Duftiger Gugelhupf mit Rose & Hibiskus

Der Frühling ist endlich da und mit ihm die Verheißung von Blumenduft im Sonnenschein. Nach dem letzten verregneten Jahr und dem langen dunklen Winter hier im Norden, genieße ich die Sonne und die lauen Lüfte noch mehr als sonst.

Als erstes recken, nach den Schneeglöckchen, die kleinen Veilchen, die es sich bei uns ein bisschen dreist zwischen Rosen und Lavendelpflanzen gemütlich gemacht haben, ihr blauen Blüten ins Frühlingslicht. Wie ich diesen Duft liebe! Jedes Mal wieder kann ich kaum glauben, dass aus einer so winzigen Blüte, so ein Duft aufsteigen kann. – Und dann gehts meist schon Schlag auf Schlag weiter mit Tulpen und Narzissen, mit Flieder, Kirschblüten und Rosen. In alle Blüten muss ich meine Nase stecken ;-) . Mein Gehör mehr als schlecht und zum Lesen brauche ich schon länger eine Brille, doch mein Geruchssinn, der ist vortrefflich :-D !

Schon lange habe ich mir vorgenommen einen Gugelhupf zu backen, voller Aromen aus dem Orient. Safran, Rosenwasser, Kardamom, Orange – vereint in einem duftigen Kuchen. Joghurt und Nüsse bringen Saftigkeit und Crunch. Der Sud getrockneter Hibiskusblüten, die ich in der Provence gekauft habe (die gibt’s aber auch hier ;-) ) , verleiht dem Guss zusammen mit Rosenwasser nicht nur eine wunderschöne Farbe, sondern auch einen feinen Geschmack.  

So einen Kuchen kann man doch nicht einfach so nebenbei verspeisen! Der braucht doch einen großen Auftritt, oder? Hat er bekommen ;-) !! Was kann sich ein Gugelhupf denn mehr wünschen als ein Geburtstagskuchen zu werden <3 ?

Und dann noch der Geburtstagskuchen einer besten Freundin <3 ! Meine liebste Renate feierte dieser Tage ihren runden Geburtstag. Das große Fest war auf Wochenende verschoben und so gab’s erstmal nur eine kleine Kaffeerunde unter Freunden. Eine große Torte wäre für uns vier viel zu viel gewesen, schließlich musste noch etwas Platz für ein leckere Abendessen bleiben ;-) . Und so schmückte ich den duftenden Gugelhupf mit goldenen Geburtstagskerzen und trug ihn zum Geburtstagskind.

Das Singen habe ich ihr dann lieber erspart ;-) . Stattdessen durfte sie sich nach dem Auspusten der Kerzen etwas wünschen und ihre Geschenke auspacken. Danach ließen wir uns den Kuchen zu einer Tasse Kaffee schmecken. Mmmmh, so schön saftig und nach feinen Gewürzen schmeckend, war der Gugelhupf seinem „Ehrenauftrag“ gerecht geworden und geschmacklich ein voller Erfolg :-) .

 

*Das Rezept beinhaltet Werbelinks.

Duftiger Gugelhupf mit Rose & Hibiskus

Für eine Gugelhupfform mit 24 cm Ø – ich habe die Nordicware Bavaria* verwendet.

Teig

  • 150 g neutrales Öl (z.B. Sonnenblumen- oder Rapsöl)
  • 200 g Puderzucker
  • 5 Eier Gr. M
  • 50 g gemahlene Mandeln
  • 150 g griech. Joghurt 10%
  • 3 El. Rosenwasser*
  • Abrieb ½ Bio Orange
  • 1 Teel. Safranfäden (½ g) + ca. 20 ml heißes Wasser (alternativ Saft ½ Orange)
  • 150 g Mehl
  • 60 g Stärkemehl
  • 2 Teel. Backpulver
  • 1 Teel. gemahlenen Kardamom
  • 1 Prise Salz
  • 3 El. gehackte Pistazien

Alle Zutaten sollten Zimmertemperatur haben! – Den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Gugelhupfform sorgfältig fetten. (Für konturenreiche Formen wie die hier verwendete nehme ich Backtrennspray*) Die Safranfäden mit dem heißem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen.  – Das Öl zusammen mit dem Puderzucker in eine große Schüssel füllen und mit dem Mixgerät sehr schaumig rühren. Nach und nach die Eier hinzufügen und jedes mindestens eine halbe Minute verquirlen. Danach die gemahlenen Mandeln, den Orangenabrieb, den zimmerwarmen Joghurt und den Safran mitsamt der Flüssigkeit (oder den Orangensaft) unterrühren. Mehl, Stärke, Backpulver, Salz und Kardamom mischen, über die Eimasse sieben und zu einem glatten Teig verrühren.  Die gehackten Pistazien ebenfalls unterrühren und den Teig in die vorbereitete Gugelhupfform füllen. Bei 180 Grad ca. 35 Minuten backen. Bitte eine Stäbchenprobe machen, bevor er aus dem Ofen genommen wird. Den Kuchen mindestens 10 Minuten in der Form ruhen lassen, dann auf ein Rost stürzen und komplett abkühlen lassen.

Guss

Die Hibiskusblüten mit kochendem Wasser übergießen und ca. 15 Minuten ziehen lassen. Den Puderzucker in eine Schüssel sieben und mit dem Rosenwasser und dem portionsweise hinzugefügtem roten Hibiskussud zu einem dickflüssigen Guss verrühren. Den Guss auf dem abgekühlten Gugelhupf verteilen und sogleich mit getrockneten Blüten und gehackten Pistazien bestreuen.

Gut abgedeckt bleibt der Gugelhupf bleibt mehrere Tage saftig.

Mit Klick auf das Rezeptfoto gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF:

Es macht mir nicht nur immer besondere Freude, wenn meine Backexperimente gelingen, sondern wenn es dann auch einen passenden Anlass zum gemeinsamen Verkosten gibt. Renate war so angetan von dem Gugelhupf, dass sie mich bat, ihn doch zu ihrer großen Geburtstagssause noch einmal zu backen :-)

Sie und ihr Mann hatten nämlich den übrig geblieben Kuchen in den folgenden Tagen nach und nach vernascht und waren begeistert, dass er überhaupt nicht trocken wurde, sondern aromatisch und saftig blieb.

Na, dann gehe ich mal wieder Teig anrühren ;-) . Habt einen feinen Sonntag und eine ebensolche Woche, ihr Lieben

Herzlichst eure MaLu ♥♥♥

 

 

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Saftiger Pistazien-Orangen Marmorkuchen*

*Der Beitrag enthält Werbung – Am letzten Wochenende hatte ich die Gelegenheit, die Nordstil Messe in Hamburg zu besuchen. Ich ‚Provinzschaf‘ war doch tatsächlich mit der Vorstellung von einer (!) Messehalle voller Dinge, die das Leben schöner machen, losgefahren! Im Leben hätte ich nicht damit gerechnet, wie unglaublich groß diese Ausstellung ist! Auf über 55 000 Quadratmeter wurde hier Schönes für Heim und Küche, Geschenke, Schmuck und  alles was das Leben hübscher macht, angeboten. Hier ordern Shops ihre Waren der Saison und Blogger wie ich, laufen staunend durch die Gänge :-D .

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Es war schon wirklich sehenswert, aber ehrlich gesagt war ich froh, kein Inhaber eines Deko-Shops zu sein. Im Ernst, ich hätte mich nicht entscheiden können! :-D  Was mich aber besonders gefreut hat, ist dass ich ein paar meiner Bloggerfreunde endlich einmal persönlich treffen durfte. Zwar war nicht viel Zeit, doch ein paar herzliche Worte konnte ich mit Lixie von Photolixieous wechseln und auch Miho von herzelieb und Jana von NOM NOMS konnte ich endlich mal vis à vis begegnen ;-) .

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In der Abteilung ‚Küche und Genuss‘ der Nord Stil fühlte ich mich natürlich besonders wohl und habe ausgiebig zwischen Küchen- und Backutensilien gestöbert und genussreiche Leckereien probiert. Hier traf ich auch auf Alexandra B. vom Zielonka Shop*. Schon vor einiger Zeit hatte sie mich gefragt, ob ich nicht einmal die Backformen aus dem Shop ausprobieren möchte. Nichts lieber als das, denn ich bin, wie ihr wisst, ein Fan der Silikomart Silikonbackformen. Ich habe bereits eine ganze Menge im Schrank (Gottseidank nehmen sie nicht so viel Platz weg ;-) ). Erst letzte Woche habe ich die Schokoladenkuppeln in einer dieser Formen zubereitet. Diesmal aber habe ich mich für eine Guglhupfbackform entschieden, denn mich interessierte, ob ich mit dem Ergebnis genauso zufrieden sein würde, wie mit meinen Metallformen. Das Ergebnis seht ihr hier :-) .

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Nicht schlecht, oder? Die Bräunung war tadellos (darüber hatte ich mir die größten Sorgen gemacht), einzig die Backzeit hat sich, meiner Meinung nach, etwas verlängert. Der Gugl plumpste ohne Probleme aus der Form und war glatt wie ein Kinderpopo. Was will man mehr? Na klar, schmecken soll er doch auch! :-D Na, und wenn er das nicht täte, dann würdet ihr ihn hier auch gar nicht vorgesetzt bekommen! Da bin ich ja streng!

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Schön saftig und zart ist dieser Pistazien-Orangen Guglhupf. Das Pistazienaroma dominierte. Wer mag, kann etwas mehr Orangenschale verwenden. Im GranGusto, für das ich ihn gebacken hatte, war er jedenfalls innerhalb kurzer Zeit ratzeputz weg. Sagt alles, oder? ;-)

 

Pistazien-Orangen Marmorkuchen

Zutaten für eine 24 cm Guglhupfform (2 l Inhalt) Achtung: Alle Zutaten sollten Zimmertemperatur haben!

Teig:

  • 230 g Butter
  • 240 g Rohrohrzucker hell
  • 6 Eier Gr. M
  • 150 g Creme fraîche
  • 300 g Mehl
  • 1 Tüte Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 80 g Pistazienpaste, gekauft oder selbstgemacht
  • Abrieb 1 kleinen Bio Orange
  • 1 El. frisch gepresster Orangensaft

Pistazien-Orangen Marmorkuchen Den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Orange abreiben und auspressen. Pistazienpaste abwiegen und alles bereitstellen. Nun die Butter mit dem Zucker hellschaumig mixen, dabei nach und nach die Eier unterrühren. Jedes mindestens eine ½ Minute! Creme fraîche hinzufügen und das mit dem Backpulver vermengte Mehl darüber sieben. Nur kurz verrühren und dann den Teig halbieren. Unter die erste Hälfte rührt ihr den Orangenabrieb und -saft. Unter die zweite Hälfte die Pistazienpaste. Nicht zu lange rühren! Jetzt füllt ihr den Orangenteig in die Guglhupfform und verteilt darauf den Pistazienteig. Mithilfe einer Gabel, die ihr spiralförmig durch den Teig zieht gelingt euch der Marmoreffekt. Jetzt geht’s für unseren Kuchen für ca. 45-55 Minuten in den Backofen. Bitte macht eine Stäbchenprobe, denn jeder Backofen und jede Backform ist anders! Bleibt kein Teig mehr am Stäbchen hängen, holt ihr den Kuchen aus dem Ofen, lasst ihn 5 Minuten in der Form stehen und stürzt ihn anschließend zum Abkühlen auf ein Kuchenrost. Pistazien-Orangen Kuchen 12

Für die Glasur habe ich

  • 200 g Puderzucker +
  • etwas Orangensaft

zu einem dickflüssigen Guss verrührt, über den abgekühlten Kuchen gegeben und mit

  • gehackten Pistazien +
  • Orangenzesten

bestreut. Mit Klick auf das Rezeptbild gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF-Rezeptansicht:

*MaLu's-PDF-Rezept

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Da ich keine selbstgemachte Pistazienpaste zur Hand hatte, bin ich diesmal übrigens auf die Rewe ‚Sanfte Pistazie‘ Creme ausgewichen. Eine passable Lösung, wenn’s mal schnell gehen soll.

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Die Silikonform ‚BLUME‘ hat ihren ersten Test bravourös gemeistert :-) ! Sie ist sehr pflegeleicht und sie besitzt zusätzlich einen praktischen Verstärkungsring, den man am oberen Rand befestigen kann, so dass die Stabilität, besonders wenn die Form mit Flüssigkeit gefüllt ist, beim Transport in den Backofen gewährleistet ist. Im Zielonka Shop gibt es aber noch viel mehr zu entdecken. Ich konnte mich kaum entscheiden. Eine neue Form habe ich aber doch noch entdeckt … welche, wird aber noch nicht verraten ;-) .

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An diesem Wochenende geht’s aber nicht auf irgendeine Messe, sondern es wird sich ausgeruht! Meine Spätdienstwoche, die bei mir nicht besonders beliebt ist, und ein kleiner Infekt, der mich etwas ausgebremst hat, liegen hinter mir. Bevor mir aber die Lust am Kuchenbacken vergeht muss schon einiges mehr passieren ;-) .  Also freut euch schon auf’s nächste Törtchen und denkt an unser Blogevent Calendar of Ingredients. Mit den Zutaten Orange-Vanille-Muskat kann jeder (auch ohne Blog !) etwas Feines backen oder kochen und in diesem Monat bei Sandra’s Tortenträumereien einreichen. Am Ende des Monats möchten wir euch dann dort die ganze Sammlung vorstellen. Wir freuen uns auf eure tollen Ideen :-) !

Ganz liebe Grüße und ein superschönes Wochenende wünscht euch

Eure MaLu ♥♥♥

* Die Backform wurde mir kostenlos vom Zielonka Shop zum Test zur Verfügung gestellt. Meine Meinung darüber habe ich, wie immer, ehrlich und unbeeinflußt davon geäußert.

Das geglückte Experiment: Vincotto Kuchen al Gran Gusto

Experimentiert ihr auch so gern? Ich bin immer so schrecklich neugierig, ob das, was mir so in den Sinn kommt, wohl auch funktioniert. Nicht immer sind solche ‚Hirngespinste‘ hinterher von Erfolg gekrönt, aber manchmal, … manchmal kommt etwas richtig Geniales dabei heraus. So wie bei diesem Vincotto Kuchen al Gran Gusto :-) .Vincotto Kuchen_0052_2

Dieser rosarot und wildgemusterte Gugelhupf, war so ein Experiment. Auf die Idee gekommen und „schuld“ daran, dass er so ’shocking‘ aussieht, ist die zauberhafte Michaela Benke. Sie und ihr Mann betreiben das wunderbare, kleine italienische Spezialitätengeschäft GranGusto in Rendsburg, wo es ausgesuchte Produkte kleiner, italienischer Familienbetriebe gibt und wo man sich gern mit anderen fröhlichen Menschen zu einem Gläschen Wein oder einen Espresso auf einen Plausch trifft.  Bereits zur Einweihung hatte ich den beiden meinen Amarettokuchen gestiftet und daraus ist inzwischen ein kleiner Brauch geworden ;-) .

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Wer mir auf Facebook folgt, hat sicher schon bemerkt, dass fast jeden Donnerstag ein Gugelhupf gepostet wird, der dann im GranGusto verköstigt werden kann. Letzte Woche nun drückte mir Michaela eine Flasche Himbeer Vincotto in die Hand und meinte: „Mach doch damit mal einen Kuchen!“

Kennt ihr eigentlich Vincotto? Vincotto ist eine Essig Komposition aus eingekochtem Traubenmost roter und weißer Trauben. Wie dunkler, dickflüssiger Sirup fließt er aus der Flasche, ist süß und fruchtig, mit sanfter Säure. Es gibt ihn in verschiedenen Geschmacksrichtungen, wie z.B. Orange, Granatapfel und Himbeer. Man verwendet ihn im Salat, träufelt ihn über Vanilleeis und Desserts, aber man verfeinert damit auch Fleischgerichte und reicht ihn zum Käse. Zuerst war ich skeptisch, ob das wohl in einen Kuchen passen könnte. Essig?! Aber lasst euch versichern – das passt absolut!

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Ich habe mich dann vorsichtig an das Experiment gemacht und zunächst einen Mini Testkuchen gebacken. Volltreffer!! :-) Heraus kam ein grandios duftender Kuchen mit einer herrlich saftigen Krume und köstlichem Himbeer Vincotto Aroma. Am Rezept musste rein gar nichts geändert werden und so konnte Michaela schon an diesem Donnerstag den ersten Vincotto Kuchen al GranGusto in Empfang nehmen :-) . Wie gewünscht in ‚knallig pink‘ , durch eine Puderzuckerglasur, die ich mit Himbeerpüree angerührt habe. Der Teig selbst, wird durch den dunklen Sirup milchschokoladenbraun gefärbt.

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Vincotto Kuchen ‚Gran Gusto‘

 

Alle Zutaten sollten Raumtemperatur haben!!

  • 250 g weiche Butter
  • 230 g Zucker
  • 4 Eier Gr. L oder 5 Eier Gr. M
  • 1-2 Prisen Salz
  • etwas Vanille (Extrakt oder Natur)
  • 100 ml Vincotto Himbeer (ich habe den von Patrizia verwendet)
  • 125 g Schmand
  • 250 g Mehl
  • 1 Pck. Backpulver

Backofen auf 180 Grad Ober- / Unterhitze aufheizen. Die Butter mit dem Zucker sehr schaumig schlagen. Nach und nach die Eier untermixen. Jedes mindestens eine  halbe Minute! Anschließend das Salz und die Vanille, sowie den Vincotto und den Schmand unterrühren. Das Mehl mit dem Backpulver mischen und über den Teig sieben.Vincotto Kuchen Mit dem Mixgerät zu einem glatten Teig rühren und in die gut gebutterte Form füllen. Bei 180 Grad ca. 45 Minuten (bitte vorher Stäbchenprobe machen!) backen. 5 Minuten in der Form stehen lassen,  auf einen Kuchenteller stürzen und abkühlen lassen.

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Für den Guss

  • 220 g Puderzucker mit Himbeerpüree verrühren, so dass ein dickflüssiger, rosa Guss entsteht. Den Kuchen damit übergießen.

Mit Klick auf den folgenden Link gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF-Rezeptansicht: Vincotto Kuchen ‚Gran Gusto‘

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Ihr habt’s gelesen – der Kuchen ist blitzschnell zusammengerührt und ein geschmackliches Highlight. Ich habe den Himbeer Vincotto von Patrizia verwendet, den ihr (so ihr in der Nähe von Rendsburg wohnt) im GranGusto bekommt. Aber es gibt ihn auch in Online Shops oder, noch besser, ihr schaut mal in einem Spezialitätenladen oder gut sortiertem Supermarkt in eurer Nähe.

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Der Vincotto Kuchen ist herrlich saftig und das bleibt er auch für mehrere Tage … wenn er so lange überlebt ;-) ! Ich denke, ich werde ihn auch noch mit weiteren Geschmacksrichtungen testen.

Aber jetzt geht’s erst einmal in’s verdiente Wochenende :-) . Kühl ist es hier geworden – der Herbst hält Einzug in den Norden. Ich glaube, ich muss doch nochmal in die südliche Sonne ;-) .

Macht es euch schön und seid ganz herzlich gegrüßt

Eure MaLu ♥♥♥

 

Spinatgrüner Limettenkuchen im Blumenkleidchen

Manchmal ist es wie verhext!

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Auf dem Weg zu diesem Kuchen, den ich für die Juni #ichbacksmir Aktion von tastesheriff backen wollte, lagen allerhand Stolpersteine für mich bereit. ‚Einen simplen Rührkuchen sollte sie doch hinbekommen‘, denkt ihr jetzt sicher. Hm, habe ich auch gedacht … ;-) . Aber irgendwie hatte ich es mir wohl mit dem ‚Kuchengott‘ verscherzt, denn es brauchte zwei Anläufe inklusive eines Blutopfers, bis er endlich besänftigt war ;-) . Die erste Version war noch dreifarbig. Äußerlich auch ein recht hübsches Bürschchen im Blumenkleidchen. Schnell war das Fotoset im Garten aufgebaut – die Sonne schien – hach, welch schöne Fotos! Bis der Anschnitt folgte: Gelb, grün und rosa, toll marmoriert, aber … Klitschig!! – Mist! :-( – Fotosachen eingepackt und den Kuchen am nächsten Tag mit ins Labor genommen. Die Kollegen verspeisten ihn vergnügt und fragten mich immer wieder, was ich denn wohl an diesem hübschen und leckeren Teil auszusetzen gehabt hätte. Bin ich zu kritisch?!

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Ach so, habe ich euch eigentlich erzählt wodurch der Kuchen so schön grün wird? Spinat ist die Lösung! Spätestens jetzt hört die Hälfte der Leute auf zu lesen, stimmts? Igitt, Spinat im Kuchen!! Das kann doch nicht schmecken. DOCH! Das heißt, Nein! Nein, man schmeckt ihn nicht, den Spinat. Aber er färbt den Teig wundervoll frisch grün ein. Ganz natürlich und ohne Farbstoffe :-) . Hatte ich bei meiner ersten Version noch einen Teil des Teiges mit Himbeerpüree rosa gefärbt (was mir aber im nachhinein nicht so gefallen hat und es deshalb nun weggelassen  habe), war ich gleichermaßen begeistert von dem frischen Grün im Kuchen. Leider hatte ich jedoch keinen frischen Babyspinat mehr im Kühlschrank, so dass ich bei meinem zweiten Anlauf auf eingefrorenen zurückgreifen musste. Müsste doch genauso gut gehen. Müsste! Doch ich hatte die Rechnung ohne meinen Stabmixer gemacht. Der stellte sich nämlich ausgesprochen zickig an, weswegen ich (Achtung, liebe Kinder! NIEMALS nachmachen!!!) mit dem linken Zeigefinger immer wieder das Messer von umwickelten Spinat befreien musste. Es kam, wie es kommen musste … Ich weiß, ich habe es nicht anders verdient! Ich schäme mich auch!!! Lange Rede, kurzer Sinn, mein linker Zeigefinger ist … nun sagen wir mal … leicht zerhackt :-( ! Ich erwog kurz ins Krankenhaus zu fahren, verwarf es aber (schließlich habe ich eine medizinische Ausbildung), versorgte mich nach allen Regeln der Kunst, biss die Zähne zusammen und reinigte die Küche von Blut und Spinat.

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Aber so schnell gebe ich nicht auf!! Schon am nächsten Tag besorgte ich mir frischen Babyspinat und bastelte etwas am Rezept. Das Grün des ersten Kuchens hatte mir so gut gefallen, dass ich vom Marmorkuchen Abstand nahm und stattdessen dem Grüneffekt mit Limetten noch einen draufsetzte. Und was soll ich euch sagen: Aller guten Dinge sind drei. Dieser Kuchen wurde perfekt. Eine feine Konsistenz, ein feines Limettenaroma und eine wundervolle Leinwand für eine Blütendekoration. Ein Gang durch den sommerlich blühenden Garten und schon hatte ich ein Körbchen voll essbarer Blumen zusammengesammelt, die es sich auf dem Limettenzuckerguss bequem machen durften. Auf diese Weise zaubert man aus einem einfachen Rührkuchen einen  romantischen Sommerkuchen.

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Sommerkuchen??!! Schön wär’s! Der letzte Stolperstein musste beim Fotografieren beiseite geräumt werden. Wie könnte es anders sein: Das Wetter!! So ein Kuchen muss doch draußen fotografiert werden, oder? Nicht genug, dass mein verpflasterter Finger mich behinderte. Nein, es war eiskalt draußen, der Wind fegte die Blumen vom Tisch und zu guter Letzt begann es auch noch zu regnen :-( ! Aber wie ihr seht, bekam ich dann doch noch einige anständige Fotos in den Kasten und zur Belohnung gönnte ich mir ein großes Stück Limettenkuchen :-) . Mmmmh!!

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Und hier ist das Rezept für euch:

 

Spinatgrüner Limettenkuchen

 

Teig:

für eine  große Gugelhupfform 25×8 cm

  • 200 g weiche Butter
  • 240 g Zucker
  • 4 Eier Gr. L (oder 5 Gr. M)
  • 300 g Mehl
  • 2 ½ Teel. Backpulver
  • 100 g Joghurt 3,5 %
  • 100 g frischer Bio Babyspinat, gewaschen
  • Abrieb von 3 Bio Limetten
  • 1 El Limettensaft

Alle Zutaten sollten Raumtemperatur haben! Den Backofen auf 180 Grad Ober-/ Unterhitze aufheizen. Eine große Gugelhupfform einfetten.

Zunächst solltet ihr den Spinat zusammen mit dem Joghurt und dem Limettensaft in einer Moulinette/ Stabmixer o. ä. zu feinem Brei mixen. Anschließend den Abrieb der Limetten hinzufügen.Spinat

In einer Rührschüssel werden nun Butter und Zucker sehr lange schaumig geschlagen. Die Eier nach und nach untermixen. Jedes Ei mindestens eine halbe Minute. Die Masse sollte hell und fluffig sein. Anschließend rührt ihr den Spinatmix mit einem Teigschaber locker unter. Das mit dem Backpulver vermischte Mehl über den Teig sieben und mit dem Mixgerät unterrühren. (Nicht zu lange!)Limettenkuchen_0295fLimettenkuchen_0297f

Jetzt habt ihr einen wunderschönen hellgrünen Teig, den ihr in die vorbereitete Backform füllt und ca. 40-45 Minuten bei 180 Grad backt. Bitte Stäbchenprobe machen! Jede(r) Backofen/ -form ist anders! Danach auf einem Rost ganz auskühlen lassen.Limettenkuchen_0298f

Glasur:

  • 200 g Puderzucker
  • ca. 40 – 50 ml Limettensaft
  • verschiedene essbare Blüten

Den Limettensaft vorsichtig und portionsweise unter den Puderzucker rühren. Nur so viel, dass der Guss noch sehr dickflüssig ist. Diesen verteilt ihr auf dem Kuchen und dekoriert dann den noch feuchten Guss nach Wunsch mit Blüten.

Mit Klick auf den folgenden Link gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF-Rezeptansicht:  Spinatgrüner Limettenkuchen

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Könnt ihr euch vorstellen, wie gespannt ich auf den Anschnitt war? :-D

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Alles gut! Fluffig, saftig und herrlich hellgrün! Ende gut alles gut! Nun mal her mit der Kuchengabel :-D ! Und für euch heißt es: Ran an die Rührschüsseln! Ich back’s mir :-D

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Euch allen ein wundervolles Wochenende, ohne Stolpersteine, dafür aber mit (hoffentlich) Sonnenschein! Schaut mal bei Clara von tastesheriff vorbei und bewundert die Kollektion tollster Rührkuchen Variationen. Es lohnt sich wie immer!

 

 

Liebe Grüße

Eure MaLu ♥♥♥