine tolle Woche!

Alles Liebe eure MaLu ♥♥♥

Anders als gedacht – Tartelettes Chouquettes

Für ein geplantes Event hatte ich neulich allerhand Tartelettes vorgebacken und in einer Keksdose verstaut. Ich hatte Lemon Curd gekocht und in Gläser gefüllt, Creme pâtissière vorbereitet und dann … kam die Absage :-( . Okay, aufgeschoben ist nicht aufgehoben, aber soo lange kann man das Ganze dann ja doch nicht alles aufbewahren. Ein Blick auf die „Das-möchte-ich-noch-einmal irgendwann-backen-Liste“ half mir auf die Sprünge :-) . Christophe Felders Tartes chouquettes würden sich super für die Verarbeitung von Konditorcreme und vorgebackenen Tartelettes eignen. Doch das Lemon Curd ? Na ja, das sollte ich später  auch noch unterbringen ;-) . 

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Wie ihr seht, haben die Tartelettes eine Füllung bekommen und wurden mit kleinen, ebenfalls gefüllten, Windbeutelchen, den sogenannten Choux bzw. Chouquettes belegt. Das Originalrezept sieht eine Füllung aus vanilliger Creme Mousseline vor, einer Konditorcreme, die mit Butter aufgeschlagen wird.

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Ehrlich gesagt, war mir das zu langweilig. Außerdem hatte ich meine, schon im Kühlschrank befindliche, Konditorcreme bereits statt mit Vanille mit Zitrone gewürzt. Tja, und so kam das ebenfalls fertige Lemon Curd ins Spiel :-) . Also habe ich die Böden der vorgebackenen Tartelettes mit Lemon Curd bestrichen und … ihr kennt mich ja: Eine Idee jagt dann die nächste ;-) … auf das Lemon Curd frische Heidelbeeren gelegt und diese dann mit der zitronigen Creme Mousseline überdeckt. Mit der selben Creme wurden die Windbeutelchen gefüllt und obendrauf in Sahne gebettet.

♥♥♥

Dies war nun zwar anders als Monsieur Felder es sich erdacht hatte, kam aber meinem Geschmack erheblich näher. Und glaubt mir, diese Tartelettes waren der KNALLER und wurden hier mit Sicherheit nicht zum letzten Mal gebacken! Sie sind so fruchtig frisch, sahnig und knusprig auf einmal. Ach, einfach genial! Während ich hier schreibe, wünsche ich mir hier eines auf meinen Schreibtisch ;-) .

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Nein, nein … lieber nicht, ich erzähle euch erstmal wie’s geht:

Ich weiß, es ist ein Rezept mit vielen Komponenten. Trotzdem: Tartelettes und Lemon Curd können gut Tage vorher vorbereitet werden. Selbst die Windbeutelchen könnt ihr tags zuvor backen und dann kurz aufwärmen und mit der, ebenfalls über Nacht abgekühlten, Creme füllen. Es lohnt sich!

Die Menge ergibt ca. 6 Tartelettes.

Teig:

  • 150 g Mehl 405
  • 1 Prise Backpulver
  • 75 g Zucker
  • 75 g weiche Butter
  • 1 Prise Salz
  • 1 Eigelb
  • 1 El kaltes Wasser

Die trockenen Zutaten mit der weichen Butter vermengen und zwischen den Händen zerreiben bis feine Brösel entstehen. Diese mit dem Eigelb und dem Wasser vermengen und schnell zu einem glatten Teig verarbeiten. Den Teig in Folie wickeln und eine halbe Stunde in den Kühlschrank legen. Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Den Teig ausrollen und Tarteletteförmchen oder -ringe mit ca. 8 cm. Durchmesser  damit auslegen.

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Die vorbereiteten Förmchen für ca. 10-15 Minuten einfrieren. Dies verhindert, dass der Rand beim Backen einsinkt. Die gefrorenen Tartelettes in den heißen Ofen stellen und goldbraun backen. – Man kann sie, ähnlich wie Plätzchen, sehr gut für 1-2 Wochen in einer gut schließenden Keksdose ausbewahren.

Lemon Curd: 

Nach dem Rezept von Aurelie Bastian

hier auch schon einmal beschrieben: klick

  • 3 – 4 Bio Zitronen (Saft u. Schale)
  • 3 Eier
  • 130 g Zucker
  • 80 g Butter
  • 1 El. Speisestärke

Die Eier verschlagen und beiseite stellen. Zitronenschale reiben und die Zitronen auspressen. Den Saft, die Schale, die Stärke und den Zucker zusammen in einem Topf aufkochen. Die Hitze reduzieren und nach und nach die Butter in Stückchen unterrühren. Den Topf vom Herd ziehen und unter Rühren die verschlagenen Eier hinzufügen. Den Topf wieder bei schwacher bis mittlerer Hitze auf den Herd stellen und rühren bis die Masse eindickt. Ich rühre das Curd noch einige Minuten weiter und halte es auf ca. 60-70 Grad. Wenn ihr es danach in sterilisierte Marmeladengläser füllt, hält es normalerweise einige Wochen im Kühlschrank.

Creme Mousseline:

hier auch schon einmal beschrieben: klick

  • 250 ml Vollmilch
  • 3 Eigelb
  • 60 g Puderzucker
  • 25 g Maisstärke
  • 1/2 Teel. Zitronenabrieb/-zesten
  • 50 g Butter

Die Milch mit der Zitronenschale aufkochen. In einer Schüssel das Eigelb mit dem Zucker und der Stärke verquirlen. Die heiße Milch unter ständigem Rühren durch ein Sieb zur Eiermasse gießen. Dann die Creme zurück in den Kochtopf geben. Unter weiterem Rühren aufkochen lassen bis sie eindickt. In eine Schüssel füllen, die Oberfläche mit Frischhaltefolie bedecken und im Kühlschrank komplett durchkühlen lassen.  Wenn die Creme dann später verarbeitet werden soll, diese mit dem Mixer aufschlagen und die weiche Butter einarbeiten bis eine luftige Creme Mousseline entsteht.

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Chouquettes (Windbeutelchen):

  • 60 ml Wasser
  • 60 ml Milch
  • 1/2 Teel. Zucker
  • 1-2 Prisen Salz
  • 55 g Butter in Würfeln
  • 70 g Mehl
  • 2 Eier
  • 1 Eigelb u. etwas Hagelzucker für die Garnitur

Die Chouquettes bestehen aus Brandteig, der sehr einfach in einem Topf zusammengerührt wird. Dazu Wasser, Milch, Zucker, Salz und Butterwürfel aufkochen. Dann den Topf vom Herd ziehen und die gesamte Menge Mehl auf einmal in die Flüssigkeit geben und mit einem Holzspatel glattrühren. Den Topf wieder auf die Platte ziehen und den Teig ‚abbrennen‘. Das heißt, ihn mit dem Holzlöffel solange zu bearbeiten, bis die Feuchtigkeit entwichen ist, sich ein Klumpen bildet und am Boden des Topfes eine helle Schicht bildet. Das dauerte bei mir ca. 1 Minute. Den Teig in eine Rührschüssel umfüllen und mit dem Mixer ein Ei nach dem anderen unterarbeiten, bis der Teig glänzt und wie ein breites Band vom Löffel fällt.

 

Brandteig CollageTartelettes Chouquettes_3169_bearbeitet-1

Diesen Teig nun in einen Spritzbeutel mit 8-10 mm Lochtülle füllen und ca. 2 Euro große Tupfen auf ein mit Folie oder Backpapier ausgelegte Backblech spritzen. Das Eigelb für die Garnitur mit einen Spritzer Milch verrühren und die Chouquettes damit bestreichen. Danach mit Hagelzucker bestreuen. Bei 180 Grad ca 20 Minuten goldbraun backen. NICHT zwischendurch die Backofentür öffnen!!

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Wie ihr seht, habe ich eine ganze Menge kleiner Windbeutelchen heraus bekommen. Übriggebliebene schmecken, nebenbei bemerkt, auch ungefüllt superlecker – einfach so ;-) .

Weitere Zutaten:

  • 1 Schälchen (250g)  frische Heidelbeeren
  • 250 ml Schlagsahne mit
  • 1 gestr. El Vanillezucker aufgeschlagen
  • 100 g Kuvertüre, geschmolzen

 

Fertigstellung: 

Nachdem ihr die Creme Mousseline locker geschlagen habt, verstreicht ihr je einen gehäuften Teel. Lemon Curd auf dem Boden jedes Tartelettes. Tartelettes Chouquettes_3175_bearbeitet-1

Darauf streut ihr die Heidelbeeren und befüllt die Zwischenräume so mit der Creme Mousseline, dass die Oberfläche plan mit der Tarteletteoberkante abschließt. Tartelettes Chouquettes_3177_bearbeitet-1

Die restliche Creme Mousseline füllt ihr in einen Spritzbeutel mit kleiner Lochtülle. Indem ihr ein kleines Loch in den Boden von je einem der 24 Miniwindbeuteln (4 pro Tartelette) bohrt, befüllt ihr sie mit etwas Creme. Schlagsahne mit dem Vanillezucker steifschlagen und in eine Spritztüte mit Sterntülle füllen. Tartelettes Chouquettes_3179_bearbeitet-1

Je drei Chouquettes auf jedem Tartelette platzieren, die Zwischenräume mit Schlagsahne ausfüllen und das vierte Windbeutelchen obendrauf setzen. Die Schokolade schmelzen und dekorativ über die fertigen Tartelettes spritzen.

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Fertig :-) !

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Wir alle waren von der Geschmackskombination restlos begeistert <3 . Statt des Lemon Curds könnte ich mir auch eine feine Fruchtmarmelade vorstellen und selbstverständlich auch andere Früchte. Das werde ich bestimmt noch einmal ausprobieren ;-) .

Ich hoffe, Monsieur Felder verzeiht mir die Freiheit, die ich mir genommen habe, sein Rezept etwas abzuändern. Nichtsdestotrotz ein tolles Törtchen, ob im Original oder eher fruchtig à la MaLu.

Ich freue mich jetzt erstmal auf das freie Wochenende. Diese Woche war bei mir doch ziemlich vollgepackt. Jetzt heißt es ausruhen :-) ! Genießt auch ihr das Wochenende und macht es euch schön.

Herzlichst

Eure MaLu ♥♥♥

 

Das Rezepte- und Bloggerportal ‚Küchenplausch‚ veranstaltet diesen Monat ein Beeren-Blogevent und auch wenn die Heidelbeeren sich etwas versteckt haben würde ich gern mit meinem Beitrag teilnehmen :-) .
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Sonntags-Zitronenkuchen mit Heidelbeeren

Als  Sonntagsüß gibt’s im Hause ‚Lu‘  nicht immer nur schicke Törtchen und Tartelettes, sondern auch mal ganz ’normalen‘ Kuchen (was meinem Mann sehr entgegen kommt ;-) ). Und diejenigen, die immer befürchten, meine ‚Kreationen‘ nicht hinzukriegen, sei gesagt: Dieser Kuchen ist wirklich total einfach :-) !

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Es stand mir also der Sinn nach richtig schönem Zitronenkuchen. In so einem Fall backe ich dann am liebsten meinen ‚Leib und Magen‘ Zitronenblechkuchen mit Zuckerguss, dessen Teigrezept ich u. a. schon einmal in meinen kleinen Zitronenknusperküchlein verarbeitet habe. Diesmal sollte es aber ein anderer Teig sein und außerdem wurde mal wieder meine schöne Kranzform hervorgeholt, die ich von meiner Freundin Renate geschenkt bekommen habe. Ich finde sie so schick und freue mich jedes Mal wenn der große Moment gekommen ist, der Kuchen gar ist und die Form angehoben wird :-) .

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Aus dem Urlaub in Italien hatte ich vom Markt in Alassio einige prächtige Zitronen mitgebracht. Ich habe extra noch eine zweite Runde um den Markt gedreht, um die schönsten und natürlichsten Zitronen auszuwählen. Mir war wichtig, dass sie absolut unbehandelt waren.

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Und hier wurde ich fündig:

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Die beiden verkauften auf ihrem selbstgebauten Stand ausschließlich Gemüse und Früchte ihres Bio Hofes. Ganz selig schleppte ich also meine Prachtzitronen, die zudem spottbillig waren, von Alassio mit nach Hause ;-) . Hier nutzte ich Schale und Saft der Riesendinger hauptsächlich für Lemon Curd. Aber ich hatte genug gekauft um auch noch einen Kuchen zu backen (und eine hab‘ ich immer noch :-) ).  Ein Blick in den Kühlschrank offenbarte eine Schale frische Heidelbeeren. Gelb und blau? Sieht doch bestimmt spannend aus, oder?

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Na dann mal los:

Zutaten für eine Kranzform mit 26 cm Ø

  • 180 g weiche Butter
  • 200 g Zucker
  • 1 El Vanillezucker
  • 5 Eier
  • 50 g Lemon Curd
  • 125 g Creme fraiche
  • 1 El Zitronenabrieb
  • 40 ml Zitronensaft
  • 300 g Mehl 405 (ggf. etwas mehr, siehe Text)
  • 1 Tütchen Backpulver
  • 125 g Heidelbeeren

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Die Kranzform gut ausfetten. Ich benutze gerne ein Backspray, da man damit immer in alle Ecken und Winkel der Form gelangt. Die weiche Butter mit dem Zucker weißschaumig rühren. Nach und nach die Eier hinzufügen und weiter schlagen. Es folgen Lemon Curd, Creme fraiche und die Zitrone.

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Mehl und Backpulver mischen und alles zu einem glatten Teig verarbeiten. Die Heidelbeeren vorsichtig unterheben, den Teig in die vorbereitete Form geben und glatt streichen.

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Bei 180 Grad ca. 40 Minuten backen. Nach 5 Minuten aus der Form stürzen.

Tjaaa, also das klappte ja schon mal richtig gut. Ich muss allerdings sagen, dass ich mir erhofft hatte, dass die Heidelbeeren sich freundlicherweise etwas im Kuchen verteilen würden :-/ . Sie waren aber unwillig und sanken zumeist in Richtung Boden, bzw Rand der Form. Grrr :-/ ! Ich hatte zwar vorher schon leise Befürchtungen dahingehend gehabt, aber ich wollte den Kuchen schön saftig (was er eindeutig war!) und nicht zu viel Mehl hineingeben. Ich sag mal so: Ohne Heidelbeeren würde ich das Rezept genauso lassen, denn der Kuchen war  sehr schön saftig, mit Beeren beim nächsten Mal vielleicht 50 g Mehl mehr hinzufügen. Vielleicht hilft’s. Was meint ihr?

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Renate, die bei der ‚Enthüllung‘ des guten Stücks zugegen war, meinte, dass dieser Kuchen nicht mit Zuckerguss überdeckt werden sollte. Ich war der selben Meinung und so wurde er zum Fototermin nur mit Puderzucker bestäubt. – Als mein Mann und ich ihn dann nachmittags im Garten zum Kaffee probierten, fehlte er uns dann aber doch, der Zuckerguss ;-) . Wir beiden Zuckerschnuten können nicht anders :-D ! Also schnell noch Zitronenguss angerührt und drübergegossen. Lecker! Ihr könnt ja selbst entscheiden, was ihr lieber mögt.Zitronenkuchen_2669_bearbeitet-1

 

Jedenfalls wurde das gute Stück immer leckerer und saftiger. Ich habe das allerletzte Reststück noch am übernächsten Tag mit zu meinen Eltern genommen und auch die waren begeistert, wie schön saftig er war. Es muss also nicht immer kompliziert sein ;-) .

In diesem Sinne wünsche ich euch ein entspanntes, hoffentlich sonniges Wochenende <3

Liebste Grüße

Eure MaLu ♥♥♥

 

 

Schachbretttorte oder Die Metamorphose eines Avocadokuchens

Diese Torte wurde einst als ein schlichter Avocadokuchen geboren ;-)

◊◊◊

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Judith, vom Blog Schokohimmel, hatte neulich einen Avocadokuchen gebacken und so von dessen Cremigkeit geschwärmt, dass ich neugierig wurde. Ihr hellgrüner Kastenkuchen sah sehr verlockend aus. Als ich nun vor Ostern einige Tage frei hatte, besorgte ich mir bei Gelegenheit eine Avocado und legte los. Aus welchem Grund ich den Teig in eine Springform füllte kann ich allerdings im Nachhinein nicht mehr beantworten ;-) . Aber da er dort nun schon einmal drin war, kam mir die Idee, aus dem Kuchen eine Torte zu machen. – Na gut, aber erst morgen! – Es war schon spät.

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Eines der Vorteile von Urlaub ist, dass man mal genüsslich dösend im Bett liegen kann. Dabei kam mir die nächste Idee :-) . Wie wäre es, wenn ich den gleichen Teig noch einmal mit Möhren backen würde und die Kuchen kombiniert, abwechselnd schichten würde? Okay, am nächsten Morgen wurde der Plan in die Tat umgesetzt. Und siehe da, es klappte vorzüglich. Die beiden Kuchen glichen sich äußerlich wie ein Ei dem anderen. Nur im Inneren, das wusste ich, unterschiedenen sie sich in ihrer wunderbaren Farbe.

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Und während der Möhrenkuchen abkühlte, und ich die Sonne genoss, kam mir die dritte Idee. Wie wäre es, wenn ich die beiden Kuchen nicht nur schichten, sondern in Ringe schneiden und zu einem Schachbrettkuchen zusammen setzen würde? Die beiden Kuchen erschienen mir fest genug, um nicht bei der Aktion zu zerfallen. Blieb die Frage, wie das Ganze miteinander vereint werden könnte.

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Auch diese Frage war schnell beantwortet: Mein Mann hatte vor einigen Tagen ein Glas Lime Curd mitgebracht, also fertiges Limetten Curd. Auf Brot zu essen war es mir zu süß und so fiel mir die Himmlische Zitronentorte von Linda Lomelino ein, die ich vor einiger Zeit schon einmal gebacken hatte und in der Schlagsahne und Lemon Curd sehr schmackhaft vereint werden.

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Und so wurde aus dem anfänglich schlichten Avocadokuchen eine wunderschöne kleine Schachbretttorte in ganz natürlichen Pastellfarben.

 

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Das ganze Unternehmen klappte wirklich problemlos und hat zudem (ich liebe solche Experimente :-) ) richtig Spaß gemacht. Ich habe es allerdings mit der Menge an Avocado etwas zu gut gemeint und daher ist mir der grüne Kuchen ein klein wenig zu feucht geworden. Das sollte aber bei Beachtung der richtigen Menge nicht mehr vorkommen (man sehe sich nur Judiths Avocadokuchen an ;-) ). In der Tat sind die Kuchen wunderbar cremig und dicht, so dass so eine kleine Torte ( ich habe sie in einer ca. 16 cm Springform gebacken) schon mal ein halbes Duzend Gäste satt machen sollte  ;-) .

Und so wird’s gemacht:

Avocadokuchen:

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  • 110 g weiche Butter
  • 100 g Zucker
  • 1 Vanillezucker oder 1 Teel. Vanilleextrakt
  • 1 Prise Salz
  • 2 Eier
  • 175 g Mehl
  • 1/2 Pck. Backpulver
  • 25 g gemahlene Mandeln
  • 1/2 reife Avocado (ca. 125 g)
  • 1 Teel. Zitronensaft zum Besträufeln der Avocado
  • 25 ml Milch

Möhrenkuchen:

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  • 110 g weiche Butter
  • 100 g Zucker
  • 1 Vanillezucker oder 1 Teel. Vanilleextrakt
  • 1 Prise Salz
  • 2 Eier
  • 175 g Mehl
  • 1/2 Pck. Backpulver
  • 25 g gemahlene Mandeln
  • 125 g fein geriebene Möhren
  • 25 ml Milch

 

Die Rezepte und die Zubereitung der beiden Teige ist gleich. Einzig das ‚Gemüse‘ ist unterschiedlich ;-) .

Backofen auf 175 Grad vorheizen. Springform mit  16-18 cm Durchmesser einfetten und/oder mit Backpapier auslegen. – Für den Avocadokuchen die Avocadohälfte mit einem Löffel aushöhlen, das Fruchtfleisch mit Zitronensaft beträufeln (damit es nicht braun wird) und mit dem Stabmixer pürieren. Für den Möhrenkuchen 125 g geputzte Möhren fein reiben.

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Weiche Butter mit dem Zucker und dem Salz schaumig rühren. Nach und nach die Eier unterrühren. Das Mehl mit dem Backpulver und den Mandeln vermischen und zusammen mit dem Avocadopüree bzw. Möhrenpüree und der Milch zu einem Teig verrühren. In die vorbereitete Springform füllen und ca. 45-50 Minuten backen.

Beide Kuchen sollten vor der Weiterverarbeitung vollständig abgekühlt sein! Am besten über Nacht.

Aufbau:

Beide Kuchen oben etwas begradigen, wenn sie beim Backen aufgegangen sind. Dann noch einmal quer durchschneiden.  Ihr erhaltet zwei grüne und zwei gelbe Scheiben. Dabei darauf achten, dass die Scheiden gleich dick sind!!Schachbretttorte_0773_bearbeitet-1

 

Aus allen vier Scheiben nun z. B. mit Hilfe einer kleinen Untertasse und eines Glases zwei Ringe ausschneiden. Auch hier darauf achten, dass die Ringe gleich breit sind!

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So muss es am Ende aussehen: 4 große Ringe, 4 mittlere Ringe und 4 kleine Kreise (je zwei gelb – 2 grün)

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Jetzt dürft ihr puzzeln ;-) ! Immer abwechselnd in der Farbe die Ringe zusammenbauen. Dabei zwischen alle Schichten Lemon bzw. Lime Curd streichen, da es gewissermaßen als ‚Klebstoff‘ dient. Ich persönlich ziehe selbstgemachtes Lemon Curd vor. Das Rezept findet ihr hier klick. Da ich aber nun einmal fertiges hatte, war das auch okay.

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Außerdem besteht auch die Möglichkeit etwas mehr Zitronensahne zuzubereiten und die Kuchenteile damit zusammenzufügen. Ganz wie’s beliebt :-) . – Nachdem  alle vier Etagen zusammengesetzt wurden könnt ihr die Zitronensahne zubereiten.

Zitronensahne:

  • 300 g Sahne
  • 100 g Lemon Curd
  • 1-2 El Zucker
  • Abrieb bzw. Zesten einer Limette zum Bestreuen

Die gut gekühlten Zutaten zusammen aufschlagen. Ca. ein Drittel der Zitronensahne in einen Spritzbeutel mit Sterntülle füllen und kaltstellen. Mit der restlichen Sahne den Kuchen großzügig bestreichen.

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Anschließend mit dem Spritzbeutel Tupfen auf die Oberfläche setzen und mit den Limettenzesten bestreuen. Jetzt solltet ihr der Torte einige Stunden Zeit zum Durchziehen geben.

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So einen Kuchen anzuschneiden ist ein spannender Moment. Ich habe die Luft angehalten und das Stück herausgehoben … ! Geglückt!! Die Karos waren sogar einigermaßen gleichmäßig (schließlich bin ich in Mathe eine Niete ;-) )

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Schön finde ich, dass die Farben natürlichen Ursprungs sind und keine künstlichen Pigmente nötig waren. Durch das Lime Curd ist die Torte zitronig frisch. Mein Vater mochte ihn ganz besonders gerne.

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Ich hoffe, ihr hattet genauso viel Spaß an der Verwandlung vom Avocadokuchen zur Schachbretttorte wie ich . Es erinnert ein wenig an das Märchen vom hässlichen Entlein, das zum Schwan wurde ;-) (wobei ich sagen muss, dass der Avocadokuchen nicht hässlich war – aber das war das Schwanenkind im Märchen ja auch nicht :-) ) Und da Nadine vom Blog Sweet Pie zu einem Märchen Event aufgerufen hat, bei dem es tolle Sachen zu gewinnen gibt, nehme ich mit diesem Beitrag gerne daran teil.

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Ich wünsche euch ein tolles, hoffentlich sonniges Wochenende!

Alles Liebe

Eure MaLu ♥♥♥