Erdbeer-Pfirsich Torte mit saftigem Mandelboden

Es ist unübersehbar, ich bin im Erdbeerrausch 😀 ! Ich kann mich nur wiederholen: Ich liebe diese roten Früchtchen einfach! Vielleicht liegt es daran, dass die Zeit der frischen, sonnengereiften Beeren bei uns so kurz ist. Jedenfalls möchte ich sie ausnutzen und so viele Erdbeeren wie möglich  naschen und verarbeiten.Erdbeer-Pfirsich Torte mit saftigem Mandelboden

Heute habe ich eine Torte für euch, die zur Hälfte eine Tarte ist. Der Mürbeteigboden spricht schon mal dafür 😉 . Er ist gefüllt mit einer leckeren Mandelcrememasse, genannt Frangipane, in der sich schon mal die erste Portion Erdbeeren dieser Torte versteckt haben.

Erdbeer-Pfirsich Torte mit saftigem Mandelboden

Und dann geht die Tarte in eine Torte über 😉 . Denn auf der Frangipane thront sowohl eine Pfirsichmousse, als auch eine leckere Erdbeerpüreeschicht. Klingt das gut? Die Erdbeerhälften, tanzten vor Glück jedenfalls Ringelreigen um diese feine Creme 😀 . Nun sollten alle doch glücklich sein …

Erdbeer-Pfirsich Torte mit saftigem Mandelboden

… nur mich störte eine Kleinigkeit. Ich hätte mir ehrlich gesagt gewünscht, dass die Pfirsichcreme ein klein wenig deutlicher nach Pfirsich geschmeckt hätte. Versteht mich nicht falsch, sie ist total lecker, mit einem Hauch Rosenwasser, welches perfekt zum Pfirsicharoma passt, aber ein klein wenig „pfirsicher“ wäre toll gewesen … vielleicht hätten sie reifer sein müssen …  ja, ja,  ich hör‘ schon auf zu nörgeln 😀 !

Erdbeer-Pfirsich Torte mit saftigem Mandelboden

Erdbeer-Pfirsichtorte mit saftigem Mandelboden

Zutaten für eine Torte mit 22 cm Ø

Erdbeerschicht

Springform oder Tortenring* mit 18 cm Ø

  • 270 g Erdbeeren, geputzt
  • 30 g Zucker
  • 1 El Zitronensaft
  • 4 Bl. Gelatine

Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen lassen. Einen Tortenring von unten mit Frischhaltefolie bespannen oder den Springformboden mit Folie auslegen. Wenn vorhanden mit Tortenrandfolie* auskleiden, das erleichtert später das Entnehmen aus der Form und lässt den Rand schön glatt werden. – Erdbeeren, Zucker und Zitronensaft mit einem Stabmixer o.ä. pürieren. (-> 20 g des Erdbeerpürees für die spätere Marmorierung abfüllen und beiseite stellen! )  Die eingeweichte Gelatine in einem kleinen Topf auf milder Hitze auflösen und nach und nach mit dem Erdbeerpüree verrühren. Dieses anschließend in die vorbereitete Form gießen und in den Gefrierschrank stellen (gerade!) bis die Oberfläche der Erdbeerschicht angefroren ist (ca. ½-1 Std.). Dann die Pfirsichmousse zubereiten.

Pfirsichmousse

  • 220 g Pfirsichpüree, von reifen Pfirsichen
  • 40 g Zucker (je nach Süße der Pfirsiche)
  • 2-3 Teel. Rosenwasser
  • 4 Bl. Gelatine
  • 200 g Schlagsahne
  • 20 g Zucker

Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen. Für das Pfirsichpüree die Haut der reifen Pfirsiche abziehen (ggf. kurz überbrühen) und das Pfirsichfruchtfleisch zusammen mit dem Zucker und dem Rosenwasser pürieren. Ein Drittel des Pürees in einem kleinen Topf erwärmen und die Gelatine darin auflösen. Mit dem restlichen Pfirsichpüree verrühren. Die Sahne mit dem Zucker cremig schlagen und unter das Pfirsichpüree ziehen. Die Pfirsichmousse auf die angefrorenen Erdbeerpüreeschicht gießen und glattstreichen. Mit dem beiseite gestelltem Erdbeerpüree Kleckse auf die Oberfläche tropfen und mit einem Schaschlickspieß marmorieren. Die Form mit Folie abdecken und am besten über Nacht einfrieren.

Mürbeteig  (C. Felder)

Ich habe so einen Tartering* 22 cm und eine Airmat* verwendet, eine entsprechende Tarteform geht aber auch!

  • 80 g Puderzucker
  • 120 g weiche Butter
  • 25 g gemahlene Mandeln
  • 1 Prise Salz
  • etwas Vanille
  • 1 Ei Gr. M
  • 200 g Mehl

Puderzucker und Butter cremig rühren, Mandeln, Salz, Vanille und Mehl hinzufügen und zusammen mit dem Ei zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig zu einem Ziegel formen, in Frischhaltefolie wickeln und 1-2 Stunden in den Kühlschrank legen. – Anschließend den Backofen auf 180 Grad Ober-/ Unterhitze aufheizen. Den Teig  3 mm dick ausrollen und die Form bzw. den Ring damit auslegen. Die Kanten sauber abschneiden und den Boden mit einer Gabel mehrfach einstechen. 15 min. vorbacken. In der Zwischenzeit Erdbeeren und Frangipane vorbereiten. – Es bleibt noch Teig übrig, der entweder eingefroren und/oder z.B. für Tartelettes oder Kekse verwendet werden kann.

 

Frangipanefüllung (C.Felder)

  • 70 g weiche Butter
  • 70 g gemahlene Mandeln
  • 70 g Zucker
  • 1 Ei
  • 1 Essl. braunen Rum
  • 150 g Erdbeeren, halbiert

Butter, Zucker, Mandeln und Ei kräftig miteinander verschlagen, so dass eine luftige Creme entseht. Den Rum unterrühren und die Frangipane auf dem vorbereiteten, leicht abgekühlten Mürbeteigboden verstreichen. Die halbierten Erdbeeren in die Creme drücken und verteilen. Die Tarte weitere 35 Minuten bei 180 Grad fertig backen und anschließend komplett abkühlen lassen.

Fertigstellung

  • ca. 300 g möglichst gleich große frische Erdbeeren
  • einige Minzeblättchen
  • 1-2 El Erdbeermarmelade

Die Erdbeeren putzen und halbieren. Den Tortenboden dünn mit Marmelade bestreichen. Die eingefrorene Pfirsich-Erdbeerschicht vorsichtig aus der Form befreien und mittig auf den Kuchenboden platzieren. Die halbierten Erdbeeren rundherum legen. Ggf. mit etwas Marmelade „ankleben“. Zwischen jede Erdbeere ein Minzblatt stecken. Die Torte auftauen lassen. Bei Zimmertemperatur ca. 2-3 Std., im Kühlschrank entsprechend länger. Sie kann am selben Tag serviert werden, schmeckt köstlich und ist optisch am schönsten. Am nächsten Tag ist sie dann herrlich durchgezogen und der Mürbeteig bleibt trotzdem recht knusprig. Die Oberfläche der Creme sieht allerdings am ersten Tag am schönsten aus, finde ich 😉 .

Mit Klick auf das Rezeptfoto gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF:

Erdbeer-Pfirsich Torte mit saftigem Mandelboden

Achtet also unbedingt auf saftige reife Pfirsiche, damit das Aroma in der Creme eingefangen wird! Ich könnte mir vorstellen, dass diese auch mit aromatischen Aprikosen gut schmeckt. Hm, … müsste ich mal ausprobieren … 😉 .

Erdbeer-Pfirsich Torte mit saftigem Mandelboden

Wie ich bereits letzte Woche berichtete, besuchten wir Samstag die Eröffnung der NordArt, Nordeuropas größte moderne Kunstausstellung. In einer alten Gießerei und in stillgelegten Fabrikhallen bekommen zahlreiche Künstler die Möglichkeit ihre absolut erstaunlichen und z. T. überwältigende Werke auszustellen. Im angeschlossenen idyllischen Park lässt sich flanieren und weiter staunen. Ich kann es jedem von euch, der sich auch nur ansatzweise für Kunst erwärmen kann, nur ans Herz legen, sich das einmal anzuschauen! Wir verlebten einen traumhaften Eröffnungsabend und werden die Ausstellung sicher noch einmal besuchen. Hat zwar nichts mit Backen zu tun, aber vielleicht freut sich jemand, der jetzt im Sommer unser schönes Schleswig-Holstein besucht, über diesen kleinen Tipp 🙂 . Ein kleines Café dort bietet übrigens auch (selbstgebackenen ?) Kuchen an. Vielleicht laufen wir uns sogar dort mal über den Weg? 😉

Erdbeer-Pfirsich Torte mit saftigem Mandelboden

Und auch an diesem Wochenende ist wieder Kultur bei uns angesagt. Der Chor, in dem mein Mann singt, hat 175jähriges Jubiläum und gibt ein tolles Konzert. Klar, dass ich da natürlich (möglichst) in der ersten Reihe sitze 🙂 . Ist doch schön, wenn jeder (s)ein Hobby hat, nicht wahr?

 

Ein wunderschönes Wochenende wünscht euch

Eure MaLu ♥♥♥

*Affiliatelink/Werbelink

Pistazientarte mit Erdbeeren, Rhabarber und verschiedenen Mascarponecremes

❤ Zu Pfingsten habe ich etwas seeeehr Leckeres für euch ❤

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Ich fand es war mal wieder an der Zeit, eine schöne fruchtige Tarte zu backen. Den Calendar of Ingredients im Mai, den in diesem Monat Claudia von Ofenkieker ausrichtet, habe ich deshalb zum Anlass genommen, mein geliebte rechteckige Tarteform hervorzuholen und mir ein passendes Rezept zu den aktuellen Zutaten Rhabarber Mascarpone Spargel auszudenken. Calendar-of-Ingredients-Banner-quer

Alles miteinander zu kombinieren kam für mich nicht infrage und so ersetzte ich den Spargel einfach mal durch Erdbeeren 😉 . Die Saison hat endlich begonnen und ich habe sogar hier vor Ort schon die ersten schleswig-holsteinischen Erdbeeren ergattert (unser nördlichstes Bundesland hinkt da immer gern etwas hinterher). Der Rhabarber jedoch kommt direkt aus unserem Garten.

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Hach, wie freue mich schon darauf, die sonnenwarmen Erdbeeren direkt vom Feld zu ernten! Apropos Feld! Zur Zeit begegnen uns überall im Land Felder mit Tulpen zum Selberschneiden. Ist das nicht herrlich? ❤ Ich liebe Tulpen und komme an keinem Feld vorbei, ohne mir einen Arm voll zu pflücken. Dabei habe ich kaum Vorlieben was Form oder Farbe angeht. Ich mag es einfach, wie sie so lebendig aus der Vase herauswachsen, jede wie ein Individuum.

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Die Tulpe hier auf dem Foto ist allerdings eine aus unserem Garten. Eine dankbare Sorte, die jedes Jahr zuverlässig blüht.

Nun aber zu der leckeren Tarte: Beim Styling habe ich mich ein wenig an Christophe Michalaks Fantastik Torten orientiert. Ich bin bekanntermaßen ein Fan seiner Torten wie ihr Hier und Hier bereits sehen konntet und das werden nicht die letzten sein, die ich backen werde. Versprochen! 😉

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Erdbeeren und Pistazien passen einfach perfekt zueinander und daher war schnell entschieden, dass ich den Mandelmürbeteig mit saftigem Pistazienfrangipane füllen würde. Eine samtige Erdbeermarmelade und drei verschiedene Mascarponecremes (Zitrone -Erdbeere – Pistazie), die ganz schnell zusammengerührt sind, bilden die sahnige Komponente. Dazu frische Erdbeeren und pochierter Rhabarber, sowie knackige Pistazien. Herz, was willst du mehr  ?

Pistazientarte mit Erdbeeren & Rhabarber 11Pistazientarte mit Erdbeeren & Rhabarber 9

 

Pistazientarte mit Erdbeeren, Rhabarber & Mascarponecremes

für eine Tarteform *11 x 35 cm

Mandelmürbeteig:

  • 75 g weiche Butter
  • 50 g Puderzucker
  • 15 g gemahlene Mandeln
  • etw. echte Vanille
  • 125 g Mehl
  • 30 g Ei (ca. 1/2 Ei verschlagen)
  • 1 Prise Salz

Eine Tarteform in der Größe 11×35 cm fetten. Butter und Puderzucker verrühren, anschließend die übrigen Zutaten unterkneten. Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und ca. 1 Stunde in den Kühlschrank legen. Danach den Teig ausrollen und die Tarteform damit auslegen. Überstehende Ränder abschneiden. Während ihr die Pistazienfrangipane  vorbereitet stellt ihr die Form in den Kühlschrank und heizt den Backofen auf 180 Grad Ober-/ Unterhitze vor.

Tarte mit Pistazienfrangipane

Pistazienfrangipane 

  • 35 g gemahlene Pistazien
  • 35 g gemahlene Mandeln
  • 70 g weiche Butter
  • 70 g Zucker
  • 1 Ei Gr. L
  • 1 El. Amaretto

Alle Zutaten in eine Schüssel geben und verrühren. Die vorbereitete Tarte aus dem Kühlschrank holen und mit der Pistaziencreme füllen. Im vorgeheizten Backofen ca. 15-20 min. backen. Auf einem Rost abkühlen lassen.

Pochierter Rhabarber

  • 1 Stange Rhabarber
  • 200 g Erdbeerpüree (Fertigprodukt * oder Erdbeeren selbst pürieren und durch ein Sieb streichen)
  • Zucker nach Geschmack
  • Saft ½ Zitrone
  • 1-2 El Granatapfelsirup (für die Farbe – kann auch weggelassen werden)

Pochierter Rhabarber

Rhabarber in schräge, nicht zu dicke, Stücke schneiden. Erdbeerpüree und Zitronensaft erhitzen. Zucker nach Geschmack hinzufügen. Die Rhabarberstücke im Erdbeersud bei milder Temperatur gerade eben gar ziehen lassen. Sie dürfen nicht zerfallen! In einem Sieb abgießen und beiseite stellen, dabei den Sud auffangen. Den Erdbeersud abwiegen und mit Gelierzucker 1:3 im Mischverhältnis, wie auf der Packung angegebenen, 3-5 Minuten kochen. Die Erdbeermarmelade* in ein Glas füllen und im Kühlschrank abkühlen lassen.

Zitronenmascarponecreme

  • 100 g Mascarpone
  • fein abgeriebene Schale ½ Bio Zitrone
  • 1 El Zitronensaft
  • Zucker nach Geschmack
  • 100 g Schlagsahne

Mascarpone mit Zitronensaft und -schale, sowie Zucker nach Geschmack verrühren. Sahne steif schlagen. 2 gehäufte Esslöffel Schlagsahne beiseite stellen (für die Erdbeercreme). Die restliche Schlagsahne unter die Mascarponecreme heben. Die Creme in einen Spritzbeutel mit französischer Tülle füllen und bis zur Verwendung in den Kühlschrank legen.

Erdbeermascarponecreme

  • 80 g Erdbeermarmelade*  (siehe Pochierter Rhabarber ↑)
  • 100 g Mascarpone
  • 2 gehäufte El Schlagsahne (s. o.)

Erdbeermarmelade und Mascarpone miteinander verrühren. Schlagsahne unterheben. Creme in einen Spritzbeutel mit mittlerer Rundtülle füllen und bis zur Verwendung in den Kühlschrank legen.

Pistaziencreme

  • 20 g Pistazienpaste (selbstgemacht oder gekauft)
  • 40 g Mascarpone

Pistazienpaste und Mascarpone miteinander verrühren. Die Creme in einen Spritzbeutel mit kleiner Lochtülle füllen (ein kleiner Plastikbeutel, von dem später die Spitze abgeschnitten wird, reicht auch).

Fertigstellung

  • selbstgemachte Erdbeermarmelade (s. o.)
  • Erdbeer-, Zitronen- und Pistazienmascarponecremes (s. o.)
  • Pochierter Rhabarber (s. o.)
  • 6-8 Erdbeeren in Scheiben
  • 1 El. grob gehackte Pistazien

Die Pistazientarte satt mit der restlichen Erdbeermarmelade bestreichen. Pistazientarte mit Erdbeeren & Rhabarber_0017Die verschiedenen Mascarponecremes wie auf dem Foto auf der Tarte verteilen. Ebenso den pochierten Rhabarber und die Erdbeeren. Zum Schluss mit gehackten Pistazien bestreuen.

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Mit Klick auf das Rezeptfoto gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF-Rezeptansicht:  Achtung! Am 13.7.16 wurde das Rezept überarbeitet! Bitte anpassen wer es vorher schon gespeichert oder gedruckt hatte! Ich bitte um Entschuldigung!

*MaLu's-PDF-Rezept

 

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Ich sag’s euch – ein echter Leckerbissen! Und wenn man sich beim Verkosten auch noch mit lieben Menschen im sonnendurchfluteten Gartenpavillon setzen kann, dann ist der „Sonntagsnachmittagskuchengenuss“ perfekt 😀 !

Tja, das mit der Sonne, das wird wohl über Pfingsten, zumindest hier oben bei uns, nicht so dolle :-/ . Dafür haben wir aber wirklich zwei richtig schöne Wochen hinter uns. Man soll ja auch dankbar sein, grummel …   Aber machen wir das Beste daraus! Kuchen backen und essen kann man schließlich auch (und sogar besonders gut) bei Regen und Wind.

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Und vergesst nicht, ihr habt noch den Rest des Monats Zeit bei unserem Calendar of Ingredients mitzumachen! Aus den Zutaten Rhabarber – Mascarpone – Spargel könnt ihr euch nach Herzenlust ein tolles Rezept ausdenken und bei Claudia von Ofenkieker einreichen. Am Ende des Monats  werden dann in einer Zusammenfassung alle eingereichten Kreationen vorgestellt. Ihr könnt dabei sein! Also auf, auf und ran an den Herd 😀 !

Und hier könnt ihr euch noch einmal die Zusammenfassungen der letzten Monate anschauen:

Oder folgt unserer Facebook Seite des CoI. Übrigens braucht ihr keinen Blog, um mitzumachen! Schickt uns einfach eine Mail mit Foto und Rezept 🙂 .

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Jetzt wünsche ich euch von Herzen ein wunderschönes langes Pfingstwochenende! Macht es euch schön!

Liebste Grüße

Eure MaLu ♥♥♥

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Komplementär und wundervoll – Erdbeer-Pistazien Torte

Ich weiß wirklich nicht, warum ich mich beim Fotosetaufbau für diese Torte für einen schwarzen Hintergrund entschieden habe. Es ist doch eigentlich Sommer! –  Fragt mich nicht! Ich habe es einfach getan 😀 !

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Als ich mir die Fotos später am PC anschaute hauten mich die Farben dann fast um.

Rot und Grün – ganz schön leuchtend – ganz schön komplementär. Die Farbenlehre aus der Schule fiel mir wieder ein: Farben, die sich im Farbkreis gegenüberliegen erzeugen eine Signalwirkung. Na, das kann man wohl sagen! 😀 Wollt ihr also die Blicke eurer Gäste auf euer Backwerk lenken, dann seid ihr mit dieser Torte genau richtig. Aber nicht nur der optische Genuss zählt, sondern auch der geschmackliche. Un da kann ich euch versichern: Hier schlagt ihr definitiv zwei Fliegen mit einer Klappe – Diese Torte ist der Hammer!

Und wisst ihr was das Beste ist? ….

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…  Sie ist total einfach herzustellen! Ich weiß, das glaubt mir jetzt wieder keiner 😉 , aber bis auf die 5 Minuten, die ihr am Vortag, bzw. einige Stunden vor dem Backen, für das Kochen der Pistaziensahne aufbringen müsst (sie muss nämlich noch ganz durchkühlen), habt ihr das Prachtstück, inkl. der Backzeit, in rund einer Stunde auf dem Kaffeetisch stehen. Ehrlich!

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Erinnert ihr euch an die Pistazienpaste aus der letzten Woche? Hier kommt sie wieder zum Einsatz. Ich sagte euch ja bereits, dass sie vielseitig einsetzbar ist. Es lohnt sich also wirklich sich eine kleine Menge als Vorrat herzustellen. Nicht nur die leckere Pistazienfüllung für Macarons, sondern auch Eis und Pistaziensahne, wie in dieser Erdbeertorte, lassen sich damit im Handumdrehen zubereiten.

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Hier seht ihr schön, wie dieser Leckerbissen aufgebaut ist: Der Boden besteht aus Shortbread mit Frangipanebelag. Dieser wird mit Erdbeerkonfitüre bestrichen und frischen Erdbeeren belegt. Dazwischen wird die köstlich aromatische Pistaziensahne dressiert. Gehackte Pistazien an den Rand und obendrauf -Fertig!

Und so wird’s gemacht:

Erdbeer-Pistazien Torte

für eine Springform oder einen Tortenring mit 20-22 cm ø (ich ziehe 22 cm vor!) 

Pistaziensahne: (am Vortag, bzw. ca. 6 Stunden zuvor vorbereiten)

  • 180 ml Sahne
  • 80 g weiße Schokolade, gehackt
  • 20 g Pistazienpaste gekauft oder selbstgemacht
  • ggf. 1 Tropfen grüne Lebensmittelfarbe

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Die Schokolade hacken (oder Callets benutzen) . Zusammen mit der Pistazienpaste in eine Schüssel geben. Die Sahne aufkochen und über die Schokolade geben. Kurz stehenlassen und dann glattrühren. Wer mag, gibt noch einen Tropfen grüne Lebensmittelfarbe hinzu. Jetzt muss die Pistaziensahne abgedeckt bis zur Verwendung im Kühlschrank mehrere Stunden ganz durchkühlen!

Shortbread:

  • 120 g Bio-Mehl 550
  • 50 g Puderzucker
  • 100 g weiche Butter

Den Backofen auf 160 Grad aufheizen. Die Springform unten mit Backpapier belegen, die Ränder fetten. Alle Zutaten mit den Händen zu einem Teig verkneten und gleichmäßig mit den Fingern auf dem Boden der Form verteilen. Mit der Gabel einstechen und für 10-15 Minuten vorbacken. In der Zwischenzeit die Frangipane vorbereiten.

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Frangipane: 

  • 75 g Vollei (das sind ca 1 ½ Eier)
  • 75 g Rohrohrzucker
  • 70 g gemahlene Mandeln
  • 10 g gehackte Pistazien
  • 75 g weiche Butter

Während das Shortbread backt rührt ihr alle Zutaten in einer Schüssel zu einer glatten Masse zusammen. Nachdem ihr das Shortbread aus dem Ofen genommen habt, stellt ihr ihn etwas höher auf 180 Grad. Nun kann man die Frangipane in einen Spritzbeutel mit Rundtülle füllen, um sie auf dem Shortbread zu verteilen. Ich fand, dass dies nicht nötig war, denn die Masse lässt sich auf dem heißen, vorgebackenen Shortbread recht gut mit dem Teigschaber oder einem Löffel verstreichen. Wir wollen ja Abwasch sparen 😉 . Nun geht’s noch einmal für 20 Minuten in den Backofen.

Fertigstellung:

  • 30 g gehackte Pistazien
  • 2-3 El Erdbeerkonfitüre
  • 500 g nicht zu große Erdbeeren, aber möglichst gleich groß

Den abgekühlten Boden mit Erdbeerkonfitüre bestreichen – auch den Rand! Dieser Rand wird dann mit den gehackten Pistazien bestreut. Dabei ist das darunter liegende Backpapier hilfreich, um die Pistazienstücke einigermaßen ‚handklebefrei‘ 😉 gegen den Rand zu drücken. (1 Teel. geh. Pistazien für die Deko zurück behalten!)

Belag Erdb.-Pist. Torte_f

Jetzt belegt ihr den Boden mit ganzen Erdbeeren, die ihr ggf. unten etwas gerade schneidet, damit sie besser stehen. Nun braucht ihr nur noch die Pistaziensahne aufschlagen, in einen Spritzbeutel mit Sterntülle füllen und die Zwischenräume der Erdbeeren damit füllen. Zum Schluss die fertige Torte mit gehackten Pistazien bestreuen.

Tipp: Möchtet ihr den Erdbeeren etwas mehr Glanz und Haltbarkeit verleihen, empfehle ich euch sie mit etwas Fruchtglasur zu bepinseln. Das Rezept findet ihr hier: KLICK

Mit Klick auf den folgenden Link gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF-Rezeptansicht: Erdbeer-Pistazien Torte

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Ein paar Tage, nachdem wir diese Torte verspeist hatten, meldeten sich meine Kinder für einen Besuch in der Heimat an. Die Eröffnung der NordArt, Nordeuropas größter Ausstellung zeitgenössischer Kunst, die in unserer Nachbarstadt stattfindet, ist immer ein tolles Event, das wir nicht verpassen. Auch Tessas Freunde und Kollegen wollten sich diese nicht entgehen lassen und hatten die tolle Idee, vorher doch mal bei MaLu’s Köstlichkeiten zu Kaffee und Kuchen vorbeizuschauen. Klasse! Ich freute mich! 😀

Die Zeit war knapp und so zauberte ich, nachdem ich abends zuvor die Pistaziensahne vorgekocht hatte, noch am Samstag Morgen einen Amarettokuchen und diese Erdbeer-Pistazientorte. Hatte ich die erste noch in einem Tortenring mit 20 cm Durchmesser gebacken, so wählte ich diesmal eine Springform mit 22 cm, was mir von der Höhe des Bodens noch besser gefiel. Die Erdbeeren von unserem Erdbeerhof waren herrlich dunkelrot und reif und so wurde unsere große  Kaffeerunde im Gartenpavillon zu einem vollen Erfolg. Hach, so viel Lob bekam ich für die Torte – Das ließ das Bäckerinnenherz hüpfen!!! 😀 Wie ihr seht, machen sich das leuchtende Rot und Grün auch auf dem sommerlichen Kaffeetisch auch gut (nicht nur auf schwarz, hüstel 😉 ).

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So gestärkt zogen wir dann später los, um Kunst und Kultur (und das eine oder andere Gläschen Wein 😉 ) auf uns wirken zu lassen 😀

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So, ihr Lieben, jetzt aber los zum Erdbeeren kaufen! Noch sind die leckeren Früchtchen überall zu haben! Und die Pistazienpaste nicht vergessen!! 😀

Habt ein wunderschönes Wochenende!

Liebste Grüße

Eure MaLu ♥♥♥

 

P.S. Übrigens … Ein richtig toller Blog feiert seinen 1. Geburtstag – Kennt ihr baking&more? Ein wunderschöner Blog, den ich euch wirklich ans Herz legen möchte. Isabell wünscht sich natürlich eine reich gedeckte Geburtstagstafel. Da bringe ich ihr doch gerne meine Erdbeer-Pistazien Torte mit und gratuliere ihr ganz herzlich!

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Quelle: Le Gâteau de mes rêves – C. Michalak