Schoko-Kokos Würfel – leckere Häppchen für Chocoholics

Ahoj! ihr Lieben!

Ich weiß, eine eher ungewöhnliche Begrüßung hier, doch das hat natürlich seinen Grund 😉 . Wie bereits letzte Woche angekündigt, hatten wir uns etwas Tolles vorgenommen und das war eine Reise nach Prag .

Diese kleine Reise habe ich meinem Liebsten zum wohlverdienten (Un)Ruhestand geschenkt. (Ruhe wird mein lebhafter Mann garantiert nicht finden 😀 😀 )! Jedenfalls haben wir kurz nach seinem letzten Arbeitstag unsere Koffer gepackt und sind gen Süd-Osten in die Goldene Stadt an der Moldau aufgebrochen. Fünf Tage waren wir bei durchweg einfach traumhaftem Wetter unterwegs und haben uns diese lebhafte tschechische Metropole angesehen. Auch wenn mich leider die ganze Zeit eine furchtbare Erkältung gequält hat, haben wir wunderschöne Tage verlebt, kulinarische Delikatessen genossen und viel gesehen. Hier ein ganz kleiner Einblick für euch 🙂 .

Doch nun zu der kulinarischen Köstlichkeit, die ich euch heute mitgebracht habe. Das sind keine Trdelník (das ist dieses gedrehte gezuckerte Gebäck, was ich da oben nasche), noch sind es Koláči – Kolatschen, (gefüllte Hefeteigfladen) oder Böhmische Buchteln (Gottogott, hoffentlich hab‘ ich das alles richtig geschrieben!) . Auch wenn das alles sehr lecker ist. Ich serviere euch heute cremig schokoladige

Schoko-Kokos Würfel  

Drei köstliche Schichten könnt ihr genießen: Einen knusprig, buttrigen Sablé breton, eine himmlisch cremige Schokoladenganache mit Kokosmilch und eine, mit gerösteten Kokosflocken bestreute Meringue Schicht. 

Diese kleinen Leckerbissen waren so schnell verschwunden, dass ich fast nichts abbekommen hätte. Das ist so richtig was für Schokoliebhaber 🙂 .

 

Schoko-Kokos Würfel

Zutaten für eine eckige Form 22×22 cm mit Hebeboden (z.B. klick*) 

Teig (Sablé breton) P. Conticini

  • 175 g gesalzene Butter, geschmolzen
  • 90 g Puderzucker
  • 80 g gemahlene geschälte Mandeln
  • 2 Eigelbe (Eiweiß aufbewahren!)
  • 125 g Mehl
  • 1 Prise Meersalz

Den Backofen auf 175 Grad Ober-/ Unterhitze vorheizen. Die Backform fetten. Wenn keine Form mit Hebeboden verwendet wird, sollte die Form so mit Backpapier ausgelegt werden, dass man später den Kuchen damit aus der Form herausheben kann! – Puderzucker, Mandeln und die geschmolzene, abgekühlte Butter in einer Schüssel schaumig rühren. Das Eigelb hinzufügen, danach das Mehl und das Salz ergänzen und den alles gut verrühren. Den Teig mit den Händen oder einem Teigschaber in die Form drücken und 15-20 Minuten backen. In der Form auskühlen lassen.

{Tipp: Eine Leserin hat statt einer quadratischen zwei 16er Springformen verwendet}

Schokoladenganache

  • 300 g hochwertige dunkle Schokoladenkuvertüre (ich: klick*)
  • 40 g Butter
  • 150 g Kokosmilch
  • 50 ml Sahne
  • 150 g Mascarpone (Raumtemperatur)

Schokolade und Butter über dem Wasserbad schmelzen. Kokosmilch und Sahne aufkochen und in drei Portionen zur Schokolade geben. Jedesmal gut glattrühren. Zum Schluss die Mascarpone unterrühren. Die Ganache auf dem abgekühlten Teig streichen und in den Kühlschrank stellen.

Italienische Meringue

  • 2 Eiweiß
  • 1 Prise Salz
  • 95 g Zucker
  • 40 ml Wasser

Zucker und Wasser in einem Topf bei mittlerer Hitze zum Kochen bringen. Köcheln lassen (ohne umzurühren) bis der Zuckersirup eine Temperatur von 180 Grad erreicht hat. Dann beginnen, das Eiweiß mit dem Salz zu Eischnee schlagen. Den Zuckersirup, der inzwischen 12o Grad heiß ist, in feinem Strahl während des Mixens in den Eischnee fließen lassen. Weiterschlagen bis die Meringue auf gut 30 Grad abgekühlt ist. Anschließend glatt auf der Schokoladenganache verstreichen.

  • 45 g Kokosflocken

Die Kokosflocken in einer Pfanne ohne Fett hellbraun rösten und die Meringueschicht damit bestreuen. Den Kuchen im Kühlschrank ganz abkühlen lassen. Kurz vor dem Servieren den Kuchen aus der Form heben und in ca. 4 x4 cm Würfel schneiden. Nach jedem Schnitt das Messer sauberwischen!  Die Würfel sollten kühl serviert werden, um zu vermeiden, dass die Baiserschicht herunterrutscht.

Mit Klick auf das Rezeptfoto gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF:

Leider kann ich nun keine Angaben machen, wie lange dieser Kuchen hält … er war einfach zu schnell weg 😉 ! Da er aber gar nicht kompliziert zuzubereiten ist, backen wir halt einen neuen, nicht wahr 😉 ?

Tja, für uns bricht nun eine neue Zeit an, denn mein Mann ist ja ab jetzt immer zu Hause und ich bin mal gespannt, wie wir beiden damit klar kommen 😉 . Ich muss aber ja noch ein paar Jährchen arbeiten und so kann ich ich ja vielleicht in Zukunft darauf freuen, das ein Teil der Hausarbeit nun schon getan ist, wenn ich heimkomme 😉 😉 😉 .

Ahoj!

ganz liebe Grüße und einen sonnigen Sonntag 😉

Eure MaLu ♥♥♥

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Saftiger Kokos-Orangenkuchen mit knackigem Perlzucker

Nach der doch eher aufwändigen Orangentorte der letzten Woche, geht es heute einmal blitzschnell und erneut mit Orangen weiter. Schließlich ist das Wetter zur Zeit traumhaft. Und außerdem wollen wir die Zeit dieser leckeren Früchte auch noch ausnutzen, oder? – Obwohl … soll ich euch was verraten? Da sind gar keine frischen Orangen in diesem Kuchen 😉 !

Waaas?! Ja, was denn sonst? fragt ihr?  Orangeat ist die Antwort! … Ja, ja, jetzt höre ich schon einige von euch aufjaulen: „Iiiiihhh! Ich mag kein Orangeat! Das sind doch diese kandierten Orangenschalen, diese zähen Würfelchen, die man z. B. im Stollen findet, oder???“ Ja, genau! Aber keine Angst! Ich bin normalerweise auch kein Fan dieser Stückchen. Aber feingehackt in einem saftigen Kokosteig – ich sag`s euch, da werdet einige von euch ihre Meinung über Orangeat schleunigst ändern müssen.

So unspektakulär er auch aussieht, dieser Kuchen ist ein Hammer! Ich mochte ihn so gerne, dass ich ihn ganz alleine aufgegessen habe 😀 ( na gut, es ist ja auch ein Minikuchen und mein Mann hat auch ein Stückchen abbgekommen 😉 ) . Nein, nicht mal unsere Lieblingsnachbarn, nicht mal meine Arbeitskollegen, fast keinen ließ ich ran! Und weil er so schön saftig ist, hält er ja problemlos mehrere Tage, so dass ich immer wieder ein kleines Stückchen naschen konnte.

Ganz wenig Mehl ist in dem Teig, dafür Kokosraspeln, fein geschnittenes Orangeat und gebräunte Butter. Hach, wie lecker und aromatisch! Wisst ihr was ich besonders mochte? Dieses Knacken des Hagelzuckers, mit dem die Backform vor dem Einfüllen des Teiges ausgestreut wird. Und megaschnell zubereitet ist er auch noch! Überzeugt? Na, dann mal an’s Werk! 🙂

 

Kokos-Orangenkuchen mit Perlzucker

Für eine Springform mit 16-18 cm Ø

  • 2 Eiweiß
  • 30 g Rohrohrzucker o. brauner Zucker
  • 85 g Butter, gebräunt
  • 90 g Kokosraspeln
  • 50 g Rohrohrzucker o. brauner Zucker
  • 20 g Puderzucker
  • 40 g fein gehacktes Orangeat (fertig gekauft oder selbstgemacht)
  • 1 Prise Salz
  • 2 Eigelbe
  • 1 Ei
  • 45 g Mehl
  • 1 gestr. Teel. Backpulver
  • 20 g Perlzucker/ Hagelzucker
  • 1 Essl. Kokosraspeln

Backofen auf 180 Grad vorheizen. Die Springform einfetten. Ich habe eine 16er verwendet, bei 18 cm Ø wird der Kuchen entsprechend flacher.  Die Butter in einem Topf bei mittlerer Hitze so lange köcheln lassen, bis die Eiweißteilchen darin schön golden gebräunt sind. – Das Eiweiß mit 30 g Zucker nicht zu steif schlagen. – Die Kokosraspeln, Zucker, Salz und das fein gehackte Orangeat in einer Schüssel vermischen. Die Eigelbe und das Ei hinzufügen und mit dem Mixgerät verschlagen. Die gebräunte Butter dazu geben und in zwei Portionen, das mit dem Backpulver vermischte Mehl unterrühren. Danach, ebenfalls in zwei Portionen, das geschlagene Eiweiß locker unterheben. – Die gefettete Springform mit dem Perlzucker und den Koskosraspeln ausstreuen und den Teig darauf verteilen. Im heißen Backofen 30-40 Minuten backen. Nicht zu lange backen, damit der Kuchen schön saftig ist. Stäbchenprobe machen! Fertig gebacken, den Kuchen 5 Minuten setzen lassen und anschließend aus der Form nehmen. – Gut verpackt bleibt der Kokos-Orangenkuchen mehrere Tage saftig.

Mit Klick auf das Rezeptfoto gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF:

Im Originalrezept von Philippe Conticini wird der Kuchen mit kandiertem Ingwer gebacken. Ingwer mag ich zwar sehr, doch mit dem kandierten stehe ich ein wenig auf Kriegsfuß. Dennoch, hätte ich ihn im Haus gehabt, ich hätte es ausprobiert! Doch Glück im Unglück, sonst hätte ich wohl diese leckere Variante mit Orangeat verpasst. Und ihr auch! Aber ich denke, ich werde das Rezept trotzdem noch einmal mit dem Ingwer testen. Vielleicht werde ich dann auch angenehm überrascht …

Ich hoffe, ich konnte euch an diesem Wochenende mit diesem superschnellen und superleckeren Kuchen glücklich machen. Und wer ihn getestet hat weiß, dass er in seiner Schlichtheit einfach nur perfekt ist. Da braucht es keine weitere Verzierung, finde ich.

Passend zum herrlichen Frühlingswetter haben wir an diesem Wochenende etwas richtig Tolles vor. Davon erzähle ich euch dann aber nächste Woche 😉 .

Bis dahin bleibt munter und vergnügt!

Eure MaLu ♥♥♥

 

Quelle: Adaption aus La Pâtisserie des rêves – P. Conticini

Orangen-Pistazien Mini Cupcakes

Ups, diese Woche ist aber schnell vergangen 😀 !! Die Zeit mit meinen Lieben vergeht aber auch immer viel zu schnell! Ihr kennt das bestimmt. Doch erst einmal möchte ich mich bei euch allen für die vielen lieben Geburtstagsglückwünsche hier, auf Facebook und Instagram bedanken ♥♥♥ . Ich habe mich über jeden einzelnen super gefreut!! orangen-pistazien-minicupcakes-1

Meinen Geburtstag habe ich (trotz des für Bloggerkreise hohen Alters 😉 ) richtig genossen 😀 . Unsere Kinder und meine lieben Freunde waren hier und haben tatkräftig bei der „Vernichtung“ des Kuchenbuffets geholfen. Mousse au chocolat Törtchen, KiBa Törtchen, Zitronenkuchen und eine Charlotte Exotic standen zur Auswahl. Es sei nur so viel gesagt – viel blieb nicht übrig 😉 .

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Erfreulicherweise wurde geschwärmt und genossen. Doch es gab auch die ein oder andere „Beschwerde“, das alles sei ja immer so kompliziert, was ich da backen würde. Hm, so ganz kann ich nicht abstreiten, dass ich die Herausforderung beim Backen liebe und dass mich das vermeintlich Komplizierte besonders anzieht.

ABER! Seht her: Ich kann auch einfach!!! 😀

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Diese Mini Cupcakes sind „piepeinfach“ und trotzdem superlecker und voller herrlicher Orangen- und Pistazienaromen. Die sind so schnell und einfach gezaubert – die kann wirklich jeder hinkriegen! Jetzt wird keine Ausrede mehr geduldet!! 😀

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Orangen-Pistazien Mini Cupcakes

Zutaten für ca. 40-50 Mini Cupcakes

Teig:

  • 1 Ei Gr. L
  • 170 ml Buttermilch
  • 80 g Butter, geschmolzen
  • Abrieb von 1 Bio Orange
  • 30 ml Saft einer Bio Orange
  • 150 g Zucker
  • 230 g Mehl
  • 2 gestrichene Teel. Backpulver
  • 1 El fein gehackte Pistazienkerne
  • 1 El Orangenmarmelade

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Butter schmelzen und etwas abkühlen lassen. Backofen auf 180 Grad Ober- / Unterhitze aufheizen.- Ei, Buttermilch und die flüssige Butter verrühren. Orangensaft und -schalenabrieb hinzufügen. Zucker, Mehl und Backpulver vermischen und zusammen mit den gehackten Pistazien und der Orangenmarmelade mit einem Löffel unter die flüssigen Zutaten rühren bis alles vermengt ist.  Den Teig in die Mulden einer gut gefetteten Minimuffinform* geben. Dabei die Mulden nur gut halbvoll füllen! Besonders sauber gelingt das, wenn man den Teig zuvor in einen Spritzbeutel gibt. Bei 180 Grad ca. 15 Minuten backen. Auf einem Rost abkühlen lassen. Mit dem restlichen Teig ebenso verfahren.

Pistaziencreme:

  • 70 g Mascarpone
  • 40 g Pistazienpaste (gekauft oder selbstgemacht)
  • 200 g Schlagsahne
  • 1 gestr. Essl. Zucker
  • fein gehackte Pistazien u. ggf. Goldflöckchen zum Bestreuen

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Mascarpone und Pistazienpaste glattrühren. Sahne mit dem Zucker steifschlagen und unter die Pistaziencreme heben. In einen Spritzbeutel mit französischer Sterntülle* füllen und Tupfen auf die abgekühlten Küchlein spritzen. Mit fein gehackten Pistazien bestreuen und servieren. Etwas Goldflitter verleiht den Mini Cupcakes Glanz 😉 .

Mit Klick auf das Rezeptfoto gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF:

*MaLu's-PDF-Rezept

 

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Und woran denkt man wenn man Orangen und Pistazien hört? Genau! An Italien  und speziell an Sizilien. Genau dorthin führt uns nämlich unser diesjähriger Urlaub, auf den ich mich schon wie ein Schneekönig freue!! Allerdings müssen wir noch ein paar Monate aushalten bis es endlich soweit ist. orangen-pistazien-minicupcakes-3

Doch wozu haben wir unser tolles GranGusto Geschäft hier in Rendsburg? Dort gibt es zu jeder Zeit Italienfeeling  ♥ . Gerade an diesem Wochenende steht wieder ein Tasting diverser italienischer Köstlichkeiten, wie z.B. einer Colomba aus Hefeteig, einem italienischen Osterkuchen in Form einer Friedenstaube, an. Und als Michaela, die Chefin des GranGustos, mich fragte, ob ich nicht eine Kleinigkeit beisteuern könne, habe ich mir diese Orangen-Pistazien Mini Cupcakes ausgedacht, mich im GranGusto mit den Zutaten eingedeckt und mit dem Backen losgelegt 🙂 .

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Und während ihr jetzt euren Backofen anmacht, träume ich mich nach Italien und wünsche euch ein wunderbares Wochenende!

Liebste Grüße

Eure MaLu  

* Affiliate Link – Über diesen Link gelangt ihr direkt zur Bezugsquelle. Wenn ihr über diesen Link etwas bestellt geht ihr keine Verpflichtung ein und es kostet euch keinen Cent mehr! Ich aber bekomme einen kleinen Prozentsatz des Kaufpreises ab. Mit diesem Miniverdienst aus der Werbung kann ich einen kleinen Teil meiner Unkosten für den Blog decken. Vielen Dank für eure Unterstützung ♥ !

Saftiger Karamell-Apfelkuchen

Hui! In dieser Woche sind wir hier im Norden ordentlich durchgepustet worden! Eigentlich könnte man sagen, dass wir von allem etwas hatten: Sonne, Wind, Schnee, Hagel, Regen …. Kurz gesagt, es war Zeit, es sich zu Hause gemütlich zu machen 🙂 .karamell-apfelkuchen-1

Und was gibt es noch Schöneres, als der Duft von frisch gebackenem Apfelkuchen, wenn der Wind um’s Haus heult? – Apfelkuchen UND frisch gekochtes Karamell!! 😀 Voilà, hier habt ihr einen saftigen, frischen Karamell-Apfelkuchen mit knusprigen Mandeln 🙂 . Damit trotzt ihr dem miesesten Wetter!

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Die Idee dazu lieferte mein schickes, französisches Buch Caramel* von Christophe Adam, das mein Mann mir zum letzten Geburtstag geschenkt hat. Dort bin ich über die Zubereitung von Poudre de caramel = Karamellpulver und ein passendes Cake-Rezept gestolpert. Das Poudre de caramel ist schnell und einfach zubereitet. Nach rund 10 Minuten ist der Zucker zu Karamell verkocht und muss nun nur noch abkühlen und gemahlen werden. Es schenkt dem Teig eine feine Karamellnote und färbt ihn entsprechend karamellbraun.  karamell-apfelkuchen-3a

In einer Guglhupfform zubereitet, hat das Cake Rezept dann zwar gut funktioniert, doch leider blieb der halbe Kuchen in der Form hängen 😦 . Na klar wurde trotzdem probiert und für gut befunden, doch irgendwie fehlte etwas. Die Sache mit dem Karamellpulver ließ mich aber nicht los und so bereitete ich noch eine Portion davon zu und generierte mein eigenes Rezept 😉 .

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Diesmal kombinierte ich den Karamellteig mit gewürzten Apfelscheiben, knusprigen Nussblättchen und herrlichem Salzkaramell, das ich nach dem bewährten und umwerfend leckeren Rezept meiner lieben Bloggerkollegin La Pâticesse zubereitet habe klick.  Mmmh, was für ein herrlicher Wintergenuss, so ein Karamell-Apfelkuchen.

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Karamell-Apfelkuchen

Für eine Springform mit 24 cm Durchmesser

Karamellpulver (nach Chr. Adam)

  • 200 g feiner Zucker

Ein großes Stück Backpapier auf der Arbeitsfläche ausbreiten. Den Zucker in einem nicht zu kleinen Topf geben und bei mittlerer Hitze zu Karamell kochen. Lasst euch Zeit, damit der Zucker nicht anbrennt! Wenn er hellbraun ist und karamellig duftet (wer ein Zuckerthermometer besitzt: bei ca. 150-160 Grad) gießt ihr das Karamell auf das bereitgelegte Backpapier, verstreicht es zu einer dünnen Schicht und lasst es komplett abkühlen und aushärten. Anschließend grob zerbrechen und in einer Küchenmaschine, mit Messer ausgestattet (ich habe meinen Thermomix verwendet), zu nicht zu feinem Pulver zermahlen. In einer gut schließenden Dose trocken aufbewahren.

karamellpulver

Hinweis: Vorsicht HEISS!!! Man kann sich wirklich schlimm verbrennen! – Ich verwende zum Karamellkochen einen Olivenholzschaber. – Kristallisierter Zucker lässt sich dabei mit einem wassergetränkten Pinsel gut vom inneren Topfrand entfernen. -Das Karamellpulver kann nicht nur zum Backen, sondern auch überall dort, wo man z.B. Zucker überstreut, verwendet werden und gibt dort deutlich mehr Geschmack als (brauner) Zucker.

Marinierte Äpfel:

  • 3 säuerliche Äpfel (z.B. Cox oder Boskoop)
  • Saft einer Zitrone
  • 30 g Zucker
  • ½ Teel. gem. Zimt
  • ½ Teel. gem. Kardamom

marinierte-apfelscheiben

Die Zitrone auspressen und mit dem Zucker und den Gewürzen verrühren. Die Äpfel schälen, das Kerngehäuse ausstechen. Die Äpfel in 3-4 mm dicke Scheiben schneiden und mit der Marinade übergießen.

Teig:

Alle Zutaten sollten Raumtemperatur haben.

  • 60 g Rohrohrzucker
  • 100 g weiche Butter
  • 3 Eier
  • ½ Teel. gemahlene Vanille
  • 1 Prise Salz
  • 100 g Creme fraiche
  • 150 g Dinkelmehl Type 630
  • 7 g Backpulver (½ Tütchen)
  • 80 g gemahlenes Karamellpulver (siehe Rezept oben)

Den Backofen auf 180 Grad Ober- / Unterhitze vorheizen. Butter und Zucker schaumig schlagen. Nach und nach die Eier, Vanille und Salz hinzufügen. Die Creme fraiche einrühren. Dann das mit dem Backpulver vermischte Mehl über den Teig sieben und verrühren. Zum Schluss das Karamellpulver einarbeiten.

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Den Teig in eine gefettete und am Boden mit Backpapier ausgelegte Springform füllen. Die marinierten Äpfel etwas abtropfen lassen und kreisförmig, wie ein Fächer, auf dem Teig verteilen. Anschließend die Äpfel noch einmal mit Zimtpulver bestreuen. karamell-apfelkuchen_0095aDen Kuchen in den Ofen schieben und ca. 35-40 Minuten bei 180 Grad backen. Macht bitte eine Stäbchenprobe! Abkühlen lassen.

 

Belag:

  • 30-40 g gehobelte Mandeln (Haselnüsse)
  • etwas Puderzucker und Zimtpulver
  • Karamellsauce ( z. B. fertig gekauft oder (deutlich besser) nach diesem Rezept klick zubereitet)

karamell-apfelkuchen1

Die Nussblättchen in einer Pfanne hellbraun rösten, dabei zum Schluss etwas mit Puderzucker und Zimt übersieben  und leicht karamellisieren lassen (nicht so heiß!). Den Kuchen mit dem Karamell bestreichen ( sollte das Karamell zu fest sein, einfach etwas erwärmen)  und mit den gerösteten Nussblättchen bestreuen. Der Karamell-Apfelkuchen schmeckt frisch und auch noch am nächsten Tag am allerbesten. Wer mag, serviert etwa Schlagsahne dazu 😉 .

Mit Klick auf das Rezeptfoto gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF-Rezeptansicht:

*MaLu's-PDF-Rezept

Das Wichtigste bei der Karamellzubereitung sind Achtsamkeit und Geduld. Nicht zu schnell, nicht zu heiß und immer ein Auge drauf haben lautet die Devise! Sehr schnell wird das Karamell sonst zu dunkel, wird bitter und unbrauchbar.

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Das Poudre de caramel, das Karamellpulver, ist eine echte Entdeckung! Ich habe noch etwas übrig behalten und werde es demnächst einmal auf Waffeln oder Pfannkuchen streuen. Oder wie wäre es mit Joghurt oder Müsli? Ich denke, es gibt reichlich Einsatzmöglichkeiten und euch fällt bestimmt noch einiges ein.

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Etwas mehr Ruhe und Frieden sind hier seit Anfang des Jahres eingekehrt. Die Tage sind kurz und der Energielevel niedrig. Da tut es gut, dass es nach dem turbulenten letzten Jahr, nun endlich etwas ruhiger ist. Mein Bedarf an schlechten Nachrichten ist nämlich restlos gedeckt! Ich genieße nun die langen Abende mit meinem Mann zusammen. Jeder von uns kommt endlich mal zu den Dingen, die er sich schon immer einmal vorgenommen hat (Papiere sortieren, Fotos sichten, Bücher und Zeitschriften lesen). Herrlich! Ich habe das Gefühl, wieder ein wenig zu genesen. Ich hoffe, die Phase hält noch ein wenig an…karamell-apfelkuchen-6b

Mein nächstes Backprojekt ist auch schon in Planung. Jetzt am Wochenende werde ich es ausprobieren und kann’s kaum erwarten. Drückt mal die Daumen, dass es klappt. Wenn es auch nur halb so gut schmeckt, wie ich es mir vorstelle, dann könnt ihr euch ebenfalls schon drauf freuen 🙂 .

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Ich wünsche euch ein schönes, erholsames Wochenende! Der Winter hat ja vielerorts mit Schnee Einzug gehalten. Macht es euch also schön gemütlich und backt euch einen lecker saftigen Karamell-Apfelkuchen 😉

Herzlichst Eure MaLu

♥♥♥

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