MERVEILLEUX ! – Baisertörtchen mit Salzkaramell & Erdnusskrokant

Wer mit mir auf Reisen geht, muss sich darauf einstellen, vor jedem Schaufenster einer Pâtisserie stehenbleiben zu müssen, mein „Hach!“ und „Guck mal!“ anzuhören, die Kamera klicken zu hören und, je nach Grad der Begeisterung, in das erwählte Geschäft eintreten zu müssen 😉 . 
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Mein Mann kann auf jedenfalls ein Lied davon singen, erträgt aber geduldig meine Recherchen, den anschließenden Spazierweg/ Marsch zum Ort meiner Sehnsüchte, und sei es in die hintersten Ecken unseres Urlaubsortes. Die Recherchen für unseren letzten Kurzurlaub konnte ich mir diesmal sogar sparen, denn die ebenfalls ‚backverrückte‘ Emma 😉 hatte mich mit ihrem Blogbeitrag über ihre Lieblingsstadt Brügge, erstens total neugierig gemacht und mir zweitens tolle Tipps für einen Trip in die wunderschöne belgische Stadt praktisch auf dem Silbertablett serviert ❤ .

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Tatsächlich haben wir uns dann kurzentschlossen für ein verlängertes Wochenende in einem gemütlichen Brügger Bed & Breakfast eingemietet und haben vier wunderschöne Tage in dieser sehenswerten Stadt verbracht. Das Wetter spielte mit und so gingen wir auf Entdeckung und klapperten all die tollen Tipps, die Emma uns gegeben hatte, ab. Wir genossen, in einer kleinen Brauerei direkt an einem der Kanäle sitzend, leckeres belgisches Bier mit Namen Bourgogne des Flandres, aßen Belgische Waffeln mit Karamellsauce, naschten belgische Schokolade und landeten schließlich in der Pâtisserie Aux Merveilleux de Fred (ebenfalls ein Tipp von Emma). Merveilleux - Baisertörtchen mit Salzkaramell & Erdnusskrokant | MaLu's Köstlichkeiten

Le Merveilleux – das heißt auf französisch “ das Wunderbare“ und wird „mɛʀvɛjø“ gesprochen  😉 .  Dieser Name ist definitiv Programm im Aux Merveilleux de Fred. Frédéric Vaucamps, der Gründer dieser Pâtisserien, hat sich dort hauptsächlich auf die so benannten Törtchen spezialisiert. Baiserschichten, die mit Sahnecreme bestrichen und in verschiedenste Streuseln gewälzt werden, sind neben riesigen, flauschigen Brioches und großen, wie kleinen Baisers, der Renner. Die Kunden standen zum Teil bis auf die Straße Schlange. Wir hatten aber Glück und ergatterten sogar ein Plätzchen im Café und bestellten uns verschiedene Mini-Merveilleux. Da ich mit meiner Tochter in Paris das Glück hatte, diese Törtchen bereits probieren zu haben, wusste ich was mich für ein Leckerbissen erwartete 🙂 . Ich als Baiser Liebhaberin war im 7. Himmel. „Die muss ich zu Hause unbedingt auch einmal ausprobieren!“, rief ich und mein Mann grinste 😉 .

Aux Merveilleux de Fred, Brügge - ImpressionenIch habe mir anschließend noch die Nase an der Schaufensterscheibe plattgedrückt, denn dort darf man bei der Entstehung der Merveilleux Törtchen zuschauen. „Zack, zack“ und in Teamwork ging es dort flott voran! – Zu Hause angekommen – nein, schon während des Urlaubs – machte ich mir Gedanken, wie meine Interpretation der Merveilleux aussehen könnte. Der leckere Mandelkrokant von meiner Aprikosentarte der letzten Woche und die Tatsache, dass mir das Karamell – Merveilleux bei „Fred“ am besten geschmeckt hat, gaben den Ausschlag. – Voilà, hier sind „meine“ Merveilleux 🙂 !Merveilleux - Baisertörtchen mit Salzkaramell & Erdnusskrokant | MaLu's Köstlichkeiten

 

Merveilleux – Baisertörtchen mit Salzkaramell & Erdnusskrokant

Fur 8-10 Merveilleux Törtchen (ca. Schokokussgröße 😉 )

Baiser

  • 2 Eiweiß (ca. 70 g)
  • 70 g Zucker
  • 70 g Puderzucker
  • 1 Prise Salz

Den Backofen auf 90 Grad aufheizen. Backblech mit Backpapier auslegen. Das Eiweiß mit dem Salz in einer fettfreien Schüssel steifschlagen, dabei nach und nach den Zucker dazurieseln lassen. Den Puderzucker darüber sieben und vorsichtig unterheben ohne dabei den Eischnee zusammenfallen zu lassen! Die Baisermasse in einen Spritzbeutel mit einer großen Lochtülle (14 mm) füllen. Mit senkrecht gestellter Spitze Kreise von 5-6cm Durchmesser spritzen, dabei jeweils mit einer kleinen kreisförmigen Bewegung abschließen, damit keine Zipfel entstehen (die können aber zur Not auch anschließend mit einem Messer abgezogen werden 😉 ). Die Baisers nun 1:30 h bei 90 grad trocknen lassen. Danach bei geöffneter Backofentür abkühlen lassen. Währenddessen den Erdnusskrokant herstellen.

Erdnusskrokant

  • 150 g gehackte, gesalzene Erdnüsse
  • 90 g Zucker
  • 30 ml Wasser

Die Erdnüsse hacken. Den Zucker mit dem Wasser in einen Topf oder eine Pfanne geben und zum Kochen bringen. Hat der Zuckersirup 120 Grad erreicht, die gehackten Erdnüsse hinzufügen und bei mittlerer Hitze, unter ständigem Rühren goldbraun karamellisieren lassen. Auf einer Silikonmatte oder einem Stück Backpapier ausbreiten und komplett abkühlen lassen. Anschließend in einem sauberen Marmeladenglas aufbewahren. Sollte der Krokant zu sehr zusammenkleben, einfach in einen Gefrierbeutel füllen und sachte mit dem Nudelholz darauf klopfen 😉 .

Salzkaramell

Das Salzkaramell habe ich nach dem Rezept von La Pâticesse hergestellt KLICK . Es schmeckt einfach fabelhaft! Wer wenig Zeit hat kann aber auch gekauftes Karamell (z.B. von Bonne Maman) verwenden.

Karamellsahne

  • 100 g Salzkaramellcreme (s. o. )
  • 50 g Mascarpone
  • 280 g Schlagsahne 35%

Die Karamellcreme mit der Mascarpone verrühren. Die Sahne steif schlagen und unter die Karamellcreme ziehen.

Aufbau

Den Erdnusskrokant in einer Schüssel bereitstellen, ebenso das Salzkaramell. – Ein Merveilleux besteht immer aus zwei Baisers. Dafür den ersten Baiser in die Hand nehmen und mithilfe einer kleinen Palette* darauf etwas Karamellsahne kuppelförmig aufstreichen. Eine kleine Mulde in die Mitte der Sahne drücken und dorthinein etwas Salzkaramell füllen. Sollte das Salzkaramell zu fest zum Verarbeiten sein, einfach wenige Sekunden in der Microwelle erwärmen. Auf diese Schicht wird nun der zweite Baiser gesetzt. Anschließend alles komplett mit einer nicht zu dicken Schicht (ca. 5 mm) Karamellsahne bestrichen, die nun rundherum mit dem Erdnusskrokant bedeckt wird. Am besten man legt das Merveilleux einfach in die Schüssel mit  dem Krokant und wälzt es vorsichtig darin. Da ist Fingerspitzengefühl  gefragt 😉 . Je kühler die Hände und die Umgebung, desto leichter ist die Verarbeitung. Das Törtchen vorsichtig herausnehmen, auf eine Platte setzen und sogleich in den Kühlschrank stellen.  – Bis zum Servieren sollten die Merveilleux mindestens 2 Stunden durchziehen. Am folgenden Tag sind sie richtig schön soft. Länger haben sie bei uns nicht überlebt, daher kann ich keine Aussagen über weitere Haltbarkeit geben 😉 .

Merveilleux - Baisertörtchen mit Salzkaramell & Erdnusskrokant | MaLu's Köstlichkeiten

Mit Klick auf das Rezeptfoto gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF:

REZEPT: Merveilleux - Baisertörtchen mit Salzkaramell & Erdnusskrokant | MaLu's Köstlichkeiten

Merveilleux - Baisertörtchen mit Salzkaramell & Erdnusskrokant | MaLu's Köstlichkeiten

Ganz besonders liebe ich den Crunch des Krokants und das Spiel von Süß und Salzig bei meinen Törtchen, denn durch das Baiser sind Merveilleux generell ziemlich süß. Beim Zubereiten der ersten Törtchen war ich noch etwas ungelenk und man sollte besser auch nicht zimperlich mit dem gleichzeitigen Einschmieren der Baisers und der Hände sein 😀 , aber gute Vorbereitung ist alles. Wenn man alle Zutaten bereitstellt sollte es kein Problem sein.  Und natürlich sind alle möglichen Varianten denkbar. Mein Mann mochte Merveilleux mit Schokoladenraspeln am liebsten (wer hätte das gedacht :-b) . Mir kommen da massenweise Ideen, aber ganz ehrlich? Ich bin soooo begeistert von meinen Erdnuss-Karamell Merveilleux, dass ich restlos selig bin und am liebsten alle alleine gegessen hätte 😀 !
Merveilleux - Baisertörtchen mit Salzkaramell & Erdnusskrokant | MaLu's Köstlichkeiten

Habt ihr nun auch Lust auf Merveilleux und auf Brügge mit all den wunderbaren Leckereien bekommen? Dann kann ich es euch beides nur ans Herz legen. Und um einen Vorgeschmack zu bekommen, solltet ihr unbedingt mal diese Törtchen backen. Für mich steht jedenfalls fest, dieses wird nicht das letzte Merveilleux Rezept hier sein!

Meine kleinen Knusper-Merveilleux reiche ich schnell noch bei Sarah im Knusperstübchen ein. Sie feiert, wie jedes Jahr ein tolles Blogevent und sammelt dabei sommerliche Knusperrezepte aus der ganzen Welt 🙂 .

Macht es euch schön!

Eure MaLu ♥♥♥

Gefüllte Himbeer-Madeleines und meine eat-the-world-tour* durch Kiel

Dieser Beitrag enthält Werbung – Ich liebe den Schleswig-Holsteiner Sommer! Ja, er ist launisch und Planungen für Unternehmungen im Freien sollte man tunlichst erst zusagen, wenn Petrus gerade einmal milde gestimmt ist. Wenn sich der Sommer jedoch hier mal die Ehre gibt, dann ist er wirklich himmlisch. Nicht zu warm und nicht zu kalt. Immer ein leichtes Lüftchen fächelnd.
Gefüllte Himbeeren-MadeleinesAn solchen Tagen stehe ich natürlich nicht stundenlang neben dem Backofen und kreiere aufwendige Törtchen, sondern ich genieße unseren wunderbaren Garten oder mein Mann und ich unternehmen etwas Feines, bevor es sich der Wettergott erst anders überlegt.  Dank zuverlässiger Wetter Apps kann man ja planen und schon am Samstag den Teig für diese hübschen Himbeer-Madeleines anrühren, so dass sie am Sonntag hopplahopp gebacken, gefüllt und und im Sonnenschein serviert werden können 🙂 . Doch dazu später mehr …Gefüllte Himbeeren-Madeleines

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Zunächst aber möchte ich euch von meiner zweiten eat-the-world-tour* berichten. Bereits im letzten Sommer hatte ich, gemeinsam mit meiner Tochter, so eine kulinarische Stadtführung durch St. Georg in Hamburg gemacht. (Hier könnt ihr noch einmal nachlesen KLICK.)  Das norddeutsche Wetter hatte uns damals zwar einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht, doch bis heute sind die Eindrücke dieser Tour bei mir präsent und in guter Erinnerung. Eat- the-world-touren gibt es in vielen deutschen Städten. Neben neuzeitlichen und geschichtlichen Informationen über einen Stadtteil, besucht man während des Stadtrundgangs meist  7 verschiedene kulinarische Stationen, vom Restaurant bis zum inhabergeführten Fachgeschäft, in denen man mit kleinen Kostproben und Leckereien versorgt wird.

Als ich nun eine Einladung zu der nigelnagelneuen  eat-the-world-tour in unserer Schleswig-Holsteinischen Landeshauptstadt Kiel bekam, habe ich deshalb mit Freuden zugesagt 🙂 . Nur eine halbe Stunde Fahrt brauchten mein Mann und ich zum Treffpunkt. Und diesmal war uns der Wetterglück hold! Richtig schön warm und im Sonnenschein begrüßte uns unsere zauberhaft fröhliche Stadtführerin Lea, die uns sogleich mit allerlei Informationen über die Stadteile Brunswik und Blücher versorgte. Kiel hat im zweiten Weltkrieg durch den Militärhafen große Zerstörungen hinnehmen müssen, so dass die meisten Gebäude aus der Nachkriegszeit stammen.

So hat Kiel nach dem Krieg ausgesehen 😦

Fröhlich, neugierig und mit Appetit zog unsere Gruppe los und brauchte bis zur ersten Station, dem Café Sonntagskind, auch gar nicht weit zu laufen. Hier gibt es nach eigenen Angaben „Kaffee, Genuss und schöne Dinge“. Wir durften eine leckere Linsen-Mangosuppe mit frisch gebackenes Brot genießen und einen Blick auf die, extra für’s Sonntagskind hergestellte, Segeltuchtaschen werfen, die man dort, jedes ein Unikat, auch kaufen kann. 
Cafè Sonntagskind - eat-the-world-tour Kiel

Dann ging es auch schon weiter durch’s Grüne zu einem Café, auf dass ich zugegebenermaßen gehofft hatte 😉 . Das Restez! à table ist ein Lieblingsort für mich! Schaut euch doch nur diese Backwaren an! Hier fühlt man sich nach Frankreich versetzt: Tarte au citron, Eclairs, Macarons, Baguette, Croissants und unzählige französische Spezialitäten erwarten den Besucher. Ihr könnt euch vorstellen, dass ich in meinem Element war 😀 . Hach, ich hätte noch Stunden bleiben können! Aber, da wir in unserem Magen ja noch Platz für weitere kulinarische Köstlichkeiten lassen mussten, beließ ich es bei dem leckeren Minicroissant, das uns im Körbchen angereicht wurde. Zeit für ein kleines Selfie war aber dann doch 😉 . Außerdem werde ich ja 100% wiederkommen!!Die nächste Station forderte uns dann einen etwas längeren Fußmarsch ab, der uns aber gar nichts ausmachte, da er immer wieder von interessanten Ausführungen von Lea unterbrochen wurde. In SOTO’S Mercado, einem Markt für Spanische Delikatessen wurden wir dann ausgesprochen herzlich empfangen.  Manchegokäse, Oliven und Serranoschinken in verschiedenen Sorten wurden uns großzügig angeboten. Wirklich ausgesprochen lecker! Hier werden wir sicher noch einmal die angeschlossene Tapas Bar besuchen oder uns mit Spezialitäten, wie Wein oder anderen spanischen Leckereien eindecken.

Dies waren nur drei unserer kulinarischen Stationen, es sollten noch vier weitere folgen. Doch ich will nicht alles vorwegnehmen für die, die diese Tour selber erleben möchten. Ganze drei Stunden waren wir unterwegs quer durch die Kieler Stadteile Brunswik und Blücher! Und viele interessante Lokale, Geschäfte und Informationen haben wir entdecken dürfen. Eine eat-the-world-tour* ist meiner Meinung nach, die schönste Art eine Stadt zu erkunden und ich gebe die Empfehlung ehrlich gern an euch weiter! Bestimmt gibt es auch in eurer Nähe eine Stadt oder sogar die eigene Stadt, die ihr gern kulinarisch entdecken möchtet.

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Gefüllte Himbeeren-Madeleines

Am nächsten Tag, nach unserer Tour, habe ich mir dann die Himbeer Madeleines vorgenommen. Das Rezept hatte ich in einer meiner französischen Pâtisserie Zeitschriften entdeckt. Genau das Richtige für ein sonniges Wochenende und der passende Zeitpunkt für die bevorstehende Himbeerzeit. Die Madeleines werden nämlich nicht nur mit Himbeermarmelade gefüllt, sondern sogar in den Teig wandert Himbeerpüree. Gefüllte Himbeeren-Madeleines

Gefüllte Himbeer-Madeleines

Zutaten für ca. 30 Madeleines bzw. 15 gefüllte Madeleines nach einem Rezept von Christophe Adam

  • 2 Eier Gr. L
  • 120 g Zucker
  • 1 Teel. / 6 g Honig
  • 120 g Mehl Type 550
  • 1 Teel. Backpulver
  • 40 g Himbeerpüree (ohne Kernchen)
  • 120 g geschmolzene Butter

Hinweis: Laut Originalrezept von Christophe Adam soll der Teig mindestens 12 Stunden vor dem Backen ruhen! –  Die Butter schmelzen. Die Eier sollten Raumtemperatur haben. Mehl u. Backpulver vorab sieben. – Eier, Honig und Zucker mit dem Mixgerät hellschaumig schlagen. Nach und nach das gesiebte Mehl unterrühren. Danach die geschmolzene Butter und das Himbeerpüree unterrühren. Die Oberfläche des Teiges mit Folie bedecken und mindestens 12 Std. im Kühlschrank ruhen lassen. 

Nach der Ruhezeit den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Madeleinesblech* fetten und jede Vertiefung etwa halbvoll mit Teig füllen. Das klappt gut und sauber wenn man den Teig vorher in einen Spritzbeutel füllt. Ca. 10-12 Minuten backen und die Madeleines auf einem Rost abkühlen lassen.

  • 2-3 El. Himbeermarmelade oder -gelee

Die Marmelade in einen Spritzbeutel mit kleiner Lochtülle füllen und die Madeleines an einer Seite einstechen und mit einer kleinen Menge Marmelade füllen.

  • 70 g Mascarpone
  • Abrieb einer Bio Zitrone
  • 1 Teel. Zitronensaft
  • 120 g Schlagsahne
  • frische Himbeeren
  • Minzeblättchen
  • Puderzucker zum Bestreuen

Mascarpone mit dem Zitronenabrieb und -saft glattrühren. Die Sahne cremig schlagen und unter die Mascarponecreme ziehen. In einen Spritzbeutel mit Sterntülle füllen und die Hälfte der Madeleinesmuscheln auf der marmeladengefüllten Seite damit garnieren. Eine Himbeere in die Creme drücken und eine zweite Madeleine wie eine Muschelschale auflegen. Mit etwas Puderzucker übersieben und frisch servieren!

Mit Klick auf das Rezeptfoto gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF:

Rezept: Gefüllte Himbeer-Madeleines / MaLu's Köstlichkeiten

Gefüllte Himbeeren-MadeleinesSelbstverständlich könnt ihr die Madeleines auch einfach und ohne Zitronenmascarponefüllung essen und servieren. Fragt mal meinen Sohn, der hat sie so nämlich in ‚Warpgeschwindigkeit‘ vernascht 😀 ! Aber ich konnte noch genug vor ihm in Sicherheit bringen 😉 , denn so als kleine gefüllte Törtchen sehen die Madeleines nicht nur wie Muschelschalen mit Perlen- … äh, Himbeerschatz darin aus, sie schmecken auch einfach nochmal so köstlich.

Gefüllte Himbeeren-Madeleines

So ein Sonntag Nachmittag im Sonnenschein mit solch kleinen Köstlichkeiten auf dem Teller und der Erinnerung an eine tolle, kulinarische Stadtführung. Das ist doch pures Glück, oder?

In diesem Sinne … ich glaube, hier kommt gerade wieder die Sonne hervor 🙂 . Habt einen schönen Tag!

Liebste Grüße

Eure MaLu ♥♥♥

 

*Werbung : Wie ihr wisst bin ich sehr zurückhaltend mit Werbung. Nur wenn ich wirklich davon überzeugt bin, empfehle ich es euch ehrlich weiter. Die eat-the-world-tour gehört auf jeden Fall dazu. An dieser Stelle möchte ich auch der sympathischen Phanny für die überaus nette Zusammenarbeit danken und natürlich auch Lea für ihre frisch fröhliche Stadtführung!

Kommt mit auf die eat-the-world-tour* nach Hamburg St. Georg – Und anschließend gibt’s dann leckere frische Apfelmus Crumbles

Heute habe ich mal einen etwas anderen Beitrag für euch, denn heute nehme ich euch mit in meine Herzensstadt Hamburg ❤ . Nein, wir gehen dort nicht shoppen, wir fahren auch nicht Riesenrad auf dem Hamburger Dom und schlendern auch nicht über die berühmte Reeperbahn. Es geht, wie immer hier, um’s Essen 😉 !

Ich gebe euch heute einen kleinen Einblick in „meine“ eat-the-world-tour*, eine kulinarische Stadtführung, durch Hamburgs Szene Stadtteil  St. Georg. Während so einer Führung bekommt man ganz klassisch Einblicke in Kultur und Geschichte des Stadtteils. Das Besondere aber ist, dass man Halt in ausgesuchten Restaurants, besonderen Geschäfte, Cafés und Manufakturen macht, die ihrerseits die Gelegenheit bekommen, den Teilnehmern der Tour ihr Geschäft zu präsentieren und in denen man Kostproben ihrer Spezialitäten und Leckereien serviert bekommt.

Apropos Leckereien: Natürlich bekommt ihr heute auch wieder ein feines Rezept von mir 🙂 ! Freut euch auf zimtig duftende, gefüllte Apfelmus Crumbles, die schnell gemacht und unwiderstehlich knusprig und lecker sind ❤ !

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Doch zunächst geht’s nach Hamburg 🙂 . Das Team von eat-the-world hat sich auf die Fahne geschrieben, Genuss und Kultur miteinander zu verbinden und bietet in 26 deutschen Städten Führungen durch deren unzählige Stadtteile und kulinarische Angebote an. Die Tour dauert ca. drei Stunden und kostet 33,- Euro. Da meine Tochter Tessa in Hamburg wohnt und ich durch sie schon viele Stadtteile ein wenig kennengelernt habe, fiel meine bzw. unsere Wahl auf St. Georg. Von diesem Stadtteil wussten wir beide nur, dass es zwischen Hauptbahnhof und Alster liegt und von dort der bekannte Christopher-Street-Day startet. Doch bevor wir starten, möchte ich euch erst einmal Denise, unsere Stadtführerin vorstellen, die uns überaus kompetent und sympathisch alles Wissenswerte über St. Georg erzählt hat.

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Obwohl wir den August für unsere Tour gewählt hatten, begrüßte uns Hamburg mit „Schietwetter“. Doch als buchstäblich waschechte Schleswig-Holsteinerinnen, waren Tessa und ich regenfest angezogen. Da die Tour zu Fuss bestritten wird, sollte man auch auf passendes Schuhwerk achten!

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Ja, ja, sobald man in den Stadtteil eintaucht, wird man überall auf nette Art daran erinnert, dass man sich im sogenannten Schwulen- und Künstlerviertel befindet 😉 . Die Vergangenheit St- Georgs ist allerdings eine Ernstere, denn es entstand um 1200 durch ein Leprakrankenhaus vor den Toren Hamburgs. Lange, lange Jahre als problematisches Viertel angesehen, hat sich St. Georg inzwischen zum Szeneviertel gemausert. Dementsprechend siedeln sich immer mehr schicke Geschäfte und Restaurants etc. an. Ich stelle euch jetzt einfach mal drei unserer kulinarischen Stationen vor, die mir besonders gefallen haben.

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Wir besuchten, unter anderem, alt eingesessene Geschäfte wie z. B. Das Kräuterhaus, das bereits auf eine 100jährige Tradition in St. Georg zurückblickt. Über 600 Kräuter werden dort von den überaus freundlichen „Kräuterhexen“ angeboten. Uns versorgte man mit einem leckeren Tee und Schnittchen, bestrichen mit verschiedenen Kräuteraufstrichen. Während wir die schmackhaften Brote verspeisten, durften wir uns umschauen und die unzähligen schönen alten Kräuterbehälter mit den z. T. kreativen Beschriftungen bestaunen. Hier bekommt man wirklich fachkundige Beratung in Sachen Kräuter.

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Eine weitere unserer zahlreichen Stationen war das Tamasha. Dieser persische Feinkostladen befindet sich mit in der Langen Reihe, der bekanntesten Straße St. Georgs. Hier fühlt man sich in den Orient versetzt. Die Vitrinen quellen über von persischem Gebäck. Von gefüllten Keksen bis hin zum sirupsüßem Baghlava, über Nüsse, getrocknete Früchte bis hin zu orientalischen Lebensmitteln findet man alles. Der freundliche Inhaber hatte uns schon Teller mit Gebäck vorbereitet, welches wir an Stehtischen zu persischen Klängen vernaschen durften.

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Besonders hat uns das Teegeschäft t.boutique & t.bar, ebenfalls in der Langen Reihe, gefallen und das nicht nur, weil ich eine passionierte Teetrinkerin bin, sondern weil das t-lovers-team uns mit ihrer Leidenschaft für Tee ganz einfach mitgerissen haben. Im historischen Haus mit modernem Ambiente kann man die Teesorten, die sehr sorgfältig vom Team ausgesucht wurden,  an einer eigens eingerichteten Aromawand mit allen Sinnen entdecken. Uns wurden drei verschiedene Tees angeboten. Vom „Tor zur Welt“ bis zum „Hamburg Ahoi“ Tee waren alle äußerst schmackhaft. Dazu gab’s kleine Häppchen mit Matchatee und ein Exkurs in Sachen Tee im allgemeinen und im besonderen 🙂 . Einfach klasse!

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Natürlich waren wir noch in vielen anderen Restaurants und Geschäften. Dies hier soll nur ein kleiner Einblick für euch sein, denn ich will euch ja nicht die Spannung verderben 😉 ! Neben all den Leckereien und Spezialitäten kommt aber auch das Informative nie zu kurz. Denise, die Führerin unseres Stadteilspaziergangs, hat mit viel Charme und Sachkenntnis stets das rechte Maß an Information gefunden. An dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön an sie ❤ .  So berichtete sie u.a., dass die eat-the-world-touren besonders bei den Einheimischen beliebt seien, um mehr über ihre Stadt zu erfahren  und dabei zugleich kulinarische Entdeckungen machen zu können. Ein super Sache, finde ich.img_0023

Kleiner Wermutstropfen war einerseits das regnerische Wetter (die Frisur war im Eimer 😀 ), andererseits war es schade, dass einige Inhaber die Chance, ihr Geschäft, für immerhin potentielle Kunden, von seiner besten Seite zu präsentieren, nicht genutzt haben. Dort fühlte man sich buchstäblich abgespeist 😦 . Doch schwarze Schafe gibt es immer. Alles in allem fanden Tessa und ich die Tour sehr informativ und halten das Konzept für eine richtig gute Sache. Bestimmt gibt es auch eine Stadt in eurer Nähe oder eine Stadt, die ihr mal auf diese außergewöhnliche Weise kennenlernen möchtet, in der eine eat-the world-tour* angeboten wird.  

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Habt ihr nun Hunger bekommen 😀 ??

Dann wird es Zeit euch diese leckeren Apfelmus Crumble Törtchen zu servieren. Ich habe sie aus dem Buch I ♥ Backen¹ von Franzi Schweiger. Es ist ein Rezept ihrer Mutter und so schmeckt es auch 🙂 .  Nach gemütlichem Zuhause, nach Zimt duftenden Streuseln, nach buttrigem Mürbeteig und saftigem Apfelmus. Bei uns waren sie in Nullkommanix verschwunden!

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Diese unschuldigen kleinen Streuselteile haben eine sündhaft leckere Füllung aus sahniger Quarkmasse und Apfelmus unter knusprigen Zimtstreuseln. Klingt das gut?! 😀

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Ich finde, das ist ein Rezept, das genau in die kommende Apfelzeit passt. Wir waren nämlich am vergangenen Wochenende auf der Gartenausstellung in Bissenbrook, wo wir bei einem Apfelbauern aus dem Alten Land verschiedene alte Apfelsorten gekauft haben.  Seitdem bin ich im Apfelrausch 😀 !apfelmus-crumbles_0022-1

 

Apfelmus Crumble Törtchen

Zutaten für 1 Muffinblech mit 12 Mulden

Mürbeteig

  • 250 g Mehl (Type 405)
  • 70 g Zucker
  • 140 g weiche Butter
  • 1 Prise feines Meersalz
  • 1 Ei Gr. M
  • 1 El Rum (ich: weggelassen)

Alle Zutaten mit dem Knethaken des Handrührgeräts schnell zu einem glatten Teig verarbeiten. Flach drücken und in Frischhaltefolie gewickelt mindestens eine halbe Stunde in den Kühlschrank legen.

Streusel (die Menge war bei mir zu viel! Ich habe das halbe Rezept für euch aufgeschrieben)

  • 100 g Butter
  • 50 g geröstete Haselnusskerne, gemahlen (ich: gemahlene Mandeln)
  • 150 g Mehl
  • 90 g Zucker
  • 1 El. Vanillezucker
  • ½ Teel. Zimt

Die Butter schmelzen und wieder etwas abkühlen lassen. Die trockenen Zutaten in einer Schüssel vermengen und die Butter mit den Quirlen des Handrührgeräts nur so lange einarbeiten bis Streusel entstehen.

Füllung

  • 200 g Speisequark (40%)
  • 100 g Sauerrahm (ich: griech. Joghurt)
  • 1 Ei Gr. M
  • 1 gehäuft. Teel. Vanillepuddingpulver
  • 50 g Zucker
  • 1 Teel. Vanillezucker

Für die Füllung alles Zutaten verrühren.

  • 1 gr. Glas Apfelmus (ich: selbstgekocht)

Zubereitung:

Den Backofen auf 180 Grad Ober/Unterhitze oder 160 Grad Umluft aufheizen. Den Mürbeteig auf einer bemehlten Arbeitsfläche 2-3 mm dick ausrollen und 12 Kreise mit  15 cm Durchmesser ausschneiden/ -stechen. Die Mulden der Muffinform gut einfetten und dünn mit Mehl bepudern. (Hinweis: Um die Törtchen später besser aus der Form zu bekommen, wären zwei über kreuz gelegte Backpapierstreifen in jeder Mulde sicher auch hilfreich. Bei mir klappte aber dank dieser Form klick* auch ohne 😉 ) Die Mulden mit den Mürbeteigkreisen auslegen und überstehende Ränder abschneiden. Danach die Quarkfüllung auf die ausgelegten Mulden verteilen (ich habe ein wenig Füllung zurückbehalten). Anschließend 1-2 Esslöffel Apfelmus darauf füllen. Die Streusel von Hand darüberbröseln und das Muffinblech für ca. 20 Minuten in den heißen Backofen stellen. (Ich habe meine Törtchen mindestens 30 Minuten gebacken! Schaut also auf die Bräunung!)
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Bevor ihr die Apfelmus Crumbles vorsichtig (!) aus den Mulden holt, solltet ihr sie vollständig abkühlen lassen!

Quelle: I ♥ Backen¹ von Franzi Schweiger

Mit Klick auf das Rezeptfoto gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF-Rezeptansicht:

*MaLu's-PDF-Rezept

 

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Habt ihr bis hier durchgehalten 😀 ? Dann möchte ich euch nun ein wunderschönes Wochenende wünschen ❤ . Es ist hier nun etwas kühler geworden, so dass man wieder wagen kann, den Backofen anzumachen, ohne die Wohnung in eine Sauna zu verwandeln.

Na, dann fröhliches Backen!

Eure MaLu ♥♥♥

* Werbung: Vielen Dank an das Team von eat-the-world-tour, denen ich die kostenlose Teilnahme an der St. Georg Tour verdanke. Besonderen Dank an Phanny Ngo für den sympathischen und herzlichen Kontakt ♥ Meine Meinung zur Tour habe ich ehrlich und unbeeinflusst wiedergegeben.

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Genießerreise durch Frankreich und Italien

Ihr Lieben!

Ich melde mich zurück von zweieinhalb Wochen wunderschönstem Urlaub in Frankreich und Italien.

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Hach, 17 Tage gefüllt mit Sonne, Entdeckungen, Entspannung, kulinarischen Genüssen und unglaublich lieben Menschen ❤ . Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll – am besten am Anfang 😉 .

Ihr wisst ja, dass wir mindestens einmal im Jahr nach Italien fahren „müssen“. Es ist halt die Heimat meines Mannes, der zwar Deutscher ist, aber in Italien aufgewachsen ist und dadurch im Herzen Italiener bleibt. Durch ihn habe auch ich mich in dieses wunderschöne Land verliebt. In diesem Jahr sollte das Ganze nun aber anders verlaufen, denn ich habe ja noch eine zweite Liebe, nämlich die zu Frankreich. Leider war ich viel zu selten dort, sicher auch wegen der Sprachbarriere, denn mein bisschen Schulfranzösisch lässt doch sehr zu wünschen übrig. Da ich mich aber schon in Paris erfolgreich ‚durchgeschlagen‘ hatte, fasste ich diesmal Mut. Ein bisschen Überzeugungsarbeit musste ich bei meinem Mann allerdings vorab leisten 😉 😉 .  Ich wollte unbedingt einmal ins Elsass und in die Provence, bevor wir nach Italien in unser geliebtes Alassio in Ligurien fahren würden.

P1060863_bearbeitet-1 Unsere ersten Urlaubstage verbrachten wir also in Colmar, in einem winzigen typisch elsässischem Häuschen mitten in der Innenstadt. Das Bummeln durch die Altstadt, die mit Kanälen durchzogen ist und die von Fachwerkhäusern mit gut erhaltenden historischen Fassaden gesäumt werden, war ein Genuss. P1060858_bearbeitet-1 Die Sonne schien und wir machten Halt und tranken ein Gläschen Wein (Vin d’Alsace) und genossen die Elsässer Spezialitäten. Jetzt konnte ich zum ersten Mal meine dürftigen Französischkenntnisse hervorkramen 😀 . Allerdings sprechen hier doch viele auch Deutsch. In einem Restaurant, das uns unsere Vermieterin empfohlen hatte, habe ich den weltbesten Flammkuchen gegessen. So knusprig und lecker! P1060841_bearbeitet-1 Endlich konnte ich einmal Iles flottantes, ’schwimmende Inseln‘ aus Eischnee auf Creme anglaise mit köstlichem Mandelkaramell übergossen, probieren. P1060842_bearbeitet-1 Nicht zu vergessen den allgegenwärtigen Kouglof P1060891_bearbeitet-1 und die Brezeln, den Munsterkäse, das Sauerkraut und, und, und…  Ehrensache, dass wir uns bei einem Weinbauern mit köstlichem Gewürztraminer eindeckten 😉 . Was ich zuvor nicht wusste war, dass das Elsass die Heimat unglaublich vieler Störche ist. Fast auf jedem Kirchturm war ein Nest zu entdecken. P1060860_bearbeitet-1

Kennt ihr die wunderschönen gusseisernen Töpfe von STAUB? Nur wenige Kilometer von Colmar entfernt, im benachbarten Turckheim, findet man ein Outlet dieser Firma. Hier haben wir uns einen lange gehegten Wunsch erfüllt und uns einen STAUB Cocotte in basilikumgrün geleistet. In 2. Wahl bekommt man ihn dort mit ca. 30 % Ermäßigung. Zwar ist er damit auch noch ziemlich teuer, aber unser Schätzchen geben wir nicht mehr her 😉 ! Hier ein kleiner Blick in den Laden.

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Nach drei Tagen zogen wir dann weiter durch die Schweiz, über Lyon, in die Provence. Genau genommen nach Vaison La Romaine, einer französischen Kleinstadt in der Region Provence-Alpes-Côtes d’Azur, in der es eine große Ausgrabungsstätte römischer Anlagen zu sehen gibt. Ein wunderschönes provencalisches Haus eines liebenswerten Ehepaares erwartete uns hier.

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Wir wurden von Brigitte und ihrem Mann Michel buchstäblich mit offenen Armen und offenen Herzen empfangen.  Die ‚Chemie‘ stimmte sofort zwischen uns. Ein Hund, der schneeweißer Kater  Bizou mit den verschiedenfarbigen Augen

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und das süße, zahme Kaninchen namens Chocolat,P1070040_bearbeitet-1 das im Garten hoppelte, leben dort einträchtig nebeneinander. Wir wohnten in einem Zimmer, das nach Lavendel duftete, mit Aussicht auf die provencalischen Berge und bekamen von Brigitte ein Frühstück serviert, das seinesgleichen suchte. Wir waren im Himmel gelandet ❤ !

Von Vaison La Romaine aus starteten wir nun unsere Ausflüge durch die Provence. Leider waren wir für die Lavendelblüte noch ein winziges bisschen zu früh. 1-2 Wochen später wäre es perfekt gewesen. Dafür blühte überall der Ginster und die ganze warme Luft war erfüllt von seinem Duft. Der provencalische Markt im benachbarten Nyons hat uns unglaublich gut gefallen. Was es da alles zu sehen, zu riechen und zu schmecken gab! Markt Nyons

Danach besichtigten wir das Schloss von Grignan und die Chocolaterie Le Comptoir de Mathilde in Tulette, wo ich mir ein Gläschen Praliné Noisette mitnahm. Pictures_2487_bearbeitet-1Pictures_2482_bearbeitet-1

Am nächsten Tag reisten wir nach Avignon. Am bekanntesten ist dort der Papstpalast und natürlich die berühmte und besungene Pont d’Avignon, die ja nur noch zur Hälfte besteht, da sie schon 1660 von Hochwasser zerstört wurde.

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Pont Saint-Bénézet

Ihr ahnt ja nicht, wie heiß es war, als wir die Fotos gemacht haben 😀 ! Ein wunderschöner Park oberhalb des Papstpalastes bot uns angenehmen Schatten.

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Doch es zog uns dann doch weiter und so stiegen wir ins klimatisierte Auto und fuhren weiter durch die wunderschöne Landschaft nach Orange. Pictures_2269_bearbeitet-1

Eine entzückende Stadt mit einem überwältigenden Römischen Theater aus dem 1. Jhd. n. Chr., das immer noch für Konzerte u. ä.  genutzt wird. Hier informierten wir uns mit einem Audioguide, der uns total faszinierend in die alten Zeiten zurück katapultierte. Absolut sehenswert! P1070014_bearbeitet-1

Ach, es gibt noch so viel zu erzählen! Die Nougatherstellung  bei Le Chaudron d’Or in Montélimar,P1060943_bearbeitet-1

das unglaublich leckere Essen, in dem von Brigitte empfohlenen Bio Restaurant O’Naturelles in Vaison La Romaine

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und immer wieder die schier grenzenlose Freundlichkeit von Brigitte und Michel.

Merci, Merci beaucoup, ❤  an dieser Stelle noch einmal an Brigitte! Wir konnten uns beim Abschied kaum trennen und es floss sogar ein kleines Tränchen. Wir kommen ganz bestimmt wieder!

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◊◊◊

Es wartete aber ja noch unser drittes Ziel auf uns, nämlich unser geliebtes Alassio, das an der italienischen Rivieraküste zwischen Genua und Ventimiglia liegt. Hier sind wir schon zahlreiche Male gewesen, dies ist der Ort an dem ich vor vielen Jahren zum ersten Mal von meiner, damals noch ganz frischen Liebe 😉 , Italien gezeigt bekam. Vielleicht hängt auch deshalb unser ❤ an diesem Ort.

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Alassio

Unsere Wohnung lag sensationell, direkt am Strand, nur der Corso, die Flaniermeile, die es in jedem italienischen Ort gibt, war zu überqueren. Aus dem Fenster sahen wir das Meer und den Strand, nachts hörte man nur die Wellen. Herrlich!

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Alassio, Via Roma – Abendlicher Blick aus unserem Fenster

Die Ankunft hier empfanden wir wie eine Vollbremsung nach all den entdeckungsreichen Touren und allen neuen Erfahrungen. Hier hieß es, sich erst einmal auf die italienische Zeiteinteilung einstellen. Es war immer noch unglaublich warm und so haben wir viel geschlafen, am Strand unter dem Sonnenschirm gelegen und im Meer gebadet. Wir fuhren zum  Olivenbauern unseres Vertrauens, Frantoio Bestoso  in die Berge nach Stellanello, wo es auch eine total urige Trattoria gibt, in der mein Mann grundsätzlich (angeblich köstliches :-/ ) Coniglio alla Ligure verspeist, nicht ohne (ebenfalls grundsätzlich 😉 ) von mir einen Rüffel zu kassieren, weil ich doch Kaninchen so liebe. Allerdings nicht gebraten!!

Stellanello ist nur ein winziges Dörfchen in den Bergen hinter Andora, jedoch empfinden wir es jedesmal als magischen Ort. Hier steht die Zeit still und wir können Stunden an dem Bach, der an dem Örtchen vorbei fließt, verbringen. Hier hört man nur das Plätschern des Wassers und das Summen der Libellen. Ich habe zig Fotos gemacht! Hier ein kleiner Einblick:

Stellanello

Stellanello

Hier kommt die Seele wirklich zur Ruhe.

Doch ein Termin lag noch an. Und zwar einen Besuch bei unseren lieben, italienischen Freunden Gisella und Raffaele. Das ganze Jahr freuen wir uns darauf, sie wiederzusehen. Gisella ist eine ‚Sandkastenfreundin‘ meines Mannes und wohnt in Mondovì immer noch in der Nähe von Fossano im Piemont, wo sie gemeinsam aufgewachsen sind. Also fuhren wir an einem Tag die gut 100 km gen Norden nach Mondovì, ein wunderschönes historisches Städtchen, das in den piemontesischen Bergen liegt.

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Mondovi

Schon von weitem sieht man die Kirchtürme der Stadt. Nach einer herzlichen Begrüßung luden uns Gisella und Raffaele zu einem delikatem Mahl ins Ristorante La Borsarella ein, wo wir nicht nur himmlisch saßen, sondern auch genauso gut speisten.

Menü

Extra für die deutsche Foodbloggerin 😉 wurde ein köstlicher Dessertteller zusammengestellt. Lecker, oder?   Apropos:  Gisella hat an diesem Tag ein deutsches Wort dazugelernt! Neben ‚Achtung, Achtung‚ und ‚Kartoffel‚ konnte sie nach diesem Menü das Wort ‚Lecker‘ in ihren Wortschatz aufnehmen 😀 . Das spricht doch für sich…

Danach zeigten sie uns das Castell von Carrù in dem noch heute, der Legende nach, die Dama Blu spukt. Sie war die Frau des Grafen von Carrù und wurde durch einen Pfeilschuss ermordet. Damals trug sie ein blaues Kleid und noch heute sucht sie ihren Mörder. Nach ihr benannt wurden auch die Baci della Dama Blu, eine köstliche Süßigkeit, die in der ansässigen Pasticceria Durando hergestellt werden. Wir haben uns dort eine Erfrischung genehmigt und ich habe die zauberhaften Bäckereien bewundert. Als mein Mann die beiden Damen darüber informierte, dass auch meine Liebe dem Backen gilt, gab es eine herrliches Tohuwabohu, ein Fototermin und eine Handvoll Baci 🙂 . Danke, nochmal ! Soo lieb!!  Pictures_2215_bearbeitet-1

 

Danach mussten wir uns leider auch schon von Gisella und Raffaele verabschieden. Die beiden haben uns wieder einmal einen unvergesslichen Tag bereitet.

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Mille grazie per la bellissima giornata e un grande abbraccio a Gisella e Raffaele! ❤ ❤

Aber jeder Urlaub geht einmal zu Ende. Wer bis hier mit dem Lesen durchgehalten hat, hat eine Ahnung davon bekommen, wie sehr wir diese Tage genossen haben. Gebacken wurde hier heute zwar nicht, aber ich hoffe es hat euch trotzdem Spaß gemacht, uns auf unserem Rückblick auf die Reise durch Frankreich und Italien zu begleiten. Mit dem Wahrzeichen von Alassio, den beiden küssenden Fischen verabschiede ich mich von Euch…

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…und wünsche euch einen wundervollen Sonntag ❤ .

Liebste Grüße

Eure MaLu ♥♥♥