Orangentorte mit Schokoladenknusperboden & Glanzglasur

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Die Zeit der Orangen neigt sich dem Ende entgegen, sicheres Zeichen auch für das Ende des Winters. Viele von uns warten wahrscheinlich schon händeringend auf die ersten Erdbeeren und den Spargel, doch dafür ist es, zumindest in unseren Gefilden, noch viiiel zu früh. Konzentrieren wir uns also auf das, was wir noch problemlos am Obststand bekommen, nämlich beispielweise Orangen 😉 .

Diese Torte, die euch unmissverständlich auf die enthaltene Frucht hinweisend, entgegenleuchtet, habe ich lange in meinem Kopf hin und her kreiert. Fruchtig sollte sie werden und irgendwie wollte ich auch eine Knusperschicht einarbeiten. Nach und nach formte sich der Plan und landete in meinem Notizbüchlein, das ich immer bei mir habe, falls mir etwas in den Sinn kommt. Was daraus geworden ist seht ihr hier 🙂 .

Wer meinen letzten Beitrag aufmerksam angeschaut hat, kommt diese Torte wahrscheinlich schon bekannt vor 😉 . Genau! Sie stand auf dem Geburtstags Kuchenbuffet meiner Tochter Tessa und fühlte sich dort, zwischen all ihren anderen leckeren Kuchen und Torten, ziemlich wohl. Der Grund, weswegen meine Torte beim Fototermin noch ein wenig verfroren aussieht ist der, dass meine Fotosession einen Tag vor dem Geburtstag stattfand. Um nun die Kühlung möglichst wenig zu unterbrechen, wurde sie, noch leicht im Inneren angefroren, im Bild festgehalten und wanderte anschließend sofort wieder in den Kühlschrank.

Die Kombination Orange und Schokolade ist ein Klassiker. Mit Recht, würde ich sagen, denn beides passt einfach fabelhaft zusammen. Für Schokogenuss sorgt der fluffige Schokoladenbiskuit auf dem ich eine Knusperschicht aus zarten Waffeln, Coco Pops und Schokolade gestrichen habe. Und in der herrlichen Orangenmousse nach einem Rezept von Bernd Siefert findet auch noch eine saftige Fruchtschicht Platz.

Orangentorte mit Schokoladenboden & Glanzglasur

Fruchtschicht (muss mindestens 4 Stunden eingefroren werden)

  • 260 g Orangenpüree aus ca. 4-5 Orangen (Zubereitung s. u.)
  • 1 El. Zitronensaft
  • 1 EL. Orangenlikör
  • ½ Teel fein abgeriebene Bio-Orangenschale
  • 20-30 g Zucker (je nach Süße der Orangen)
  • 1 El. Orangenmarmelade
  • 3½ Blätter Gelatine

Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Einen 18 cm – Tortenring  mit Frischhaltefolie bespannen und auf eine Platte setzen oder alternativ eine 18er Springform mit Folie auslegen. – Orangen mit einem Messer schälen und das Fruchtfleisch mit einem scharfen Messer in Filets herauslösen. Dabei den Saft auffangen. Es sollten keine Häutchen der Orangen hineingelangen! Die Orangenfilets mit einem Stabmixer fein pürieren. Orangenpüree mit dem Zitronensaft, dem Orangenschalenabrieb und dem Zucker erhitzen. Vom Herd nehmen und den Likör, sowie die Orangenmarmelade einrühren. Anschließend die Gelatine darin auflösen und die Fruchtmasse in den Tortenring bzw. die Springform füllen und einfrieren. Darauf achten, dass die Form waagerecht und gerade steht, damit die Fruchtscheibe später gleichmäßig dick ist.

Biskuit mit Knusperschicht (muss mindestens eine Stunde eingefroren werden)

  • 2 Eiweiß
  • 65 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 2 Eigelbe
  • 30 g Mehl
  • 25 g Stärke
  • 15 g Kakao
  • 10 g gemahlene Mandeln

Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Eiweiß mit Zucker und Salz steifschlagen. Die Eigelbe sachte einrühren. Mehl, Stärke und Kakao mischen und darüber sieben. Zusammen mit den gemahlenen Mandeln unterheben. Den Teig ca. 1 cm dick auf ein mit Backpapier oder Silikonmatte belegtes Blech streichen und ca. 10 Minuten backen. Anschließend mit einem Tortenring einen Kreis von 18 cm Durchmesser ausstechen. Den Biskuit in dem Ring belassen und die Knusperschicht zubereiten. Biskuitreste können vernascht werden 😉 .

  • 15 g Schoko-Puffreis (Coco-Pops)
  • 15 g Crepes dentelles* (zarte Waffelröllchen)
  • 70 g. geschmolzene dunkle Kuvertüre
  • 1 kl Teel. neutrales Öl (z.B. Sonnenblumenöl)

Kuvertüre schmelzen. Coco-Pops und Waffelröllchen mischen und leicht zerdrücken. Die geschmolzene Kuvertüre und das Öl darübergeben, vermengen und auf dem gebackenen, abgekühlten Biskuit verteilen. Glattstreichen und die Form noch einmal für 2 Minuten in den Backofen stellen. Abkühlen lassen und mindestens 1 Stunde einfrieren.

Orangencreme (Bernd Siefert)

  • 3½ Blätter Gelatine
  • 50 g Puderzucker
  • 3 Eigelbe Gr.L oder 4 Eigelbe Gr. M
  • 300 g frisch gepresster Orangensaft
  • 2 El. frisch gepresster Zitronensaft
  • feiner Abrieb von 1 ½ Bio Orangen
  • 210 g weiße Kuvertüre, fein gehackt
  • 430 g Schlagsahne

Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen.  Kuvertüre fein hacken. Eigelbe und Puderzucker in einer Schüssel verrühren. Orangen- und Zitronensaft, sowie der Abrieb der Orange in einem kleinen Topf aufkochen lassen und über die Eigelbmasse geben. Verrühren und wieder zurück in den Topf gießen. Bei milder Hitze unter ständigem Rühren auf 85 Grad erhitzen (mit einem Thermometer kontrollieren). Die Gelatine in die pasteurisierte Creme rühren und diese über die gehackte Kuvertüre geben. Eine Minute warten und dann glattrühren. In den Kühlschrank stellen, dabei immer einmal umrühren und schauen, wann sie beginnt zu gelieren. Dann erst die Sahne cremig schlagen und unter die Orangencreme heben.

Aufbau

Die Torte wird „über Kopf“ aufgebaut. Dafür einen Tortenring mit 20 cm Ø mit Frischhaltefolie bespannen, mit Tortenrandfolie auskleiden und auf eine Platte stellen oder eine entsprechende Springform verwenden. Circa ein Drittel der Orangencreme einfüllen. Die gefrorene Fruchtschichtplatte mittig platzieren (darauf achten, dass sie gerade und waagerecht liegt!) und diese mit wiederum ca. einem Drittel Orangencreme bedecken. Den gefrorenen Biskuit mit der Knusperseite nach unten einlegen und die Seiten mit der restlichen Orangencreme ausfüllen und glattstreichen. Die Torte mit Folie bedecken und über Nacht einfrieren.

Mirror Glaze – Glanzglasur

  • 6 Blätter Gelatine
  • 150 g Glucosesirup *
  • 75 g Wasser
  • 150 g Zucker
  • 100 g gesüßte Kondensmilch (z. B. ‚Milchmädchen‘)
  • 150 g weiße Kuvertüre, gehackt oder Pellets
  • orange Lebensmittelfarbe (ich habe Gelfarbe verwendet)
  • etwas weiße Lebensmittelfarbe* (Titanoxid)

Die  Gelatine in  eiskaltem Wasser einweichen. Glucosesirup, Wasser und Zucker in einem Kochtopf zum Kochen bringen ( gut 100 Grad). Dann den Topf von der Platte ziehen und unter Rühren zunächst die gesüßte Kondensmilch hinzufügen, dann die Gelatine darin auflösen lassen und sogleich die weiße Kuvertüre dazugeben. Eine Minute warten, dann wieder Rühren, bis keine Klümpchen von der Kuvertüre mehr vorhanden sind. Nun die orange Lebensmittelfarbe  und ganz wenig weiße Farbe unterrühren. Die Masse kann nun mit dem Stabmixer durchgemixt werden, jedoch ohne Luftblasen zu erzeugen! Die Glasur anschließend durch ein Sieb gießen, um sicher letzte Klümpchen zu entfernen. Die Oberfläche des Mirror Glaze mit Frischhaltefolie bedecken und bis zur Verwendung in den Kühlschrank stellen.

Fertigstellung

Die Mirror Glaze im Wasserbad erwärmen, so dass sie sich wieder verflüssigt. Vom Herd nehmen und warten bis sie ca. 35 Grad erreicht hat. Dann ist die richtige Verarbeitungstemperatur erreicht. Die gefrorene Torte etwas erhöht auf eine umgedrehte Schüssel o. ä. stellen, die wiederum auf einer Platte steht, die die überlaufende Glasur auffängt. Die Glanzglasur zügig und gleichmäßig, von der Mitte ausgehend über die gefrorene Torte gießen. Dabei nichts auslassen! Mit einer Palette noch einmal über die Oberfläche ziehen, um überschüssige Glasur ablaufen zu lassen. Das alles muss schnell gehen, da die Glasur auf der gefrorenen Torte schnell fest wird und jegliche Korrekturen und Unebenheiten sichtbar bleiben. Die Torte kann dann vorsichtig auf einen Teller gesetzt werden und muss nun 2-3 Stunden auftauen. Dann kann sie mit Schokoladenelementen dekoriert werden.

Mit Klick auf das Rezeptfoto gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF:

Als Schokoladendeko dienten mir, wie schon öfter, fertig gekaufte hauchdünne Schokoplättchen. Die sind total praktisch, wenn man sich die Arbeit des Temperierens der Schokolade sparen möchte 😉 . Die restliche Deko ist dann aber doch so entstanden 😉 .

In dieser Woche hatte ich mal wieder Spätdienst. Eigentlich unbeliebt bei mir, doch andererseits habe ich vormittags oft mehr Energie zum Backen und Bloggen. Und so sind wieder einige Leckereien entstanden (auch nicht so aufwändige wie diese Orangentorte 😉 )! Ihr werdet also auch in nächster Zeit hier mit Kuchen versorgt!

Doch nun wünsche ich euch allen ein schönes Wochenende, jede Menge Backspaß und immer ausreichend Kuchen auf dem Teller 😀 !

 

Herzlichst

Eure MaLu ♥♥♥

*Affiliatelink

 

Charlotte Exotic

Nein, nein, nein! Von mir gibt es heute keine Herzen! Es gibt auch nichts Rosiges und auch sonst nichts, was auch nur im Entferntesten an den bevorstehenden Valentinstag erinnert 😀 !

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Finde ich Valentinstag doof? Bin ich im Streik? – Nein, nicht wirklich! Okay, diesen ganzen kommerziellen Trubel rund um diesen Tag finde ich schon nervig, aber ganz ehrlich: Was könnte man dagegen haben, wenn man seinem Schatz Aufmerksamkeit schenkt und sich bewusst macht, was man aneinander hat. Das kann mit Blumen und  Schokolade sein, aber auch ein schönes Essen zu zweit, bei dem das Lieblingsgericht des Liebsten serviert wird. Jeder freut sich doch über Zuwendung, oder?

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Der einfache Grund, dass ich keinen Valentinskuchen gebacken habe, liegt darin, dass ich erstens: Nicht darüber nachgedacht habe und zweitens: Ich mir keine Vorschriften machen lasse und drittens: weil ich keine Herzbackform habe. Hahaha!! 😀 😀 😀

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Stattdessen habe ich wieder einen meiner Post-its aus dem Buch Gateaux* von C. Felder und C. Lesecq „abgearbeitet“. Nach der Fleur d’Ivoire habe ich mir diesmal die Charlotte gourmande Mangue-Passion-Orange, kurz eine exotische Charlotte, ausgesucht. Ich hatte einfach Lust auf so etwas richtig Fruchtiges! Und diese Charlotte hält was sie verspricht! Nicht genug, dass alles tadellos geklappt hat und das Backen ein Spaß war. Nein, sie hat geschmacklich wirklich den Vogel abgeschossen! Selbst mein Mann, der bekanntlich nur „trockenen Schokoladenkuchen“ mag, war voll des Lobes.

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Die, mit einer sensationell aromatischen Mangocreme gefüllte Charlotte aus getränktem Biskuitteig, thront auf einer zartbuttrigen Mürbeteigplatte. Die frischen Früchte sind variabel, je nachdem was so im Angebot ist:  Ananas, Kiwi, Bananen, Trauben, Physalis …. Mango aber sollte dabei sein, finde ich.

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Charlotte Exotic

Die Fruchtpürees können selber hergestellt werden. Dafür die Früchte pürieren und noch einmal durch ein Sieb passieren. Wer es sich einfacher haben möchte, kann fertige Pürees aus  purer Frucht kaufen. Das lohnt sich in jedem Fall bei Maracuja* , finde ich. 

Fruchtschichtplatte (muss mindestens 2-3 Stunden vorher eingefroren werden)

  • 100 g Maracujapüree
  • 50 g Mangopüree
  • 50 g Bananenpüree
  • 60 g Erdbeerpüree
  • 20 g Zitronensaft
  • 35 g Zucker
  • 5 g Gelatine (3 Blätter)

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Die Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen. Alle Fruchtpürees mit dem Zitronensaft und dem Zucker in einem Topf erhitzen und die Gelatine darin auflösen. Die Fruchtmasse in einen Ring (eine Form) mit 18 cm Durchmesser einfüllen. Die Schicht sollte ca. 1 cm dick sein. Mindestens 2-3 Stunden oder über Nacht einfrieren.

 

Mürbteigplatte

  • 125 g weiche Butter
  • 45 g Puderzucker
  • 1 g Salz
  • 115 g Mehl

Den Backofen  auf 170 Grad Ober / Unterhitze vorheizen. Alle Zutaten schnell zu einem Teig verarbeiten, zu einer Kugel formen und auf ein Stück Backpapier legen. Ein zweites Stück Backpapier darüber legen und den Teig 4 mm dick ausrollen. Die Teigplatte einige Minuten in den Gefrierschrank legen (am besten auf einem Schneidebrett o.ä. ). Danach das obere Papier abziehen, den Teig mit Mehl bepudern und mit dieser Seite nach unten auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Das letzte Papier abziehen und einen Kreis von 22 cm Durchmesser ausstechen/-schneiden. 15 – 20 Minuten backen. Dabei darauf achten, dass sich währenddessen keine Wölbungen zeigen (wenn ja, kurz anpieksen 😉 ). Die Mürbteigplatte komplett auskühlen lassen. Vorsicht, der Teig ist warm noch sehr empfindlich und zart!

Löffelbiskuit

  • 3 Eiweiß
  • 86 g Zucker
  • 3 Eigelbe
  • 86 g Mehl
  • optional: orange Lebensmittelfarbe
  • Puderzucker zum Bestreuen

Backofen auf 180 Grad vorheizen. Auf der Rückseite eines Backpapiers einen Kreis von 18 cm Ø zeichnen, sowie zwei Streifen von jeweils 6 cm. Breite und ca. 35 cm Länge. Diese Linien dienen als Orientierungshilfe beim Teigaufspritzen. – Eiweiß mit dem Zucker und ggf. der Lebensmittelfarbe steifschlagen. Die Eigelbe vorsichtig unterrühren. Das Mehl darüber sieben und unterheben. Den Teig in einen Spritzbeutel mit 10 mm Rundtülle füllen und spiralförmig in den vorgezeichneten Kreis spritzen. Für den Rand zwischen den o. g. Streifen eine Art „Lattenzaun“ spritzen (siehe Foto) . biskuit-fu%cc%88r-charlotte-1biskuit-fu%cc%88r-charlotte-2Dabei sollten einige Millimeter Abstand zwischen den „Latten“ eingehalten werden, da der Teig noch etwas aufgeht und später zusammenwächst. Zusätzlich können noch ein paar kleine Tupfen aus Teig gespritzt werden, die später zur Dekoration (oder zum Vernaschen 😉 ) verwendet werden können. Alles noch einmal leicht mit Puderzucker übersieben und dann ca. 10-12 Minuten backen.

Mangocreme

  • 6 g Gelatine (3 ½ Blätter)
  • 125 g Mangopüree
  • 70 g Maracujapüree
  • Abrieb einer halben Bio Orange
  • 60 g flüssige Sahne
  • 2 Eigelbe Gr L
  • 50 g Zucker
  • 220 g Schlagsahne

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Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen. Fruchtpürees, Orangenabrieb und flüssige Sahne in einem Topf aufkochen lassen. In der Zwischenzeit die Eigelbe mit dem Zucker in einer Schüssel verschlagen. Die heiße Fruchtsahne über die Eimasse geben, verrühren und wieder zurück in den Topf gießen. Die Creme bei milder Hitze auf 82 Grad bringen (nicht heißer, da sonst das Eigelb gerinnt). Dabei immerzu rühren und die Creme zur Rose abziehen. Das heißt, dass wenn man die Creme über einen Löffelrücken laufen lässt und leicht darauf pustet, sollte sie ein wellenartiges Muster bilden, welches nicht mehr verläuft und an eine Rose erinnert. Den Topf vom Herd nehmen und die Gelatine in der Creme auflösen. Die Sahne cremig schlagen. Wenn die Fruchtcreme noch handwarm ist, die Sahne unterziehen.

Fruchttränke

  • 100 g Orangensaft
  • 50 g Maracujapüree

Aufbau

Einen verstellbaren Tortenring auf 22 cm Durchmesser einstellen und auf eine Platte oder einen Teller stellen. Die beiden vorbereiteten Biskuitstreifen an einer langen Seite gerade schneiden und mit etwas Fruchttränke bestreichen. biskuitrand-1 biskuitrand-2 Mit der Schnittseite nach unten in den Ring einpassen. Die Streifenlänge so zurechtschneiden, dass sie möglichst an den kurzen Seiten, wo sie aufeinandertreffen, keine Lücken haben, damit die Creme nicht herausläuft. Die Biskuitscheibe auf den Boden der Form legen (ggf. etwas zurechtschneiden) und ebenfalls mit der Fruchttränke bestreichen. Die Hälfte der Mangocreme einfüllen. Anschließend die gefrorene Fruchtscheibe möglichst gerade darauf legen. Die restliche Mangocreme darüber geben und glattstreichen. Die Torte mindestens eine Stunde in den Gefrierschrank stellen.

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  • 1-2 Essl. Orangenmarmelade
  • 1 Mango
  • 1 Ananas
  • 1 Banane
  • und /oder sonstige verfügbare Früchte nach Wunsch
  • klarer Tortenguss oder Fruchtglasur nach diesem Rezept klick

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Die Mürbteigscheibe auf einen Teller legen und mit der Orangenmarmelade bestreichen. Den Ring von der angefrorene Torte lösen und diese vorsichtig auf den Mürbeteig stellen. Sollte der Mürbeteig überstehen kann er jetzt mit einem scharfen Messer noch einmal zurecht geschnitten werden. Die Früchte in kleine Stücke schneiden, auf der Torte verteilen und mit Tortenguss oder Fruchtglasur bestreichen. Diese hält die Früchte frisch und glänzend. Vor dem Servieren mit den kleinen Biskuittupfen und Ananasblättern garnieren.

Mit Klick auf das Rezeptfoto gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF:

*MaLu's-PDF-Rezept

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Bis auf die Fruchtschicht, die tags zuvor zubereitet und eingefroren wurde, habe ich die Torte an einem Nachmittag gezaubert. Ich, als Back-Nerd, habe natürlich immer einen Vorrat an Fruchtpürees im Tiefkühlschrank. Ich kaufe sie mir entweder als TK-Ware oder friere sie mir zu Portionen von rund 200 g ein. Besonders bei Maracuja lohnt sich das, denn die Früchte sind teuer und die Kerne herauszupassieren ist auch kein Spaß. Wenn ihr aber frische und vor allem reife Mango bekommt ist das super. Die lassen sich ohne Probleme pürieren und passieren 🙂 .

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Gerade in in dieser Jahreszeit  können wir Vitamine mehr als genug gebrauchen, doch die Charlotte wäre auch im Hochsommer ein herrlich fruchtiger Genuss, wenn man auf der Terrasse in der Sonne sitzt. Jedenfalls katapultiert uns ihr Aroma in karibische Gefilde. Und wer möchte DAS bitteschön nicht 😀 ?  Wir konnten alle nicht genug davon bekommen! Zwei Kolleginnen versicherten mir, dies sei die leckerste Torte, die sie bisher gegessen hätten! Was wollen wir mehr 😉 ?

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Ich wünsche euch einen zauberhaften Sonntag und einen ebensolchen Valentinstag! Lasst euch verwöhnen oder verwöhnt eure Lieben! Schön, dass es euch gibt ♥ !

Herzlichst Eure MaLu

♥♥♥

Quelle: Gateaux – Christophe Felder & Camille Lesecq

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Apfeltarte mit Marzipangitter – die Zweite

Fast 3 ½ Jahre ist es her, dass MaLu’s Köstlichkeiten das Licht der Welt erblickte. Ich weiß noch genau, wie ich hier an meinem Schreibtisch saß, das erste Rezept geschrieben hatte und es meinem Mann zeigte. Erst dann wurde zum allerersten Mal auf den ‚Publizieren‘ Knopf gedrückt 😉 .
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Rund 200 Rezepte später sitze ich immer noch hier 🙂 . Zwar zeige ich jetzt nicht mehr jeden Beitrag vorher meinem Mann, doch noch immer ist das Auslösen des ‚Publizieren‘ Knopfes ein magischer Moment für mich. –  Denn das ist der Augenblick, in dem ich all meine Geschreibsel, mein Herzblut, meine Fotos und die Ergebnisse meiner Experimentierlust hinaus in die Welt und hinein in eure Hände gebe . Wenn ich heute meine Beiträge aus dieser ersten Blogzeit betrachte, dann sind es besonders die Fotos, an denen augenscheinlich wird, dass ich etwas dazu gelernt habe. Damals schnell zwischendurch fotografiert, keinen Schimmer von Kameraeinstellungen und Licht 😀 . Aber natürlich habe ich auch beim Backen dazu gelernt, habe mich entwickelt und verbessert. Doch wenn ich eines gründlich gelernt habe, so ist es, dass ich noch unendlich viel mehr zu lernen habe!

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Warum gerade jetzt diese nostalgischen Gedanken? Warum nicht beispielsweise zum 4. Bloggeburtstag? Das hat einen einfachen Grund: Marc, mein kreativer Berliner Bloggerkollege von Bake to the roots, hat sich vor dem Aufruf zu seinem Blogevent Re-Create, wohl ganz ähnliche Gedanken gemacht. Auch er hat seine Fotos von damals betrachtet und gedacht: „Was macht man eigentlich mit den alten Blogposts? Versteckt man sie oder steht man dazu?“ Darauf gibt es, glaube ich, nur eine Antwort: Es wäre schade drum, sie zu verstecken! Erstens, weil man daran die Entwicklung eines Blogs und dessen Autors erkennt und zweitens (viel wichtiger), weil es schade um die Rezepte wäre! – Marcs Blogevent trägt dem Rechnung und ruft deshalb alle BloggerkollegInnen auf, ein  Rezept aus den jeweiligen Bloganfängen neu aufzulegen.

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Und so bin ich Marcs Aufruf gefolgt und habe das alte Rezept des Apfelkuchens mit Marzipangitter meiner Mutter, ein wenig überarbeitet und neu aufgelegt. Dieser Kuchen bzw. eigentlich ist es eine Tarte, hat es wirklich verdient mehr Beachtung zu finden, denn es ist soo lecker! Früher hat meine Mama es oft gebacken und als ich es damals im Oktober 2013 hier vorgestellt habe, hatte ich die Apfeltarte zum 85. Geburtstag meines Vaters gebacken. Da ich nach der Arbeit „schnell um die Ecken“ musste, um rechtzeitig zum Geburtstagskaffee zu erscheinen, sind dann auch die Fotos entsprechend ausgefallen 😀 !Rasch ein paar Ahornblätter vom Parkplatz vor’m Labor abgerupft und unter der Tortenplatte platziert. Äpfelchen dazu und Tortenplatte auf den Fußboden gestellt. Licht? Kameraeinstellungen? Pustekuchen! „Knips“, und fertig! 😀apfeltarte-mit-marzipangitter-8

Deshalb jetzt: „Klappe: die zweite“ – Apfeltarte mit Marzipangitter 2.0. Genauso lecker (naja, noch ein bisschen leckerer 😉 ) als die 1.0, mit etwas modifiziertem Mürbeteig und Cranberries im Apfelkompott … und einigermaßen anständigen Fotos 😉 .

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Apfeltarte mit Marzipangitter 2.0

Zutaten für eine Springform mit 24 cm Ø

Apfel-Cranberry Kompott

  • ca. 1 kg. säuerliche Äpfel ≅ 750 g geschälte Apfelstückchen (z. B. Boskoop)
  • 50 g frische Cranberries (insbesondere für die Farbe)
  • Saft einer ½ Zitrone
  • ca. 50 Zucker bzw. nach Geschmack
  • ¼ Teel. Zimt

Äpfel schälen, entkernen und in Stücke schneiden. Mit den Cranberries, dem Saft der Zitrone, dem Zucker und dem Zimt in einem Topf bei mittlerer Hitze zu stückigem Kompott verkochen. Tipp: Da das Marzipan später sehr süß ist, sollte das Kompott eher säuerlich abgeschmeckt werden, um ein schönes Gegengewicht zu geben. Das Apfelmus in ein großes Sieb geben, welches über einer Schale steht. Überschüssiger Saft, der die Tarte durchweichen würde,  kann so abtropfen, bevor die Tarte damit gefüllt wird.

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Teig:

  • 120 g weiche Butter
  • 80 g feiner Zucker
  • 240 g Mehl
  • 20 g gemahlene Mandeln
  • 1 Ei
  • Vanille (frisch o. gemahlen)
  • 1 Prise Salz

Eine Springform mit 24 cm Durchmesser einfetten. Den Backofen auf 200  Grad aufheizen. – Alle Zutaten schnell zu einem geschmeidigen Teig verkneten, zu einem flachen runden Ziegel formen und in Frischhaltefolie verpackt eine Stunde in den Kühlschrank legen. – Danach den Backofen auf 200 Grad vorheizen. Etwa zwei Drittel des Teiges abteilen, ausrollen und den Boden der Springform damit auslegen. Aus dem verbliebenen Teig einen ca. 3 cm hohen Rand formen. Tipp: Mit einem Rollschneider lässt sich dieser Rand sehr schön begradigen. Den Boden mehrmals mit der Gabel einstechen. (Teigreste können einige Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden und/oder z. B. zu Keksen verarbeitet werden). apfeltarte-mit-marzipangitter-2Zum Blindbacken (Vorbacken) der Tarte ein Stück Backpapier in Formgröße ausschneiden, an den Rändern mehrfach einschneiden und flach auf den Teigboden legen. Darauf getrocknete Erbsen oder Backperlen verteilen, die dafür sorgen, dass der Teig beim Backen keine Blasen wirft und der Rand nicht in sich zusammen fällt. Im Backofen 15 min. vorbacken. Danach die Erbsen und das Backpapier entfernen und den Boden im Ofen goldbraun backen. Den Backofen anschließend auf 180 Grad herunterregeln. Die Tarte etwas abkühlen lassen.

Marzipanmasse:

  • 280 g Marzipanrohmasse
  • 60 g Puderzucker
  • 1 Ei Gr. M

Die Marzipanrohmasse würfeln oder grob raffeln, damit sie sich besser verarbeiten lässt. Ggf. in der Microwelle leicht erwärmen. Dann alle Zutaten mit den Knethaken des Mixers zu einer homogenen, schön cremigen Masse verarbeiten.

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Die vorgebackene Tarte mit 1-2 Esslöffeln Semmelbrösel/ Paniermehl ausstreuen und anschließend das Apfel-Cranberry Kompott einfüllen und glattstreichen. Die Marzipanmasse in einen Spritzbeutel mit (nicht zu kleiner) Sterntülle füllen und damit ein Gitter auf die Tarte spritzen. Mit der restlichen Creme auf dem Rand entlang Tupfen setzen.  Im 180 Grad heißen Backofen noch einmal ca. 15-20 Minuten backen, bzw. bis die Marzipanmasse gut gebräunt ist.

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Gut abkühlen lassen, bevor die Tarte auf einen Teller gesetzt wird. Sie schmeckt, wie fast alle Tartes, frisch und am selben Tag am allerbesten 🙂 .

Mit Klick auf das Rezeptfoto gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF:

*MaLu's-PDF-Rezept

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Habe ich geschrieben, dass ich dazu gelernt habe? Eines habe ich auf jeden Fall immer noch nicht gelernt 😦 ! Geduld!!! Dabei weiß ich doch ganz genau, dass man so eine Mürbeteigtarte abkühlen lassen muss, bevor man sie auf einen Teller hebt. – Ihr ahnt es wohl! 😉 Tatsächlich ist mir der halbe Boden dabei kaputt gegangen. Nur die Tatsache, dass ich die Nerven behalten habe, hat mich vor einem größeren Matschdesaster gerettet! Gottlob konnte ich sie dann doch noch einigermaßen fotogen arrangieren. Deshalb mein Rat an euch: Lasst sie gut vorbacken und lasst sie erst abkühlen, bevor ihr sie bewegt! 😉

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Und noch ein Wort zu der Füllung: Wählt unbedingt eine säuerliche Apfelsorte aus (Boskoop ist perfekt!). Ich habe auch ganz bewusst noch einige Cranberries hinzugefügt, weil diese dem Kompott sowohl eine wundervolle Färbung, als auch einen feinen herben Geschmack geben, der in schönem Kontrast zum süßen Marzipan steht.

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Dieses leckere Stückchen hier habe ich nach dem Fototermin ganz allein genüsslich verkostet. Nicht ohne meinem Papa zu gedenken, der ihn doch so gern mochte apfeltarte-mit-marzipangitter-10

Wie findet ihr die Idee, „alte“ Blogbeiträge bzw. Rezepte noch einmal neu aufzulegen? Mir würden spontan zwei bis drei meiner Rezepte einfallen, die ich am liebsten noch einmal verbloggen würde. Oder schaut ihr lieber einfach auf die ersten Seiten von MaLu’s Köstlichkeiten? Oder mögt beides? 😉 Auf jeden Fall solltet ihr mal zu Marc herüber schauen, denn dessen Blog feiert mit dem Re-Create Blogevent seinen 3. Geburtstag. Happy Blogbirthday, Marc! 

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Alle lieben Wünsche für euch und viel Spaß beim Backen!

Eure MaLu

♥♥♥

 

Fleur d’Ivoire – Kuppeltorte aus weißer Schokolade, Kokos, Himbeeren und Kirschen

Wisst ihr was meine Tochter geantwortet hat, als ich ihr ein Foto dieser Torte geschickt habe?

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„Wow! Die sieht ja toll unecht aus!“

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Öhm!! 😀 Na, super!!  Könnt ihr euch vorstellen wie doof ich geguckt habe? 😀 „Unecht???!“, schrieb ich zurück. „Ja, so perfekt“, antwortete sie. „Cooles Foto“!

Okaaayyy … , dachte ich. Ist das jetzt gut oder schlecht? Na, ich denke mal ich buche das jetzt mal auf die positive Seite, oder? 😉

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Im Ernst, ich habe mich total gefreut, dass diese kleine Torte so leicht gelungen ist und war auch ein bisschen stolz darauf, als sie fertig vor mir stand 🙂 . Und tatsächlich ist sie wirklich nicht einmal schwer zuzubereiten!  fleur-divoire-3Wie ich bereits letzte Woche schrieb, habe bzw. nehme ich mir im Moment mal etwas Zeit für mich. Dabei habe ich mir wieder einige meiner tollen Pâtisserie Bücher vorgeknöpft. Das heutige Rezept stammt aus dem Buch GÂTEAUX* von Christophe Felder und Camille Lesecq. Dieses Prachtstück von einem Buch (in französischer Sprache) hatte ich mir bereits im letzten Jahr selber zum Geburtstag geschenkt und inzwischen stecken jede Menge Post-its darin 😉 . Doch nicht nur die Optik dieser Torte sprach mich an, sondern auch die Zutaten. Für Kokos bin ich immer zu haben, und Himbeeren und Kirschen sind ein schöner Gegenspieler zur süßen weißen Schokolade.

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Wie fast alle Kuppeltorten wird auch diese ‚über Kopf‘ aufgebaut. Weiße Schokoladenmousse, mit Himbeer- und Kirschsirup getränkte Kokosdacquoise (Makronen- bzw Baiserteig), sowie Himbeeren und Kirschen. In meinem Fall gefrorene Früchte, aber auch Kirschen aus dem Glas oder bestenfalls natürlich frische Früchte sind möglich. Der Zubereitung ging wirklich ziemlich einfach und schnell. In einem Rutsch werden die drei Kokosböden gebacken, zwischendurch der Sirup und die Mousse zubereitet und schon kann man die Torte zusammen mit den Früchten aufbauen. Danach geht’s für eine Nacht in den Tiefkühler.

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Ich habe mich bei der Garnitur an das Vorbild des Pâtissiers gehalten und aus weißer Schokolade runde Plättchen gemacht. (Meine lieben Follower auf Instagram finden hiermit die Auflösung des Rätsels 😉 ) Nur den Guss habe ich gegen eine weiße Glanzglasur ausgetauscht, da ich sie optisch so passend fand. Wer lieber das Original zubereiten möchte, für den habe ich das Rezept der Nappage ebenfalls aufgeschrieben. Ihr entscheidet dann einfach wie ihr es wünscht 🙂 .

 

Fleur d’Ivoire

 – Christophe Felder / Camille Lesecq –

Ich habe eine Silikon-Halbkugelform* mit 18 cm Ø  verwendet. Es geht aber auch jede andere Halbkugelform dieser Größe. Jedoch ist das Lösen der gefrorenen Torte aus einer Metall- oder Glasform etwas schwieriger.

Kokosteig (ich habe hier zwei Drittel des Originalrezeptes angegeben, da ich viel zu viel Teig hatte)

  • 20 g gemahlene Mandeln
  • 80 g Puderzucker
  • 17 g Mehl
  • 60 g Kokosraspeln
  • 103 g Eiweiß
  • 30 g Zucker
  • 30 g Kokosraspeln zum Überstreuen

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Backofen auf 190 Grad Ober-/ Unterhitze vorheizen. Auf der Rückseite eines Stück Backpapiers mit einem Zirkel drei Kreise mit 12, 14 und  16 cm Durchmesser zeichnen. –  Gemahlene Mandeln, Puderzucker, Mehl und Kokosraspeln mischen. Das Eiweiß mit dem Zucker steif schlagen und die Nuss-Zuckermischung unterheben. Den Teig in einen Spritzbeutel mit  10 mm Rundtülle füllen und damit spiralförmig drei Kreise in den o. g. Größen spritzen. Mit Kokosrapeln überstreuen und 10-15 Minuten backen. Dabei die Temperatur des Backofens auf 160 Grad reduzieren. Die Teigkreise auf dem Backpapier abkühlen lassen.

Roter Sirup

  • 50 g Himbeerpüree (Fertigprodukt oder selbstgemacht)
  • 50 g Kirschsaft
  • 25 g Zucker

Im Originalrezept köchelt man 100g Kirschen mit 10 g Zucker, lässt sie abtropfen und verwendet den gewonnenen Saft. Wenn ihr Kirschen aus dem Glas verwendet, geht natürlich auch der darin vorhandene Saft. – Für das Himbeerpüree einfach einige Himbeeren durch’s Sieb streichen oder ,falls vorhanden, ein Fertigprodukt verwenden. Die Menge des Sirups ist reichlich bemessen! Reste schmecken aber lecker in Mineralwasser, Smoothie oder Müsli. 

Weiße Mousse

  • 5 g Gelatine (3 Blätter)
  • 215 g weiße Kuvertüre, geschmolzen
  • 110 ml Vollmilch
  • 250 g Sahne 35 %

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Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen. Die weiße Kuvertüre in der Microwelle oder im Wasserbad schmelzen. Milch in einem kleinen Topf erhitzen, vom Herd nehmen und die Gelatine darin auflösen. Ein Drittel der heißen Milch in die weiße Kuvertüre gießen und glattrühren. Das zweite Drittel dazu geben, glattrühren und danach den Rest der Milch unterrühren. Die Sahne cremig schlagen. Wenn die Schokoladenmasse 30-35 Grad erreicht hat, die Sahne zügig unterziehen.

Aufbau

  • 100 g Kirschen (frisch, Glas oder TK)
  • 150 g Himbeeren (frisch oder TK)
  • Beides ist reichlich bemessen!

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Ein Drittel der weißen Mousse in die Halbkugelform gießen. Die kleinste Kokosteigscheibe einlegen – Hinweis: Zum Rand der Form sollte beim Einlegen der Teigscheiben immer ca. 1 cm Raum sein! Ggf. die Teigscheiben etwas kleiner schneiden, damit sie später nicht von außen zu sehen sind! – Die Teigscheibe mit dem Sirup tränken/bepinseln. Himbeeren und Kirschen dicht an dicht darauf verteilen. Alles mit dem zweiten Drittel der Mousse bedecken. Die mittlere Teigscheibe auflegen und mit Sirup tränken. Die restliche weißen Mousse darüber verteilen und mit der letzten und größten Teigscheibe abschließen (Sie bildet später den Boden der Torte). – Die Form mit Folie abdecken und eine Nacht einfrieren.

Schokoladendekor

  • 125 g weiße Kuvertüre
  • etwas Puderzucker oder Dekorschnee*
  • alternativ: fertige weiße (allerdings eckige) hauchdünne Schokoladentäfelchen

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Die weiße Kuvertüre zunächst temperieren. Eine gute Anleitung findet ihr bei Interesse hier: klick. Die fertig temperierte Schokolade dünn und gleichmäßig auf eine Folie streichen und kristallisieren lassen. Mit einem erwärmten runden Ausstecher Kreise in unterschiedlichen Größen ausstechen und diese bis zur Verwendung in einer geschlossenen Dose im Kühlschrank aufbewahren. – Vor dem Dekorieren der Torte werden die Scheibchen mit Puderzucker bzw. Dekorschnee (hält auch Feuchtigkeit stand) bepudert.

Weiße Mirror Glaze (Rezept von Ofenkieker)   (Für meine Variante der Fleur d’Ivoire)

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Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen. Wasser, Zucker und Glucosesirup zum Kochen bringen. Vom Herd ziehen, kurz etwas abkühlen lassen. Dann die Gelatine einrühren. Die gehackte Kuvertüre hinzufügen, einen Moment aufweichen lassen, danach die weiße Lebensmittelfarbe und die Sahne unterrühren. Mit einem Stabmixer aufemuglieren. Dabei möglichst keine Luft einarbeiten!

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Zum Gießen der Spiegelglasur sollte diese eine Temperatur von ca. 35 Grad C haben! Dafür die Torte aus der Form holen und auf ein Rost über ein Gefäß stellen, welches die überlaufende Glasur auffängt. Die Glasur gleichmäßig über die gefrorene Torte gießen. Nicht mehr anfassen! Die Glasur zieht sofort an und man würde jeglichen Eingriff später sehen! Die Torte vorsichtig auf eine Platte setzen und auftauen lassen. Mit den bepuderten Schokoladenscheiben dekorieren.

Alternativ:

Das Glasurrezept des Originals:

  • 10 g Gelatine
  • 150 g Wasser
  • 200 g Zucker
  • ¼ Orangenschale
  • ¼ Zitronenschale
  • ½ Vanilleschote

Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Wasser und Zucker in einen Kochtopf geben und die aufgeschlitzte Vanille, Orangen- und Zitronenschale hinzufügen. Alles zum Kochen bringen. Vom Herd nehmen, kurz abkühlen lassen und die gut ausgedrückte Gelatine in der warmen Flüssigkeit auflösen. Durch ein feines Sieb gießen. Die Fruchtglasur kann gut vortags zubereitet werden. Im Kühlschrank hält sie einige Zeit. Um die Glasur dann zu gießen muss sie im Wasserbad erwärmt werden. Auch sie soll auf die gefrorene Torte aufgetragen werden.

Mit Klick auf das Rezeptfoto gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF-Rezeptansicht:

*MaLu's-PDF-Rezept

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Die Fleur d’Ivoire, was frei übersetzt „Elfenbeinblume“ heißt, deren Name sich wahrscheinlich aber eher auf die weiße Schokolade ‚Ivoire‘ von Valhrona bezieht,  ist insbesondere durch die Garnitur der weißen Schokoladenplättchen ein echter Hingucker. Die zweite Überraschung folgt beim Anschnitt, durch den Kontrast vom strahlenden Weiß mit dem blutroten Inneren. Ich fand die weiße Glanzglasur deshalb sehr chic dazu. Doch ich würde die Torte auch gern noch einmal mit der Original Nappage, einer transparenten Fruchtglasur, probieren wollen.

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Die Torte mit der Mirror glaze hält sich sehr gut ein bis zwei Tage im Kühlschrank. Sie wird nur noch saftiger! Allerdings lösten sich dann auch einige der flach angesetzten Schokoplättchen und rutschten nach unten. Solltet ihr die Torte also erst am folgenden Tag servieren wollen, würde ich die Plättchen erst dann, unter Zuhilfenahme von einem winzigen Klecks Marmelade o.ä., ansetzen. Das Anschneiden mit solcher Deko ist natürlich auch eine Herausforderung 😀 , aber was nimmt man nicht alles für so eine grandiose Optik in Kauf 😉 !

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Passend zu dieser Torte fehlt uns dann nur noch der Schnee. Ich gebe zu, dass ich nicht versessen darauf bin, denn hier im Land zwischen den Meeren, bleibt er meist nicht lange liegen und wird bestenfalls matschig.

Euch wünsche ich nun ein erholsames Wochenende. Mit Schnee oder ohne, aber auf keinen Fall ohne leckeren Kuchen 😉 !

Liebste Grüße Eure MaLu

♥♥♥

 

Quelle: Gâteaux – Christophe Felder / Camille Lesecq

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