Kokostörtchen mit weißer Schokolade, Pflaume & Timut

Hatte ich euch letzte Woche Törtchen versprochen? – Okay! Ich halte Wort! 😉  Bühne frei für meine Kokostörtchen mit weißer Schokoladen, Pflaume und Timutpfeffer.Kokostörtchen mit weißer Schokolade, Pflaume & TimutIch habe letzte Woche ein paar Überlegungen angestellt, dann den Vorratsschrank durchforstet und einen Blick auf meine zahlreichen Silikonformen riskiert 😀 ! Die Wahl fiel auf Kokosmilch und auf eine Würfelform, die ich schon seit mindestens zwei Jahren in der Schublade habe. Höchste Zeit also, sie bzw. die darin entstandenen Törtchen ins Licht der Welt zu heben.Kokostörtchen mit weißer Schokolade, Pflaume & Timut

Wie ihr wisst, bin ich von Kindesbeinen an eine große Kokosliebhaberin. Ob frisch aus der harten Nussschale gepellt, am Strand von Alassio, ob als Schokoriegel, als Makrone oder als Dessert. Ich liebe Kokos in jeder Form. Kokosmilch findet man also immer bei mir im Vorratsschrank. Was hat noch Saison? Pflaumen! Ich habe echt überlegt, ob das zusammen eigentlich geht. Ich kann euch versichern: Es geht sogar ausgesprochen gut!Kokostörtchen mit weißer Schokolade, Pflaume & Timut

Die Füllung aus Pflaumenpüree mit etwas Brombeergelee habe ich mit meinem geliebten Timutpfeffer* aromatisiert. Viele von euch erinnern sich vielleicht noch an die oberleckeren Schokoladentörtchen, bei denen ich dieses aromatische Gewürz zum ersten Mal ausprobiert habe oder an die schicken Macarons, bei denen ich den Timut mit Zitrone kombiniert habe. Auch bei dieser Fruchtfüllung fand ich das zitronige Aroma des Timuts sehr spannend.

Kokostörtchen mit weißer Schokolade, Pflaume & TimutUnd ganz nach dem Motto: „Das Runde muss ins Eckige“ 😉 , habe ich die Füllung als Kugelform in die Würfel platziert. Dieser thront auf einer Schicht von zartem Schoko-Sesam Biskuit, der die Aromen perfekt schokonussig abrundet. Ihr merkt schon, ich bin ehrlich begeistert! ❤ Schließlich ist ja immer so ein kleines Roulettespiel, wenn man der Phantasie freien Lauf lässt. Da kann es auch mal daneben gehen oder einfach zu viel des Guten sein. Doch bei diesen Törtchen stimmt für meinen Geschmack wirklich alles. 🙂Kokostörtchen mit weißer Schokolade, Pflaume & TimutDoch diese Törtchenkreation lässt auch Raum für kleine Änderungen in Geschmack und Optik. Ihr habt keine Würfelform? Macht nichts! Es geht auch z.B. in einer Halbkugel Silikonform. Ihr habt keinen Timutpfeffer (oder mögt ihn nicht)? Wie wär’s ganz klassisch mit Zimt?

Kokostörtchen mit weißer Schokolade, Pflaume & Timut

Zutaten für 8 Törtchen – Ich habe folgende Formen verwendet: Silikomart Mini-Trüffel* und Silikomart Kubus*

Pflaumenkugeln (als Füllung)

  • 150 g Pflaumenpüree (dafür habe ich Pflaumen/Zwetschen kurz aufgekocht, dann püriert und durchpassiert)
  • 50 g Beerengelee (ich habe selbstgemachtes Brombeergelee verwendet)
  • 1 gestrichener El. (1,5 g) Timutpfeffer*  – ersatzweise ca. 5-7 cm Zimtstange
  • 1 El. Zucker (bzw. nach Geschmack)
  • 1 ½ Blätter Gelatine

Pflaumenpüree wie oben angegeben herstellen und abwiegen. Zusammen mit dem Beerengelee, dem Zucker und dem zerstoßenen Timutpfeffer (oder der Zimststange) in einem Topf ganz kurz aufkochen lassen, dann vom Herd nehmen und 15 Minuten ziehen lassen (so nimmt das Fruchtpüree die Gewürzaromen an). Die Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen. Das Pflaumenpüree durch ein Sieb passieren, im Topf leicht erwärmen und die Gelatine darin auflösen. Das Fruchtpüree in die Mulden der Kugelsilikonform verteilen (gelingt am besten mit einem kleinen Einmalspritzbeutel*) und für mindestens 6 Stunden oder über Nacht einfrieren.

Am nächsten Tag

Kokosmousse

  • 250 ml Kokosmilch
  • 3 Eigelbe Gr. L
  • 20 g Zucker
  • 4 ½ Blätter Gelatine
  • 170 g fein gehackte, weiße Kuvertüre*
  • 350 g Schlagsahne

Die Gelatineblätter in eiskaltem Wasser einweichen. Die Kokosmilch in einem kleinen Topf zum Kochen bringen. Die Eigelbe mit dem Zucker in einer separaten Schüssel cremig rühren. Die heiße Kokosmilch unter stetigem Rühren langsam zur Eimasse gießen. Das Ganze durch ein Sieb zurück in den Topf geben und unter ständigem Rühren bei milder Hitze und unter Beobachtung der Temperatur auf 85 Grad bringen. Nicht mehr!! Die Creme dickt jetzt etwas an und kann eine saubere Schüssel gefüllt werden. Die eingeweichte Gelatine in der Creme auflösen und die gehackte weiße Kuvertüre hinzufügen. Zwei Minuten stehen lassen, dann umrühren. Die Sahne cremig schlagen und unter die Kokoscreme ziehen. Die Kokosmousse sogleich in die acht Vertiefungen der Silikonform füllen (etwa ½ cm unter den Rand). Die eingefrorenen Fruchtkugeln aus der Silionform lösen und je eine Kugel in die Mitte eines Kokosmoussewürfels drücken. Die Oberfläche der Form mit einer Palette glatt abziehen, mit Frischhaltefolie abdecken und über Nacht einfrieren.

Sirup (dieser dient später dazu, die Kokosflocken auf den gefrorenen Törtchen zu halten)

  • 100 ml Wasser
  • 120 g Zucker
  • ½ Blatt Gelatine

Wasser und Zucker aufkochen, bis sich der Zucker gelöst hat. In ein Marmeladenglas füllen und die Gelatine darin auflösen. Abkühlen lassen und bis zum nächsten Tag aufbewahren.

Am nächsten Tag

Schoko-Sesam Biskuit

  • 1 Ei Gr. L
  • 1 Eigelb
  • 20 g gemahlene Mandeln
  • 15 g gemahlener schwarzer Sesam (ersatzweise Mohn)
  • 1 Eiweiß Gr. L
  • 20 g Zucker
  • 30 g Mehl
  • 10 g dunkler Backkakao
  • 15 g geschmolzene Butter
  • Kokosflocken zum Garnieren

Den Backofen auf 200 Grad Ober- / Unterhitze aufheizen. Ein Backblech mit einer Silikonmatte oder Backpapier belegen. Die Butter schmelzen und bereitstellen. Das Ei mit dem Eigelb, dem Puderzucker und den gemahlenen Mandeln und Sesam hellschaumig schlagen. Das Eiweiß mit dem Zucker zu Eischnee schlagen. Den Eischnee auf die Eigelbmasse geben und mit dem Mehl und dem Kakao übersieben. Vorsichtig unterheben. Zwischendurch 1 Esslöffel Teig mit der geschmolzenen Butter verrühren und ebenfalls unterheben. Den Teig mit einer Palette gleichmäßig (!) auf dem Blech verstreichen und ca. 8-10 Minuten backen. Den Biskuit auf ein bereitgelegtes Stück Backpapier stürzen. Papier bzw. Folie abziehen und leicht abkühlen lassen. Anschließend mit einem Messer oder einem Ausstecher* in 8 Quadrate mit 6 cm Kantenlänge schneiden. Diese Kanten, sowie die untere Backhautseite jedes Quadrats in die Kokosflocken drücken. Durch die Feuchtigkeit des warmen Teiges bleiben die Flocken kleben und sorgen unter anderem dafür, dass die Unterseite der Törtchen später nicht am Teller festklebt.

Fertigstellung

  • Sirup (s. o.)
  • 150 g Kokosflocken
  • 30 g weiße Kuvertüre, geschmolzen
  • 1-2 El Beerengelee

Den Sirup in der Microwelle ganz leicht erwärmen, so dass er sich verflüssigt, ebenso die weiße Schokolade schmelzen. Die Kokosflocken in eine Schale geben. Die Schokoladenbiskuitquadrate bereitlegen. – Die eingefrorenen Kokoswürfel (immer nur einen oder zwei zur Zeit) aus der Silikonform lösen, dünn mit dem Zuckersirup  bestreichen und sogleich in den Kokosflocken wälzen (die untere Seite bleibt frei). Für dieses Handling ist ein Zahnstocher hilfreich, den man oben in den gefrorenen Würfel sticht. Auf diese Weise kann man den Würfel problemlos mit zwei Händen sicher drehen und transportieren. Einen kleinen Klecks weiße Schokolade in die Mitte eines Biskuitquadrats geben und den Kokoswürfel darauf platzieren. Die Schokolade hält den Würfel sicher auf dem Biskuit. Der Zahnstocher kann jetzt entfernt werden und das kleine Loch mit Kokosflocken überdeckt werden 😉 . Sind alle acht Törtchen fertig, das Beerengelee ganz leicht erwärmen und mithilfe eines kleinen Spritzbeutels Pünktchen auf die Oberseite des Törtchens spritzen.

Die Törtchen müssen jetzt nur noch auftauen und können dann serviert werden. Sie halten sich aber auch, in einem fest verschlossenen Behälter, ein bis zwei Tage ohne Einbußen von Geschmack und Optik im Kühlschrank.

Mit Klick auf das Rezeptfoto gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF:

Kokostörtchen Rezept

Kokostörtchen mit weißer Schokolade, Pflaume & Timut

Auch als Dessert nach einem feinen Menü machen die Törtchen eine gut Figur. In einem gut verschlossenen Behälter können sie vorbereitet, eine Nacht im Kühlschrank auf ihren Auftritt warten. Finde ich auch ganz praktisch! 🙂

Kokostörtchen mit weißer Schokolade, Pflaume & Timut

Bei uns war in dieser Woche (außer Törtchen backen) Gartenarbeit angesagt. Mein Mann hat viele Meter Hecke gerodet. Echte Knochenarbeit! Schön, wenn man da die Unterstützung der Nachbarn hat ❤ . Jetzt hat’s wieder ordentlich Luft gegeben und vielleicht findet jetzt ja wieder ein Obstbaum einen Platz bei uns. Habt ihr eine Empfehlung? Es darf kein zu großer Baum sein/werden!

Kokostörtchen mit weißer Schokolade, Pflaume & Timut

Das Wetter scheint an diesem Wochenende mit dem darauffolgenden Brückentag leider gar nicht zu werden. Naja, dann ruhen wir uns eben aus oder räumen mal versteckte Ecken auf …. 😉

Herzliche Grüße

Eure MaLu ♥♥♥

 

Und weil die Farben so schön passend sind, nehme ich am Black&White Blogevent der Schokoladenfee teil und gratuliere Alex herzlich zum 5jährigen Bloggeburtstag 😘

 

*Affiliatelink /Werbelink – Wenn ihr über diesen Link etwas bestellt, kostet es euch keinen Cent mehr. Ich jedoch bekomme einen kleinen Prozentsatz des Kaufpreises als Provision. Mit diesem Miniverdienst aus der Werbung kann ich einen kleinen Teil meiner Unkosten für den Blog decken oder in neue Formen o. ä. investieren. Vielen Dank für eure Unterstützung  !

Schoko-Kokos Würfel – leckere Häppchen für Chocoholics

Ahoj! ihr Lieben!

Ich weiß, eine eher ungewöhnliche Begrüßung hier, doch das hat natürlich seinen Grund 😉 . Wie bereits letzte Woche angekündigt, hatten wir uns etwas Tolles vorgenommen und das war eine Reise nach Prag .

Diese kleine Reise habe ich meinem Liebsten zum wohlverdienten (Un)Ruhestand geschenkt. (Ruhe wird mein lebhafter Mann garantiert nicht finden 😀 😀 )! Jedenfalls haben wir kurz nach seinem letzten Arbeitstag unsere Koffer gepackt und sind gen Süd-Osten in die Goldene Stadt an der Moldau aufgebrochen. Fünf Tage waren wir bei durchweg einfach traumhaftem Wetter unterwegs und haben uns diese lebhafte tschechische Metropole angesehen. Auch wenn mich leider die ganze Zeit eine furchtbare Erkältung gequält hat, haben wir wunderschöne Tage verlebt, kulinarische Delikatessen genossen und viel gesehen. Hier ein ganz kleiner Einblick für euch 🙂 .

Doch nun zu der kulinarischen Köstlichkeit, die ich euch heute mitgebracht habe. Das sind keine Trdelník (das ist dieses gedrehte gezuckerte Gebäck, was ich da oben nasche), noch sind es Koláči – Kolatschen, (gefüllte Hefeteigfladen) oder Böhmische Buchteln (Gottogott, hoffentlich hab‘ ich das alles richtig geschrieben!) . Auch wenn das alles sehr lecker ist. Ich serviere euch heute cremig schokoladige

Schoko-Kokos Würfel  

Drei köstliche Schichten könnt ihr genießen: Einen knusprig, buttrigen Sablé breton, eine himmlisch cremige Schokoladenganache mit Kokosmilch und eine, mit gerösteten Kokosflocken bestreute Meringue Schicht. 

Diese kleinen Leckerbissen waren so schnell verschwunden, dass ich fast nichts abbekommen hätte. Das ist so richtig was für Schokoliebhaber 🙂 .

 

Schoko-Kokos Würfel

Zutaten für eine eckige Form 22×22 cm mit Hebeboden (z.B. klick*) 

Teig (Sablé breton) P. Conticini

  • 175 g gesalzene Butter, geschmolzen
  • 90 g Puderzucker
  • 80 g gemahlene geschälte Mandeln
  • 2 Eigelbe (Eiweiß aufbewahren!)
  • 125 g Mehl
  • 1 Prise Meersalz

Den Backofen auf 175 Grad Ober-/ Unterhitze vorheizen. Die Backform fetten. Wenn keine Form mit Hebeboden verwendet wird, sollte die Form so mit Backpapier ausgelegt werden, dass man später den Kuchen damit aus der Form herausheben kann! – Puderzucker, Mandeln und die geschmolzene, abgekühlte Butter in einer Schüssel schaumig rühren. Das Eigelb hinzufügen, danach das Mehl und das Salz ergänzen und den alles gut verrühren. Den Teig mit den Händen oder einem Teigschaber in die Form drücken und 15-20 Minuten backen. In der Form auskühlen lassen.

{Tipp: Eine Leserin hat statt einer quadratischen zwei 16er Springformen verwendet}

Schokoladenganache

  • 300 g hochwertige dunkle Schokoladenkuvertüre (ich: klick*)
  • 40 g Butter
  • 150 g Kokosmilch
  • 50 ml Sahne
  • 150 g Mascarpone (Raumtemperatur)

Schokolade und Butter über dem Wasserbad schmelzen. Kokosmilch und Sahne aufkochen und in drei Portionen zur Schokolade geben. Jedesmal gut glattrühren. Zum Schluss die Mascarpone unterrühren. Die Ganache auf dem abgekühlten Teig streichen und in den Kühlschrank stellen.

Italienische Meringue

  • 2 Eiweiß
  • 1 Prise Salz
  • 95 g Zucker
  • 40 ml Wasser

Zucker und Wasser in einem Topf bei mittlerer Hitze zum Kochen bringen. Köcheln lassen (ohne umzurühren) bis der Zuckersirup eine Temperatur von 180 Grad erreicht hat. Dann beginnen, das Eiweiß mit dem Salz zu Eischnee schlagen. Den Zuckersirup, der inzwischen 12o Grad heiß ist, in feinem Strahl während des Mixens in den Eischnee fließen lassen. Weiterschlagen bis die Meringue auf gut 30 Grad abgekühlt ist. Anschließend glatt auf der Schokoladenganache verstreichen.

  • 45 g Kokosflocken

Die Kokosflocken in einer Pfanne ohne Fett hellbraun rösten und die Meringueschicht damit bestreuen. Den Kuchen im Kühlschrank ganz abkühlen lassen. Kurz vor dem Servieren den Kuchen aus der Form heben und in ca. 4 x4 cm Würfel schneiden. Nach jedem Schnitt das Messer sauberwischen!  Die Würfel sollten kühl serviert werden, um zu vermeiden, dass die Baiserschicht herunterrutscht.

Mit Klick auf das Rezeptfoto gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF:

Leider kann ich nun keine Angaben machen, wie lange dieser Kuchen hält … er war einfach zu schnell weg 😉 ! Da er aber gar nicht kompliziert zuzubereiten ist, backen wir halt einen neuen, nicht wahr 😉 ?

Tja, für uns bricht nun eine neue Zeit an, denn mein Mann ist ja ab jetzt immer zu Hause und ich bin mal gespannt, wie wir beiden damit klar kommen 😉 . Ich muss aber ja noch ein paar Jährchen arbeiten und so kann ich ich ja vielleicht in Zukunft darauf freuen, das ein Teil der Hausarbeit nun schon getan ist, wenn ich heimkomme 😉 😉 😉 .

Ahoj!

ganz liebe Grüße und einen sonnigen Sonntag 😉

Eure MaLu ♥♥♥

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Saftiger Kokos-Orangenkuchen mit knackigem Perlzucker

Nach der doch eher aufwändigen Orangentorte der letzten Woche, geht es heute einmal blitzschnell und erneut mit Orangen weiter. Schließlich ist das Wetter zur Zeit traumhaft. Und außerdem wollen wir die Zeit dieser leckeren Früchte auch noch ausnutzen, oder? – Obwohl … soll ich euch was verraten? Da sind gar keine frischen Orangen in diesem Kuchen 😉 !

Waaas?! Ja, was denn sonst? fragt ihr?  Orangeat ist die Antwort! … Ja, ja, jetzt höre ich schon einige von euch aufjaulen: „Iiiiihhh! Ich mag kein Orangeat! Das sind doch diese kandierten Orangenschalen, diese zähen Würfelchen, die man z. B. im Stollen findet, oder???“ Ja, genau! Aber keine Angst! Ich bin normalerweise auch kein Fan dieser Stückchen. Aber feingehackt in einem saftigen Kokosteig – ich sag`s euch, da werdet einige von euch ihre Meinung über Orangeat schleunigst ändern müssen.

So unspektakulär er auch aussieht, dieser Kuchen ist ein Hammer! Ich mochte ihn so gerne, dass ich ihn ganz alleine aufgegessen habe 😀 ( na gut, es ist ja auch ein Minikuchen und mein Mann hat auch ein Stückchen abbgekommen 😉 ) . Nein, nicht mal unsere Lieblingsnachbarn, nicht mal meine Arbeitskollegen, fast keinen ließ ich ran! Und weil er so schön saftig ist, hält er ja problemlos mehrere Tage, so dass ich immer wieder ein kleines Stückchen naschen konnte.

Ganz wenig Mehl ist in dem Teig, dafür Kokosraspeln, fein geschnittenes Orangeat und gebräunte Butter. Hach, wie lecker und aromatisch! Wisst ihr was ich besonders mochte? Dieses Knacken des Hagelzuckers, mit dem die Backform vor dem Einfüllen des Teiges ausgestreut wird. Und megaschnell zubereitet ist er auch noch! Überzeugt? Na, dann mal an’s Werk! 🙂

 

Kokos-Orangenkuchen mit Perlzucker

Für eine Springform mit 16-18 cm Ø

  • 2 Eiweiß
  • 30 g Rohrohrzucker o. brauner Zucker
  • 85 g Butter, gebräunt
  • 90 g Kokosraspeln
  • 50 g Rohrohrzucker o. brauner Zucker
  • 20 g Puderzucker
  • 40 g fein gehacktes Orangeat (fertig gekauft oder selbstgemacht)
  • 1 Prise Salz
  • 2 Eigelbe
  • 1 Ei
  • 45 g Mehl
  • 1 gestr. Teel. Backpulver
  • 20 g Perlzucker/ Hagelzucker
  • 1 Essl. Kokosraspeln

Backofen auf 180 Grad vorheizen. Die Springform einfetten. Ich habe eine 16er verwendet, bei 18 cm Ø wird der Kuchen entsprechend flacher.  Die Butter in einem Topf bei mittlerer Hitze so lange köcheln lassen, bis die Eiweißteilchen darin schön golden gebräunt sind. – Das Eiweiß mit 30 g Zucker nicht zu steif schlagen. – Die Kokosraspeln, Zucker, Salz und das fein gehackte Orangeat in einer Schüssel vermischen. Die Eigelbe und das Ei hinzufügen und mit dem Mixgerät verschlagen. Die gebräunte Butter dazu geben und in zwei Portionen, das mit dem Backpulver vermischte Mehl unterrühren. Danach, ebenfalls in zwei Portionen, das geschlagene Eiweiß locker unterheben. – Die gefettete Springform mit dem Perlzucker und den Koskosraspeln ausstreuen und den Teig darauf verteilen. Im heißen Backofen 30-40 Minuten backen. Nicht zu lange backen, damit der Kuchen schön saftig ist. Stäbchenprobe machen! Fertig gebacken, den Kuchen 5 Minuten setzen lassen und anschließend aus der Form nehmen. – Gut verpackt bleibt der Kokos-Orangenkuchen mehrere Tage saftig.

Mit Klick auf das Rezeptfoto gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF:

Im Originalrezept von Philippe Conticini wird der Kuchen mit kandiertem Ingwer gebacken. Ingwer mag ich zwar sehr, doch mit dem kandierten stehe ich ein wenig auf Kriegsfuß. Dennoch, hätte ich ihn im Haus gehabt, ich hätte es ausprobiert! Doch Glück im Unglück, sonst hätte ich wohl diese leckere Variante mit Orangeat verpasst. Und ihr auch! Aber ich denke, ich werde das Rezept trotzdem noch einmal mit dem Ingwer testen. Vielleicht werde ich dann auch angenehm überrascht …

Ich hoffe, ich konnte euch an diesem Wochenende mit diesem superschnellen und superleckeren Kuchen glücklich machen. Und wer ihn getestet hat weiß, dass er in seiner Schlichtheit einfach nur perfekt ist. Da braucht es keine weitere Verzierung, finde ich.

Passend zum herrlichen Frühlingswetter haben wir an diesem Wochenende etwas richtig Tolles vor. Davon erzähle ich euch dann aber nächste Woche 😉 .

Bis dahin bleibt munter und vergnügt!

Eure MaLu ♥♥♥

 

Quelle: Adaption aus La Pâtisserie des rêves – P. Conticini

Fleur d’Ivoire – Kuppeltorte aus weißer Schokolade, Kokos, Himbeeren und Kirschen

Wisst ihr was meine Tochter geantwortet hat, als ich ihr ein Foto dieser Torte geschickt habe?

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„Wow! Die sieht ja toll unecht aus!“

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Öhm!! 😀 Na, super!!  Könnt ihr euch vorstellen wie doof ich geguckt habe? 😀 „Unecht???!“, schrieb ich zurück. „Ja, so perfekt“, antwortete sie. „Cooles Foto“!

Okaaayyy … , dachte ich. Ist das jetzt gut oder schlecht? Na, ich denke mal ich buche das jetzt mal auf die positive Seite, oder? 😉

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Im Ernst, ich habe mich total gefreut, dass diese kleine Torte so leicht gelungen ist und war auch ein bisschen stolz darauf, als sie fertig vor mir stand 🙂 . Und tatsächlich ist sie wirklich nicht einmal schwer zuzubereiten!  fleur-divoire-3Wie ich bereits letzte Woche schrieb, habe bzw. nehme ich mir im Moment mal etwas Zeit für mich. Dabei habe ich mir wieder einige meiner tollen Pâtisserie Bücher vorgeknöpft. Das heutige Rezept stammt aus dem Buch GÂTEAUX von Christophe Felder und Camille Lesecq. Dieses Prachtstück von einem Buch (in französischer Sprache) hatte ich mir bereits im letzten Jahr selber zum Geburtstag geschenkt und inzwischen stecken jede Menge Post-its darin 😉 . Doch nicht nur die Optik dieser Torte sprach mich an, sondern auch die Zutaten. Für Kokos bin ich immer zu haben, und Himbeeren und Kirschen sind ein schöner Gegenspieler zur süßen weißen Schokolade.

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Wie fast alle Kuppeltorten wird auch diese ‚über Kopf‘ aufgebaut. Weiße Schokoladenmousse, mit Himbeer- und Kirschsirup getränkte Kokosdacquoise (Makronen- bzw Baiserteig), sowie Himbeeren und Kirschen. In meinem Fall gefrorene Früchte, aber auch Kirschen aus dem Glas oder bestenfalls natürlich frische Früchte sind möglich. Der Zubereitung ging wirklich ziemlich einfach und schnell. In einem Rutsch werden die drei Kokosböden gebacken, zwischendurch der Sirup und die Mousse zubereitet und schon kann man die Torte zusammen mit den Früchten aufbauen. Danach geht’s für eine Nacht in den Tiefkühler.

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Ich habe mich bei der Garnitur an das Vorbild des Pâtissiers gehalten und aus weißer Schokolade runde Plättchen gemacht. (Meine lieben Follower auf Instagram finden hiermit die Auflösung des Rätsels 😉 ) Nur den Guss habe ich gegen eine weiße Glanzglasur ausgetauscht, da ich sie optisch so passend fand. Wer lieber das Original zubereiten möchte, für den habe ich das Rezept der Nappage ebenfalls aufgeschrieben. Ihr entscheidet dann einfach wie ihr es wünscht 🙂 .

 

Fleur d’Ivoire

 – Christophe Felder / Camille Lesecq –

Ich habe eine Silikon-Halbkugelform* mit 18 cm Ø  verwendet. Es geht aber auch jede andere Halbkugelform dieser Größe. Jedoch ist das Lösen der gefrorenen Torte aus einer Metall- oder Glasform etwas schwieriger.

Kokosteig (ich habe hier zwei Drittel des Originalrezeptes angegeben, da ich viel zu viel Teig hatte)

  • 20 g gemahlene Mandeln
  • 80 g Puderzucker
  • 17 g Mehl
  • 60 g Kokosraspeln
  • 103 g Eiweiß
  • 30 g Zucker
  • 30 g Kokosraspeln zum Überstreuen

kokosdacquoise

Backofen auf 190 Grad Ober-/ Unterhitze vorheizen. Auf der Rückseite eines Stück Backpapiers mit einem Zirkel drei Kreise mit 12, 14 und  16 cm Durchmesser zeichnen. –  Gemahlene Mandeln, Puderzucker, Mehl und Kokosraspeln mischen. Das Eiweiß mit dem Zucker steif schlagen und die Nuss-Zuckermischung unterheben. Den Teig in einen Spritzbeutel mit  10 mm Rundtülle füllen und damit spiralförmig drei Kreise in den o. g. Größen spritzen. Mit Kokosrapeln überstreuen und 10-15 Minuten backen. Dabei die Temperatur des Backofens auf 160 Grad reduzieren. Die Teigkreise auf dem Backpapier abkühlen lassen.

Roter Sirup

  • 50 g Himbeerpüree (Fertigprodukt oder selbstgemacht)
  • 50 g Kirschsaft
  • 25 g Zucker

Im Originalrezept köchelt man 100g Kirschen mit 10 g Zucker, lässt sie abtropfen und verwendet den gewonnenen Saft. Wenn ihr Kirschen aus dem Glas verwendet, geht natürlich auch der darin vorhandene Saft. – Für das Himbeerpüree einfach einige Himbeeren durch’s Sieb streichen oder ,falls vorhanden, ein Fertigprodukt verwenden. Die Menge des Sirups ist reichlich bemessen! Reste schmecken aber lecker in Mineralwasser, Smoothie oder Müsli. 

Weiße Mousse

  • 5 g Gelatine (3 Blätter)
  • 215 g weiße Kuvertüre, geschmolzen
  • 110 ml Vollmilch
  • 250 g Sahne 35 %

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Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen. Die weiße Kuvertüre in der Microwelle oder im Wasserbad schmelzen. Milch in einem kleinen Topf erhitzen, vom Herd nehmen und die Gelatine darin auflösen. Ein Drittel der heißen Milch in die weiße Kuvertüre gießen und glattrühren. Das zweite Drittel dazu geben, glattrühren und danach den Rest der Milch unterrühren. Die Sahne cremig schlagen. Wenn die Schokoladenmasse 30-35 Grad erreicht hat, die Sahne zügig unterziehen.

Aufbau

  • 100 g Kirschen (frisch, Glas oder TK)
  • 150 g Himbeeren (frisch oder TK)
  • Beides ist reichlich bemessen!

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Ein Drittel der weißen Mousse in die Halbkugelform gießen. Die kleinste Kokosteigscheibe einlegen – Hinweis: Zum Rand der Form sollte beim Einlegen der Teigscheiben immer ca. 1 cm Raum sein! Ggf. die Teigscheiben etwas kleiner schneiden, damit sie später nicht von außen zu sehen sind! – Die Teigscheibe mit dem Sirup tränken/bepinseln. Himbeeren und Kirschen dicht an dicht darauf verteilen. Alles mit dem zweiten Drittel der Mousse bedecken. Die mittlere Teigscheibe auflegen und mit Sirup tränken. Die restliche weißen Mousse darüber verteilen und mit der letzten und größten Teigscheibe abschließen (Sie bildet später den Boden der Torte). – Die Form mit Folie abdecken und eine Nacht einfrieren.

Schokoladendekor

  • 125 g weiße Kuvertüre
  • etwas Puderzucker oder Dekorschnee*
  • alternativ: fertige weiße (allerdings eckige) hauchdünne Schokoladentäfelchen

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Die weiße Kuvertüre zunächst temperieren. Eine gute Anleitung findet ihr bei Interesse hier: klick. Die fertig temperierte Schokolade dünn und gleichmäßig auf eine Folie streichen und kristallisieren lassen. Mit einem erwärmten runden Ausstecher Kreise in unterschiedlichen Größen ausstechen und diese bis zur Verwendung in einer geschlossenen Dose im Kühlschrank aufbewahren. – Vor dem Dekorieren der Torte werden die Scheibchen mit Puderzucker bzw. Dekorschnee (hält auch Feuchtigkeit stand) bepudert.

Weiße Mirror Glaze (Rezept von Ofenkieker)   (Für meine Variante der Fleur d’Ivoire)

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Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen. Wasser, Zucker und Glucosesirup zum Kochen bringen. Vom Herd ziehen, kurz etwas abkühlen lassen. Dann die Gelatine einrühren. Die gehackte Kuvertüre hinzufügen, einen Moment aufweichen lassen, danach die weiße Lebensmittelfarbe und die Sahne unterrühren. Mit einem Stabmixer aufemuglieren. Dabei möglichst keine Luft einarbeiten!

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Zum Gießen der Spiegelglasur sollte diese eine Temperatur von ca. 35 Grad C haben! Dafür die Torte aus der Form holen und auf ein Rost über ein Gefäß stellen, welches die überlaufende Glasur auffängt. Die Glasur gleichmäßig über die gefrorene Torte gießen. Nicht mehr anfassen! Die Glasur zieht sofort an und man würde jeglichen Eingriff später sehen! Die Torte vorsichtig auf eine Platte setzen und auftauen lassen. Mit den bepuderten Schokoladenscheiben dekorieren.

Alternativ:

Das Glasurrezept des Originals:

  • 10 g Gelatine
  • 150 g Wasser
  • 200 g Zucker
  • ¼ Orangenschale
  • ¼ Zitronenschale
  • ½ Vanilleschote

Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Wasser und Zucker in einen Kochtopf geben und die aufgeschlitzte Vanille, Orangen- und Zitronenschale hinzufügen. Alles zum Kochen bringen. Vom Herd nehmen, kurz abkühlen lassen und die gut ausgedrückte Gelatine in der warmen Flüssigkeit auflösen. Durch ein feines Sieb gießen. Die Fruchtglasur kann gut vortags zubereitet werden. Im Kühlschrank hält sie einige Zeit. Um die Glasur dann zu gießen muss sie im Wasserbad erwärmt werden. Auch sie soll auf die gefrorene Torte aufgetragen werden.

Mit Klick auf das Rezeptfoto gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF-Rezeptansicht:

*MaLu's-PDF-Rezept

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Die Fleur d’Ivoire, was frei übersetzt „Elfenbeinblume“ heißt, deren Name sich wahrscheinlich aber eher auf die weiße Schokolade ‚Ivoire‘ von Valhrona bezieht,  ist insbesondere durch die Garnitur der weißen Schokoladenplättchen ein echter Hingucker. Die zweite Überraschung folgt beim Anschnitt, durch den Kontrast vom strahlenden Weiß mit dem blutroten Inneren. Ich fand die weiße Glanzglasur deshalb sehr chic dazu. Doch ich würde die Torte auch gern noch einmal mit der Original Nappage, einer transparenten Fruchtglasur, probieren wollen.

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Die Torte mit der Mirror glaze hält sich sehr gut ein bis zwei Tage im Kühlschrank. Sie wird nur noch saftiger! Allerdings lösten sich dann auch einige der flach angesetzten Schokoplättchen und rutschten nach unten. Solltet ihr die Torte also erst am folgenden Tag servieren wollen, würde ich die Plättchen erst dann, unter Zuhilfenahme von einem winzigen Klecks Marmelade o.ä., ansetzen. Das Anschneiden mit solcher Deko ist natürlich auch eine Herausforderung 😀 , aber was nimmt man nicht alles für so eine grandiose Optik in Kauf 😉 !

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Passend zu dieser Torte fehlt uns dann nur noch der Schnee. Ich gebe zu, dass ich nicht versessen darauf bin, denn hier im Land zwischen den Meeren, bleibt er meist nicht lange liegen und wird bestenfalls matschig.

Euch wünsche ich nun ein erholsames Wochenende. Mit Schnee oder ohne, aber auf keinen Fall ohne leckeren Kuchen 😉 !

Liebste Grüße Eure MaLu

♥♥♥

 

Quelle: Gâteaux – Christophe Felder / Camille Lesecq

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