Amarettokuchen – Die kulinarische Entdeckungsreise nach Italien 2.0

Buongiorno, meine Lieben !

In dieser Woche habe ich zum ersten Mal eine Last Minute Reise gebucht und heute auch gleich angetreten. Glaubt ihr nicht? Ja, doch! Und ihr reist sogar mit!! Banner

Als nämlich die Kulinarische Entdeckungsreise 2.0 von Sarah’s Knusperstübchen vor einigen Monaten in die Planung ging, sah es hier bei uns gesundheitlich noch ziemlich düster aus. Da war an’s „Reisen“ nicht zu denken. Inzwischen ist aber Gottseidank alles wieder gut bei uns, so dass ich, als Christine von Littleredtempations vor ein paar Tagen kurzfristig ihre ‚Reise‘ stornieren musste, doch noch auf den fahrenden Zug aufspringen konnte 🙂 . Am Freitag führte uns Viktoria in ihre Heimatstadt Wien und ließ uns von ihrem unvergleichlich leckeren ‚Mohr im Hemd‘ kosten. Von dort aus geht die Reise nun weiter ins sonnige Italien. Bella Italia ist, wie ihr wisst, unser absolutes Traum Urlaubsland. Und schon auf der ersten Kulinarischen Entdeckungsreise nahm ich euch dorthin mit und tischte euch eine fruchtige Crostata di limone auf. Diesmal bleiben wir im Norden Italiens und landen nördlich von Mailand. Denn in der Nähe von Mailand, nämlich in Saronno, wird der wohl bekannteste und (meiner Meinung nach) leckerste Amaretto hergestellt: Der Amaretto Disaronno – eine der wichtigsten Zutaten meines Original italienischen Amarettokuchens, den ich euch heute serviere. Selbstverständlich könnt ihr auch jeden anderen Amaretto verwenden, aber nach mehreren Testkuchen muss ich sagen, dass der Disaronno tatsächlich am feinsten schmeckt (und das ist keine Werbung! 😉 )

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Eine Legende besagt, dass Anno 1525 ein Schüler Leonardo Da Vincis in Saronno beauftragt wurde, ein Fresko der Madonna dei Miracoli in Saronna zu malen. Als seine Muse wählte er eine schöne Wirtin 😉 , die ihm zum Dank einen wunderbar süßen, bernsteinfarbenen Trank aus geheimen Zutaten schenkte – den Amaretto. Amaro heißt auf italienisch eigentlich bitter, doch bitter schmeckt der Amaretto nun wirklich nicht, eher erinnert sein süßer Geschmack an Marzipan und Mandeln. Hergestellt werden Amaretti (die Mehrzahl von Amaretto) jedoch meist aus Aprikosenkernen, Mandeln, Vanille und anderen Gewürzen.

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Und genau diese wunderbaren Aromen geben dem Amarettokuchen seinen unvergleichlich köstlichen Geschmack. Selbst der Guss wird mit Amaretto angerührt, so dass man in diesem Kuchen nahezu 200 ml dieses Likörs versenkt 😉 . Wenn ihr also empfindlich seid oder Kinder mitessen, solltet ihr auf einen alkoholfreien Amaretto zurückgreifen! Den gibt es nämlich auch.

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Wer aber nun glaubt, dass der Kuchen ’schnapsig‘ schmeckt, der irrt. Vielmehr saftig, fluffig wäre die passende Beschreibung. Und wenn ihr statt des neutralen Sonnenblumenöls mildes Olivenöl wählt, wird auch dieses seinen Eindruck geschmacklich hinterlassen. Zudem ist er in Nullkommanix zusammengerührt und schon ist er pronto per la cottura 😉

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Amarettokuchen

Teig für eine Gugelhupfform mit ca. 25 cm Durchmesser // Ich habe die Rondo* von Nordicware verwendet

  • 150 ml Sonnenblumenöl (oder mildes Olivenöl)
  • 180 g Puderzucker
  • 4 Eier
  • 130 g Mehl
  • 100 g Speisestärke
  • 40 g gemahlene Mandeln
  • 2 Teel. Backpulver
  • Mark einer Vanilleschote
  • 1 Prise Salz
  • 130 ml Amaretto (alkoholfrei, wenn Kinder mitessen)

Den Backofen auf 180 Grad Ober/Unterhitze aufheizen. Das Öl in eine Schüssel füllen und mit dem Puderzucker verquirlen. Nach und nach die Eier hinzufügen und gut schaumig rühren.Amarettokuchen_a0067 Mehl, Speisestärke und Backpulver mischen und darüber sieben. Zusammen mit den gemahlenen Mandeln, der Vanille und dem Salz zu einem Teig verrühren, dem ihr dann, unter Rühren, noch den Amaretto hinzufügt.Amarettokuchen_a0071 Diesen, relativ flüssigen Teig füllt ihr dann in eine gut gefettete Gugelhupfform und backt den Kuchen ca. 30-40 Minuten (Stäbchenprobe!).

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  • 150-200 g Puderzucker
  • Amaretto
  • 3 El. Mandelblättchen

Ist der Amarettokuchen gut abgekühlt, röstet ihr die Mandelblättchen in einer kleinen Pfanne goldbraun. Dem Puderzucker fügt ihr nur so viel Amaretto hinzu, dass ein dickflüssiger Zuckerguss entsteht. Diesen verteilt ihr auf dem Amarettokuchen und streut sogleich die gerösteten Mandelblättchen auf den noch feuchten Guss.

Mit Klick auf den folgenden Link gelangt ihr zu einer druck- und speicherbaren PDF-Rezeptansicht: Amarettokuchen

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Hach, wenn ihr ihn doch nur riechen könntet ❤ Delizioso!! ❤

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Und schon heißt es bald wieder: Koffer packen! Am Freitag haben wir nämlich ein neues Ziel in Aussicht. Welches, wird noch nicht verraten 😉 . Aber wer die Reiseleiterin ist, das erzähle ich euch gerne. Denn es ist eine meiner allerliebsten Bloggerfreundinnen Indra von Photolixieous. Geht schon einmal bei ihr gucken! Ich sag’s euch: Ihr Blog ist ein Augenschmaus.

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Ich genieße derweil noch ein wenig den Duft Italiens, indem ich an meinem Amarettokuchen schnuppere ( … öhm, ich fürchte, beim Schnuppern wird’s wohl nicht bleiben 😉 ) und mir ein Gläschen Amaretto gönne … Cin cin!

Arrivederci, meine Lieben ❤

Eure MaLu

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35 thoughts on “Amarettokuchen – Die kulinarische Entdeckungsreise nach Italien 2.0

  1. Huiii- via InstagramTipp auf Deinem schönen Blog gelandet.
    Das Rezept klingt ja köstlich- ich drucke es gleich aus- das wird morgen ein feiner Freitagskuchen

    Liebe Grüße
    aus Flensburg
    Ute

    • Oh, das freut mich, Ute. Eine Flenburgerin, wie schön! herzlich willkommen und viel Spaß beim Backen. Dieser Kuchen hat hier einen kleinen Siegeszug durch die Bekanntschaft gemacht. Er ist so schön lecker und saftig.

      • Ich habe es tatsächlich erst heute geschafft, ihn zu backen. Nun kühlt er gerade ab und wird dann noch mit dem Guss gekrönt- der Duft ist schon jetzt himmlisch.
        Ich habe allerdings prompt die Vanilleschote vergessen…sie ist in der pdf bei den Zutaten aufgeführt, aber bei der Zubereitung wird sie nicht mehr erwähnt… Als es mir auffiel, war der Kuchen schon im Ofen…
        Aber das wird dem Genuss bestimmt keinen Abbruch tun

        Herzlich
        Ute

  2. Gerade habe ich den Amarettokuchen nachgebacken – er ist wirklich lecker und saftig (und schnell gemacht obendrein)! Ich habe selbstverständlich die alkoholhaltige Variante gewählt. 😉

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  5. Danke für den kleinen Kurzausflug! Das wäre ein Kuchen genau nach dem Geschmack meines Mannes – der mag am liebsten Rührkuchen (für meine Kinder müsste ich dann aber wirklich die alkoholfreie Variante des Amarettos suchen). Die kannte ich bisher auch noch nicht!

  6. Liebe Maren,

    was für eine tolle Reise…in Gedanken bin ich gerade in Italien mit einem tollen Stück Kuchen von Dir…. der sieht so lecker aus, den werde ich sicherlich probieren! Danke für das tolle Rezept und den gedanklichen Kurzurlaub! Liebe Grüße! Susi

  7. Maren, der sieht wunderschön aus! Ich gebe dir recht, Amaretto Disaronno ist der beste. Da passt alles, Geschmack und Gaumengefühl und überhaupt. Dass es alkoholfreien Amaretto gibt, wusste ich gar nicht! Steht der beim Alkohol im Regal, oder bei den Sirupen/Säften? Ich vertrage nämlich leider seit einigen Jahren keinen Alkohol!
    Liebe Grüße
    Eva

    • Hallo liebe Eva,
      Ich habe auch jetzt erst entdeckt, dass es alkoholfreien Amaretto gibt. Leider nicht von Disaronna. Ich habe ihn neben dem alkoholhaltigen bei EDEKA gefunden.
      Hab einen schönen Abend!
      Liebe Grüße Maren

  8. Liebe Maren,

    Du bringst mich schon wieder in Versuchung. Ich werde mir aber in 10 Tagen erst noch einen tollen Amaretto von einem Kurztrip nach Italien mitbringen und dann den Kuchen nachbacken. Er sieht wunderschön aus und ich denke er schmeckt auch unvergleichlich.

    Liebe Grüße ❤

    Petra

  9. Liebste Maren,
    es ist so toll, dass Du wieder bei der Entdeckungsreise dabei bist 🙂
    Dein Amarettokuchen sieht toll aus und Du hast es so gut beschrieben, dass ich wirklich immer näher an den Bildschrim ran gegangen bin, um den Duft vielleicht doch noch zu riechen. 😉 Ach ja, so ein schönes lauschiges Plätzchen in der Sonne Italiens und dann noch Deinen leckeren Kuchen dazu. Das wäre jetzt toll.
    Ich wünsche Dir noch eine schöne Woche.
    Liebe Grüße Katrin

    • Danke, liebste Katrin.
      Amaretto ist ja im Moment bei dir nicht so angesagt, nicht wahr 😉 !
      Aber, wie gesagt, es gibt ihn auch alkoholfrei.
      Und zu dem lauschigen Plätzchen in Italien – da begleite ich dich gerne 🙂
      Ganz liebe Grüße Maren ❤

  10. Lecker, der sieht wirklich sehr fein aus! Und die Form ist der Hit – so eine brauche ich unbedingt auch noch.

    • Ja, nicht wahr! Ich liebe sie auch und am liebsten würde ich mich mit all diesen schicken Nordic Ware Formen eindecken, denn sie sind auch wirklich von toller Qualität.
      Ich drück dir die Daumen, dass du auch bald eine bekommst!
      Liebe Grüße Maren

  11. Allerliebste Maren,
    hach was würde ich jetzt gerne in Italien sitzen, von der Sonne gekitzelt werden und diesen Amarettokuchen naschen. Der sieht einfach fantastisch aus und ich freue mich sehr, dass Du so spontan hinzugestiegen bist. Der Beitrag ist einfach fantastisch und ich habe auch nichts anderes erwartet.

    Die liebsten Grüße zu Dir
    Sarah

  12. Liebe Maren,
    oh ich kann es förmlich riechen! Einfach herrlich! Was für ein toller Bericht! Der Kuchen sieht so klasse und lecker aus und wenn er dann noch so wunderbar duftet, bleibt er wohl nur wenige Sekunden unberührt! 🙂
    Das Rezept merke ich mir für die Konfirmation vor. Das wäre eine klasse Gelegenheit ihn zu präsentieren. Danke für diesen wunderbaren Tipp und Deinen lieben Worte!
    Habt einen schönen Tag, herzlichst, Indra ❤

    • Hallo, liebste Indra,
      ja wirklich, er duftet phantastisch und ist glatt mal einer meiner Lieblinge geworden. Dazu ist er auch noch so schnell zusammengerührt. Achte wirklich auf die Qualität des Amarettos,wenn du ihn backst. Es lohnt sich wirklich!
      Vielen lieben Dank für dein Kompliment! Ich freue mich schon auf deinen Bericht und bin schon sehr gespannt wohin du uns führst 😉
      Dir und deiner Family auch noch einen schönen restlichen Tag!
      Liebste Grüße Maren

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