Tomaten Cheesecake Tarte

Da bin ich wieder! 😀 Der Bloggeburtstag ist vorbei und vorbei ist auch unser schöner Urlaub. Ja, wir waren schon wieder unterwegs! 😀 In diesem Jahr sind wir wirklich reiselustig.Tomaten Cheesecake Tarte

Nachdem das letzte Jahr durch traurige Abschiede urlaubstechnisch etwas zu kurz gekommen war, holen wir in diesem Jahr alles nach 🙂 . Das Wetter war hier ja auch mehr als bescheiden in den letzten Wochen. Wir jedoch durften noch einmal die Sonne der Provence und der italienischen Riviera genießen. Hach, war das herrlich!! Wer mir auf Instagram folgt, durfte uns dabei ein klein wenig begleiten 😉 .Provence ImpressionenIn der Nähe von Nyons, einem hübschen Städtchen in der Region Provence Rhône-Alpes, wohnten wir in einer Wohnung mit zauberhaftem Blick auf Olivenbäume und Weinberge, ruhig und mitten in der Natur. In Nyons findet übrigens jede Woche einer der schönsten provencalischen Märkte statt. Lavendel, Früchte, Käse, Textilien, Seife … ach, ich kann es gar nicht alles aufzählen! Ein einziger Sinngenuss, genauso wie die ganze provencalische Landschaft, das excellente Essen und die Weine aus der Region. Und natürlich haben wir es uns auch nicht nehmen lassen, unsere lieben französischen Freunde Brigitte und Michel zu besuchen. Vor Jahren als unsere B&B Vermieter kennengelernt, sind sie uns so sehr ans Herz gewachsen, dass wir jedes Mal feuchte Augen bekommen, wenn wir uns treffen. Zwei Menschen mit einem Herz aus Gold ❤ .Italien ImpressionenNach einer Woche zogen wir dann weiter in unser geliebtes Alassio an der italienischen Riviera. Hierher kommen wir schon viele Jahre. Nirgends ist der Strand schöner, lässt es sich herrlicher durch die Gassen bummeln und das Meer genießen. Und auch in Italien besuchten wir liebe Freunde. Gisella und Raffaele kennt ihr ja auch bereits aus früheren Beiträgen. Mit wieviel Herzlichkeit wurden wir wieder von den beiden empfangen! Kulinarisch verwöhnt wurden wir ebenfalls aufs Feinste. Ich wünschte, ihr hättet das alles mal probieren können, was Gisella da für uns gezaubert hat und welch fabelhafte Weine und Getränke uns Raffaele servierte. Wir können ihnen gar nicht genug danken ❤ !Tomaten Cheesecake TarteMit Sonne betankt und voller herrlicher Impressionen sind wir nun zurück in der Heimat. Dankbar dafür, dass wir nach diesem bescheidenen norddeutschen Sommer, noch einmal zwei so schöne Wochen erleben durften. Habt ihr nun erwartet, dass es heute hier ein Törtchenrezept nach französischem Vorbild gibt 😉 ? Seid beruhigt … kommt irgendwann auch noch! 😀 Aber zunächst einmal serviere ich euch eines meiner seltenen herzhaften Rezepte auf MaLu’s Köstlichkeiten. Eine Tarte bzw. ein Cheesecake mit aromatischen Kirschtomaten mit Pinienkernen und Kräutern der Provence. Ein kleines Andenken an unsere wunderbare Urlaubszeit und ein leckerer Begleiter zu Wein und Federweißer, wovon wir zur Zeit nicht genug bekommen können 😉 .Tomaten Cheesecake Tarte

In dem Mürbeteig habe ich gemahlene Salzbrezel verarbeitet. Ein Prototyp der Tarte hatte ich komplett aus Salzbrezeln und Butter (ähnlich wie ein Keksboden) zubereitet, auch schmackhaft, war mir dann aber doch zu bröselig. Die Füllung ist schnell zusammengerührt. Schmeckt sie schön kräftig ab! Die kleinen Kirschtomaten habe ich in verschiedenen Farben ausgewählt. So bekommt man einen tollen Verlaufseffekt. Noch etwas Pesto zum Bestreichen (das mache ich immer selber frisch im Thermomix) und einige geröstete Pinienkerne. Voilà, das perfekte kleine Abendessen oder ein toller Snack zu einem Glas Wein wenn ihr Gäste habt.

Tomaten Cheesecake Tarte

 

Tomaten Cheesecake Tarte

Zutaten für eine Tarteform* mit Hebeboden ca. 11 x 35 cm

Teig

  • 125 g Mehl Type 550
  • 50 g gemahlene Salzbrezel bzw. -stangen
  • 1 Ei
  • 70 g weiche Butter
  • ½ Teel. Salz (bzw. nach Geschmack)

Alle Zutaten schnell zu einem Teig verarbeiten, in Frischhaltefolie wickeln und 1-2 Stunden in den Kühlschrank legen. Anschließend auf einer bemehlten Oberfläche ausrollen und die gebutterte Tarteform damit auslegen. Die Ränder gerade schneiden und die so vorbereitete Form für mindestens 15 Minuten ins Gefrierfach stellen (diese Vorgehensweise ersetzt das Blindbacken mit Hülsenfrüchten und vermeidet, dass der Rand zu sehr absackt). Den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Nach Ablauf der Kühlzeit die Tarte im heißen Backofen 10-12 Minuten vorbacken. In dieser Zeit kann die Füllung vorbereitet werden.

Cheesecake Füllung

  • 200 g Kräuter Frischkäse
  • 40 g flüssige Sahne
  • 30 g geriebener Parmesan
  • ½ Teel. getr. Kräuter der Provence
  • ½ Teel. getr. Chiliflocken (Pul biber)
  • 1 Ei
  • Salz & Pfeffer

Kräuter-Frischkäse, Sahne, Parmesan und Gewürze gut verrühren. Das Ei mit sachte einrühren und die Masse noch einmal pikant abschmecken. Die Cheesecakecreme in der vorgebackenen Tarte verstreichen

  • je nach Größe ca. 20 Kirschtomaten, idealerweise in unterschiedl. Farben
  • etwas Pesto zum Bestreichen
  • 20 g Pinienkerne

Die Kirschtomaten halbieren und auf der Creme verteilen. Die Schnittflächen dünn mit Pesto bestreichen. Die Tarte noch einmal ca. 35 Minuten zu Ende backen. In der Zwischenzeit die Pinienkerne ohne Fett in einer Pfanne goldbraun rösten und die fertige Tarte damit bestreuen. Wahlweise kann die Tarte auch mit frischem Basilikum, Parmesan, Chiliflocken oder Kräutern bestreut werden. Die Tarte schmeckt heiß, aber auch lauwarm am besten und kann auch am nächsten Tag noch einmal kurz aufgewärmt werden. Dazu passt ein Glas Wein oder Bier 😉 .

Mit Klick auf das Rezeptfoto gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF:

Tomaten Cheesecake Tarte Rezept

Tomaten Cheesecake TarteNach all den schönen Sonnentagen, all den kulinarischen Genüssen und den wunderbaren Begegnungen mit unseren französischen und italienischen Freunde, hält nun wieder der Alltag Einzug. Wir haben wieder Kraft für Aufgaben und Krisen geschöpft und hoffen, noch lange davon zehren zu können.

Tomaten Cheesecake TarteUnd sind sie nicht auch manchmal schön, diese ersten Herbsttage? Ich kann mir nicht helfen – ich mag den Herbst. Selbst wenn es stürmt und regnet! Da kann man es sich wieder so richtig schön gemütlich machen. Mit einer Tasse Tee, oder einem Gläschen Wein und einem Stückchen Tomatentarte auf dem Teller 😉 .

Tomaten Cheesecake Tarte

Ihr Lieben, an dieser Stelle möchte ich mich unbedingt noch einmal bei euch für die unglaublich lieben Kommentare und Mails anlässlich des 4. Bloggeburtstags bedanken!

Ehrlich … ihr habt mein Herz berührt ❤ !

Macht es euch schön!

Eure MaLu ♥♥♥

 

*Affiliatelink /Werbelink – Wenn ihr über diesen Link etwas bestellt, kostet es euch keinen Cent mehr. Ich jedoch bekomme einen kleinen Prozentsatz des Kaufpreises als Provision. Mit diesem Miniverdienst aus der Werbung kann ich einen kleinen Teil meiner Unkosten für den Blog decken oder in neue Formen o. ä. investieren. Vielen Dank für eure Unterstützung ♥ !

Bûche de noël – ein köstliches, „hölzernes“ Dessert

♥ Vierter Advent

Weihnachten rückt unaufhaltsam näher – Zeit sich Gedanken um ein festliches Dessert zu machen

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Besonders in Frankreich pflegt man bis heute die Tradition zu Weihnachten eine Bûche de noël auf den Tisch zu bringen. Ursprünglich entstanden aus dem Brauch zwischen Weihnachten und Neujahr ein großes geweihtes Stück Holz, das man mit Wein, Honig oder Salz begoss, im Kamin zu verbrennen. Dieses sollte böse Geister fernhalten und Glück ins Haus bringen. Die Asche wurde später auf die Felder gestreut und so hoffte man auf reiche Ernte im neuen Jahr. Aber der Fortschritt, in Form von Zentralheizungen, ließ diesen Brauch verkümmern. Stattdessen kam man auf die Idee, den Holzscheit in Form einer Biskuitrolle, gefüllt mit Schokoladen-Buttercreme, der man mit einer Gabel eine Holzmaserung verpasste, nachzuempfinden. Oft wird auch ein Stück der Rolle schräg abgeschnitten und als „Zweig“ seitlich wieder angesetzt. Baiserpilze, Beeren und Mandeln ergänzt man, um einen Baumstamm so wirklichkeitsgetreu wie möglich darzustellen.bu%cc%82che-chocolat-7

Doch die Zeiten ändern sich und auch die Bûche de noël bekommt immer neue, zum Teil deutlich modernere Gesichter. (Auf einem meiner Pinterestboards habe ich einige Fotos gesammelt, falls einer von euch Interesse hat.)bu%cc%82che-chocolat-2

 Nun aber zu meiner Bûche – meinem „Weihnachtsholzscheit“ 😉 : Ich habe mich zwar für die traditionelle Holzscheitoptik entschieden, ansonsten aber eher eine moderne Bûche gezaubert. Mousse au chocolat, Marzipanmousse, sowie ein Kern aus zimtigem Apfel-Cranberry Kompott auf einem feinen Schoko-Biskuitboden verbinden sich zu einem zarten Dessert, das kaum noch etwas mit Kuchen bzw. einer Biskuitrolle zu tun hat, dafür mit seinen Aromen, seiner Cremigkeit und nicht zuletzt mit seiner Optik für einen grandiosen Abschluss des Weihnachtsmenüs sorgt.

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Dank toller, moderner Silikonformen in passender Form, mit Reliefmatten in Holzborkenoptik ausgestattet, lässt sich so ein Dessert spielend umsetzen. Dazu noch ein Finish mit Velvetspray in schokobraun und schon ist der Look perfekt. 😀  Ehrlich gesagt, hatte ich gar nicht erwartet, dass es gleich auf Anhieb so klasse funktioniert und war total begeistert, als ich meine Bûche anschnitt. Mein Mann kam um die Ecke und sah mir beim Fotografieren zu. „Boah, das sieht ja toll aus!“ lobte er. Juhuu! 😀 Aber viel wichtiger: Sie schmeckt grandios!!

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♦ Bûche de noël ♦

 Schokoladen- & Marzipanmousse mit Apfel-Cranberry Kern

 

Für diese Bûche von 25 x 9 cm habe folgende Formen verwendet: Bûche Form mit Reliefmatte**, kleine Bûche Form*

Apfel-Cranberry Füllung

  • 350 g Apfelstücke, geschält und entkernt
  • Saft und Abrieb einer Bio Mandarine
  • 50 g frische Cranberries
  • ½ Teel. Zimt
  • 35 g Zucker (n. Geschmack)
  • 2 Bl. Gelatine

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Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen. Apfelstückchen, Mandarinensaft u. -abrieb sowie Cranberries und Zucker zusammen aufkochen und köcheln lassen, bis die Früchte weich und zusammengefallen sind. Mit einem Stabmixer pürieren und die eingeweichte Gelatine in dem heißen Mus auflösen. Das Apfel-Cranberrymus in drei Mini-Bûcheform verteilen und mindestens 6 Stunden einfrieren.

Schokoladenbiskuit

  • 1 Ei
  • 1 Eigelb
  • 35 g Puderzucker
  • 30 g gemahlene Mandeln
  • 1 Eiweiß Gr.L
  • 20 g Zucker
  • 30 g Mehl
  • 10 g dunkler Backkakao
  • 12 g geschmolzene Butter

Den Backofen auf 180 Grad Ober- / Unterhitze aufheizen. Ein Backblech mit einer Silikonmatte oder Backpapier belegen. Die Butter schmelzen und bereitstellen. Das Ei mit dem Eigelb, dem Puderzucker und den gemahlenen Mandeln hellschaumig schlagen. Das Eiweiß mit dem Zucker zu Eischnee schlagen. Den Eischnee auf die Eigelbmasse geben und mit dem Mehl und dem Kakao übersieben. Vorsichtig unterheben. Zwischendurch 1 Esslöffel Teig mit der geschmolzenen Butter verrühren und ebenfalls unterheben. Den Teig mit einer Palette gleichmäßig (!) 1 cm dick auf dem Blech verstreichen und ca. 8-10 Minuten backen. Papier bzw. Folie abziehen und den Biskuit abkühlen lassen.

Mousse au chocolat

  • 200 g Schlagsahne
  • 160 g dunkle Kuvertüre
  • 100 g flüssige Sahne 35%
  • 2 Blätter Gelatine

mousse-au-chocolatDie Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen. 200g Sahne steif schlagen und bereit stellen. Die Kuvertüre fein hacken. 100 g Sahne aufkochen lassen und über die Kuvertüre gießen. 1 Minute stehen lassen und glattrühren. Die eingeweichte, ausgedrückte Gelatine unterrühren. Nun die Schlagsahne in drei Portionen unterheben. Wichtig: Die Schokoladenmasse sollte 45 – 50 Grad warm sein, wenn die Schlagsahne untergehoben wird! Ist sie zu heiß, fällt die Sahne zusammen, ist sie zu kalt, kann die Masse körnig werden. Deshalb unbedingt die Temperatur kontrollieren! – Die Bûcheform mit der Reliefmatte auslegen, die Mousse au chocolat hineinfüllen und die Form in den Kühlschrank stellen, während die Marzipanmousse hergestellt wird.

Marzipanmousse ( Frederic Bau)

  • 2 Blätter Gelatine
  • 170 g Vollmilch
  • 140 g Marzipanrohmasse
  • 170 g Sahne 35 %

marzipanmousseDie Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen. Die Marzipanmasse am besten in der Microwelle kurz anwärmen, damit sie geschmeidig wird. Die Milch aufkochen, vom Herd nehmen und die eingeweichte Gelatine darin auflösen. Das Marzipan kleinschneiden, in einen hohen Behälter geben und mit dem Stabmixer glatt rühren, dabei nach und nach die heiße Milch untermixen bis die Masse homogen ist. Die Sahne steifschlagen und unter die Marzipanmasse heben, wenn diese ca. 45 Grad war ist (s. o.). Die Marzipanmousse 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.

Aufbau

Die Bucheform mit der Mousse au chocolat aus dem Kühlschrank nehmen und mit einem Teigschaber die Seiten bis zum Rand auslaufend hochstreichen, so dass eine längliche Mulde entsteht. Die Mitte evtl. mit einem Löffelrücken ausarbeiten. Die Marzipanmousse vorsichtig in diese Mulde füllen bis ca. 2 cm unter dem Rand. Die drei eingefrorenen kleinen Bûches mit dem Apfel-Cranberrymus aus der Form lösen und mit der Rundung nach unten eng nebeneinander mittig in die Marzipanmousse drücken. Bis zum Rand mit einer dünnen Schicht Marzipanmousse bestreichen und glatt streichen. Aus dem Biskuit ein Rechteck von 25 x 9 cm schneiden (Reste können eingefroren oder vernascht werden) und auf die Creme legen. Alles mit Frischhaltefolie bedecken und mindestens eine Nacht einfrieren.aufbau-buche-de-noel

Fertigstellung

Die Deko ist natürlich variabel. Ich schreibe einfach mal auf, wie ich es gemacht habe 🙂 .

Die gefrorene Bûche de Noël aus der Form lösen und die Reliefmatte entfernen. Eventuell überstehende Biskuitränder mit einem scharfen Messer abschneiden. Die Bûche laut Anleitung mit dem Velvetspray besprühen und langsam auftauen lassen. Für die bronzenen Sterne habe ich fertige hauchdünne Schokoladenblättchen mit einem, auf der Herdplatte erwärmten, Stern-Keksausstecher ausgestochen und mit Perlglanzpuder bestrichen. Die Sterne  in der angetauten Bûcheoberfläche verteilen und alles mit Perlglanzpuder bestreuen. Die Bûche de noël muss ungefähr 3-4 Stunden auftauen und reicht als Dessert für ca. 6-8 Personen (je nach Hunger 😉 ).

Mit Klick auf das Rezeptfoto gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF-Rezeptansicht:

*MaLu's-PDF-Rezept

 

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Mein Mann und ich haben genüsslich probiert 🙂 . War ja wieder klar, dass er am liebsten die Mousse au chocolat und den Schokoboden mochte, tz, tz, tz (kopfschüttel) ! Mein Schokoladenliebhaber ändert sich wohl nie 😀 ! Ich aber liebe jede Komponente dieser Bûche ♥  und freue mich schon, sie an Weihnachten zu servieren. Schokolade und Marzipan sind ja per se schon ein Paar und der zimtige Apfel-Cranberrykern bringt die Frische und das Weihnachtsaroma mit. Einfach perfekt!

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Dies ist denn nun auch mein zwölfter und letzter Beitrag für den Calendar of Ingredients, der im Dezember von meiner lieben Bloggerfreundin Sarah in ihrem Knusperstübchen ausgerichtet wird. Apfel, Zimt und Haferflocken waren angesagt. Ich bin also diesmal nur mit zwei Zutaten am Start.

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Einige von euch werden vielleicht in der nächsten Woche schon Urlaub haben. Habt ihr schon alle Geschenke beisammen oder nutzt ihr die nächsten Tage noch dafür? Ich muss diese Woche leider noch ins Büro, freue mich danach aber auch freie Tage zwischen Weihnachten und Neujahr.

Ich wünsche euch noch einen schönen, stimmungsvollen 4. Advent und eine stressfreie Woche.

Herzlichst

Eure MaLu

 ♥♥♥

 

* Affiliate Link – Wenn ihr über diesen Link etwas bestellt geht ihr keine Verpflichtung ein und es kostet euch keinen Cent mehr. Ich aber bekomme einen kleinen Prozentsatz des Kaufpreises ab. Mit diesem Miniverdienst aus der Werbung kann ich einen kleinen Teil meiner Unkosten für den Blog decken. Vielen Dank für eure Unterstützung ♥ !

**Die Bûche-Silikonform wurde mir freundlicherweise von meinem Lieblings-Onlineshop Cardin-Deko kostenlos zur Verfügung gestellt.

 

Pierre Hermés SATINE Cheesecake

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Dieser Cheesecake, der hier in einem Gewand daherkommt, das ein wenig wie ein Lattenzaun anmutet 😉 , ist ganz was Feines!  Pierre Hermé, der Schöpfer dieser Kreation, hat mit seiner Satine-Serie eine Reihe fabelhafter Rezepte geschaffen, die allesamt die Aromen von Maracuja, Orange und Frischkäse beinhalten. Macarons, Desserts, Tartes – über 40 unterschiedliche Rezepte mit diesem Trio hat Hermé ersonnen.

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Ich hatte mich schon lange in dieses Rezept verguckt. Eva, die Kochpoetin, hat den Satine-Cheesecake bereits 2013 formvollendet verbloggt. Nun habe auch ich mich daran gewagt 🙂 . Ja, er ist aufwändig! Das lässt sich nicht leugnen. Aber es lohnt sich! Doch auch wer nicht den Anspruch hat, das genaue Original herzustellen, kann elegant Kurven schneiden und trotzdem ein überaus leckeres Ergebnis erzielen 😉 .  Dazu weiter unten mehr.

Der Geschmack allerdings lässt alle Mühe und Aufwand vergessen. Seidig und samtig schreibt Eva. Ja, sie hat recht! Fruchtig und knusprig ließen sich noch ergänzen. satine-cheesecake-4

Genau fünf Schichten sind zu absolvieren, bis diesem Genuss nichts mehr im Wege steht. Aber keine Bange, alles lässt sich Stück für Stück in aller Ruhe zubereiten. Zwischendurch gönnt sich das gute Stück auch ein bis zwei Schläfchen im Gefrierschrank. Finde ich immer praktisch, denn man kann weitermachen wenn man Zeit hat und die Torte ist an dem Tag so gut wie fertig, wenn man sie servieren möchte 🙂 . satine-cheesecake-7

Auf den Fotos sind die Schichten nicht ganz so deutlich zu sehen, wie ich es erhofft hatte und wie es im Buch dargestellt war. Es mag dem Umstand geschuldet sein, dass mein Cheesecake noch leicht gefroren war, als ich ihn anschnitt. Doch die Zeit eilte, die Arbeit rief und so mussten die Bilder in den Kasten 😉 .

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Bevor ich nun das Rezept verrate, noch einige Anmerkungen: Ich habe versucht, das Rezept so original wie möglich nachzubacken. Doch auch ich habe, wie z. B. bei der Orangenmarmelade und dem Glanzguss, kleine Abkürzungen in Bezug auf Zeit und Aufwand genommen. Und es ließe sich wohl noch mehr Zeit sparen: Statt des doppelt gebackenen Mürbeteigs könntet ihr beispielsweise einen einfachen Keksboden zubereiten. Auch die Glanzglasur ist eher ein optischer Aspekt, ebenso wie die weiße Schokoladendekoration. Gleichwohl unterscheiden sich aber auch Hermés Rezepte in seinen unterschiedlichen Büchern. Zu viel würde ich jedoch nicht ändern, man wird sonst Zugeständnisse an den Geschmack hinnehmen müssen. Denn, ein Original ist eben ein Original und das Auge isst ja bekanntlich ebenfalls mit 🙂 !

Satine – Cheesecake

Pierre Hermé

 

Für eine Form mit 18 – 20 cm Durchmesser berechnet

Mürbeteig

  • 75 g weiche Butter
  • 15 g gemahlene Mandeln
  • 50 g Puderzucker
  • etwas Vanillepulver
  • 30 g verschlagenes Ei
  • 1 Prise Salz
  • 125 Mehl Type 550

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Die Butter cremig rühren und nach und nach alle anderen Zutaten hinzufügen. Den Teig zu einem Ziegel formen, in Frischhaltefolie wickeln und 2 Stunden in den Kühlschrank legen. Anschließend 0,4 cm dick ausrollen und in Rechtecke von ca. 30 x 10 cm ausrollen. Diese auf Backpapier legen und bei 170 Grad ca. 20 Minuten goldbraun backen. Auskühlen lassen und in der Zwischenzeit den Biskuit backen.

Biskuitschicht

  • 1 Eiweiß Gr. L
  • 30 g Zucker
  • 1 Eigelb Gr. L
  • 15 g Mehl
  • 15 g Stärkemehl

biskuitschichtEin Backblech mit Backpapier belegen. Der Backofen auf 180 Grad  Ober-/ Unterhitze aufheizen. Eiweiß steifschlagen, dabei den Zucker einrieseln lassen. Das Eigelb sachte unterrühren. Mehl und Stärke darübersieben und unterheben. Den Teig in einen Spritzbeutel mit 10 mm Rundtülle füllen und eine Spirale mit ca. 18 cm Ø spritzen. Im Backofen ca. 10-12 Minuten backen.

Doppelt gebackener Mürbeteig

Mir erschien der Teig für meine 18 cm Form ein wenig zu dick. Daher habe ich die Mengen unten etwas angepasst:

  • 150 g gebackener Mürbeteig (20 cm Ø) – 100 g (bei 18 cm Ø)
  • 75 g weiche Butter (20 cm ) – 50 g (bei 18 cm Ø )

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150 g (bzw. 100 g) des vorbereiteten, gebackenen Mürbeteigs abwiegen (es bleibt dabei genug gebackener Mürbeteig übrig, den man nebenbei vernaschen kann 😉 ) und in einer Küchenmaschine pulverisieren. Die weiche Butter cremig rühren und das Mürbeteigpulver unterrühren bis eine ’streuselige‘ Masse entsteht. Eine Springform an den Rändern mit Backpapier auslegen, die Streusel hineinfüllen und festdrücken. Bei 170 Grad Ober-/ Unterhitze ca. 15-20 Minuten backen. In der Form abkühlen lassen. –

Cheesecakemasse

  • 300 g Frischkäse, z. B. Philadelphia
  • 90 g feiner Zucker
  • 15 g Mehl Type 550
  • 1 Eigelb Gr. L
  • 1 Ei Gr. L
  • 25 g flüssige Sahne

Frischkäse, Zucker und Mehl verrühren. Das verschlagene Ei und das Eigelb sacht unterrühren, ebenso die Sahne.

Aufbau I

  • 35 g Maracujapüree (ich: klick* oder aus frischen Maracujas, ohne Kerne)

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Den Backofen auf 90 Grad Ober-/ Unterhitze vorheizen. Die vorbereitete Biskuitscheibe ggf. auf 16 cm Durchmesser zuschneiden (je nach Formgröße, die gewählt wurde). Die Blechseite mit dem Maracujapüree bestreichen und die getränkte Scheibe mittig auf den Mürbeteig legen (es soll rundherum 1 cm  zum Rand hin frei bleiben). Die Cheesecakemasse vorsichtig darüber geben und den Cheesecake 1 Stunde bei 90 Grad backen. Vollständig auskühlen lassen.

Leichte Frischkäsemasse

  • 3 g Gelatine ( 2 Blätter)
  • 43 g Zucker
  • 15 g Wasser
  • 1 großes Eigelb (oder 2 kleine)
  • 125 g Frischkäse
  • 8 g Puderzucker
  • 155 g Schlagsahne

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Die Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen. Den Zucker mit 15 g Wasser in einem kleinen Topf zum Kochen bringen. Wenn der Sirup 120 Grad erreicht hat, diesen zum Eigelb geben und mit einem Mixer auf hoher Geschwindigkeit zu eine Sabayon verschlagen. Unter mittlerer Geschwindigkeit abkühlen lassen. Den Frischkäse mit dem Puderzucker verrühren und auf dem Wasserbad leicht erwärmen. Die Gelatine darin auflösen und danach die Sabayon unterrühren. Zum Schluss die geschlagene Sahne unterheben. Die Frischkäsecreme auf die Cheesecakemasse füllen. Die Form bis zum Erkalten in den Kühlschrank stellen, anschließend abgedeckt einfrieren.

Orangenmarmelade

Hier bin ich der Einfachheit halber vom Original abgewichen – Wenn’s eilt kann die Marmelade auch durch gekaufte (dann aber pürieren!) ersetzt werden 😉

  • 100 g Bio Orangenscheiben mit Schale
  • 200 g Orangenfruchtfleisch
  • 300 g Gelierzucker 1:1

Orangenscheiben und -fruchtfleisch pürieren und mit dem Gelierzucker nach Packungsanweisung zu Marmelade kochen. In ein Glas füllen und bis zur Verwendung beiseite stellen.

Weiße Schokoladen Deko

  • 120 g weiße Kuvertüre
  • 2 Prisen fein gemahlenes Fleur de Sel

Die Kuvertüre über einem Wasserbad temperieren und das fein gemahlene Salz hinzufügen. Die warme Kuvertüre dünn auf eine Acetatfolie oder Backpapier streichen. Eine zweite Folie darüber legen und auf einer Platte über Nacht in den Kühlschrank legen.

Aufbau II – Am nächsten Tag:

Die Torte aus dem Gefrierschrank nehmen und die Oberfläche mit 3-4 Esslöffeln der Orangenmarmelade bestreichen. Danach sollte die Torte abermals für mind. 2 Stunden eingefroren werden!

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Glanzglasur:

Das Originalrezept sieht eine Glanzglasur mit Pectine NH vor, einem Geliermittel auf pflanzlicher Basis, welches sehr häufig in der Pâtisserie verwendet wird. Leider gibt es das Pulver hierzulande nur in 1 kg. Behältern :-/ . Ich habe deshalb auf mein bewährtes Fruchtglasur Rezept von C. Felder zurück gegriffen. Da nicht „kriegsentscheidend“, denke ich, dass alternativ auch die Verwendung von Tortenguss (diese kleinen Tütchen) zu verantworten ist 😉 .

Die Glanzglasur nach Rezept oder Packungsanweisung zubereiten. Die Torte aus dem Gefrierschrank holen und aus der Form nehmen, auf eine Platte stellen und den Guss noch leicht warm auf der gefrorenen Orangenschicht verteilen. Die weiße Schokoladendeko in längliche Stücke brechen (siehe Foto). Ich habe diese Stücke mithilfe der restlichen Fruchtglasur am Rand der Torte angebracht. – Den Cheesecake ganz auftauen lassen (2-3 Stunden) und genießen 😊.

 

Mit Klick auf das Rezeptfoto gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF-Rezeptansicht:

*MaLu's-PDF-Rezept

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Der doppelt gebackene Mürbeteig ist sehr lecker. Mir erschien er vielleicht ein wenig zu dick geraten, weswegen ich das Rezept oben ein wenig angepasst habe. Wer gern etwas mehr Knusperteig mag, nimmt die größere Menge. Die Cheesecakeschichten sind wunderbar cremig und unterscheiden sich deutlich in ihrer Textur. Fabelhaft, die mit Maracujapüree getränkte Biskuitschicht ❤ ! Vielleicht würde ich beim nächsten Mal die Orangenmarmelade zusätzlich mit Maracujapüree zubereiten und den Zucker etwas reduzieren.

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Das Aromenspiel von Maracuja und Orange, getragen vom sahnigen Frischkäse. Dazu die leicht salzige weiße Schokolade – Monsieur Hermé weiß was gut ist 🙂 .

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Ich habe mein Satine Schätzchen jedenfalls nach dem Fotoshooting wieder der Gefriertruhe übergeben (nicht ohne vorher mein Probierstück genüsslich zu verspeisen 😉 ) und werde es zum geplanten Adventskaffeekränzchen wieder aus dem Kälteschlaf erwecken. Ich hoffe, ohne Qualitätseinbußen …. Drückt die Daumen!

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Nachdem nun der Winter so früh über uns eingebrochen ist, lädt die gemütliche Küche doch zum Backen ein, oder? Da wird einem kuschelig warm und was Leckeres zum Naschen gibt’s auch. Habt ihr etwa schon Weihnachtsplätzchen gebacken?! Ich an diesem Wochenende jedenfalls etwas Feines vor … davon aber ein anderes Mal mehr 😉 .

Macht es euch schön !

Alle Liebe Eure MaLu ♥♥♥

 

 

Quelle: ph10* – Pierre Hermé

*Amazon PartnerLink

Tarte au café

Bald schon müssen wir das 10. Kalenderblatt abreißen … wie doch die Zeit verfliegt! Der Oktober ist in unserer Familie der Geburtstagsmonat. Fünf Geburtstage und noch etliche andere Ereignisse tummeln sich wohlverteilt in diesem Monat. Man könnte meinen, dass ich jetzt eine Reihe Geburtstagstortenrezepte hier vor euch aufreihen würde, doch tatsächlich habe ich eher Bewährtes wie z.B. die Torta Caprese (die mein Mann so liebt), Apfelstuten (für meine liebe Mama) und einen schlichten Pflaumenstreuselkuchen (der Liebling meiner Schwiegermama) gebacken. tarte-au-cafe-7a

Doch, wie ihr seht, hat ein weiteres Ereignis, nämlich unser Jahresblogevent der Calendar of Ingredients, mich doch noch dazu animiert zwischendurch etwas Neues auszuprobieren. Die drei Zutaten Schokolade, Kaffee und Kürbis waren vorgegeben und für mich daher eine Gelegenheit ein Rezept, dass ich schon länger auf der Liste hatte, zu backen. Angestiftet und inspiriert zu dieser Tarte au café hat mich kein geringerer als Pierre Hermé mit seiner Tarte infiniment café. Kommt euch der Name bekannt vor? Genau! Ich habe hier schon einmal seine fabelhafte Tarte infiniment vanille nachgebacken. Die war und ist (m)ein unendlicher Vanille-Traum. Dasselbe kann man nun von dieser Tarte erwarten. Sie ist gewissermaßen eine Kaffee-Traum Tarte durch und durch.
tarte-au-cafe-4Zwei Zutaten des Calendar of Ingredients sind also an Bord, nämlich Kaffee und Schokolade. Und auch wenn ich mir ein paar Freiheiten gegenüber dem Originalrezept erlaubt habe, auf den Kürbis habe ich lieber verzichtet. Soweit wollte ich nicht gehen 😀 ! In diesem Monat sind übrigens schon einige sehr schöne Rezepte für den CoI zusammen gekommen. Ich freu mich schon auf die Zusammenfassung bei Sweet Pie.

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Doch kommen wir zum Wichtigstem – dem Geschmack. Ich hab’s an dieser Stelle klick, schon einmal erwähnt: Ich bin kein Fan von Mokkacreme Torten. Doch, auch das habe ich hier schon öfter gesagt, ich werde im Laufe meines Foodblogger Daseins immer wieder eines Besseren belehrt und stelle erneut fest, dass man nicht pauschal und vorab urteilen sollte.  Schon gar nicht, wenn es sich um Torten vom großen Meister Hermé handelt 😉 .

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Jetzt seht euch das mal an, sieht das nicht lecker aus?! Und genauso schmeckt es auch! Na gut, Kaffee sollte man schon mögen. Das gebe ich zu 🙂 . Aber wer hat schon etwas gegen knusprigen Mürbeteig, zartem, mit Kaffee getränktem Biskuit in einer herrlich cremigen Kaffee-Ganache, getoppt von fluffiger Kaffee-Sahne? Da kann man doch nicht Nein sagen, oder?

 

Tarte au café

Zutaten für eine Tarteform oder -ring mit 20 cm Ø und 3 cm hohem Rand

Kaffee-Sahne  (am besten am Tag zuvor zubereiten)

  • 1 Blatt Gelatine
  • 250 ml Sahne 35%
  • 20 g Zucker
  • 15 g gemahlener Kaffee oder 3 Teel. Kaffeegranulat (z.B. Nescafé)

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Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen. Sahne, Zucker und Kaffeepulver zusammen aufkochen und drei Minuten ziehen lassen. Wenn ihr gemahlenen Kaffee nehmt, müsst ihr die Sahne danach mehrmals durch ein sehr feines Sieb gießen. Das ist ziemlich mühselig, deshalb empfehle ich Kaffeegranulat (z.B. Nescafé). Die eingeweichte Gelatine zur warmen Kaffee-Sahne geben und darin auflösen. Im Kühlschrank mindestens 4-6 Stunden (über Nacht) abkühlen lassen.

Schoko-Mürbeteig (kann auch tags zuvor vorbereitet werden)

  • 85 g weiche Butter
  • 70 g Puderzucker
  • 30 g gemahlene Mandeln
  • 1 Ei Gr. M
  • etwas gemahlene Vanille
  • 135 g Mehl
  • 15 g dunkler Backkakao
  • 1 Prise Salz

Die weiche Butter mit dem Puderzucker verrühren. Die restlichen Zutaten hinzufügen und zügig zu einem glatten Teig verarbeiten. Diesen in Frischhaltefolie wickeln und für 1-2 Stunden in den Kühlschrank stellen. Tipp: Auch diesen Teig könnt ihr, genau wie die Kaffee-Sahne, bereits am Vortag zubereiten. Dann könnt ihr am nächsten Tag gleich loslegen 😉 .

Am nächsten Tag:

Den Backofen auf 180 Grad Ober-/ Unterhitze vorheizen. Eine Tarteform bzw. -ring mit 20 cm Durchmesser fetten. Den Schoko-Mürbeteig ca. 3 mm dick ausrollen und in die Form legen. Den Rand gerade schneiden (er sollte auf jeden Fall mindestens 3 cm hoch sein!) und den Boden mit der Gabel einstechen. Backpapier in passender Größe zerknüllen und wieder glätten (das macht es geschmeidiger) und auf dem Teig ausbreiten. Keramikbackperlen* oder Hülsenfrüchte als Gewicht in die Form füllen (damit der Rand nicht zusammen sinkt) und die Tarte 10 Minuten vorbacken. Anschließend aus dem Ofen nehmen, die Perlen und das Backpapier entfernen, und die Tarte noch einmal 15-17 Minuten fertig backen. Abkühlen lassen.

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Hinweise: – Sollte der Rand etwas ungerade geraten sein, kann man diese Unebenheiten sehr gut vorsichtig mit einer Reibe begradigen. – Der Teig ist reichlich bemessen. Aus den Resten backe ich Kekse oder kleine Tartelettes, die ich in einer Blechdose aufbewahre. Sie bleiben dort eine Woche frisch und können bei Bedarf rasch mit leckerer Creme oder Früchten gefüllt werden.

Biskuit-Einlage

  • 1 Eiweiß Gr. M
  • 25 g Zucker
  • 1 Eigelb
  • 15 g Mehl
  • 10 g Stärkemehl

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Ein Backblech mit Backpapier belegen. Der Backofen sollte 180 Grad heiß sein. Eiweiß steifschlagen, dabei den Zucker einrieseln lassen. Das Eigelb sachte unterrühren. Mehl und Stärke darübersieben und unterheben. Den Teig in einen Spritzbeutel mit 10 mm Rundtülle füllen und eine Spirale mit ca. 16-18 cm Ø spritzen. Im Backofen ca. 10-12 Minuten backen.

Tränke

  • 1 Tasse Espresso
  • 1 Teel. Zucker

Zucker im heißen Espresso verrühren und bis zur Verwendung beiseite stellen.

Kaffee-Ganache

  • 180 g weiße Kuvertüre, gehackt oder Callets*
  • 125 g Sahne
  • 1 ½ Teel. Kaffeegranulat (z.B. Nescafé)

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Sahne mit dem Kaffeegranulat aufkochen und über die Kuvertüre gießen. Einen Moment stehen lassen und die Ganache dann glattrühren.

Fertigstellung

Die Hälfte der Kaffee-Ganache in die Tarte füllen. Die Biskuitscheibe passend zurechtschneiden und auf die Ganacheschicht legen. Den Biskuit mithilfe eine Pinsels mit der gesüßten Espressotränke bestreichen. Danach die restliche Kaffee-Ganache über den Biskuit gießen. Die Tarte für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank stellen. tarte-au-cafeAnschließend die tags zuvor vorbereitete Kaffee-Sahne mit dem Mixer steifschlagen, in einen Spritzbeutel mit Rundtülle füllen und kleine Tupfen auf der Tarte verteilen. Die Tarte mit Schoko-Mokkabohnen, Blattgold und Schokoladenabrieb verzieren. Die Tarte hält sich 1-2 Tage abgedeckt im Kühlschrank.

Mit Klick auf das Rezeptfoto gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF-Rezeptansicht:
---Rezeptdruck

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Entgegen dem Original habe ich mich für einen Schoko-Mürbeteig entschieden. Aus dem einfachen Grund, das Thema Schokolade auch nach außen sichtbar zu machen. Mein absolutes Highlight der Tarte ist aber die Kaffee-Ganache und der darin eingelegte, getränkte Biskuit. Diese Füllung mutet fast wie Karamell an, worauf auch einige der Tester tippten. Ich fand den Geschmack und die Konsistenz einfach hinreißend. Ich sag euch: Unbedingt nachbacken! 🙂

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Der Geburtstagsmarathon ist nun also vorbei und wir sehen einer Woche Urlaub entgegen. Vielleicht schaffen wir es ja, wenn schon keine größere Reise geplant ist, mal den einen oder anderen Ausflug in unserem schönsten Bundesland zu unternehmen. Die nordfriesischen Inseln rufen 😉 – drückt uns mal die Daumen, dass das klappt. Ansonsten freue ich mich mal auf’s Ausschlafen und Entspannen. Einfach mal Zeit zu haben … 🙂

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Ich wünsche euch ein schönes letztes Oktober-Wochenende. Die Uhren werden zurück gestellt und wir bekommen unsere verlorene Stunde Schlaf  zurück 🙂 . Genießt es und macht es euch gemütlich.

Seid ganz herzlich gegrüßt

Eure MaLu ♥♥♥

Quelle: aus Rêves de pâtissier* – Pierre Hermé 

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