MERVEILLEUX ! – Baisertörtchen mit Salzkaramell & Erdnusskrokant

Wer mit mir auf Reisen geht, muss sich darauf einstellen, vor jedem Schaufenster einer Pâtisserie stehenbleiben zu müssen, mein „Hach!“ und „Guck mal!“ anzuhören, die Kamera klicken zu hören und, je nach Grad der Begeisterung, in das erwählte Geschäft eintreten zu müssen 😉 . 
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Mein Mann kann auf jedenfalls ein Lied davon singen, erträgt aber geduldig meine Recherchen, den anschließenden Spazierweg/ Marsch zum Ort meiner Sehnsüchte, und sei es in die hintersten Ecken unseres Urlaubsortes. Die Recherchen für unseren letzten Kurzurlaub konnte ich mir diesmal sogar sparen, denn die ebenfalls ‚backverrückte‘ Emma 😉 hatte mich mit ihrem Blogbeitrag über ihre Lieblingsstadt Brügge, erstens total neugierig gemacht und mir zweitens tolle Tipps für einen Trip in die wunderschöne belgische Stadt praktisch auf dem Silbertablett serviert ❤ .

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Tatsächlich haben wir uns dann kurzentschlossen für ein verlängertes Wochenende in einem gemütlichen Brügger Bed & Breakfast eingemietet und haben vier wunderschöne Tage in dieser sehenswerten Stadt verbracht. Das Wetter spielte mit und so gingen wir auf Entdeckung und klapperten all die tollen Tipps, die Emma uns gegeben hatte, ab. Wir genossen, in einer kleinen Brauerei direkt an einem der Kanäle sitzend, leckeres belgisches Bier mit Namen Bourgogne des Flandres, aßen Belgische Waffeln mit Karamellsauce, naschten belgische Schokolade und landeten schließlich in der Pâtisserie Aux Merveilleux de Fred (ebenfalls ein Tipp von Emma). Merveilleux - Baisertörtchen mit Salzkaramell & Erdnusskrokant | MaLu's Köstlichkeiten

Le Merveilleux – das heißt auf französisch “ das Wunderbare“ und wird „mɛʀvɛjø“ gesprochen  😉 .  Dieser Name ist definitiv Programm im Aux Merveilleux de Fred. Frédéric Vaucamps, der Gründer dieser Pâtisserien, hat sich dort hauptsächlich auf die so benannten Törtchen spezialisiert. Baiserschichten, die mit Sahnecreme bestrichen und in verschiedenste Streuseln gewälzt werden, sind neben riesigen, flauschigen Brioches und großen, wie kleinen Baisers, der Renner. Die Kunden standen zum Teil bis auf die Straße Schlange. Wir hatten aber Glück und ergatterten sogar ein Plätzchen im Café und bestellten uns verschiedene Mini-Merveilleux. Da ich mit meiner Tochter in Paris das Glück hatte, diese Törtchen bereits probieren zu haben, wusste ich was mich für ein Leckerbissen erwartete 🙂 . Ich als Baiser Liebhaberin war im 7. Himmel. „Die muss ich zu Hause unbedingt auch einmal ausprobieren!“, rief ich und mein Mann grinste 😉 .

Aux Merveilleux de Fred, Brügge - ImpressionenIch habe mir anschließend noch die Nase an der Schaufensterscheibe plattgedrückt, denn dort darf man bei der Entstehung der Merveilleux Törtchen zuschauen. „Zack, zack“ und in Teamwork ging es dort flott voran! – Zu Hause angekommen – nein, schon während des Urlaubs – machte ich mir Gedanken, wie meine Interpretation der Merveilleux aussehen könnte. Der leckere Mandelkrokant von meiner Aprikosentarte der letzten Woche und die Tatsache, dass mir das Karamell – Merveilleux bei „Fred“ am besten geschmeckt hat, gaben den Ausschlag. – Voilà, hier sind „meine“ Merveilleux 🙂 !Merveilleux - Baisertörtchen mit Salzkaramell & Erdnusskrokant | MaLu's Köstlichkeiten

 

Merveilleux – Baisertörtchen mit Salzkaramell & Erdnusskrokant

Fur 8-10 Merveilleux Törtchen (ca. Schokokussgröße 😉 )

Baiser

  • 2 Eiweiß (ca. 70 g)
  • 70 g Zucker
  • 70 g Puderzucker
  • 1 Prise Salz

Den Backofen auf 90 Grad aufheizen. Backblech mit Backpapier auslegen. Das Eiweiß mit dem Salz in einer fettfreien Schüssel steifschlagen, dabei nach und nach den Zucker dazurieseln lassen. Den Puderzucker darüber sieben und vorsichtig unterheben ohne dabei den Eischnee zusammenfallen zu lassen! Die Baisermasse in einen Spritzbeutel mit einer großen Lochtülle (14 mm) füllen. Mit senkrecht gestellter Spitze Kreise von 5-6cm Durchmesser spritzen, dabei jeweils mit einer kleinen kreisförmigen Bewegung abschließen, damit keine Zipfel entstehen (die können aber zur Not auch anschließend mit einem Messer abgezogen werden 😉 ). Die Baisers nun 1:30 h bei 90 grad trocknen lassen. Danach bei geöffneter Backofentür abkühlen lassen. Währenddessen den Erdnusskrokant herstellen.

Erdnusskrokant

  • 150 g gehackte, gesalzene Erdnüsse
  • 90 g Zucker
  • 30 ml Wasser

Die Erdnüsse hacken. Den Zucker mit dem Wasser in einen Topf oder eine Pfanne geben und zum Kochen bringen. Hat der Zuckersirup 120 Grad erreicht, die gehackten Erdnüsse hinzufügen und bei mittlerer Hitze, unter ständigem Rühren goldbraun karamellisieren lassen. Auf einer Silikonmatte oder einem Stück Backpapier ausbreiten und komplett abkühlen lassen. Anschließend in einem sauberen Marmeladenglas aufbewahren. Sollte der Krokant zu sehr zusammenkleben, einfach in einen Gefrierbeutel füllen und sachte mit dem Nudelholz darauf klopfen 😉 .

Salzkaramell

Das Salzkaramell habe ich nach dem Rezept von La Pâticesse hergestellt KLICK . Es schmeckt einfach fabelhaft! Wer wenig Zeit hat kann aber auch gekauftes Karamell (z.B. von Bonne Maman) verwenden.

Karamellsahne

  • 100 g Salzkaramellcreme (s. o. )
  • 50 g Mascarpone
  • 280 g Schlagsahne 35%

Die Karamellcreme mit der Mascarpone verrühren. Die Sahne steif schlagen und unter die Karamellcreme ziehen.

Aufbau

Den Erdnusskrokant in einer Schüssel bereitstellen, ebenso das Salzkaramell. – Ein Merveilleux besteht immer aus zwei Baisers. Dafür den ersten Baiser in die Hand nehmen und mithilfe einer kleinen Palette* darauf etwas Karamellsahne kuppelförmig aufstreichen. Eine kleine Mulde in die Mitte der Sahne drücken und dorthinein etwas Salzkaramell füllen. Sollte das Salzkaramell zu fest zum Verarbeiten sein, einfach wenige Sekunden in der Microwelle erwärmen. Auf diese Schicht wird nun der zweite Baiser gesetzt. Anschließend alles komplett mit einer nicht zu dicken Schicht (ca. 5 mm) Karamellsahne bestrichen, die nun rundherum mit dem Erdnusskrokant bedeckt wird. Am besten man legt das Merveilleux einfach in die Schüssel mit  dem Krokant und wälzt es vorsichtig darin. Da ist Fingerspitzengefühl  gefragt 😉 . Je kühler die Hände und die Umgebung, desto leichter ist die Verarbeitung. Das Törtchen vorsichtig herausnehmen, auf eine Platte setzen und sogleich in den Kühlschrank stellen.  – Bis zum Servieren sollten die Merveilleux mindestens 2 Stunden durchziehen. Am folgenden Tag sind sie richtig schön soft. Länger haben sie bei uns nicht überlebt, daher kann ich keine Aussagen über weitere Haltbarkeit geben 😉 .

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Mit Klick auf das Rezeptfoto gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF:

REZEPT: Merveilleux - Baisertörtchen mit Salzkaramell & Erdnusskrokant | MaLu's Köstlichkeiten

Merveilleux - Baisertörtchen mit Salzkaramell & Erdnusskrokant | MaLu's Köstlichkeiten

Ganz besonders liebe ich den Crunch des Krokants und das Spiel von Süß und Salzig bei meinen Törtchen, denn durch das Baiser sind Merveilleux generell ziemlich süß. Beim Zubereiten der ersten Törtchen war ich noch etwas ungelenk und man sollte besser auch nicht zimperlich mit dem gleichzeitigen Einschmieren der Baisers und der Hände sein 😀 , aber gute Vorbereitung ist alles. Wenn man alle Zutaten bereitstellt sollte es kein Problem sein.  Und natürlich sind alle möglichen Varianten denkbar. Mein Mann mochte Merveilleux mit Schokoladenraspeln am liebsten (wer hätte das gedacht :-b) . Mir kommen da massenweise Ideen, aber ganz ehrlich? Ich bin soooo begeistert von meinen Erdnuss-Karamell Merveilleux, dass ich restlos selig bin und am liebsten alle alleine gegessen hätte 😀 !
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Habt ihr nun auch Lust auf Merveilleux und auf Brügge mit all den wunderbaren Leckereien bekommen? Dann kann ich es euch beides nur ans Herz legen. Und um einen Vorgeschmack zu bekommen, solltet ihr unbedingt mal diese Törtchen backen. Für mich steht jedenfalls fest, dieses wird nicht das letzte Merveilleux Rezept hier sein!

Meine kleinen Knusper-Merveilleux reiche ich schnell noch bei Sarah im Knusperstübchen ein. Sie feiert, wie jedes Jahr ein tolles Blogevent und sammelt dabei sommerliche Knusperrezepte aus der ganzen Welt 🙂 .

Macht es euch schön!

Eure MaLu ♥♥♥

Goldene Herbsttage und schokoladige Nuss Tartelettes gegen den Herbstblues

In dieser Woche konnten wir uns an wundervollem Herbstwetter erfreuen. Ein echter goldener Oktober (lässt man mal die grauen Nieseltage der letzten Wochen weg. ) Habe ich’s schon erwähnt? Ich mag den Herbst ❤ !Jedenfalls hat mich der goldene Schimmer, den die Oktobersonne über die Natur flutet, zu diesen herbstlich anmutenden Tartelettes inspiriert. Schoko-Nuss Tartelettes-1 Der Herbst, das sind für mich Nüsse, goldene Sonnenstrahlen, raschelnde Blätter und die Lust, sich nach einem Spaziergang mit Schokolade ins Warme zu verkrümeln … oder zum Backen in die Küche ;-). Seht ihr was ich meine? All diese Dinge habe ich versucht, auf und in diesen köstlichen Tartelettes zu vereinen. Schoko-Nuss Tartelettes_7 Ein knuspriger Mürbeteig gefüllt mit Nüssen und einer zarten Nusscreme,bedeckt mit herrlicher Schokoladenganache und knackiger Dekoration aus verschiedenen Nüssen und Schokolade.  Eben das ganze Programm 😉 ! Bei der Wahl der Nüsse seid ihr frei. Ihr kennt meine Leidenschaft – ich habe mich für Erdnüsse entschieden 😉 . Genauso gut könnt ihr aber eure Lieblingsnüsse verwenden. Ganz nach  eurem Gusto! Schoko-Nuss Tartelettes_5 Die Schokoladenblätter hatte ich schon länger auf meiner ‚Das muss ich unbedingt ausprobieren‘-Liste. Also habe ich kurzerhand unsere Lorbeerpflanze gerupft. Das mache ich sowieso jedes Jahr, um die Blätter zu trocken und später zum Kochen zu verwenden. Leider passiert es uns oft, dass unsere Lorbeerpflanzen den Winter nicht überleben. Uns fehlen einfach frostfreie Plätze für unsere zahlreichen Pflanzen zum Überwintern 😦 . Schoko-Nuss Tartelettes_8 Noch immer inspiriert von unserem Besuch in der Chocolaterie von Silvio Bessone, machte ich mich daran Schokolade zu temperieren und die Lorbeerblätter damit zu bestreichen. Und siehe da: Es war gar nicht so schwer! 🙂 Das essbare Goldpuder auf den fertigen Schokoladenblättern, zaubert euch zum Abschluss die goldenen Sonnenstrahlen auf den Teller. Der Geschmack jedoch zaubert euch ein Lächeln ins Gesicht 🙂 .

Schokoladige Nuss Tartelettes

Nusscreme Die Nusscreme ist schnell gerührt, sollte aber besser am Vortag zubereitet werden oder zumindest Zeit haben auf 4-6 Grad abzukühlen!

  • 160 g Sahne
  • 70 g weiße Kuvertüre/Schokolade
  • 20 g feine Erdnussbutter (Mandel- oder anderes Nussmus)

Die Schokolade fein hacken und zusammen mit dem Nussmus in eine Schüssel geben. Die Sahne aufkochen und darüber gießen. Einen kurzen Moment stehenlassen und dann glattrühren. Abgedeckt über Nacht in den Kühlschrank stellen. Nusscreme Tarteletteteig  für 6 Stück (ich habe diese Tarteletteringe verwendet). Auch die Tartelettes können gut am Vortag gebacken werden, denn sie halten sich problemlos einige Tage in einer Keksdose.

  • 125 g Mehl 405
  • 15 g gem. Mandeln
  • 50 g Zucker
  • 75 g weiche Butter
  • 1 Prise Salz (Fleur de Sel)
  • Vanille Natur o. als Extrakt
  • 30 g verschlagenes Ei

Alle Zutaten ohne viel Kneten zu einem glatten Teig verarbeiten. Diesen in Frischhaltefolie wickeln und für eine halbe Stunde in den Kühlschrank legen. Danach den Teig ausrollen und in die gebutterten Tarteletteförmchen oder -ringe einlegen. Den Boden mehrfach mit einer Gabel einstechen, damit sich später keine Blasen bilden.Tartelettes Ich habe die Tartelettes nun für eine halbe Stunde eingefroren. Das erspart das Blindbacken. Den Backofen auf 180 Grad aufheizen und die gekühlten Tartelettes goldbraun backen. (Die Backzeit richtet sich nach dem Grad des Einfrierens). Goldene Schokoladenblätter

  • ca. 70 g dunkle Kuvertüre
  • ungiftige frische Blätter (am besten ungespritzte Lorbeer- oder Rosenblätter)
  • essbarer Goldpuder

Die Blätter müssen gewaschen und sehr trocken sein! Die Kuvertüre über dem Wasserbad schmelzen, am besten temperieren, und sorgfältig mit einem Pinsel, nicht zu dünn, auf die Blätter auftragen. Ich habe festgestellt, dass sich die Unterseite von Lorbeerblättern besonders gut eignen. SchokoladenblätterDie, mit der Schokolade bestrichenen, Blätter im Kühlschrank gut durchkühlen lassen. Anschließend die Blätter sehr vorsichtig von der Schokolade abziehen. Kalte Hände sind hilfreich 😉 . Mit einem Pinsel etwas Goldpuder auftragen und bis zum Dekorieren kühl stellen. Schokoladenganache

  • 60 g Zartbitterschokolade
  • 60 g Vollmilchschokolade
  • 60 g Sahne

Die beiden Schokoladensorten hacken und zusammen mit der Sahne über einem Wasserbad schmelzen und verrühren. Leicht abkühlen lassen. Fertigstellung

  • ca. 3 El. Erdnüsse ( oder andere Nüsse)
  • ca. 1 El. Pistazien
  • Schokoladenspäne (selbstgemacht oder Borkenschokolade)
  • verschiedene Schokokugeln

Erdnüsse grob hacken, Pistazien fein hacken. Den Boden der vorgebackenen Tartelettes mit den grob gehackten Erdnüssen füllen, dabei einige für die Deko zurückbehalten! Die kalte Nusssahne mit dem Mixer locker aufschlagen und in die Tartelettes füllen. Sehr sauber gelingt das mithilfe eines Spritzbeutels, es geht aber auch mit einem Löffel. Füllt nicht zu viel hinein, es muss ja noch Platz für die Schokoganache bleiben 😉 ! Schoko-Nuss Tartelettes_2Diese spritzt oder streicht ihr nun über die Nusscreme. Auch hier empfehle ich, sie zu spritzen, weil der Glanz schöner wird. Tipp: Ihr könnt auch einfach einen Gefrierbeutel nehmen.Schoko-Nuss Tartelettes_0009 Jetzt dürft ihr die Tartelettes nach Herzenslust mit den gehackten Nüssen und der Schokolade, sowie euren vorbereiteten Schokoladenblättern dekorieren. Schoko-Nuss Tartelettes_3 Mit Klick auf das Rezeptfoto gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF-Rezeptansicht:   AAA-PDF-Rezeptvorlage

Schoko-Nuss Tartelettes_12

Doch nicht immer ist der Herbst so golden, wie in den letzten Tagen. Es kann grau und windig sein und abends wird es früh dunkel. So manchem schlägt dies auf’s Gemüt. Susi und Jule, kurz die KOCHMÄDCHEN, haben sich darüber Gedanken gemacht und ein Blogevent ins Leben gerufen mit Rezepten gegen den Herbstblues. Was eignet sich (außer heißer Suppe 😉 ) besser als Schokolade, um die Stimmung zu heben? Was meint ihr?

Schoko-Nuss Tartelettes_9 Egal wie das Wetter an diesem Wochenende wird. Ich freue mich auf ein Wochenende in Berlin, denn ich nehme, zusammen mit meiner Tochter Tessa und meiner lieben Bloggerkollegin Mari, an einem Pâtisseriekurs von Thomas Yoshida im Facil teil. Ich bin, ehrlich gesagt, schon ein wenig aufgeregt, hoffentlich stell‘ ich mich nicht doof an, uiuiuiui!! Schoko-Nuss Tartelettes_4

Ich wünsche euch ein herrliches Wochenende und wenn euch der Herbstblues packt, dann wisst ihr ja was zu tun ist 😉 .

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Liebste Grüße

Eure MaLu 

Eieiei … Choco-Peanut Cookies

Cookies …

Cookies?? Hier bei mir auf dem Blog? 

 

Choco-Peanut Cookies_0130-2Wer mich kennt, weiß, dass Cookies nun nicht gerade zu meinen auserwählten Lieblingen gehören. Allerdings muss ich zugeben, dass ich auch noch nicht soo viele Sorten probiert habe. Ich bin nämlich geschädigt! Meine ersten Cookieerfahrungen durfte ich bei einer amerikanischen Fastfoodkette sammeln und was soll ich euch sagen? Huah!!! Nee, nee … das war nicht meins! Die waren mir zu weich, zu süß und zu lappig. Mein Mann würde sagen: Wie eine vollgep…. Wolldecke 😀 !

Choco-Peanut Cookies_0135a

Die gekauften Cookies aus dem Supermarkt, sind dagegen etwas knuspriger und gar nicht mal so schlecht. Wie kommt es nun aber, dass ich mich jetzt doch an diese amerikanischen Exportschlager herangewagt habe? ‚Schuld‘ sind Christine und Steffi von little red temptations. Sie haben zu ihrem 2. Bloggeburtstag ein Cookie-Event ins Leben gerufen, das ‚Vier gewinnt‘ heißt. Und zwar heißt es deswegen so, weil die beiden vier Cookierezepte vorgegeben haben, bei denen man bis zu vier Veränderungen vornehmen darf und somit eine eigene Kreation schaffen würde. Tolle Preise gibt’s da übrigens auch zu gewinnen 😉 ! Hey, die Herausforderung nehme ich an und stelle mich meinem Angstgegner – COOKIE!

Choco-Peanut Cookies_0131_1

Na, und weil der Osterhase quasi schon ungeduldig vor der Tür hin und her hoppelt, habe ich meine Cookie Kreation einfach mal ein wenig eierig modelliert 😉 . Geschmacklich habe ich zu meinen bewährten Lieblingen gegriffen: Schokolade und Erdnuss ❤

Dies sind die vier Veränderungen, die ich am vorgegebenen Originalrezept von Littleredtemptations vorgenommen habe:

  1. Der Teig in zwei Teile geteilt
  2. + weiße Schokolade
  3. + Erdnussbutter
  4. + Kakao

Choco-Peanut Cookies

ca. 16 – 18 Stück

  • 100 g weiche Butter
  • 175 g brauner Zucker
  • 1 Prise Meersalz
  • 1 Prise Vanille
  • 1 Ei Gr. L
  • 230 g Mehl
  • 1 Prise Backpulver
  • 35 g  grob gehackte Zartbitterschokolade
  • 35 g grob gehackte weiße Schokolade
  • 1 ½ El. Kakao
  • 50 g Erdnussbutter (ich: selbstgemacht)

Den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze aufheizen. Die Butter mit dem Zucker, der Vanille und dem Salz cremig schlagen. Danach das Ei hinzufügen und den Teig schaumig rühren. Das mit dem Backpulver vermischte, Mehl dazugeben und alles zu einem Knetteig verarbeiten. Diesen Teig in zwei gleiche Stücke teilen. CookieteigZur einen Hälfte das dunkle Kakaopulver und die gehackte Zartbitterschokolade geben. Die anderen Hälfte mit der Erdnussbutter und der gehackten weiße Schokolade verkneten.Choco-Peanut Cookies_0124-1 Beide Teige zu einem gleich dicken Strang rollen, nebeneinander legen, etwas zusammendrücken und ca. 2 cm dicke Scheiben abschneiden. Diese in den Händen zu einem Ei formen und auf ein, mit Backpapier belegtes, Backblech legen. Ganz wenig flach drücken und bei 180 Grad ca. 15 Minuten backen. Je nachdem, wie ihr eure Cookies liebt, variiert ihr die Backzeit um 1-2 Minuten nach oben oder unten. Mindestens 10 Minuten abkühlen lassen.

Mit Klick auf den folgenden Link gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF-Rezeptansicht: Choco-Peanut Cookies

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Wenn ihr sie so richtig chewy mögt, solltet ihr sie nicht zu lange backen. Zu langes Backen würde sie hart machen. Generell sollten Cookies möglichst frisch verzehrt werden.

Und wie haben sie mir geschmeckt? GUT! Auch wenn ich wohl nie eine wirkliche Cookie Liebhaberin werde, so habe ich mich mit meinen Selbstgebackenen den amerikanischen Lieblingen ein gutes Stück annähern können. Ich habe meine Cookies auch entgegen der Empfehlung etwas länger gebacken, da ich es nun einmal etwas knuspriger mag. Egal ob chewy oder nicht, knuspere ich sie mit Genuss nach und nach auf 😀 .

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Fein gemacht, mit einer schönen Schleife, sind die eierigen Cookies auch ein tolles Ostermitbringsel.

Gestern war ich übrigens mit meiner Tochter auf der Cake World Messe in Hamburg. Auch wenn diese Messe, genau wie im vorigen Jahr, eher etwas für Motivtortenbäcker ist, so sind wir doch fündig geworden. Wir haben ein paar Vorräte, wie z. B. Speisefarben für Macarons, aufgefüllt und das Repertoire an Spritztüllen und Tortenringen erweitert … was man halt so braucht 😉 . Heute ist nun Erholung angesagt. Ich lege dann mal die Beine hoch, knabbere von den noch übrigen Cookies und hoffe, dass sie Christine und Steffi von little red temptations auch schmecken.

Macht es euch schon und seid herzlichst gegrüßt

Eure MaLu ♥♥♥

 

 

 

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Erdnuss-Karamellstreifen – mit Schokolade, nicht zu vergessen!

Einige von euch haben vielleicht mitbekommen, dass ich vor einiger Zeit in einer zauberhaften kleinen Kieler Chocolaterie mit Namen Schokodeern (norddeutsch: Schokoladenmädchen) zu einem Pralinenkurs war. Diesen Gutschein hatte mir mein Liebster im letzten Jahr schon geschenkt. Ihr könnt euch vorstellen wie lang die Warteliste dort war, dass ich jetzt erst den Termin bekam. Es hat sich aber absolut gelohnt zu warten! Ich habe viel Hintergrundwissen über Schokolade und Kakao bekommen. Wusstet ihr denn, dass Kuvertüre hochwertiger ist als Schokolade? Und dass wiederum weiße Schokolade hochwertiger ist als dunkle, da sie viel mehr wertvolle Kakaobutter enthält? Wir durften alles probieren (alle Sorten Kuvertüre, feinstes Honigmarzipan) und bekamen viele Kniffe (Schokolieren, verzieren, temperieren) gezeigt. Die Schokodeern verarbeitet ausschließlich Bioprodukte von ausgesuchter Qualität und glaubt mir, das schmeckt man! Eigentlich bin ich gar nicht soo ein großer Pralinenfan, aber ich muss sagen, dass ich eines Besseren belehrt wurde. Wenn ich es hier zu Hause hinbekomme, werde ich mit euch ein tolles Rezept teilen, dass ich dort gelernt habe.

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Kein Wunder also, dass ich ein wenig auf dem Schokoladentrip bin. In einer Zeit in der einem die mit prallen Früchten strotzenden Torten nur so um die Ohren fliegen, komme ich euch also mit Schokolade und Erdnuss 🙂 – Wer mich kennt weiß, dass ich bei dieser Kombination schwach werde. Gebt doch einfach mal ‚Erdnuss‘ links in der Suchleiste ein, da kommt der Beweis 😉 . Also konnte es gar nicht lange dauern, bis ich endlich dieses Rezept aus dem Törtchen, Törtchen Buch von Matthias Ludwigs backen würde.

 

Erdnuss-Karamellstreifen 

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Also, das war ja mal wieder etwas so recht nach meinem Geschmack 🙂 ! Ich habe das Rezept ein wenig umgewandelt und statt eines Marzipanbiskuit einen Erdnussbiskuit als Grundlage gebacken. Darauf thront eine absolut göttliche Mousse au Chocolat mit Erdnusscreme und gehackten Erdnüssen verfeinert.

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Ich habe mich erst etwas über die fertige Größe des Kuchens gewundert, die M. Ludwigs vorgeschlagen hat. Aber so ein Schnittchen von 3×12 cm hat es schon ganz schön in sich, sag ich euch! Für echte Chocoholics allerdings eine leichte Übung 😉 .

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Außerdem wollte ich doch endlich mal diese tollen kandierten Nüsse ausprobieren, die ich schon auf so vielen wunderschönen Patisserieteilchen bewundert habe.

Erdnussbiskuit

  • 30 g gemahlene Erdnüsse(ich habe sie selber gemahlen und sogar gesalzene genommen – wunderbar!)
  • 20 g Puderzucker
  • 1 Ei
  • 1 Eigelb
  • 1 Eiweiß
  • 20 g Zucker
  • 35 g Mehl 405
  • 10 g flüssige Butter
  • 30 g grob gehackte Erdnüsse

Den Backofen auf 180 Grad Umluft aufheizen und ein Backblech mit Backpapier oder Silikonmatte auslegen.

Die gemahlenen Erdnüsse mit dem Puderzucker mischen und zusammen mit dem Eigelb und dem ganzen Ei in einer Schüssel sehr schaumig rühren. Das Eiweiß mit dem Kristallzucker steif schlagen. Ein Drittel des Eischnees unter die Eigelbmasse rühren. Das restliche geschlagene Eiweiß darauf geben, mit dem Mehl übersieben und alles zusammen vorsichtig , aber sorgfältig unterheben. Einen Esslöffel der Masse mit der flüssigen Butter vermengen und ebenfalls unterheben. Den Teig mit einer Palette in einer Größe von etwa 15×26 cm verstreichen und gleichmäßig mit den gehackten Erdnüssen bestreuen. Für ca. 8-10 Minuten in den heißen Backofen schieben. Abkühlen lassen.

Erdnussbiskuit

 

Nun soll der Teig in einen Rahmen von 12×24 cm eingepasst werden. Leider besitze ich nur einen verstellbaren Rahmen von 20x24cm. Also musste ich mir etwas ausdenken und habe eine ‚Sperre‘ aus Alufolie gebastelt, um auf eine Breite von 12 cm zu kommen. Das funktionierte einwandfrei 🙂 .

Schoko-Erdnuss-Mousse

  • 130 g dunkle Kuvertüre 70%
  • 65 g Erdnussbutter fein
  • 2 Eigelb
  • 50 g Zucker
  • 2 Blatt Gelatine, eingeweicht
  • 310 g Schlagsahne
  • 30 g gehackte, geröstete Erdnüsse

Erst einmal weicht ihr die Gelatine in kaltem Wasser ein und schlagt die Sahne steif und stellt sie kalt. Dann bereitet ihr zwei Wasserbäder vor. In einer Schale schmelzt ihr die Zartbitterkuvertüre und die Erdnussbutter. Sie sollte in etwa 55 Grad haben. In der anderen Schale verrührt ihr die Eigelb mit dem Zucker bis, wie M. Ludwigs sich ausdrückt, die Hitze am Finger ’sticht‘. Damit erreicht ihr eine Pasteurisation.  Darin löst ihr die eingeweichte Gelatine auf. Anschließend wird die Masse mit der Küchenmaschine oder dem Mixer aufgeschlagen bis sie lauwarm ist. Nun rührt ihr ein Viertel der Schlagsahne unter die warme Schokoladenmasse. Wenn ihr diese glatt gerührt habt hebt ihr erst den Eigelbschaum und dann die restliche Sahne unter. Zum Schluss werden die gehackten Erdnüsse untergezogen.

Schoko-Erdnusscreme

Diese Schoko-Erdnussmousse gießt ihr jetzt auf den vorbereiteten Erdnussbiskuitboden, streicht sie schön glatt und friert den Kuchen für mindestens 4 Stunden ein.

Schokoladenspiegel 

  • 35 g Zucker
  • 30 ml Wasser
  • 10 g dunkles Kakaopulver
  • 25 g flüssige Sahne

Zucker, Wasser und Kakaopulver zusammen verrühren und aufkochen. Eine Minute köcheln lassen und dann die Sahne unterrühren. Weiter köcheln bis die Masse eindickt. Sie soll wie Sirup fließen. Das kann man gut testen indem man etwas auf einen Teller gibt und hinunter fließen lässt. Dann ist sie fertig. (Ich werde sie beim nächsten Mal noch etwas länger kochen lassen 😉 )

Schokospiegel

Wenn die Masse abgekühlt ist könnt ihr sie gleichmäßig auf den gefrorenen Kuchen streichen. So entsteht ein wunderschöne dunkler Spiegelglanz.

Schoko-Erdnuss-Schnitten_1902_bearbeitet-1

Den fertigen Kuchen mit einem heißen Messer in 3×12 cm Schnitten schneiden.

Deko

  • 1/2 Erdnuss-Karamellriegel (z.B. Mr. Tom)
  • 1 Tasse Zucker
  • einige ganze Erdnüsse

 

Den Erdnussriegel grob hacken und auf die Schnitten streuen.

Für die karamellisierten Erdnüsse habe ich erst einen Versuchsaufbau gemacht 😀 . Dafür habe ich ein Backblech unter meinen Küchenschrank gestellt und mir Tesafilm zurecht gelegt. Die Erdnüsse auf Zahnstocher spießen. Ich warne euch – die Hälfte teilt sich dabei in zwei Teile :-/ !  Dann den Zucker mit einem Esslöffel Wasser in einem Topf kochen bis er karamellisiert. Nicht rühren! Vom Herd nehmen und warten bis das Karamell zäh fließt. Das geht am besten mit dem Ende eines Kochlöffelstiels. Vorsicht heiß!! Ist die richtige Konsistenz erreicht taucht ihr die Nüsse mit Hilfe des Zahnstochers in das Karamell und klebt ihn ‚kopfüber‘ an den Küchenoberschrank, so dass das Karamell aufs Blech tropfen kann.

Schoko-Erdnuss-Schnitten_1959_bearbeitet-1

Lustig, oder? Klappte aber super. Wie ihr seht habe ich auch das Gleiche mit Haselnüssen ausprobiert. Die sind da wesentlich leichter zu handhaben. Aber warum einfach, wenn’s komplizierter geht,  nicht wahr 😉 ?

Schoko-Erdnuss-Schnitten_1978_bearbeitet-1

Die Deko solltet ihr aber wirklich erst kurz vor dem Servieren aufbringen, da Karamell sehr stark Feuchtigkeit zieht und sich dann sang und klanglos auflöst. Noch etwas Goldauflage und die Erdnuss-Karamellstreifen haben sich angemessen feingemacht.

Schoko-Erdnuss-Schnitten_1995_bearbeitet-1

Sie waren ein absoluter Genuss und ich habe sie bestimmt nicht zum letzten Mal gebacken. Schon allein deswegen nicht, weil mein Mann nichts davon abbekommen hat. Denn ich dachte: Er mag ja keine Cremesachen. – Oha! Böser Fehler! Mousse au chocolat macht da nämlich eine Ausnahme. Hm, als gute Ehefrau hätte ich das eigentlich wissen müssen :-/ . Na ja, ich werde dran arbeiten 😉 .

Zu eurer Beruhigung : Von den selbstgemachten Pralinen hat er aber etwas abbekommen!!

Liebste Grüße

Eure MaLu ♥♥♥

 

 

 

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