Vanille Mandelbaisertorte – Succès vanille

Dies ist eine Torte für Vanille Liebhaber! Sie ist so zartknusprig, mit einer unglaublich aromatischen Vanillecreme, dass mir schon wieder beim Gedanken daran, das Wasser im Mund zusammen läuft.

Nach der farbenfrohen Erdbeer-Rhabarbertorte der letzten Woche kommt diese Vanille Mandelbaisertorte heute optisch im eher schlichten Kleid zu euch auf den Bildschirm 😉 . Doch lasst euch nicht täuschen! Der Geschmack dieses vermeintlichen Aschenputtelchens ist seeehr lecker :-)!

Es ist mal wieder ein Rezept aus dem Buch Gateaux* von C. Felder & C. Lesecq.  Bereits die Fleur d’Ivoire, als auch die Charlotte Exotic habe ich daraus nachgebacken. Dieses französische Buch ist für mich ein Quell der Inspiration und es steckt voller Post-its für weitere Projekte 😉 .

Im Original heißt die Torte Succès Vanille. Succès = Erfolg. Leider konnte ich nicht herausfinden, warum die Torte diesen Namen bekommen hat. Wenn einer von euch es weiß, würde ich mich über Belehrung freuen! Dass die Succès Vanille ein Erfolg bei den Verkostern ist, ist jedenfalls schon einmal gewiss – vorausgesetzt ihr liebt Vanille 😉 .  Und die Qualität dieser Vanille ist wirklich maßgeblich! Verwendet unbedingt frische Vanilleschoten für die Creme! Ich hatte ja das Glück, von einer lieben Leserin herrliche große Vanilleschoten, direkt aus Madagascar geschenkt bekommen zu haben , die ich genau für solche Projekte verwende (ich habe die Schoten dafür luftdicht eingeschweißt und eingefroren).

Statt der Haselnüsse im Originalrezept habe ich Mandeln verwendet. Sowohl für die Croquines, das sind die knusprigen Kekse mit denen der Rand geschmückt ist, als auch für den Baiserteig. Ihr könnt die Nüsse also nach eurer Vorliebe austauschen. Für die Torte werden drei Nussbaiserschichten gebacken, wobei nur zwei für den Aufbau der Torte verwendet werden, die dritte dagegen gemahlen wird und später für die feine Nusspuderschicht auf der Torte sorgt.

Vanille Mandelbaisertorte – Succès vanille

Von Christophe Felder

Die Torte hat einen Durchmesser von 18 cm

Für die seitliche Dekoration der Torte werden zerbrochene  Nusskekse, sogenannte Croquines verwendet. Sie sind für den Geschmack der Torte zwar nicht zwingend notwendig, sind aber herrlich knusprig und können gut vorbereitet werden und in einer Keksdose aufbewahrt werden. Sie schmecken auch lecker zum Kaffee. Hier ist das Rezept:

Croquines amandes

  • 125 g ganze geschälte Mandeln
  • 125 Zucker
  • etwas Zimt
  • etwas Vanille
  • 2 Eiweiß Gr M

Die Mandeln grob hacken. Zucker, Zimt, Vanille und die gehackten Mandeln in einem Topf vermengen. Das (ungeschlagene) Eiweiß hinzufügen und alles verrühren. Bei milder Hitze, unter ständigem Rühren, erhitzen. Der Teig sollte 70 Grad erreichen. Den Topf vom Herd nehmen und den Teig komplett abkühlen lassen. Dabei zwischendurch immer einmal umrühren. – Den Backofen auf 170 Grad aufheizen und mit einem Esslöffel Teighäufchen auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen. Etwas flach drücken, so dass die Kekse rund 3 cm groß werden. Ca 20 Minuten knusprig backen. Auf dem Blech abkühlen lassen.

Mandelbaiser Teig

  • 160 g Eiweiß
  • 130 g Zucker
  • 80 g gemahlene Mandeln (oder Haselnüsse)
  • 80 g Puderzucker
  • 25 g Baisergebäck (fertig gekauft o. selbstgem.), gemahlen

Backofen auf 150 Grad aufheizen. Eiweiß und Zucker zu Eischnee schlagen. Nüsse, Puderzucker und gemahlenes Baiser vermischen und unter den Eischnee heben. Den Teig in einen Spritzbeutel mit 10 mm Lochtülle füllen und spiralförmig 3 Kreise mit 18 cm Durchmesser auf Backpapier spritzen. Bei mir passten nur 2 zugleich darauf. Den dritten habe ich hinterher gebacken. 1 Stunde bei 150 Grad backen und komplett abkühlen lassen. Hinweis: Zwei Teigscheiben benötigt ihr später für die Torte, die dritte Scheibe wird am Schluss für die Dekoration zerbrochen und zu Puder gemahlen.

Creme Mousseline Vanille

Diese Creme Mousseline besteht aus drei Komponenten:

  1. Creme pâtissière – Konditorcreme
  • 300 ml Vollmilch
  • ½-1 Vanilleschote (je nach Größe)
  • 30 g Stärkemehl
  • 3 Eigelbe
  • 50 g Zucker

Milch zusammen mit der geöffneten Vanilleschote aufkochen lassen. In einer separaten Schüssel die Eigelbe mit dem Zucker und der Stärke verrühren. Die heiße Vollmilch vorsichtig zur Eimasse geben (vorher die Vanilleschote entfernen). Dabei immer gut rühren. Die Temperatur der Herdplatte zurückschalten und die Eiermilch zurück in den Topf gießen. Alles bei milder Hitze leicht zum Köcheln bringen. Dabei stetig rühren bis die Creme eindickt. Vom Herd nehmen, in eine Schale gießen und zum Abkühlen beiseite stellen.

2. Italienische Meringue

  • 95 g Zucker
  • 45 g Wasser
  • 60 g Eiweiß

Zucker und Wasser in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze zum Kochen bringen. Köcheln lassen bis der Sirup ca. 118 Grad erreicht hat. Dann beginnen, mit dem Mixgerät das Eiweiß  zu schlagen. Inzwischen hat der Zuckersirup 120 Grad erreicht und kann während des Eiweißschlagens im dünnen Strahl dazu gegeben werden. Stetig weiter mixen bis die Meringue rund 35 Grad hat. Beiseite stellen.

3. Buttercreme

  • 160 g sehr weiche Butter
  • Mark von 2 Vanilleschoten
  • 1 Teel. Vanilleessenz

Die Butter sehr, sehr lange mit dem Mixgerät aufschlagen. Sie sollte wirklich ganz, ganz hell und luftig sein!

Hinweis: Alle Cremes sollten bei der Zusammenführung zur Creme Mousseline Vanille dieselbe Temperatur (Raumtemperatur) haben!!

Die Creme pâtissière zunächst cremig rühren und dann esslöffelweise unter die luftig gerührte Buttercreme mixen. Dabei auch die Vanille einrühren. Anschließend die ital. Meringue  in drei Portionen mit einem Spatel unterheben.  Die Creme Mousseline sollte danach noch einmal auf mittlerer Stufe mit dem Mixgerät 10 Minuten schön luftig aufgeschlagen werden.

Aufbau

Eine der Mandelbaiserscheiben auf eine Platte legen (ggf. einen Tortenring darum stellen). Drei Viertel der Vanillecreme einfüllen. Die zweite Teigscheibe auflegen und gerade ausrichten. Die restliche Vanillecreme auf der Tortenoberfläche auftragen und rundherum schön glattstreichen. Die Torte in den Kühlschrank stellen.

Die noch übrige, dritte Mandelbaiserplatte in einer Küchenmaschine/ Blitzhacker zu feinem Puder vermahlen und dieses vor dem Servieren durch ein Sieb auf der gesamtenTortenoberfläche verteilen. – Die Croquines Kekse in grobe Stücke brechen und den seitlichen Rand der Torte mit den Keksbröseln verzieren.

Tipps: Die Mandeln können nach Geschmack auch durch Haselnüsse ersetzt werden – Bitte für die Creme möglichst echte Vanilleschoten verwenden – Wenn keine Zeit für die Croquines ist, kann auch die ganze Torte mit dem Mandelbaiserpuder bestreut werden – Die Torte kann am selben, wie auch am nächsten Tag serviert werden. – Gekühlt fand ich sie am leckersten.

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Bei uns setzt sich trotz des kühlen Wetters in der letzten Woche der Frühling durch. Nicht bei den Temperaturen, sondern eher bei den Aufgaben, die es zu erledigen gilt. Der Garten ruft nach Aufmerksamkeit, der Rasen muss gemäht und vertikutiert werden. Während ich diesen Beitrag schreibe,  ist mein lieber Mann draußen fleißig. Er hat also gar keine Zeit sich zu grämen, dass er nicht mehr zur Arbeit gehen muss/kann, denn davon gibt es hier rund ums Haus genug. Auch ich bin übrigens Nutznießerin seines Ruhestands, denn nun werde ich nach der Arbeit täglich mit einem leckeren Essen verwöhnt. Toll, oder? 🙂

Leider ist meine bessere Hälfte ja so gar kein Kuchen und Torten Fan, so dass ich mich bei ihm damit gar nicht revanchieren kann. Aber da sind ja meine Kolleginnen, meine Nachbarn und Freunde, die sich gerne über eine Kostprobe hermachen und mir ihr ehrliches Feedback geben. Aber da seid auch ihr, meine lieben LeserInnen, die mir mit euren Kommentaren, Nachrichten und Mails immer wieder Rückmeldung gebt, ob’s geklappt und geschmeckt hat. An dieser Stelle noch einmal ein Dankeschön dafür. Ich freue mich sehr darüber und versuche wirklich jedem von euch zu antworten, auch wenn’s vielleicht mal ein bisschen länger dauert 🙂 .

Backt weiter so fleißig und lasst es mich wissen. In diesem Sinne wünsche ich euch noch einen schönen Frühlingssonntag mit leckeren Köstlichkeiten!

Herzlichst Eure MaLu ♥♥♥

 

Quelle: GATEAUX – Chr. Felder & C. Lesecq

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Erdbeer-Rhabarber Torte

Bevor wir nun alle in den „Ostereiersuchrausch“ geraten, möchte ich euch doch nicht ohne eine Torte in die Osterfeiertage schicken 😉 .

Eine richtige Ostertorte ist es eigentlich nicht geworden. Zumindest was die Optik angeht. Dafür fehlt ihr sowohl die Eiform der letztjährigen Torte, als auch die Osterdekoration. Irgendwie bin ich in diesem Jahr unbeabsichtigt im Osterdekostreik 😀 . Aber egal! Die Torte ist rund und zudem hat sie auch noch ein Loch in der Mitte!

Diese Form habe ich bestimmt schon ein halbes Jahr im Schrank liegen und nun durfte sie endlich in Einsatz kommen. Keine Ahnung, warum das so lange gedauert hat, dabei finde ich sie soo schick! Da sie aus Silikon ist, eignet sie sich natürlich fabelhaft für eine „Überkopf“-Torte mit Mirror Glaze. 🙂 Frühlingshafte Früchte standen auf dem Plan. Frischen Rhabarber gibt es inzwischen überall, frische Erdbeeren auch. Allerdings noch aus Spanien oder so. Ich habe diese nur zur Deko verwendet. Für die Füllung habe ich gefrorene Erdbeeren genommen.

Die Blümchendeko hätte ich eigentlich gern aus Fondant oder Blütenpaste gemacht. Leider hatte ich keines vorrätig, so dass ich kurzerhand auf echte Gänseblümchen zurückgegriffen habe. Unser jüngster Enkel Paul hat mir beim Pflücken tüchtig unter die Arme gegriffen 😉 und durfte zur Belohnung extra lange auf dem tollen, an der Eider gelegenen Spielplatz bei uns im Ort spielen, während wir die Frühlingssonne genossen haben.

Leider stand der kleine Mann zur Verkostung der Torte nicht mehr zur Verfügung, dafür sind unsere Freunde und besten Nachbarn erfolgreich und gänzlich selbstlos eingesprungen 😉 . Die Gänseblümchen haben wir, obwohl sie ungiftig und sogar gesund sind, dann aber doch vorher wieder herausgezupft 😉 .

Erdbeer-Rhabarber Torte

Ich habe diese Silikomart Saturn Form* verwendet – (alternativ: eine „einfache“ runde Form mit 18 cm Ø ) und diese Silikonform* für die Erdbeerfüllung

Erdbeerfüllung

  • 150 g Erdbeerpüree (Erdbeeren dafür pürieren und durch ein Sieb streichen)
  • 2 Teel. Zitronensaft
  • 15 g Puderzucker
  • 2 Blätter Gelatine
  • optional können 20 g des Erdbeerpürees durch Joghurt 10% ersetzt werden. Dann macht die Füllung etwas blasser.

Die Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen. Die restlichen Zutaten in einen kleinen Topf geben, erhitzen, vom Herd nehmen und die Gelatine darin auflösen. Die Silikonform mit den kleinen Mulden auf eine Platte stellen (dann kann man sie später besser transportieren).  Das Erdbeermasse in sieben Mulden der Silikonform verteilen und mindestens 4-5 Stunden, besser über Nacht einfrieren.

Glanzglasur

  • 5 Blätter Gelatine
  • 125 g Glucosesirup*
  • 63 g Wasser
  • 125 g Zucker
  • 83 g gezuckerte Kondensmilch, z.B. „Milchmädchen“
  • 125 g weiße Kuvertüre
  • rote Lebensmittelfarbe (ich verwende Gelfarben)

Die  Gelatine in  eiskaltem Wasser einweichen. Glucosesirup, Wasser und Zucker in einem Kochtopf zum Kochen bringen ( gut 100 Grad). Dann den Topf von der Platte ziehen und unter Rühren zunächst die gesüßte Kondensmilch hinzufügen, dann die Gelatine darin auflösen lassen und sogleich die weiße Kuvertüre dazugeben. Eine Minute warten, dann wieder Rühren, bis keine Klümpchen von der Kuvertüre mehr vorhanden sind. Nun die Lebensmittelfarbe einrühren. Die Masse kann nun mit dem Stabmixer durchgemixt werden, dabei möglichst keine Luftblasen zu erzeugen! Die Glasur anschließend durch ein Sieb gießen, um sicher letzte Klümpchen zu entfernen. Die Oberfläche des Mirror Glaze mit Frischhaltefolie bedecken und bis zur Verwendung in den Kühlschrank stellen.

Kokosbiskuit

Die Menge ist relativ reichlich, so dass einiges an Biskuit zum Naschen oder Einfrieren übrig bleibt. Wer das nicht möchte, könnte auch das Rezept halbieren und es in einer 20er Springform backen.

  • 2 Eiweiß Gr. M
  • 1 Prise Salz
  • 60 g Zucker
  • 2 Eigelb
  • 50 g Mehl
  • 20 g Kokosraspeln
  • 20 g geschmolzene Butter

Den Backofen auf 180 Grad Ober-/ Unterhitze vorheizen. Die Butter schmelzen und etwas abkühlen lassen. Das Eiweiß mit dem Salz und dem Zucker steifschlagen. Die Eigelbe sachte unterrühren. Das Mehl darüber sieben und zusammen mit den Kokosraspeln unterheben. 1 Esslöffel Teig mit der geschmolzenen Butter verrühren und ebenfalls unterheben. Den Teig etwa 1 cm dick auf ein mit Backpapier oder Silikonmatte belegtes Backblech streichen und ca. 10-12 Minuten backen. Abkühlen lassen und einen Kreis von ca. 18 cm Durchmesser ausstechen/ -schneiden. Um einen Ring zu erhalten, in der Mitte noch einen Kreis von  7-8 cm Durchmesser ausstechen. Der fertige Biskuitring sollte jetzt etwa 5 cm breit sein. (Solltet ihr keine Saturn-Ringform verwenden, braucht in der Mitte kein Kreis ausgestochen werden!)

Rhabarbermousse

  • ca. 600 g Rhabarber
  • 120 g Zucker
  • 170 g weiße Kuvertüre, geschmolzen
  • 3 Eigelbe
  • 60 g Zucker
  • 4 ½ Blätter Gelatine
  • 220 g Sahne
  • 2 Teel. Vanillezucker

Die Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen. – Den Rhabarber in feine Scheiben schneiden und zusammen mit dem Zucker in einem Topf köcheln lassen, bis er ganz zusammengefallen ist. Anschließend die Masse durch ein nicht zu feines Sieb streichen. Am einfachsten geht das natürlich mit einer „Flotten Lotte“*.

300 g des so gewonnenen Rhabarberpürees abwiegen und in einen Topf geben.  Die weiße Kuvertüre in der Microwelle oder überm Wasserbad schmelzen und bereit stellen. Die Eigelbe mit dem Zucker verrühren. Das Rhabarberpüree aufkochen lassen und unter Rühren zur Eigelbmasse geben. Zurück in den Topf gießen und bei milder Hitze stetig rührend auf höchstens 85 Grad bringen. Den Topf vom Herd ziehen und die Gelatine darin auflösen. Das Rhabarbercurd nun in drei Portionen mit der geschmolzenen weißen Kuvertüre verrühren. Die Schüssel in den Kühlschrank stellen und von Zeit zu Zeit umrühren. Wenn die Rhabarbermasse anfängt zu gelieren, die Sahne cremig schlagen und darunter ziehen.

Aufbau

Die Torte wird „über Kopf“ aufgebaut. – Die Silikonform auf einer Platte platzieren (z.B. dem Boden einer Springform) damit sie schön fest steht. – Die Rhabarbermousse einfüllen. Die gefrorenen Erdbeerhalbkugeln aus der Form lösen und rundherum verteilen. Dabei leicht in die Mousse drücken. Den Biskuitring auflegen und mit leichtem, gleichmäßigen Druck hineindrücken. Dadurch werden die Erdbeerhalbkugeln ebenfalls herunter gedrückt. Nur so weit drücken, bis die Rhabarbermousse und der Biskuit eine Ebene bilden! Die Torte mit Frischhaltefolie überziehen und eine Nacht einfrieren.

Am folgenden Tag zunächst die festgewordene Glanzglasur im Wasserbad auflösen. Noch einmal durch ein Sieb gießen und auf ca. 32 Grad abkühlen lassen. Dann die gefrorene Torte aus der Form lösen und auf einen Ring und/oder eine Schüssel platzieren, so dass die überschüssige Glasur abfließen kann. Die Glasur gleichmäßig über die Torte gießen. Dabei darauf achten, dass auch die Ränder komplett bedeckt sind. Die Glasur zieht durch die eiskalte Torte sogleich an. Deshalb dann bitte keine „Verschlimmbesserungen“ mehr vornehmen 😉 , denn sie würden später zu sehen sein! Die Torte auftauen lassen, dekorieren und servieren.

Mit Klick auf das Rezeptfoto gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF:

 

So eine eher kleine Torte (sie hat einen Durchmesser von 20 cm) eignet sich super für vier Personen. Und so haben wir in unserem sonnendurchfluteten Gartenpavillon Platz genommen und es uns schmecken lassen. Köstlich!!! Frühling ist doch was Herrliches, oder? Ich mag ihn viel lieber als den Sommer.

Leider hat uns mittlerweile die Sonne in Stich gelassen und Platz für Regen, Graupel und Wind gemacht. April, April eben! Aber wir lassen uns die Laune nicht verderben. Ich freue mich auf ein gemütliches Osterfrühstück mit unseren Kindern und ein paar arbeitsfreie Tage.

Euch wünsche ich ganz besonders schöne Osterfeiertage mit euren Lieblingsmenschen, reichlich Ostereiern und gutem Essen.

Frohe Ostern!

 Eure MaLu ♥♥♥

 

*Affiliatelink

Orangentorte mit Schokoladenknusperboden & Glanzglasur

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Die Zeit der Orangen neigt sich dem Ende entgegen, sicheres Zeichen auch für das Ende des Winters. Viele von uns warten wahrscheinlich schon händeringend auf die ersten Erdbeeren und den Spargel, doch dafür ist es, zumindest in unseren Gefilden, noch viiiel zu früh. Konzentrieren wir uns also auf das, was wir noch problemlos am Obststand bekommen, nämlich beispielweise Orangen 😉 .

Diese Torte, die euch unmissverständlich auf die enthaltene Frucht hinweisend, entgegenleuchtet, habe ich lange in meinem Kopf hin und her kreiert. Fruchtig sollte sie werden und irgendwie wollte ich auch eine Knusperschicht einarbeiten. Nach und nach formte sich der Plan und landete in meinem Notizbüchlein, das ich immer bei mir habe, falls mir etwas in den Sinn kommt. Was daraus geworden ist seht ihr hier 🙂 .

Wer meinen letzten Beitrag aufmerksam angeschaut hat, kommt diese Torte wahrscheinlich schon bekannt vor 😉 . Genau! Sie stand auf dem Geburtstags Kuchenbuffet meiner Tochter Tessa und fühlte sich dort, zwischen all ihren anderen leckeren Kuchen und Torten, ziemlich wohl. Der Grund, weswegen meine Torte beim Fototermin noch ein wenig verfroren aussieht ist der, dass meine Fotosession einen Tag vor dem Geburtstag stattfand. Um nun die Kühlung möglichst wenig zu unterbrechen, wurde sie, noch leicht im Inneren angefroren, im Bild festgehalten und wanderte anschließend sofort wieder in den Kühlschrank.

Die Kombination Orange und Schokolade ist ein Klassiker. Mit Recht, würde ich sagen, denn beides passt einfach fabelhaft zusammen. Für Schokogenuss sorgt der fluffige Schokoladenbiskuit auf dem ich eine Knusperschicht aus zarten Waffeln, Coco Pops und Schokolade gestrichen habe. Und in der herrlichen Orangenmousse nach einem Rezept von Bernd Siefert findet auch noch eine saftige Fruchtschicht Platz.

Orangentorte mit Schokoladenboden & Glanzglasur

Fruchtschicht (muss mindestens 4 Stunden eingefroren werden)

  • 260 g Orangenpüree aus ca. 4-5 Orangen (Zubereitung s. u.)
  • 1 El. Zitronensaft
  • 1 EL. Orangenlikör
  • ½ Teel fein abgeriebene Bio-Orangenschale
  • 20-30 g Zucker (je nach Süße der Orangen)
  • 1 El. Orangenmarmelade
  • 3½ Blätter Gelatine

Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Einen 18 cm – Tortenring  mit Frischhaltefolie bespannen und auf eine Platte setzen oder alternativ eine 18er Springform mit Folie auslegen. – Orangen mit einem Messer schälen und das Fruchtfleisch mit einem scharfen Messer in Filets herauslösen. Dabei den Saft auffangen. Es sollten keine Häutchen der Orangen hineingelangen! Die Orangenfilets mit einem Stabmixer fein pürieren. Orangenpüree mit dem Zitronensaft, dem Orangenschalenabrieb und dem Zucker erhitzen. Vom Herd nehmen und den Likör, sowie die Orangenmarmelade einrühren. Anschließend die Gelatine darin auflösen und die Fruchtmasse in den Tortenring bzw. die Springform füllen und einfrieren. Darauf achten, dass die Form waagerecht und gerade steht, damit die Fruchtscheibe später gleichmäßig dick ist.

Biskuit mit Knusperschicht (muss mindestens eine Stunde eingefroren werden)

  • 2 Eiweiß
  • 65 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 2 Eigelbe
  • 30 g Mehl
  • 25 g Stärke
  • 15 g Kakao
  • 10 g gemahlene Mandeln

Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Eiweiß mit Zucker und Salz steifschlagen. Die Eigelbe sachte einrühren. Mehl, Stärke und Kakao mischen und darüber sieben. Zusammen mit den gemahlenen Mandeln unterheben. Den Teig ca. 1 cm dick auf ein mit Backpapier oder Silikonmatte belegtes Blech streichen und ca. 10 Minuten backen. Anschließend mit einem Tortenring einen Kreis von 18 cm Durchmesser ausstechen. Den Biskuit in dem Ring belassen und die Knusperschicht zubereiten. Biskuitreste können vernascht werden 😉 .

  • 15 g Schoko-Puffreis (Coco-Pops)
  • 15 g Crepes dentelles* (zarte Waffelröllchen)
  • 70 g. geschmolzene dunkle Kuvertüre
  • 1 kl Teel. neutrales Öl (z.B. Sonnenblumenöl)

Kuvertüre schmelzen. Coco-Pops und Waffelröllchen mischen und leicht zerdrücken. Die geschmolzene Kuvertüre und das Öl darübergeben, vermengen und auf dem gebackenen, abgekühlten Biskuit verteilen. Glattstreichen und die Form noch einmal für 2 Minuten in den Backofen stellen. Abkühlen lassen und mindestens 1 Stunde einfrieren.

Orangencreme (Bernd Siefert)

  • 3½ Blätter Gelatine
  • 50 g Puderzucker
  • 3 Eigelbe Gr.L oder 4 Eigelbe Gr. M
  • 300 g frisch gepresster Orangensaft
  • 2 El. frisch gepresster Zitronensaft
  • feiner Abrieb von 1 ½ Bio Orangen
  • 210 g weiße Kuvertüre, fein gehackt
  • 430 g Schlagsahne

Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen.  Kuvertüre fein hacken. Eigelbe und Puderzucker in einer Schüssel verrühren. Orangen- und Zitronensaft, sowie der Abrieb der Orange in einem kleinen Topf aufkochen lassen und über die Eigelbmasse geben. Verrühren und wieder zurück in den Topf gießen. Bei milder Hitze unter ständigem Rühren auf 85 Grad erhitzen (mit einem Thermometer kontrollieren). Die Gelatine in die pasteurisierte Creme rühren und diese über die gehackte Kuvertüre geben. Eine Minute warten und dann glattrühren. In den Kühlschrank stellen, dabei immer einmal umrühren und schauen, wann sie beginnt zu gelieren. Dann erst die Sahne cremig schlagen und unter die Orangencreme heben.

Aufbau

Die Torte wird „über Kopf“ aufgebaut. Dafür einen Tortenring mit 20 cm Ø mit Frischhaltefolie bespannen, mit Tortenrandfolie auskleiden und auf eine Platte stellen oder eine entsprechende Springform verwenden. Circa ein Drittel der Orangencreme einfüllen. Die gefrorene Fruchtschichtplatte mittig platzieren (darauf achten, dass sie gerade und waagerecht liegt!) und diese mit wiederum ca. einem Drittel Orangencreme bedecken. Den gefrorenen Biskuit mit der Knusperseite nach unten einlegen und die Seiten mit der restlichen Orangencreme ausfüllen und glattstreichen. Die Torte mit Folie bedecken und über Nacht einfrieren.

Mirror Glaze – Glanzglasur

  • 6 Blätter Gelatine
  • 150 g Glucosesirup *
  • 75 g Wasser
  • 150 g Zucker
  • 100 g gesüßte Kondensmilch (z. B. ‚Milchmädchen‘)
  • 150 g weiße Kuvertüre, gehackt oder Pellets
  • orange Lebensmittelfarbe (ich habe Gelfarbe verwendet)
  • etwas weiße Lebensmittelfarbe* (Titanoxid)

Die  Gelatine in  eiskaltem Wasser einweichen. Glucosesirup, Wasser und Zucker in einem Kochtopf zum Kochen bringen ( gut 100 Grad). Dann den Topf von der Platte ziehen und unter Rühren zunächst die gesüßte Kondensmilch hinzufügen, dann die Gelatine darin auflösen lassen und sogleich die weiße Kuvertüre dazugeben. Eine Minute warten, dann wieder Rühren, bis keine Klümpchen von der Kuvertüre mehr vorhanden sind. Nun die orange Lebensmittelfarbe  und ganz wenig weiße Farbe unterrühren. Die Masse kann nun mit dem Stabmixer durchgemixt werden, jedoch ohne Luftblasen zu erzeugen! Die Glasur anschließend durch ein Sieb gießen, um sicher letzte Klümpchen zu entfernen. Die Oberfläche des Mirror Glaze mit Frischhaltefolie bedecken und bis zur Verwendung in den Kühlschrank stellen.

Fertigstellung

Die Mirror Glaze im Wasserbad erwärmen, so dass sie sich wieder verflüssigt. Vom Herd nehmen und warten bis sie ca. 35 Grad erreicht hat. Dann ist die richtige Verarbeitungstemperatur erreicht. Die gefrorene Torte etwas erhöht auf eine umgedrehte Schüssel o. ä. stellen, die wiederum auf einer Platte steht, die die überlaufende Glasur auffängt. Die Glanzglasur zügig und gleichmäßig, von der Mitte ausgehend über die gefrorene Torte gießen. Dabei nichts auslassen! Mit einer Palette noch einmal über die Oberfläche ziehen, um überschüssige Glasur ablaufen zu lassen. Das alles muss schnell gehen, da die Glasur auf der gefrorenen Torte schnell fest wird und jegliche Korrekturen und Unebenheiten sichtbar bleiben. Die Torte kann dann vorsichtig auf einen Teller gesetzt werden und muss nun 2-3 Stunden auftauen. Dann kann sie mit Schokoladenelementen dekoriert werden.

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Als Schokoladendeko dienten mir, wie schon öfter, fertig gekaufte hauchdünne Schokoplättchen. Die sind total praktisch, wenn man sich die Arbeit des Temperierens der Schokolade sparen möchte 😉 . Die restliche Deko ist dann aber doch so entstanden 😉 .

In dieser Woche hatte ich mal wieder Spätdienst. Eigentlich unbeliebt bei mir, doch andererseits habe ich vormittags oft mehr Energie zum Backen und Bloggen. Und so sind wieder einige Leckereien entstanden (auch nicht so aufwändige wie diese Orangentorte 😉 )! Ihr werdet also auch in nächster Zeit hier mit Kuchen versorgt!

Doch nun wünsche ich euch allen ein schönes Wochenende, jede Menge Backspaß und immer ausreichend Kuchen auf dem Teller 😀 !

 

Herzlichst

Eure MaLu ♥♥♥

*Affiliatelink

 

Charlotte Exotic

Nein, nein, nein! Von mir gibt es heute keine Herzen! Es gibt auch nichts Rosiges und auch sonst nichts, was auch nur im Entferntesten an den bevorstehenden Valentinstag erinnert 😀 !

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Finde ich Valentinstag doof? Bin ich im Streik? – Nein, nicht wirklich! Okay, diesen ganzen kommerziellen Trubel rund um diesen Tag finde ich schon nervig, aber ganz ehrlich: Was könnte man dagegen haben, wenn man seinem Schatz Aufmerksamkeit schenkt und sich bewusst macht, was man aneinander hat. Das kann mit Blumen und  Schokolade sein, aber auch ein schönes Essen zu zweit, bei dem das Lieblingsgericht des Liebsten serviert wird. Jeder freut sich doch über Zuwendung, oder?

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Der einfache Grund, dass ich keinen Valentinskuchen gebacken habe, liegt darin, dass ich erstens: Nicht darüber nachgedacht habe und zweitens: Ich mir keine Vorschriften machen lasse und drittens: weil ich keine Herzbackform habe. Hahaha!! 😀 😀 😀

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Stattdessen habe ich wieder einen meiner Post-its aus dem Buch Gateaux* von C. Felder und C. Lesecq „abgearbeitet“. Nach der Fleur d’Ivoire habe ich mir diesmal die Charlotte gourmande Mangue-Passion-Orange, kurz eine exotische Charlotte, ausgesucht. Ich hatte einfach Lust auf so etwas richtig Fruchtiges! Und diese Charlotte hält was sie verspricht! Nicht genug, dass alles tadellos geklappt hat und das Backen ein Spaß war. Nein, sie hat geschmacklich wirklich den Vogel abgeschossen! Selbst mein Mann, der bekanntlich nur „trockenen Schokoladenkuchen“ mag, war voll des Lobes.

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Die, mit einer sensationell aromatischen Mangocreme gefüllte Charlotte aus getränktem Biskuitteig, thront auf einer zartbuttrigen Mürbeteigplatte. Die frischen Früchte sind variabel, je nachdem was so im Angebot ist:  Ananas, Kiwi, Bananen, Trauben, Physalis …. Mango aber sollte dabei sein, finde ich.

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Charlotte Exotic

Die Fruchtpürees können selber hergestellt werden. Dafür die Früchte pürieren und noch einmal durch ein Sieb passieren. Wer es sich einfacher haben möchte, kann fertige Pürees aus  purer Frucht kaufen. Das lohnt sich in jedem Fall bei Maracuja* , finde ich. 

Fruchtschichtplatte (muss mindestens 2-3 Stunden vorher eingefroren werden)

  • 100 g Maracujapüree
  • 50 g Mangopüree
  • 50 g Bananenpüree
  • 60 g Erdbeerpüree
  • 20 g Zitronensaft
  • 35 g Zucker
  • 5 g Gelatine (3 Blätter)

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Die Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen. Alle Fruchtpürees mit dem Zitronensaft und dem Zucker in einem Topf erhitzen und die Gelatine darin auflösen. Die Fruchtmasse in einen Ring (eine Form) mit 18 cm Durchmesser einfüllen. Die Schicht sollte ca. 1 cm dick sein. Mindestens 2-3 Stunden oder über Nacht einfrieren.

 

Mürbteigplatte

  • 125 g weiche Butter
  • 45 g Puderzucker
  • 1 g Salz
  • 115 g Mehl

Den Backofen  auf 170 Grad Ober / Unterhitze vorheizen. Alle Zutaten schnell zu einem Teig verarbeiten, zu einer Kugel formen und auf ein Stück Backpapier legen. Ein zweites Stück Backpapier darüber legen und den Teig 4 mm dick ausrollen. Die Teigplatte einige Minuten in den Gefrierschrank legen (am besten auf einem Schneidebrett o.ä. ). Danach das obere Papier abziehen, den Teig mit Mehl bepudern und mit dieser Seite nach unten auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Das letzte Papier abziehen und einen Kreis von 22 cm Durchmesser ausstechen/-schneiden. 15 – 20 Minuten backen. Dabei darauf achten, dass sich währenddessen keine Wölbungen zeigen (wenn ja, kurz anpieksen 😉 ). Die Mürbteigplatte komplett auskühlen lassen. Vorsicht, der Teig ist warm noch sehr empfindlich und zart!

Löffelbiskuit

  • 3 Eiweiß
  • 86 g Zucker
  • 3 Eigelbe
  • 86 g Mehl
  • optional: orange Lebensmittelfarbe
  • Puderzucker zum Bestreuen

Backofen auf 180 Grad vorheizen. Auf der Rückseite eines Backpapiers einen Kreis von 18 cm Ø zeichnen, sowie zwei Streifen von jeweils 6 cm. Breite und ca. 35 cm Länge. Diese Linien dienen als Orientierungshilfe beim Teigaufspritzen. – Eiweiß mit dem Zucker und ggf. der Lebensmittelfarbe steifschlagen. Die Eigelbe vorsichtig unterrühren. Das Mehl darüber sieben und unterheben. Den Teig in einen Spritzbeutel mit 10 mm Rundtülle füllen und spiralförmig in den vorgezeichneten Kreis spritzen. Für den Rand zwischen den o. g. Streifen eine Art „Lattenzaun“ spritzen (siehe Foto) . biskuit-fu%cc%88r-charlotte-1biskuit-fu%cc%88r-charlotte-2Dabei sollten einige Millimeter Abstand zwischen den „Latten“ eingehalten werden, da der Teig noch etwas aufgeht und später zusammenwächst. Zusätzlich können noch ein paar kleine Tupfen aus Teig gespritzt werden, die später zur Dekoration (oder zum Vernaschen 😉 ) verwendet werden können. Alles noch einmal leicht mit Puderzucker übersieben und dann ca. 10-12 Minuten backen.

Mangocreme

  • 6 g Gelatine (3 ½ Blätter)
  • 125 g Mangopüree
  • 70 g Maracujapüree
  • Abrieb einer halben Bio Orange
  • 60 g flüssige Sahne
  • 2 Eigelbe Gr L
  • 50 g Zucker
  • 220 g Schlagsahne

mangocreme

Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen. Fruchtpürees, Orangenabrieb und flüssige Sahne in einem Topf aufkochen lassen. In der Zwischenzeit die Eigelbe mit dem Zucker in einer Schüssel verschlagen. Die heiße Fruchtsahne über die Eimasse geben, verrühren und wieder zurück in den Topf gießen. Die Creme bei milder Hitze auf 82 Grad bringen (nicht heißer, da sonst das Eigelb gerinnt). Dabei immerzu rühren und die Creme zur Rose abziehen. Das heißt, dass wenn man die Creme über einen Löffelrücken laufen lässt und leicht darauf pustet, sollte sie ein wellenartiges Muster bilden, welches nicht mehr verläuft und an eine Rose erinnert. Den Topf vom Herd nehmen und die Gelatine in der Creme auflösen. Die Sahne cremig schlagen. Wenn die Fruchtcreme noch handwarm ist, die Sahne unterziehen.

Fruchttränke

  • 100 g Orangensaft
  • 50 g Maracujapüree

Aufbau

Einen verstellbaren Tortenring auf 22 cm Durchmesser einstellen und auf eine Platte oder einen Teller stellen. Die beiden vorbereiteten Biskuitstreifen an einer langen Seite gerade schneiden und mit etwas Fruchttränke bestreichen. biskuitrand-1 biskuitrand-2 Mit der Schnittseite nach unten in den Ring einpassen. Die Streifenlänge so zurechtschneiden, dass sie möglichst an den kurzen Seiten, wo sie aufeinandertreffen, keine Lücken haben, damit die Creme nicht herausläuft. Die Biskuitscheibe auf den Boden der Form legen (ggf. etwas zurechtschneiden) und ebenfalls mit der Fruchttränke bestreichen. Die Hälfte der Mangocreme einfüllen. Anschließend die gefrorene Fruchtscheibe möglichst gerade darauf legen. Die restliche Mangocreme darüber geben und glattstreichen. Die Torte mindestens eine Stunde in den Gefrierschrank stellen.

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  • 1-2 Essl. Orangenmarmelade
  • 1 Mango
  • 1 Ananas
  • 1 Banane
  • und /oder sonstige verfügbare Früchte nach Wunsch
  • klarer Tortenguss oder Fruchtglasur nach diesem Rezept klick

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Die Mürbteigscheibe auf einen Teller legen und mit der Orangenmarmelade bestreichen. Den Ring von der angefrorene Torte lösen und diese vorsichtig auf den Mürbeteig stellen. Sollte der Mürbeteig überstehen kann er jetzt mit einem scharfen Messer noch einmal zurecht geschnitten werden. Die Früchte in kleine Stücke schneiden, auf der Torte verteilen und mit Tortenguss oder Fruchtglasur bestreichen. Diese hält die Früchte frisch und glänzend. Vor dem Servieren mit den kleinen Biskuittupfen und Ananasblättern garnieren.

Mit Klick auf das Rezeptfoto gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF:

*MaLu's-PDF-Rezept

in English:

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Bis auf die Fruchtschicht, die tags zuvor zubereitet und eingefroren wurde, habe ich die Torte an einem Nachmittag gezaubert. Ich, als Back-Nerd, habe natürlich immer einen Vorrat an Fruchtpürees im Tiefkühlschrank. Ich kaufe sie mir entweder als TK-Ware oder friere sie mir zu Portionen von rund 200 g ein. Besonders bei Maracuja lohnt sich das, denn die Früchte sind teuer und die Kerne herauszupassieren ist auch kein Spaß. Wenn ihr aber frische und vor allem reife Mango bekommt ist das super. Die lassen sich ohne Probleme pürieren und passieren 🙂 .

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Gerade in in dieser Jahreszeit  können wir Vitamine mehr als genug gebrauchen, doch die Charlotte wäre auch im Hochsommer ein herrlich fruchtiger Genuss, wenn man auf der Terrasse in der Sonne sitzt. Jedenfalls katapultiert uns ihr Aroma in karibische Gefilde. Und wer möchte DAS bitteschön nicht 😀 ?  Wir konnten alle nicht genug davon bekommen! Zwei Kolleginnen versicherten mir, dies sei die leckerste Torte, die sie bisher gegessen hätten! Was wollen wir mehr 😉 ?

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Ich wünsche euch einen zauberhaften Sonntag und einen ebensolchen Valentinstag! Lasst euch verwöhnen oder verwöhnt eure Lieben! Schön, dass es euch gibt ♥ !

Herzlichst Eure MaLu

♥♥♥

Quelle: Gateaux – Christophe Felder & Camille Lesecq

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