Moosgrüner Himbeer-Zitronen Guglhupf

Dieser Kuchen hat ungewöhnlich kontroverse Kommentare hervorgerufen 😀 😀 !Himbeer-Zitronen Guglhupf mit Matcha

So ein Guglhupf ist ja eigentlich ein Kuchen, der in der Regel von fast jedem geliebt wird. Selbst mein Mann, seines Zeichens kein unbedingter Kuchen … äh Tortenliebhaber, mag Guglhupfe. Am liebsten zwar mit viiiel Schokolade, aber wenn seine Frau nach gefühlten 1000 Törtchen mit noch mehr Cremes obendrauf, endlich mal wieder einen Guglhupf auf den Tisch stellt, greift er blindlings zu … auch wenn der Kuchen GRÜN ist!! 😀

Himbeer-Zitronen Guglhupf mit Matcha

„Uih, der sieht ja toll aus!“ war seine Reaktion, als ich das erste Stück herausschnitt und er danach schnappte. Überließ es mir dann aber weisungsgemäß erst einmal zum Fotografieren 😉

Himbeer-Zitronen Guglhupf mit Matcha

Herrlich saftig ist der Himbeer-Zitronen Guglhupf, dessen Rezept ich vom Pâtissier Christophe Adam abgeschaut habe  . Ein echter geschmacklicher Leckerbissen! Das mit dem grünen Matchakleidchen ist mir in den Sinn gekommen, weil ich mich an diese tolle Kombi der Himbeer-Matcha Törtchen von vorletzter Woche erinnerte. Eine gute Idee?? – Tja, das sah man unter der Kollegenschaft, die mal wieder als Testopfer „missbraucht“ wurde , sehr unterschiedlich! Die Reaktionen zur Optik bewegten sich zwischen: “ Den hätte ich im Laden nie bestellt!“, über „Wow, das ist ja ein cooler Kuchen!“ bis hin zu: “ Mmpfh … der pfmeckt wa läcka“ 😉 . Mein Chef ließ sogar grinsend Vergleiche zu vergrabenen Bärentatzen aus Karl May Büchern vom Stapel, tz tz tz! Na, toll 😀 😀 😀 !!

Himbeer-Zitronen Guglhupf mit Matcha

Ja, das Auge isst mit und da reagiert eben jeder anders. Der eine mag’s innovativ und spannend, der Nächste isst nur was er kennt. Lasst euch aber gesagt sein: Dieser Kuchen ist hammerlecker, supersaftig, locker und herrlich fruchtig! Wer’s mag kombiniert ihn mit dem herben Matchapulver, wer’s nicht mag verziert ihn ganz traditionell mit Zuckerguss oder nascht ihn einfach so 🙂 . So oder so, ihr werdet ihn lieben! 

Himbeer-Zitronen Guglhupf

Zutaten für eine große Guglhupfform* – Alle Zutaten sollten vor der Zubereitung Raumtemperatur haben!

  • 5 Eier Gr. L oder 6 Eier Gr. M
  • 330 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 180 g flüssige Sahne
  • 330 g Mehl Type 550
  • 1 Tütchen (15g) Backpulver
  • 75 g sehr weiche Butter

zusätzl. für den Himbeerteig:

  • 75 g frische Himbeeren (oder aufgetaute TK Himbeeren)
  • 45 g Himbeerpüree
  • 22 g Sonnenblumenöl
  • ggf. etwas rosa Lebensmittelfarbe

zusätzl. für den Zitronenteig:

  • 30 g Zitronensaft
  • Abrieb von 2 Bio Zitronen
  • 22 g Sonnenblumenöl

Zum Überpudern:

  • 2-3 El. Matchapulver

Den Backofen auf 180 Grad Ober-/ Unterhitze vorheizen. – Die Guglhupfform gut einfetten. – Vor der Zubereitung des Hauptteiges die Zutaten für den Himbeer- und den Zitronenteig in einer kleinen Schüssel zusammenrühren und bereitstellen. –   Eier, Zucker und Salz in einer großen Schüssel 3-5 Minuten sehr schaumig schlagen. Die Sahne unterrühren. Das mit dem Backpulver vermischte Mehl über die Masse sieben und zusammen mit der weichen Butter zu einem glatten Teig verrühren. Den Teig in zwei gleiche Teile teilen. Zur einen Hälfte die bereitgestellte Himbeermasse und zur anderen die Zitronenmasse geben und kurz unterrühren. Die beiden Teige abwechselnd in die Guglhupfform einschichten. Ich habe es mit einem Spritzbeutel gemacht, dann werden die Schichten dünner, ähnlich einem Zebrakuchen. Es geht aber auch völlig problemlos einfach mit einem Löffel 😉 . Die so befüllte Form in den heißen Backofen stellen und ca. 40 Minuten backen. Bitte mit der Stäbchenprobe kontrollieren! Den Kuchen anschließend 5-20 Minuten in der Form stehen lassen und dann erst stürzen. Erst wenn der Kuchen ganz abgekühlt ist, bzw. kurz vor dem Servieren mit Matcha übersieben. Steht der Kuchen etwas länger bekommt er das Aussehen eines bemoosten Baumstamms. – Selbstverständlich schmeckt der Kuchen auch ohne Matchaschicht und kann dann auf Wunsch z. B. mit aromatisiertem Zuckerguss überzogen, mit Puderzucker verziert oder einfach so genossen werden 🙂 .

Mit Klick auf das Rezeptfoto gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF:

Himbeer-Zitronen Guglhupf mit Matcha

Frisch mit Matcha übersiebt strahlt er hellgrün. Wenn das grüne Teepulver dann nach und nach die Feuchtigkeit aus dem Kuchen aufnimmt, bekommt dieser das Aussehen eines bemoosten Baumstammes. Ein echt cooler Hingucker! 😀 Die Marmorierung der beiden Teige war mir persönlich eigentlich zu wenig auffällig. Ich hatte die Schichtung mithilfe von Spritzbeuteln wohl zu flach eingefüllt, weswegen eher eine Zebraoptik entstand. Beim nächsten Mal nehme ich einen Löffel und mache die Schichten dicker, damit man die unterschiedlichen Teige auch erkennt. Geschmacklich macht das natürlich keinen Unterschied.Himbeer-Zitronen Guglhupf mit Matcha

Wie sieht’s bei euch aus? Würdet ihr bei so einem grün-rosa Kuchen zugreifen? Oder doch lieber auf Nummer Sicher gehen 😉 ?

Habt ein feines Wochenende … auch wenn’s regnet

Liebe Grüße

Eure MaLu 

 

Rezept: adapt. von Christophe Adam

*Affiliatelink/Werbelink

Waldmeistertorte mit Erdbeeren – Natürlich Maigrün

Jaaa, ich weiß! Der Mai ist laaange 😉 vorbei und ich komme hier mit einer maigrünen Maitorte um die Ecke! Ist mir jetzt aber egal, denn diese Torte muss ich euch zeigen! 😀  Ich bring’s nicht fertig, den Beitrag bis zum nächsten Jahr aufzubewahren, denn ich freue mich einfach zu sehr, dass das was ich mir ausgedacht habe, so gut funktioniert und so lecker geschmeckt hat! Waldmeistertorte mit Erdbeeren

Eigentlich wollte ich euch ja heute noch etwas mehr von unserem Sizilien Urlaub erzählen. Von tollen Begegnungen und leckeren Erdbeertörtchen..  . Doch die Waldmeisterzeit ist nicht mehr lang und deshalb habe ich diese Torte einfach kurzerhand dazwischen geschoben. Noch gibt es nämlich Waldmeister , sowohl in unserem Garten, im Wald, als auch auf dem Markt ( Freitag, auf dem Isemarkt in Hamburg, wurde noch welcher angeboten). Waldmeistertorte mit Erdbeeren

Alles fing mit einem Töpfchen Waldmeister an, das wir im letzten auf dem Markt gekauft hatten. Wir haben ihn an einem schattiges Plätzchen im Garten ausgepflanzt und dann … vergessen 😀 . Als ich Ende April durch den frühlingshaften Garten spazierte traute ich meinen Augen kaum, hatte sich das vergessene Pflänzchen doch zwischenzeitlich einfach mal verdoppelt. Da unser Urlaub anstand, pflückte ich schnell etwas von dem frischen Grün und bereitete Waldmeistersirup vor.  Eine kleine Menge zwar nur, aber immerhin. Ich war gespannt, wie er wohl schmecken würde, denn ich kannte bis dato nur den grüngefärbten, gekauften Sirup. Einen Tag bevor wir nach Sizilien starteten, habe ich den fertigen Sirup abgekocht und in Flaschen gefüllt. Und ob ihr es glaubt oder nicht, ich habe vergessen zu probieren! Zwei kleine Flaschen standen fertig vakuumverschlossen vor mir, als ich’s bemerkte – kopfschüttel! Waldmeistertorte mit Erdbeeren

Während des Urlaubs habe ich dann schon ein bisschen überlegt, was ich denn Feines daraus machen könnte (wenn er denn schmeckte), außer ihn in Sekt oder Selter zu gießen. Et voilà, hier kommt meine Waldmeistertorte. Wie versprochen quitschgrün , kombiniert mit einer frischen Quarksahnecreme und Erdbeeren . Glaubt ihr jetzt, dass der grüne Teig vom Waldmeister kommt? Oder womöglich durch Lebensmittelfarbe? Nein, nein! Falsch geraten! Alles an dieser Torte ist ohne künstliche Zusatzstoffe!

Waldmeistertorte mit Erdbeeren

Wer meinem Blog schon länger folgt, wird dieser maigrüne Kuchen vielleicht bekannt vorkommen, denn ich habe schon vor Jahren einmal einen Guglhupf damit gebacken 😉 . Das Geheimnis des leuchtenden Grüns darf man allerdings manchen Gästen nicht vor dem Probieren verraten, weil sie möglicherweise rufen würden: „Den esse ich nicht!!!“ 😀  Das grüne Wunder heißt nämlich SPINAT! Genau genommen Bio-Babyspinat, den man oft in der Salattheke im Supermarkt findet. Püriert mit etwas Sauerrahm und Limette verleiht er dem Teig dieses frische Maigrün und schmeckt dabei -ich schwöre!!- NICHT heraus!Waldmeistertorte mit Erdbeeren Ohne Farbstoff

Jede Teigschicht habe ich mit meinem selbstgemachten Waldmeistersirup (der im Übrigen ausgezeichnet schmeckt 🙂 ) getränkt und auch die Quarksahne wurde damit „parfümiert“.  Ich war wirklich aufgeregt, als ich die unschuldig weiße Torte anschnitt. Das zauberhafte maigrün der Teigschichten kam zum Vorschein und war, in Verbindung mit den roten Erdbeeren,  optisch schon mal ein Leckerbissen. Aber würde man den Waldmeister herausschmecken? …
Waldmeistertorte mit ausschließlich natürlichen Zutaten

Natürlicher Waldmeistersirup

Sollte mindestens 4-6 Tage vorher zubereitet werden!

  • 20 g frischer Waldmeister
  • 380 g Wasser
  • 160 g Zucker
  • 3 Scheiben Bio Zitrone

Der Waldmeister sollte vor der Verarbeitung gewaschen und mindestens einen halben Tag oder über Nacht angewelkt sein. So entfaltet er sein schönstes Aroma! – Danach Wasser und Zucker in einen Topf geben und aufkochen, bis sich der Zucker ganz gelöst hat. Den heißen Zuckersirup über den Waldmeister gießen und die Zitronenscheiben hinzufügen. Nun muss dieser Sud ca. 4-6 Tage abgedeckt im Kühlschrank ziehen, dabei ab und zu umrühren. – Danach alles durch ein feines Sieb oder Tuch gießen, den Sirup noch einmal aufkochen und noch heiß in sterilisierte Fläschchen abfüllen. Etiketten zum Drucken: klick – Der Sirup ist nur ganz zartgrün und nicht so dickflüssig wie gekaufter.

Waldmeistertorte mit Erdbeeren

 

Zutaten für eine Torte mit 18 cm Ø – Alle Zutatenmengen basieren auf den o. g. selbstgemachten Waldmeistersirup, der weniger süß, als gekaufter ist! 

Rührteig

  • 100 g Bio-Babyspinat (habe ich bei Edeka gekauft)
  • 100 g Sauerrahm 24%
  • Abrieb von 2 Limetten
  • Saft ½ Limette
  • 200 g weiche Butter
  • 200 g Zucker
  • 5 Eier Gr. M
  • 2 Teel. Backpulver
  • 300 g Mehl

Backofen auf 180 Grad Ober-/ Unterhitze aufheizen. 2 Backformen mit 18 cm Ø fetten. – Spinat, Sauerrahm, sowie Limettensaft und -abrieb in ein hohes Gefäß geben und mit einem Stabmixer sehr fein pürieren. In einer Rührschüssel die weiche Butter mit dem Zucker schaumig rühren. Nach und nach die Eier hinzufügen und jeweils eine halbe Minute untermixen. Das mit dem Backpulver vermischte Mehl über die Eimasse sieben und kurz verrühren. Dann das Spinatpüree hinzufügen und alles zu einem glatten Teig verrühren und je eine Hälfte in die vorbereiteten Backformen geben. Glattstreichen und ca. 35 Minuten backen. Nach 5 Minuten aus der Form nehmen und auf einem Rost komplett abkühlen lassen. (Es ist normal, dass die Kuchen in der Mitte eine Wölbung bekommen haben.) Die völlig erkalteten Kuchen werden nun waagerecht in jeweils zwei ca. 2 cm dicke Scheiben geschnitten, so dass ihr 4 gleich dicke Kuchenschichten erhaltet. Dabei wird die Wölbung abgeschnitten und kann anschließend vernascht werden oder z.B. gewürfelt für ein dekoratives Schichtdessert verwendet werden.

Waldmeister-Quarksahnecreme

Achtung! Sollte gekaufter Waldmeistersirup verwendet werden, muss unbedingt die Zuckermenge angepasst werden, da dieser meist deutlich süßer ist!

  • 350 g Magerquark
  • 200 g Mascarpone
  • 30 ml frisch gepresster Limettensaft
  • sehr feiner Abrieb von 1 Bio Limette
  • 80 ml Waldmeistersirup (selbstgemacht, siehe Rezept oben ↑)
  • 60 g Zucker
  • 3 ½ Blätter Gelatine
  • 250 g Schlagsahne 35 %
  • 1 El. Zucker

Die Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen. Quark, Mascarpone, Limettensaft und -abrieb, sowie Zucker und Waldmeistersirup verrühren. Die Gelatine bei milder Hitze in einem kleinen Topf auflösen und nach und nach mit einigen Löffeln Quarkmasse verrühren (angleichen). Diese Mischung nun unter die restliche Quarkcreme rühren. Die Sahne mit dem Zucker steifschlagen und unter die Waldmeister-Quarkcreme ziehen.

Aufbau

  • ca. 60 ml selbstgemachter Waldmeistersirup zum Tränken
  • 200 g Erdbeeren
  • 1 El. Zucker (nach Geschmack)
  • ggf. 1 El. Sofortgelatine (es geht auch ohne)

Die erste Kuchenschicht auf einen Teller oder eine Platte platzieren und mithilfe eines Pinsels mit etwas Waldmeistersirup tränken. Danach knapp 1 cm dick mit der Waldmeisterquarkcreme bestreichen und die zweite Kuchenscheibe auflegen. Diese wieder mit dem Sirup tränken und wie oben mit der Waldmeistercreme bestreichen. So mit auch mit den restlichen zwei Schichten fortfahren. Anschließend die gesamte Torte dünn mit der Creme bestreichen und eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen. Danach die Torte noch einmal mit einer Schicht Creme einstreichen, mit einigen Tupfen verzieren und für mindestens 2-3 Stunden kühlen.

Die Erdbeeren (einige für die Deko zurück behalten) mit dem Zucker und ggf. der Sofortgelatine pürieren. Das Erdbeerpüree auf der Torte verteilen und mit Erdbeerstückchen und evtl. Waldmeisterblättchen belegen. Die Menge ist reichlich – ich habe das restliche Erdbeerpüree zur Torte serviert.

Mit Klick auf das Rezeptfoto gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF:

Rezeptdruck Waldmeistertorte

Waldmeistertorte mit Erdbeeren

… Wir waren vier „Probierer“ als ich die Torte anschnitt und alle stimmten mir zu, dass der Waldmeister eindeutig herausschmecke. 🙂 Unfassbar saftig, durch die getränkten Böden, cremig frisch durch Quarksahne und Limette und fruchtig durch die Erdbeeren. Ich war selig, das Experiment gelungen 🙂 .

Waldmeistertorte mit ErdbeerenIch bin ein echter Waldmeisterfan, schon als Kind habe ich grünen Wackelpudding und grüne Brause geliebt . Umso mehr freue ich mich nun, dass ich eine natürliche Alternative gefunden habe. Ein Fläschchen Sirup habe ich noch und ich werde die Tage noch etwas Waldmeister ernten, um mir einen weiteren kleinen Vorrat zu schaffen. – Ein klein bisschen verfliegt das Waldmeisteraroma in der Torte an den folgenden Tagen. Einige schmeckten es noch heraus, andere schmeckten eher die Limette, die mit der Zeit dominanter wurde. Wie auch immer, hier habt ihr das Rezept einer supersaftigen Frühlingstorte mit Wow-Effekt. Vielleicht könnte man als Abwandlung auch noch Erdbeerstückchen in die Teigschichten einfügen? Oder alternativ einen Sirup aus Zitronenmelisse, Zitronenthymian oder Holunderblüten zum Tränken verwenden? Euch fällt bestimmt noch mehr ein 😉 .
Waldmeistertorte

Ich wünsche euch ein feines, sonniges erstes Juni Wochenende und ein tolles Pfingstfest

Von Herzen ♥♥♥

Eure MaLu

 

Schoko-Kokos Würfel – leckere Häppchen für Chocoholics

Ahoj! ihr Lieben!

Ich weiß, eine eher ungewöhnliche Begrüßung hier, doch das hat natürlich seinen Grund 😉 . Wie bereits letzte Woche angekündigt, hatten wir uns etwas Tolles vorgenommen und das war eine Reise nach Prag .

Diese kleine Reise habe ich meinem Liebsten zum wohlverdienten (Un)Ruhestand geschenkt. (Ruhe wird mein lebhafter Mann garantiert nicht finden 😀 😀 )! Jedenfalls haben wir kurz nach seinem letzten Arbeitstag unsere Koffer gepackt und sind gen Süd-Osten in die Goldene Stadt an der Moldau aufgebrochen. Fünf Tage waren wir bei durchweg einfach traumhaftem Wetter unterwegs und haben uns diese lebhafte tschechische Metropole angesehen. Auch wenn mich leider die ganze Zeit eine furchtbare Erkältung gequält hat, haben wir wunderschöne Tage verlebt, kulinarische Delikatessen genossen und viel gesehen. Hier ein ganz kleiner Einblick für euch 🙂 .

Doch nun zu der kulinarischen Köstlichkeit, die ich euch heute mitgebracht habe. Das sind keine Trdelník (das ist dieses gedrehte gezuckerte Gebäck, was ich da oben nasche), noch sind es Koláči – Kolatschen, (gefüllte Hefeteigfladen) oder Böhmische Buchteln (Gottogott, hoffentlich hab‘ ich das alles richtig geschrieben!) . Auch wenn das alles sehr lecker ist. Ich serviere euch heute cremig schokoladige

Schoko-Kokos Würfel  

Drei köstliche Schichten könnt ihr genießen: Einen knusprig, buttrigen Sablé breton, eine himmlisch cremige Schokoladenganache mit Kokosmilch und eine, mit gerösteten Kokosflocken bestreute Meringue Schicht. 

Diese kleinen Leckerbissen waren so schnell verschwunden, dass ich fast nichts abbekommen hätte. Das ist so richtig was für Schokoliebhaber 🙂 .

 

Schoko-Kokos Würfel

Zutaten für eine eckige Form 22×22 cm mit Hebeboden (z.B. klick*) 

Teig (Sablé breton) P. Conticini

  • 175 g gesalzene Butter, geschmolzen
  • 90 g Puderzucker
  • 80 g gemahlene geschälte Mandeln
  • 2 Eigelbe (Eiweiß aufbewahren!)
  • 125 g Mehl
  • 1 Prise Meersalz

Den Backofen auf 175 Grad Ober-/ Unterhitze vorheizen. Die Backform fetten. Wenn keine Form mit Hebeboden verwendet wird, sollte die Form so mit Backpapier ausgelegt werden, dass man später den Kuchen damit aus der Form herausheben kann! – Puderzucker, Mandeln und die geschmolzene, abgekühlte Butter in einer Schüssel schaumig rühren. Das Eigelb hinzufügen, danach das Mehl und das Salz ergänzen und den alles gut verrühren. Den Teig mit den Händen oder einem Teigschaber in die Form drücken und 15-20 Minuten backen. In der Form auskühlen lassen.

{Tipp: Eine Leserin hat statt einer quadratischen zwei 16er Springformen verwendet}

Schokoladenganache

  • 300 g hochwertige dunkle Schokoladenkuvertüre (ich: klick*)
  • 40 g Butter
  • 150 g Kokosmilch
  • 50 ml Sahne
  • 150 g Mascarpone (Raumtemperatur)

Schokolade und Butter über dem Wasserbad schmelzen. Kokosmilch und Sahne aufkochen und in drei Portionen zur Schokolade geben. Jedesmal gut glattrühren. Zum Schluss die Mascarpone unterrühren. Die Ganache auf dem abgekühlten Teig streichen und in den Kühlschrank stellen.

Italienische Meringue

  • 2 Eiweiß
  • 1 Prise Salz
  • 95 g Zucker
  • 40 ml Wasser

Zucker und Wasser in einem Topf bei mittlerer Hitze zum Kochen bringen. Köcheln lassen (ohne umzurühren) bis der Zuckersirup eine Temperatur von 180 Grad erreicht hat. Dann beginnen, das Eiweiß mit dem Salz zu Eischnee schlagen. Den Zuckersirup, der inzwischen 12o Grad heiß ist, in feinem Strahl während des Mixens in den Eischnee fließen lassen. Weiterschlagen bis die Meringue auf gut 30 Grad abgekühlt ist. Anschließend glatt auf der Schokoladenganache verstreichen.

  • 45 g Kokosflocken

Die Kokosflocken in einer Pfanne ohne Fett hellbraun rösten und die Meringueschicht damit bestreuen. Den Kuchen im Kühlschrank ganz abkühlen lassen. Kurz vor dem Servieren den Kuchen aus der Form heben und in ca. 4 x4 cm Würfel schneiden. Nach jedem Schnitt das Messer sauberwischen!  Die Würfel sollten kühl serviert werden, um zu vermeiden, dass die Baiserschicht herunterrutscht.

Mit Klick auf das Rezeptfoto gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF:

Leider kann ich nun keine Angaben machen, wie lange dieser Kuchen hält … er war einfach zu schnell weg 😉 ! Da er aber gar nicht kompliziert zuzubereiten ist, backen wir halt einen neuen, nicht wahr 😉 ?

Tja, für uns bricht nun eine neue Zeit an, denn mein Mann ist ja ab jetzt immer zu Hause und ich bin mal gespannt, wie wir beiden damit klar kommen 😉 . Ich muss aber ja noch ein paar Jährchen arbeiten und so kann ich ich ja vielleicht in Zukunft darauf freuen, das ein Teil der Hausarbeit nun schon getan ist, wenn ich heimkomme 😉 😉 😉 .

Ahoj!

ganz liebe Grüße und einen sonnigen Sonntag 😉

Eure MaLu ♥♥♥

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Saftiger Kokos-Orangenkuchen mit knackigem Perlzucker

Nach der doch eher aufwändigen Orangentorte der letzten Woche, geht es heute einmal blitzschnell und erneut mit Orangen weiter. Schließlich ist das Wetter zur Zeit traumhaft. Und außerdem wollen wir die Zeit dieser leckeren Früchte auch noch ausnutzen, oder? – Obwohl … soll ich euch was verraten? Da sind gar keine frischen Orangen in diesem Kuchen 😉 !

Waaas?! Ja, was denn sonst? fragt ihr?  Orangeat ist die Antwort! … Ja, ja, jetzt höre ich schon einige von euch aufjaulen: „Iiiiihhh! Ich mag kein Orangeat! Das sind doch diese kandierten Orangenschalen, diese zähen Würfelchen, die man z. B. im Stollen findet, oder???“ Ja, genau! Aber keine Angst! Ich bin normalerweise auch kein Fan dieser Stückchen. Aber feingehackt in einem saftigen Kokosteig – ich sag`s euch, da werdet einige von euch ihre Meinung über Orangeat schleunigst ändern müssen.

So unspektakulär er auch aussieht, dieser Kuchen ist ein Hammer! Ich mochte ihn so gerne, dass ich ihn ganz alleine aufgegessen habe 😀 ( na gut, es ist ja auch ein Minikuchen und mein Mann hat auch ein Stückchen abbgekommen 😉 ) . Nein, nicht mal unsere Lieblingsnachbarn, nicht mal meine Arbeitskollegen, fast keinen ließ ich ran! Und weil er so schön saftig ist, hält er ja problemlos mehrere Tage, so dass ich immer wieder ein kleines Stückchen naschen konnte.

Ganz wenig Mehl ist in dem Teig, dafür Kokosraspeln, fein geschnittenes Orangeat und gebräunte Butter. Hach, wie lecker und aromatisch! Wisst ihr was ich besonders mochte? Dieses Knacken des Hagelzuckers, mit dem die Backform vor dem Einfüllen des Teiges ausgestreut wird. Und megaschnell zubereitet ist er auch noch! Überzeugt? Na, dann mal an’s Werk! 🙂

 

Kokos-Orangenkuchen mit Perlzucker

Für eine Springform mit 16-18 cm Ø

  • 2 Eiweiß
  • 30 g Rohrohrzucker o. brauner Zucker
  • 85 g Butter, gebräunt
  • 90 g Kokosraspeln
  • 50 g Rohrohrzucker o. brauner Zucker
  • 20 g Puderzucker
  • 40 g fein gehacktes Orangeat (fertig gekauft oder selbstgemacht)
  • 1 Prise Salz
  • 2 Eigelbe
  • 1 Ei
  • 45 g Mehl
  • 1 gestr. Teel. Backpulver
  • 20 g Perlzucker/ Hagelzucker
  • 1 Essl. Kokosraspeln

Backofen auf 180 Grad vorheizen. Die Springform einfetten. Ich habe eine 16er verwendet, bei 18 cm Ø wird der Kuchen entsprechend flacher.  Die Butter in einem Topf bei mittlerer Hitze so lange köcheln lassen, bis die Eiweißteilchen darin schön golden gebräunt sind. – Das Eiweiß mit 30 g Zucker nicht zu steif schlagen. – Die Kokosraspeln, Zucker, Salz und das fein gehackte Orangeat in einer Schüssel vermischen. Die Eigelbe und das Ei hinzufügen und mit dem Mixgerät verschlagen. Die gebräunte Butter dazu geben und in zwei Portionen, das mit dem Backpulver vermischte Mehl unterrühren. Danach, ebenfalls in zwei Portionen, das geschlagene Eiweiß locker unterheben. – Die gefettete Springform mit dem Perlzucker und den Koskosraspeln ausstreuen und den Teig darauf verteilen. Im heißen Backofen 30-40 Minuten backen. Nicht zu lange backen, damit der Kuchen schön saftig ist. Stäbchenprobe machen! Fertig gebacken, den Kuchen 5 Minuten setzen lassen und anschließend aus der Form nehmen. – Gut verpackt bleibt der Kokos-Orangenkuchen mehrere Tage saftig.

Mit Klick auf das Rezeptfoto gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF:

Im Originalrezept von Philippe Conticini wird der Kuchen mit kandiertem Ingwer gebacken. Ingwer mag ich zwar sehr, doch mit dem kandierten stehe ich ein wenig auf Kriegsfuß. Dennoch, hätte ich ihn im Haus gehabt, ich hätte es ausprobiert! Doch Glück im Unglück, sonst hätte ich wohl diese leckere Variante mit Orangeat verpasst. Und ihr auch! Aber ich denke, ich werde das Rezept trotzdem noch einmal mit dem Ingwer testen. Vielleicht werde ich dann auch angenehm überrascht …

Ich hoffe, ich konnte euch an diesem Wochenende mit diesem superschnellen und superleckeren Kuchen glücklich machen. Und wer ihn getestet hat weiß, dass er in seiner Schlichtheit einfach nur perfekt ist. Da braucht es keine weitere Verzierung, finde ich.

Passend zum herrlichen Frühlingswetter haben wir an diesem Wochenende etwas richtig Tolles vor. Davon erzähle ich euch dann aber nächste Woche 😉 .

Bis dahin bleibt munter und vergnügt!

Eure MaLu ♥♥♥

 

Quelle: Adaption aus La Pâtisserie des rêves – P. Conticini