Aprikosen-Pistazientorte

Willkommen in 2014 und willkommen auf MaLu’s Köstlichkeiten

 Schön, dass ihr (wieder) da seid! 

Seid ihr gut ins neue Jahr gerutscht? Mit Raketen und Knallerbsen oder eher ruhig? Findet ihr auch, dass die Tage wie der Wind verfliegen? Schwupp, sitzt man wieder auf dem Bürostuhl!

Jedenfalls brauchte ich nach dem ganzen Weihnachtstrubel keine große Silvesterfeier mehr. Bei uns ging’s eher ruhig zu. Und so hatte ich dann schon nach unserem gemütlichen Neujahrsfrühstück wieder Lust für euch zu backen :-).

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Die Torte, die ich euch heute vorstelle habe ich, leicht abgewandelt, aus dem Buch Törtchen und Tartelettes von Matthias Ludwigs, das ich euch hier schon einmal vorgestellt habe.

Die Basis der Torte bildet ein Pistazienbiskuit. Darauf folgt ein Aprikosenkompott, dass mit einem Mandelbiskuit abgedeckt wird. Für den sahnigen Schmelz sorgt eine Joghurtmousse, getoppt von Aprikosenguss und gehackten Pistazien.

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Vor Weihnachten habe ich die Torte schon einmal gebacken, hatte jedoch statt Aprikosen feingewürfelte Ananas verwendet. War sehr lecker und frisch, jedoch fand ich die Ananas irgendwie zu grob für diese feine Torte. Außerdem hatte ich das Rezept auf eine 20 cm Springform umgemodelt und hinterher erschien mir dann der Mandelbiskuit doch zu dick. Aber da sie so lecker war wollte ich sie unbedingt so hinkriegen, dass sie für euch perfekt ist. Diesmal sollten es dann doch Aprikosen sein.Nun ist es aber leider so, dass es um diese Zeit keine frischen Aprikosen gibt und daher musste ich auf Dosenfrüchte zurück greifen. Ich habe jedoch ungesüßte gewählt, um einen möglichst authentischen Geschmack zu bekommen.

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Zunächst werden die zwei Biskuitböden gebacken. Jeweils in einer 20 cm Springform. Backofen auf 180 Grad Umluft vorheizen!

Mandelbiskuit:

  • 20 g gem. Mandeln
  • 15 g Puderzucker
  • 1 Ei Gr.M
  • 1 Eigelb
  • 1 Eiweiß
  • 15 g Zucker
  • 25 g Mehl
  • 1 Tl. flüssige Butter

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Mandeln, Puderzucker, Ei und Eigelb weißschaumig verrühren. Eiweiß und Zucker zu steifem Schnee schlagen. Die Hälfte davon unter die Mandelmasse heben. Das Mehl darübersieben und unterrühren. Zum Schluss vorsichtig das restliche Eischnee und die flüssige, nicht zu heiße Butter unterheben. Den Teig gleichmäßig in eine 20 cm Durchmesser Springform streichen und ca. 10-15 Min. backen bis er sich wattig anfühlt.

Pistazienbiskuit:

  • 1 Eigelb
  • 20 g Pistazienpaste (ich habe Pistazien mit 1 Teel. Öl im Blitzhacker vermahlen)
  • 30 g Zucker
  • 1 Eiweiß
  • 15 g Mehl
  • 15g gemahlene Mandeln
  • 1 Tl flüssige Butter
  • 10 g gehackte Pistazien

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Pistazienpaste, 15 g Zucker und das Eigelb cremig rühren. Eiweiß und die restlichen 15 g Zucker zu steifem Schnee schlagen. Die Hälfte davon unter die Eigelbmasse rühren. Den restlichen Eischnee hinzufügen und darauf das Mehl sieben und die Mandeln streuen. Alles vorsichtig aber gründlich unterheben. Den Teig gleichmäßig in eine 20 cm Durchmesser Springform streichen, mit den gehackten Pistazien bestreuen und ca. 10-15 Min. backen bis er sich wattig anfühlt.

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Aprikosenkompott:

  • 380 g Aprikosen ( ich habe ungesüßte aus der Dose verwendet)
  • 45 g Zucker
  • 3 Blätter Gelatine

Gelatine 5 Minuten in sehr kaltem Wasser einweichen. Die Aprikosen in kleine Stücke schneiden und zusammen mit dem Zucker in einem Topf aufkochen lassen. Vom Herd ziehen und die eingeweichte Gelatine hinzufügen, auflösen und glattrühren. 1-2 Stunden kaltstellen, bzw. bis das Kompott zu gelieren beginnt.

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Joghurtmousse:

  • 200 g Joghurt 3,8%
  • 45 g Zucker
  • Mark 1 Vanilleschote oder etwas Abrieb einer Tonkabohne *
  • 3 Blatt Gelatine
  • 150 ml Schlagsahne

Im Originalrezept verwendet Matthias Ludwigs 2 Eigelbe in der Mousse. Darauf habe ich verzichtet.

Gelatine 5 Minuten in kaltem Wasser einweichen. Sahne steifschlagen und beiseite stellen. Joghurt und Zucker mit dem Vanillemark oder dem Tonkabohnenabrieb verrühren. Eingeweichte Gelatine in einem kleinen Topf auf leichter Hitze auflösen und dann mit 1-2 Esslöffeln Joghurt verrühren. Diese Mischung dann mit der restliche Joghurtmasse glattrühren. Nun die steifgeschlagene Sahne gleichmäßig unterheben.

* Tonkabohnen sind die sehr aromatischen Samen eines südamerikanischen Baumes. Sie werden wie eine Muskatnuss frisch gerieben und der Geschmack erinnert an Vanille und Marzipan. Ich habe sie von hier.IMG_4036_bearbeitet-1

Fertigstellung:

Den Pistazienboden auf einen Teller legen und einen Tortenring, in passender Größe eingestellt, darauf setzen (es geht auch mit dem Rand der Springform). Hierauf wird das Aprikosenkompott verteilt und glattgestrichen.

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Den Mandelbiskuit darauflegen und leicht andrücken. Nun die Joghurtmousse einfüllen, glätten und die Torte abgedeckt für 1-2 Stunden in den Kühlschrank stellen.

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Den Fruchtspiegel kann man auf unterschiedliche Weise zubereiten. Matthias Ludwigs nimmt dafür einen Teil des Aprikosenkompottes. Ich habe bei meiner ersten Torte Orangensaft erhitzt und mit Gelatine gebunden, wie einen Tortenguss. Bei unserer Aprikosentorte hier habe ich es mir einfach gemacht und ein Glas Aprikosenkonfitüre (und zwar die sogenannte Samtmarmelade) etwas erwärmt und auf die festgewordene Joghurtmousse verteilt. Nun noch mit gehackten Pistazien verzieren und die Torte noch einmal für einige Stunden, oder über Nacht, durchkühlen lassen.

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Im Vergleich zu der Ananasvariante ist diese Torte um vieles zarter und feiner. Vielleicht würde ich trotzdem beim nächsten Mal eher Aprikosen- oder Orangensaft als Guss verwenden, da die Konfitüre relativ süß ist. Aber das ist Geschmackssache ;-).

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Alles in allem ist sie, wie ich meine, eine perfekte kleine Torte geworden. Die jeweiligen Schichten und ihr Geschmack sind ausgewogen. Fruchtig – sahnig – lecker!

Ich wette ihr habt genauso viel Spaß wie ich beim Nachbacken. Genießt diesen kleinen Leckerbissen und …

.. macht es euch schön!

Liebste Grüße

Eure MaLu ♥♥♥

14 Kommentare zu “Aprikosen-Pistazientorte

    • Danke, Andy! Ich würde sagen, gerade WEGEN der Weihnachtsschlemmerei schmeckt diese Torte besonders gut. Sie ist so schon frisch und fluffig, so ganz anders als Zimtsterne und Lebkuchen ( obwohl die zu ihrer Zeit durchaus lecker sind ;-))
      Liebste Grüße MaLu

  1. Hallo MaLu,

    von mir noch auch ein kurzes „Gesundes neues Jahr“ bevor bei uns nachher gleich der Kindergeburtstag startet. Eine wunderbare Torte hast Du da gezaubert. Mein erster Kuchen im neuen Jahr war eine totale Katastrophe…
    Liebe Grüße,
    Barbara

    • Oh weh, was hast du denn gebacken? Die Geburtstagstorte deiner Tochter sah doch klasse aus! Überhaupt finde ich dich immer superfleißig!
      Ich wünsche dir und deiner Familie ein Superjahr und bin gespannt auf deine kommenden Werke!
      Liebe Grüße
      MaLu

  2. Ich schließe mich Mari in allen Punkten an, einfach wunderschön. Wenn wir am Ende dieses Jahres mit dem Hermé durch sind, muss ich wohl die Anschaffungs des Ludwigs Buch erwägen. 😉
    Und natürlich wünsche ich dir verspätet ein wundervolles neues Jahr!
    Liebe Grüße,
    Eva

    • Danke, Eva! Ich freue mich schon auf deine Torten von Herme´. Das Buch von Matthias Ludwigs ist ja nicht halb so umfangreich (und teuer ;-)). Dafür sind seine Torten und Törtchen etwas einfacher (im besten Sinne).
      Dir und Herrn H. wünsche ich auch ein tolles neues Jahr.
      Herzliche Grüße Maren

  3. Eine sehr tolle Torte. Ich liebe solche Torten und mache sie auch sehr gerne. Übrigens eine sehr schöne Seite!
    Liebe Grüße,
    Joanna

    • Das freut mich, Joanna! Ich habe auch gerade auf deinem Blog gestöbert und bin sehr angetan! Die Erdnussplätzchen sind ja wohl genau mein Fall. Die werde ich auf jeden Fall nachbacken. Du hast einen neuen Follower :-D! Liebe Grüße Maren

  4. Die Torte sieht ganz wundervoll aus, Maren. Die Rezepte von Ludwigs sind wirklich schön. Dieses Zusammenspiel von verschiedenen Texturen und Geschmacksrichtungen …toll. Das vermisse ich bei Felder.

    Während ich Ludwigs Torte bzw bei ihm sind es ja eher Schnitten wohl eher unbeachtet lassen würde (sein Foto weckt in mir einfach keinen Appetit), sieht deine Torte so einladend appetitlich aus, dass ich mit Freuden „ich hätte gerne ein Stück davon“ sagen würde.
    Du hast das Rezept wirklich wunderschön umgesetzt.
    Ich freue mich darauf, dich auch dieses Jahr in deinem Blog zu begleiten und wünsche dir für 2014 viele schöne Stunden in der Küche und natürlich ebenso mit Freunden und Familie beim Verköstigen. 😀
    Ein glückliches Neues Jahr 2014 wünscht dir deine Mari.

    • Vielen Dank, liebe Mari! Gerade dein Lob, als ‚Fachfrau‘, bedeutet mir sehr viel :-). Wenn ich könnte, würde ich dir gern ein Stück herüber ‚beamen‘. Ich hoffe du hattest eine schöne Geburtstagsfeier und ich wünsche dir für das neue Jahr alles erdenklich Gute! Liebe Grüße Maren

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